hetzkampagne

felix schwenzel,    

gegen die wand

die ZEIT über fatih akins „sieg über die deutschen leitkultur“ und die schmierigen reflexe der bild:

Wer hätte gedacht, dass die Bild-Zeitung den Berlinale-Gewinn reflexhaft zu einer Hetzkampagne gegen Sibel Kekilli, die Hauptdarstellerin von Gegen die Wand, nutzen würde? Von der „rassigen deutschen Film-Diva“ war die Rede, die „in Wahrheit Porno-Star“ sei. Nicht die angebliche Aufdeckung ist der Skandal, sondern der schmierige Gestus, mit dem man eine Schauspielerin diffamiert, um ihren Regisseur nicht weniger schmierig als vorübergehenden Erfolgsdeutschen zu adoptieren, der „wehendes, drahtiges Schwarzhaar und eine wunderbare olivenfarbene Haut“ besitzt und dennoch „hamburgisch wie Hans Albers“ spricht. „Sie machen uns Deutsche und Türken zu einem Land“, wendet sich die Zeitung an Fatih Akin.

interessant auch, dass die bild den ersten „enthüllungsartikel“, inklusiven den pornobildchen mit denen man die schmierige posse illustriert hatte, vom netz genommen hat. muffensausen? überdosis schleimlösende medikamente? richtungswechsel?

hit explosion

felix schwenzel,    

unterstützen sie bild!

erstaunlich was passiert wenn man den namen „sibel kekilli“ auf einer von google relativ schnell indizierten seite stehen hat. jeder zweite besucher auf wirres.net sucht nach (hardcore) bildern von sibel kekilli. besonders kluge suchanfragen wie „wie heissen porno mit sibel kekilli“ landen auch bei mir. irre.

wie kann den suchenden geholfen werden? einfach eine formlose mail an [email protected] - die freundlichen redakteure helfen sicher gerne weiter (wenn sie gerade beide hände frei haben). die wissen auch wie die filme alle heissen und welche sexualpraktiken frau kekilli bevorzugt. die haben das ja schliesslich nicht umsonst hartcore recherchiert...

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hey dieckmann

felix schwenzel,    

bild redakteur bei der arbeit (pornos sichten)

vorsicht bild-redakteure; da will euch jemand „umboxen“. zu recht.

regisseur fatih akin im tagesspiegel über türken und deutsche, frauen und männer, tradition und bigotterie:

Und „Bild“, mein Gott: Einerseits fragen die: „Warum drehte die zarte Diva so harte Pornos?“, andererseits gibt es zeitgleich online die Rubrik „Schauspielerin Sibel in einem ihrer Pornos - Klicken Sie hier“. Das ist so bigott und ekelhaft, dafür sollte man sie umboxen.