links vom 05.11.2011

felix schwenzel,    

* bellacaledonia.org.uk: Why Iceland Should Be in the News But Is Not
auch schon ein bisschen älter (august 2011), aber interessant, nochmal zu lesen, wie die isländer sich gegen internationalen druck gewehrt haben und ihr eigenes ding machen. /via

[nachtrag 06.11.2011]
offenbar ist der artikel „schmarrn“ wie einige kommenatare hier und dort nahelegen. dieser artikel setzt sich offenbar kritisch mit dem artikel von deena stryker auseinander (noch nicht gelesen).

* journelle.de: Mit Freudlosigkeit wird die Welt ganz sicher nicht gerettet
elle:

Meine Großmutter G. ist risikophob und hat sich zum erklärten Ziel gemacht, den Tod zu überlisten. Das führt zu einer regiden Ernährungs- und Lebenspolitik. Kein Fleisch, wenige Süßes, nur Rohkost, im Bus und Zug - des Unfallriskos wegen - sitzt sie nur ganz hinten, sie reist nur an bekannte nahliegende Orte und überhaupt lauert ihrer Meinung nach überall die Gefahr.

* newyorker.com: Facebook co-founder Mark Zuckerberg opens up
uralt (september 2010). aber trotzdem gut beobachtet, gut aufgeschrieben und gut zu lesen von jose antonio vargas.

I told [Aaron] Sorkin that his TV series [“The West Wing”] was one of Zuckerberg’s favorites. He paused. “I wish you hadn’t told me that,” he said finally.

* tagesspiegel.de: Ich meine ja nur: Widerspruch ist normal - aber warum werden manche Leute so wütend?
auch gut beobachtet und gut gefragt von harald martenstein

* kopfzeiler.org: Kennt Facebook Nostalgie?
sehr gut beobachtet, facebook löst nicht so einfach nostalgische gefühle aus.

links vom 04.11.2011

felix schwenzel,    

* qxm.de: Die unendliche Quark-Geschichte
manchmal dauerts lange, manchmal gehts schnell, dass die benutzer abhauen, wenn man ihnen scheisse vorsetzt. sollte google auch immer dran denken.

* gruenderszene.de: Was kann das Hype-Startup Amen wirklich?
wenn zwei sich streiten, hier felix petersen und joel kaczmarek. /via

* scienceblogs.de/astrodicticum-simplex: Dieter Broers schreibt mir einen Brief
wenn zwei sich streiten, hier florian freistetter und dieter broers. /via

* daringfireball.net: Don't Give Your Users Shit Work
einfachheit ist der schlüssel.

* thefader.com: Is Instagram's Popularity Changing Photography?
kevin systrom, einer der macher von instagram, über instagram:

I would challenge the assumption that a sandwich can't be interesting. [...] Like you can write off someone's image of their coffee or whatever, but I've seen some pretty awesome looking coffees. Instagram is a meritocracy. If you take good photos, then people will follow you. It's less about coffee and more about, I know someone somewhere doing something. [...] Instagram's not a friends network, it's an interests network.

* golem.de: Anonymous gegen Pädophile: "Bei Operation Darknet half uns Firefox"
wie anonymous ip-adressen von pädophilen aufdeckte — oder auch nicht (siehe nachtrag vom 4.11.2011 unter dem golem-artikel)

* designmadeingermany.de: Andreas Jacobs über Querdenken und Organisation
nicht gelesen, aber sieht das nicht toll aus?

* fuckyeahstephenfry.tumblr.com: Fuck Yeah Stephen Fry
abonniert.

* dasnuf.de: “Dass ich erkenne, was das Internet im Innersten zusammenhält"
das nuf über 5000 jahre katzencontent.

* lbr-law.de: Apple gegen Apfelkind: Größenwahnsinniger Weltkonzern gegen kleine Cafébesitzerin?
offensichtlich sind hier alle beteiligten grössenwahnsinnig.

