links vom 21.09.2014

felix schwenzel,    

netflix

felix schwenzel,    

letztes wochenende klagte die beifahrerin über „ein kratzen im hals“. ich lach da immer drüber, wenn sie sagt, sie fürchte, sie würde krank, weil sie normalerweise 24 stunden später schon gar nicht mehr weiss, dass sie „ein kratzen im hals“ hatte und über irgendein anderes weh klagt. leider hat dieses kratzen im hals oft eine verheerende wirkung auf mich. ein paar tage später kratzt es nämlich bei mir im hals, wovon ich allerdings niemanden etwas sage, in der erwartung, dass es weggeht, wenn ich zwei oder drei stündchen länger schlafe (also früher ins bett gehe) und auf alkohol verzichte (bis, vielleicht, auf ein kleines bier). wenn dann allerdings ein paar tage später meine nase ihre fluttore öffnet und das fieber meine konzentration noch mehr stört als es der alltag ohnehin tut, muss ich dann leider gegenüber der beifahrerin zugeben, dass ich „ein bisschen krank“ sei. das merkt sie dann auch daran dass ich mich weigere schwere körperliche arbeiten für sie zu erledigen oder über längere zeiträume im bett liege und noch weniger rede als sonst.

kurz gesagt: ich war ein paar tage krank. und zufällig ist vor ein paar tagen auch netflix offiziell in deutschland gestartet, so dass ich mein altes account, das ich mir mit der adresse eines freundes in den USA vor einer weile mal angelegt habe, wieder reaktiviert habe. das alte netflix-account hab ich mir bei netflix geholt, als die noch DVDs verschickt haben. das war also wirklich lange her. netflix scheint sich aber ein paar meiner präferenzen gemerkt zu haben.

leichtes fieber ist ganz hilfreich um einige amerikanische fernsehserien auszuhalten. dachte ich. für mehr als 5 folgen der serie arrow hat es dann aber nicht gereicht. die serie wurde mir dann doch zu stereotyp, albern und vorhersehbar. anwältinnen die untereinander über nichts anderes als knackige kerle, süsse typen, „get over him“ oder „wir sollten heute abend mal richtig tanzen gehen“ reden, hauen mich einfach nicht vom hocker.

was ich aber positiv anmerken muss, ist wie schmerzfrei, und im wahrsten sinne unterbrechungsfrei, netflix funktioniert. wenn ich auf dem apple tv eine folge ansehe und pausiere, kann ich sie in der küche auf dem macbook im browser weitersehen. der player selbst und die streams laden schnell, der prozessor tickt nicht aus und auch wenn die bedienoberfläche nicht auf allen plattformen gleich aussieht, lässt sich sogar die spulfunktion besten bedienen. so pauschal wie caspar clemens mierau das formuliert („Videostreaming ist kaputt“) würde ich das nach den letzten tagen nicht sagen. zwar ist das angebot im deutschen netflix noch überschaubar, aber ich kann nicht klagen. es gibt einiges was ich mir in meine liste gestellt habe.

möglicherweise fang ich demnächst mal (beim nächsten tödlichen männerschnupfen?) mit den laufenden toten an, der pilot von penny dreadful war so la la, aber vielleicht gibt das ja noch was, und relativ begeistert bin ich von firefly. über den auf der serie basierenden film serenity bin ich schon vor einer weile im US-itunes-store gestolpert (und fand den ganz famos) und der pilot der serie (von 2002) war sehr ok. natürlich ist ein raumschiff in dem teilweise räume mit holzschiebetüren mit glasfüllungen abgetrennt sind, in dem lampen von ikea an die wände montiert sind und in dem es offenbar luftsteuerknüppel gibt, total unrealistisch, mit leichtem fieber macht es aber trotzdem lust die serie zu gucken.

firefly airfly — steuern ohne steuerknüppel

noch ein letztes wort zu netflix: ich mag es wirklich sehr, dass die serien dort alle mit untertiteln und originalton vorgehalten werden. das ist zwar bei einigen serien auch bei amazon instant video der fall, aber wenn man dort einen film gefunden hat, lässt der sich nicht einfach umschalten. man muss extra nach der OV-version suchen. optionale untertitel sind bei amazon nicht überall vorhanden, der player im browser lädt ewig, die navigation von staffel zu staffel und episode zu episode und wenn man falsch klickt, kauft man die serie anstatt sie sich im rahmen seines prime-accounts kostenlos anzusehen — alles bei amazon instant video ist ein usability-alptraum. bei netflix nicht. das ist so einfach, dass ich kurz davor bin, das meinen eltern zu empfehlen.

ich kann nur empfehlen sich das mal einen monat kostenlos anzusehen. das konto nach dem probemonat zu deaktivieren ist bei netflix auch unproblematisch. mein konto ruhte jetzt ja ein paar jahre und bis auf sporadische emails, in denen netflix mich zurückhaltend fragte ob ich nicht vielleicht doch zurückkommen wolle, nervte und kostete netflix in der zeit auch nichts.

