game of thrones s06e02 (home)

felix schwenzel, , in gesehen    

schön, langsam kommt schwung in die serie, auch wenn die meisten handlungsstränge eher vorhersehbar verlaufen. aber eben nicht alle. die folge habe ich sehr gerne gesehen, es ist ein bisschen wie alte bekannte zu besuchen. was a. wohl macht? ob er immer noch so ein arschloch ist? — oh ja. isser.

person of interest s05e01 (B.S.O.D.)

felix schwenzel, , in gesehen    

boah, ich hatte vergessen wie schlecht person of interest inszeniert ist. ganz grässliche darstellung von computer-bedienung, das absurdeste feuer-und-eis-theater (im wahrsten sinne des wortes), das ich seit langem gesehen habe. macgyver trifft proffesor hastig und alle spielen zusammen doom in new york. dieser staffel-pilot lässt mich vor mir selbst wie einen vollidioten erscheinen. ich fand diese serie mal richtig gut?

dazu kommt, dass in dieser folge eigentlich auch beinahe nichts passiert, ausser flucht und geballere und feuer-und-eis-computertechnikdarstellung. ganz übeles theater, dass auch das überragende schauspielerpaar michael emerson und carrie preston nicht retten können. ein zwei folgen werde ich aber noch gucken, bevor ich (wahrscheinlich) aufgebe.

the good wife s07e21 (verdict)

felix schwenzel, , in gesehen    

seit langem mal wieder mal eine richtig gute folge von the good wife, die die qualitäten, die die show eigentlich hat, voll ausspielt: tolles ensemble, tolle autoren und figuren, die jahrelang aufgebaut wurden und komplex und vielschichtig sind. die handlung war in dieser folge ebenso vielschichtig, wie ihre figuren, oder besser, sie brachte die vielschichtigkeit der figuren bestens zum ausdruck. oberflächlich geht es um den prozess gegen peter florick. im gerichtssaal gibt es einige der besten szenen die die autoren jemals für die serie geschrieben haben und die amorösen verwicklungen der hauptfiguren, die sich in den nebensträngen abspielen, sind erstaunlich nachvollziehbar und subtil — auch hier einige der besten dialoge, die ich seit langem im fernsehen gesehen habe.

besonders beeindruckend finde ich aber die herangehensweise an das thema wahrheit und strafprozessordnung. über die letzten folgen hinweg haben wir gesehen, wie die staatsanwaltschaft und das FBI indizien gegen peter florick sammelte und dabei die verteidigung (und die zuschauer) zu grossen teilen im dunklen liess. diese indizien werden in dieser folge vor gericht verhandelt und wie die wahrheitsfindung dargestellt wird, wie sehr die wahrheit von der wahrnehmung und dem kontext abhängt, wird glänzend vor den augen der zuschauer seziert und analysiert — ohne das das eine sekunde langweilig oder überdehnt wirkt.

am ende ein schmerzhafter cliffhanger, der mir grossen appetit auf die letzte folge nächste woche macht.

volle punktzahl, so will ich fern sehen.

randall munroe’s sorgfältige radikalität

felix schwenzel, , in gesehen    

randall munroe bild: republica/jan zappner CC BY 2.0

randall munroe’s vortrag gestern abend war, in gewisser weise, der radikalste vortrag den ich auf der republica je gesehen habe. der vortrag war den comics, die randall munroe auf xkcd.com veröffentlicht, nicht ganz unähnlich. diese comics handeln ausschliesslich von dingen, die randall munroe interessieren. sie halten sich an keine konventionen, ausser denen, die er sich selbst ausgedacht hat. das ist an sich nicht wirklich radikal, sondern eine haltung, die ich mir eigentlich von jedem blogger, jeder publizierenden wünsche: dem massengeschmack, trends, nicht nur nicht zu folgen, sondern den massengeschmack und trends gar nicht erst beachten. nicht nur „bloggen als würde niemand zusehen“, sondern publizieren, als wären alle so wie ich. das klingt hermetisch, ist es aber nicht, denn das jeweilige ich ist ja der welt zugewandt, aber eben fokussiert. wird diese haltung leidenschaftlich und konsequent durchgezogen, können wunderbare untrendige, unoptimierte, eigene werke entstehen, die vielleicht nicht jedem gefallen, aber wenigen dann um so mehr.

das ist, so ungefähr, die radikalität von xkcd.com. nicht jeder versteht auf den ersten blick um was es geht, viele interessiert es erst gar nicht, aber wenn man sich doch interessiert und sich mit den dingen beschäftigt, zur not mit hilfe von hilfreichen erklärungen, entdeckt man wunderbare welten, gedanken, leidenschaft und — bei xkcd ganz besonders — sorgfalt.

diese radikalität hat randall munroe in seinem vortrag eins zu eins vom netz auf die stage 1 der republica übertragen. munroe kümmert sich um so gut wie keine regel für erfolgreiches, engagierendes öffentliches reden, er klebt hinter dem pult, die folien fliessen über mit unlesbaren informationen und er widmet sich den details, die ihn faszinieren, bis ins wirklich allerkleinste element. in diesem fall, sogar im wahrsten sinne des wortes.

