links vom 04.08.2014

felix schwenzel,    

allesfahrer [mit werbung]

felix schwenzel,    

seit ich mein letztes auto während meines studiums in stuttgart verschenkt habe, bin ich froh kein auto zu besitzen. bevor ich es verschenkt habe, bin ich die knapp 2000 meter von meiner wohnung zum uni-gebäude oft mit dem auto gefahren (weil es ging). das führte oft zu stundenlangen parkplatzsuchen und nicht wenigen strafzetteln. nachdem ich einmal ungefähr 34 stunden an der uni verbracht hatte, konnte ich morgens mein auto nicht mehr dort finden, wo ich dachte es abgestellt zu haben. da ich mich von der durchgemachten nacht im arbeitraum nicht mehr für besonders zurechnungsfähig hielt, lief ich nach hause und nahm mir vor den parkplatz am nächsten tag oder abend zu suchen. als ich das auto auch nach 2 tagen nicht finden konnte, war ich mir relativ sicher, dass es wohl geklaut wurde. obwohl ich das eigentlich gar nicht glauben konnte — wer klaut einen alten golf II diesel?

ich meldete das auto bei der polizei als gestohlen und ein paar tage oder wochen später meldete die sich tatsächlich wieder. das auto wurde an einer autobahn-raststätte gefunden, vollgetankt und vom müll im innenraum befreit. auch die antenne wurde repariert. leider hatten die deppen die mir das auto geklaut haben den diesel-golf mit benzin vollgetankt. ich liess den tank leerpumpen, füllte diesel nach und fuhr wieder nachhause. zuhause wurde mir klar: in einer stadt brauche ich kein auto.

seitdem bin ich dankbarer nutzer des öffentlichen nahverkehrs, der bahn und diverser mietauto-anbieter.

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seit ich bis vor ein paar jahren regelmässig mit der bahn zwischen hamburg und berlin pendelte und dafür eine bahncard 100 nutzte, bin ich auch nutzer von flinkster, dem car-sharing dienst der bahn. das ist praktisch, wenn wir mal grössere besorgungen machen müssen oder mittel-spontan zu ikea müssen. leider sind gerade die flinkster-autos zu ikea-stosszeiten schwer zu bekommen, ausserdem sind sie stationär: man holt sie an zentralen parkplätzen ab und stellt sie dort auch wieder ab.

da die bahn, bzw. flinkster auch den multicity-dienst von citroën verwaltet, habe ich seit dem start des dienstes auch zugriff zu den multicity-autos. die kann man in der stadt verteilt finden und im prinzip auch überall abstellen — ausser im wedding. das ist natürlich doof, wenn man im wedding wohnt, aber oft stelle ich die kisten trotzdem im wedding ab und sehe auch, dass sie dort meistens nicht lange stehen bleiben, weil sie meist sofort wieder weggeliehen werden.

vor ein paar wochen, wir wollten mit einem picknickkorb zu einem gartenfest am anderen ende der stadt fahren, versagte meine flinkster-identifikationskarte. zwei multicity-wagen liessen sich nicht öffnen. keine ahnung warum, meine karte war weder gesperrt noch kaputt, die wagen zeigten keine fehlfunktion und erschienen in der app als unreserviert. jedenfalls hatte ich die schnauze voll davon, nur mitglied bei einem dieser carsharing-anbieter zu sein und beschloss mich auch bei anderen diensten anzumelden. schliesslich gibts in berlin ja viele andere solche anbieter, teilweise mit noch bescheuerteren namen als flinkster: drive-now, car2go oder citee.

den ausschlag mich auch noch andereswo anzumelden hat dann eine app gegeben, die noch kein flinkster unterstützt, sondern bis jetzt nur drive-now und car2go: allryder.

als don dahlmann auf facebook verkündete, jetzt pressesprecher von allryder zu sein, habe ich mir die app, von der ich vorher noch nie gehört hatte, runtergeladen. (so einfach ist das, liebe startups, einfach einen blogger als pressesprecher einstellen und schon gibts aufmerksamkeit und neugier.)

