links vom 24.06.2011

felix schwenzel,    

* spreeblick.com: GEMA vs. YouTube: Gerüchte, Zahlen, Forderungen
manchmal nervt johnny haeusler mit seinem rumdifferenzieren. manchmal liest es sich aber auch ganz toll.

* ruhrbarone.de: Pro NRW: Berufsstudent Kevin Gareth Hauer sorgt sich um Steuerzahler
mieses populistisches hetzgeschwätz gegen miese rechtspopulistische hetzpressemitteilungskacke. kann auch keine lösung sein, was stefan laurin da macht. haust du griechen in die pfanne, zieh ich dir was mit den kochlöffel über. ganz schwach, extrem ruhrbaronig.

* spiegel.de: Apple, Facebook & Co.: Großwesire des Web
guter fragenansatz von konrad lischka: was können wir gegen die übermacht und willkür grosser konzerne im netz tun? wer bestimmt die regeln oder »Wo ist die Berufungsinstanz?«, wie lischkas überschriftendesigner fragt. oder wie ich es in 140 zeichen versucht habe zu sagen: »eigentlich lauten die fragen doch nicht internet vs. privatsphäre, appstore oder google vs. transparenz, sondern AGBs vs. bürgerrechte.«

„Der Pakt mit dem Panda“

felix schwenzel,    

WWF-logo manipuliert

in der ARD lief vor einigen tagen die dokumentation „Der Pakt mit dem Panda“ von wilfried huismann über die arbeit und die verstrickungen des WWF. ziemlich erschüttern, wie schlecht der WWF dabei wegkam. nach dem betrachten der reportage (in der ARD-mediathek oder auf youtube teil 1 und teil 2), kommt einem der WWF ziemlich dubios, intransparent, unehrlich und unsympathisch vor, und das ist noch milde ausgedrückt.

in der dokumentation sind einige WWF-werbespots zu sehen. unter anderem dieser ziemlich emotionale spot und dieser. beiden spots fehlt es nicht an pathetischer musik und aufmachung, konsequenter publikumsduzung und der klaren handlungsanweisung geld zur rettung von tigern und orang utans per SMS zu spenden. in der reportage entsteht allerdings der eindruck, dass es dem WWF mit der rettung von affen oder tigern nicht so wichtig ist, sondern dass man vor allem wert auf ökotourismus und der kooperation mit soja- und palmölproduzenten legt.

mit ein paar dieser vorwürfe konfrontiert antwortet dörte bieler vom WWF (laut dokumentation „beim WWF für biomasse zuständig“) nicht sonderlich befriedigend und verhaspelt sich teilweise kräftig. kann man sich ausschnittsweise hier ansehen.

später sagt sie dann:

wir arbeiten „science based“. das heisst, wir haben immer erst eine studie, bevor wir eine meinung äussern und versuchen nicht auf emotionalität zu setzen. und mit diesen wissenschaftlich basierten aussagen haben wir schon einiges bewegen können.

guter witz. aber vielleicht kennt frau bieler die werbespots vom WWF nicht.

schon klar, der WWF muss wie jeder NGO zur mobilisierung auf emotionen und empörung setzen. nur, der ARD-film schafft das ehrlichgesagt sehr viel überzeugender als der WWF. und auf die empörungsmobilisierung scheint der WWF nicht gut zu reagieren. thomas knüwer hat das ziemlich ernüchternd analysiert. robert basic hat es sauber aggregiert. gunther wegner hat gleich seine mitgliedschaft im WWF gekündigt und ein paar zusatzinformtionen zusammengestellt. um aus dem imageloch rauszukommen, muss der WWF kräftig was tun. leugnen einfach das gegenteil behaupten reicht wohl eher nicht.

* * *

[nachtrag 30.06.2011]
hans-peter fricker, der „chef“ des WWF schweiz, nimmt im interview mit der NZZ stellung (zu ein paar) vorwürfen der ARD-dokumentation. nicht so irre überzeugend.

kathrin hartmann meint, dass der WWF in seinem „faktenchecklügen würde. am ende ihres artikels weist sie auf eine idee des enorm-magazins hin: mal die fakten checken. gute idee.

