links vom 22.06.2014

felix schwenzel,    

meine videofavoriten im mai

felix schwenzel,    

inklusionslinks vom 21.06.2014

felix schwenzel,    

symbolbild jan fleischhauer

vor zwei tagen habe ich den ahnungslosen, unsäglichen und hetzerischen text von jan fleischhauer zum thema inklusion an schulen auf spiegel online verlinkt. dankenswerterweise gibt es auch menschen, die offenbar spass am nachdenken, reflektieren und differenzieren haben. wenn man die liest, fällt einem auf, was für ein flachdenker und vorurteilsaffiniciado jan fleischhauer ist und wie lieblos er mit seinem intellekt umgeht.

* * *

* * *

(bild von steffen prößdorf CC-BY-SA-3.0-DE)

meine lieblingstweets im juni

felix schwenzel,    

alles als gelesen markieren

felix schwenzel,    

eben ausversehen in meinem feedreader auf „alles als gelesen markieren“ geklickt. deshalb gibts heute keine links. ich habe zwar offiziell alles gelesen, kann mich aber an nichts lesenswertes erinnern.

dafür könnte ich beispielsweise von einem film erzählen, den ich in den vergangenen tagen gesehen habe. auf englisch heisst er the french minister (nyt-kritik), da er aber aus frankreich kommt, heisst er eigentlich quai d’orsay (imdb-link). mir fielen beim sehen verschiedene dinge auf:

  • ich mag französisch. wieder. zu franzosisch habe ich eine art hassliebe. in der schule war ich in französisch ein 5er-kandidat. in der tat bin ich wegen französisch drei mal sitzengeblieben. zweimal habe ich die nachprüfung in französisch geschafft, in dem ich mit einem genialen nachhilfelehrer den stoff des schuljahres in den sommerferien reinpaukte. zweimal hab ich die nachprüfung geschafft und wurde versetzt, beim dritten mal hatte ich neben ein paar fünfen, zwei sechsen auf dem zeugnis, was die versetzung verunmöglichte.
  • ich kann mich nicht entscheiden ob quai d’orsay (wikipedia-link) eine satire oder ode an die politik und bürokratie ist. wahrscheinlich schwingt beides mit, eine gewisse bewunderung für die herkules-aufgabe ein ministerium zu führen und gleichzeitig etwas zu bewirken und der wunsch den ganzen zirkus ironisch zu dekonstruieren (neudeutsch, zu debunken).
  • der running gag mit dem minister, der überall wo er hineinrauscht, papier in die luft fliegen lässt und sich immer mit mindestens 30 kilometer pro stunde geschwindigkeit und 6000 umdrehungen dreht, liess mich auch noch nach 80 minuten lachen.
  • ich konnte the west wing trotz des dauerpräsentem pathos gut ertragen, sogar ein bisschen lieben. aber wie quai d’orsay die inneren abläufe von politik zeigt, lässt the west wing auf der stelle verblassen und zu einem ungeniessbaren, pathos-gefüllten und realitätsfernen kitschmüll werden.

ich war bis eben unentschieden, ob ich den film empfehlen kann (zumal er legal und im original in deustchland wohl schwer zu beschaffen ist). kann ich aber. zumdest leuten die the west wing gerne gesehen haben oder sich für politik interessieren und nichts gegen leicht verhohlene bewunderung von politikern haben.

* * *

apropos scherzartikel. klopapierrollen sind auch so eine art scherzartikel, inwiefern steht hier (bei boingboing gefunden).

links vom 19.06.2014

felix schwenzel,    

links vom 18.06.2014

felix schwenzel,    

[Werbung] Scherzartikel

felix schwenzel,    

Bevor ich mich für Technik und Computer interessiert habe, war ich besessen von Scherzartikeln. Ich erinnere mich noch gut, wie ich mit meiner Mutter zum ersten mal in Aachen zum Eulenspiegel ging. Im Eulenspiegel konnte man zum Jahreswechsel Feuerwerkskörper kaufen und ganzjährig Spielsachen und Scherzartikel (mittlerweile ist in dem Laden ein Teegeschäft). Im Laden gab es eine Glastheke, unter der diverse Scherzartikel ausgestellt waren. Die Klassiker, die erstaunlicherweise heute noch verkauft werden, wie Juckpulver, Instant-Würmer, falsche Hundescheisse, Stinkbombem oder Gläser mit Flüssigkeit, aus denen keine Flüssigkeit rauskommt.

Scherzartikel-Kollektion auf eBay

Wenn man als Kind Scherzartikel kauft, ist die Wirkung und Überraschung die man mit den Scherzen erreichen kann natürlich beschränkt. Diejenigen die einem die Artikel gekauft haben, lassen sich damit nicht wirklich überraschen. Und Stinkbomben liessen mich meine Eltern als Kind nicht kaufen, obwohl meine Mutter als ausgebildete Chemielaborantin den Duft von Stinkbomben sehr angenehm fand. Der Geruch von Schwefelwasserstoff erinnerte sie wohl an ihre Zeit im Labor.

