27.07.2012 10:01
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overcomingbias.com: Old Minds Are Fragile #
faszinierende gedankenspiele zum leben und zu den parallelen des lebens zur softwareentwicklung. robin hanson:
Today most houses and cars are in principle immortal, in the sense that enough maintenance can keep them functioning indefinitely. Yet most houses and cars are not immortal in practice, because those maintenance costs keep rising to the point where it is cheaper to build new houses and cars.
blog.abgeordnetenwatch.de: Gesetzentwurf könnte Existenz kritischer Organisationen wie abgeordnetenwatch.de bedrohen #
kerstin groezinger:
Ende Juni fand - von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt - im Bundestag die erste Lesung des Jahressteuergesetzes 2013 statt. Das Gesetz soll unter anderem die Abgabenordnung, und damit das Kerngesetz für die Steuerfestsetzung, ändern. Eine Neuerung könnte dabei weitreichende Folgen haben: Vereinen, die im Verfassungsschutzbericht des Bundes oder eines Landes als extremistisch aufgeführt werden, soll laut Gesetzentwurf die Gemeinnützigkeit entzogen werden, ganz egal ob die Vorwürfe berechtigt sind oder nicht.
Letzten Endes könnte dies auch abgeordnetenwatch.de betreffen. Deswegen unterstützen wir den Protest von über 30 zivilgesellschaftlichen Organisationen (darunter Robin Wood, Pro Asyl, Greenpeace), die einen offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags adressiert haben.
christopherlauer.de: NEU: FDP jetzt auch mit Wahlcomputer #
christopher lauer:
Das von der bayrischen FDP eingesetzte Online-Tool New Democracy ist ein unbenutzbarer Wahlcomputer, den man nicht mal im Traum mit Programmen wie LiquidFeedback vergleichen sollte. Die Benutzung stellt ein Armutszeugnis für die netzpolitische Kompetenz der FDP dar.
pop64.de: Neu in Hamburg? #
sven dietrich:
Du bist soeben von irgendwo neu nach Hamburg gezogen? Gratuliere. Willkommen. Hier sind einige Tipps, die gerne gelesen und immer wieder gesucht werden. Vielleicht hilft das ja, in den ersten aufregenden Tagen und Wochen.
ah. die flohmärkte muss ich mal ausprobieren, auch wenn ich nicht neu in hamburg bin.
26.07.2012 07:05
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wired.com: Air-Pumped Mascot Costumes Turn Autistic Kids Into Outgoing Entertainers #
schön erzählte, lange reportage über lee bowen, der mal rinderzüchter war und wegen der krankheit einer seiner töchter nach omaha zog, wo sie besser behandelt werden konnte. als spendensammler für die ortsansässige jugendherberge entdeckte er irgendwann aufblasbare gummipuppen werbeschilder aus denen er später aufblasbare kostümmaskottchen baute, die alles mögliche können, unter anderem, manchen autisten jobs als entertainer zu verschaffen. sehr lesenswert.
prenzlauerberg-nachrichten.de: Der Leinwand-Tester #
cosima lutz über benjamin kohzer, den betreiber von kinokompendium.de:
Er trägt ein schwarzes Hemd zur schwarzen Hose, eine schwarz umrandete Brille und wirkt alles in allem wie jemand, der unter günstigen Umständen unwillkürlich und geräuschlos mit einem abgedunkelten Kinosaal verschmelzen kann. Und das tut er, sobald das Filmlogo auf der Leinwand erscheint. Kino, sagt er, sei für ihn das Betreten einer „anderen Welt“.
die prenzlauerberger-nachrichten hab ich in meinem feedreader, aber die artikel, die hin und wieder richtig gut sind, erregen viel zu selten meine aufmerksamkeit. vor allem weil der feed auf einen absatz gekürzt ist und die teaser mich in der regel nicht neugierig machen.
auf der anderen seite scheinen die prenzlauerberg-nachrichten.de ganz gesund zu sein: die seite ist mit sehr, sehr viel werbung zugeklatscht.
journelle.de: Das hier ist kein Internet-Tagebuch, dumb-ass #
journelle:
Blogs sind keine Online-Tagebücher, Blogs sind Online-Essays.