[/via rivva]

basic payment II

felix schwenzel,    

martin schrob in den kommentaren und ich antworte mal hier statt unter dem kommentar:

Dass Basic ein bißchen balla balla ist - geschenkt. Trotz allem ist der Text Unsinn. Es gibt nunmal content bei dem der Autor froh sein darf, dass er gelesen wird, und es gibt welchen bei dem der Leser froh sein darf ihn konsumieren zu dürfen und deswegen auch bereit ist dafür zu zahlen.

die frage, was will basic eigentlich verkaufen, bzw. was sind leser eigentlich bereit zu kaufen geht mir seit einigen tagen durch den kopf. naja, vielleicht auch seit jahren. klar ist, dass es leute gibt, die bereit sind geld für texte zu zahlen. oder eben gerade nicht. muss ich mal kurz ausholen:

ne zeitung kauf ich mir ja nicht wegen der texte, sondern weil ich mich mit ihr effektiv auf den aktuellen stand der nachrichtenlage (von gestern) bringen kann. und zwar deshalb effektiv, weil sich die zeitung die mühe gemacht hat, alles zu wichten und zusammen zu fassen. ich weiss auch, dass es meinungsstücke gibt, die mir vielleicht helfen mir eine eigene zu bilden oder mich anregen. aber ich kaufe ein paket und weil ich einige erfahrungen mit zeitungen gemacht habe, weiss ich auch was ich bekomme, bzw. ich weiss nicht genau was ich bekommen, aber dass ich etwas bekomme, was einen gewissen qualitätsstandard hat. das geht ein bisschen in die richtung wundertüte, eine these die gabriele fischer im interview mit der gründerszene aufgebracht hat und die von martin weigert als romantisierung von papier abgetan wird.

gleiches gilt für sach-bücher. die kaufe ich auch nicht wegen des wissens das drinsteckt, das krieg ich zur not auch indem ich selbst recherchiere, studiere oder rumfrage, also mühe, zeit und aufmerksamkeit bezahle. sachbücher kaufe ich, weil sich jemand die mühe gemacht hat das vorhandene wissen einzudampfen, zu strukturieren oder verständlich zu machen.

für alles andere gilt: ich bin bereit zu bezahlen, wenn ich erwarte gut unterhalten zu werden. auch das hat wieder mit mühe (des autors) zu tun.

was ich sagen will: erfahrungen und wissen will niemand (mehr) kaufen. erfahrungen und wissen werden nur im gesamtpaket mit anderen teilen gekauft: sorgfältige, schöne, mühevolle aufmachung, exklusivität, sammelwert. was niemand mehr kaufen mag, sind von ahnungslosen journalisten oder bloggern zusammengeklaubte infohäppchen die sie per interview oder rechercheanruf aus experten gequetscht (und unter umständen verfälscht) haben. experten aus allen möglichen bereichen schreiben mehr und mehr selbst ins internet und ich kann mir das wissen dort direkt holen. oder anders gesagt, warum soll ich die 100 besten steuerspartipps in der wiwo kaufen, wenn ich das auch in null komma nix online recherchieren kann oder mich direkt an einen experten (steuerberater) wenden kann. oder die 100 besten windows-tipps und tricks. wer meint damit noch eine zeitschrift verkaufen zu können oder die leute hinter eine paywall locken zu können scheint mir ein bisschen zu gestrig zu sein.

katzen im sack kauft niemand gerne. wenn, und das mag robert basics hoffnung sein, von wohl-etablierten marken oder menschen zu denen ich über die zeit grosses vertrauen aufgebaut habe (es soll ja leute geben, die basic vertrauen oder etwas zutrauen). wenn menschen denen ich vertraue eine empfehlung aussprechen (und sagen, die katze im sack taugt etwas), vermag ich meinen kauf-widerstand vielleicht tatsächlich zu überwinden. aber auch nur dann.

hinzu kommt, dass ich glaube dass die menschen immer weniger bereit sind kostenpflichtige abonnements abzuschliessen. das funktioniert nur bei absoluter knappheit oder exklusivität.

wer wissen verkaufen will muss doppelte oder dreifache mühe aufwenden. einfache mühe reicht gerade mal für interesse. ich weiss, das sind relativ steile thesen die noch einiges an nachdenken erfordern. ich glaube durchaus, dass das mit dem verkaufen von inhalten funktionieren kann, aber dafür muss einiges getan werden.

links vom 23.06.2011

felix schwenzel,    

* fuenf-filmfreunde.de: True Blood In Under 5 minutes
renington steele: »Nettes Video mit den ersten drei True Blood-Staffeln in grob fünf Minuten. Da merkt man nochmal ganz komprimiert, wie bekloppt die Serie eigentlich ist, obwohl ich sie ja tendenziell ganz gerne mag.«

