the graham norton show s19e08

felix schwenzel, , in gesehen    

(mit jennifer lawrence, james mcavoy, jack whitehall, johnny depp, will.i.am)

jennifer lawrence erfüllt in dieser sendung alle erwartungen, die man an ihre talkshowauftritte haben kann: sie erzählt geschichten von peinlichen dingen die ihr passiert sind, wackelt albern herum, beschimpft donald trump und johnny depp, wenn er donald trump nachmacht (was er wirklich gut kann). johnny depp hat kürzlich einen kompletten spielfilm in ein paar tagen gedreht, in dem er trump spielt: auf youtube, guck ich mir sicher nicht and, das hier ist der trailer. eigentlich ist johnny depp allerdings für die promotion eines anderen films in die sendung gekommen, ich habe aber vergessen welchen.

in der sendung werden ein paar ziemlich witzige geschichten erzählt, die von jennifer lawrence und james mcavoy sind witzig, und johnny depp, der auch nüchtern immer ein bisschen angetrunken wirkt (und beim applaudieren sein weinglas mit dem arm unter der brust festklemmt), erzählte, wie er mal iggy pop traf, sich betrank, iggy pop beleidigte und sich anschliessend von iggy pop als: „you little turd“ beschimpfen liess. das sei, bis heute, der beste momnt seines lebens gewesen.

unschlagbar hingegegen die kacka-pipi-geschichte von jack whitehall in einem spanischen restaurant. ich fand die geschichte so witzig, dass ich sie gleich der beifahrerin und dem kind (jeweils getrennt) nacherzählte, um mich danach noch intensiver über die geschichte kaputt zu lachen, als bei jack whitehall.

ich überlege ernsthaft, ob ich die geschichte künftig einfach als selbst erlebt ausgeben sollte, so witzg finde ich die situation. die szene ist bei ca. minute 23 der youtube-kopie der sendung.

youtube-video
youtube

auch witzig, wie james mcavoy bemerkte, dass graham norton taschentücher direkt neben seinem computer stehen hat („weird, that you have a box of tissues right next to your computer!“)

ich kann die sendung (wie fast immer) aus vollem herzen empfehlen, zumal man sie auf youtube sehen kann und (eben) der beste kacka-pipi-witz jemals drin vorkommt. und natürlich: jennifer lawrence.

game of thrones s06e05 (the door)

felix schwenzel, , in gesehen    

bran stark und der baummensch HBO

in dieser folge geht es unter anderem um bran stark der weiterhin mit dem baummenschen in der vergangenheit rumstochert und später eine begegnung mit den white walkers hat. in diesem erzählstrang erfahren wir auch endlich was es mit „hodor“ auf sich hat und ohne allzu viel zu spoilern, löse ich das einfach mal auf: es hat mit sprüngen der zeitebenen zu tun und bedeutet eigentlich „hold the door“.

aber das was erzähltechnisch dahinter steckt ist wirklich spannend und vox hat das wunderbar und spoilerreich aufgedröselt: „Game of Thrones season 6: The truth about Hodor, explained

ich fand das wirklich spannend und würde jeder empfehlen, das erst zu lesen, die die folge fünf der aktuellen staffel game of thrones bereits gesehen hat.

was in arya starks erzählstrang passiert, lässt sich leicht zusammenfassen (via):

a girl has decided

* * *

[nachtrag]
malte welding hat seiner frau erklärt, was in dieser folge passiert. das ist sehr lustig, wenn man das so hört (und voller spoiler):

Habe heute versucht, meiner Frau, die noch nie eine Folge Game of Thrones gesehen hat, zu erklären, was passiert ist. (weiterlesen)

peaky blinders staffel 3 (folgen 1-3)

felix schwenzel, , in gesehen    

nach dem ende der zweiten staffel ist es etwas überraschend, wen thomas shelby in der ersten folge heiratet. ebenso überraschend ist die komplexität der geschäfte, in die thomas shelby seine familie verwickelt. ich tappe seit drei folgen absolut im dunkeln um was es bei den geschäften mit ein paar russen eigentlich geht. an diesem einen besonders grossen geschäft werkeln noch ein paar andere figuren mit, ein brutaler irischer priester mit einem rottweiler, russische adelige, kommunisten und die sowjetische botschaft. alles ziemlich undurchschaubar, auch wenn in der dritten folge langsam klarer wird, um was es geht.