* yieldthought.com: I swapped my MacBook for an iPad+Linode
mark o'connor hat sein macbook ins regal gestellt und programmiert nur noch auf dem ipad und einem mietserver. /via

iphone

felix schwenzel,    

seit drei wochen habe ich ein iphone. zum palm pre, mit dem ich die letzten zwei jahre eigentlich ziemlich zufireden war, kann ich keine abstriche feststellen. mit meinen handys telefoniere ich eh nicht allzuviel, schicke hin und wieder eine SMS, benutze sie aber vorwiegend um meinen google-reader leerzulesen und mir zuhause in berlin internet auf den laptop zu hieven.

das hat der pre zwei jahre lang ziemlich stoisch und zuverlässig erledigt. das tolle am pre waren die multitasking-fähigkeiten. man konnte theoretisch beliebig viele programme öffnen, ohne, dank der wunderbaren karten-methaper der benutzeroberfläche, den überblick zu verlieren. praktisch kam der pre nach drei bis vier geöffneten browser- oder programmfenstern aber so ins schwitzen, dass er sich introvertierte und die interaktion mit mir, dem benutzer, einstellte. hochtakten half ein bisschen, aber RAM hatte mein pre (er war einer der ersten generation) definitiv zu wenig.

kurz: der pre war eine lahme krücke.

für foursquare check-ins brauchte ich mit dem pre 2-3 minuten, wenn mich die positionsbestimmung nach florida verlegte, was nicht selten passierte, noch etwas länger. reboots dauerten solange wie ich dusche (ungefähr fünf minuten). google maps aufzurufen war ein glücksspiel, das manchmal 3 bis 4 minuten dauerte, bis es einen GPS-fix fand oder eben manchmal einfach aufgab und mir phantasievolle fehlermeldungen präsentierte.

beim iphone ist das alles anders. das ding weiss immer wo ich bin, foursquare checkins absolviere ich in weniger als 10 sekunden, verzögerungen bei der eingabe habe ich nur an einer einzigen stelle beobachtet (wenn ich eine URL in safari eingebe). das iphone bootet in weniger als 5 sekunden und davon dass das iphone nicht besonders viel RAM hat, merke ich nichts. der zustand der apps, ist meistens auch nach einem reboot der gleiche wie vor dem reboot, der adressbuch- und kalenderabgleich funktioniert mit icloud mit lediglich ein bis zwei sekunden verzögerung.

die hardware-tastatur des pre vermisse ich ganz klein wenig, wenn ich mit dem pre etwas suchen wollte, konnte ich es einfach tippen und der pre bot mir suchergebnisse aus dem adressbuch, dem kalender, den installierten apps an oder bot mir, wenn ich wollte, websuchmaschinen zur auswahl an. beim iphone muss ich wischen oder zwei bis dreimal auf die home-taste drücken, um die iphone-suche, die wie die pre-suche funktioniert, aufzurufen.

aber das iphone hat auch einen shortcut, der ähnlich abkürzend wie die hardwaretatstatur des pre funktioniert: siri.

wenn ich etwas über „schwarzwälder schinken“ wissen möchte sage ich siri einfach: „wikipedia schwarzwälder schinken“. ein tastendruck, drei gesprochene worte und die seite öffnet sich in safari. mit dem pre wären das 33 tastaturanschläge gewesen. einen timer stelle ich mit den worten „Timer 45 Minuten“. auf dem pre war das auch nicht so schwer, erforderte aber das entriegeln (telefon aufschieben), aufrufen der uhrzeit-app, 3-5 sekunden warten, auswahl des weckers (2. klick), auswahl eines vorhandenen oder neuen alarms (3. klick) ausrechnen und einstellen der weckzeit (4. bis 5. klick). objektive zeitersparnis: 10-20 sekunden. subjektive zeitersparnis: stunden.

war sprachsteuerung noch bis vor kurzem ein spielzeug für technikaffine spielkinder, vereinfacht sprachsteuerung mit dem iphone 4S erstmals wirklich die bedienung.

wirklich beeindruckend ist hier vor allem die tiefe integration von siri in das betriebsystem des iphones: wenn mich das telefon dazu auffordert text einzugeben, kann ich, statt auf der virtuellen tastatur des iphones zu tippen, das telefon einfach ans ohr halten. das iphone erkennt meinen wunsch zu sprechen und lässt sich text diktieren.

