everything is a remix, teil 4

felix schwenzel, in wirres.net    

teil 4 der grandiosen serie everthing is a remix:

vimeo-video
vimeo

kirby ferguson:

Our system of law doesn't acknowledge the derivative nature of creativity. Instead, ideas are regarded as property, as unique and original lots with distinct boundaries. But ideas aren't so tidy. They're layered, they’re interwoven, they're tangled. And when the system conflicts with the reality... the system starts to fail.

das transscript des vierten teils hier. /via

links und ausfall vom 15. und 16.02.2012

felix schwenzel, in wirres.net    

die (fast) täglichen links hab ich heute beim bildblog, bzw. bei 6vor9 gepostet. das mach ich morgen auch nochmal.

* * *

von gestern mittag bis heute mittag lief wirres.net gar nicht bis holprig. mein server-vermieter (kein eigentum, kein haus, nur ne kleine wohnung in einem mehrfamilienhaus) hat den server auf dem ich mich seit fast 10 jahren eingemietet habe auf neue hardware umgezogen. das hatte auch zur folge, dass die lange angedrohte umstellung auf php5 und apache2 erfolgte. das hat leider alles nicht so toll geklappt, einerseits weil der apache auf einige alte einträge in der .htaccess-datei zickig reagierte und andererseits weil ein paar einstellungen nicht vom alten zum neuen server mitgezogen wurden. jetzt sollte alles wieder funktionieren.

theoretisch sollte jetzt auch alles etwas schneller funktionieren. ob der server allerdings so stabil ist, dass er eine erwähnung in einem tweet von @timpritlove oder @sixtus verkraftet, glaub ich noch nicht so ganz. mal schauen. vielelicht schreib ich ja mal was ausreichend interessantes um das zu testen.

„viel gelobtes design“

felix schwenzel, in wirres.net    

alexander von streit:

Markus Rindermann hat das viel gelobte Layout der deutschen WIRED entwickelt. Er wird die Optik des Magazins auch weiterhin als Art Director verantworten.

echt? „viel gelobte Layout“? ich hatte das gefühl, die rezensionen der ersten deutschen wired ausgabe einigermassen verfolgt zu haben. im gedächnis blieb zumindest mir wenig lob für das design. was mir im gedächnis blieb war massive kritik am design, durch das der redaktionelle und der werbeteil mitunter nicht voneinander unterscheiden zu waren. ich hab also nochmal nachgesehen. eine suchanfrage nach „deutsche wired design“ ergab nicht allzuviele treffer.

an den ersten trefferstellen fand ich eine rezension der sz. die schrob:

Optik und Design sind gelungen. Der Rest übt noch.

OK. das ist lob. aber nicht viel. obwohl es kommt noch etwas nach:

Das Layout hat nicht nur was, es ist nicht bloß neu, es ist richtig schön.

christoph kappes schrob für die wuv:

Das Design stört allerorten meinen Lesefluss und beschießt mit penetrantem Aktionismus den Sinn der Texte, als hätte man Dutzenden von Freelancern gesagt: Los, macht es schön. Und schön ist es dann auch geworden. Menschen mit Sinn fürs Detail sollten einmal jeden Pfeil verfolgen und versuchen, seine Bedeutung einem Gegenüber in einer Kommunikationsform auszudrücken, die vor Internet, Buchdruck und Schrift prägend war.

viel mehr hab ich auf den ersten paar trefferseiten von duckduckgo oder google nicht finden können. also hab ich mal auf die ersten „medienreaktionen“ geschaut, die thomas knüwer damals im wired.de-blog gesammelt hat: nichts zum design bei etwas lob off the record:

Denn spätestens ab der Mitte des Heftes gewinnen Layout und Illustrationen eine gewisse Leichtigkeit, Verspieltheit und auch Übersichtlichkeit und Zugänglichkeit.
Da setzt das Heft wirklich optische Akzente. Dazwischen wunderbare Bildideen, Fotostrecken und kleine, feine inhaltliche Sprengsel […].

ein bisschen, etwas zurückhaltendes lob bei dradio wissen von thomas knüwer himselbst, nichts über design oder gestaltung in einer weiteren blattkritik bei der wuv.