allryder hat den anspruch eine app zu sein, die alle anderen beherrscht. ich mag trotz der blöden werbesprüche die einfachheit der bedienung: man gibt einen startpunkt an (in der regel den momentanen standort) und ein ziel an und bekommt als antwort eine übersicht mit möglichkeiten zum ziel zu gelangen (wohlgemerkt, nach drei klicks).

allryder

in den ersten spalten stehen die öffentlichen verkehrsmittel mit umsteigemöglichkeiten, fahrtzeit und fahrtkosten. dass die app die laufzeit zum nächsten bahnhof oder zur bushaltestelle berechnet ist nicht ungewöhnlich. ungewöhnlich fand ich aber die übersichtliche darstellung und idiotensichere bedienung. ein klick auf den fussweg zeigt eine karte, metainformationen wie der bahnsteig — falls das nötig sein sollte — werden mitangezeigt. weiter rechts werden die kosten und die dauer einer taxifahrt angezeigt und falls mietautos in der nähe sind, wird der fussweg, die fahrtzeit, die kosten und die (geschätzte) parkzeit für den mietwagen mitangezeigt.

was ich gut finde ist, dass jede fahroption die wichtigsten metadaten und zusatzinfos mitanzeigt. ein klick auf die taxifahrt bietet neben der vermutlichen fahrtroute die rufnummern und telefonsymbole der wichtigsten taxizentralen (allerdings keinen mytaxi-link). ein klick auf eine carsharing-fahroption zeigt neben den wichtigen geographischen informationen auch einen link in die jeweilige app des car-sharing-anbieters. die karte in der allryder-app bietet bei den car-sharing fahroptionen an, die routenführung mit einem klick an apples karten programm oder google maps zu übergeben. das kommt einem, wenn man auf der strasse steht alles sehr gut durchdacht vor.

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meine „fahren“ apps

wegen der wirklich einfachen bedienung hat sich allryder gleich einen platz ganz oben in meiner fahren-app-liste erobert. davor steht allerdings immer noch die grandiose, meistens auch nur zwei klicks erfordernde, abfahrt-app, die aber lediglich die abfahrtzeiten von bussen und bahnen anzeigt.

auch wenn bei allryder derzeit noch flinkster, call a bike und multicity fehlen, nutze ich die app bereits erstaunlich oft, vor allem da sie sich schneller anfühlt und einfacher zu bedienen ist, als die nativen apps der einzelnen anbieter.

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weil ich mich ja nach dem erlebnis des verschlossen gebliebenen multicity fahrzeugs noch bei einem anderen anbieter anmelden wollte, habe ich mich vor ein paar wochen erstmal bei drive-now angemeldet. die online-anmeldung ist relativ einfach, reicht aber natürlich nicht aus, weil man online seinen führerschein und personalausweis nicht so ohne weiteres vorzeigen kann. nach der anmeldung und diversen mails in denen man bestätigungslinks klicken muss, darf man sich dann in einer sixt-filiale die drive-now-mitgliedskarte holen.

was ich bei drive-now im gegenteil zur flinkster-flotte mag: man wird vom auto namentlich begrüsst und fährt schlüssellos. bei flinkster und multicity klappt das mit den schlüsseln im handschuhfach zwar auch problemlos, aber ohne schlüssel fühlt sich autofahren eindeutig besser an. allerdings muss man bei drive-now vor dem fahren noch eine lange liste mit fragen beantworten. ob das auto sauber ist oder beschädigungen aufweist, ob man sich abends auch immer die zähne putzt oder zahnseide benutzt und ob man vielleicht ein paar sonderangebote oder bonus-pakete von drive-now kaufen möchte. so gesehen müsste drive-now eigentlich drive-later heissen, aber das geht schon in ordnung.

ein echtes problem ist erstaunlicherweise die online-anbindung der autos. jede buchung und jedes öffnen und schliessen des autos wird übers internet abgewickelt. ausgerechnet bei meiner ersten fahrt, nachdem ich das auto mitten in berlin parkte, sah sich das auto nicht in der lage sich ins internet einzuwählen und mich vom auto abzumelden. ich persönlich kenne das ja als o2-kunde, aber so ein auto das völlig abhängig vom internet ist und mitten in berlin nicht reinkommt, das ist schon traurig.

