ich habe mich vorgestern länger und sehr anregend mit martin oetting unterhalten. worüber wir uns (unter anderem) unterhalten haben, hat er vor ein paar wochen hier aufgeschrieben. ich finde das sehr toll, was er da vorhat und ich hoffe sehr, dass er auf der republica wird sprechen können.

Nach einigem Nachdenken und Gesprächen mit Freunden bin ich zum Entschluss gekommen, heute wieder genau das Gleiche zu tun, was ich zwischen 2005 und 2011 schon einmal getan habe. Damals habe ich mich zunächst auf einem Blog und später dann zusätzlich auch in öffentlichen Vorträgen mit einem Thema auseinander gesetzt, das ich verstehen und beherrschen wollte. Das Thema war damals „Word-of-Mouth Marketing“, das Blog hieß ConnectedMarketing. Außerdem habe ich in der Folge jahrelang unzählige Vorträge in ganz Deutschland und Europa zu diesem Thema gehalten. […]

Ab heute ist mein Thema ein neues: Das Große Unbehagen. Meinem Eindruck nach entspringt es vor allem einer stetig wachsenden sozialen Ungleichheit in vielen Teilen Europas, den wirtschaftlichen Problemen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union, den nicht enden wollenden Krisen, der Sorge um unendliches Wachstum auf einer endlichen Erde, und der Frage danach, ob politische Entscheidungen eigentlich heute noch Rücksicht auf die Menschen nehmen, die im Alltag von ihnen betroffen sind. (weiterlesen)

akustischer skeuomorphismus

felix schwenzel, , in video    

es ist unübersehbar, dass mir die heimautomatisierung in letzter zeit grosse freude bereitet. neben all den kleinen und grossen projekten die ich umgesetzt habe oder die ich noch plane, hat mir ein kleines projekt in den letzten tagen besonders viel freude bereitet. ich war immer ein grosser freund von pendeluhren. in meiner kindheit war ich oft in häusern, in denen grosse pendel-standuhren standen, die mehr oder weniger laut vor sich hintickten und jede stunde mit geläut auf sich (oder die vergangene zeit) aufmerksam machten. ich mochte die ruhe (≠ geräuschlosigkeit) die diese regulatoren ausstrahlten und ich mochte das ruhige geläut.

ein versuch eine solche pendeluhr bei uns zuhause zu etablieren scheiterte grandios. der beifahrerin war das ticken zu laut, die uhrzeit stimmte nie und das geläut der zu kleinen uhr war (relativ) jämmerlich. ausserdem musste man die uhr ständig aufziehen und dabei darauf achten, nicht zu überziehen.

vor ein paar tagen las ich im home-assistant forum von einer digitalen lösung. einfach den home-assistant anweisen jede stunde, ausser zu nachtzeiten, eine bestimmte sound-datei abzuspielen. die uhrzeit des geläuts ist mit dieser lösung äusserst präzise und die ausgestossenen geräusche flexibel.

ich mochte allerdings das westminster-gebimmel nicht, das der benutzer hareeshmu hier zum download angeboten hatte. beim big-ben ist das in ordnung, in meiner wohnung finde ich es (leicht) affektiert.

statt des westminster-gebimmels habe ich mir diesen einzelnen schlag runtergeladen und das bash-script, das den ton abspielt ein bisschen vereinfacht und angepasst:


#!/bin/bash
# lautstärke setzen
osascript -e "set Volume 4"
counter=1
# date +%l liefert die stunde im 12er format zurück,
# um 14 uhr also zum beispiel 2
while [ $counter -le $(/bin/date +%l) ]
do
# afplay spielt in macos einen beliebigen ton ab, der auch mit
# quicktime abspielbar ist. das & am ende sorgt dafür, dass der
# sound im im hintergrund weiterspielt und das bash-script weiterläuft
afplay -v 1 /Users/ix/.homeassistant/sounds/307524_SOUNDDOGS__cl.mp3&
# zwei sekunden pause zum nächsten schlag
/bin/sleep 2
((counter++))
done
# 14 sekunden pause bis der schlag komplett ausgeklungen ist
/bin/sleep 14
# danach die lautstärke wieder auf null setzen
osascript -e "set Volume 0"

das bash-script liegt auf unserem mac-mini, auf dem auch der home-assistent läuft und es wird von einer home-assistant automation stündlich aufgerufen (ich habe die automation (mehr oder weniger) komplett von hareeshmu übernommen).