stefan winterbauer meckert (zu recht) im interview mit moritz von laffert auf meedia, dass die gestaltung „die Grenzen zwischen Redaktion und Werbung“ verwische. die blattkritik von stefan winterbauer auf meedia sagt auch nichts zur gestaltung oder dem design ausser:

Man hat aber offensichtlich die Strecken so gestaltet, dass sie exakt so aussehen, wie der redaktionelle Teil.

nichts zur gestaltung bei turi2.

also nochmal nachgesehen was ix selbst schrob:

gestalterisch trägt das heft für meinen geschmack ein bisschen zuviel ornament. möglicherweise wurde aus dem guten vorsatz opulenz im eifer des gefechts schnörkel.

die verschnörkelte heftgestaltung ist gleichzeitig irre trend-fixiert. das führt bedauerlicherweise dazu, dass zum beispiel die aktuelle lenovo-kampagne die gleiche visuelle sprache spricht, wie viele redaktionelle seiten. durch das ganze heft hinweg sind werbung und inhalt kaum voneinander zu unterscheiden.

hört sich auch nicht nach lob an. unter meiner blattkritik hab ich ein paar andere blattkritiken verlinkt. mal sehen ob da das viele lob zu finden ist. christian stöcker:

"Wired" ist auf mattes, handschmeichelndes Papier gedruckt. Man fasst das Heft gerne an.

und

Das Layout ist verspielt bis chaotisch, und wenn es auf Papier schon nicht blinken und flackern kann, dann kann man doch wenigstens an jeder zweiten Ecke noch ein kleines grafisches Element plazieren, typografische Spielereien à la M.C. Escher einbauen. Das Heft quillt über vor Fotos und teils zauberhaften Illustrationen, die Aufmachung wechselt häufig von einer Seite zur nächsten.

ist das lob?

nix bei ole reißmann, dafür aber leises lob bei dominik schottner:

Das Layout hingegen ist, welch Glück, nur leicht ans Original angelehnt, nicht so zerfasert-fusselig, sondern aufgeräumt im besten Sinne, mit wohldosiertem Weißraum und einleuchtender Leserführung.

ah, gaaanz viel lob bei michalis pantelouris:

Beim ersten Blättern fallen mir – neben der guten Gestaltung – zwei Dinge negativ auf: Das Heft hat wenig Rhythmus, zu viele kleine Geschichten und letztlich keine große Geschichte, die bei mir hängenbleibt.

auch der medienberater dirk engel ist extrem begeistert vom design:

Der erste Teil bestehe hauptsächlich aus kleineren Elementen und Gadgets. Im zweiten Teil wirkten die deutschen Artikel eher wie in einer klassischen Zeitschrift, etwas länger als sonst bei "Wired" üblich und das Design der Seiten ist "etwas konventioneller". Wobei Engel dies begrüßt: "Denn zu viel Design macht das Magazin unübersichtlich."

möglicherweise bin ich nicht so klug, aufmerksam und belesen wie alexander von streit. aber viel mehr von dem vielen lob für das design der deutschen wired konnte ich nicht finden. vielleicht kann mir ja jemand helfen?

[nachtrag, 22:32h]
ich habe dem text noch lob hinzugefügt, das ich beim ersten durchscannen in einigen der verlinkten artikel übersehen hatte. aber viel oder gar viel uneingeschränktes lob konnte ich nicht finden. oder bin ix zu negativ?

benjamin stuckrad barre teilt aus

felix schwenzel, in wirres.net    

benjamin stuckrad barre hat möglicherweise probleme von seinen honoraren zu leben. diesen eindruck kann man bekommen, wenn man beobachtet wie er mit satire und witzen die sich gegen ihn richten umgeht: indem er die hand aufhält.

im jahr 2000 klagte er (laut wikipedia und sz) vom internetportal thema1 die einen witz über ihn gemacht hatten ein „schmerzensgeld“ von 30000 DM ein. 2001 klagte er gegen die titanic, die gefakte anzeigen für die lesereise stuckrad barres mit bildern von den mördern stefan jahn und timothy mcveigh illustriert hatte (wegen der „frappierenden Frisurenähnlichkeit“).

jetzt droht er mit einer klage gegen den berliner kurier.