(gefühlt) eine dreiviertel stunde widmet er sich der frage, was passieren würde, wenn man aus den elementen des periodensystems eine mauer bauen würde. er geht die einzelnen elemente und reihen sorgfältig durch, begeistert sich über einzelheiten und macht keinerlei anstalten irgendetwas zusammenzufassen.

das ist radikal, aber nicht mal ansatzweise elitär oder feindselig. es ist einfach das, was randall munroe begeistert, und wer ihm folgen möchte, bitte schön, kann das tun, und wer ihm nicht folgen möchte, kann das unterlassen.

die zweite (gefühlte) dreiviertelstunde beschäftigt sich munroe mit drei unübersichtlichen zeichnungen, in denen er komplexe zusammenhänge mit den 1000 meistbenutzten wörtern der englischen sprache erklärt. auch hier geht er ausführlich auf jedes noch so kleine detail ein und verzichtet auf jede art von zusammenfassung oder metaebene.

randall munroe kann sich das erlauben, sein publikum mit details zu langweilen, weil seine details eben (für viele, sehr viele) nicht langweilig sind. sie sind geladen mit witz und humor, aber eben randall munroes, ganz eigenem, sehr speziellen, subtilen humor, der sich eben nicht um irgendwelche humor-richtlinien oder -trends kümmert.

dass randall munroe überhaupt so eine grosse folgschaft, so viele fans seiner arbeit gefunden hat, verdankt er (und wir) in erster linie dem netz. er hat seinen eigenen stil und seine folgschaft über etwa ein jahrzehnt aufgebaut, über seine website und sehr, sehr viel detailversessene, kleinteilige, liebevolle und sorgfältige arbeit. kein verlag hätte diese aufbauarbeit leisten können oder wollen, vor allem aber hätte kein verlag munroes talent und leidenschaft erkennen können. so funktioniert das wohl nur im internet, dass winzige ein-personen-echokammern sich über jahrzehnte langsam füllen, bis plötzlich millionen menschen in ihr stehen und sich plötzlich die echo-qualitäten, auch in anderen echokammern, herumsprechen.

randall munroes thematische klammer im vortrag war (neben fluor) das kindlich, naive fragen. mir gefiel die aufforderung sehr gut, darauf hinzuarbeiten sich nicht für dinge zu schämen die man nicht weiss und schamlos danach zu fragen. neugier, naivität sei wichtiger als bildungsprotzerei, das war so ungefähr das fazit von munroe’s vortrag.

mein fazit von munroes vortrag ist: tu das was dich interessiert, publiziere das mit leidenschaft, detailliebe und sorgfalt, entwickle dich immer weiter, arbeite an deinem stil und bleib dir treu.

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den talk wollte randall munroe nicht aufgezeichnet sehen, es gibt aber eine aufzeichnung, wo er über die mauer aus elementen aus dem periodensystem redet:

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the age of trotzdem

felix schwenzel, , in gesehen    

sascha lobo nahm sich dieses jahr die freiheit, seine grundsatzreden-themen nicht auf der republica-seite anzukündigen, sondern in diversen interviews. ich hab zwar nur das wired-interview dazu gefunden, aber es gibt bestimmt noch andere. in der wired kündigte er an, dieses jahr auf die publikumsbeschimpfung zu verzichten, was er im vortrag aber schnell als lüge bezeichnete. natürlich beschimpfte er sein publikum, und sich selbst gleich mit. er versuchte dieses jahr die ihr-und-ich-dualität aufzulösen, die sich thematisch durch seine vorträge der letzten jahren zog, als er betonte, dass die vorwürfe die er „uns“ in den letzten jahren machte, eigentlich projektionen seiner eigenen unzulänglichkeiten gewesen seien.

