im text neben dieser anzeige steht unter anderem dieser satz (fas vom 16.10.2005)):
Vielleicht ist die eigentliche Botschaft die, daß Lesen der Sex des Alters ist. Das spiegelt sich auch in den Schutzumschlägen der meisten belletrsitischen Titel: unfaßbar häufig werden einsame Frauen in exaltierten Posen der Verinnerlichung abgebildet. Es gibt auch Bücher, die zeigen eine einsame Frau beim Lesen. Es gibt sogar welche, die zeigen eine nackte einsame Frau beim Lesen.
dank der aktiven mithilfe von kosmar und dem kreuzblogger ist das flickr-set vom roten teppich und der after shave show party bestens verschlagwortet (tags) und mit promi-namen versehen. kann man sich also angucken und dazulernen.
die letzten prominenten die ich noch zu sehen imstande war, waren ralph morgenstern und der uecker. ansonsten sehr viele aufgeblasene und naturbekokste euphorische menschen. taxifahren ist zügiger als busfahren, aber auch teurer. jetzt is auch gut.
heute habe ich mich ein bisschen in yvonne catterfeld verliebt. das ist nicht schwer. aus genau zwei gründen: a) ich habe sie nicht reden gehört b) ich habe nicht mit ihr geredet 2) sie ist gar nicht so übel. was dagegen spricht ist ihre bedingungslose bindung an diesen carpendale. da lässt sich nix deuteln. ich sah es. sie ist, aus welchen grund auch immer, in diesen carpendale verknallt. heftigst. das sieht man daran, wie sie sich auf der tanzfläche die klamotten vom leib reisst, nun gut, die schuhe von den füssen reisst und mit ihm tanzt. also gab ich nach, hat ja keinen zweck.
ebenso verliebt habe ich mich kurz in ulrike folkerts. sie wirkte so … nett. unglaublich nett. aber ich habe mir sagen lassen, sie steht nicht auf männer. also auch nix. abgesehen davon, das alle beide nu auch schon gegangen sind.
jürgen tarach ist noch da. er hat beim pinkeln eine gebückte haltung, redet und lacht dabei und ist einer der üblichen verdächtigen die bis zum ende bleiben. denk ich mal. wie zum beispiel auch hugo egon balder. der ist auch noch da. oder ralph morgenstern. oder elisabeth tessier. oder enie van de meijklockjes. in die habe ich mich heute übrigens nicht verliebt. trotz ihrer enormen hupen.
habe ich schon erwähnt, dass ingolf lück heute leicht senil wirkte?
[nachtrag]
enie van de meijklockjes hat natürlich gar keine „enormen hupen“. ich habe da etwas verwechselt.
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yvonne catterfeld an der bar (konnte nicht widerstehen)
eben dem drang widerstanden jörg schüttauf auf der herrentoiletten „guten abend“ entgegenzuschmettern und yvonne catterfeld auf der damentoilette stehend (vor dem spiegel) zu fotografieren. werde über weitere widerstände berichten.
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eben christine hoffmann („ich weiss es“) gesehen, sie sah nicht aus als wüsste sie es. ausserdem, das finde ich ganz ausserordentlich, ist mein stützstrumpf heute abend nicht gerutscht. den ganzen abend nicht. fernsehen scheint also stützstrumpfaffin zu sein.
auf dem bild ist tom gerhard zu sehen, der heute ein rotes satin hemd im pimp-look trug und sein spärliches haar mit melkfett an die kopfhaut geklebt hatte. das ist nicht berichteswert, wohl aber, dass es gegenüber von tom gerhard endlich flaschenbier gab. diese gezapfte plörre war so ungeniessbar, dass ich fast den ganzen abend wasser trank.
das aber nur nebenbei.