ich habe benjamin von stuckrad barre übrigens nie „arschloch“ genannt. aber ich versteh das was ich mache und nicht mache auch nicht immer.

was ich aber auch nicht verstehe: bvsb lebt davon sich über andere leute lustig zu machen. zuletzt über jürgen fliege. warum hält er das selbst nicht aus?

und sonst so?

felix schwenzel, in wirres.net    

ich poste zwar fast nie videos, aber wenn ich mal welche poste mache ich das jetzt mit einem HTML5-videoplayer. dem projekktor. das klappt in alten artikeln mit verlinkten mp4-dateien, oder per CMS eingebetteten youtube-videos. youtube-videos bei denen ich den html-einbettcode benutzt habe bleiben natürlich wie sie sind, was auch nicht schlimm ist, da sie einerseits dank eines kleinen hacks auch reaktionsfähig (responsive) sind, also immer maximal so breit wie die seite. aber die HTML5-videos sind natürlich auch responsive und per CSS-gestaltbar. das ergibt ne wunderschöne fehlermeldung, falls das eingebettete video nicht mehr da ist, zum beispiel weil watchberlin zu gemacht hat.

flv-wird auch abgespielt.

und zum testen, wie das beispielsweise im RSS-reader aussieht, hier ein aktueller sendung mit der maus .mp4-clip im projekktor:

video

direkt video-link

und mein lieblings youtube-video:

youtube-video
youtube

[nachtrag 05.02.2012, 23:20]
beim eingebetteten maus-.mp4 hatte ich wohl nen fehler gemacht: das poster, also das bild das vor dem play angezeigt wird war falsch (ohne domain) referenziert. so gehts jetzt ohne auto-play. beim einbetten von youtube videos geh ix glaub ich zurück zum youtube-iframe-einbett-code. der spielt auch auf iOS-gedöns und im feed, glaub ich. oder ich bette es ohne controller-option ein, dann wird nur das poster angezeigt und drunter ist der youtube-link. ach, was weiss ich, vielleicht poste ich einfach keine videos mehr — und wenn doch hinter dem sprung, dann wirds nicht im feed angezeigt.

[nachtrag 18.02.2012]
ich habe nochmal was geändert: sowohl youtube-videos, als auch die von vimeo und die die ich per projekktor abspiele zeigen jetzt standardmässig nur das „poster“-bild an. als einfaches bild. in browsern die javascript aktiviert haben, lade ich per jquery den einbettcode nach und das video speilt per autoplay ab. browser ohne javascript werden einfach zur video-quelle weitergeleitet. das hat zwi vorteile: im RSS feed oder altertümlichen browsern wird ein bild angezeigt (das können alle browser und feedreader), alle anderen sehen das eingebettete video. der andere vorteil ist, dass die einbettcodes oder der flash-player erst separat aktiviert werden, also nicht beim pageload laden. damit telefoniert der browser des besuchers nicht unaufgefordert zu youtube, vimeo oder sonstwem.

auch das poster bild wird nicht direkt bei youtube oder vimeo abgeholt, sondern bei mir zwischengespeichert und mit einem play-button versehen. ich finde die lösung jetzt beinahe optimal.

* * *

wir haben jetzt einen dörrautomaten. darin kann man einen sack in geschälte und in scheiben geschnittene äpfel legen, 8 stunden laufen lassen und danach eine tupperschüssel getrocknete apfelschiben rausholen. lässt man sie 12 stunden drin, hat man apfelchips. 24 stunden bei 500 watt kosten ca. einen euro strom, das kommt am ende billiger als trockenobst im laden zu kaufen. und dörren kann man wirklich alles: tomaten, fruchtmus (ergibt fruchtgummi), ananas — und alles ist lecker. die anschaffung des jahres.

* * *

ich weiss nicht, bin ich zu doof zum iphone-twittern oder ist das ein bedienungsfreundlichkeitsproblem? wahrscehinlich beides. wieder einen tweet ins falsche account abgesetzt und ausserdem vertippt. also den witz nochmal hier, korrekt verdingst:

winter ist die zeit im jahr, wo man das bier in den kühlschrank tut, ums warm zu halten.