schön begründet, unter anderem mit der wikipedia. dort steht auch:
Essays sind Denkversuche, Deutungen - unbefangen, oft zufällig scheinend. Damit ein Essay überzeugen kann, sollte er im Gedanken scharf, in der Form klar und im Stil geschmeidig sein
25.07.2012 09:34
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zdf.de/hyperland: Kim Schmitz - Rückkehr des Großmauls #
torsten kleinz über kim schmitz:
Kernstück der Kampagne ist aber ein Musikvideo, in dem sich der Megaupload-Gründer singend selbst mit der Bürgerrechtsikone Martin Luther King vergleicht, an Präsident Obama appelliert und den “Krieg um das Internet” ausruft. Dabei setzt der 38-Jährige weniger auf musikalische Qualität, denn auf den Fremdschäm-Faktor. Mit dem breiten deutschen Akzent und einer schamlosen Inszenierung seiner selbst als Widerstandskämpfer gegen ACTA, sorgt Schmitz für Gelächter. Der YouTube-Zähler steht schon auf über 400.000 Klicks, viele Medien verbreiten das Video weiter. Doch Solidaritätsbekundungen sind bedeutend spärlicher: Ein paar Tausend Likes auf Facebook kann er bisher vorweisen - angesichts des Medienwirbels ist das bemerkenswert wenig. Dass gar jemand für Schmitz auf die Straße gehen würde, ist derzeit nicht abzusehen.
auch schön, die offenlegung am ende:
Anmerkung: Kim Schmitz und Megaupload Ltd sind 2011 mit drei einstweiligen Verfügungen vor drei verschiedenen Landgerichten gegen den Autoren dieses Artikels vorgegangen. Alle drei Einstweiligen Verfügungen wurden jedoch aufgehoben.
torsten kleinz verfolgt das treiben von kim schmitz bereits seit einigen jahren und hat(te) eine umfangreiche kimble-doku online, die jetzt aber leider 404 ist.
[nachtrag]
torsten kleinz erzählt warum der kimble-report offline ist. und warum kim schmitz ein aufschneider ist:
Ende letzten Jahres habe ich nochmal für heise und die taz Berichte über Kim Schmitz und Megaupload verfasst. Wenig später bekam ich ein Schreiben von einer Anwaltskanzlei, in dem mir so ziemlich alles verboten werden sollte. […]
In der Folge erhielt ich persönlich und die beteiligten Verlage drei einstweilige Verfügungen von drei verschiedenen Landgerichten, die mir auf Verlangen von Kim Schmitz (nicht:Dotcom) und Megaupload jeweils eine einzelne Äußerung verboten. Warum dafür drei verschiedene Gerichte bemüht wurden? Die einzige Erklärung, die mir plausibel erscheint: Ich sollte mit möglichst vielen Kosten und Prozessrisiken konfrontiert werden. Solche Rechtstreitigkeiten können schnell fünfstellige Beträge verschlingen. Selbst im Siegesfall waren die Aussichten, meine Anwaltskosten erstattet zu bekommen, gering.
Dankenswerterweise hielten die Verlage von heise online und taz zu mir und hielten mich von dem finanziellen Risiko der Streitigkeiten frei. Dank der hervorragenden und engagierten Arbeit meiner Anwälte wurden die einstweiligen Verfügungen eine nach dem anderen erst außer Kraft gesetzt und schließlich gerichtlich abgewiesen. Das dauerte mehrere Monate und kostete einige Nerven. Wäre Kim Schmitz nicht im Januar festgenommen worden — vielleicht hätte ich mittlerweile mit einem Dutzend Einstweilige Verfügungen zu tun. Er hatte scheinbar unbegrenzte Mittel, die er mit seinem (geleasten) Millionen-Villa, seinem Fuhrpark, seinen Spenden für Feuerwerke medienwirksam dokumentierte. Ich hingegen habe mein Einkommen als freier Journalist. Wenn Schmitz oder Dotcom sich nun als Vorkämpfer für freie Rede im Internet inszeniert, ist die Absurdität kaum in Worte zu fassen.
