seit heute, gestern oder ein paar tagen, bietet der freitag einen eigenen adblocker. also einen button, mir dem die werbung auf freitag.de deaktiviert werden kann. jakob augstein:
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der blocker ist allerdings gar kein blocker, sondern eher ein ausblender. steuert man eine weitere freitag.de-seite an, wird dort wieder werbung angezeigt und ebenso webtracker von Ad Spirit, Adition, DoubleClick, Google Analytics, INFOnline, Plista und ValueClick Mediaplex nachgeladen.
ich habe einen solche möglichkeit seit 8 jahren auf wirres.net eingebaut. derzeit kann man die werbung mit der taste w ausschalten oder im menü hinter dem menü-knopf oben rechts. allerdings ist diese abschaltung permanent. das heisst es wird ein cookie gespeichert, der diese sich diese einstellung merkt bis der cookie ausläuft oder die werbung wieder manuell aktiviert wird. ist die werbung deaktiviert, werden auch die ad-codes und entsprechend die tracker nicht geladen.
diese funktion traf, wenn ich mal darauf hinwies, meist auf unverständnis. das sei doch doof, albern oder idiotisch. ich habe nie verstanden, warum man so eine möglichkeit nicht toll finden sollte. jemand der sich entscheidet keine werbung sehen zu wollen, sollte diese möglichkeit auch haben. wenn man sie ihm nicht bietet, findet der oder diejenige auch ohne die möglichkeit die ein webseitenbetreiber bietet einen weg die werbung auszublenden. in den letzten jahren, vor allem über adblocker oder ghostery oder ganz klassisch, per banner-blindheit.
ich habe leider die argumente die gegen einen solchen button sprechen könnten vergessen, deshalb würde ich mich über einen hinweis oder über argumente pro oder contra in den kommenatren freuen. mein hauptargument ist und bleibt: warum sollte ich jemanden der keine werbung sehen will welche aufnötigen? selbst wenn 25% oder mehr der leute adblocker nutzen oder meinen button nutzten, verdiene ich noch ausreichend mit der zeitweilig eingebundenen werbung. /via neunetz.com.
04.06.2013 23:07
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meedia.de: McDonalds: Promis im Fast-Food-Shitstorm #
leute die nicht bei mcdonalds essen sind die von mcdonalds bevorzugten werbepartner. das wird von leuten die gerne bei macdonalds essen und die schauspieler mögen, die nicht bei mcdonalds essen, nicht gerne gesehen.
faz.net: Bezahlstrategie: Mit „Bild“ in einem Boot #
stefan niggemeier in der FAS über springers digital-strategie und jakob augsteins irrige annahme, dass die zukunft des spriner-verlages und der „bild“-zeitung im netz irgendetwas mit der zukunft des journalismus und der demokratie zu tun habe:
Es ist ein rührend naiver Glaube, dass die „Bild“-Zeitung, weil sie diese Riesenreichweite hat, einen Kulturwechsel auslösen könnte, der die Menschen mit einem Mal sagen lässt: Ja, ach so, Journalismus, stimmt, dafür sollten wir auch online zahlen; besser ist das, für uns, den Journalismus, die Demokratie, dann hol ich mir zum „Bild“-Digitalabo jetzt auch das „Freitag“-Digitalabo. Jedes Medium wird eigene Modelle finden müssen, sich in der digitalen Welt zu finanzieren, eigene Argumente und Angebote, wenn es seine Leser überzeugen will, dafür zu zahlen.
holgi.blogger.de: Ich halte die "Kostenloskultur... #
holgi erklärt in nur einem satz was er vom gerede über eine angebliche kostenloskultur hält:
... die Kostenloskulturpropheten sich doch mal lieber Gedanken darüber machen sollten, wie sie an mein Geld kommen könnten, ohne mich mit blöden Gesetzen und blödem Geschwätz zu belästigen, anstatt den ganzen Tag nur rumzulamentieren, wie schlecht die Welt doch geworden sei, obwohl sie nur anders geworden ist.
srudersdorf.tumblr.com: Staatsbürgerkunde #
Es gibt keinen für mich ersichtlichen Grund, zu prügeln oder Reizgas einzusetzen.