die diktierfunktion funktioniert irre gut, ist allerdings gar nicht von apple, sondern von nuance, die auch dragon dictate vertreiben. ich glaube das gibts sogar im app-store zu kaufen. nur, ob sich das auch so tief ins betriebsystem eingräbt wage ich zu bezweifeln. testen will ich das auch nicht, ich habs ja schon.

einziger wermutstropfen: siri und die spracherkennung funktionieren nur über das internet — und alles, die spracherkennung, siris analyse von dem was ich gesagt habe, findet alles auf apples servern statt.

das, und warum ich glaube, dass siri das nächste grosse ding werden kann irre viel potenzial hat und dass dieses potenzial nichts mit spracherkennung zu tun hat, sondern mit vereinfachung, habe ich auf zeit online geschrieben: „Siri könnte die mobile Welt verändern

vizepräsident für schlechte entscheidungen

felix schwenzel,    

My theory is that the Senior Vice President for Bad Decisions got lured away from Yahoo to Google

@Pinboard

Pinboard

schon ein bisschen frustrierend, wenn jemand mit 97 zeichen genauso viel aussagt wie ix in einen ganzen artikel.

/via marcel weiss: „Was ist mit Googles Urteilskraft passiert?

links vom 03.11.2011

felix schwenzel,    

* truthdig.com: Lauren Unger-Geoffroy: Dispatches From Cairo: Torture in Post-Mubarak Egypt
lauren unger-geoffroy:

Essam Atta died Thursday at Qasr El-Eini hospital in Cairo after prison guards allegedly tortured him by sodomization.

* mondaynote.com: Steve's Bio: A Personal Perspective
jean-louis gassée, ehemaliger mitarbeiter bei apple, über walter issacsons steve-jobs-biografie. ich glaube er mag das buch und issacson sehr.

* klatschrose.wordpress.com: november in der hosentasche
ich glaube das geht auch mit erbsen. aber nicht mit tiefkühlerbsen.

* meedia.de: Harald Schmidt so erfolglos wie nie zuvor
jens schröder zählt nach und fragt: »Geht die Zeit von Schmidt zu Ende?«

* daringfireball.net: Google's New 'Native' Gmail App for iPhone and iPad
john gruber:

People are loving it

yesses. bei google knirscht es gerade aber wirklich gewaltig. buggy iphone-app, buzzy reader-relaunch, pseudonym-ärger an allen +enden, mondpreise und der geruch der ausnutzung eines quasi-monopols bei der neuen google-maps preispolitik. was ist denn bei google los? ist das das offizielle wir-vergrätzen-kunden-quartal bei google? oder soll hier mal ausprobiert werden, ob man kunden auch mit abhängigkeit, statt vertrtauen halten kann? bei dem vertrauens-druckabfall würde ich ehrlichgesagt schnell die flughöhe nach unten verlegen.

* hermsfarm.de: New York, Tag 7
herm hat recht:

Was nicht alles passiert, wenn man bloß umher steht und einfach nett zu Menschen ist.

* hints.macworld.com: 10.7: Use iCloud to automatically sync files across Macs
das ist mal ein hint!

* bildblog.de: Schöner Einbrechen mit Facebook und Twitter
wer ernsthaft glaubt, einbrecher nutzen foursquare oder facebook oder twitter als hinweis, dass eine wohnung oder ein haus leer seien, geht auch nicht mehr zur arbeit. einbrecher könnten sich ja denken, dass zwischen 9 und 17 uhr niemand zuhause ist.

* indiskretionehrensache.de: Frank Schirrmacher hört die Signale
thomas knüwer widerspricht frank schirrmacher und michalis pantelouris und meint, dass »gewisse Sachverhalte nicht dem Populismus überlassen werden sollten«. er meint auch, dass bürger nicht »von Haus aus dumm« seien, aber eben von ökonomie keine ahnung hätten.

erstaunlicherweise fordert er aber nicht die generelle abschaffung von wahlen — obwohl bürger auch von aussen-, sicherheits-, landwirtschafts-, verbraucher-, bildungs- oder netzpolitik, städetbau, architektur oder IT-infrastrukturen keine ahnung haben.

knüwer hat natürlich auch recht. die spielregeln einseitig und plötzlich zu ändern ist kein feiner zug. aber bürger als zu dumm für fundierte entscheidungen zu beschimpfen, ist immer, egal wie verklausuliert und verknüwert man das ausdrückt, äh, dumm.