* * *

kürzlich lief das kind an der bullerei, dem restaurant von tim mälzer vorbei. tim mälzer stand draussen. das kind rief ihm zu, dass sein stiefvater hin und wieder nach seinen rezpten koche und das das sehr lecker sei. das kind meinte, dass mälzer eher genervt reagiert hat: „er hat nur irgendwas unfreundliches gegrummelt. jaja, oder so. vielleicht hat er gemerkt, dass ich ein bisschen betrunken war.“

aber recht hat das kind. fats alles was ix von mälzer nachkoche schmeckt. ausser wenn kein fleisch, zuviel gemüse oder tofu im essen sind. wenn ich mal was koche was nicht schmeckt, sagt die beifahrerin jetzt immer: „nicht von mälzer, oder?“

brevia

felix schwenzel, in wirres.net    

ich habe bei typekit mal ein account angelegt und dort die brevia von hannes von döhren ausgewählt/abonniert. die schrift ist schon etwas kompakter als die helvetica neue die ich zuerst als brotschrift ausgewählt hatte, ich hab sie aber noch einen ticken kleiner gemacht. auch die überschriften sind jetzt statt futura in brevia semibold gesetzt.

wirres.net in brevia

zuerst war ich kurz davor die ganze site mit der futura zu setzen. ich mag die futura ja sehr gerne, aber ich glaube dann hätte ich mir einiges von wegen lesabrkeit und so anhören können:

wirres.net komplett in futura

ein auge hatte ich auch auf die camingodos von jan fromm geworfen. sie ist der brevia gar nicht mal so unähnlich, hat aber weniger auffälligkeiten. die beifahrerin fand sie auf den ersten blick „zu glatt“. die brevia hat ein abgefahrenes, irritierendes kleines k, das g mag ich auch, auch wenn es unterstrichen nicht so super aussieht. auch die brevia-zahlen mag ich lieber. in der engeren auswahl war auch die gesta von rui abreu. der setzt sie auch auf seiner website als brotschrift ein und ich mag vor allem die buchstaben die unten rausragen (j, y, p und g).

jetzt bin ich mal gespannt, ob die brevia mich irgendwann anfängt zu nerven und vor allem wie das mit typekit funktioniert. typekit liefert die fonts von deren server, angeblich für alle betriebsysteme und browser. zumindest auf iOS funktioniert das ganz gut.

[die schrift und die grösse für die kommentare wird von echo festgelegt. ich habe eben mal probiert sie mit der brevia auszutauschen, das sah aber nicht so toll aus. deshalb lasse ich die kommentar-schrift auf der standard-einstellung, auch wenn das im gegenteil zu den anderen schriften etwas mikrig aussieht.]

wirres.net redesign

felix schwenzel, in wirres.net    

wirres hat angefangen mit einem tabellen-basierten layout. ganz schreckliche konstruktionen waren das damals, aber so hat man das halt damals gemacht.

wirres.net 1

vor ein paar jahren habe ich das layout dann ohne tabellen, mit CSS und HTML gebaut.

wirres.net 2

jetzt fand ich es an der zeit, ein layout zu bauen das zumindest ansatzweise auf HTML5 basiert. ansatzweise deshalb, weil die konstruktion, glaube ich, nichtmal im traum den validator-test besteht. aber auch das ist ein dauerzustand, seit beinahe 10 jahren. ausserdem war mir nach mehr weissraum und vor allem nach einem reaktionsfähigen (responsive) layout, ein layout also, dass keine separate mobil-site benötigt um auf mobilen geräten einigermassen auszusehen, sondern sich mit hilfe von media-queries an das ausgabegerät, bzw. die darstellungsfähigkeiten anpasst (das ist unter anderem hier ganz schön erklärt). denn auch das nervte mich ein bisschen, wie wirres.net auf dem mobiltelefon aussah. vor zwei jahren war ich kurz davor eine separate mobile version zu bauen, die die browser-kennung analysiert und entsprechend zur desktop- oder mobilvariante weiterleitet. das hätte aber für jeweils eine seite, verschiedene URLs erfordert. das fand ich dann doch irgendwie doof.