shell_command:
  ttschime: '/home/homeassistant/.homeassistant/TTS_Chime.sh'
#
automation 9:
  - alias: 'Grand Father Clock'
    trigger:
      platform: time
      minutes: 59
      seconds: 59
    condition:
      condition: time
      after: '05:30:00'
      before: '22:30:00'
    action:
      - service: shell_command.ttschime

an den mac-mini habe ich per bluetooth einen ganz ordentlichen, brachliegenden [-werbelink] bluetooth-lautsprecher angeschlossen und ihn in der abgehängten decke im flur platziert, in der auch schon eine antenne versteckt ist. das verteilt den uhrenschlag schwer lokalisierbar im ganzen flur und den angrenzenden räumen und fügt durch die eigentlich ungünstigen akkustischen verhältnisse unter der decke, einen angenehmen hall hinzu.

ich finde den stündliche gebimmel äusserst angenehm, auch wenn es mich immer wieder daran erinnert, wie schnell die zeit vergeht. das kind und die beifahrerin sind, glaube ich, eher genervt davon, zumal ich den mechanismus natürlich auch (hin und wieder) hemmungslos dazu benutze das kind per druckluft/airhorn-tröte zu wecken oder gelegentlich ein pupsgeräusch abspiele. insgesamt tolerieren sie die spielerei aber (noch).

und zur not lässt sich der ganze spuk per schalter deaktivieren.

Standuhr per knopfdruck desktivieren

* * *

ich weiss nicht, warum ich nicht früher drauf gekommen bin: meine erste virtuelle standuhr.

[werbung] mein neues lieblingsgerät

felix schwenzel, in notiert    

RFXtrx433E

das ist ein RFXtrx433E, oder wie ich es kurz zu sagen pflege: ein rfxtrx. der rfxtrx ist ein funk transceiver, der 433-mhz-funksignale sendet und empfängt.

eigentlich wird er (wie auf dem produktbild zu sehen) mit einer stummelantenne geliefert. die sendet schon ganz ordentlich, hat aber schwächen beim empfang, zumindest bei ungünstigen empfangsbedingungen. ungünstig sind vor allem mauern, metall und fleisch, dinge die man leider zu hauf in wohnungen findet und die den funkwellen ständig im weg stehen.

weil ich, gerade in kombination mit diesen intertechno funkschaltern, grössere empfangsprobleme hatte (dass die intertechno-schalter sehr schwach funken, sagen auch viele rezensenten), habe ich eine bessere antenne zum rfxtrx gekauft. diese antenne steht jetzt hier:

RFXtrx433E antenne, montiert in abgehängter decke

wie sie sehen, sehen sie nichts. das liegt daran, dass die antenne in der (abgehängten) decke steht, optimalerweise auch auf einem blechträger, der den empfang nochmals positiv beeinflusst.

RFXtrx433E antenne, montiert in abgehängter decke

mit dieser kombination, dem rfxtrx und der besseren antenne empfängt meine steuerzentrale jedes 433 mhz funksignal (von fernbedienungen, funkschaltern, funkbewegungsmeldern) und erreicht jeden aktor (funksteckdosen) bei uns im haus, egal in welchem winkel. ich bin wirklich sehr glücklich mit dem teil. es funktioniert tadellos, arbeitet mit dem homeassistant zusammen und wird von seinem hersteller rfxcom.com liebevoll gepflegt und mit regelmässigen firmwareupdates versorgt. soweit ich das sehe ist rfxcom.com eine (niederländische) ein-mann-firma von bert w., der mir auf meine nachfrage auch einen grosszügigen rabatt beim kauf des geräts angeboten hat, den ich angenommen habe, weshalb auch werbung über dem artikel steht.

ein ausführlicher test folgt noch, ich wollte mit diesem ersten hinweis auf den rfxtrx erstmal nur meiner begeisterung ausdruck verleihen. das gerät ist jetzt seit ein paar monaten bei uns im einsatz und hat meine selbstbau-bastellösung zum 433-mhz-funkempfang und -versand (fast) komplett abgelöst. kaufen kann man es beim hersteller, aber auch bei amazon. es arbeitet mit vielen hausautomatisierungssystemen zusammen (fhem, domoticz, openhab), nicht nur mit meiner derzeitigen wahl, dem home-assistant.

um es nochmal zu sagen: ich bin restlos begeistert von diesem gerät.

puh. macos urks

felix schwenzel, , in notiert    

neues macbook, seit der installation, bzw. dem aufspielen meiner daten per timemachine ein woche nicht mehr neugestartet. auch das systemupdate hab ich nicht eingespielt, das im app-store ständig auf sich aufmerksam macht. ich wollte erst einen time-machine-backup komplettieren, bevor ich das mache.