* blog.abgeordnetenwatch.de: Jugendlicher schreibt MdB offenen Brief wegen abgeordnetenwatch.de
vincent thenhart schreibt an seinen bundestagsabgeordneten norbert schindler: »Wieso schaffen sie dies als gewählter Volksvertreter nicht? Ist es nicht ihre Aufgabe unkompliziert sich dem Dialog mit dem Bürger zu stellen ohne sich hinter einer Mauer falscher Tatsachen zu verstecken?«

* spiegel.de: Die Mensch-Maschine: "Wer nicht meiner Meinung ist, muss dumm sein"
sascha lobo: »Ich halte selbst häufig Vorträge und weiß, wie gut Anbiederung beim Publikum ankommt.«

der text ist viel zu zivilisiert und höflich als dass er als „rant“ durchgehen würde. ist aber trotzdem einer. und zwar gerichtet an die „onlinecommunitybenutzer“ und „günter dueck“ und die „ungeheure Hybris der Netz-People gegenüber allen anderen“.

* larsreineke.de: Burschenschaffner
hihi. allein schon die überschrift!

* gigaom.com: The downside of Facebook as a public space: Censorship
facebook sperrt und löscht oft übereilig. das problem ist, dass niemand weiss nach welchen regeln. gegen staatliche wilkür gibts bürgerrechte. was gibts gegen facebook- twitter-, apple- oder amazonwillkür? eigentlich höchste zeit für eine neue bürgerrechtsbewegung.
/via scripting.com

* animalsbeingdicks.com
hab ich schonmal gesagt, dass animierte gifs das nächste grosse ding sind?
/via kaliban.de

basic payment

felix schwenzel,    

eigentümliche argumentation: es gibt, sagt robert basic, blogger die sich darüber beklagen, dass ihnen inhalte geklaut oder „wegschmarotzt“ werden (ohne dank und ohne feedback) und dass sie ihre inhalte nicht irgendwie „schützen“ können. robert basic hat ähnliche erfahrungen gemacht, das stört ihn aber nicht: „So what, gestört hat es mich nicht.“ obwohl es ihn nicht stört („Bis jetzt. Auch morgen.“) dass seine inhalte manchmal wegschmarotzt werden, weil er aber schon immer ein „macher“ war, macht er es jetzt einfach mal, nämlich fachbeiträge „zum Thema Bloggerei“ hinter einem paywall schützen. robert basic möchte eine bezahlschranke errichten, nicht weil er glaubt, dass seine inhalte missbraucht werden und nicht weil er die schnauze voll hat von irgendeiner kostenlos- oder dankloskultur hat, sondern weil er es den schwätzern mal zeigen will, wie es gehen könnte, indem er es einfach macht.

LOAD "BLOGMONETARISIERUNG",8

mich erinnert das ein bisschen an den schaufenster-aktivismus mancher politiker. nicht weil er glaubt das ein bestimmtes gesetz hilfreich oder nützlich ist, stimmt und kämpft er für ein gesetzt, sondern weil es zeigt, dass er und seine genossen handlungsfähig sind und wenigstens etwas tun, stimmt er für das gesetz. klassicher aktionismus: ich glaube nicht dass es ein problem gibt, aber ich tue jetzt mal was dagegen!

jaja. schon klar; um es mit sascha lobo und gerade nicht mit konrad adenauer auszudrücken: was wir jetzt nicht brauchen, sind keine experiemente. nur, gerade an bezahlschranken-experimenten herscht meiner wahrnehmung nach kein mangel. und ich frage mich, was will robert basic eigentlich verkaufen?

seine erfahrungen, sein wissen? warum sollte man erfahrungen, wissen oder selbstreflektion gerade in hektisch und unpräsize geschriebener blogartikel-form kaufen?

wissen funktioniert nicht wie schuhe, die man im laden erstmal ausprobiert und dann vielleicht kauft. wissen oder erfahrungen bezahlt man mit aufmerksamkeit und mühe. schuhe mit geld. wissen kann man nicht ausprobieren, wenn man es kaufen möchte, kauft man es im sack. robert basic will also säcke verkaufen.

ich glaube ich muss weiter ausholen um mein unverständnis für diese aktion zum ausdruck zu bringen. denn ich sehe es anders als basic geradezu als privileg an, als ehre, dass andere sich (manchmal) die mühe machen meine texte zu lesen. möglicherweise habe ich tatsächlich das eine oder andere wissensfragment oder die eine oder andere erfahrung gemacht und vielleicht gar nicht mal so dumme schlussfolgerungen daraus gezogen, die ich in meinen texten weitergeben kann, aber ich sehe tatsächlich mich in der bringschuld und nicht meine leser.