Das deckt sich alles nicht mit meinem Rechtsempfinden.
Ich kam, um einer rechtsstaatlichen Selbstverständlichkeit beizuwohnen. 10 Stunden später ging ich als jemand, der sich zum ersten mal in seinem Leben der Willkür dieses Rechtsstaats ausgesetzt fühlte. Grundlos festgehalten und gedemütigt. Und dabei bin ich nur ein weißer, deutscher Mittelschichtler. Ich frage mich, was ein Nigerianer ohne Papiere von der deutschen Exekutive zu erwarten hat.
04.06.2013 08:17
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netzpolitik.org: Deutsche Telekom erklärt: Netzneutralität ist Klientelpolitik von und für Netzaktivisten #
markus beckedahl:
Husam Azrak, Sprecher der Telekom, erklärte heute laut ZDF, dass der Einsatz für Netzneutralität und ein offenes Internet reine Klientelpolitik sei:
Den Netzaktivisten warf er Klientelpolitik vor. Es sei verständlich, dass die Jungen sich zu Wort melden und ihre Interessen durchsetzen wollen. “Aber es geht um mehr als um die Einzelinteressen der Netzaktivisten", so Azrak weiter.
sehr kreative argumentation. die gleichberechtigung von frauen sieht husam azrak vielleicht auch als klientelpolitik für frauen.
gleichbehandlung, diskriminierungsfreiheit und chancengleichheit als einzelinteressen von irgendwem zu bezeichnen zeugt schon von einer gewissen argumentativen verzeweiflung. andererseits haben husam azrak und die telekom womöglich recht. der rechtsstaat, das gemeinwesen liegt im einzelinteresse eines jeden menschen. insofern ist es vielleicht gar nicht schlecht für einzelinteressen, menschenrechte und chancengleichheit zu kämpfen, wenn es einzelnen menschen und nicht ausschliesslich aktionären hilft.
(laut dieser studie nutzten in deutschland 2012 53,4 millionen einzelmenschen das internet)
journelle.de: Ich will keinen Medientrailerpark, ich will ein mediales Schlaraffenland #
journelle listet auf für was sie im netz bereitwillig zahlen würde und was sie an den medien nervt:
Das alles begründet aber nicht den geradezu lächerlichen Aufwand, den die Medien bei dieser Papstwahl betrieben haben. Es gab Live-Tickter, Live-Berichterstattung, Live-Sendungen aus allen Bereichen des Vatikans und Roms außerdem Live-Schaltungen aus Diezösen in Deutschland.
Das alles war genauso spannend wie die Darstellung eines kochenden Eies, denn niemand schien wirklich Ahnung zu haben oder dem Thema irgendwas hinzufügen zu können. Man wartete einfach lautstark und pausenlos redend auf weißen Rauch.
Praktisch bin ich aber traurig, dass es nicht noch mehr Angebote gibt und dass so viele Medienschaffende nicht die Chancen am Schopfe packen, die sich gerade ergeben.
03.06.2013 07:27
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statt nochmal einen monat zu warten bis ich meine lieblingstweets der liebtweets anderer veröffentliche, mache ich es jetzt gleich.
nochmal verständlich ausgedrückt; die folgenden tweets sind meine favoriten die ich mir aus den veröffentlichten listen von johannes mirus, andré herrmann, kiki thaerigen, journelle und den vielen anderen die anne schüssler monatlich sammelt. habe ich mattias mader und anke gröner schon erwähnt?
* * *
Nimm die #Netzneutralität weg, und Internet wird im Wesentlichen wieder wie Fernsehen.
Gestern ein Bier mehr getrunken als gewollt.
Und zwei mehr gewollt als gesollt.
Was mich traurig macht: kiffen und Rap würden mir so fantastisch stehen, aber dann trink ich doch wieder nur Eierlikör zu Münchner Freiheit.
Wenn man nachsieht was alles Foodporn genannt wird, will ich nicht wissen wie die Pornos aussehen, die ihr euch so anschaut.
Dass meine Mutter mich nicht mehr zum Weltkindertag anruft, finde ich mindestens undankbar.