24.07.2012 11:40
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sueddeutsche.de: Obama-Herausforderer Mitt Romney - Sympathisch wie ein Cyborg #
jörg häntzschel über die „weirdness“ von mitt romney:
Noch dramatischer missglücken seine Versuche, die Menschen direkt anzusprechen. Regelmäßig versucht er, das Eis mit abwegigen Fragen nach Alter oder Nationalität seines Gegenübers zu brechen: "Lassen Sie mich raten: Sie sind Franco-Kanadier!" Oder er versucht es mit Gratulationen - doch für was? "Das ist ja eine große Lava-Lampe! Gratuliere!", meinte er zu einem Google-Mitarbeiter. Leider verwandeln sich seine Übungen in Jovialität aber oft in Beleidigungen, schon bevor sie seinen Mund verlassen haben.
hier sieht man wie mitt romney sagt „That's a big lava lamp, congratulations.“. ich kann mich da wirklich drüber kaputtlachen. /delicious.com/elfengleich
cultofmac.com: Where Microsoft Has 'More Taste' Than Apple #
mike elgan erklärt warum apples skeuomorphismus scheusslich ist:
Here we have one of the most incredible technologies ever made available to consumers -- one that communicates with multiple Earth-orbiting satellites, and it's decorated to look like a wallet made at summer camp.
das hat übrigens nicht erst mit iOS oder dem leder-ical angefangen. angefangen hat das elend (glaube ich) mit dem polierten itunes aus edelstahl.
auch widersprüchlich: einerseits eine breite ablehnung von skeuomorpher app-gestaltung, aber wenn sich auf dem iphone die lichtreflektionen von schieberegglern mithilfe des gyroskops verändern, gibts tosenden applaus — obwohl das auch skeuomorph ist.
23.07.2012 05:00
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sprechblase.wordpress.com: Abschalten. Umschalten. #
cem basman:
Mich irritiert immer noch etwas, dass in Deutschland Sabbatical mit Urlaub verwechselt wird. In Deutschland gibt es offenbar noch keine Tradition und kein Verständnis für den wesentlichen Unterschied. Urlaub ist “Abschalten”, ein Sabbatical ist ein “Umschalten”, wie es Scott Hanson in einem Kommentar zu meinem Posting in Facebook treffend und kurz ausgedrückt hat.
22.07.2012 05:00
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vimeo.com: Meet the Superhumans #
Meet the Superhumans, the stars of the London 2012 Paralympic Games.
eigentlich würde ich gerne weiterhin pathos und olympia scheisse finden. manchmal finde ich pathos auch ganz OK. /whudat.de
stefan-niggemeier.de: Immerhin: Das Auto müsste sie stehen lassen #
hihi. stefan niggemeier rechnet ein auflagensteigerungeigenlob nach:
Um 0,10 Prozent ist die Auflage der »Zeit« im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
das sind ungefähr 500 mehr verkaufte exemplare, die für eine jubelmeldung bei der zeit ausreichen.
neunetz.com: Wie die Majorlabels Startups bedroht und Innovation getötet haben #
marcel weiss beschreibt wie die musikindustrie in den letzten jahrzehnten „innovationen“ massiv gehemmt hat. wobei das mit den innovationen natürlich auch ein zweischneidiges schwert ist; eins von kim schmitzs „hauptargumenten“ in seinem mega-peinlichen video ist glaube ich, dass „innovation“ (also was er so treibt) kriminalisiert werde. wobei wir hier von jemandem reden, der nicht nur mit kalten händen gemolken hat, sondern dabei auch noch laut und schief gesungen hat.
auffällig zumindest ist: ohne kriminalisierung, gibts auch keine robin-hood-attitüde.
jungle-world.com: Aus dem Hipster-Paradies Portland, Oregon #
andreas gebhard schreibt über portland:
Die Gegend um die Mississippi Street, in der sich schicke Cafés, Bars und Restaurants auf engstem Raum befinden, ist derzeit die angesagteste in der Stadt. »Small Businesses« und »Creatives« sind hier zu Hause, also Menschen, die nicht nur Geld verdienen wollen, sondern für die auch eine gewisse Selbstdarstellung von existentieller Bedeutung ist. Man könnte diesen Stadtteil als amerikanische Version von Kreuzkölln oder als Torstraße 2.0 bezeichnen.