das privileg das ich geniesse ist, dass es menschen gibt die mir aufmerksamkeit schenken, die meine zusammengeklaubten gedanken, erfahrungen und wissen und meine reflektion darüber aufnehmen, weiterverarbeiten, weitertragen, korrigieren, neu ausrichten oder mich gar zum umdenken, nachdenken, reden oder dazulernen bringen. dafür müsste ich doch eigentlich zahlen. und tatsächlich zahle ich dafür, mit ein bisschen mühe und ein bisschen zeit, aber was ich bekomme ist viel mehr wert als geld: aufmerksamkeit. gesprächseinladungen. aufforderungen weiter nachzudenken. möglichkeiten zu wachsen und zu lernen.

ich habe auch eine paywall. eine umgekehrte. schon immer. ich bezahle meine leser, mit mühe. mal mehr, mal weniger. aber eines ist klar. nicht die leser sind schuld wenn dieser deal ins ungleichgewicht gerät, sondern ich allein. manchmal bin ich nicht bereit genug mühe aufzuwenden und wähle den billigen, müheloseren weg, billige polemik, lieblose texte, halbgare gedanken, aufmerksamkeitsbettelei, doofe fotos, halbgare gedanken. wenn ich nicht genug zahle, bekomme ich auch nichts zurück.

beim müll ist das übrigens ähnlich. ich zahle dafür, dass ihn jemand wegschafft. das diejenigen, die meinen müll gegen geld wegschaffen damit teilweise ein vielfaches verdienen, durch recycling, verbrennung oder staatliche subventionstopfananbohrung ist mir doch erstmal egal (aber sowas von). wenn ich hingegen der meinung bin, mein müll sei bares geld wert, dann kann ich ihn natürlich zuhause sammeln und versuchen dem meistbietenden zu verkaufen. wenn ich ein „macher“ bin, bereitet mir diese müllsammlung vielleicht sogar vergnügen und vielleicht lerne ich daraus sogar etwas. aber falls mich jemand fragen sollte: ich bin froh dass jemand den müll wegbringt und damit macht was er will.

* * *

[nachtrag 23.06.2011]
hier hab ich noch ein paar vertiefende steile thesen angehängt.

links vom 21.06.2011

felix schwenzel,    

off-the-record.de: Die Erben von Jamba: Digitale Rosstäuscher im Facebook-Look
gegen rosstäuscher hilft nur eins: wie der schockwellenreiter ross und reiter nennen. (boa, drei pferdemetaphern in einem satz!)

heise.de/tp: Gema-Sprecher verplappert sich
»Um sich zu rechtfertigen, meinte deren Sprecher Peter Hempel dem Spiegel zufolge, das Feststecken der Verhandlungen läge nicht an einer "Blockade" seiner Verwertungsgesellschaft, sondern daran, dass es in Deutschland ein "starkes Urheberrecht" gibt. Diese möglicherweise unbedacht getätigte, aber im Weltvergleich durchaus zutreffende Äußerung widerspricht [...] dem jahrzehntelang angestimmten Klagelied einer angeblich schutzlosen Rechteinhaberindustrie.«

peterbreuer.wordpress.com: Che
oder genauer „cheqrcode“.

dwdl.de: Eklat zum Auftakt: Von Palästen und Rebellen
muss man eine lebhafte, emotionale diskussion denn gleich „eklat“ nennen?

gothamist.com: Video: Jon Stewart Eviscerates Fox News On Fox News
jon steward zu gast bei chris wallace von fox news. sehr amerikanische meta-medien-diskussion, aber auf hohem niveau, intelligent und sehr unterhaltsam.
/via daringfireball.net

gutjahr.biz: Lektionen in Demut: Was Journalisten von Bloggern lernen können
ich bin ja kein fan von richard gutjahr, im gegenteil, aber was er hier schreibt ist ganz vernünftig und auf den punkt.

links vom 20.06.2011

felix schwenzel,    

fuenf-filmfreunde.de: Moneyball - Trailer
der trailer, der drehbuchautor (aaron sorkin), die schauspieler. das könnte was werden.

blog.dummy-magazin.de: Betr.: DUMMY-Freiheit, Walter Schönauer, Lead Awards
das heft könnte thematisch ein volltreffer sein.

