06.09.2012 11:00
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spiegel.de: Sascha Lobo: Eure Internetsucht ist unser Leben #
der beste text seit mindestens zwei wochen zum thema angeblicher internetsucht. die überschrift fasst das was sascha lobo in dem text zuspitzt schon gut zusammen: das internet besteht nicht nur aus menschen, es macht für viele menschen auch einen grossen teil ihres lebens aus. das internet ist ein lebensraum. wer das nicht verstehen will und „aus historischen Gründen [seine] nicht digital begründeten Lebensentwürfe zu verteidigen und als besser hinzustellen“ versucht, ignoriert und erhebt sich über die lebenswirklichkeit von millionen menschen.
sascha lobo dosiert in diesem text pathos so geschickt, dass ich beinahe nach noch mehr pathos in sascha lobos texten rufen möchte.
wspirat.blogspot.de: Meine Geschichte #
von sascha lobo in seiner kolumne verlinkter text von der bedrückend ist, aber auch sehr lesenswert. sascha lobo:
Ein 25-jähriger Pirat schrieb auf, wie er in der Schule von einem Lehrer gemobbt wurde und wie seine Mitschüler schwiegen oder lachten. Wie er unter den vernichtenden Beschimpfungen und Drohungen des Sportlehrers Herrn H. vor Publikum litt. Bis er schließlich nicht mehr in die Schule gehen konnte, weil ihm schon die Nähe des Gebäudes körperliche Schmerzen bereitete. Wie er kurz davor war, sich zu töten.
Und er schreibt auch, wie er Zuflucht fand an einem Ort, an dem er Freunde fand, die ihm zuhörten und ihn so retteten: im Internet, in Online-Spielen. Aber seine Eltern verwechselten Ursache, Wirkung und Linderung und zogen den Schluss, den der andauernde mediale Beschuss nahelegt: "Das Internet ist die Gefahr!"
05.09.2012 05:00
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spiegel.de: Internet-Debatte bei Jauch: Omg, lol! #
ole reißmann hat sich angesehen wie im fernsehen darüber spekuliert wurde ob das leben internet dumm mache.
Spitzer zur Seite springt die ZDF-Moderatorin Petra Gerster, die findet, Kinder sollten Klavier, Skat und Ball spielen, aber bitte nicht Ballerspiele am Computer "machen". Später wird sie darum bitten, das ebenfalls kritisierte Fernsehen doch differenziert zu sehen, weil es da wundervolle Sendungen für Kinder gebe. Zum Beispiel die "Simpsons". Nur zur Vergewisserung: Es ist Sonntagabend, "Günther Jauch". Der "Satire Gipfel" läuft erst am Montag. Dabei liegt eine Verwechslung nahe, weil sonst wohl nur hartgesottene Comedians derart mühelos über Widersprüche und Details hinwegsehen, damit eine Pointe passt.
besonders witzig finde ich, dass spitzer bei jauch gesagt haben soll, dass man das ja wohl noch sagen dürfen werde, dass das internet doof mache.
[nachtrag 9:30h]
fscklog.com: Der armselige Serien-Zustand des deutschen iTunes Stores #
mit einer solchen lieblosigkeit im detail wird das nichts. die serien aus dem itunes-store sind entweder nicht vorhanden, wenn vorhanden offenbar oft nicht komplett vorhanden, mit DRM verhunzt, meistens ohne optional zu- oder abschaltbare untertitel oder schlimmer noch, mit eingebrannten untertiteln. für zwei tacken fünfzig kann man da schon ein bisschen mehr liebe und sorgfalt reinstecken. in dieser form bleibt es wirklich schwer gegen lizenzlose kopien oder DVDs zu konkurrieren. beide bieten sehr viel mehr für den preis und an komfort.
04.09.2012 05:00
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03.09.2012 05:00
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gedankentraeger.de: keep your mind set, keep you hair long. #
moni:
Je mehr ich mit den amerikanischen Gruppen arbeite, umso mehr nehme ich wahr, wie fast all ihre Kritik darauf hinausläuft, dass sie Standardisierungen der ein oder anderen Form vermissen. Ohne Standardisierung erleben sie sofort Kontrollverlust und Unsicherheit. Die Unebenheit des Kopfsteinpflasters ist auch und vielleicht vor allem ihr philosophischer Feind.
gnogongo.de: Occupy #
richard gleim:
Occupy wird mir immer fremder. Was mal ihr Anliegen war, konnte ich in allen Punkten unterstützen und hin und wieder flammt auch noch der Funke eines Diskurses auf, der Hoffnung macht. Aber insgesamt regredieren sie auf ein Niveau, das nur uns Menschen vorbehalten ist, nur uns Stadtmenschen. Jetzt rufen sie dazu auf, Lärm zu machen. Einfach nur Lärm. Ja, sie werden auch Parolen in die Welt schreien und auf Transparenten mit sich tragen.
