[werbung] heizungssteuerung mit tado, update

felix schwenzel, , in artikel    

anderthalb monate ist die tado-heizungssteuerung jetzt bei uns im einsatz (hier mein erster eindruck) und ich komme meinem ziel, mich nicht um die heizung kümmern zu müssen, immer näher. der hauptgrund die tado-heizungssteuerung anzuschaffen, war unser wunsch nach mehr komfort. energiesparen ist bei unseren heizkosten kaum noch möglich, wir zahlen im monat ca. 30 euro fürs gas, womit wir heizen und kochen.

unsere hoffnung war endlich auch im bad komfortable temperaturen zu haben, bzw. heizleistung auf abruf zur verfügung zu haben. das war mit unserer alten, leitraumgesteuerten heizungssteuerung nicht, bzw. nur auf umwegen (dauerheizen) möglich. mit den zwei heizkörperthermostaten und dem „smarten“ raumthermostat, die uns tado kostenlos zum testen (und behalten) überlassen hat (weshalb über dem artikel auch werbung steht), funktioniert das jetzt einwandfrei — mit ein bisschen verspätun.

(eins der ursprünglich gelieferten heizkörperthermostate war defekt, ersatz haben wir nach zwei wochen bekommen. seitdem lässt sich die temperatur sowohl im wohnzimmer, als auch im bad flexibel regeln.)

die kurzversion dieses textes lautet also: ich bin jetzt, mit zwei heizkörperthermostaten, sehr beeindruckt von der flexiblen und gezielten tado-temperatursteuerung in allen wichtigen räumen. sie funktioniert genauso gut, wie ich mir das erhofft habe.

die längere version:

weil wir noch auf unsere bestellung von zwei weiteren heizkörperthermostaten warten (mehr dazu weiter unten), steuern wir derzeit lediglich zwei räume über tado: das bad und das wohnzimmer. das schlafzimmer haben wir seit monaten, wenn nicht sogar jahren nicht geheizt, dort liegen die temperaturen, seit ich sie messe, konstant um die 18, 19°. die küche heizen wir auch nicht, der boiler der gasetagenheizung und der herd sorgen für mehr als genug wärme, auch im tiefsten winter. auch das kinderzimmer funktioniert derzeit gut ohne tado-steuerung, das heizungsventil ist seit wochen zwischen 2 und 3 gestellt, was eine konstante temperatur von um die 21° zur folge hat. werden wohnzimmer oder bad geheizt, profitiert das kinderzimmer von der produzierten wärme.

am wichtigsten: unser junkers-boiler funktioniert jetzt auch (endlich) wieder zuverlässig. seit ungefähr zwei jahren meldete der boiler gelegentlich einen fehler (A2) und deaktivierte sich dann, meisten, zum glück, nur kurz. beunruhigenderweise meldet der A2-fehler (eigentlich) (ab-) gasaustritt. ich vermutete schon länger einen sensorfehler. der erste heizungstechniker den uns die hausverwaltung nach sehr langem warten vorbeischickte empfahl eine regelmässige wartung und reinigte den boiler erstmal gründlich von innen, etwas das seit unserem einzug vor drei jahren noch nie gemacht wurde. mitte november schickte uns die hausverwaltung (nach weiterem sehr langem warten) einen heizungstechniker vorbei, der auch die brennkammer reinigte, wasser nachfüllte, nochmal alles reinigte und nachdem auch nach der wartung der fehler weiterhin beim aufheizen über 50° auftauchte, ankündigte, demnächst vorbeizukommen um den sensor auszutauschen. leider half auch der sensortausch nicht, weshalb er eine woche später gleich die ganze steuerungselektronik austauschte. auch das half nichts und er kündigte uns einen besuch eines werkseigenen junkers-techniker in den nächsten wochen an. statt des junkers-technikers kam dann aber nochmal unser techniker vorbei und meinte, der junkers support hätte ihm gesteckt, dass es noch einen zweiten sensor gäbe. ob der undokumentiert ist, oder nur im fehlerbehebungsflowchart fehlte hab ich nicht erfahren können. jedenfalls behob dieser sensortausch dann endlich den A2-fehler.

tado wollte mich auf nachfrage nicht wissen lassen, was man heizugstechnikern, vermietern oder anderen technik-skeptikern sagen könnte, wenn die der fremd-heizungssteuerung von tado nicht trauen oder gar behaupten, das würde die elektronik „durcheinanderbringen“. wie die heizungshersteller zu tado stehen, die ja behaupten zu nahezu allen heizungssystem kompatibel zu sein, würde mich nach wie interessieren. fragen nach zertifizierungen oder stellungnahmen von heizungsherstellern liefen bei tado leider (bis jetzt) ins leere.

