werbung ausschalten

felix schwenzel,    

seit heute, gestern oder ein paar tagen, bietet der freitag einen eigenen adblocker. also einen button, mir dem die werbung auf freitag.de deaktiviert werden kann. jakob augstein:

Wir geben unseren Nutzern die Möglichkeit, die Werbung durch einen Klick selbst abzuschalten. Das bedeutet, Sie können Ihren Adblocker für freitag.de deaktivieren und die Anzeigen wieder zulassen. Aber wenn eine Anzeige Sie beim Lesen stört, schalten Sie diese Anzeige einfach ab.

der blocker ist allerdings gar kein blocker, sondern eher ein ausblender. steuert man eine weitere freitag.de-seite an, wird dort wieder werbung angezeigt und ebenso webtracker von Ad Spirit, Adition, DoubleClick, Google Analytics, INFOnline, Plista und ValueClick Mediaplex nachgeladen.

ich habe einen solche möglichkeit seit 8 jahren auf wirres.net eingebaut. derzeit kann man die werbung mit der taste w ausschalten oder im menü hinter dem  menü-knopf oben rechts. allerdings ist diese abschaltung permanent. das heisst es wird ein cookie gespeichert, der diese sich diese einstellung merkt bis der cookie ausläuft oder die werbung wieder manuell aktiviert wird. ist die werbung deaktiviert, werden auch die ad-codes und entsprechend die tracker nicht geladen.

diese funktion traf, wenn ich mal darauf hinwies, meist auf unverständnis. das sei doch doof, albern oder idiotisch. ich habe nie verstanden, warum man so eine möglichkeit nicht toll finden sollte. jemand der sich entscheidet keine werbung sehen zu wollen, sollte diese möglichkeit auch haben. wenn man sie ihm nicht bietet, findet der oder diejenige auch ohne die möglichkeit die ein webseitenbetreiber bietet einen weg die werbung auszublenden. in den letzten jahren, vor allem über adblocker oder ghostery oder ganz klassisch, per banner-blindheit.

ich habe leider die argumente die gegen einen solchen button sprechen könnten vergessen, deshalb würde ich mich über einen hinweis oder über argumente pro oder contra in den kommenatren freuen. mein hauptargument ist und bleibt: warum sollte ich jemanden der keine werbung sehen will welche aufnötigen? selbst wenn 25% oder mehr der leute adblocker nutzen oder meinen button nutzten, verdiene ich noch ausreichend mit der zeitweilig eingebundenen werbung. /via neunetz.com.

links vom 04.06.2013

felix schwenzel,    

links vom 03.06.2013

felix schwenzel,    

meine lieblingstweets vieler lieblingstweets die andere im juni veröffentlicht haben

felix schwenzel,    

statt nochmal einen monat zu warten bis ich meine lieblingstweets der liebtweets anderer veröffentliche, mache ich es jetzt gleich.

nochmal verständlich ausgedrückt; die folgenden tweets sind meine favoriten die ich mir aus den veröffentlichten listen von johannes mirus, andré herrmann, kiki thaerigen, journelle und den vielen anderen die anne schüssler monatlich sammelt. habe ich mattias mader und anke gröner schon erwähnt?

* * *

Nimm die #Netzneutralität weg, und Internet wird im Wesentlichen wieder wie Fernsehen.

@Afelia

Marina Weisband

Gestern ein Bier mehr getrunken als gewollt.
Und zwei mehr gewollt als gesollt.

@Sillium

Sillium

Was mich traurig macht: kiffen und Rap würden mir so fantastisch stehen, aber dann trink ich doch wieder nur Eierlikör zu Münchner Freiheit.

@KuttnerSarah

Sarah Kuttner

Wenn man nachsieht was alles Foodporn genannt wird, will ich nicht wissen wie die Pornos aussehen, die ihr euch so anschaut.

@paulfritze

Paul Fritze

Dass meine Mutter mich nicht mehr zum Weltkindertag anruft, finde ich mindestens undankbar.

@geruchtekellner

oberkelln0r

Da, wo die Socken immer hin verschwinden, da wäre doch ein gutes Atommüllendlager!

@HerrVanBohm

Bohm ist Schuld.

"Wenn eure Waschmaschine kaputt ist, empfehle ich neben einem Schulhandwerker noch einen alternativen Reparaturpraktiker zu konsultieren"

@NineBerry

NineBerry

Eltern haften an ihren Kindern.

@gedankenhalde

gedankenhalde

Alles ohne Rezept.... http://t.co/HxSoozeuFd

@Danny_W_2012

♫ Ɗąɳɳγ (ړײ)

Überlege, eine Firma für Sonnenschirme zu gründen, nur wegen des Slogans "Wir stellen alles in den Schatten".

@Pokerbeats

Christian Pokerbeats

Ich wusste es als erster !!! Es gibt Wasser auf dem Mars.... http://t.co/Go17ooDhLA

@KlatschKopp

Reinhold Hammacher

"Dieser Kuchen ist eine einzige Enttäuschung." - "Das ist Brot." - "Jetzt nimm ihn nicht auch noch in Schutz!"

