links vom 14.01.2014

felix schwenzel,    

links vom 13.01.2014

felix schwenzel,    

links vom 09.01.2014

felix schwenzel,    

links vom 08.01.2014

felix schwenzel,    

links vom 06.01.2014

felix schwenzel,    

die welt ausserhalb der kaffeetasse

felix schwenzel,    

1989 war in sachen nachrichtenströmen keine allzu wilde zeit. es gab einige tageszeitungen, wochenblätter und im fernsehen die tagesschau und ein paar andere nachrichtenmagazine. trotzdem fiel mir 1989/90 während meines zivildienstes auf, wie angenehm es sich leben lässt, wenn man von aktuellen nachrichtenströmen abgeschnitten ist. radio mochte ich schon damals nicht und fernseher gab es bei den antroposophen, bei denen ich zivildienst machte, auch (angeblich) nicht. was ich aus der welt erfuhr, erfuhr ich wöchentlich über mein zeit-abo und gelegentlich aus der regionalen lokalblatt. mir fiel damals auf, wie viel weniger aufregend die welt sich darstellte, wenn nachrichten ein paar tage abhängen konnten.

seit 1989 haben sich die nachrichtenströme um ein vielfaches verdichtet und beschleunigt. gleichzeitig sind auch die recherchemöglichkeiten für journalisten sehr viel besser geworden, aber der echtzeitwahn produziert doch soviele halbwahrheiten, ungenauigkeiten und spekulatives, dass der feuerwehrschlauch aus dem die nachrichten sprudeln auch einen steten empörungswellenberg vor sich her treibt.

empörung bildet sich meistens im affekt. das macht für die echtzeit nachrichtenströme auch so anstrengend. kaum hat man sich echauffiert, kommen wieder 20 andere gründe nachgesprudelt, die empörenswert sind. nachrichtenströme fordern uns ständig zur reaktion auf. das war auch schon ohne technische möglichkeiten wie twitter oder facebook so, man kann sich nämlich auch sehr gut nicht-öffentlich aufregen. ich beobachte das immer an familienangehörigen, die bei der tagesschau oft vor empörung gar nicht sitzen- oder stillbleiben können.

für ein zuckerkristall ist eine tasse kaffee eine ziemlich aufregende sache. erst wird es aufgelöst und dann ständig von strömungen und der brownschen molekularbewegung herumgewirbelt. derjenige der die tasse kaffee trinkt bekommt nichts von der aufregung die der zucker elebt mit. er geniesst seinen kaffee einfach.

dass es ganz sinnvoll sein kann, sich als zuckerkristall eine welt ausserhalb der kaffeetasse vorzustellen, zeigen die moorschen newsbewegungen der letzten tage, die die rhein-zeitung oder die ruhrnachrichten dankenswerter weise nachgezeichnet haben. ich habe von der ganzen sache erst bei 6vor9 erfahren. aber ich lebe ja auch hinter dem mond. die links unten sind aus dem jonet medienlog vom 3. februar und ich habe nur die beiden ersten selbst gelesen.

* * *

sensor-computer zum an den arm schnallen

felix schwenzel,    

zu weihnachten habe ich erfahren, dass meine mutter immer einen schrittzähler am körper trägt. sie möchte wissen, wieviel sie sich bewegt, wieviele schritte sie am tag läuft. meine eltern sind in der adaption neuer technologien oder geräte meisten ähnlich langsam und skeptisch wie ich. meistens war mein vater sogar etwas schneller als ich, weil er mehr geld zur verfügung hatte als ich. er hat seit dem anfang der neunziger jahre ein handy. als ich mich noch mit einem performa herumschlug, hatte er bereits einen bunten bonbon-imac. er ist ein paar jahre früher auf macbooks, genauer ibooks, umgestiegen als ich. meine mutter besitzt mittlerweile ihren vierten apple laptop und nutzt diesen eifrig.

zum ipad sagte mein vater, als es herauskam, wozu soll man das denn brauchen? wie ich. mittlerweile weiss ich wozu man ein ipad gebrauchen kann und welche grandiosen anwendungen sich durch den formfaktor und die benutzeroberfläche ergeben. als das macbook air rauskam, konnte ich mich vor lachen kaum noch halten: warum mehr zahlen für weniger?

mittlerweile weiss ich das macbook air zu schätzen, auch wenn ich selbst keins habe, sondern ein 2012er retina macbook. aber: ich weiss mittlerweile auch, dass ich niemand bin der den nutzen technologischer trends früh erkennt. oder vielleicht sollte ich es anders formulieren: ich tendiere wohl bei der technologie-adaption abzuwarten, bis die produkte einigermassen ausgereift sind und die preise auf ein erträgliches niveau gesunken sind. mein erstes iphone war ein iphone 4S. ich habe das iphone also 4 jahre reifen lassen, bevor ich zuschlug (und es jetzt nicht mehr aus der hand geben würde).

was ich aber sehr deutlich spüre ist folgendes: ultra-kleine, smartfone-artige, mit sensoren vollgepackte geräte, die am körper getragen werden können, sind unausweichlich. vor 10 monaten habe ich mal drüber nachgedacht, marcel weiss vor 2. und jetzt hat mir meine mutter gezeigt, dass der markt dafür da ist. sich selbst zu quantifizieren, die eigene schrittzahl und die aufenthaltsorte aufzuzeichnen ist nicht nur ein spielzeug für abgehobene hippster oder nerds. und natürlich kann man das auch alles mit einem smartfone machen, so wie man auch alles was man mit einem ipad machen kann, mit einem laptop machen könnte. aber der formfaktor und die möglichkeit sich so ein gerät ans handgelenk zu machen, damit zu duschen, zu schlafen, zu rennen, zu fahren ist dann doch ein entscheidender faktor.