andererseits funktionieren die meisten seiner gags eben nur mit einer klaren trennung des lobo-ichs und des publikum-ihrs, weshalb der vorsatz der selbstbeschimpfung im laufe der vierstündigen predigt der andertalbstündigen grundsatzrede (natürlich) versandete. rhetorisch war das alles ziemlich brilliant und geschliffen und ich mag den leicht pastoralen ton, den sacha lobo auf seinen republica-reden anschlägt. mir gefällt es auch von sascha lobo beschimpft zu werden, einerseits weil er meist recht hat und andererseits, weil das (eben) rhetorisch meist brilliant ist und seine analysen (natürlich) das ergebnis langen nachdenkens sind und (leider) meist auf den punkt sind. trotzdem neige ich traditionsgemäss dazu, ihm in seinen schlussfolgerungen zu widersprechen, weil ich im gegenteil zu ihm, nie bereit war meinen internetoptimismus (oder genauer, weltoptimismus) aufzugeben.

das wollte er, mit ankündigung, in diesem jahr ändern, und seinen (unseren?) internetoptimismus wiederfinden. leider gelang ihm das nur so halb, mit dem halbironischen schlagwort TROTZDEM. ganz schlimm gescheitert ist sein versuch „uns“, das publikum beim TROTZDEMen miteinzubeziehen, auch wenn es zu mindestens einer guten überleitung zum thema müdigkeit führte. als rhetorisches werkzeug war das „TROTZDEM“ ziemlich gut geeignet, wenn sascha lobo es alleine von der bühne rief, als kollektiver aufschrei, als publikums- oder gemeindeecho, gings in die hose.

was mir in diesem jahr mehr als sonst auffiel, war das recycling von vorhandenem material. neben etlichen themen aus seinen spiegel-online-kolumnen, kam mir auch sein ausflug zum thema snap cash bekannt vor, den pia kleine wiesenkamp vor ein paar wochen von einer oracle-veranstaltung ins internet geströmt hatte. diese wiederverwendung ist natürlich mehr als legitim, zumal das material von lobo fast ausnahmslos brilliant ist (keine ironie). allein für seinen hinweis darauf, dass fast alle identifizierten islamistischen attentäter bereits polizeibekannt waren oder auf antiterrorlisten standen, verdient sascha lobo einen journalistenpreis (oder mindestens einen kolumnistenpreis). was mir aber, trotz aller mühen, die sich sascha lobo ganz offensichtlich gemacht hat, fehlte, war eine inhaltliche klammer, die aus all den schrecklichen erkenntnissen und hiobsanalysen, die er über die jahre brilliant herausarbeitet, tatsächlichen optimismus oder lösungsansätze aufzeigt.

aber da ist sascha lobo wieder bei uns oder bei seinem „ihr“, und genauso suchend und ratlos wie alle anderen.

natürlich ist sein lösungsansatz, etwas zu unternehmen, wirtschaftlich erfolgreich etwas gutes, hilfreiches, weltverbessererndes zu machen, ein pragmatischer, gangbarer weg (von vielen), aber andererseits hat er das (leicht variiert) bereits vor zwei und vor drei und wahrscheinlich auch vor vier jahren gefordert. das macht nichts von dem was er sagt falsch, aber es macht deutlich, dass sascha lobo’s weg zum optimisten noch sehr weit ist. sein weg zu jemandem, der, trotz all der verkommenheit und niedertracht sigmar gabriels der welt, optimismus verbreiten kann, ist noch viel weiter.

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andere über sascha lobos vortrag:

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bild von re:publica/jan zappner CC BY 2.0

white house correspondents’ dinner 2016

felix schwenzel, , in gesehen    

barack obama war am samstag auf dem jährlichen korrespondenten diner im weissen haus, wie schon im jahr 2014 und 2015 wieder sehr, sehr witzig. das hier ist die aufzeichnung seiner rede.

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den einspieler gegen ende der rede, hat das weisse haus auf twitter separat veröffentlicht:

alex matzkeit meint (zu recht), er sei immer wieder erstaunt, was für „ein passabler Schauspieler“ barack obama sei. obamas timing beim witzeln, seine art, die witze nebenbei fallen zu lassen ist wirklich bewunderswert professionell. besonders deutlich wurde das, als ein wirklicher profi nach ihm das mikro ergriff, larry wilmore, der als gastgeber die sendung The Nightly Show with Larry Wilmore auf comedy central moderiert. dessen gags zündeten nicht nur überhaupt nicht, sie wirkten gegen obamas relativ elaborierte witze unfassbar flach und abgelutscht. leider liess er sich von der ablehnung im saal auch ziemlich aus der ruhe bringen und erst als er etwas ernster wurde, und das thema rassismus ohne eingeschobene flache witzchen thematisierte, bekam er ein bisschen traktion. von obama, glaube ich, kann man in sachen humor einiges lernen, das wurde durch den kontrast obama-wilmore deutlich: wer ernst ist und witze macht, wirkt viel, viel witziger, als jemand der witzig zu wirken versucht und witze macht.