* * *

meine zufriedenheit mit der tado-heizungssteuerung kommt vor allem daher, weil ich ihre funktion jetzt über wochen sehr genau beobachtet habe. anfangs hat das system zwar etwas arg früh angefangen für den „early start“ morgens zu heizen, aber nachdem ich mich ein bisschen darüber lustig gemacht habe, wurde die heizkurve promt angepasst. eigentlich sollte das system sowas mit der zeit selbst lernen und vielleicht tut es das ja auch bereits, wenn man ihm ein bisschen zeit lässt. ein bisschen mühsam war die anpassung der thermostate an die raumcharakteristik. temperatur-messwerte, die direkt am heizkörper gemessen werden haben ja nicht unbedingt etwas mit der raumtemperatur zu tun. im kinderzimme misst das raumthermostat an der wand gegenüber des heizkörpers und zeigt mehr oder weniger exakt die werte an, die ich auch mit meinem eigenen thermometer messe.

temperaturverlauf im kinderzimmer in den letzten 7 tagen

allerdings musste ich die vom tado-raumthermostat erfasste temperatur um ein grad nach unten korrigieren, damit die kurven sich so abdecken. im bad musste ich die temperatur gleich um drei grad nach unten korrigieren, damit die temperatur sich ungefähr mit meinem thermometer (hängt ca. 2 meter entfernt vom heizkörper) deckt.

temperaturverlauf im bad in den letzten 7 tagen

was man nicht so deutlich sieht: tado schafft es tagsüber die eingestellte temperatur von 20° konstant zu halten. die temperatur oszilliert sanft um die 20° marke. die nachtabsenkung misst tado mit ca. drei grad, mein thermometer misst gerade mal ein grad absenkung was ich für akzeptabel halte. ab morgens um sechs ist die temperatur nach kurzem aufheizen dann wieder auf 20°.

um die raumtemperatur konstant auf 20° zu halten muss die heizung über den tag verteilt nicht besonders stark heizen. der kessel heizt sich alle paar stunden auf 30-40° auf und das reicht dann auch, lediglich wenn es der beifahrerin kalt ist und sie das thermostat hochdreht, geht die angeforderte heizleistung etwas stärker in die höhe. grösster vorteil des nun konstant warmen bads: nach dem duschen beschlägt der spiegel kaum noch und die relative luftfeuchtigkeit ist konstant niedriger als in vor-tado-zeiten.

komplizierter war die raum-kalibrierung im wohnzimmer. das ist etwas grösser als das bad und tado berechnet die heizleistung nicht nach der raumtemperatur, sondern nach der temperatur am heizkörperventil unter dem fenster. am fenster und am heizkörper fluktuiert die temperatur natürlich etwas stärker als in der raummitte oder -ecke. aber mit eine temperaturkorrektur von minus 3 grad zeigen sowohl das tado-thermometer als auch mein eigenes thermometer in der raumecke ungefähr analoge werte an.

temperaturverlauf im wohnzimmer in den letzten 7 tagen

auch hier sieht tado die nachtabsenkung krasser als mein thermometer, dass in den 8 stunden heizpause von 23 bis 7 uhr gerade mal ein grad absenkung misst. am fenster misst tado vier grad verlust. jedenfalls ist das ergebnis von den tagsüber eingestellten 22° eine mehr oder weniger konstante temperatur zwischen 22 und 23° in der raumecke. ein billiges, unvernetztes thermometer in der raummitte, zeigt konstant um die 22° an.

mir sind die 22° im wohnzimmer zu warm, aber die beifahrerin fühlt sich bei der temperatur offenbar wohl.

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offline-modus

vor drei tagen fiel bei uns das internet aus (die beifahrerin hatte ausversehen — und unbemerkt — das DSL-kabel aus der TAE-dose gerissen). die frage, was die tado-steuereinheit ohne verbindung in die cloud machen würde hatte ich bis dahin noch nicht eindeutig beantworten können, am donnerstag konnte ich es aber genau nachvollziehen: die eingestellte zieltemperatur in allen zonen/räumen wurde konstant gehalten, die temperaturkurven fluktuierten auch im offline-modus langsam auf und ab. lediglich eine änderung der zieltemperatur über die app war im offline-modus nicht möglich.

API und bridgeausfälle

die graphen zeichne ich übrigens mit grafana. hier hatte ich das schonmal beschrieben, wie ich die webapi, die auch von der tado web- und ios-app genutzt wird, inoffiziell auslese. dieses auslesen hatte ich im verdacht, dass es durch irgendwelche schutzmassnahmen oder abfragelimits rote flaggen bei tado auslöst und irgendwie dazu führt, dass die tado-internet-bridge bei uns nicht mehr erreichbar ist. das passierte in den ersten sechs wochen ziemlich regelmässig: fast jeden morgen wachte ich auf und die tado-app meldete mir, dass meine geräte offline seien. das problem liess sich mit einem neustart der tado-bridge beheben, aber um ein hardware-problem auszuschliessen, meldete ich den fehler bei tado. die tauschten meine bridge auch promt aus, aber das problem der gelegentlichen bridge-ausfälle blieb bestehen. dann hatte ich die rettende idee: hausautomatisierung! ich lasse home-assistant ohnehin regelmässig scans unseres netzwerks durchführen, weshalb home-assistant stets weiss, welche geräte online und offline sind. warum nicht einfach eine automatisierung schreiben, die die bridge bei einem ausfall automatisch neustartet? mit home-assistant und einer schaltbaren steckdose war das schnell umgesetzt. seitdem musste ich mich um das problem nicht mehr kümmern. in den letzten zwei wochen sind die ausfälle allgemein sehr viel weniger geworden, nur noch alle 3-4 tage, und in den letzten 4 tagen gar nicht mehr.