@D101N1

Don

Brnszcavdemonodrnprczinski - ein Name, den man sich merken muss.

@der_handwerk

der_handwerk

Neue Gitarrengriffe gelernt. Fällt jetzt nicht mehr so oft runter.

@henningrucks

Henning Rucks

größtes ballungszentrum in brandenburg ist der regionalexpress nach stralsund.

@katjaberlin

katjaberlin

links vom 02.06.2013

felix schwenzel,    

links vom 01.06.2013

felix schwenzel,    

meine lieblingstweets im mai

felix schwenzel,    

Den #esc gibt es seit 1956.Twitter seit 2006.Die haben 50 Jahre lang unter Ausschluss der Öffentlichkeit gesungen!

@bov

bov bjerg
"Wie möchten Sie zahlen?""Kreditkarte!""Geht bei uns nicht!""DANN SCHAU ICH MAL, OB ICH NOCH EIN PAAR KUPFERMÜNZEN IN MEINER TOGA HABE!"

@Schlachtzeile

Schlachtzeile
bio, fair trade und sonstige "nachhaltige geschäftsmodelle" nenne ich ab sofort: "antikapitalismus für besserverdiener".

@mspro

Michael Seemann
Ich möchte nicht dass ihr Sport macht. Und wenn, dann schweigt darüber.

@dasnuf

Patricia Cammarata
How old does someone have to be before you can officially call them an asshole? Please say six.

Tüte Chips zum Abendessen, ekelhaft. Aber was soll man machen, die Erdnussflips waren ausverkauft. #twitternwietrottelbot

@kathrinpassig

Kathrin Passig
So viele Leute mit so vielen Telefonen und nicht in einem einzigen Vortag klingelt eins. Könner! #rp13

Da fragt jemand ernsthaft nach meiner Faxnummer. Und wenn er selbst vorbei kommt, fragt er bestimmt, wo er das Pferd anbinden kann.

@Buddenbohm

Max. Buddenbohm
Lieber @, haben Sie mal daran gedacht, eine Frau mit dem Nachnamen "Ervice" zu ehelichen & dann einen Doppelnamen anzunehmen?

@Regendelfin

Marie von den Benken
Gibt es schon eine Wählerstromanalyse? Wie hoch ist der Anteil der Nichtwähler, und muss von Musikverdrossenheit gesprochen werden? #ESC

@gallenbitter

gallenbitter
Wer glaubt, "Ihr habt das Internet nicht verstanden" sei ein Argument, hat das Internet nicht verstanden.

@saschalobo

Sascha Lobo
"Ich benutze quote.fm als Tool zur Überprüfung, ob meine aggressive Zitierbarkeitsstrategie aufgeht." @ / #reporterforum

@kathrinpassig

Kathrin Passig
"Ich möchte euch jetzt nicht überreden, ne Frisur zu machen oder so." @ / #reporterforum

@kathrinpassig

Kathrin Passig
"Ein wesentlicher Treiber der Selbstvermarktung ist Zitierbarkeit." @ / #reporterforum Nämlich, ähm, so.

@kathrinpassig

Kathrin Passig
Ich gehe jetzt schlafen. Wenn jetzt noch gefavt wird, bitte nur leise.

@dasnuf

Patricia Cammarata
"Cool! Jetzt kann ich deine Online-Aktivitäten endlich bequem und vollständig überwachen" Mein Mann über http://t.co/0VrBHcfOCL #reclaim

@dasnuf

Patricia Cammarata
"… ist wach und beantwortet Fragen." Der Morgen eines Vaters unterscheidet sich auch nicht groß vom Morgen eines Terroristen.

@bov

bov bjerg
Meisenknödel, die Spendengala des kleinen Mannes.

@svensonsan

Sven Dietrich
warum zeigen sie statt "two and a half men" nicht das, worüber das publikum im hintergrund lacht? das scheint doch witzig zu sein.

@katjaberlin

katjaberlin

[automatisch generierte blackbird pie ansicht (fast) aller tweets, an die ich im mai ein sternchen gemacht habe.]

kriegs-direktor soziale medien bei scholz und freunde

felix schwenzel,    

bei mir wirkt die benutzung von englischen buzzwords und firmenbezeichnungen dazu, dass ich englische worte sehe. also lese ich diese bauchbinde auch auf englisch:

nico lumma: kriegs-direktor soziale medien bei scholz und freunde

natürlich ist nico lumma nicht kriegs-direktor soziale medien bei scholz und freunde sondern er war mal direktor bei scholz und freunde.

gefunden hab ich das bei nico lumma und der sagt, dass er in diesem video „kompetente Fragen von Cherno Jobatey“ beantwortet und dass cherno jobatey „übrigens ein total feiner bengel“ sei. na dann guck ich mir das heute abend mal an.