[currywurst wird hier in porzellan-pappschälchen serviert]
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irre langweilig hier im gewerbegebiet ossendorf. ein paar preise sind bereits verliehen, aber das ist alles — im von randowschen sinne — extrem iiiehrrelevant.
hella von sinnen fand die verleihung wohl auch langweilig und ist rübergekommen zu den pressefuzzis, zum essen. vielleicht passiert ja auf der aftershow-party noch was überraschendes.
ich überlege ob ich auf der party promi-ärsche fotografieren soll. oder hat jemand bessere ideen? füsse?
es fiel mir auf, dass es sehr, sehr viele prominente gibt, sehr viele kleine und sehr grosse, sehr dünne, sehrdicke. wie irre gepudert sind sie auch alle. ausserdem fiel mir auf, dass fotografen nicht nur fotografieren können sollten, sondern auch sehr laut schreien und winken. den vornamen von allen möglichen a- und b-promis zu kennen ist auch hilfreich, wenn man bilder bekommen möchte in denen das subjekt in die kamera blickt. und sollte sich jemals nochmal einer beschweren, dass das blogdings selbstreferenziell oder selbstbezogen sei, werde ich auf das fernsehen hinweisen, das an selbstbezogenheit kaum noch zu überbieten ist: fernsehfuzzis werden von fernsehfuzzis fürs fernsehen gefilmt und geinterviewt, finden sich untereinander toll oder doof, alle kennen sich untereinander mehr oder weniger, alle begrüssen und fassen sich ständig an.
beim anfassen (küsschen rechts, küsschen links) fassen sich übrigens fast alle fernsehfuzzis mit den händen an, bis auf einen, der begrüsst und fasst andere fernsehfuzzis mit geschlossenen händen, mit fäusten an: cherno jobatey. apropos jobatey, der ist wirklich dünn geworden und er entblödete sich auch nicht für die fotografen im bauch-profil mit zurückgeschlagenem jacket zu posen. seine schuhe sind von puma und weiterhin ausgesprochen klobig. bin mal gespannt, wann er denen ne diät oder ein fitness-programm verordnet.
ausserdem auffällig:
der einzige prominente um den sich die fotografen fast geprügelt haben beim trauben bilden, war harald schmidt.
es wird zwar auch pelz getragen, aber noch mehr haut.
christian ulmen ist grossartig, aber fast so fett wie ich.
wolfgang clement begrüsst fernsehfuzzis wie alte bekannnte und war der einzige mensch im coloneum, der zweireiher trug, glaube ich.
zum deutschen fersehpreis reist man ja eigentlich mit ner limosine an. so sieht man das zumindest immer im fernsehen. ix bin mit strassenbahn und bus angereist und habe mich natürlich in dem gewerbegebiet in dem das „coloneum“ sich befindet furchtbar verlaufen. im coloneum soll heute abend die verleihung des deutschen fernsehpreises aufgezeichnet werden wobei ich zugucken wollte. was macht man wenn man sich verlaufen hat? das gleiche wie in amerikanischen roadmovies: wenn man eine tankstelle sieht, reingehen und nach dem weg fragen:
„wo ist denn das coloneum?“ — „keine ahnung, isch kennn misch hier nicht aus.“ — „kann ich mal auf nen stadtplan gucken?“ — „die liegen dahinten.“
ein freundlicher herr in smoking, der sich wahrscheinlich noch etwas zum smoken (sorry) besorgen wollte, fragte mich wo ich hin wolle: „zum coloneum.“ — „unser fahrer kann ihnen das sicher erklären.“ — „können sie mich vielleicht mitnehmen, ix muss da nämlich auch hin.“ — „lieber nicht.“ — „ok.“
ich also den fahrer gefragt, wo es zum coloneum geht: „fahren sie mir einfach hinterher.“ — „mit dem bus?“ — „achso, sie sind zu fuss. na dann: da vorne rechts, dann nach 100 metern wieder rechts, immer geradeaus, an den gigantischen sparkassengebäuden vorbei, schon sind sie da.“
ich merke gerade die geschichte wird langweilig. um also eine langweilige geschichte kurz zu machen, als ich gerade das riesige gelände der tankstelle verliess, zu fuss, nahm mich der jaguar mit fahrer dann doch mit, die begleitung des herren im smoking („michael“) die im abendkleid hinter mir sass hatte ihn umgestimmt, „der familienrat“ habe getagt.
vor dem roten teppich bin ix dann ausgestiegen, habe mich freundlich bedankt und sitze nu in der presse-lounge.
jetzt stell ich mich mal ein bisschen an den roten teppich. vielleicht passiert da ja was...
was möchte uns dieses restaurant in der nähe der friedrichstrasse in berlin sagen?