qualitätskontrolle, verfügbarkeit und support

was ich tado positiv anrechne ist der kompetente und freundliche support. manchmal dauert die bearbeitung ein paar tage, aber alle meine technischen anfragen wurden bisher befriedigend beantwortet. am häufigsten bezogen sich meine technischen anfragen allerdings auf gerätedefekte. nachdem das erste heizungsthermostat bei uns dead on arrival ankam, hatte das ersatzgerät ein so schwergängiges temperatureinstellungsdrehrad, dass die beifahrerin das heizungsthermostat dreimal vom heizkörper riss (die zusendung eines ersatzgeräts wurde nach der monierung promt zugesagt). die tado-geräte sind im prinzip super, sauber verarbeitet und tadellos gestaltet, aber bei der qualitätskontrolle scheint es ein bisschen zu hapern.

aber auch bei der befriedigung der nachfrage scheint sich tado übernommen zu haben. die tado-twitter- und facebook-konten liefen in den letzten monaten über von kommentaren, in denen sich kunden bitterlich über ausbleibende oder erheblich verzögerte lieferungen beklagten. die kommunikation von tado zu diesem thema war lange eher hinhaltend, mitte november begann man dann vielen kunden eine lieferung vor weihnachten zu versprechen. ich habe ende september zwei weitere heizkörperthermostate bestellt (und bezahlt), noch bevor die testgeräte bei mir eintrafen und ausser einer bestellbestätigung nichts mehr zu der lieferung gehört. bis vor ein paar wochen eine mail bei mir ankam, die mir anbot auf eine lieferung bis februar zu verzichten und dafür 20% rabatt zu bekommen. weil wir soweit gut versorgt sind und die flexible steuerung des kinder- und schlafzimmers nicht drängt, habe ich mich gerne auf diese deal eingelassen.

verwunderlich finde ich das aber schon, weil tado seine produkte teilweise sehr aggressiv bewirbt und das marketing ganz offenbar auf höchsttouren läuft. so produziert man sich aber doch eine menge unzufriedener early adopter, die monatelang auf ihre lieferung warten — und das gerade im winter. genauso verwunderlich fand ich die offensive bewerbung von tados homekit-integration in den späten sommermonaten, die, soweit ich mich erinnere, auch noch weiterlief, als ich meine testgeräte bekam, die auch mit der tado-bridge der dritten generation ausgeliefert wurden. zu meiner sehr grossen verwunderung war die homekitintegration meiner tado-testgeräte miserabel gelöst (funktionierte nicht) und vor ein paar wochen verschwanden plötzlich alle hinweise auf homekit aus dem marketingmaterial von tado. plötzlich hiess es, dass der homekit-zertifizierungsprozess gemeinsam mit apple noch nicht abgeschlossen sei und tado verschickt die thermostate auch nur mit der internetbridge der zweiten generation (mit einem gutschein für ein kostenloses upgrade auf die dritte generation, sobald die zertifizierung abgeschlossen ist). ich bin gespannt, wann dieser prozess abgeschlossen sein wird und noch gespannter, ob die homekitintegration von tado dann funktionieren wird.

obwohl ich wirklich zufrieden mit meinem tado-setup bin, einen kauf kann ich zur zeit nicht wirklich empfehlen, weil die lieferung wahrscheinlich erst im frühjahr erfolgen wird und ich bei der derzeitigen angespannten liefersituation das gefühl habe, dass weniger auf tadellose qualität geachtet wird, als das eigentlich geboten ist. wer hingegen keine scheu hat regelmässig mit dem wirklich freundlichen und gut erreichbaren tado-support zu telefonieren um defekte zu melden, wer geduldig mit lieferverzögerungen umgehen kann und wer kein problem mit hausdaten in der (tado) cloud hat, dem kann ich tado uneingeschränkt empfehlen. es funktioniert und durch regelmässige softwareupdates wird es auch stetig besser.

whisky-kalender 10

felix schwenzel, , in getrunken    

ich kann jetzt im prinzip aufhören diese altklugen geschmacksbeschreibungen aus meinen whisky-adventskalender-blindverkostungen aufzuschreiben. ich bin nämlich völlig unfähig und geschmacklos und lasse mich von den markennamen und den esoterischen, mystisch aufgeladenen geschichten die die whiskyhersteller und -händler erzählen übermässig beeinflussen. das hier habe ich nach dem einschenken von fläschchen #10 notiert:

heller, leicht stechender, alkoholischer geruch, aber angenehm, mit ganz subtiler rauchnote. ich kann mich irren oder falsch erinnern, aber mich erinnert der geruch ein bisschen an cognac.