das gute ist allerdings, dass das völlig egal ist. die dritte staffel ist auch im dunkeln sehr unterhaltsam und überraschend. auf dem weg durch die dunkelheit ereignen sich nämlich ein paar durchaus bemerkenswerte dialoge und charakterwendungen, die in der serienlogik nachvollziehbar sind und doch überraschen und beeindrucken. so ein familiengeführtes geschäft ist eben immer für überraschungen gut.

nach wie vor ist die benutzung von nebelmaschinen und zeitlupeneinstellungen in der produktion etwas exzessiv, aber auch das stört mich nicht grossartig. ich mag dieser serie einfach gerne zusehen, die charaktere fühlen sich an, als ob ich ihnen schon seit sieben staffeln bei ihrem leben zusehe, dabei waren es bisher nur zwei sehr kurze staffeln. was mir auch gefällt sind die liebevollen kulissen und requisiten. sogar die bierflaschen scheinen authentisch zu sein.

die dritte staffel gefällt mir gut, obwohl mir mittlerweile beinahe egal ist was dort passiert. trotzdem, oder gerade deshalb: 4 punkte.

person of interest s05e04 (6,741)

felix schwenzel, , in gesehen    

die folgen zwei und drei der fünften staffel habe ich letzte woche mit leichtem fieber gesehen und war ungefähr so unbeeindruckt von ihnen, wie von der ersten folge dieser staffel. das produktionsniveau dieser staffel ist wirklich hundmiserabel und wahrscheinlich waren es auch die vorherigen staffeln. da konnte mich aber gelegentlich die handlung von der produktionsqualität ablenken.

und, überraschung!, diese vierte folge, die auf deutsch 6.741 lauten müsste, konnte mich wieder einigermassen für die serie einnehmen. um zu erklären warum, muss ich jetzt ein bisschen handlung andeuten, bzw. verraten (spoileralarm!). denn in dieser folge passieren dinge, die tatsächlich überraschend und unerwartet sind, beinahe so wie bei game of thrones: es sterben figuren, von denen man es nicht erwartet hätte, dass die serienmacher ohne sie auskommen würden. und auch der rest der geschichte ist schön zwiebelartig erzählt, alle 5 minuten löst sich eine weitere schicht und enthüllt die darunterliegende. das erzählmuster, der dramaturgische handwerkskniff kam mir irgendwie bekannt vor und als ich länger darüber nachdachte (eine minute), fiel mir auch ein woher: aus person of interest. die varianz in der erzählung war also gross genug, dass ich nicht gleich drauf kam, also ist alles gut. es hat sich sozusagen gelohnt die drei ersten, miesen folgen durchzustehen (denen ich allen nur einen ★ geben würde), denn diese folge verdient ganze drei.

moskau, 13. mai 2016

felix schwenzel, , in gesehen    

moskau, 13. mai 2016

der himmel ist seit tagen wolkenlos, richtig warm wird es trotzdem nicht — kalt aber auch nicht. moskau ist — wie new york — eine stadt der extreme, nur das sommerwetter ist offenbar alles andere als extrem. wetterextreme überlässt moskau offenbar dem winter. trotzdem ist moskau atemberaubend, ich weiss nur nicht genau warum: lags an meinem schnupfen, oder daran, dass moskau eine der staubigsten städte ist, die ich je gesehen habe? alles, wirklich alles, ist mit staub bedeckt. die hauptstrassen werden täglich entstaubt und mit hilfe von grossen, wasserwerfenden lastwagen gewässert. wichtige denkmäler werden regelmässig, per hand staubgewischt. kann aber auch sein, dass die stadt eine grosse auswahl pollen bereithält, und der moskauer staub zu einem grossen teil aus pollen besteht. von oben betrachtet besteht moskau aus enormen grün- und waldflächen, in die gewaltige betonflächen gelegt wurden.