02.09.2012 08:37
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spreeblick.com: Terminkalender #
ja, über sowas kann ich lachen: johnny haeusler:
Am Mittwoch, den 29. August 2012 bin ich zu Gast bei „ZDF log in“ und diskutiere mit Jimmy Schulz (FDP) und meinem Lieblingshirnforscher Manfred Spitzer über dessen Bestseller „Digitale Demenz“. Wenn ich den Termin nicht vergesse.
wenn’s möglich ist, stream ich mir das heute abend an.
neil-gaiman.tumblr.com #
neil gaiman:
American Gods is being developed for HBO.
grossartig! mal ein ganz anderes thema: warum wurde snowcrash eigentlich bisher nicht verfilmt?
thisisnotporn.net: Connie Foster and Jodie Foster #

Connie Foster and Jodie Foster on the set of Taxi Driver.
Since Jodie was only 12 during filming, her 20-year-old sister, Connie, doubled
her in scenes with adult dialogue or sexually suggestive scenes.
sprengsatz.de: Der Abschied vom “Spiegel" rückt näher #
michael spreng:
Dass es auch anders geht, beweisen die beiden wichtigsten, an- und aufregendsten Blätter der Republik: die „Süddeutsche“ und die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS). Sie präsentieren die exklusiven News, die im „Spiegel“ schon lange nicht mehr stehen, und überraschen die Leser mit Themen, die kein anderer hat. [...]
Lesen muss auch Spaß machen, neue Einsichten bringen, muss die Gedanken anregen, den Leser länger beschäftigen als nur die Zeit der Lektüre. Diesen Anspruch erfüllen beide Blätter. Vom „Stern“ und „Spiegel“ rückt der Abschied näher. Unsere Wege werden sich trennen. Leider.
29.08.2012 10:00
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robertbasic.de: Blogger sind so unwichtig #
robert basic:
Ich nehme mich wichtig genug, um mich nicht unwichtig nehmen zu lassen.
wenn man sich durch robert basics rhabarbersprache durchkämpft leuchtet ein richtiger und wichtiger punkt auf: das ihr-da- oder ihr-da-oben- oder ihr-da-an-der-seite-denken von vielen menschen, sei es durch (gefühlte) privilegierung oder unterprivilegierung motiviert ist fast immer quark. oder anders gesagt: kritik die nicht spezifisch auf den punkt ist, sondern pauschal und menschengruppen über einen kamm scherend ist fast immer unsinn.
heise.de: Was war. Was wird. #
hal faber:
Halten wir fest: Dass jeder nicht nur ein Recht auf freie Meinungsäußerung hat, sondern dies auch wahrnehmen kann, das ist einer der elementaren Entwicklungen, die das Netz und die offenen Foren (schon seit seligen Usenet- und Fidonet-Zeiten) befördert haben und für die man sie nicht genug loben kann. Aber es gibt anscheinend immer noch Leute, die sich für was Besseres halten und der Ansicht sind, Meinungsfreiheit und das Recht, seine Meinung auch zu äußern, sollte man Leuten nicht gewähren, die sich auf vermeintlich niedrigerem Niveau bewegen. Als würden Grundrechte auf Bewährung verliehen, als gäbe es Menschenrechte erst nach Eignungsprüfung.
gleiches thema (im prinzip) wie bei robert basic, nämlich dass redefreiheit nicht immer bequem ist, aber sie in frage zu stellen schon.
tagesspiegel.de: Rostock-Lichtenhagen: Joachim Gaucks Rede im Wortlaut #
joachim gauck:
Wir spüren noch heute, wie wir es immer spüren werden: Eine völlig von allem Dunklen und Bösen „gereinigte" Gesellschaft wird es nie geben - nach all unseren Erfahrungen widerspricht sie der Natur des Menschen. Mit Aggression, Hass, Wut, Groll, Zorn reagieren Menschen auf tatsächliche oder angenommene Kränkung, auf Verletzung, Unterdrückung und Unrecht. Dunkles und Böses lassen sich allerdings durch Vernunft, Empathie und Solidarität eindämmen, notfalls auch durch das Gesetz. Denn Hass, der nicht zurückgedrängt wird, wirkt seinerseits verletzend, unterdrückend, ja zerstörerisch.