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nur zur erinnerung, wie grandios ein komiker auf dem correspondents’ diner sein kann, hier nochmal stephen colberts auftritt 2006.

der eigentliche witz war übrigens, wie ezra klein auf vox schreibt, dass obama das meiste was er sagte, wohl tatsächlich ernst meinte.

wenn ich bundeskanzlerin werde, würde ich so ein korrespondenten-abendessen als erste amtshandlung in deutschland einführen.

the graham norton show s19e03

felix schwenzel, , in gesehen    

(mit helen mirren, kevin costner, ewan mcgregor, ricky gervais und eric bana, musik von meghan trainor)

man könnte statt die graham norton show zu gucken, auch einfach regelmässig bei nerdcore in die trailerfest kategorie schauen, um einigermassen über neue filme informiert zu sein und zusammenschnitte dieser filme zu sehen. manchmal macht das mehr spass, als sich eine ganze sendung anzusehen, manchmal passieren in solchen sendungen aber unterhaltsame dinge.

die hauptfunktion von chat shows oder trailerschleudern ist natürlich bekanntmachung von filmen, also werbung. in blogs, im netz, in zeitungen wird das manchmal mit kritik kombiniert und damit in journalismus verwandelt. bei graham norton habe ich noch nie ein kritisches wort gegenüber einem (anwesenden) schaupieler oder film den er promotet gehört, dafür wird aber eine andere zutat benutzt um die sendung interessant zu machen: die schauspieler werden unter erheblichen erwartungsdruck gesetzt. ihre aufgabe in der sendung ist, neben der promotion, sympathisch, witzig oder mindestens unterhaltsam und schlagfertig zu wirken.

in der graham norton show werden die journalistischen alibi-elemente durch intensives social media monitoring und bildsuchen erfüllt, so dass man die prominenten promoter dann mit bildern oder tweets aus ihrer vergangenheit konfrontieren kann und sieht, wie sie reagieren.

in dieser sendung hat die redaktion von graham norton die 80er jahre new-wave-musik-vergangenheit von ricky gervais ausgegraben. der sang damals in einer band namens seona dancing.

seona dancing

erwartungsgemäss reagierte ricky gervais witzig und merkte an, dass er schon wisse, was hier laufe. man wolle ihn blossstellen. nur sei ihm das 80er jahre bild überhaupt nicht peinlich, sondern das was er jetzt auf den schultern trage:

ricky gervais

auch sonst war ricky gervais erwartungsgemäss wieder der witzigste auf dem sofa. sein humor ist furchbar überzogen und versucht, louis c.k. nicht ganz unähnlich, ständig rote linien zu überschreiten. bei ricky gervais habe ich allerdings immer auch das gefühl, dass er das einen ticken subtiler, oder wenigsten einen ticken sympathischer, macht als louis c.k., weil er sich auch bei den übelsten beleidigungen nie ein grinsen verkneifen kann. im ausschnitt für seinen neuen film (David Brent: Life on the Road) sagt er unter anderem (als david brent):

I’ve been out with all sorts of girls, rich girls, poor girls, white girls, … you know … thin girls, fat girls.

der witz mit der auslassung hat beim saalpublikum sofort gezündet und ich muss zugeben, so einen humor mag ich sehr gerne, auch wenn ich mir den film auf keinen fall ansehen werde.

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ricky gervais hat gleich noch promotion für einen zweiten film gemacht, special correspondents (läuft auf netflix). den hat er, genau wie Life on the Road, selbst geschrieben und auch den werde ich mir mit sicherheit nicht angucken.

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die nebenrolle aus special correspondents, eric bana, sass auch auf nortons sofa, hinterliess aber, ausser einem sympathischen eindruck, keine erinnerung.

bei ewan mcgregor blieb mir auch nichts anderes in erinnerung als sein blendendes, top-gepflegtes gebiss und dass er werbung für einen film machte, den ich mir bestimmt ansehen werde: our kind of traitor, ein offenbar relativ zeitgemässes spionage-mofa, nach john le carrè. damian lewis spielt da, wie in allen anderen filmen und serien derzeit, auch mit.

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helen miren, die immer noch aussieht wie queen elisabeth, brachte einen trailer für ihren neuen film eye in the sky mit. der sieht auch so aus, als würde ich mir den gerne ansehen werde, zumal snape alan rickman und jesse aaron paul mitspielen. wenn ich das richtig verstanden habe, geht es um einen militärischen dronen-anschlag, der über zwei stunden, mehr oder weniger in echtzeit nacherzählt wird.