huffingtonpost.com: Arianna Huffington: The Internet Grows Up: Goodbye Messy Adolescence
meine worte: »And the companies and brands that succeed in the coming years will be those that most take advantage of the fact that there is increasingly little distinction between "virtual reality" and, well, reality. People don't want to give up their humanity when they go online. The Internet is no longer a "virtual" public space where we have the semblance of connection -- it's a real public space where we really connect.«

theinternetaccordingtoadrian.tumblr.com: sowjetische kriegsdenkmalverschönerung
zimelich grandiose und schöne form des vandalismus.

notizen.steingrau.de: Warum PRler (und Werber) sich nur langsam auf das Netz einstellen
markus breuer: »Wichtig: Lügen und Verarschen aus dem Repertoire der Arbeitsmittel zu streichen, ist nicht aus moralisch/ethischen Überlegungen heraus notwendig. Man sollte es deshalb lassen, weil es heutzutage (dank Internet) immer rauskommt - immer! Und dann hat es eine kontraproduktive Wirkung. Merke: unabhängig davon, wie man das moralisch bewertet: nicht machen!«

naja. ja. klar. aber das mit der moral, mit dem sich anständig benehmen hat auch andere vorteile. man kann besser schlafen und muss nicht ständig auf der lauer sein. und moral als richtschnur für das eigene handeln hat noch viele andere vorteile. unter anderem neigt man vermehrt dazu, das richtige zu tun.

danisch.de: Warum das neue Cyber-Abwehrzentrum der Bundesregierung so nicht funktioniert
»Wie man nun meinen Ausführungen vielleicht etwas angemerkt hat, traue ich dieser Regierung einfach nicht (mehr) zu, weder fachlich noch charakterlich, IT-Sicherheit ernsthaft herzustellen.«

stimmt wahrscheinlich alles was hadmut danisch schreibt. für mich hat sicherheit ganz viel mit daumen drücken zu tun und „ernsthafte“ sicherheit was mit wunschdenken. wird schon gut gehen, wenn das kind ohne helm zur schule fährt, wird schon gutgehen, wenns im zug komisch klappert oder riecht, wird schon gut gehen, der gurkensalat.
/via rivva.de

lawblog.de: Flächendeckende Bespitzelung
»Wenn man der Polizei technische Möglichkeiten gibt, werden sie genutzt.«

meine lieblingstweets im mai (bis mitte juni) (und zwei andere kleinigkeiten)

felix schwenzel,    

ich habe am wochendene mal wieder schlecht programmiert. ich kann ja bekanntlich nicht programmieren, sondern nur schlecht programmieren. deshalb freue ich mich natürlich immer noch auf kathrin passigs buch „Weniger schlecht programmieren“ (zusammen mit jan bölsche und johannes jander) das vielleicht ende des jahres erscheint.

ich habe etwas wegprogrammiert, was mich schon lange genervt hat. bisher habe ich die links die ich auf regelmässig delicious sammle (eigentlich sind das leseempfehlungen) per feedburner „linksplicer“ in den RSS-feed integrieren lassen. das führt dazu, dass die links auf wirres.net gar nicht sichtbar sind (hier, hier und hier schon), dass ich den veröffentlichungszeitpunkt und die überschrift nicht anpassen kann. genervt hat vor allem die abhängigkeit von delicious (und feedburner). was ist wenn ich mal woanders links speichern will? wie krieg ich die links dann in den feed?

glücklicherweise hat mein CMS eine funktion, die regelmässig feeds abgrast und die dauerhaft und ohne dopplungen in der datenbank abspeichert. da die version des CMS die hier läuft gut 10 jahre alt ist, war die funktion etwas eingerostet und funktionierte nicht richtig. die habe ich wieder auf vordermann gebracht und mit einem cron-job kombiniert, der morgens einen artikel aus den links des letzten tages zusammenbaut und veröffentlicht. sehen kann man davon noch nichts, weil ich seit tagen keine links mehr bei delicious abgespeichert habe.

und als ich das fertig hatte, dachte ich: was für feeds kann ich denn noch verwursten (von wegen rss ist tot)? warum nicht den feed mit meinen twitterfavoriten einlesen und einmal monatlich einen artikel auto-generieren, der meine lieblingstweets auflistet? anke gröner klöppelt das ja jeden monat (märz, april, mai) liebevoll per hand zusammen (und macht sich gottseidank die mühe die tweets zu verlinken, so dass man sie auch selbst favorisieren kann).

nur screenshots automatisch generieren ist schwierig. dann erinnerte ich mich an twitter blackbird pie, ein dings dass einem HTML und CSS liefert, wenn man eine twitter-url eingibt. per hand ziemlich unpraktisch zu handhaben, aber für ein automatikdings perfekt. für die automatik gabs auch einen wordpress-plugin den ich sezieren, auseinanderbauen und wieder zusammenbauen konnte. das erste ergebnis davon kann man jetzt unten sehen. ob das in allen browsern und feedreadern korrekt aussieht wird sich zeigen, sollte aber. klagen dazu gerne in die kommentare.