der geschmack hat wieder was trockenes, spiritusartiges, sticht ein bisschen, scheint hochprozentig zu sein. nicht rund, aber interessant. brennendes leder, oder harzige eiche. kann mich nicht entscheiden.

nicht mein ding, aber gerne probiert.

das peinliche an diesen worten ist: das war ein zehnjähriger talisker, den ich gestern bereits, zufällig, aus sentimentalen gründen, gekauft und verkostet habe. da hörten sich meine eindrücke noch ganz anders an:

klare torfnote, aber deutlich anders als die torfnoten der islay whiskys die ich so kenne. der geruch ist ein bisschen weihnachtsfruchtig, rund und zum ersten mal habe ich neben dem teergeruch auch deutlich salzgeruch wahrgenommen. auch der talsiker hat spuren von lederhosen, aber ganz subtil.

der geschmack, wenn das erste, deutliche brennen abgeklungen ist, hat auch spitzen, aber runde spitzen. es entwickelt sich im mund eine angeneheme alkoholische wärme, die lang anhält.

gestern wars noch einer meiner lieblingswhiskys, jetzt interessant, nicht mein ding. mir zeigt das jedenfalls, wie sehr whisky-geschmack von der eigenen tagesform oder verfassung abhängt. was man gerade gegessen hat — oder nicht. und was sich man sich von den etiketten oder den beipackzetteln einreden lässt.

„Der Vulkan unter den Whiskys.“

whisky-kalender 8 und 9 plus bonus whiskys

felix schwenzel, , in getrunken    

etiketten für den dailuaine 6y und den basil hayden’s 8y

8. dailuaine 6y

mochte ich überhaupt nicht. der geruch hatte die typischen spiritus-noten die ich an manchen whiskys nicht mag, obwohl er nicht wirklich unangenhem roch. ich hatte die vermutung, dass es sich vielleicht gar nicht um einen schottischen whisky handelte, wars dann aber doch, ein speyside-whisky. beim probieren kam alles zusammen was ich am whisky manchmal nicht mag. spitze schärfe, scharfer alkoholgeschmack der ungedämpft durchkommt, frische eiche.

der 6 jährige dailuaine hatte, fällt mir nachträglich ein, alles unangenehme am eichengeschmack in sich, das andere whiskys offenbar, sei es durchs altern und reifen oder die nutzung von gebrauchten, ausgebrannten fässern irgendwie überkommen. der vergleich ist überzogen, aber ich muss jetzt dran denken, wie ich als kind einmal probieren wollte wie eicheln schmecken. ein bisschen so wie dieser whisky, nur ohne alkohol. dazu kommt, dass der sechsjährige dailuaine in fassstärke abgefüllt war und so über 54 volumenprozente hatte. whisky + cigars empfahl ihn „unbedingt mit ein paar tropfen wasser aufzuschliessen.“ hab ich gemacht, das half aber auch nichts.

ardbeg 10y

ausserhalb der konkurrenz, bei freunden getrunken und auch nicht blind verkostet, sondern aus dem schnapsschrank ausgesucht, der zehn jahre alte ardbeg. die ardbeg-destillerie liegt, wie laphroaig, auf islay und produziert ähnlich torfige whiskys wie laphroaig. ich fand den geruch und den geschmack herrlich mild, als die beifahrerin einen schluck probierte, lachte sie über meine charakterisierung „mild“. sie fand den gar nicht mild. der ardbeg ist im geschmack, vor allem im nachgeschmack, auch ein bisschen dunkelschokoladig. die ähnlichkeit zum laphroiag ist offensichtlich, unterscheidet sich aber deutlich durch diese dunkle kakao-note, die übrigens über eine stunde lang als angenehmer nachgeschmack im mund bleibt. sehr toller stoff, von dem ich mir irgendwann auch mal ne ganze flasche kaufen werde.

9. basil hayden’s 8y

der geruch hat mich irritiert. ich roch eine leichte rasierwassernote, nicht unangenehm, leicht ledrige, fast nach moschus riechende noten — oder kurz gesagt: ich roch lederhose. auch wenn sich lederhose nicht wie ein kompliment anhört, ich hätte den geruch angenehm gefunden, wären nicht wieder diese störenden, metallischen, spiritusartigen spitzen drin gewesen.

die beifahrerin konnte fruchtige noten rausriechen die mir verborgen blieben und fand den geruch weich und ein bisschen vanillig.

der geschmack war auch nicht mein ding, bei mir kräuselte sich der hintere gaumen ein bisschen, wie das bei mir zu viel tanin im rotwein auch macht. beim geschmack war ich mir nicht sicher, was ich exakt nicht mochte. das aroma ist interessant, der geschmack nicht mein ding, der zweite bourbon, der mich nicht begeistern konnte. was ich dem basil hayden aber positiv ankreide: es bleibt stundenlang ein angenehmes moschus-artiges aroma im mundraum.

