das ist die beeindruckenste tunnelblickrechtfertigung die ich seit langem gelesen habe.

mit dieser haltung könntest du erfolgreiche poltikerin werden. frag doch mal in deinem freundes- und bekanntenkreis nach, was die davon halten.

@patricia: die frage was das genau verbessere, kann man sich zu ungefähr allem, was man im leben tut, stellen. aber ein parteieintritt würde schon mal zwei sachen auf deiner liste oben abhaken: klar positionieren und spenden (mitgliedsbeitrag). auch dein „etc“ wäre damit möglicherweise abgehakt, denn in einer partei würdest du sehr viel etceterasieren. aber vor allem könntest du dich engagieren und damit nicht nur position beziehen, sondern auch für diese position werben und helfen, diese (gemeinschaftlich) in konkrete massnahmen und aktionen umzusetzen.

das geht natürlich auch alles ohne parteizugehörigkeit, aber solche institutionalisierungen haben eben auch vorteile. so wie ein studium bei sehr vielen menschen genau die gleiche reaktion hervorruft (was verbessert das genau?), weisst du ja auch, dass es manchmal eben ganz hilfreich sein kann, werkzeuge, verfahren oder analysegrundsätze (institutionalisiert) zu lernen oder die wahrnehmung zu schärfen, um dann mit diesem wissen tatsächlich etwas zu verändern, im kleinen oder grossen.

oder anders gesagt: wenn einem etwas nicht gefällt, steht neben dem willen etwas zu verändern und dem engagement, vor allem auch das verstehen lernen der funktionsweise. mit diesem wissen, kann man dann auch leichter anderen die funktionsweisen nahebringen.

theoretisch ist das sehr geschmeidig, wie ich es mache, praktisch furchtbar kompliziert und nur mit einem enormen fummelwillen umzusetzen.

die theorie: app installieren, compass konto anlegen und die app die standort-daten dorthin schaufeln lassen. dann kann man compass per API entweder nach der (eigenen) aktuellen position abfragen (und dynamische karten damit bauen) oder in der app reisen starten und beenden, die dann automatisch veröffentlicht werden.

die praxis ist viel komplizierter: die app musst du selbst kompilieren, compass arbeitet nur mit indiauth, dass heisst du musst deine webseite indiewebifizieren, compass liefert die kartenbilder noch nicht per micropub aus, sondern du musst sie (auf deinem server) selbst zusammenbauen (wtf is micropub? kompliziert).

mit meinem fummelwillen hab ich das alles zusammenbekommen, der mensch der sich das alles ausgedacht hat, auch. ansonsten weiss ich von niemandem, der das in dieser konstellation benutzt. ich glaube heiko bielinski hat’s auch versucht, aber mittlerweile aufgegeben, oder.

ansonsten erklär ich dir bei gelegenheit mal gerne, was dieses #indieweb alles kann und soll und will — und ob das vielleicht alles geschmeidig genug ist, um einfach deinen standort zu veröffentlichen, falls das das ding ist, was du an latitude vermisst.

natürlich gibt es alternativen, auch wenn die scheinbar noch niemand gefunden hat. an trump perlt aber eben nicht nur eine sachliche auseinandersetzung ab, sondern auch jede satirische oder lächerlichmachende auseinandersetzung. gegen auseinandersetzung plädiere ich in meinem text ja auch nicht.

ich wunder mich aber vor allem, dass wir in deutschland, nach 16 jahren kohl, immer noch daran glauben, dass satire oder lächerlichmachung wahlentscheidend sei (ohne kohl jetzt mit trump vergleichen zu wollen).

natürlich haben satire und lächerlichmachung wichtige funktionen. sie halten die ohnehin überzeugten zusammen und lassen die gegnerschaft erträglicher erscheinen. aber sie verzerren eben auch die wahrnehmung. in meiner (medien, satire, politik) filterblase sah es in den 80ern 16 jahre lang so aus, als stehe der abtritt kohls kurz bevor, dass er unhaltbar sei. die realität hat sich 16 jahre gegen diesen eindruck wehren können.

deine geo-daten waren nicht teil der h-entry, sondern children des eintrags. keine ahnung ob das richtig so ist oder nicht, jedenfalls parsed das geo-dings jetzt auch die geodaten als children raus, damit sollte es gehen.