nike werbung

felix schwenzel,    

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ich mag den spot, trotz oder gerade wegen des pathos. aber auf jeden fall wegen des minimalismus. /via boingboing.net, wo xeni jardin aus einem businessinsider-artikel über den 12 jährigen darsteller zitiert, dass er während der dreharbeiten in einen graben gekotzt hätte. er hätte eine stunde vor den dreharbeiten mittag gegessen. das ist die gute nachricht. die schlechte nachricht: der junge will demnächst mit seiner mutter den jojo-effekt durchspielen:

Nike has further plans for Sorrell. He and his mom, Monica, are now trying to lose weight. If they make it, Nike will return to shoot another spot.

meine lieblingstweets im juli

felix schwenzel,    

Imagine a future where someone makes a browser with a 'take me to the tab that is playing music' command

@Pinboard

Pinboard

Stehen wirklich irgendwo auf der Welt Paare nebeneinander an Doppelwaschbecken und putzen sich?

@SibylleBerg

sibylle berg

Achievement unlocked: Being flattred by @.

@Flattrstar

Flattrstar

"Hier war ein Dilettant am Werk", der Klempner so "Ihr Mann vielleicht?" Ich so "Joahhh der Mann! ICH geh doch nicht an die Rohre!!!"

@dasnuf

Patricia Cammarata

"Ich glaub, Sie pinnen!"

@Mellcolm

Melanie Voß

Wir beide spielen ein bürgerliches Leben. Aber wir haben ein Safeword, falls es einem von uns zu weit geht.

@Afelia

Marina Weisband

Keiner bringt mir einen Kaffee. Servicewüste Singlewohnung.

@nochsoeiner

nochsoeiner

Beck hat sicher die ganze Nacht telefoniert um die Nürburgring-Frauen zu retten.

@Schmidtlepp

Christopher Lauer

In Anlehnung an Flattr könnte ja mal jemand Blattr zur Verteilung von Schmiergeldern starten.

@helmi

Helmi

Wenn man keine Investoren findet, ist das ein gutes Zeichen dafür, daß es sich nicht lohnt. Nürburgring wäre auf Kickstarter durchgefallen.

@Elfengleich

Sandra Wiegard

Does it disturb anyone else that "The Los Angeles Angels" baseball team translates directly to "The The Angels Angels"?

@neiltyson

Neil deGrasse Tyson

We don't need anymore paintings of bridges. Everybody stop.

@DearAnyone

Artie Johann

A dude at the bar calls me a gaytard, this other girl just told me to kill myself... this is my LAST Youtube commenters meet-up!

@DannyZuker

Danny Zuker

flausch am sonntag (1)

felix schwenzel,    

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(ich gebe zu, stefan niggemeiers flauschcontent ist flauschiger) (via)

klugscheissen

felix schwenzel,    

klugscheisserei reizt mich. aber besonders reizt sie mich, wenn sie vom spiegel kommt. in der print-ausgabe von montag, schrob der spiegel in einer notiz unter anderem:

Die Informatikerin [Marissa Mayer] ist im achten Monat schwanger. Vor ihrem überraschenden Wechsel an die Spitze der Internetfirma Yahoo war Mayer als Managerin beim direkten Konkurrenten Google tätig. Das Baby, dessen Geburt für Oktober ausgerechnet ist, sollte die Karriere der US-Amerikanerin kaum beeinträchtigen.

so weit, so egal. einige leser meinten an diesem sätzen aber ungereimtheiten festzustellen. so schreibt der spiegel heute auf seiner facebookseite:

Viele Spiegel-LeserInnen stutzten - und fragten sich und später auch uns über unsere Leserbrief-Redaktion: Könnt ihr beim SPIEGEL nicht rechnen? Einige empfahlen den vermeintlichen Patzer für eine andere beliebte SPIEGEL-Rubrik, den "Hohlspiegel". Auf diese Idee kamen auch unsere KollegInnen von der "taz". Sie verzichteten gleich ganz auf das Fragezeichen und verliehen dem SPIEGEL gestern ihre "Gurke des Tages". Zehn bis elf Monate Schwangerschaft, das sei dann ja "fast schon wie bei Elefanten".