* * *

ausserdem neu unter allen artikeln, ein einigermassen datenschutzkonformer facebook-share-button. der kommt nur auf verlangen, wenn man einmal auf „empfehlen“ klickt. auch die anzahl der bereits getätigten „empfehlungen“, „likes“ oder „shares“ werden ohne dass die IP des benutzers an facebook übertragen wird angezeigt. und zwar indem ein javascrip-befehl ein proxy-script auf meinem server triggert und das script eine json-abfrage an facebook stellt (mit der server-IP) und auswertet. das gleiche gilt für die anzahl der tweets die einen artikel erwähnen oder die anzahl der delicious-bookmarks. die einzigen beiden widgets die noch die IP der besucher an fremde dienste übermitteln sind das kommentar-widget und das flattr-widget.

gleich ganz rausschmeissen möchte ich die dinger nicht. aber für die umsetzung der primitiv-facebook-, twitter- und delicious-buttons hab ich bei nico brünjes wertvolle hinweise und anregungen gefunden, unter anderem den social grabber von david maciejewski.

* * *

Die Tetrapak-Hollandaise? Geschenkt. Aber dass man Spargel so schlecht zubereiten kann, hielt ich für technisch unmöglich.

@Sebas_

Sebas

Dank des einsetzenden Regens fiel es gar nicht auf, dass der Sohn mir gerade versehentlich aufs Bein gepinkelt hat.

Sohn spielt mit Weltkugel. Aus dem wird mal was ganz großes.

Die dünnsten Mütter haben die dicksten Kinder.

Ich bin als Kind nicht in dem Bewusstsein aufgewachsen, jeden Tag in einem Atomkrieg verglühen zu können, um jetzt Angst vor GURKEN zu haben

@derkutter

DICHTHEIT & WAHRUNG

Der Gemüsekiste liegt ein Zettel bei, dass die Kühe auf dem Hof ehec-frei kacken. Was ein Service.

@Buddenbohm

Max. Buddenbohm

Wenn man Milch direkt aus der Tüte trinkt, hat sie niemals Licht gesehen.

@kosmar

Markus Angermeier

Vodafone bedauert per Mail, dass sie uns zum Thema "Permanente Belästigung durch das Vodafone-Callcenter" nicht telefonisch erreicht haben.

@litchi7

Anke

MACHT MAL DIE MUSIK AUS! #NEXT11

@videopunk

Markus Huendgen

Gibt 2 Arten v. Umgang mit Daten: Die pseudorationale lieblose & die spielerisch leidenschaftliche. In D ist wohl erstere en vogue. #next11

@breitenbach

Patrick Breitenbach

neulich im situation room (#esc edition). http://twitpic.com/4xnvsz #moldau #moldova

@drbieber

Christoph Bieber

So eine Zeitung ist schon praktisch. So kann ich noch mal nachlesen, was ich gestern online gelesen hatte.

@Nico

Nico Lumma

"now that we can do anything, what will we do?" -- @ #next11 #int

@jochenadler

Jochen Adler

RT @: Microsoft bought Skype for 8.5 billion dollars... hahahaha, idiots!!!! They could have downloaded it for free!

@jensscholz

Jens Scholz

ein abgekartetes spiel! die geben immer nur europäern punkte

@schwadroneuse

schwadroneuse

Ich stehe auf tumbe Typen, der Mann mag komplizierte Frauen. Geheiratet haben wir jeweils das Gegenteil. Wir sollten Ratgeber schreiben.

Luxus-Mutti zu Kind 2.0: "Wollen wir uns die Füße machen lassen?" Kind 2.0: "Wieso? Ich hab schon zwei!"

@dasnuf

dasnuf

Detailliertes Rezept für hausgemachte Berliner Maultaschen (2 Pers.):1 Dose Ravioli 10 min. im Wasserbad erwärmen – fertig!

@bov

bov bjerg