qualitätsjournalismus is dead

felix schwenzel, in wirres.net    

ralf fasst schön den qualitätsjournalistenschrott der letzten tage zusammen:

Lasst uns also stolz sein auf unsere gut ausgebildete, professionelle und kenntnisreiche Journaille. Wenn man bedenkt, dass es sich bei den drei Artikeln um DW, die Süddeutsche und den WDR handelt (nicht um Unterschichtenfernsehen oder Bild), lässt sich das ganze Elend hinter den Zeitungs- und Webseiten, Fernsehbildern und Radiotönen erahnen. Im Grunde hat der professionelle Journalismus Konkurrenz von bloggenden Amateuren bitter nötig!

wortspiele beim wettermann

felix schwenzel, in wirres.net    

ben wettervogel

der wettermann des 2df-morgenmagazins heisst „ben wettervogel“. das 2df schreibt, er sei gut zu hören und zu sehen und habe ausserdem schonmal im radio „gewettert“. kalaueralarm, sach ich mal, zudem ich finde, dass herr wettervogel nicht sonderlich gut zu hören ist: er redet sehr fest (also das gegenteil von flüssig).

hat jemand ne ahnung ob das ein künstlername ist, „wettervogel“?

p.s.: ben wettervogel: „internet ist für mich … nur geil“

autos

felix schwenzel, in wirres.net    

mein erstes auto war ein alter mitsubischi lancer. ein klasse auto, zwei jahre tüv, für 1000 mark damals. das auto roch im innenraum immer ein bisschen nach benzin, aber ich fahre sowieso gerne mit offenem fenster, auch im winter. ich mochte die karre. so sehr, dass ich hinten einen „kenwood“-aufkleber anbrachte, allerdings die buchstaben etwas um arrangierte, so dass sie das wort „kondom“ bildeten. der lancer liess mich nie im stich und ich musste ihn noch nichteinmal kostenpflichtig verschrotten, da ich sie auch noch für 100 mark an „achmed“ verkaufen konnte, der mich ein paar monate bevor der tüv ablief an einer ampel ansprach: „wolle verkaufe?“ — „im moment nicht, aber in 3 monaten“. er gab mir seine nummer, seine adresse und ich ihm drei monate später mein auto.

mein nächstes auto kaufte ich von zwei bastlern bei fulda, ein brauner opel kadett-kombi. auf meinem weg zurück nach aachen löste sich bei giessen der deckel vom motorblock, die kolben frassen sich fest, öl spritze im motorraum durch die gegend und entzündete sich. auf dem parkplatz zu dem ich es noch schaffte konnte ich die flammen glücklicherweise ausblasen (!). ich liess die kiste abschleppen (adac sei dank) und von den bastlern reparieren. ich weiss nicht wie, aber die jungs brachten die kiste wieder zum laufen. trotzdem brachte mir der kadett kein glück. erst platzten nacheinander alle vier reifen, zum glück immer im geparkten zustand, dann fabrizierte ich einen unfall mit totalschaden und war froh die kiste loszusein. zwei andere autoeigner wurden ebenfalls ihre kisten los (haftplicht sei dank).

das vorerst letztes auto wurde ein golv golf II. weiss und diesel. er begleitete mich zu meinem studium nach stuttgart. ich brauchte in stuttgart zwar nicht wirklich ein auto, das merkte ich aber erst später. im zweiten semester wurden wir architekturstudenten mit aufgaben gequält die nur mit nachtschichten zu erledigen waren. so fuhr ich oft morgens mit dem auto zur uni und am nächsten morgen wieder nachhause, meist in leicht verwirrtem zustand. an einem morgen, nach einer durtchgearbeiteten nacht fand ich mein auto nicht dort wo ich meinte es abgestellt zu haben. ich schob das auf meinen desolaten geistigen zustand, ging nachhause, schlief ein paar stunden und ging wieder an die uni. nach zwei tagen fand ich das auto immer noch nicht. ein anruf bei der polizei klärte, dass es nicht abgeschleppt wurde und ich eine verlustanzeige nicht telefonisch, sondern nur auf dem revier aufgeben könnte. das tat ich dann und lief drei wochen zur uni und nach hause.

nach drei wochen meldete sich die polizei, mein golf sei gefunden worden, irgendwo bei freiburg an einer autobahnraststätte. erfreulich fand ich die grundreinigung die die diebe an meinem auto vorgenommen hatten. auch die antenne haben sie repariert. leider hatten sie aber offenbar eine frau dabei, die das auto, wie gesagt, einen golf diesel, mit benzin volltankte. das hatte zur folge, dass das auto nicht mehr fuhr. so hatte ich mein auto wieder, in den drei autolosen wochen hatte ich aber bemerkt, wie angenehm es in einer grossstadt ohne auto ist. ich schenkte es meiner schwester.

vergangenheitsbewältigung

felix schwenzel, , in wirres.net    

vergangenheitsbewältigung. ein grosses wort. ich glaube man sagt es oft im zusammenhang mit deutschland und deutscher geschichte. bundestagspräsidenten und bundespräsidentenkandidaten sind daran gescheitert, andere konnten sich damit weizsäckern profilieren. und jetzt kommt em.tv. sensationell, der tagesspiegel meldet: „EM.TV hat die vergangenheit bewältigt

nivea dose für 3 euro

felix schwenzel, , in wirres.net    

gestern haben frau frank und ich im cake eine dose nivea für 3 euro gekauft. der ältere herr der sie uns verkaufte, machte zwar nicht den eloquentesten eindruck, aber doch einen sehr sympathischen. ausserdem dachten wir uns, dass er den profit sicher besser verwendet als herr schlecker oder herr rossmann. er hatte auch andere tolle produkte, zum beispiel einen wecker mit beleuchtung. den knopf für die beleuchtung drückte er an jedem tisch zur kundenakquise und zur erlangung von aufmerksamkeit — zeitgleich zur weckerbeleuchtung leuchteten dann seine augen.

später kam dann noch andreas (mal wieder ein bloggertreffen) hinzu, mit dem zusammen ich der ebenfalls freundlichen bedienung noch ein paar bier jeweils für den preis einer nivea-dose abkaufte.

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