Sie alle sind mit ihrer Fehler-Diagnose nicht allein. Am Montag war schon Chefredakteur Georg Mascolo über die Passage gestolpert, bei der internen Heftkritik der Redaktion.

in den folgenden 10 absätzen erklärt der spiegel dann, dass die rechnung durchaus korrekt sei:

„Unsere Meldung erschien in der 30. Schwangerschaftswoche, also im 8. Monat“, so der spiegel. mediziner zählen 40 schwangerschaftswochen, somit sind es also vom 23. juli, an dem der spiegel erschien, bis zum 4. oktober, dem prognostizierten geburtstermin, 10 wochen. kann man nachrechnen, stimmt alles. dann hat der spiegel also recht und alles ist gut. alles klargestellt, bzw. wie der spiegel es ausdrückt: „Soviel zur medizinischen Aufklärung.“

der satz mit der „medizinischen Aufklärung“ ist sicher harmlos gemeint, stösst mir aber dennoch auf, weil ich meine, hier eine typische spiegel-haltung durchscheinen zu sehen: auf der einen seite der spiegel, mit seiner dokumentation, die alle fehler ausfiltert, auf der anderen seite die leser, die aufgeklärt werden müssen, weil sie die korrekte („präzise“) darstellung nicht auf anhieb verstehen.

genau diese haltung, diese polierte arroganz, ist es, die mich am spiegel seit jahren stört. statt einfach klar und deutlich einzuräumen, dass die meldung ungeschickt oder missverständlich formuliert war, ein langer sermon, der den schwarzen peter dem leser und der feindseligen konkurenz zuschiebt. in diesem fall wissen spiegel-leser erst mehr, wenn sie die nachbesprechung der heftkritik auf der facebookseite des spiegels lesen. neues motto: facebookseitenleser des spiegels wissen mehr.

* * *

wie hätte der spiegel die meldung denn unmissverständlich schreiben sollen, könnten spiegelredaktionsverteidiger jetzt fragen. ganz einfach:

Die Informatikerin ist in der 30. Woche schwanger. […] Der prognostizierte Geburtstermin, der für den 4. Oktober ausgerechnet ist, sollte die Karriere der US-Amerikanerin kaum beeinträchtigen.

so machen ärtzte das auch. sie reden nicht von schwangerschaftsmonaten, sondern von schwangerschaftswochen (SSW). einerseits weil ein kalendermonat bis zu drei tage länger ist als ein vierwöchiger schwangerschaftsmonat, andererseits, weil so von vorneherein klar ist, dass man von der medizinischen zählweise spricht, die 40 SSW zählt.

„vernünftige gynäkologen“ reden von schwangerschaftswochen, so drückt es mein vater aus, der gynäkologe mit dem ich ungefähr 20 jahre meines lebens verbracht habe (umgerechnet ca. 1000 wochen, in denen er als gynäkologe ungefähr 6 schrillionen babys zur welt gebracht hat und mich ebenso oft korrigiert hat, wenn ich von „schwangerschaftsmonaten“ gesprochen habe). ich vermute — ohne weitere rücksprache mit meinem vater — „vernünftige gynäkologen“ gehen damit vor allem missverständnissen bei der kommunikation aus dem weg.

statt kompliziert zwischen medizinischen und alltagssprachlichen monatskonventionen hin und her zu rechnen, wäre eine formulierung mit schwangerschaftswochen klar wie fruchtwasser gewesen. so klar, dass auch der „Chefredakteur Georg Mascolo“, trotz ihrer huntertprozentigen und dokumentierten korrektheit, nicht über die passage hätte stolpern müssen.

