sowas...

felix schwenzel,    

sowas treibt mir — obwohl ich niemanden der beteiligten kenne — sofort tränen in die augen. keine ahnung ob das noch die nachwirkungen von neles tod vor einigen jahren sind. sie hat sich vor ungefähr 11 jahren auf die gleiche art wie heike (pluemer.antville) das leben genommen. ich glaube ich habe nur ein einziges mal in meinem ganzen leben geweint, das war zu neles beerdigung. alles andere waren feuchte augen, tränen in den augen.

ich bin eh etwas fragil zur zeit. gestern schossen mir beim ausversehenen lesen von ein, zwei todesanzeigen im sonntagstagesspiegel tränen in die augen. die geschichte von dem typen dem das arschloch unablässig ins gesicht getreten hat weil er „petri heil“ statt „sieg heil“ gesagt hat verfolgt mich in gedanken (wie es zuletzt der film sie7en tat). vom dran-denken bekomme ich schwellungen im gesicht.
kurz aus dem urlaub und schon überspannt.
was sich alles in einer woche anstaut an kommunikationswillen, mails und zu erledigenden kleinigkeiten. urlaub mach ich frühestens wieder in einem jahr, so ein stress, tagelange urlaubsvorbereitungen, tagelanges nacharbeiten danach.

[via don]

nele

felix schwenzel,    

nele und malou, 1992

komisch.
es wäre mir irre peinlich wenn jemand hinter mir stünde und das was hier, weiter unten, steht lesen würde. oder jemand bei mir auf dem schreibtisch nen ausdruck davon finden und lesen würde. es gehört in ein tagebuch mit mädchen-schlösschen dran. und trotzdem blogge ich diesen vor einigen monaten geschriebenen text, aus — wie ich finde — gegebenem anlass. peinlich. das ist ja wie im tagebuch hier...

weiter lesen... [aka „weiter unten“]

bloggen bei den demokraten

felix schwenzel,    

reuters:

-- Dave Winer on http://archive.scripting.com/dir:

"Well, the convention has started. It's boring beyond belief. It can only get better. Everyone on the floor is mulling around, chatting. Can't understand what the speakers are saying. It sounds like this: blah blah blah John Kerry blah blah Kerry Edwards blah blah values blah blah John Kerry blah blah blah. There's a din in the room. I had to go get a Dunkin Donuts iced coffee to stay away. Zzzzz. Blah blah K-E-R-R-Y blah blah Kerry Edwards and you. Thank you."

siehe auch hier, hier, hier und hier.

preisbloggen = sehr.wirres

felix schwenzel,    

das (sur)preisbloggen ist am ende („Die Zeit und Sie haben entschieden“). ich hab gerade heftig in die ecke gelacht.

die ergebnisse sind so, als ob heise.de nen designpreis, bully herbig den hanns-joachim-friedrichs-preis und scientology den „fair play“ preis des DFB bekommt; sehr wirr, egidius-braunig, trüb, komlett undurchsichtig.

p.s.: ich nominiere johannes b. kerner als mister universum.

petri heil

felix schwenzel,    

notiz an mich selbst: witzigkeit kann wehtun. sehr.

laut tagesspiegel wurde ein 27jähriger der auf „sieg heil“ rufe zweier arschlöcher mit „petri heil“ antwortete übel zugerichtet. furchtbare geschichte, besonders traurig finde ich aber das der arme kerl für so einen klasse witz so leiden muss.

ich kann mich an einen ähnlichen zwischenfall erinnern bei dem ich zum glück eine auto-seitenscheibe zwischen mir und dem humor-resistenten arschloch hatte. in stuttgart fuhr ich vor einigen jahren mit meinem kumpel peter am steuer durch die nacht. eine laue sommernacht. fenster offen. an einer strassenecke standen 4 oder 5 proleten rum und schrieen sich gegenseitig an. wie immer bei proleten, ohne ersichtlichen grund. ich nahm die brüllerei zum anlass meine fähigkeiten als stimmen-imitator zu üben und zugleich in der praxis anzuwenden; ich schrie wirres zeug aus dem seitenfenster, ohne worte, aber den tonfall und die intonation der proleten aufs beste imitierend.

damit zog ich die aufmerksamkeit der proleten auf mich. sie verstummten. ich drehte noch ein bisschen auf: „ALKAZBRA! BLAHRABURI! KAROTITHEK! ...“ rief ich im vorbeifahren. als die proleten aus meinem sichtfeld verschwanden (wir waren ja in einem fahrenden auto) lehnte ich mich zufrieden zurück. kumpel peter merkte kurz darauf an, dass er im rückspiegel sähe, dass 4 oder 5 proleten hinter dem auto herliefen. ich drehte mich um und konnte seine beobachtung bestätigen und nahm das zum anlass das seitenfenster heraufzuschrauben, einerseits als allgemeine sicherheitsvorkehrung, andererseits, weil wir uns einer roten ampel näherten.

an der roten ampel an der der sehr pflichtbewusste peter trotz der 4 bis 5 köpfigen heranziehenden gefahr ordnungsgemäss hielt, holten uns die proleten ein. ihr wortführer begann sogleich das seitenfenster hinter dem ich sass kung-fu-mässig mit dem fuss zu bearbeiten. ich kurbelte das fenster ein ganz kleines stück herunter um ihn freundlich zu fragen ob ich ihm helfen könne. er antwortete mit seiner erstaunlich kleinen faust die er durch den sehr kleinen fensterspalt in mein gesicht manövrierte. ganz dumm war er auch nicht, denn als ich das fenster wieder hochkurbelte hatte er seine faust auch schon wieder draussen, so dass ich sie nicht einklemmen konnte.

peter entschloss sich die rote ampel zu ignorieren und loszufahren, da der fäustling wieder begann das seitenfenster mit dem fuss zu bearbeiten. wir haben dann noch irgendwo ein bierchen getrunken.