Da, wo die Socken immer hin verschwinden, da wäre doch ein gutes Atommüllendlager!
"Wenn eure Waschmaschine kaputt ist, empfehle ich neben einem Schulhandwerker noch einen alternativen Reparaturpraktiker zu konsultieren"
Eltern haften an ihren Kindern.
Überlege, eine Firma für Sonnenschirme zu gründen, nur wegen des Slogans "Wir stellen alles in den Schatten".
"Dieser Kuchen ist eine einzige Enttäuschung." - "Das ist Brot." - "Jetzt nimm ihn nicht auch noch in Schutz!"
Brnszcavdemonodrnprczinski - ein Name, den man sich merken muss.
Neue Gitarrengriffe gelernt. Fällt jetzt nicht mehr so oft runter.
größtes ballungszentrum in brandenburg ist der regionalexpress nach stralsund.
02.06.2013 12:12
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tagesspiegel.de: Der Netz-Pate #
mario sixtus bringt den mangel von netzneutralität gut auf einen kommunizierbaren nennen: schutzgeld-erpressung:
Wer im Geschäft bleiben will, muss mit der Familie desPaten einen Vertrag abschließen. Und diese Familie heißt Telekom.
kottke.org: A list of common misconceptions #
grandios! auf der wikipedia seite der verbreiteten missverständniss steht beispielsweise:
The plate armor of European soldiers did not stop soldiers from moving around or necessitate a crane to get them into a saddle. They would as a matter of course fight on foot and could mount and dismount without help. In fact soldiers equipped with plate armor were more mobile than those with chainmail armor, as chainmail was heavier and required stiff padding beneath due to its pliable nature. They could even do cartwheels, as a a fifteenth-century manuscript demonstrates.
ritter konnten räder schlagen!
George Washington did not have wooden teeth. His dentures were made of gold, hippopotamus ivory, lead, and human and animal teeth (including horse and donkey teeth).
george washington hatte pferdezähne!
02.06.2013 08:00
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nutriculinary.com: Brot selber backen: für Dummies, Laien und Besser-Wisser #
stevan paul:
Es bleibt die Hoffnung, dass es mit dem Brot so werden wird, wie mit dem Bier. Erinnern Sie sich? Das Brauerei-Sterben? Die Heuschreckeneinkäufe der großen Bierkonzerne. Landauf-Landab die ewig gleichen TV-beworbenen Biere auf den Getränkekarten. Heute erobern Kleinst-Brauereien den Markt zurück, regionales und handwerklich gebrautes Craft-Beer mit Charakter ist gefragt wie nie.
im artikel empfiehlt stevan paul einen backmischungsversand und ein paar bücher. und noch was ganz anderes: ich glaube dieses demeter-brot kann man nicht empfehlen.
01.06.2013 08:15
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Den #esc gibt es seit 1956.Twitter seit 2006.Die haben 50 Jahre lang unter Ausschluss der Öffentlichkeit gesungen!
"Wie möchten Sie zahlen?""Kreditkarte!""Geht bei uns nicht!""DANN SCHAU ICH MAL, OB ICH NOCH EIN PAAR KUPFERMÜNZEN IN MEINER TOGA HABE!"
bio, fair trade und sonstige "nachhaltige geschäftsmodelle" nenne ich ab sofort: "antikapitalismus für besserverdiener".
Ich möchte nicht dass ihr Sport macht. Und wenn, dann schweigt darüber.
How old does someone have to be before you can officially call them an asshole? Please say six.
Tüte Chips zum Abendessen, ekelhaft. Aber was soll man machen, die Erdnussflips waren ausverkauft. #twitternwietrottelbot
So viele Leute mit so vielen Telefonen und nicht in einem einzigen Vortag klingelt eins. Könner! #rp13
Da fragt jemand ernsthaft nach meiner Faxnummer. Und wenn er selbst vorbei kommt, fragt er bestimmt, wo er das Pferd anbinden kann.
Lieber @, haben Sie mal daran gedacht, eine Frau mit dem Nachnamen "Ervice" zu ehelichen & dann einen Doppelnamen anzunehmen?