die hotline und die presseabteilung von drive-now wollte mir nicht verraten, wer für das löchrige internet der BMW-flotte zuständig ist. immerhin war das system so freundlich, mir nach 3 stunden eine SMS zu schicken, in der ich gefragt wurde, ob das normal sei, dass ich jetzt schon seit drei stunden mit dem auto rumkurven würde. es war mir zwar gelungen das auto zweieinhalb stunden vorher davon zu überzeugen meine abmeldung auch offline anzunehmen und sich zu verschliessen, aber die zentrale wusste das nicht und liess die stoppuhr weiterlaufen.

immerhin habe ich seit der ersten fahrt keine probleme mehr mit den BMW leihautos gehabt, im gegenteil. es zeigt sich aber, dass es nichts schadet, bei mehr als einem anbieter eine kundenkarte zu haben, zumal die verfügbarkeit der autos in berlin auch nicht total optimal ist. mal ist meilenweit kein BMW zu bekommen, mal kein multicity-citroën. demnächst melde ich mich auch noch bei car2go an, zumal die smarts eher lücken zum parken finden.

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die preise von drive-now, multicity und car2go sind übrigens nicht besonders günstig. für eine halbe stunde fahrtzeit zahlt man 8 bis 9 euro. für längere mietzeiten ist ein flinkster meistens um einiges günstiger. für grössere autos ist dann wiederum robben und wientjes das günstigste. aber für kurze strecken oder wenn man keine lust hat 20 oder 30 minuten auf den nächsten verspäteten bus zu warten, sind die kurzmietdinger schon sehr praktisch.

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alle links zu drive-now (zum beispiel dieser link) sind affiliate-, also werbelinks, die mir möglicherweise prämien oder pekuniäre vorteile verschaffen, den menschen die sich über meine werbelinks anmelden aber keine nachteile entstehen lassen. wenn ich das richtig verstanden habe, ist die anmeldung bei drive-now über meinen werbelink sogar ein bisschen günstiger als bei einer regulären anmeldung (€19 statt €29 anmeldegebühr). mit keiner anderen der hier erwähnten firmen bin ich geschäftlich verbunden. vor allem scheint, ausser drive-now, kein anderer carsharing-anbieter ein affiliate-werbeprogramm aufgelegt zu haben. ich kenne zwar den pressesprecher von allryder, don dahlmann, seit ewigkeiten, habe aber seitdem er pressesprecher bei allryder ist, nicht mehr mit ihm gesprochen (leider).

links vom 09.07.2014

felix schwenzel,    

links vom 08.07.2014 (aktualisiert)

felix schwenzel,    

ofengemüse mit kapernvinaigrette nach ottolenghi

felix schwenzel,    

am sonntag ofengemüse mit kapernvinaigrette nach dieser vorlage gemacht.

2 möhren, 6 kleine kartoffeln, 1 rote paprika, 3 kleine zwiebeln hab ich geachtelt oder einfach so kleingeschnitten und mit rosmarin, olivenöl und ein bisschen thymian für 40 minuten in den ziemlich heissen ofen gestellt (und einmal umgerührt). diese menge reicht für zwei personen.

die kapernvinaigrette hab ich aus einem halben glas kleinhackter kapern, ungefähr 50 gramm zitronensaft, 2 esslöffeln senf, 2 esslöffeln honig und 50 gramm olivenöl gemacht. salz und pfeffer habe ich aus ganzen pfefferkörnern und 6 fingerspitzen natriumchlorid feingemörsert.

zum servieren hab ich ein paar geviertelte kirschtomaten und ganze kapern auf dem gemüse verteilt.

ofengemüse mit kapernvinaigrette nach ottolenghi

sieht nicht irre lecker aus, war aber sehr, sehr schmackhaft und wie fast alles von ottolenghi, sehr befriedigend.

links vom 07.07.2014

felix schwenzel,