„kreuzkölln“ — kannte ich noch nicht das wort. sehr schön. auch der rest.
theeuropean.de: Journalismus und die „Filter Bubble“ #
martin eiermann:
Doch wer die Filterblase lediglich als Phänomen der Digitalisierung ansieht, irrt gewaltig. Jahrzehntelang wurde Journalismus vor allem von alten, weißen Männern bestimmt, die pflichtbewusst die Weltsicht alter, weißer Männer in den Äther hinausposaunt haben. Ganze Generationen durften sich zur besten Sendezeit in den Abendnachrichten vergewissern, dass Politik und Wissenschaft Männersachen seien und die armen Neger ohne Starthilfe aus dem Westen wahrscheinlich immer noch ziellos durch die Savanne rennen würden.
Die Filterblase ist also mehr als ein technologisches Problem, das sich durch intelligentere Algorithmen oder menschliche Kuratoren im medialen Web relativ einfach lösen ließe. Sie ist ein kulturelles und strukturelles Problem.
sag ich doch.
(obwohl mir nicht ganz klar ist, was eiermann mit seinem text eigentlich genau sagen will. ich glaube es geht in die richtung: früher war scheisse, heute aber auch.)
faz.net: Digitale Boheme: Lebenslage, Lebensstil #
frank lübberding:
Nun gab es schon immer eine Berufsgruppe, deren Lebenslage prekär war. Wir reden vom Künstler, Musiker, Maler oder Autor. Er galt bis in die siebziger Jahre als die letzte quasi noch unerschlossene Berufsgruppe des deutschen Sozialstaats. Ein Künstler war von seinem Einfallsreichtum und den Launen seiner Auftragsgeber abhängig. Erfolg und Scheitern lagen nahe beieinander. Häufig war es Zufall, ob man sein Auskommen fand. Trotzdem brauchte er eine soziale Absicherung. Die Künstlersozialkasse wurde erst 1983 gegründet, als der Rückbau des Sozialstaats schon eingesetzt hatte.
rebelart.net: “Der Enthüllungskünstler": Interview mit Trevor Paglen #
Der US-Künstler und Geograf Trevor Paglen deckte Flugzeugentführungen von Terrorverdächtigen und eine komplette CIA-Infrastruktur voller Tarnfirmen, geheimen Operationen und gefälschten Identitäten auf, er fotografierte Spionagesatelliten und “Black Sites”, geheime Militärgefängnisse, die angeblich gar nicht existieren, und sammelte kryptische Aufnäher militärischer Sondereinheiten. 1974 in Maryland geboren, studierte Paglen zunächst Religionswissenschaft und Komposition in Berkeley, danach Kunst und Technologie in Chicago und promovierte 2008 in Geografie. Seitdem spürt er, von wissenschaftlichem Ehrgeiz getrieben, die letzten weißen Flecken auf Landkarten auf, hinterfragt den dokumentarischen Wert der Fotografie – und bekämpft dabei immer auch noch ein paar Mythen.
21.07.2012 05:00
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faz.net: Digitale Bohème in Berlin: Diese verflixten tausend Euro #
fonsi spricht auf faz.de ein paar leserbriefschreibern aus der seele,
peter glaser nennt das „bohämisch“. ix frage mich, wie man lobo, seemann und die samwers allerdings in einen topf stecken kann, ist mir ein rätsel. das ist ein bisschen wie äpfel, birnen und elstern in einen topf zu werfen. was dirk von gehlen dazu schreibt gefällt mir aber sehr gut:
Warum fehlt all dem der Humor?
docs.google.com: Interview mit Gesine von Prittwitz #
kathrin passig redet mit gesine von prittwitz von der buch-PR-agentur prittwitzundpartner.de:
Wie ist das mit den gekauften Positionen? Bei einem meiner Bücher hat Rowohlt mal eine Buchvorschau im “DB mobil"-Magazin gekauft, und ich erinnere mich vage, dass das Zigtausende kostet.
Kostet auch Zehntausende. Ich kann dir das jetzt nicht genau sagen, aber es ist wirklich so, dass du sehr viele Artikel kaufst. Das wird ja auch immer diskutiert, die Vermischung von PR und Anzeigen. Bei den Literaturbeilagen, zum Beispiel zur Frankfurter oder zur Leipziger Buchmesse, da kannst du gucken, unten ist dieses Banner mit den ganzen Anzeigen, und obendrüber sind dann die Rezensionen.
Direkt zu den Büchern, für die auch die Anzeigen sind?