Eine völlig gereinigte Gesellschaft werden wir also nicht erreichen können, eine solidarische Gesellschaft aber sehr wohl.
27.08.2012 05:00
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faz.net/supermarkt: Edekas bauernschlaue Werbung – oder: Wie regional soll unser Obst und Gemüse sein? #
peer schader über werbung für regionale lebensmittel, was dahinter steckt (bzw. nicht dahinter steckt) und über die relativität von regional angebauten lebensmitteln.
Julian Voss formuliert es etwas deutlicher: "Die regionale Herkunft von Lebensmitteln ist als Kaufkriterium so wichtig, weil sich die Verbraucher zunächst einmal viel darunter vorstellen können." Und sich vieles erzählen lassen.
Voss ist Professor für Food- und Agribusiness an der PFH Privaten Hochschule Göttingen und Mitgründer der Beratungsgesellschaft Agrifood Consulting. "Ich will gar nicht davon abraten, regional einzukaufen", sagt er. "Aber es geht darum, das Thema Regionalität auch kritisch zu betrachten, weil sich die Verbraucher vom Marketing, das eine ländliche Idylle suggeriert, oft zu stark beeinflussen lassen."
Das zweite Problem ist, dass regionale Produkte nicht automatisch besser sein müssen als solche aus dem Ausland. "Lebensmittel sind immer dann gut, wenn ihre Prozessqualität gut ist. Und die beruht darauf, wie der Hersteller die Wertschöpfungskette im Griff hat", sagt Voss. "Der Landwirt um die Ecke kann auch nachlässig arbeiten. Aber die Lebensmittelhändler spielen natürlich mit dem positiven Eindruck der Verbraucher."
Woher kommt der überhaupt? Ganz einfach: Weil wir eine Landwirtschaft unterstützen wollen, die es so fast gar nicht mehr gibt. Voss erklärt: "Da wird eine bäuerliche Landwirtschaft suggeriert, die häufig nicht dahinter steckt. Auch regionale Produkte kommen von hocheffizienten landwirtschaftlichen Betrieben."
ich kauf gerne auf dem markt. auch wenn dort einiges vom grossmarkt kommt, kommt dort auch einiges vom bauern. bei krummen, verwachsen gurken, sehr putzbedürftigen salaten mit wurzeln oder nicht pikobello gewaschenen karotten bilde ich mir zumindest immer sehr erfolgreich einen besseren geschmack ein.
abgesehen davon finde ich peer schaders supermarktblog sehr toll.
26.08.2012 05:00
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spiegel.de: Kommentar: Lance Armstrong ist endlich als Dopingsünder überführt #
jens weinreich:
Die nationale Anti-Doping-Agentur der USA (Usada) schreibt Sportgeschichte. An diesem Freitagmorgen kündigte sie es an, am Abend machte sie es wahr: Sie hat den Radsportler Lance Armstrong mit einer lebenslangen Sperre belegt. Seine sieben Siege bei der Tour de France werden nun vom Radsport-Weltverband UCI wohl aberkannt. Das ist eine wunderbare Nachricht für alle, die an sauberem Sport interessiert sind.
Damit hat die Usada mit ihrem seit 2007 amtierenden Chef Travis Tygart, den Armstrong der Hexenjagd bezichtigt, in vorbildlicher Weise gezeigt, was möglich ist, wenn sich eine Agentur dem Druck von Sport, Politik und Sponsoren nicht beugt. Sondern wenn sie selbständig ermittelt, ihrer Kernaufgabe nachkommt und sich der Wahrheit annähern will.
25.08.2012 05:00
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dasnuf.de: Freundliche Stalker #
das nuf erklärt was sie an instagram gut findet:
Und andererseits sehe ich Dinge, die ich nicht kenne, Getränke, die ich noch nie getrunken habe, Restaurants in denen ich nie war ... aber weil die UrhereberInnen dieser Fotos “normale Menschen" sind, weiß ich, ich könnte da potentiell hingehen, ich kann deren Gerichte nachkochen, an diese Orte gehen. Es ist für mich erreichbar.
24.08.2012 05:00
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