1) unser koch ist an einem genickbruch verstorben, bitte entschuldigen sie eventuelle verspätungen bei der essenszubereitung (personenschaden)
2) unser koch schläft noch. kommen sie später wieder.
3) unser praktikant den wir von spiegel online zur verfügung gestellt bekommen haben hat den verfluchten puppenkopf nicht festgebunden bekommen.
4) hang your cooks!
samstag abend gibts wieder livegeblogge und rumgeflickere.
spenden kann ich diesmal natürlich nicht annehmen, da ich ja im grunde genommen 140 euro an die bahn zahle um in köln 4-8 stunden „all you can fress and sauf“ mit fernsehfuzzis zu machen. trotzdem, samstag abend schön flickr und wirres (nicht wahlblog, doo!) gucken. am sonntag gibts das ganze dann im fernsehen.
fäkalcontent nun auch in der zeit (obwohl, scheisse haben die auch früher schon geschrieben). kathrin zinkant interviewt benno meyer-rochow, der berechnet hat mit welchem druck scheisse aus einem pinguin austritt:
Alle Vögel schießen ihre Exkremente so durch die Gegend?
Nicht alle. Spatzen und Tauben, die lassen ihren Kot fallen. Das sind Körnerfresser. Es scheint da – aber das müsste überhaupt mal untersucht werden! – ein Zusammenhang zu bestehen zwischen Vögeln, die Fleisch oder Fisch essen und mit dem vielen Eiweiss auch viel Stickstoff aufnehmen - und dem Kot, der vermutlich ätzend für Federn und Haut ist. Der muss weiter weg geschleudert werden. Das könnte der Grund sein, denn Geier und andere Raubvögel schießen auch, zum Teil über gewaltige Distanzen. Aber wir haben auch mit Humanphysiologen gesprochen, die meinten, man müsste das mal beim Menschen messen. (zeit.de)
481813 („Felix Schwenzel“) zu 284945 („der Halloween-Kürbis“) und trotzdem „sorry, Mr. Schwenzel“? skandal!
Der kress-Liebling des Monats
ist diesmal...der Halloween Kürbis! Tataaaa! Wer hätte damit gerechnet
- wochenlang lag der Blogger Felix Schwenzel scheinbar uneinholbar in
Führung. Doch in einer sensationellen Aufholjagd konnte der Kürbis
seine Fans noch einmal richtig mobiliseren.
Glückwunsch an den Kürbis und sorry, Mr. Schwenzel. Auf dem dritten
Platz landete verdient der süße Bill von Tokio Hotel, Vierter wurde
das fast schon wieder vergessene T-Mobile-Phantom Chad Kroski und der
iSchmidt landete ganz hinten. Schon geht es heiter weiter.
Diesmal stehen zur Wahl: Glanz-und-Gloria-Fotograf Lord Snowdon, der
böse Lord Voldemort aus "Harry Potter", die charismatische
Kanzlerkandidatin der BüSo, Helga Zepp LaRouche, und "Babynator"
Vin Diesel. Da sollte aber nun wirklich für jeden was dabei sein.
Viel Spaß beim Klicken! +++
ix knie nieder. ix will nie mehr was schreiben. der herr paulsen hat nicht nur ein, zwei lächeln auf mein altes schrumpeliges gesicht gezaubert, auch ein tränchen kam aus einen meiner kleinen schweineäuglein gelaufen: sommer sprossen (und carla).
alkohol ist keine lösung, ist aber ein lösungsmittel. hilft sicher auch gegen klabusterbeeren.
apropos klabusterbeeren kalauer, zwei ganz üble sind mir noch am wochenende zugefallen, einer davon beim inder: da gabs chicken tikka und lamm tikka, aber keinen news tikka. ausserdem habe ich mich gefragt obs beim kamps auch gnadenbrot gibt.
eben aus den referrern gefischt, gruner und jahr versucht weitere blogs zu etablieren, statt die autoren der bereits vorhandenen zum posten zu motivierenen.