* * *

hätte der facebookeintrag zur mayer-meldung klar und deutlich eingeräumt, dass dem spiegel hier eine missverständliche formulierung rausgeschlüpft ist, könnte der spiegel von mir aus die nächsten 10 jahre auf der korrektheit des „im achten Monat schwanger“ rumreiten. ich hätte das facebook zugeklappt und gesagt: gute idee, auf facebook einzelne artikel, fakten und hintergründe aus der redaktion oder der dokumentation zu besprechen. das sollte der spiegel regelmässig machen!

aber so ist der spiegel nicht gestrickt. fehler oder ungeschickte formulierungen macht der spiegel nicht. der spiegel, dass sturmgeschütz der dokumentation und korrektheit.

blöd ist allerdings, dass der facebookeintrag nicht durch die dokumentation oder den gesunden menschenverstand gelaufen zu sein scheint. denn der verfasser oder die verfasserin des facebookeintrags spricht zweimal von einer „hochschwangeren“ marissa mayer:

Hätten wir vermeiden können, dass so viele Leser über die Stelle stolpern? Klar, ganz einfach, zum Beispiel indem wir einfach nur "hochschwanger" geschrieben hätten, statt einer präzisen Monatsangabe.

hochschanger in der 30. schwangerschaftswoche? mit 10 wochen restschwangerschaft? wie nennt man dann eine schwangere in der 38. SSW? ultrahochschwanger? in der 39. SSW extrem ultrahochschwanger? höchstschwanger? ich habe heute meinen vater auch dazu gefragt: er meint der begriff „hochschwanger“ sei einerseits „nicht klar festgelegt“ und werde andererseits von medizinern kaum noch benutzt. seiner auffassung nach sei eine frau aber ab der 36. SSW „hochschwanger“. demnach wäre marissa mayer also ungefähr ab anfang september „hochschwanger“.

was ist eigentlich am wort „schwanger“ so falsch. wozu die rhetorische dramatik?

* * *

klar bin ich mit meinerm vorwurf an den spiegel rechthaberisch und arrogant zu sein, selbst rechthaberisch. und ich weiss auch, dass ich dazu neige mich missverständlich auszudrücken und fehler zu machen. aber vor allem weiss ich, ebenfalls aus eigener erfahrung, wie lächerlich man sich macht, wenn man missverständnisse, für die man selbst verantwortlich ist, ohne einen hauch von demut oder „uups“ aufzuklären versucht oder dem leser (oder der frau) die schuld am missverständnis gibt.

das mit der augenhöhe, wird der spiegel nie hinbekommen. die fassade des neuen spiegelgebäudes in hamburg besteht übrigens aus glas und elfenbeinimitat.

* * *

der ursprüngliche facebookeintrag wurde vom spiegel gelöscht, damit auch mindestens 10 kommentare und 24 likes. gegen 19 uhr wurde der eintrag neu gepostet. ein hinweis dazu findet sich unter dem eintrag nicht. einziger unterschied zum vorherigen text in der neuen version: hauke janssen, der chef der spiegel-dokumentation, schreibt sich jetzt korrekt mit zwei s (vorher nur mit einem). ausgerechnet!

sascha lobo

felix schwenzel,    

ich habe offenbar eine besondere begabung: ich kann willentlich sascha lobo zufällig treffen. das hat jetzt schon zweimal geklappt, auf meinem nachhauseweg von der arbeit. das funktioniert übrigens ganz ohne internet, nur mit analogen mitteln. zumindest hat das heute so funktioniert und vor ein paar wochen auch schonmal.

ausserdem ist mir aufgefallen, dass mir sascha lobos kolumnen auf spiegel online dann besonders gut gefallen, wenn er sie hinrotzt, auf subjektive erfahrungen stützt und jede tiefere, gezielt intellektuelle analyse weglässt. so hat er das heute in einer sehr okayen kolumne gemacht: Lob der Okayheit.

wie jeder weiss, haben er und kathrin passig gestern ihr buch abgegeben, also kann er nicht sonderlich viel zeit für das schreiben der heutigen kolumne gehabt haben (auf vorrat kann sacha seine kolumne nicht produzieren).

der kolumne liegt ein einfacher gedanke zugrunde: was passiert, wenn wir zugang zu grossen teilen des privatlebens und den privatansichten von immens vielen menschen haben?