talisker 10y

auch ausserhalb der konkurrenz: der zehn jahre alte talisker. den hatte ich vor einem jahr bei unserer schottlandreise auf skye getrunken. der talisker war überhaupt der erste single malt den ich seit vielen jahren getrunken habe, im prinzip fing damit die ganze whisky-probiererei an. aus sentimentalen gründen wollte ich schon lange wieder mal einen schluck davon trinken, meistens bekommt man aber nur die talisker blends storm und skye, die OK sind, aber denen meiner meinung nach der stürmische charakter ein bisschen fehlt.

und weil uns gestern (oder heute?) ein zehn euro werbegutschein für amazon now ins haus flog (mindestbestellwert 30 euro), hat zuerst die beifahrerin mit ihrem amazon-konto gemüse und rasierwasser für 30 euro bestellt (und 20 bezahlt) und dann, 10 minuten später, ich eine flasche 10 jahre alten talisker für 35 euro (und 25 euro bezahlt). kurz nach der bestellung hat dann zuerst ein „michael“ den einkauf der beifahrerin vorbeigebracht und kurz darauf „oleg“ meine flasche. funktioniert also, dieses amazon now.

weils dann schon nach 21 uhr war, hab ich mir nach den 20 millilitern basil hayden, gleich auch noch 20 milliliter des talisker eingeschenkt. das aroma hat mich wieder umgehauen: klare torfnote, aber deutlich anders als die torfnoten der islay whiskys die ich so kenne. der geruch ist ein bisschen weihnachtsfruchtig, rund und zum ersten mal habe ich neben dem teergeruch auch deutlich salzgeruch wahrgenommen. auch der talsiker hat spuren von lederhosen, aber ganz subtil.

der geschmack, wenn das erste, deutliche brennen abgeklungen ist, hat auch spitzen, aber runde spitzen. es entwickelt sich im mund eine angeneheme alkoholische wärme, die lang anhält. weil mein verhältnis zum talisker ein bisschen mit pathos aufgeladen ist, würde ich hier sogar das wort kaminfeuer aufschreiben ohne rot zu werden.

der talisker ist ein bisschen wie verflüssigter rauch und absurderweise ist er gleichzeitig scharf und mild. ich glaube den kann (und will) ich nicht all zu oft trinken, weil er mich pathetisch macht. obwohl ein bisschen einschränken muss ich meine begeisterung doch, denn der talisker hat deutliche nebengeschmäcke, die ich bei bourbons oder anderen whiskys deutlich kritisieren würde. aber beim talisker sind diese störungen, die spitzen, die bitterstoffe, teer und spiritusnoten so ausgewogen, dass sie ihn gerade interessant machen. so wie bier eben ein bisschen bitter sein muss, aber eben nicht zu viel. oder andersrum: gewöhnt man sich an ausserordentlich bittere biere, trinkt man sie irgendwann ganz besonders gerne.

whisky-kalender 7

felix schwenzel, , in getrunken    

belvenie 14y caribbean cask

das habe ich mir nach einschenken notiert, bevor ich auf etikett geschaut habe:

riecht nicht die spur torfig, aber sehr eichig. nach weinkeller oder genauer nach einer whisky-lagerhalle die mit angel’s share gefüllt ist. sehr runder, milder geruch.
beim schlucken ein paar kräftige spitzen, das zeug brennt ein bisschen, aber der geschmack ist ausgewogen. es entfaltet sich ein angenhemer duft im mundraum, der fast dunkel-schokoladig ist.

ich habe den belvenie gegoogelt und bin, wie immer, bei whisky.de gelandet. die sind nicht nur extrem gut google optimiert, sondern haben auch immer sehr angenehm zu guckende videos von der verkostung jedes einzelnen whiskys. dieses mal wars besonders reizvoll, weil ich ja kurz vorher das gleiche gemacht habe. und auch schön, dass horst lüning den whisky ganz ähnlich beschreibt wie ich. interessant auch, dass belvenie zu glenfiddich gehört, bzw. seit generationen den gleichen besitzern gehört. beim ersten riechen, bei der völligen abwesenheit von torfnoten, musste ich nämlich auch an glenfiddich denken. bei glenfiddich trocknet man den malz nämlich nicht über torffeuer, sondern über steinkohle (wenn ich mich recht erinnere).

mit um die 60 euro ist mir der 14 jahre alte belvenie eigentlich einen tacken zu teuer, aber ich fand den, im gegeteil zu horst lüning, sehr lecker.

home drinking

felix schwenzel, , in getrunken    

zum ersten dezember habe ich einen whisky+cigars-adventskalender (ohne zigarren, nur mit whisky-proben) vom kind und der beifahrerin geschenkt bekommen. der wahrscheinlich beste adventskalender, den ich seit 43 jahren bekommen habe.

jeden tag ein kleines fläschchen whisky zur blindverkostung. der zettel, auf dem die whiskysorte und eine kleine beschreibung steht, ist umgekehrt auf die flasche geklebt. jetzt kann ich whisky tastings zuhause machen.