der moskauer himmel ist durchzogen von kabeln, selbst die zahlreichen hochhäuser, beziehen ihren strom aus kabeln, mit denen sie untereinander und mit dem boden verspannt zu sein scheinen.

the hateful eight

felix schwenzel, , in gesehen    

also ich mochte the hateful eight und fand den film auch nicht zu lang (ne stunde mehr wär auch OK gewesen) — und das format hätte von mir aus statt ultra-panavision auch 4:3 sein können. ansonsten was man von tarantino halt so erwartet: ultra-gewalttätig und blutig und trotzdem — auf ne art — lustig.

(im us-itunes-store geliehen)

marseille s01e03 (crocodile)

felix schwenzel, , in gesehen    

an den eigenen ansprüchen untergegangen: marseille

drei folgen wollte ich marseille geben, bevor ich mein urteil fixiere oder die serie zu ende schaue. um es kurz zu machen: ich schaue marseille nicht weiter. mir ist die serie zu klischeehaft und aus der zeit gefallen, die dialoge und erzählung sind mir zu hölzern. am störensten empfinde ich, dass die serie sich nicht darauf verlässt, dass sich die dramatik aus der geschichte entwickelt, sondern mit dramatischer musik und überdramatisiertem schauspiel erzwungen wird. kurz: marseille langweilt mich.

ganz besonders ärgerlich fand ich das frauenbild das die serie transportiert. mich nervte das von anfang an, bei der kritik der zweiten folge bechdelte ich bereits ein bisschen daran rum, aber eine szene in der dritten folge deutete darauf hin, dass das ungebremst so weitergehen würde. lucas barrès (völlig überzogen von benoît magimel gespielt) versucht in einer szene die generalsekretärin der partei, in der er und der von depardieu gespielte bürgermeister mitglieder sind, auf seine seite zu ziehen. er erzählt ihr eine herzerweichende geschichte, versichert ihr seine loyalität, blinzelt theatrlisch ein bisschen, sie zeigt empathie, leckt sich die lippen und 10 sekunden später sieht man die beiden auf dem klo vögeln. das ist nicht nur überflüssig, sondern auch hochgradig absurd und wie fernsehen aus dem letzten jahrhundert.

vielen der kritikpunkte des pilotfolgen-reviews von felix böhme auf serienjunkies.de schliesse ich mich an, nachdem ich die kritik jetzt, nach drei folgen, gelesen habe. felix böhme hatte, wie ich, die hoffnung, dass sich die serie vielleicht nach dem piloten noch einigermassen einfängt, aber ich habe ich die hoffnung jetzt aufgegeben.

ein paar dinge mochte ich an marseille, vor allem die bilder der stadt, gérard depardieu, den trailer und den vorspann. der créateur des vorspanns, laurent brett, war so freundlich den vorspann auf seinen vimeo-kanal online zu stellen:

vimeo-video
vimeo

auch die im vorspann verwendete titelmusik gfiel mir sehr gut, das ganze lied (orange blossom von ya sidi) liegt auf youtube rum.

(meine reviews der folgen eins und zwei)

marseille s01e02 (homme de paille)

felix schwenzel, , in gesehen    

schon besser als die erste folge, wenn auch nach wie vor mit schwächen. das tempo ist nicht mehr ganz so hektisch, aber die dialoge sind teilweise noch etwas arg hölzern. aber die geschichte spinnt sich auf interessante art und weise weiter. ein schlimmes weiteres alarmzeichen ist jedoch der gelegentliche einsatz von zeitlupe als dramaturgisches mittel. wenn ich das zu oft sehe, fang ich manchmal an, autoaggressiv zu werden.

was mir neben den hözernen dialogen missfällt, ist das frauenbild, das die serie transportiert. natürlich reden krokodile aus dem mittleren letzten jahrhundert, auch heute noch über frauen, als seien sie trophäen; natürlich gibt es nach wie vor jüngere männer, die sich für unwiderstehlich halten und sich frauen hemmungslos aufdrängen; natürlich gibt es nach wie vor männer, die sich ständig bemüssigt fühlen, ungefragt das äussere von frauen zu beurteilen. leider zeigt die serie dazu keine haltung und gönnt den frauenrollen auch kaum gelegenheit gespräche zu führen, die nicht von männern handeln. durch den bechdel-test dürfte marseille durchfallen. gerade mal nachgesehen, die autoren, der regiesseur und der produzent, scheinen alle männer zu sein — und leider merkt man das auch.