Die sozialen Medien bringen in die Öffentlichkeit, was zuvor als höchst privat galt, sie erlauben daher dem Einzelnen, völlig unbekannten Menschen sehr nah zu kommen. Zwei, drei, vier Klicks auf Facebook oder Twitter, und man lauscht privaten Gesprächen, die man ohne das Netz niemals hätte wahrnehmen können. Geführt, als gäbe es kein Publikum. Ein digitaler Blick in die Köpfe, wo die eben noch gefährliche Bedenkenlosigkeit jetzt schon eine unerhörte, ungefilterte Nähe erlaubt. Jeder, der soziale Netzwerke benutzt und ein bisschen umherstromert, aus welchen Motiven auch immer, betreibt digitale Echtzeitethnografie. […]

Was passiert langfristig, wenn es mit sozialen Medien nun möglich ist, in die Köpfe und Gespräche hineinzusehen? Wird es völlig egal sein, weil kaum jemand die Möglichkeit nutzt? Oder setzt sich mit dieser digitalen Nähe die Toleranz der Andersartigkeit flächendeckend durch? Sind die sozialen Medien durch ihre Vernetzung der Verschiedenheiten sogar eine Art Konfrontationstherapie für Intolerante?

Wenn man annimmt, dass beide Extreme nicht zutreffen werden, sondern irgendetwas in der Mitte herauskommt, dann entsteht ein neues Gesellschaftsbild, das hier den Namen Okayheit bekommen soll: "Andersartigkeit ist okay". Okayheit verbindet eine Reihe von sehr unterschiedlichen Haltungen wie Resignation, Toleranz, Desinteresse, Empathie und Gleichgültigkeit zu einem leicht widersprüchlichen Amalgam, das aber am Ende in allen Varianten die gleiche Wirkung hat: es einfach okay sein zu lassen.

einfach eine subjektive beobachtung zu einer kleinen, steilen these anspitzen und in die welt setzen. dann andere drüber nachdenken lassen, ohne zu versuchen es selbst zuende zu denken. einfach mit einem „lob der okayheit“ die kolumne beenden, ohne über die weiteren gesellschaflichen konsequenzen nachzudenken, ohne die kolumne argumentativ gegen potenziell anderesdenkende zu wappnen, die kolumne veröffentlichen und dann in urlaub fahren.

möglicherweise mag ich diese art zu publizieren deshalb so gerne, weil ich auch dazu neige das so zu machen. man sollte aber dabei bedenken, dass nur weil eine kolumne, ein blogeintrag oder ein vortrag nicht alles zuende denkt und durchgekocht serviert, der autor nicht bereits weitergedacht hat oder direkt nach dem veröffentlichen weiterdenkt. aber diese unbeständigkeit, diese temporäre qualität, ist meiner meinung nach einer der ganz grossen reize des netzes; man setzt ein paar kleine, unfertige, nicht zuende gedachte ideen in die welt und andere ziehen sie gross oder modifizieren sie — oder auch nicht.

tl;dr: diese kolumne von sascha lobo beweist: er ist, entgegen aller unkenrufe, ein echter blogger.

malte spitz bei TED: „Your phone company is watching“

felix schwenzel,    

malte spitz hat auf der TED-konferenz sein vorratsdatenspeichrungsprojekt vorgestellt, für das er seine vorratsdaten bei t-mobile herausklagte und mit hilfe von OpenDataCity und der zeit visualisierte.

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(via, siehe auch)

ich habe vor knapp 5 jahren auch mal was zur vorratsdatenspeicherung bei watch berlin erzählt. nicht so eindringlich und plastisch wie malte spitz, ist aber auch schon 5 jahre her.

sorkinisms — a supercut

felix schwenzel,    

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(via, via)