versicherung am ei des statt

felix schwenzel, in wirres.net    

hiermit versichere ich am ei des statt, mich niemals für fussballl interessiert zu haben. ich habe niemals die „sportschau“ oder „ran“ gesehen oder geld erhalten um mir diese scheisse anzugucken. auch mit verlorenen oder gewonnenen spielen habe ich weder etwas zu tun, noch interessieren sie mich. ich habe mit der „wetten dass“-mafia keinerlei verbindungen, auch nicht über dritte.

versichert hiermit
felix schwenzel,
am 01.02.2005 in berlin am ei des statt

rückgabe focus

felix schwenzel, , in wirres.net    

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an:
focus magazin
abteilung rückgabe
arabellastr. 23
81925 münchen

sehr geehrte damen und herren,

ich habe gestern den focus gekauft. circa zum ersten mal in meinem leben. der grund war der weblog-artikel ab seite 110. ich sende ihnen die ausgabe die ich gestern gekauft habe anbei zurück. ich möchte das als symbolische rückgabe verstanden wissen:

1. möchte ich die informationen und „fakten“ die ich dem heft entnehmen konnte nicht behalten. ich möchte sie wieder vergessen (näheres dazu weiter unten unter dem stichwort redundante, selbstreflektive scheisse)
2. ist es mir wichtig mit dem (fehl)kauf des heftes gestern nicht als leser gezählt zu werden. also bitte ziehen sie einen leser von den leserzahlen der ausgabe nr. 5/2005 ab.

vermutlich interessiert sie meine meinung genauso wenig wie mich die meinungen, fäktchen und bildchen im fokus interessieren. da dies aber ein offener brief ist, werde ich versuchen ganz kurz zusammenfassen warum ich den focus unerträglich finde.

*stichwort redundante und selbstreflektive scheisse

ein grosser teil des focus dreht sich um den focus und seine chefredakteure. gleich im „tagebuch“ auf der ersten seite bläst ein gewisser helmut markwort mir heisse luft ins gesicht: „...zu unserem empfang in davos... bla... erkenntnis: eine frauen-frau ist sharon stone nicht.“

auf seite 127 geilen sie sich dann an ihrer reichweite und ihren leserzahlen auf und nerven ihre leser mit nutzlosen informationen wie zum beispiel, dass der focus 680000 leser weniger als TVmovie und 180000 leser mehr als der spiegel habe.

auf der seite 145 muss ich mir dann angeber- privatfotos von herrn markwort („zärtlich begrüsst hollywood-diva sharon stone focus-chefredakteur helmut markwort“) und profilneurotische selbstbeweihräucherung angucken: „hochkaräter aus wirtschaft, politik und show-business genossen den focus nightcap“.

witzig. wissen sie an was mich das erinnert? an weblogschreiber, die ja, wie sie auf seite 110 herausgefunden haben, „private geburtstagsvideos“ und „privatfotos zeigen“ und erklären, dass sie gerne einrad fahren oder so. nur dass ich in der blogossphäre für die selbstreflektiven, privaten selbstbeweihräucherungen und eitelkeitsmassnahmen nichts bezahlen muss und komischerweise trotz des privaten charakters der meisten weblogs mehr fakten als im focus finde.

*stichwort fäktchen und fehlillustrationen

nun gut. der focus besteht ja nicht nur aus redaktionseitelkeiten, ein paar seiten des focus werden ja mit fakten-platzhaltern gefüllt:

so erfahre ich auf seite 154, dass „der eiserne engel von kiew“ (julija timoschenko) vier handies habe, wovon oft zwei im einsatz seien. und dass sie eine „powerfrau“ mit einem „hyperaktiven“ hund ist. wie soll ich diesen artikel ernst nehmen wenn dann auch noch von fliegenden herzen auf der strasse die rede ist („handkuss für die diva“)?