heute hab ich mich um 15 uhr entschlossen doch mal einen neustart zu machen. beim ausschalten hing der rechner dann mit leuchtendem cursor, aber ansonsten dunkel. also die ausschalttaste gesucht, die ist beim neuen macbook unter dem touch-id-sensor versteckt, und das ausschalten forciert.

nach dem neustart wollte safari nicht mehr starten. egal. chrome ging. zur sicherheit nochmal neugestartet. gleiches spiel. ausschalten wollte sich der mac nicht, bzw. konnte er sich nicht. er hing wieder mit einem schwarzen bildschirm und leuchtendem cursor fest. jeder neustartversuch mit dem gleichen ergebnis.

erste idee: macos-update. dann eben ohne aktuellen timemachine backup. ging auch nicht, der app-store pries mir das update zwar weiterhin an, wollte/konnte es aber nicht installieren.

also habe ich einen standalone-installer für macos 10.12.2 gesucht und gefunden. nur: der installer hing sich auch auf nach der passworteingabe.

grr.

aus dem recovery-system kann man auch nur komplett neu installieren (und damit alles löschen oder 4 stunden die eigenen daten aus dem backup zurückschaufeln). alles probiert was ich kenne, parameter-RAM zurücksetzen, festplattendienstprogram diskckeck, im gesicherten modus booten, alle safari voreinstellungen und caches (nach sicherung der einstellungen) entfernt. nichts. immer der gleiche fehler: kein restart ohne gewalt möglich, safari und das instalationsprogramm wollten nicht funktionieren.

dann hab ich doch noch ne idee gehabt. es gibt doch die kommandozeile. folgende magischen zeichen habe ich gegoogelt:


sudo installer -pkg /Volumes/macOS 10.12.2 Update/macOSUpdCombo10.12.2.pkg -target /

damit lief der installer dann durch, erbat freundlich einen neustart („now“), räumte nach dem neustart nochmal ein bisschen um („verbleibende zeit ca. 2 minuten“, zwei minuten, die dann — natürlich — wieder 5 minuten lang waren), und siehe da, danach funktionierte wieder alles.

ich installier jetzt nur noch über die kommandozeile!

aukey USB-C hub mit vier USB-3 ports, einem USB-C Port mit ladefunktion und einem HDMI-port

felix schwenzel, in rezensionen    

ich habe mir diesen hub gekauft weil er günstig und gut bewertet war. grundsätzlich funktioniert er auch genauso wie erwartet, man kann (bis zu vier) USB-geräte mit USB-A-steckern anschliessen, einen monitor per HDMI und ein ladegerät. all diese geräte schliesst man dann mit einem einzigen USB-C kabel an den computer an (bei mir ein macbook pro von 2016).

leider hat mein hub angefangen laut und durchgehend zu ziepen und pfeifen, sobald ein ladegrät per USB-C an den hub angeschlossen war. auch ohne angeschlossenes ladegerät, lediglich mit einem USB-ethernet-adapter, war ein leises, regelmässig schwankendes fiepen zu hören.

auch der HDMI-anschluss funktionierte nicht so, wie ich mir das gedacht habe. stecke ich ein USB-C auf hdmi kabel in mein macbook ein, erscheint das computerbild gleich auf dem monitor. stecke ich den aukey-hub mit angeschlossenem HDMI-kabel ein, erscheint zunächst gar nichts auf dem monitor. die USB-geräte und die stromdurchleitung werden alle erkannt, der monitor aber erst, wenn ich das HDMI-kabel einmal abziehe und dann wieder einstecke.

auf die probleme (per mail) angesprochen hat sich aukey bereiterklärt mir den kaufpreis zu erstatten und das ich den hub nicht zurückschicken müsse.

USB typ C auf HDMI kabel von choetech

felix schwenzel, , in rezensionen    

ich habe dieses kabel für mein macbook pro (2016) gekauft und es funktioniert exakt so wie erwartet: auf der einen seite in den computer stecken, auf der anderen in den monitor und schon hat man das computerbild auf dem monitor. das kabel sitzt an beiden enden gut, wackelt nicht und ist auch nicht zu dick.

ich hatte mir überlegt noch wegen des preises (derzeit um die 20 euro) rumzunölen, aber wenn man bedenkt, dass man im einschlägigen elektrohandel normale HDMI-kabel kaum für unter 15 oder 20 euro bekommt, dafür aber allerlei gold oder platin-kontakte oder HDMI-kabel mit „ethernet“, erscheint dieses kabel beinahe wieder günstig.