* daringfireball.net: ★ The Type of Companies That Publish Future Concept Videos
john gruber:

The designs in these concept videos are free from real-world constraints — technical, logical, fiscal. Dealing with constraints is what real design is all about.

was ix immer schon sage:

einschränkung, einengung entfacht einen unstillbaren drang die grenzen zu sprengen und ist der am besten und am einfachsten zu erlangenden treibstoff für kreativität.

* stuttgart-blog.net: Im Apple-Store kann man auch Bücher leihen!
frau doktor hat sich die neue stadtbibliothek in stuttgart angesehen.

links vom 02.11.2011

felix schwenzel,    

* theeuropean.de: Steve Jobs und die echte Einfachheit
gunnar sohn:

Als der große Run auf die UMTS-Lizenzen stattfand, träumte die Branche vom mobilen Surfen, Location Based Services und Navigationssystemen, mobilem Payment und vielfältigem M-Commerce. Außer den eher wenig erfolgreichen Versuchen, den japanischen i-Mode-Service auch in Europa zu platzieren, war jeder Versuch, werthaltigen Content bereitzustellen, bereits schon in der Produktentwicklung steckengeblieben.

vermeintliche sachzwänge und die unfähigkeit komplexität zu reduzieren, zerstören jeden fortschritt. und jetzt ist steve jobs tot.

* formschub.de: Aluminimum
schön gesagt:

Was ich damit sagen will, ist: ich halte Widersprüchlichkeit nicht für einen Frevel, solange sie von Nachdenken durchsetzt ist.

* taz.de/hausblog: taz geht mit schlechtem Beispiel voran
sehr schön. ich mag selbstbezichtigungen transparenz.

* liane-thoennes.tumblr.com: Exclamation Comma: Just because you're excited about something doesn't mean you have to end the sentence.
ausrufekomma. was es alles gibt.

* print-wuergt.de: Dem Volk vertrauen
michalis pantelouris:

Dem Volk vertrauen - vielleicht wäre das sogar irgendwann mal ein Konzept für uns.

* faz.net: Der griechische Weg: Demokratie ist Ramsch
frank schirrmacher sagt das gleiche wie michalis pantelouris, nur etwas intellektualisierter: was für eine scheiss-auffassung von demokratie haben wir eigentlich, wenn wir meinen, in einer domokratie den souverän entscheiden zu lassen sei etwas schlechtes? (ok, das waren jetzt meine worte)

* hermsfarm.de: New York, Tag 6
herm hat elmo und kevin clash getroffen. und being elmo gesehen.

google macht einen auf yahoo

felix schwenzel,    

heute nacht hat google den neuen, angeblich verbesserten google reader online gestellt. die reaktionen darauf waren heftig. hier gute zusammenfassung von herrn schmitz, warum der verlust der reader-sharing funktion ein wahrer verlust ist: „Der Google Reader war das Allheilmittel gegen die Angst etwas zu verpassen und gleichzeitig komparativer Vorteil gegenüber all denen, die nichts davon wussten.“ brian shih, ehemaliger projektmanager im google reader-team, schreibt warum das redesign des readers auch unter designaspekten eine katastrophe ist. martin weigert war bereits um 7:40 uhr enttäuscht vom neuen reader. hackr betont den aspekt, dass google vor lauter ehrgeiz seinem „hoffnungsträger g+ ein gewisses momentum zu verleihen“ seine urteilskraft zu verlieren scheint und sich wie ein depp (moron) verwandelt.

ich hatte anfangs, nach der ankündigung, dass der google reader nun angepasst würde, grpsse hoffnungen, dass google das richtige tun würde. nämlich eine elegante integration des readers in google+. denn die funktionen des readers waren alles andere als stringent und logisch.