ich fragte mich schon am wochenende, als ich einen veriss der „du bist deutschland“ in der frankfurter sonntagszeitung vom 25.09. von peter richter las („[…] Die Behauptung "Du bist Deutschland" [kann] unter den gegenwärtigen Umständen eigentlich nur als Beleidigung gemeint sein und muß dementsprechend scharf zurückgewiesen werden: Selber Deutschland!“) ob die kampagne überhaupt eine einziges positives rückmeldung erhalten hat. ich habe in keiner zeitung etwas positives über die kampagne gelesen. nix. ob der junge und matte herr trautmann damit gerechnet hat, dass nicht nur die blogger „destruktiv“ sind, sondern auch die gesamte presse? offensichtlich, denn mittlerweile werden sogar verisse der kampgane wie dieser aus der aktuellen zeit auf der dbd-medienecho-seite aufgelistet:
Die Medienkampagne »Du bist Deutschland«, die derzeit mit unerhörtem Materialeinsatz durch Zeitungen und Fernsehen dampft, versucht das Publikum mit einem Optimismus einzuräuchern, als sei der Sozialismus wiederauferstanden, der den Menschen den real existierenden Mangel als Weg des Fortschritts zu verkaufen trachtete. (zeit.de)
anhören kann man sich den text auch, tnx martin für den hinweis.
und jetzt ist schluss mit hinweisen auf diese scheisse. genauso wie ich mich ab sofort wieder vom ständigen fäkalcontent wegbewegen werde. vielleicht.
nicht schlecht. zuerst poppte diese meldung so gegen 9:20 bei mir im rss-reader auf: zdf.de: Merkel soll Kanzlerin werden, dann schlug der zumindest morgens schnellste blogger der welt majo um 9:33 nach. kurz darauf, um 9:39 bloggt der herr fleischer metzger einen glückwunsch an die neue kanzlerin.
da hat einer das blogdings verstanden. ich hoffe der macht das noch ein weilchen (das blogdings, oder wie die (super-ex-)kollegin sagte, das blogging).
ausserdem sage ich schon seit längerem, dass alle metzger schlachter sind. oder so.
Als »Leitmedien« werden dabei Blätter und Sendungen bezeichnet, denen sich die Journalisten bevorzugt zuwenden und aus denen sie bei der Themenfindung Honig saugen.
Vor zwölf Jahren war dies eindeutig der Spiegel. Zwei Drittel der Befragten bekannten damals, regelmäßig in das Hamburger Nachrichtenmagazin zu schauen. Diese Dominanz gibt es nicht mehr; dem Spiegel ist die Hälfte seiner journalistischen Bewunderer abhanden gekommen. Hinter dem Magazin (33,8 Prozent) liegt bei den Wochenblättern die ZEIT (11 Prozent) vor stern (6, 4 Prozent) und Focus (4,6 Prozent). Neuer Spitzenreiter aller Medien ist die Süddeutsche Zeitung, zu der 34,6 Prozent der Journalisten regelmäßig greifen. Bei den TV-Nachrichtensendungen dominiert weiter die Tagesschau (18,8 Prozent) vor den Tagesthemen (13,9 Prozent). Das angeblich »neue Leitmedium« Bild wird nur von einem Zehntel der Journalisten genannt. Insgesamt ist deren Aufmerksamkeit stärker verteilt als noch 1993. Es gibt immer mehr Medien, die man beruflich nutzen kann; immer mehr Zeit wird vor allem mit den Angeboten aus dem Internet verbracht. (zeit.de)
mir fiel eben ein, dass ich den spiegel noch nicht mal beim friseur oder im café lese, also selbst wenn er umsonst ist. mich leitet der spiegel schon lange nicht mehr, das spon rss-abo ist schon lange gekündigt und mich freut, dass mein subjektiver eindruck vom qualitäts- und relevanz-verlust des spiegels sich von solchen umfragen bestätigt findet.