Zum Teil ja, sonst ist es halt derselbe Verlag. Bücher, deren Verlag keine Anzeige schaltet, haben einfach null Chancen, rezensiert zu werden.
das ist alles wirklich sehr interessant. /leanderwattig.de
internet-law.de: Brauchen wir ein Telemediengeheimnis? #
thomas stadler über sascha lobos kolumne von dienstag. er schliesst mit zwei sätzen, die nix mit sascha lobos kolumne zu tun haben und auch nichts wirklich neues sind. aber man sollte sich die beiden sätze regelmässig vor augen führen und drüber nachdenken.
Anbieter wie Facebook oder Gooogle verstoßen häufiger gegen deutsches und europäisches Recht, u.a. auch beim Datenschutz. Der deutsche Staat, wie auch die EU, sind in vielen Fällen nur nicht mehr dazu in der Lage, ihr Recht gegenüber diesen Anbietern durchzusetzen.
in den kommentaren meldet sich auch sascha lobo.
19.07.2012 05:00
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boingboing.net: The physics of time travel #
grossartig. ronald mallett erklärt, dass die spezielle relativitätstheorie zeitreisen in die zukunft erlaubt, und die allgemeine relativitätstheorie zeitreisen in die vergangenheit erlaubt.
theeuropean.de: Die Luxusangst vor der Gentechnik #
beda m. stadler:
Andererseits ist der Wunsch, gesund sterben zu wollen, ein eigentlicher Witz. Das Witzigste daran ist, niemand lacht darüber. Es ist nämlich gar nicht möglich, gesund zu sterben. Noch ist nie ein gesunder Mensch gestorben. Selbst wer vom Blitz getroffen wird, ist während der Zeit des Ein- und Austritts des Blitzes für einen kurzen Moment krank. Die Wahnvorstellung, gesund sterben zu wollen, ist aber bloß eine logische Folge unseres allgemeinen Gesundheitswahns.
ich glaube unsere vorstellung von natur und „natürlichkeit“ ist insgesamt gehörig aus dem gleichgewicht geraten. die natur, die biologie ist dem menschen nicht wohlgesonnen, wir haben uns lediglich ein paar resistenzen zugelegt, damit wir mit einigen natürlichen giften einigermassen umgehen können. die natur, wie sie uns derzeit gegenübersteht, und wir, sind das produkt einer langen entwicklung. aber diese entwicklung ist keinesfalls beendet. das was die gentechnik tut, macht die natur nach wie vor: erbgut verändern, mutieren, rekombinieren. in bakterien, viren passiert das was wir evolution oder gentechnik nennen weiterhin in rasender geschwindigkeit. aber das geht in viele köpfe nicht rein. dass sich das HIV-virus natürlich entwickeln könnte, wollen viele menschen nicht wahrhaben. so etwas grausames kann doch nicht aus der „mutter natur“ entstammen, da müssen doch irgendwelche durchgeknallten wissenschaftler ihre finger im spiel gehabt haben. kamen seuchen früher durch hexen, zauberer oder teufelisches wirken zusammen, stammen sie heute aus laboratorien oder geheimen regierungsprogrammen. dass die natur einfach (nach wie vor) grösstenteils tödlich für die meisten lebensformen ist, darauf kommt fast niemand.
hyperorg.com: Louis C.K. and the Decent Net, or How Louis won the Internet #
david weinberger:
There are lots of reasons to be heartened by Louis' actions and by his success: He is validating new business models that could spread. He is demonstrating his trust in his audience. He is protecting his audience while making the relationship more direct. He is not being greedy. But it seems to me that Louis is demonstrating one more point that is especially important. Louis C.K. won the Internet by reminding us that the Internet offers us a chance for a moral do-over.
was wir von louis ck lernen können: leute respektvoll behandeln, führt zu respektvollen reaktionen. nicht ausschliesslich, aber grösstenteils. und das ist doch was.
mondaynote.com: Why Murdoch's The Daily Doesn't Fly #
frederic filloux:
Something's wrong with The Daily's concept.
