operation-naked-links vom 15.02.2016

felix schwenzel, , in links    

* spiegel.de: Hillary Clinton und Jeb Bush: Die alte Garde ist feige

wieder ein artikel auf spiegel online, in dem bernie sanders gemeinsam mit donald trump in die radikale populisten-ecke gestellt wird:

Welche Ironie, dass sich die Etablierten ausgerechnet von Trump und Sanders die Leviten lesen lassen. Trump hat nicht einmal ansatzweise ein politisches Konzept, nahezu sämtliche Probleme lassen sich aus seiner Sicht mit einem Mauerbau an der Grenze zu Mexiko lösen. Und Sanders ist ein interessanter Mann mit einer Menge Enthusiasmus. Aber dass er sich als Inbegriff der Integrität inszeniert, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Auch er hat das öffentliche System der Wahlkampffinanzierung gemieden, weil er wusste, dass Privatspenden seine Schatulle voller machen.

ich verstehe den letzten satz nicht. inwiefern hat bernie sanders „das öffentliche System der Wahlkampffinanzierung gemieden“? was ist das überhaupt, „das öffentliche System der Wahlkampffinanzierung“? meint veit medick, dass sanders sich in seiner zeit als senator nicht dafür eingesetzt hat, die amerikanische wahlkampffinanzierung zu verstaatlichen? denn bekanntlich gibt es in den USA keine staatlich geregelte finanzierung der parteien oder kandidaten. sie sind auf spenden von privatpersonen oder von interessensgruppen angewiesen, die sich unter anderem in „PACs“ organisiseren. tatsächlich setzt bernie sanders auf privat- und kleinspender und versucht grossspender und verbände aus seiner wahlkampffinanzierung rauszuhalten. wenn ich mich recht erinnere, hat barack obama das auch recht erfolgreich getan.

was bernie sanders am amerikanischen wahlkampfsystem kritisiert, finde ich auch nicht besonders kom- oder ironisch. er kritisiert, dass sich superreiche und lobbyverbände, vor allem aus der finanzindustrie, mit grossen spenden zu sehr in die politik einmischen. die kritik ist nachvollziehbar und sanders ist bei weitem nicht der einzige, der sie äussert. dass er sich von kleinspendern finanzieren lässt ist eine geste um unabhängigkeit zu demonstrieren und nicht um „schatullen“ zu füllen.

aber mal im ernst, was meint veit medick mit seinem letzten satz, was ist das „öffentliche System der Wahlkampffinanzierung“ und wo ist die ironie, bzw. komik, die ich nicht erkenne?

[nachtrag/korrektur 13.02.2016]

es gibt in den USA staatliche wahlkampfunterstützung und bernie sanders hat für seinen wahlkampf darauf verzichtet (via). gleichzeitig ist es aber ein teil von bernie sanders wahlprogramm, die finanzierung von wahlkämpfen staatlich zu regeln (via).

peter merkt in den kommentaren an, dass die staatliche unterstützung von wahlkämpfen einigen beschränkunegn unterliegt:

Die Beschränkung ist demnach eine der Höhe nach. Wenn man staatliche Unterstützung im Anspruch nimmt, müssen die Gesamtausgaben unter einer Grenze liegen, die man überschreiten kann, wenn man sich nur durch private Spenden finanziert.

links vom 11.02.2016

felix schwenzel, in links    

links vom 09.02.2016

felix schwenzel, in links    

* nzz.ch: Geschmack und Nervenzusammenbruch

text der woche, von peter glaser (der text gefällt mir, also bin ich):

Der Versuch, Wege aus der Heillosigkeit der Gegenwart zu finden, führt zu einer ziellosen Entschiedenheit, Motto: Ich weiss zwar nicht, wo ich hinwill, aber dafür bin ich schneller dort.

Das einzige, das wirklich gegen die neue Langeweile, die sich aus einem Rauschen von Kurzweilepartikeln zusammensetzt, ist Veränderung. Nun ist die Veränderung selbst zum Hauptprodukt der Entwicklung geworden. Dies war die letzte Neuigkeit der Welt.

sophie hunger

felix schwenzel, , in links    

in der letzten schulz-und-böhmermann-sendung bin ich noch nicht zum @sophiehunger-fan geworden, aber sie ein bisschen zu googeln, machte mich fast sofort zum fan.

links vom 02.02.2016

felix schwenzel, , in links    

* mediasteak.com: Die heute Show „interviewt“ AfD-Spitzenkandidat Meuthen

„anne“ von mediasteak:

Hier kommt die AFD zu Wort: Hochprofessionell interviewt heute-show Journalist Carsten van Rissen den AfD-Spitzenkandidat Jörg Meuthen.

Besser als alle sonstigen Interviews mit der AFD!

ich mag carsten van ryssen nicht, zumindest nicht als ich ihn zuletzt hin und wieder bei polylux sah, wo er auf dem alexanderplatz wenig intelligent aussehenden leuten, wenig intelligente sachen aus der nase zog. die heute show mag ich auch nicht. oliver welke mag ich ebenso wenig und die afd sowieso nicht.

was mich aber verrückt macht, sind links auf die 2DF-mediathek, die wegen eines fehlenden flash-plugins auf die startseite der mediathek landen, so wie derzeit bei mediasteak.de, wenn man den link bespielsweise in safari klickt. deshalb hier ein link zu dem besagten ausschnitt der auch mit flashlosen browsern funktioniert, der aber keinesfalls eine ansehempfehlung oder gutfindung sein soll: Carsten van Ryssen bei der AfD

und weil das ZDF seine mp4-dateien exponiert, kann man die ausschnitte natürlich auch einbetten:

donald gegen trump

felix schwenzel, , in links    

* spiegel.de: Republikanische Partei im TV-Duell: Ohne Donald Trump, mit Anspruch

veit medick:

Für Donnerstag hatten sich die Moderatoren etwas besonders Unangenehmes einfallen lassen: In Videoeinspielern wurden Cruz und Rubio mit widersprüchlichen Aussagen zur Einwanderung gezeigt. Mal pro Amnestie für illegale Einwanderer, mal contra.

Eine einfache, aber äußerst effektive Idee, die beide erkennbar verunsicherte. […] Schade nur: Man hätte sehr gerne gesehen, wie der Sender auch Donald Trump mit seiner inhaltlichen Flexibilität konfrontiert hätte. Ging aber nicht.

ging schon, allerdings nicht auf fox, sondern auf CBS:

youtube-video
direkt youtube-link

(hier gefunden)

das ist schon ein ziemlich grossartiges stück fernseharbeit, das stephen colbert hier abliefert. donald gegen trump mit all seinen widersprüchen.

links vom 28.01.2016

felix schwenzel, in links