Gibt es schon eine Wählerstromanalyse? Wie hoch ist der Anteil der Nichtwähler, und muss von Musikverdrossenheit gesprochen werden? #ESC
Wer glaubt, "Ihr habt das Internet nicht verstanden" sei ein Argument, hat das Internet nicht verstanden.
"Ich benutze quote.fm als Tool zur Überprüfung, ob meine aggressive Zitierbarkeitsstrategie aufgeht." @ / #reporterforum
"Ich möchte euch jetzt nicht überreden, ne Frisur zu machen oder so." @ / #reporterforum
"Ein wesentlicher Treiber der Selbstvermarktung ist Zitierbarkeit." @ / #reporterforum Nämlich, ähm, so.
Ich gehe jetzt schlafen. Wenn jetzt noch gefavt wird, bitte nur leise.
"… ist wach und beantwortet Fragen." Der Morgen eines Vaters unterscheidet sich auch nicht groß vom Morgen eines Terroristen.
Meisenknödel, die Spendengala des kleinen Mannes.
warum zeigen sie statt "two and a half men" nicht das, worüber das publikum im hintergrund lacht? das scheint doch witzig zu sein.
[automatisch generierte blackbird pie ansicht (fast) aller tweets, an die ich im mai ein sternchen gemacht habe.]
01.06.2013 07:00
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bei mir wirkt die benutzung von englischen buzzwords und firmenbezeichnungen dazu, dass ich englische worte sehe. also lese ich diese bauchbinde auch auf englisch:
natürlich ist nico lumma nicht kriegs-direktor soziale medien bei scholz und freunde sondern er war mal direktor bei scholz und freunde.
gefunden hab ich das bei nico lumma und der sagt, dass er in diesem video „kompetente Fragen von Cherno Jobatey“ beantwortet und dass cherno jobatey „übrigens ein total feiner bengel“ sei. na dann guck ich mir das heute abend mal an.
direkt youtube-link
31.05.2013 11:52
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digiday.com: Is Quartz the Very Model of a Modern Publisher? #
josh sternberg:
Quartz began with a philosophy that goes against today's publishing tropes: Instead of running banners, it would run advertising content; instead of a homepage, it would have a continuous stream of content. In the last eight months, the company has grown its staff, advertiser base,audience and revenue.
dieses qz.com (quartz) ist auf jeden fall einen blick wert. für meinen geschmack etwas viel javascript-zaubereien, die auf den ersten blick aber ganz gut funktionieren. die werbung wird von meinem installierten ghostery ausgeblendet, ist aber (ohne blocker) ziemlich auffällig, aber nicht störend, in den flow der seiten eingebaut. fast nativ als seitenbreite banner mit integrierter navigation oder als artikel-lange advertorials.
ich mag den etwas gewöhnungsbedürftigen fancy minimalismus von quartz.
what-if.xkcd.com: Alien Astronomers #
wie immer sehr erhellend was randall munroe schreibt:
Earth's most powerful radio signal is the beam from the Arecibo telescope. This massive dish in Puerto Rico can function as a radar transmitter, bouncing a signal off nearby targets like Mercury and the asteroid belt. It's essentially a flashlight which we shine on planets to see them better. (This is just as crazy as it sounds.)
reclaim.fm: rebelmouse vs reclaim? #
wir haben immer noch keine ordentliche dokumentation oder anleitung für reclaim social media veröffentlicht (ich arbeite dran), aber ich habe zwischendurch mal eine frage beantwortet und mir rebelmouse angeguckt, die sowas ähnliches wie reclaim macht. nur ganz anders.