(redaktion: @doppelhorn und @moepern)

* * *

[nachtrag 21.09.2014]
ein netflix-abo für ein paar monate lohnt sich im übrigen alleine schon um die erste staffel von fargo (danke für die errinnerung an @pramesan) und beide staffeln house of cards (danke für die erinnerung an gerald angerer) zu sehen. mich hat es nicht gepackt, dafür aber die beifahrerin, die ist sehr angetan von orange is the new black. ich kann mir das zwar nicht vorstellen, aber falls es leute gibt die breaking bad noch nicht gesehen haben, alle 5 staffeln sind auf netflix.

links vom 18.09.2014

felix schwenzel,    

links vom 17.09.2014

felix schwenzel,    

links vom 16.09.2014

felix schwenzel,    

links und zwei videos vom 15.09.2014

felix schwenzel,    

waldmenschen, kiwis, irgendwas mit zensur, porno und ohne musik

felix schwenzel,    

serviceoase deutschland

felix schwenzel,    

2009 habe ich im hauptbahnhof berlin meine damalige bahncard 100 am DB-rent schalter für das DB-carsharing freischalten lassen. schalter ist natürlich nicht ganz richtig, in der reihe der autovermieter im ersten untergeschoss des hauptbahnhofs war neben europcar, sixt und herz eben auch ein DB-rent-laden.

meine letzte bahncard 100 (von 2012), benutze ich bis heute zum aufschliessen von flinkstern (so heisst DB-rent seit ner weile). ausser wenn es wärmer als 25 grad ist (oder die sonne direkt auf einen flinkster scheint), dann können die lesegeräte meine karte nicht erkennen. die flinkster-hotline, die mittlerweile lobenswerterweise auch über eine kostenlose rufnummer erreichbar ist, schlug vor, dass ich mir eine neue karte holen sollte. das gehe an allen grösseren bahnhöfen, ganz einfach.

heute früh mal kurz zum hauptbahnhof, da gibt’s doch bestimmt noch diesen DB-rent-laden dachte ich so. pustekuchen.

erloschener DB-rent-laden

da wo früher ein DB-rent-laden war, blickte ich jetzt in eine dunkle glasfront. also hoch ins kundenzentrum. dort gibt’s mittlerweile nen nummern-wartesystem und einen concierge. auch sehr lobenswert. der concierge sagte mir, flinkster mache der servicepoint. also runter zum servicepoint. die 10 personen-schlange arbeitete sich sehr flott ab, die meisten vor mir hatten offenbar nur kurze, bzw. schnell beantwortbare fragen. als ich dran war sagte ich, dass ich gerne ne neue zugangskarte für flinkster hätte, meine alte würde nicht mehr funktionieren. „hm, ne zusatzkarte?“ — „nee, zugangskarte“ — „ach so, ne kundenkarte.“ — „genau, die bahncard funktioniert nicht zuverlässig.“

bei der korrekten bezeichnung hörte das flinkster know-how der servicepoint-mitarbeiterin aber auch schon auf. da sie nicht wusste wie man eine neue karte ausstellt, griff sie zum telefon und rief bei flinkster an. da ging aber auch nach 15 minuten niemand ran. ob sich die karten per post verschicken lassen würden wusste sie auch nicht, ihr täte das alles sehr leid, ob ich nochmal ein anderesmal vorbeikommen könne. klar sagte ich und rief selbst bei der flinkster-hotline an.

nach ungefähr 2 minuten wartezeit hatte ich einen mitarbeiter an der hand, den ich fragte, was ich denn machen müsse um an eine neue kundenkarte zu kommen. das ginge an allen bahnhöfen, in jedem kundenzentrum. nee, der mitarbeiter im kundenzentrum habe mich zum servepoint geschickt und die wussten nicht wie das geht: „nee, echt?“ wunderte sich der hotliner. das wäre ganz einfach, „die müssen sie einfach nur einmal einloggen und dann die neue karte ausgeben“. ob er das auch mal der kollegin erklären könne. klar könne er das. das ging dann in der tat ganz schnell, aber ich habe mich dann den rest des tages gewundert:

die bahn ist ja ein ziemlich grosses unternehmen dass zu einem sehr grossen teil dienstleistungen anbietet. dort nennt man das glaube ich mobilitäts-dienstleistungen. diese dienstleistungen sind meisten recht komplex und serviceintensiv und benötigen dementsprechend viel und gut geschultes personal. ich frage mich, ob die bahn wirklich glaubt diese dienstleistungen könne man komplett virtualisieren, in apps, webseiten, automaten oder in telefonzentralen. flinkster leistet sich ein einziges „stadtbüro“ in berlin (in der schönhauser allee), in das man gehen kann, um kunde zu werden oder bei problemen geholfen zu bekommen — der rest der firmenrepräsentanz findet an bahnhofsinformationsschaltern statt, die weder ein flinkster- noch ein DB-rent-logo tragen? und dann vergisst man die kollegen an diesen informationsschaltern ordentlich zu schulen?

das macht auf mich alles einen sehr stiefmütterlichen eindruck. statt die mobilitätsdienstleistungen der bahn (die ich wirklich gerne nutze) offensiv zu vermarkten, lässt man den laden so dahinplätschern und wartet bis sich jemand für einen interessiert und fragt. ich glaube da sollte mal jemand das top-management aufwecken. dieses carsharing soll doch ein zukunftsmarkt sein.

* * *

vor ner weile habe ich aus irgendeinem grund zugestimmt, dass o₂ mir einen newsletter schickt. weil in diesen newslettern wirklich nur quatsch steht, habe ich letzte woche den abbestellen-link unter dem newsletter geklickt. am nächsten morgen bestätigte mir o₂, dass man meinen „Wunsch, keine E-Mails mit Angeboten von uns […] zu erhalten“ ab sofort respektieren würde. sechsmal schickte o₂ mir diese respektsbekundung. ok. kann ich mit leben. nach drei tagen meldete sich o₂ erneut bei mir, diesmal mit 12 separaten emails:

Sehr geehrter Herr Schwenzel,

Ihren Wunsch, keine E-Mails mit Angeboten von uns mehr zu erhalten, werden wir ab sofort respektieren.

Gerne möchten wir Sie jedoch noch darauf hinweisen, dass Sie aufgrund Ihrer Entscheidung nicht mehr an unserem Vorteilsprogramm o2 More teilnehmen können.

Allerdings: Ihren Zugang zu o2 More können Sie jederzeit mit wenigen Klicks erneut aktivieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr o2 More Team

ich habe das dann mal auf twitter erwähnt und erfahren, dass ich wohl nicht der einzige bin, den o₂ mit seinen multiplen respektsbekundungen segnet. auch @o2de meldete sich kurz zu wort:

meine emailadresse hat das twitter-team von o₂ jetzt, aber benutzt hat sie dort noch niemand. aber immerhin, einen tag später hörte ich erneut von o₂ — eine mail mit dem betreff „Exklusiver 15 € Coupon für Modeliebhaber“.

o2 bekundet respekt vor meinen wünschen

auch in dieser email befand sich ein funktionierender abmeldelink, dessen betätigung zwei tage später zu zwei weiteren emails mit dem bekannten inhalt führte:

Sehr geehrter Herr Schwenzel,

Ihren Wunsch, keine E-Mails mit Angeboten von uns mehr zu erhalten, werden wir ab sofort respektieren.

per sms wurde mir das klicken der abmeldelinks übrigens auch mehrfach von o₂ quittiert:

Lieber o2 Kunde, die Kontaktdaten für Ihren Vertrag wurden soeben geändert. Weitere Informationen und Kontoeinstellungen finden Sie auf der o2 Homepage und in der Mein o2 App. Ihr o2 Team

grundsätzlich finde ich es ja sehr schön, dass o₂ so kommunikationsfreudig ist. ich würde mir nur wünschen, dass man bei der änderung meines o₂-DSL-vertrags auch so redselig wäre. obwohl (keine ironie) ich kann mich nicht beklagen; ich bin tatsächlich auf eine email hin, die ich an den kundenservice schickte um mich zu erkundigen wie die DSL umschaltung vorangeht, von o₂ angerufen worden! von einer echten mitarbeiterin, die mich erfrischend offen wissen liess, dass die verzögerungen bei der umschaltung nicht an mir oder der telekom lägen, sondern dass sich bei ihnen, bei o₂ „ein kleiner stau“ gebildet hätte.

ich bin gespannt auf weitere gelegenheiten mich von o2-angeboten abmelden zu können.

was günter hack, latoya ferguson, benjamin clymer und sascha lobo sagen

felix schwenzel,    

ein kalligraph, ray rice, das „biest“, erfolg, der untergang des universums und irgendwas mit apple

felix schwenzel,