auf seite 24 findet sich über dem roland koch-interview ein archiv-bild von herrn koch der sich laut pressemeldungen vom 08.01.2005 beim skifahren eine gesichtsverletzung zuzog und zum zeitpunkt des interviews ganz sicher nicht so aussah wie auf dem foto. dass das foto nicht aktuell ist erfahre ich bei ihnen nicht.

dass die seite 123 zwar im heft-layout gestaltet ist und obwohl sie über und über mit dem focus-logo gespickt ist eine anzeige ist schokoliert mich dann auch nicht mehr. aufgefallen ist es mir nur, weil die illustration mit dem dümmlich grinsenden stock-foto pärchen heraussticht.

selbst die einzige vorstellbare rettung des hefts, harald schmidt, liest sich im focus kreuz-öde (mein verdacht: helmut markwort ist ghostwriter für harald schmidt!?).

mit anderen worten, ich möchte nichts von alledem behalten und es ihnen hiermit zurückgeben.

vielen dank für ihre aufmerksamkeit.
felix schwenzel
lychenerstrasse 72
10437 berlin

p.s.: der artikel über christo und jean claude war super! den habe ich beinahe herausgerissen.

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siezen

felix schwenzel, in wirres.net    

ich glaube, ab jetzt werde ich sie, verehrte leser, etwas markwortiger ansprechen, sie öfter direkt ansprechen, siezen und immer an sie denken. als ersten schritt werde ich mir auf dem nachhause weg dieses entsetzliche käseblatt „focus“ kaufen und lesen. ich bin ja lernfähig, für sie.

ausserdem sollen geile blogger- und käptn-iglo-bilder drin sein, im focus. ich berichte ihnen morgen.

das bekloppte dings

felix schwenzel, in wirres.net    

erst wenn der letzte klingelton verkauft ist, jeder minderjährige sein abo-wucher-geld zurückbekommen hat und tilo bonow wieder wetterberichte spricht, werdet ihr merken, dass fernseh-werbung auch ohne jamba! scheisse ist.

sorry. nur noch einmal das leidige thema, ich habe eben bei map im linkdump diesen bbc-bericht über den „sprecher“ des bekloppten froschs gefunden. ich wollte da schon vor ein paar wochen was drüber schreiben, als ich über diesen eintrag im adland auf diesen bloggerhead artikel stiess. herr manic rekonstruiert darin die geschichte des bekloppten froschs, inklusive verweise auf die original filmchen die später von jamba/jamster gekauft wurden.

das einzige was mich wundert ist, dass jamba millionen mit einem sound/video verdient hat, der völlig legal und kostenlos im internet rumhängt — obwohl; eigentlich wundert mich nix mehr, ausser, dass ich noch keine blogalike zusendungen bekommen habe (und noch keinen guten geschrieben habe).

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worterklärungen

felix schwenzel, , in wirres.net    

speck ohne musch

aktuelll beim kompetenzteam: was ist eine speckmusch? wunderbarer erklärungsversuch von phaeake:

nach meinem Verständnis das „Ensemble weiblicher Geschlechtsteile“ (Max Goldt), wenn dieses mit reichlich Unterhautfettgewebe gesegnet ist.

und wo wir gerade dabei sind, werde ich nochmal den enzyklop (enzyklop.org) bemühen:

Speck|ta|kel, das: Fettbewerb, oft schmerrvoll u./od. speecklig

ausserdem werde ich meine schwester von nun an „schwerster“ nennen.

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porNO

felix schwenzel, , in wirres.net    

die letzte ausgabe der FHM hatte ja eine sensation parat: nacktbilder von jenna jameson, einem amerikanischen pornostar die bisher kaum nackt oder fickend gesehen wurde. witzisch fand ich die gestaltung des titelblatts:

PORNO? YES! - JENNA JAMESON - Hollywoods Erotik-Darling

für die nicht-femministen: PorNO ist eine 15 jahre alte kampagne von alice schwarzer und emma, die, glaube ich, pornografie bekämpfen sollte. keine ahnung, da das manifest der kampagne nicht im internetz steht. aber klasse, dass die kampagne jetzt vom arsch und titten blatt FHM weiterbetrieben wird.

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