6 whisky etiketten von whisky + cigars

1. dalmore 12y

ich kann mich schon nicht mehr genau erinnern, ist schliesslich schon 5 tage her. ich erinner mich aber an einen fruchtigen geschmack und einen milden, reichen geruch. auf dem zettel steht, dass der whisky je zur hälfte in bourbon-fässern und sherry-fässern lag. eine gute eröffnung, nach der ich gerne noch zwei weitere gläser dalmore getrunken hätte.

2. hyde no.5, aras casks

an den geruch erinnere ich mich gut. etwas spitz, alkoholisch, oder wie mein vater sagen würde: u-boot-treibstoff. der geruch ist nicht störend, ein bisschen vanille kommt auch durch, aber mir fiel auf: eher kein klassischer schotte. und tatsächlich war’s ein irischer whisky. hab ich noch nie bewusst getrunken, irischen whisky. der geschmack war runder als der geruch ahnen liess, lecker, aber einen ticken anders als die aus schottland, aber fan werde ich wohl erst, wenn ich mal nach irland reise.

3. elijah craig 12y

auch dieser whisky hatte einen etwas spitzen, alkoholischen geruch. angenehm, interessant, leicht nach frisch desinfiziertem jungem leder. der geschmack war weniger malzig, was kein wunder ist, denn der elijah craig ist ein bourbon. weniger gerstenmalz und ich meinte das rausschmecken zu können. vielleicht habe ich auch zu schnell auf den beipackzettel geschaut, nachdem ich wusste, dass dieser whiskey mit e geschrieben wird, schmeckte ich es jedenfalls eindeutig raus. keine frage, das war ein sehr guter whiskey, aber ne ganze flasche würde ich davon nicht unbedingt kaufen.

4. benrinnes 18y

der geruch war schön voll und rund. das musste wieder ein schotte sein. ist es auch. auf dem beipackzettel stand: „nicht einen hauch von rauch, stattdessen mit in honig getauchtem eichenwald mit blumenwiese.“ das bild inspirierte mich nicht, aber süffig und leicht blumig war er dann schon, der benrinnes.

5. laphroaig select

schon beim einschenken traf mich eine heftige torfnote. „toll!“, rief ich der beifahrerin zu. beim schnüffeln konnte ich leichte bittere teernoten rausdifferenzieren. für einen moment dachten die beifahrerin und ich, dass das ein talisker sein könnte, der hatte auch so einen ganz leichte verdünner-note. der geschmack: wie ich es am liebsten mag, sehr rund, der rauchige torf intensiv, aber auch rund, kein brennen, keine spur von süsse und frucht. ich freute mich sehr, dass ich mich auch schon blind in den whisky verliebte, als ich den beipackzettel las: meine lieblingsbrennerei!

der select enthält laut whisky.de „Anteile aller bekannten Laphroaig-Abfüllungen (10 Jahre, PX Cask, Quarter Cask und Triple Wood)“ — also eine mischung ohne altersangabe die auf milde und rundheit getrimmt ist. toll ist, dass hier weiterhin der charakter des laphroaig durchscheint, aber ich mags lieber ein bisschen direkter. der 10 jahre alte, reguläre laphroaig, bleibt mein absoluter favorit. aber vielleicht ist der select ein guter einstieg für andere?

6. auchroisk 24y

angenehmer geruch, hat mir aber nicht mal in ansätzen geschmeckt. ich habe mich gefühlt wie der 24 jährige felix, der in schottland erstmals bei einem brennereibesuch einen whisky probierte: unwohl, nicht angetan: zu viele spitzen, leicht metallischer geschmack, keine wärme. nicht mein ding. eine flasche des 24 jahre alten auchroisk konnte ich auf die schnelle nicht ergoogeln, aber ähnlich alte auchroisk sind sehr, sehr teuer. hilft nichts, dass das zeug teuer ist, ich mag den nicht.

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die links habe ich erratisch ausgewählt. gerne hätte ich öfter whiskyandcigars.de verlinkt, die meisten whisky habe ich aber dort nicht finden können oder keine geduld für die langen ladezeiten der seite. whisky.de hingegen ist erstaunlich gut suchmaschinenoptimiert, schnell und übersichtlich. aber whisky + cigars ist wohl auch eher ein laden zum hingehen.

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nachträge:

fluch und segen

felix schwenzel, , in notiert    

die kaltmamsel hat einen von fraglos vielen positiven aspekten der vernetzung herausgearbeitet:

(Sie sehen: Ich halte mich trotz aller Internetschlechtigkeit am warmen Kerzenschein des „Everybody has a voice“ fest. Das Internet hat mir erstmals direkten und einfachen Zugang zu den Stimmen von Behinderten ermöglicht, von Rollstuhlfahrerinnen, Gehörlosen, Sehbehinderten, Kleinwüchsigen, Menschen aus dem Autismus-Spektrum. Dank ihrer sehe ich den Alltag und die Welt mit anderen Augen, nämlich ein bisschen auch mit ihren.)