natürlich gibt es das alles schon, smartwatches, fuelbands, schrittzähler. aber ich vermute apple wird das ähnlich machen, wie die letzten male: idiotensichere bedienbarkeit und anfangs sehr eingeschränkte funktionalität, die dann von generation zu generation verbessert wird. anfangs werden alle, mich eingeschlossen, sagen: „braucht kein mensch, gibts doch schon!“ und nach ein paar jahren folgt die ganze industrie dem konzept von apple.

ich stelle mir die funktion von so einem apple-armbandsensor wie folgt vor: auspacken, mit dem telefon und/oder einem rechner koppeln, aktivieren, fertig. die uhr sammelt dann daten ohne ende, schrittzahl, arm und körperbewegungen, geodaten, vielleicht die temperatur und den hautwiderstand und überlässt es ios- oder osx-apps, diese daten auszuwerten. das display des dings zeigt lediglich die uhrzeit an und vielleicht eine zusammenfassung der schritte die man den tag über gelaufen ist. gadgets wie kamera, projektor, mikrofon oder lautsprecher kann ich mir derzeit nicht vorstellen. wohl aber die möglichkeit über die bewegungssensoren und damit über gesten bestimmte aktionen auszulösen, sei es auf dem armbanddings oder einem gekoppelten gerät. der traum wäre eine gestenerkennung für die apple-tv-bedienung.

aber ich wiederhole mich:

wenn apple einen computer zum an den arm schnallen verkaufen würde, dann wäre „uhr“ oder „smartwatch“ sicher nicht die richtige bezeichnung. das ding wäre eher ein persönlicher sensor, der natürlich auch die position, uhrzeit oder das wetter anzeigen könnte. aber die hauptaufgabe dieses geräts wäre es, persönliche daten zu sammeln und eine mensch-computer kommunikation zu ermöglichen, bei der sich der computer wie ein körperorgan anfühlt.

und meine mutter hat mich in dieser ansicht unabsichtlich bestätigt. der markt für soetwas ist reif.

links vom 03.01.2014

felix schwenzel,    

meine videofavoriten im dezember

felix schwenzel,    

meine lieblingstweets im dezember

felix schwenzel,    

automatisch generierte liste (fast) aller tweets, an die ich in der zweiten dezember-hälfte ein sternchen gemacht habe (hier die der ersten hälfte). ein paar meiner quellen (neben meiner twitter-timeline) habe ich bei pinboard gesammelt. einige tweets habe ich auch über stellar gefunden.

.@, Seite 4: "Freunde und Fans beten für die Formel-1-Legende". Daneben, Seite 5: "Kommentar: Schluss mit dem Gesundbeten".

Brilliant Ads

@Brilliant_Ads

#69: Fiat: Drive Friendly pic.twitter.com/b35WES6Qp7

Mann vom Balkon

@MannvomBalkon

Woher kommt nur der Glaube, man sei moralisch überlegen, wenn man das eine Unglück sofort gegen die vielen anderen Unglücke aufrechnet?

Fabiozzo

@Fabiozzo

Wer meint, dass "Ich liebe dich" schwer zu sagen ist, hat noch nie zu seiner Oma "Ich hab keinen Hunger" gesagt.

Sascha Lobo

@saschalobo

Als seien investigative Journalisten je etwas anderes gewesen als Aktivisten.

Max. Buddenbohm

@Buddenbohm

Morgen gehe ich zur Entspannung mal ins Büro.

James Rhodes

@JRhodesPianist

Headline of the year. Any year, really. pic.twitter.com/mVcVolnA39

Death Star PR

@DeathStarPR

Bad Imperial walker! BAD!
This is not the trash can you're looking for. pic.twitter.com/sVodho8PGc

pilgrim™

@sehnaoui

Just landed in Hamburg, saw this guy waiting at arrivals, face blurred by request …
#Snowden #30c3 pic.twitter.com/OSbGn5hfxI

Krakenkapitän

@gearrabbit

Wir diskriminieren Homosexuelle, Frauen und sind bigott. Aber um Gottes Willen: Zeigt uns gegenüber doch Toleranz.

Die Kirche. Immer.

Funny Pictures

@OMGtrolls

The international symbol for “maybe I’ll make two sandwiches, not sure just yet pic.twitter.com/8lyOy1Ge8J

Holger Schulze

@mediumflow

How to respect the legacy of Nelson Mandela: shut down all surveillance infrastructure & honor all whistleblowers as national heroes.

Eric Redmond

@coderoshi

An 1815 principal decrying modern technology pic.twitter.com/THtVclAHYX

Sarah Jeong

@sarahjeong

When men start using cosmetics they will no doubt call it “face-hacking"

Dion Almaer

@dalmaer

A fun UX touch on this escalator! pic.twitter.com/VYjPx82vnC #design

Steven Frank

@stevenf

Look at this Mac Pro hurrr durrr pic.twitter.com/JD5qe5cOyM

jake

@sad_jake

I was never a photogenic person, mainly because when everyone said cheese I said "where?!"