wirres.net 3
wirres.net 3 mit reaktion

die basis für mein redesign war die HTML5 boilerplate. in diesem grundgerüst war die grundstruktur vorgegeben und bibliotheken wie modernizr.js, respond.js (bei mir noch nicht 100%ig implementiert) oder die CSS-ansätze für CSS-resets und media-queries enthalten, auf die ich aufbauen konnte. dank HTML5 ist die struktur der seite auch ansatzweise semantisch und etwas DIV-reduzierter als vorher. aber auch das ist noch verbesserungswürdig. ein paar microformate hatte ich bereits in der alten version eingebaut, neben hcard und dem datumsgedöns wie microformats es empfiehlt, ist jetzt auch das hnews-microformat, wie es von readability empfohlen wird, eingebaut. apropos datumsformat. bisher habe ich das datum immer so codiert, damit es suchmaschinen auch erkennen (bei google klappt das ganz gut):

<abbr class="published" title="YYYY-MM-DDThh:mm:ss+ZZ:ZZ">DD.MM.YYYY</abbr>

da ich das datum jetzt zweimal anzeige, steht das jetzt weiterhin unten mit <abbr> codiert und oben in html (der time-auszeichnung traue ich noch nicht so ganz):

<time class="published" datetime="YYYY-MM-DDThh:mm:ss+ZZ:ZZ" pubdate>DD.MM.YYYY</time>

nach dem boiler-plate-grundgerüst hab ich mir die ia-seite ziemlich genau angesehen und von dort einige CSS-styles einfach übernommen. anfangs auch das raster und die in sich zusammenfallenden spalten-konstruktionen für weniger breite browser-fenster.

von der boilerplate und dem ia-design habe ich auch die schriftgrössen übernommen: 100% oder 1em. ob das so bleibt oder welche schriften ich künftig verwende überlege ich noch. das feedback auf die 100%-schrift war ja auch nicht so dolle. vielleicht ist das alles wirklich noch nen tacken zu gross.

der spass am responsive-design ist natürlich, dass man nicht für ein layout, sondern mindestens drei layouts gestalten muss. die seitenleiste mit den artikelbildern oder der „factbox“ die im desktop-layout links rausragt, hat im layout fürs telefon oder tablet keinen platz mehr, muss also hübsch kollabieren. so sieht das dann aus:

wirres.net 3 artikelbild

* * *

wirres.net 3 factbox

auch die dreiecke für die aufklapp-slider haben auf mobilen geräten keinen platz, dort werden also per mediaquery statt dreiecken plus- und minuszeichen angezeigt. auch die favicons bei den links rücken auf dem desktop (grösser als 1024px) nach links, bei kleineren layout nicht.

die navigation hat mir ein bisschen kopfzerbrechen bereitet. grundsätzlich wollte ich das layout so minimalistisch wie möglich haben, fand aber eine hauptnavigation ausschliesslich am fuss etwas zu minimalistisch. für telefone bleibts dabei, ein klick aufs logo springt an den fuss zur hauptnavigation, von wo aus man auch wieder hochspringen kann. auf dem desktop öffnet sich rechts ein slider, der die hauptnavigation, aber auch die hauptkategorien und ein paar einstellmöglichkeiten anzeigt. der nachteil ist natürlich, dass man zum navigieren immer mindestens zwei klicks braucht. der vorteil ist, dass man in so einem slider ne menge unterbringen kann und den rest der seite schön minimalistisch halten kann.

einstellungen

die werbung konnte man auf wirres.net schon immer abstellen. früher über einen button in der hauptnavi und die taste „w“ (wie werbung). das kann man jetzt im seiten-slider machen. wenn man will. ebenso kann man auf den übersichtsseiten eine kompaktansicht aktivieren, entweder per button oder mit der taste x. das geht auch schon seit ein paar jahren (weil ich es praktisch fand), war aber nirgendwo dokumentiert. das isses jetzt. früher war die darstellung allerdings einfach so, dass der ganze artikel per jquery ausgeblendet wurde, jetzt habe ich das statt wie anfangs angedacht mit einem jquery-plugin der die texte kürzt, mit der höhe der article-auszeichnung gemacht, die ich per CSS verkleinere, unten eine linie und in webkit und mozilla browsern noch einen CSS-schatten einblende (CSS-code für den schatten im google-reader geklaut). find ich ziemlich toll, da so auch die bilder angeteasert werden. weitere einstellungen über die ich derzeit noch nachdenke sind ein optionaler instapaper-button hinter jedem täglichen link („read later“) und eine option die schriftart auf serifen oder so umzustellen. das funktioniert natürlich alles mit keksen, der browser merkt sich die einstellung also (für zwei wochen — könnt ich eigentlich auch länger speichern?).