ich will das nicht relativieren oder der kaltmamsel worte in den mund legen, aber mir kam dieser gedanke in den sinn, den ich, trotz seiner trivialität, kurz ausformulieren möchte: das was toll an der vernetzung durch das netz und soziale medien ist, ist auch immer gleichzeitig ein fluch. durch die vernetzung haben wir nicht nur direkten und einfachen zugang zu den stimmen von interessanten menschen, sondern auch zu den stimmen von arschlöchern, menschenhassern, radikalen und mario-barth-fans. das ist freilich kein neues problem, sondern eigentlich allen dingen innewohnend: man kann jedes werkzeug zum guten und zum weniger guten nutzen.

was wir im fall des internets noch nicht besonders gut gelernt haben, ist der umgang mit dieser sichtbarkeit. sowohl die filterung dieser neuen sinneseindrücke, als auch ihre bewertung fällt uns noch enorm schwer. und was wir noch überhaupt nicht drauf haben: die wecheselwirkungen, die aufschaukelungsbewegungen und schwingungen des systems richtig einzuschätzen. ich habe lange dafür argumentiert, dass es vor allem um das erlernen neuer filter- und sichtbarkeitsmethoden geht, sozusagen um die geschickte konstruktion von filtern, die nicht alles durchlassen, aber uns auch nicht die sicht verstellen.

was ich stark unterschätzt habe, sind die schwingungen, die aufschaukelungen die durch die sichtbarkeit entstehen können. ein paar dieser mechanismen habe ich in den letzten jahren vermeintlich in meinem umfeld erkannt; ich weiss ungefähr, wie blogs und journalismus themen auf die agenda heben können (säue durchs dorf treiben), ich kenne ein paar der themen, die in bestimmten zielgruppen empörung und aktivismus auslösen können, aber ich habe unterschätzt wie sehr sich wellen abseits meines tellerrands aufschaukeln können und sogar einen deppen ins weisse haus spülen können. obwohl ich mir dieses video regelmässig alle paar jahre ansehe, es zeigt sich, ganz verstanden habe ich (und viele andere) das alles noch nicht.

youtube-video
youtube

amphtml — update

felix schwenzel, in notiert    

ich stelle seit anfang des jahres meine seiten auch im AMP-format zur verfügung. die seiten wurden früh von google indexiert, im april flogen meine AMP-seiten dann komplett aus dem index raus. ich konnte mir nicht erklären warum und versuchte fehler in meiner implementierung zu finden. jetzt, fast 8 monate später, hab ich den fehler gefunden. eine blödheit von mir. sämtliche AMP-seiten hatten eine robots-meta-anweisung im header, die google das indexieren verbot. eigentlich sollte diese sperre nur für seiten gelten, die älter als drei jahre sind gelten, aber ein kleiner fehler in der AMP-seiten-vorlage sperrte alle seiten.

seitdem ich die robots-anweisung in ordnung gebracht habe, tauchen meine seiten auch als AMP-seiten in (mobilen) google suchergebnissen auf.

suchergebnis mit AMP

„real issues“

felix schwenzel, , in artikel    

beeindruckender auftritt von bernie sanders bei conan o’brien, nicht nur wegen sanders und den dingen die er sagte, sondern weil conan o’brien (zeitweilig) ungewöhnlich ernst war und die richtigen fragen stellte.

was sanders sagte, machte mich nachdenklich und wühlte mich auf mehreren ebenen auf. einerseits, weil ich im sommer durchaus ein gespaltenes verhältnis zu sanders hatte und ihn, inspiriert durch mein medienmenü nicht für den geeigneten kandidaten hielt. die medien die ich lese, wurden nicht müde, sanders als populisten oder sozialisten zu bezeichnen, den man weder ernst nehmen könne und der erst recht keine chance haben würde gewählt zu werden, weil er so weit links stehe. mich haben diese vergleiche immer gestört, die trump und sanders in den gleichen populistentopf warfen, weil ich sanders durchaus als vernünftig und verantwortungsvoll empfand.

trotzdem blieb bei mir hängen: dass es unvorstellbar wäre, dass sanders sich gegen einen republikaner durchsetzen können würde und dass das nur die etabliertere, moderatere und mainstreamigere hillary clinton könne. der unglaubliche rückhalt von sanders bei jungen menschen, seine sorge um die wachsende einkommensungleichheit und grosse sozial benachteiligte und mit sorge in die zukunft blickende bevölkerungsschichten, wurden von den medien, die ich lese und in ansätzen ernst nehme, als nicht wahlentscheidend dargestellt. die stabilität und kontinuität, für die clinton stünde, hingegen schon.

heute snd wir alle klüger. die unzufriedenheit mit dem etablierten, teilweise verfilzten und gelähmten system war wohl auch wahlentscheidend und clinton scheint es nicht geschafft zu haben, dieses moment im linken spektrum zu mobilisieren.