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am ende kam noch kevin costner aufs sofa, der sich überraschender weise als sympathischer, bescheidener laberhannes zeigte. die geschichte über seinen freund, den er erst zur sau gemacht hat, dann, als er hilfe benötigte, bei sich einziehen liess, sich aber weigerte das zu lesen, was er in dieser zeit schrieb, wollte, wie dieser satz, einfach nicht enden, bekam am ende aber eine schöne wende und leicht pathethische moral. und wenn ricky gervais auf dem sofa sitzt, lässt er es sich natürlich nicht entgehen, überschüssigen pathos mit sarkastischem humor zu neutralisieren.

ausserdem ist der film, für den kevin kostner werbung machte, auch einer, der mich reizt; offenbar so ne art sci-fi-cia-fletchers-verschwörungtheorien mischmasch, in dem, wenn man den trailer sieht, das costner-pathos wohl ein bisschen zu dick aufgetragen wurde. guck ich mir trotzdem an, auch weil kevin costner in dem film die haare sehr schön hat.

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die ganze sendung gibt’s, bis sie dort gelöscht wird, bei youtube. wer in england lebt, kann sie bei der BBC gucken.

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deutschland 83 s01e03 (atlantic lion)

felix schwenzel, , in gesehen    

die dritte folge hab ich glaub ich vor zwei monaten angefangen und dann unterbrochen. plex hat sich dankenswerter weise gemerkt wo ich setehengeblieben bin und heute hab ich die folge dann zuende geguckt. ich weiss nicht mehr was im ersten teil passiert ist, aber ganz offensichtlich ist, dass xxx weiterhin fleissig spioniert und sich als romeo betätigt, um sich an eine nato-sekretärin zu machen. die macht dann irgendwann auch einen schönen meta-ebenen witz, als sie über ostblock romeos redet die sich an nato-sekretärinnen rannmachen, während sich gerade ein stasi-romeo an sie ranmacht.

bis auf gelegentliche sprachexzesse („schöne wohnung hast du, du hats echt geschmack“ — „danke!“; „was machst du in brüssel so, um mal spass zu haben?“), fand ich diese folge auch ganz locker erzählt und gespielt. in dieser folge fiel mir auf, wie liebevoll tatsächlich die kulissen, die kleidung, die beleuchtung und die requisiten ausgewählt sind. teilweise bekomme ich sowohl 80er-nostalgie, als auch leichte anflüge von ostalgie, nur durch die bilder. die musik ist mir ein bisschen zu dick aufgetragen, mehr als acht folgen können von dieser serie nicht gedreht werden, weil dann wirklich alle 80er-jahre hits durchgenudelt sind.

ich guck das jetzt aber trotzdem weiter.

bones s11e12 (the murder of the meninist)

felix schwenzel, , in gesehen    

die folge hat mir mal wieder gezeigt wie grässlich bones geworden ist — oder möglicherweise schon immer war. vor ein paar jahren, als ich breaking bad binge-gesehen habe, habe ich bones als antidot benutzt: bones war berechenbar, jede folge in sich abgeschlossen, wenig aufregend und berechenbar. als ich breaking bad geguckt habe hat mir das geholfen. jetzt nervts.

ganz schlimm daneben ging in dieser folge das bashing von radikalen maskulinisten. das war alles so absurd überzeichnet, dass es keinen der zuschauer verletzen oder gar nachdenklich machen könnte. vor allem ist es das gegenteil von stellung beziehen. eigentlich geht es der serie eh nur nur ums verwursten von themen die die autoren im internet aufpicken oder auf der strasse finden — in dieser folge nicht nur implizit, sondern auch explizit.

das war definitiv meine letzte folge bones — ever!

unbreakable kimmy schmidt s02

felix schwenzel, , in gesehen    

ich habe es andertalb folgen lang probiert, aber obwohl ich die erste staffel sehr gerne gesehen habe, halte ich die zweite staffel nicht mehr aus. ich finde unbreakable kimmy schmidt extrem anstrengend und sehr unwitzig. gleichzeitig finde ich das sehr schade, denn das coverbild der ersten folge, dass mir auf netflix.com appetit auf die erste folge machen sollte, fand ich echt witzig.

unbreakable kimmy schmidt s02e01

auch dass gleich am anfang ein kacka-pipi-witz kam, der eigentlich ein rülpswitz war, fand ich erfreulich. aber danach kam nichts mehr, was mich berührt, interessiert oder unterhalten würde.