youtube-video

direkt youtube-link

links vom 31.05.2013

felix schwenzel,    

jakob augstein hat das verkaufen verlernt

felix schwenzel,    

jakob augstein meint, dass leser ohne journalisten und verlage verdummen:

Wenn Journalismus eine Zukunft haben soll, muss der Leser zahlen. Aber der Leser hat im Netz das Zahlen für Inhalte verlernt. Inhalte sind der freiverfügbare Rohstoff der Online-Welt. Ungeachtet ihrer Qualität. Das ist gefährlich. Die Verlage werden ihren Lesern den Unterschied zwischen Qualität und Quantität wieder beibringen müssen.

vor begeisterung für sich selbst und andere menschen die in deutschland mit der staatstragenden rolle der „Herrschaftskontrolle“ betraut sind, übersieht jakob augstein einen wichtigen aspekt: leser zahlen bereitwillig für inhalte wenn das möglich, einfach und nicht völlig überteuert ist.

amazon verkauft 54 schrillionen* ebooks jährlich, apple wahrscheinlich etwas weniger (vermutlich 20 schrillionen*). dafür verkauft apple mehr „Inhalte“ die man nicht nur lesen kann, sondern auch ansehen. marco arment hat gerade sein profitables magazin verkauft, für das anfang des jahres bereits 25tausend leser $1,99 pro monat bezahlten. auch für die inhalte von spielen zahlen die leute wie bekloppt. ich könnte mit 10 minuten recherche mindestens 156* beispiele finden, die belegen wie geil die leute darauf sind, online für inhalte geld zu bezahlen — und es auch tun.

drei euro für einen faz-artikel

nein, das problem sind nicht die leser die ohne die anleitung von journalistischen wegweisern verblöden und verlernen für qualität zu zahlen. das problem sind die verlage die für einzelartikel im online-einzelverkauf meinen mehrere euro abrufen zu können, die selten faire und niedrigschwellige abo-pakete anbieten und oft die gleichen absurden kündigungsfristen und abo-bedingungen anbieten wie bei ihren print-pendants.

das problem sind nicht leser die etwas verlernen, sondern leute wie jakob augstein, die keine attraktiven angebote gebacken bekommen. mich erinnert das ein wenig an die betreiber von elektro-kaufhäusern, die sich darüber beklagen, dass ihre scheiss-werbung nicht mehr funktioniert und die kunden bei der günstigeren und bequemeren konkurrenz kaufen. ich weiss auch nicht warum augstein und andere leute die auf ihren produkten sitzen bleiben so selten das eigene versagen thematisieren und stattdessen glauben, dass die fliehenden kunden erzogen werden müssten. ist das arroganz oder dummheit — oder etwas ganz anderes?

*) ausgedachte zahlen

* * *

christian stöcker auf spiegel online über den hamburger mediendialog:

Optimismus, was die mediale Zukunft angeht, kam in Hamburg übrigens von unerwarteter Seite. Musik-Lobbyist und Urheberrechtsvorkämpfer Dieter Gorny etwa rief den zweifelnden Verlagsmanagern im Saal zu: "Die Leute kaufen!" Bezahlmodelle im Internet könnten also durchaus funktionieren, das habe seine eigene Branche mittlerweile festgestellt. Später sekundierte Joachim Birr vom Bundesverband Audiovisuelle Medien: "Der Kunde ist bereit, für Content zu zahlen."

* * *

stadt-bremerhaven.de: Musik: Illegales Laden schadet der Branche nicht; ich weiss zwar nicht warum man studien durchführen muss die zeigen, dass legale angebote genutzt werden wenn sie vorhanden sind und das sie nicht genutzt werden, wenn sie nicht vorhanden sind — aber solche untersuchungen zeigen immer wieder, dass jakob augstein irrt.

* * *

stefan niggemeier schreibt heute (2. juni) in der FAS über springers digital-strategie und jakob augsteins irrige annahme, dass die zukunft des spriner-verlages und der „bild“-zeitung im netz irgendetwas mit der zukunft des journalismus und der demokratie zu tun habe:

Es ist ein rührend naiver Glaube, dass die „Bild“-Zeitung, weil sie diese Riesenreichweite hat, einen Kulturwechsel auslösen könnte, der die Menschen mit einem Mal sagen lässt: Ja, ach so, Journalismus stimmt, dafür sollten wir auch online zahlen; besser ist das, für uns, den Journalismus, die Demokratie, dann hol ich mir zum „Bild“-Digitalabo jetzt auch das „Freitag“-Digitalabo. Jedes Medium wird eigene Modelle finden müssen, sich in der digitalen Welt zu finanzieren, eigene Argumente und Angebote, wenn es seine Leser überzeugen will, dafür zu zahlen.

online ist davon noch nichts zu sehen, auf papier ist es aber soweit ich weiss an jeder hausecke zu bekommen. seit montag auch online.