weshalb mich der auftritt von sanders ebenfalls aufrührte war seine medienkritik. eigentlich bin ich kein grosser fan von pauschaler medienkritik oder der haltung, „die medien“ seien schuld an trump, genauso wie ich es dämlich finde, sanders als populisten zu bezeichnen oder sanders zusammen mit trump in den demagogen-eimer zu werfen. aber sanders medienkritik hatte substanz, die mich zumindest nachdenklich machte. zu recht kritisiert er, dass die medien sich auf leicht verdauliche, sensationsheischende aspekte konzentrieren würden, weil die garantiert leser- oder zuschauerinteresse generieren würden. die „real issue“, die themen die unsere zukunft, den fortbestand unserer demokratischen gesellschaften betreffen, werden gerne ignoriert oder in die randspalten gedrängt.

ein gedanke der mir in den sinn kam, war eine parallele zur werbung. grosse agenturen saugen die talentiertesten und besten jungen köpfe ein, um für grösstenteils trivialen scheiss manipulative werbung zu bauen. die ganze kreative energie, der gestaltungswillen ganzer generationen, fliesst in die konsumentenerregung, statt in die (politische) gestaltung unseres zusammenlebens und gerechte organisation unserer gesellschaften. genauso fliesst die energie ganzer journalisten-jahrgänge in die aufarbeitung von skandälchen, ausrutschern, die aufarbeitung von privat- und intimkram von politikern oder anderen prominenten, statt in die konstruktive aufarbeitung der krisen und herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen.

auch deshalb habe ich mich vor ein paar monaten dafür entschieden, perspective daily zu unterstützen, die sich zumindest vorgenommen haben, diesen missstand konstruktiv und wortreich anzugehen. aber hier ist das problem: obwohl ich abonnent und unterstützer von perspective daily bin, lese ich dort kaum. die themen und artikel schaffen es kaum über meinen tellerand, wenn ich mal einen artikel lese langweile ich mich oft oder vermisse substanz. immerhin: beim aufruf der startseite lächelte mich dieser artikel an, der in etwa das gleiche thema hat, wie das was ich hier zu behandeln versuche. noch nicht gelesen, aber immerhin meine aufmerksamkeit gewonnen und auf meiner leseliste gelandet:

perspective-daily.de: Für das Volk, gegen den Populismus

es ist eine elenede zwickmühle: viele medien können es sich aus verschiedenen gründen nicht leisten substanziell über die „real issue“, die wichtigen themen zu schreiben, entweder weil sie nicht die mittel haben, oder wissen, dass sich diese art artikel niemals refinanzieren wird. entstehen solche artikel, ist es schwer sie an den mann und die frau zu bringen, weil sie sich nicht so leicht und emotinal konsumieren lassen. das meta-, tralala- und empörungsgedöns lässt sich einfacher herstellen und spült (dringend benötigtes) geld in die kassen.

so oder so, ich glaube es gibt durchaus wege abseits des platten populismus, abseits der ausgelatschten medienpfade, gegen den wahnsinn zu steuern, den trump und seine kumpels uns auf der weltbühne vorspielen. auf mich hatte der auftritt von sanders jedenfalls eine inspirierende wirkung. ich, wir, alle, denen die parlamentarische demokratie am herzen liegt, müssen — und können — etwas tun um das irrsinnige und hohle gegenseitige aufschaukeln von politik und medien aufzubrechen. sei es durch die (finanzielle) unterstützung von entsprechenden medienangeboten oder durch die aktive besetzung von klaffenden lücken, wie es christoph kappes hier vorschlägt. es ist möglich die wirklich drängenden themen anzupacken, sichtbar zu machen, zu diskutieren und lösungen zu finden. der ruck und der druck sind da.

youtube-video
youtube

lesetipp: sascha lobo rollt das thema medienkritik von einer anderen seite auf.

macbookbatterie → /dev/null

felix schwenzel, , in bilder    

mein macbook hat die batterie aufgegeben. die ist zwar vollgeladen und hat auch noch, nach über drei jahren, über 80% kapazität, aber das macbook möchte die gerne getauscht sehen (nachtrag) und weigert sich auch ohne angeschlossenes stromkabel an zu gehen oder an zu bleiben.

beim apple store sind seit drei tagen keine termine an der genius-bar zu bekommen. bei betterworx.de geht niemand ans telefon. bei cyberport dauert der tausch, laut telefonischer auskunft, ungefähr 4 wochen. bei gravis ist der akkutausch nen ticken teurer als bei cyberport (aber billiger als der apple-store-pauschalpreis) und dauert eine woche. die qualifizierteste aussage gabs bei imazing.de: dauert so 3-4 werktage, weil der neue akku eben erst bestellt werden müsse, was allein schon 2-3 tage dauern könnte. dafür ruft imazing die höchste reparaturpauschale auf.

und jetzt? einfach in den apple-store latschen, ohne genius-bar-termin? imazing, weil die premium apple partner sind (gravis und cyberport nicht, warum eigentlich?) oder zu gravis, weil die am telefon den besten eindruck gemacht haben und nen tacken günstiger sind?

...

[nachtrag 30.11.2016]

selbstreparatur bei den neueren macbooks scheint gefahren zu bergen.