rafael seligmanns kampf

felix schwenzel,    

hitler biograph, taz und bild autor rafael seligmann

eben im tagesspiegel gelesen, dass das plädoyer gestern in der bild für die lektüre von hitlers „mein kampf“ auch in der taz erschien. etwas differenzierter geschrieben, so dass der tagesspiegel meint die beiden texte wäre optimale stilkunde für „junge journalisten“: bild: Warum jeder Hitlers Buch „Mein Kampf“ lesen sollte, taz: Gebt den Kampf frei!

wiwo: irre inovativ

felix schwenzel,    

die werbung für ePaper nimmt skurile formen an. in einer anzeige im tagesspiegel wirbt die wirtschaftswoche mit dem spruch:

deutschlands erstes interaktives wirtschaftsmagazin

wow:

jetzt können sie die wirtschaftswoche immer und überall lesen, wo sie zugang zum internet haben

das ist ja was ganz neues! eine richtige online-zeitschrift!

mit eMAGAZIN blättern sie wie im heft, können artikel ausschneiden, ablegen und auf die letzten vier ausgaben zugreifen

naja. sie können so tun als ob sie ausschneiden. cut & paste, emailversand per url, all das wurde wegen des innovativen charakters von eMAGAZIN ein wenig erschwert.

besonders spannend: hinter den seiten von eMAGAZIN eröffnet sich eine ganze neue welt neuer möglichkeiten: [...] beiträge, grafiken und anzeigen werden lebendig. [...] sie erhalten die möglichkeit, jederzeit eine verbindung von der anzeige zum internet-angebot der unternehmen herzustellen.

WOW!!! anzeigen zum klicken. sofort patentieren lassen! diese neue möglichkeit ist der oberhammer!

bild grösser...

ich liebe essen - abba nicht alles

felix schwenzel,    

nach bester gurkensuppe und kartoffelgratin gestern bei julius (muffe nennt ihn ab&zu „julchen“) hatte ich heute wieder lust auf trash. ich gab meiner alten bigmac-sucht nach und ging zu mcdonalds. als ich meinen bigmac, wie gewohnt, wie zwei burger ass (erst die obere hälfte, dann die untere), kam eine bedienung vorbei und fragte mich ob ich einen nachtisch haben wolle. das hatte ich zuletzt beim mcdonalds an der new-yorker wallstreet erlebt. dort sass auch ein pianospieler am flügel und klimmperte.

der nachtisch war dieses „fruit and yogurt“ zeug, was man zur zeit überall in der mcd-werbung sieht, die suggerieren soll das essen sei wahnsinnig gesund. leider schmeckten die erdbeeren in der völlig übersüssten vanille/jogurt-plörre wie dosenerdbeeren. was sie ja auch sind, wie zwei stunden bei 120° in zuckerwasser verkocht. die heidelbeeren waren erträglich, aber auch fiesweich. schmeckte alles zusammen, wie geschmolzene jogurette mit gammeligen fallobststückchen.

ich lasse ja nix verkommen, aber das konnte ich nicht essen.

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KDVR

felix schwenzel,    

kim il sung

das es sowas noch gibt (warum lieben kommunisten abk. eigentl. so?):

Die drei in Deutschland bestehenden Gruppen des "Freundeskreises der Juche-Ideologie in der Kommunistischen Partei Deutschlands" möchten mit dieser Homepage das sozialistische Land im Osten Asiens vorstellen. Unser Ziel ist es, dazu beizutragen, die Wahrheit über die Koreanische Demokratische Volksrepublik zu verbreiten, um die Lügenpropaganda der kapitalistischen Medien zu durchbrechen

[via grossbloggbaumeister]

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sonntag

felix schwenzel,    

ganz schön anstrengend so ein sonntag. erst ausschlafen, bei der sendung mit der maus überfordert wieder einschlafen, in der dvdhek nix für den abend finden, galore in der starsseenbahn lesen, bei kaffeemamas erst den tagesspiegel lesen, dann die ausliegende frankfurter allgemeine sonntagszeitung. in der u-bahn das anstrengenste: das bvg kundenmagazin plus_04.

in plus_04 steht zum beispiel etwas über in bussen aufsicht-führende schüler („ehrenamtliche ordnungshüter“). da heisst es dann:

„klar gab's am anfang mal eine dumme bemerkung“, sagt die aufgeweckte 19-jährige, „aber das hat sich schnell gegeben.“

offen bleibt bei solcher schreibe von wem die dumme bemerkung war; war es ihre eigene? die eines mitschülers? die des busfahrers? hat sie gelernt sich weniger dumm auszudrücken? und wie soll man sich mit einer 19-jährigen unterhalten wenn sie nicht aufgeweckt wurde und noch schläft? ich wage zu behaupten, alle 19-jährigen mit denen man ein gespräch führt sind aufgeweckt oder von selber aufgewacht.

egal. erbaulicher war die lektüre des tagesspiegel. dieser englische koch interessiert mich eigentlich nicht, aber ich erfuhr, dass er irre populär und erfolgreich und chili-süchtig ist. max raabe fan bin ich auch nicht, aber dass er in new york erfolgreich ist freut mich. dass man am amazonas piranhas fischt und krokodile streichelt, weiss ich allerdings schon von meiner schwester.

interessanter schon die FAS, u.a. ein interview mit haruki murakami, leider noch nicht online. sein geheimnis verrät die FAS auch nicht online, nur gedruckt. ausserdem singt schreibt claudius seidl eine ode voller lob auf quentin tarantino und kill bill. ausserdem erklärt die FAS warum apple-rechner einem pc überlegen sind und wie macs CDs auswerfen.

die FAS-links funktionieren auch heute nicht, bis auf die kill-bill-ode. anstrengend so ein sonntag.