[via katja husen, die leider schwierigkeiten mit quellenangaben hat, aber pfiffig fragt: „wozu spiegel“]
hiwelt findet, arschlöcher sollten sauber sein und verweist auf die hobbythek. in der tat, sehr nützlich, wenn auch ein wenig irritieren:
Sanfte Afterpflege
Um Hämorrhoiden oder auch Analekzemen vorzubeugen, empfiehlt es sich, den After regelmäßig nass abzuwischen. Nicht zu empfehlen sind die handelsüblichen Feuchttücher. Sie enthalten Konservierungsstoffe, die die Haut irritieren, ebenso wie die zugesetzten Parfümstoffe. Fachleute raten deshalb von der Verwendung solcher Tücher ab. (hobbythek)
für die die nicht in der wikipedia nachschlagen wollen, hier zwei textproben die sehr genau erklären was bigotterie ist. nur wer so konsequent und professionell bigotterie ausübt bekommt von mir die anerkennung „fachblatt für bigotterie“ verliehen.
vielleicht bin ich ja der einzige der über kate moss und ihren kokainkonsum schreibt, der das nicht unter dem einfluss von koks tut. könnte man zumindest meinen wenn man die selbstgerechtigkeit und selbstgefälligkeit der schreiberlinge so betrachtet die das bisher taten.
gestern habe ich mir irgendwo das heimlich aufgenommene video angesehen in dem man sieht wie sich kate moss das näschen pudert. begleitet war das video von einer hysterischen, italienisch keifenden sprecherin und für die doofen wurden wichtige bildteile immer mit roten kreisen umrandet und das bild kurz angehalten. man konnte in dem video nicht viel erkennen, ausser wie schön kate moss trotz ihrer 80 jahre ist. man sieht nicht viel von ihr, aber ihre schönheit strahlt sogar durch ein körniges, hysterisch schwankendes video.
obwohl, nicht alle journalisten die über die moss schrieben taten das unter dem einfluss heftiger selbstgerechtigkeit und von bigotterie getrieben, vor zwei wochen zum beispiel, in der fas, las ich einen erstaunlich einfühlsamen, zweifelnden und zurückhaltenden artikel von johanna adorján, doppeldeutiger und passender titel „das ende unserer sehnsüchte“. darin las ich etwas äusserst sympathisches über kate moss: sie sei noch nie im fernsehen aufgetreten, habe noch nie interviews gegeben. sie ist pure, stumme projektionsfläche, „sie ist, was wir in ihr sehen wollen“. quasi der antipol von sprechenden mülleimern wie beckmann und mir, die wirklich zu allem und jedem ihren senf absondern müssen.
natürlich gibts den artikel von johanna adorján nicht online. aber da die faz mich ja auch gerne im volltext zitiert, mache ich das auch mal, quasi:
Es hat wohl nie so eine schöne Werbung für Kokain gegeben wie die grobkörnigen, heimlich aufgenommenen Bilder von Kate Moss. Sie sieht auf ihnen zart aus wie eine Elfe, die langen Haare umrahmen weich ihr berühmtes Gesicht. Auf einem Bild, auf dem sie mit einer Kreditkarte das Pulver zu Linien teilt, hat sie die Beine anmutig zur Seite gestellt, etwas später lacht sie sehr, was der Zeitung als Beleg dafür galt, daß die Wirkung der Drogen nun einsetzt. Natürlich wirkt das alles tausendmal verführerischer, als hätte man beispielsweise Christoph Daum oder Konstantin Wecker beim Koksen gesehen. Daher sind die Bilder gefährlich: Immerhin bringt diese Frau Menschen dazu, klobige australische Lammfell-Boots schön zu finden, sie schafft es, eine Begierde zu wecken für Rimmel-Lippenstifte, Balenciaga-Handtaschen und viel zu enge Jeans von Sassy & Bide. Und jetzt ist sie, offenbar bester Laune, beim Konsumieren einer harten Droge zu sehen.
Vor elf Jahren bereits erschien in der "New York Times" ein Artikel, der Kate Moss für die Glorifizierung von Drogen mitverantwortlich machte, und im "U.S. News & World Report" hieß es damals: "Moss ist eine hochgradig gestörte Person und ein Ausdruck unserer heruntergekommenen Populärkultur." Es half alles nichts: Kate Moss hat Magersucht schick gemacht und Augenringe zu einem schicken Accessoire, sie hat den längst totgeglaubten Rock-'n'-Roll-Lifestyle zu neuem glamourösem Leben erweckt, mitsamt auseinandergenommenen Hotelzimmern, Musiker-Boyfriend, Parties und noch mehr Parties. Musiker haben sie in Songs und in Videos verewigt, Lucian Freud hat sie gemalt, Bret Easton Ellis über sie geschrieben, sie hat Modedesigner zu Entwürfen inspiriert, für so ziemlich alles geworben, was teuer ist und sehr viele Menschen dazu verführt, viel Geld auszugeben in der Hoffnung, dadurch ein bißchen zu werden wie sie. Dabei ist sie die Antithese zu allen anderen Heldinnen der Popkultur: Sie macht kein Yoga, ernährt sich nicht makrobiologisch, steht nicht jeden Morgen mit der Sonne auf. Und sie bemüht sich auch nicht wie die anderen, immer nett gefunden und verstanden zu werden.