31.05.2013 09:00
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jakob augstein meint, dass leser ohne journalisten und verlage verdummen:
Wenn Journalismus eine Zukunft haben soll, muss der Leser zahlen. Aber der Leser hat im Netz das Zahlen für Inhalte verlernt. Inhalte sind der freiverfügbare Rohstoff der Online-Welt. Ungeachtet ihrer Qualität. Das ist gefährlich. Die Verlage werden ihren Lesern den Unterschied zwischen Qualität und Quantität wieder beibringen müssen.
vor begeisterung für sich selbst und andere menschen die in deutschland mit der staatstragenden rolle der „Herrschaftskontrolle“ betraut sind, übersieht jakob augstein einen wichtigen aspekt: leser zahlen bereitwillig für inhalte wenn das möglich, einfach und nicht völlig überteuert ist.
amazon verkauft 54 schrillionen* ebooks jährlich, apple wahrscheinlich etwas weniger (vermutlich 20 schrillionen*). dafür verkauft apple mehr „Inhalte“ die man nicht nur lesen kann, sondern auch ansehen. marco arment hat gerade sein profitables magazin verkauft, für das anfang des jahres bereits 25tausend leser $1,99 pro monat bezahlten. auch für die inhalte von spielen zahlen die leute wie bekloppt. ich könnte mit 10 minuten recherche mindestens 156* beispiele finden, die belegen wie geil die leute darauf sind, online für inhalte geld zu bezahlen — und es auch tun.
nein, das problem sind nicht die leser die ohne die anleitung von journalistischen wegweisern verblöden und verlernen für qualität zu zahlen. das problem sind die verlage die für einzelartikel im online-einzelverkauf meinen mehrere euro abrufen zu können, die selten faire und niedrigschwellige abo-pakete anbieten und oft die gleichen absurden kündigungsfristen und abo-bedingungen anbieten wie bei ihren print-pendants.
das problem sind nicht leser die etwas verlernen, sondern leute wie jakob augstein, die keine attraktiven angebote gebacken bekommen. mich erinnert das ein wenig an die betreiber von elektro-kaufhäusern, die sich darüber beklagen, dass ihre scheiss-werbung nicht mehr funktioniert und die kunden bei der günstigeren und bequemeren konkurrenz kaufen. ich weiss auch nicht warum augstein und andere leute die auf ihren produkten sitzen bleiben so selten das eigene versagen thematisieren und stattdessen glauben, dass die fliehenden kunden erzogen werden müssten. ist das arroganz oder dummheit — oder etwas ganz anderes?
*) ausgedachte zahlen
* * *
christian stöcker auf spiegel online über den hamburger mediendialog:
Optimismus, was die mediale Zukunft angeht, kam in Hamburg übrigens von unerwarteter Seite. Musik-Lobbyist und Urheberrechtsvorkämpfer Dieter Gorny etwa rief den zweifelnden Verlagsmanagern im Saal zu: "Die Leute kaufen!" Bezahlmodelle im Internet könnten also durchaus funktionieren, das habe seine eigene Branche mittlerweile festgestellt. Später sekundierte Joachim Birr vom Bundesverband Audiovisuelle Medien: "Der Kunde ist bereit, für Content zu zahlen."
* * *
stadt-bremerhaven.de: Musik: Illegales Laden schadet der Branche nicht; ich weiss zwar nicht warum man studien durchführen muss die zeigen, dass legale angebote genutzt werden wenn sie vorhanden sind und das sie nicht genutzt werden, wenn sie nicht vorhanden sind — aber solche untersuchungen zeigen immer wieder, dass jakob augstein irrt.
* * *
stefan niggemeier schreibt heute (2. juni) in der FAS über springers digital-strategie und jakob augsteins irrige annahme, dass die zukunft des spriner-verlages und der „bild“-zeitung im netz irgendetwas mit der zukunft des journalismus und der demokratie zu tun habe:
Es ist ein rührend naiver Glaube, dass die „Bild“-Zeitung, weil sie diese Riesenreichweite hat, einen Kulturwechsel auslösen könnte, der die Menschen mit einem Mal sagen lässt: Ja, ach so, Journalismus stimmt, dafür sollten wir auch online zahlen; besser ist das, für uns, den Journalismus, die Demokratie, dann hol ich mir zum „Bild“-Digitalabo jetzt auch das „Freitag“-Digitalabo. Jedes Medium wird eigene Modelle finden müssen, sich in der digitalen Welt zu finanzieren, eigene Argumente und Angebote, wenn es seine Leser überzeugen will, dafür zu zahlen.
online ist davon noch nichts zu sehen, auf papier ist es aber soweit ich weiss an jeder hausecke zu bekommen. seit montag auch online.
30.05.2013 12:30
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