I subscribed. Twice, actually. At 99 cents a week ($39.99 a year), it was supposed to be a painless addition to my vast set of digital subscriptions. Strangely, it never succeeded in becoming part of my reading habits.
das problem mit the daily: es ist zu gewöhnlich. es ist weder noch. weder besonders aktuell, noch visuell spannend, noch besonders in die tiefe gehend. ich glaube ein magazin das visuell knallt, ausserordenlich unterhaltsam oder erhellend (oder beides) ist und 99 cent pro woche kostete, könnte funktionieren. aber 08/15 und paywall funktioniert nicht.
18.07.2012 05:00
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wahrheitueberwahrheit.blogspot.com: Die Wahrheit über die Wahrheit: Die Freiheit, die ich meine #
thomas steinschneider:
[Die] Kommentatoren [der Welt] finden auch einfach nicht zu einer Linie. So kommentierte Die Welt vor zwei Monaten noch:
Religionsdebatte: Muslime müssen Freiheit zur Provokation hinnehmen - Provokationen gegenüber Autoritäten sind unverzichtbar für eine lebendige Gesellschaft und Kultur. Ohne Provokation gibt es kein neues Denken. Deshalb darf es auch keine Ausnahme für Muslime geben.
Wenn's aber an den Papst geht, dann ist das schon irgendwie was ganz anderes:
Wer sich über die Reaktion des Vatikans auf das Titelbild der "Titanic" mokiert, verkennt die religiösen Gefühle von Millionen Gläubigen. Sie müssen sich nicht im Namen der Toleranz verhöhnen lassen.
Stimmt, verhöhnen lassen müssen sich nur die Millionen Gläubige, die an den falschen Gott glauben. Die sind es ja schließlich, die ein neues Denken brauchen.
anders-anziehen.blogspot.co.uk: Ohne dieses Niederknien #
"Wissen Sie, ich bin eine gläubige Christin. Das gibt mir Halt." antwortet Frau K. auf meine Frage, wie sie im Alter ihr Leben lebt. Frau K. ist 81 Jahre alt und war 45 Jahre lang berufstätig: "Als kaufmännische Angestellte." Sie fühlt sich fit, auch wenn sie kein Fahrrad mehr fahren kann: "Ich bin mein Leben lang Fahrrad gefahren, heute geht das nicht mehr. Ich fahre aber noch Auto." sagt sie und schlägt vor, dass ich sie neben ihrem Auto fotografiere.
notes.computernotizen.de: Party-Randale verhindert #
torsten kleinz:
Ins Rollen kam die Geschichte als Gwenda Paschulke, Lehrerin an der Peter-Lustig-Grundschule den verhängnisvollen Aufruf am Schwarzen Brett bemerkte. “Der kleine Paul hat einfach jeden zu seiner Geburtstagsparty eingeladen", erklärt die Pädagogin gegenüber dem Hamburger Gutenachtblatt. “Doch statt jedem seiner engsten Freunde eine handgeschriebene persönliche Einladung zu übergeben -- so wie wir es im Medienkunde-Unterricht auch geübt haben -- hat er die Einladung einfach ans Schwarze Brett gehängt", sagt Frau Paschulke sichtlich betroffen.
vowe.net: Noisy Typer #
Noisy Typer is a free piece of software which plays typewriter sounds as you type. It runs in the background and works with all applications ( email, web, word etc ). Key sounds include: letter keys, spacebar, backspace, carriage return and scroll up and down.
download hier.
ich bin eigentlich froh darüber, dass es fast keine geräte mehr gibt, die bei der benutzung geräusche von sich geben müssen. selbst musik blasen sich die meisten leute heutzutage direkt ins ohr, statt in die öffentlichkeit. theoretisch könnte die welt so ruhig sein.
heise.de: telepolis.de: Def Leppard "fälscht" eigene Stücke #
peter mühlbauer:
Hintergrund [...] ist ein Streit mit dem Universal-Konzern, von dem man sich rechtlich und finanziell übervorteilt fühlt. Dieser Streit führte dazu, dass es einen beträchtlichen Teil des Def-Leppard-Schaffens nicht auf iTunes und anderen Bezahlportalen zu kaufen gibt. Schließlich sah die Band nur mehr einen einzigen Weg, den Downloadmarkt nicht komplett Filehostern zu überlassen (von denen sie kein Geld bekommt): Sie muss die Leistungsschutzrechte von Universal umgehen, indem sie alte Stücke neu einspielt.
16.07.2012 09:00
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