jetzt muss ich natürlich noch das zitat bewerten, sonst isses ja content-klau. mach ich aber nicht. ich bewerte einfach die autorin, die finde ich nämlich richtig gut.
[nachtrag, 13.10.]
eben bei zapp gehört wie robbie williams in etwa das hier gesagt hat:
ich höre von vielen journalisten, mit denen ich schon persönlich gekokst habe, dass sie kate moss raten, kein kokain mehr zu nehmen.
AssCompact, ihr fachmagazin für risiko und kapitalmanagment. hätten die es doch wenigstens „ASS-Kompakt“ genannt. alter schwede, das nennt man kompakte kompetenz.
ich hätte noch ein paar wohlklingende alternativvorschläge: CuzzyCompact, ButtCompact, FuckedUp, DickCompact, PrickCompact, CuntCompact.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch gerne auf einen meiner liebsten Werbeslogan für jetzt und fast immer hinweisen: „Sagen sie NEIN zur ihrer Cellulite.“
heute werde ich mal die top ten der blogstats als „arschloch“ bezeichnen. nur so als test. wer mich wegen beleidigung verklagt fliegt aus meiner blogroll (wer genau hinschaut, merkt, dass ich noch übe selbstzenzur übe), wer mich anruft wird ausgeixt.
ausserdem möchte ich eine kleine aktion initieren. arbeitstitel „du bist arschloch“. damit möchte ich „arschlöcher“ voranbringen und eine neue akzeptanz für „arschlöcher“ schaffen. die aussenwahrnehmung von arschlöchern ist meist schlechter als die selbstwahrnehmung und ich glaube, dass kommunikation das ändern kann. arschlöcher können viel mehr als die menschen in unserem land derzeit glauben.
freiwillige, die sich von mir als „arschloch“ bezeichnen wollen (du bist arschloch), nenne ich hier gerne mit vollem namen und einem link.
[nachtrag]
markus angermeier ist ein arschloch.
malte diedrich ist eine pussy.
mathe matik ist ein arschloch.
der kreuzblogger ist ein kleines riesenarschloch.
jan ist ein fieses, linkes nasenloch.
martin pittenauer ist ein arschloch.
herr sebas ist ein teilzeit-arschloch.
kleinesF ist ein kommentarspammendes, nässendes, trotz rasur mit vereinzelten krausen haaren übersähtes riesenarschloch.
arne eilermann ist ein arschloch.
ralf ist ein spar-arsch ohne loch.
herr kid37 ist ein barschloch. höchsten.
tobias ist ein arschloch.
stefan lampert ist kein arschloch.
olliver hartmann ist ein arschloch.
malcolm bunge ist ein arschloch.
sascha lobo ist ein rechthaberisches arschloch.
sir dregan ist ein arschloch und ne linknutte.
jens scholz ist ein arschloch.
dliessmgg ist ein dvdloch.
der atomaffe ist ein frauenfeindliches, minderheitendiskriminierendes, narzistisches und vor allem riesig grosses arschloch.
die web junkies sind arschlöcher, wenn man ihren chefs glauben kann.
bünni ist ein arschloch.
wohli möchte ein arschloch sein.
danii möchte ein fieses, linkes nasenloch sein.
jutta ist eine arschlöchin.
seraja ten ist ein arschloch.
christian ist ein demoralisiertes arschloch.
QWERTZwerker ist darmgepierct.
ulf rompe heisst in norwegen arschloch.
diaet ist ein arschloch.
matzeNr2000 wartet darauf als arschloch bezeichnet zu werden.
hannes ist ein arschloch.
donboscoe ist ein arschloch.
doubl ist ein arschloch.
[ix hab auch lange keinen button mehr gehabt — damit könnte das geneigte arschloch sohierhin linken.]