so wurden artikel die man im reader geshared hatte, auch irgendwie in den eigenen buzz-feed eingespeist, aber aus dem reader selbst hatte man keinen zugang zu den automatisch generierten einträgen. zwar wurden kommentare (share with comment) unter den jeweiligen buzz-eintrag gehängt, aber diskussionen entwickelten sich dort nie, weil niemand die buzz-einträge fand. buzz war ja abstruserweise nur über gmail zugänglich. noch absurder wurde es, als google begann, die buzz-einräge zu google-plus zu transferieren. die buzz-einträge wurden zu einer plus.google.com-domain weitergeleitet, sahen aus wie google+ einträge, waren aber in google-plus selbst nicht sichtbar.

genau das hatte ich mir als verbesserung oder „integration“ in google+ vorgestellt: das gesharte einträge aus dem reader, mit sauberen meta-daten wie „quelle: google reader“, optionaler übernahme der tags die man im reader vegben kann als hashtags, erkennbare verlinkung aus dem reader zur entsprechenden, dauerhaften google+-URL, in den google+-stream übernommen würden. und dass sie dort optional von den followern ein und ausgeblendet werden könnten, etwa indem solche automatisch generierten einträge aus dem reader als optionale sparks angeboten würden.

[huch, da fällt mir gerade auf, die sparks sind in irgendwelche google+ hinterzimmer verschoben worden und kaum noch zu finden.]

google hat sich anders entschieden. die buzz-verwirrung ist zwar weg, die ein-klick share- und like-funktionen sind weg und die empfehlungen von fremden denen ich im reader folgte werden mir nicht mehr in meinen reader-strom eingespeist. stattdessen gibt es jetzt einen +1-button unter jedem aboniereten eintrag und einen share button oben im schwarzen, omnipräsenten google-balken.

auch hier ist es es verwirrend. der +1 button und die share-funktion scheinen auf den ersten blick ähnlich zu funktionieren — tun sie aber nicht und tragen so zu weiterer verwirrung bei:

  • der +1 button funktioniert wie ein +1-button unter einem blogeintrag. ein klick auf den +1-button fügt der quell-URL ein + hinzu, wie zum beispiel auch der +1-button neben google-suchergebnissen. das ist eigentlich gut, denn viele pluseinsen unter einem eintrag machen ihn potenziell interessant, der suchmaschinenoptimierung hilfts wahrscheinlich auch und man könnte sich als blogbetreiber mit der +1-API eine liste der beliebtesten blogeinträge basteln.
  • der klick des +1-buttons lässt den eintrag aber noch nicht im eigenen google-plus-strom auftauchen. dafür muss man dem +1 noch einen einen kommentar hinzufügen. absurderweise zieht sich der +1-button die kurzbeschreibung, bzw. -zusammenfassung der geplussten seite von der quellseite, obwohl google ja den eintrag selbst in RSS vorliegen hat und entsprechend auch im reader anzeigt. das führt dazu, dass die automatisch generierte seitenbeschreibung, bzw. der teaser oft müll enthält — wenn man ihn mit dem +1-button generiert.
  • der share-button (oben rechts) hingegen nimmt für die seitenbeschreiung die ungefähr ersten 100 zeichen aus dem RSS-eintrag. so wie es sein müsste und klug ist. dafür generiert der share-button kein +1.

verwirrt? möglicherweise ist das die intention von google. loyalen benutzern und evangelisten ans bein pinkeln und ihnen den gemütlichen gemeinschaftsteppich unter den ärschen wegziehen, um sie dann zu verwirren und zu verärgern, indem man ihnen unausgegorene, schlecht programmierte neue werkzeuge in die hand drückt.

google sendet mit dem redesign des readers ein klares signal an die loyalen benutzer (aka nerds):