die serie scheint bei kritikern in frankreich nicht besonders gut anzukommen.

marseille s01e01 (20 ans)

felix schwenzel, , in gesehen    

marseille netflix

ich dachte gérard depardieu sei ein guter schauspieler. nach dem ansehen der ersten folge von marseille bin ich mir nicht mehr so sicher. er sieht fantastisch aus, wird toll ins bild gesetzt und wenn er in der totalen gefilmt wird, ist seine präsenz überzegend und stark. bei nahaufnahmen und dialogen bröckelt seine beherrschende präsenz ein bisschen und er wirkt dann nicht mehr wie ein mächtiger, gewiefter bürgermeister, sondern wie ein theaterschauspieler, der zu leise redet. sein gegenpart, gespielt von benoît magimel, steht ihm da fast nicht nach. er wirkt mit seiner aufgesetzten cowboy-mimik (zusammengekniffene augen, leicht geöffnete lippen) wie till schweiger, der lucky luke spielt.

vielleicht liegts aber auch am drehbuch und den dialogen. die wirken auf mich durchgehend so, als seien es keine gespräche, die die protagonisten miteinander führen, sondern erklärungen für die zuschauer, die klären sollen, was in marseille eigentlich los ist — und was in den letzten 20 jahren passiert ist. die autoren sind offenbar irre ungeduldig und stopfen alles an was sie für die geschichte wichtig halten in die dialoge in den ersten 40 minuten. die charakterzeichnungen fallen stereotyp und eher flach aus — und abgesehen davon kann sich jeder, der den marseille-trailer gesehen hat, denken was in dieser ersten folge passiert (mögliche spoiler folgen, der trailer verrät auch handlung).

youtube-video
youtube

das ist jetzt nur ein halber spoiler und, wie gesagt, auch im trailer deutlich zu sehen, wenn ich kurz zusammenfasse, was in der serie zu sehen ist: das pimmelfechten zweier, zu allem entschlossener männer. das kann unterhaltsam und spannend sein, wie es gerade die serie billions gezeigt hat, kann aber auch in die stereotypen-hose gehen.

tatsächlich macht der trailer hoffnung darauf, dass sich die geschichte noch dramatisch entwickelt und depardieu noch warmläuft. was mir sorgen macht, ist das hektische hin und her schneiden zwischen den handlungssträngen. viele szenen dauern nicht viel länger als eine minute, dann wird in grosser eile zur nächsten geschnitten. richtig gute, immersive stimmung kommt dabei nicht auf. was mir hingegen sehr gefällt, ist die kamera, wie sie marseille einfängt, wie sie (in den totalen) depardieu einfängt. die musik ist anständig und passt weitesgehend, auch wenn mich der ganze sound sehr an house of cards erinnert.

ich weiss nicht ob es ein gutes zeichen ist, wenn ich den trailer besser fand als den piloten. für den piloten geb ich jedenfalls nur drei punkte. ein, zwei folgen schau ich noch, mal gucken ob mich marseille noch zu begeistern oder wenigsten nicht zu langweilen schafft.

[nachtrag 07.05.2016]

  • folge zwei ist einen ticken spannender, hat aber immer noch enorme schwächen.

  

modern family s07e20 (promposal)

felix schwenzel, in gesehen    

drei erzählstränge in denen jeweils eine konkurenzsituation dargestellt wird, die am ende jeweils, leicht romatisch, aufgelöst werden. hört sich albern an? ja, ist aber relativ unterhaltsam.

* * *

überlege grade, ob es vielleicht künftig auch reicht, die sendungen die ich sehe hier und auf watched.li als gesehen zu markieren. aber hier kann ich dann noch den trailer einbetten:

youtube-video
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