So ungefähr mit 12 Jahren ergänzte sich meine Liebe zu Scherzartikeln mit der Liebe zu Zaubertricks. Damit liessen sich unter Umständen auch die Finanziers der Tricks beeindrucken oder irritieren. Am Ende einer Reise durch den mittleren Westen der USA fand ich in San Francisco an der Fisherman’s Wharf einen Zauberladen, in dem man alle möglichen Zaubertricks kaufen konnte. Ringe, Trickkisten gezinkte Spielkarten, grosse und kleine Tricks. Das war schon was anderes als die Plastik-YPS-Zaubertricks oder die aus dem Ravensburger Junior-Zauberkasten. In San Francisco habe ich mir ein Spielkartenset gekauft, bei dem man an den Rückseiten der Karten die Vorderseite entschlüsseln konnte. Das war irre kompliziert, die Anleitung englisch, aber ich biss mich durch und die Überraschungen die man mit diesen Tricks erzeugen konnte, waren beeindruckender als die mit den sogenannten Scherzartikeln.

Mit einem meiner Kartentricks schaffte ich es sogar einmal die gesellige Runde bei einem Abendessen zu dem meine Eltern geladen hatten zu sprengen. Ich zeigte einen Kartentrick, der Trick funktionierte und ich weigerte mich, wie das Zauberer nunmal tun, dem Besuch den Trick zu erklären. Das erzürnte den Besuch so sehr, dass er das Abendessen verliess und sich für eine Weile in sein Auto setzte. Das war einerseits irritierend, aber es hatte für mich als 12 oder 13 Jährigen auch eine extrem befriedigende Wirkung.

Aber meine liebe zu Scherzartikel erlosch nie. An einem meiner ersten Autos hing für eine Weile einer dieser Scherzarme, die man aus dem Kofferraum heraushängen lassen konnte. Ich hatte grosses Vergnügen, mir nach dem niesen falsche Schleimtropfen aus der Nase heraushängen zu lassen. Falsche Hundescheisse nahm ich stets auf Reisen mit. Von einem späteren USA-Besuch, brachte ich mir ein paar Blätter Pyropapier mit, leicht entflammbares Papier, mit dem man grosse Stichflammen in seiner Hand zum Aufleuchten bringen konnte.

Neben dem Pyropapier war die beste Anschaffung dieser Reise Penn und Teller’s Buch How To Play With Your Food. Dadrin findet sich mein Lieblings-Scherz, dessen einzige Requisiten eine kleines Kondensmilchdöschen und eine Gabel ist:

In der einen Hand versteckt („palmiert“) man die Kondensmilch, mit der anderen nimmt man eine Gabel in die Hand und erzählt seinen eventuell vorhandenen Tischgenossen (alleine kann man den Scherz auch machen, macht aber wenig Spass), dass man einen super Trick mit seinem Auge gelernt habe. Wenn man das sagt und gleichzeitig die Gabel in die Nähe seines Auges hält, bekommt man relativ leicht die Aufmerksamkeit am Tisch. Man kann beispielsweise auch die Haut unter dem Auge mit der Gabel ein bisschen nach unten ziehen, das sieht lustig aus und bringt ein bisschen Ernsthaftigkeit zum Scherz.

Die Kondensmilch bringt man jetzt mit der anderen Hand zum Auge, am besten klappt das mit einer Faust; man tut so als würde man durch seine halb geöffnet Faust sehen, aber in echt plaziert man die Kondensmilch vor dem Auge.

Nachdem man noch ein bisschen rumgekaspert hat, kommt jetzt der entscheidene Moment. Zitat Penn und Teller (übersetzt von mir):

  • Die Alufolie vorsichtig mit der Gabel anpieksen — aber vorsichtig! Nicht ins Auge piecksen!
  • Das Kondensmilchdöschen sehr, sehr fest mit der Hand quetschen.
  • So laut wie möglich schreien.

Der Nachteil dieses Tricks ist, dass man danach unter Umständen etwas Kondensmich auf seinen Klamotten hat. Um den Trick nach unten abzurunden kann man sich noch falschen Schleim in die Nase hängen, Juckpulver durch die Gegend werfen und ein paar Stinkbomben platzen lassen.

Was ich übrigens nie verstanden habe: was ist so witzig an diesen Gummihühnern?

* * *

Scherzartikel-Kollektion auf eBay

Scherzartikel-Kollektion auf Ebay.

* * *

[Für die Erstellung und Bewerbung von ein paar Ebay-Kollektionen habe ich ein (pauschal) Honorar bekommen. Etwas mehr zu den Ebay-Kollektionen habe ich hier geschrieben.]

links vom 16.06.2014

felix schwenzel,    

links vom 14.06.2014

felix schwenzel,