1. ihr seid uns scheissegal. auf euch können wir keine rücksicht nehmen, wir müssen nun an das grosse ganze denken. und das grosse ganze ist unser tolles google+. das funktioniert zwar noch nicht so super, ist noch immer leicht behindert (kein RSS, keine saubere, einfache möglichkeit inhalte auf fremde oder google-eigene plattformen zu transferieren (API), kaum filtermöglichkeiten ausser „circles“), aber na und? fresst oder geht sterben (exportiert euren scheiss doch einfach).
2. wir sind überfordert. wir haben die komplexität unserer eigenen plattformen unterschätzt und uns die integration zu einfach vorgestellt. deshalb müssen wir uns leider wieder auf unserere kernkompetenz konzentreren: marktvorherrschaft erreichen um sie später zu monetarisieren. die energie, so zu tun, als ob der benutzer im zentrum unseres interesses stünde, haben wir derzeit leider nicht.

google scheint sich einiges bei yahoo abgeschaut zu haben.

zum beispiel eine managment-methode: auf der oberen führungsebene grosse, oder besser grössenwahnsinnige strategien entwickeln, und sie mit aller gewalt, ohne rücksicht auf vorhandene strukturen, details oder gar benutzernutzen, durch alle managementebenen durchziehen, zur not mit grossem druck.

google arbeitet jetzt mit auf allen ebenen mit druck. früher war das anders. da hat google mit sog gearbeitet.

meine lieblingstweets im oktober

felix schwenzel,    

Ich liebe das Internet. Erst lese ein Posting einer streng christlichen, amerikanischen, 5fachen Mutter und dann eine Anleitung zum Fisten.

Dass es immer so ewig dauert bis die Kinder die Wohnung gesaugt und die Küche aufgeräumt haben...

@dasnuf

dasnuf

Verkehrte Welt: der Mann hat die teueresten Schuhe und ich das teuerste Telefon im Haus. Fehlt, dass ich gut verdiene und er Auto fährt.

sohn (15) liegt aufm bett und ist zu faul aufzustehen. "kannst du mir die zahnbürste bringen? ich hab grad stabile seitenlage"

@schwadroneuse

schwadroneuse

sohn (15) beschwert sich über die klassische musik im badezimmer "ich will nicht dass es bei uns so ist als wären wir aufm hauptbahnhof!"

@schwadroneuse

schwadroneuse

Ich fände es ja eigentlich praktischer und zielführender, wenn Facebook mal "gemeinsame Feinde" anzeigen würde.

@ChrisStoecker

Christian Stöcker

"Heute verstehst Du mich genauso schlecht wie Siri."

@dasnuf

dasnuf

Asperger ist der Rucolasalat der Drehbuchschreiber.

@FrauKupferblau

Papp Tella

Captn Sparrow? RT @: 9% würden die piraten in den bundestag wählen. wie viele davon könnten einen piraten mit namen nennen?

@40something

40something

Letzter Tweet von @ von 2010. Auch nicht auf Facebook vertreten. Vielleicht suchen sie noch die Montageanleitung für Social Media

@DonDahlmann

DonDahlmann

Yahoo will AOL kaufen? Wenn sich Not mit Elend paart gibt es vielleicht auch noch Hoffnung für StudiVZ.

@DonDahlmann

DonDahlmann

Beim Öffnen einer Packung Wohlfühl-Tee cholerischen Anfall bekommen.

@dasnuf

dasnuf

Dieser kurze Schock, wenn man versehentlich den letzten Tab wegklickt und darunter die Arbeit zum Vorschein kommt. #Internetsucht

@ToFloLo

Hans Olo

I never met my greatest mentor. I wanted so much to be like him. But, his message was the opposite. Be yourself, with passionate intensity.

@naval

Naval Ravikant

Everything good I have done, I have done on a Mac.

@hodgman

hodgman

Truly outrageous that 99% of the cookies are consumed by 1% of the monsters on PBS. #occupysesamestreet

@michaelkbusch

Michael Busch

Green frog savagely beaten after he tells officer that he's "dating a pig." #OccupySesameStreet

@PuffChrissy

Christian A. Dumais

Politisches Kabarett wurde doch auch nur für Lehrer erfunden.

Yay, die #Deern zum illegalen Download gefunden. Fühle mich sehr wichtig.

@ankegroener

ankegroener

Licht macht meine Wohnung dreckig!

@hoch21

Roman Held

Willst du ein neues iPhone 5 gewinnen???Dann rubbel hier ▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒ mit einem Schlüssel oder einer Münze.

@abgefahrn

Gero Wenderholm