faltmenues und social buttons

das social-button-gedöns nervt eigentlich ziemlich, aus genau drei gründen. die facebook-, +1- oder flattr-buttons sind alle irre hässlich, erhöhen die ladezeiten und erlauben den betreibern die besucher zu tracken. deshalb habe ich für facebook, google und flattr schon länger als heise eine zwei-klick-lösung eingebaut. das heisst die buttons werden nicht nur ausgeblendet, sondern sind bei zugeklappten menüs auch nicht geladen. erst wenn man den button explizit aufruft, wird der javascript-code der jeweiligen betreiber nachgeladen und der button gezeichnet. das ist jetzt etwas leichter zu erkennen als vorher, aber eigentlich ein alter hut.

ebenso die anzahl der reaktionen die ich von einem unterprogramm per json bei google, facebook, delicious, twingly, echo, twitter und flattr abfrage und zwischenspeichere (15 minuten). so kann ich unter und über jedem beitrag dynamisch die anzahl der reaktionen anzeigen, ohne dass eine http-anfrage vom benutzer an den jeweiligen button-betreiber geht. die queries und den code dafür kann ich bei interesse gerne hier veröffentlichen.

die blase neben der anzahl der reaktionen habe ich bei spreeblick geklaut, die grosse blase mit den einzelnen zahlen, macht der jquery-plugin tipped. ohne javascript sieht man die zahl der reaktionen natürlich nicht. wobei die noscript-version der seite und die printversion noch baustellen sind.

CSS3 pseudo-klassen

irre was man mit CSS-selectoren so alles selektieren kann. oder anders gesagt: darüber habe ich in den letzten wochen so einiges gelernt. man kann mit CSS zum beispiel alle bilder selektieren, die das alt-attribut „*“ haben:

img[alt ="*"]

der selektor mit der url des bildes oder links ist ja bereits ein klassiker:

img[src ^="https://root.wirres.net/videothumbs/"]

oder wenn man einen anker in der url hat, kann man die DIV oder die HTML auszeichnung mit der gleichen ID wie der anker selektieren und beispielsweise den hintergrund ändern (mach ich beispielsweise bei den permalinks für links (beispiel)):

div.linkitem:target {background-color:#f5fbfb;}

keine pseudoklasse, aber auch sehr hilfreich folgender CSS-code:

input, textarea {
-webkit-box-sizing: border-box;
-moz-box-sizing: border-box;
box-sizing: border-box;
}

damit werden beispielsweise bei iOS eingabe-felder die 100% breit sein sollen auch wirklich 100% breit angezeigt. ohne den code oben sind bestimmte felder trotz der 100%-breiten-deklaration breiter. trieb mich fast in den wahnsinn und sollte eigentlich in alle CSS-reset vorlagen mit aufgenommen werden.

keine selektoren, aber die CSS-transitions für effekte sind auch ganz toll und sparen ne menge jquery. das mokono-logo oben rechts hab ich vorher beispielsweise bei einem hover per jquery langsam ein und ausgeblendet. das geht jetzt per CSS. muss man nur wissen.

#mokonologo {opacity: .15;}
#mokonologo:hover {opacity: 1;}
#mokonologo {
-moz-transition: all 0.2s ease-in-out;
-webkit-transition: all 0.2s ease-in-out;
-o-transition: all 0.2s ease-in-out;
transition: all 0.2s ease-in-out;
}

jquery

ich beschreibe jquery immer so: das ist so einfach, dass selbst ein honk wie ich es versteht. neben allerlei selbst zusammengehackten code, benutze ich neuerdings folgende plugins:

schon länger folgende:

auf meiner todo-liste stehen noch ganz viele kleinigkeiten und beispielsweise ein HTML5-videoplayer, derzeit benutze ich einen flash-plugin ohne HTML5-fallback von 1975.

technisch begeistert mich das neue layout ziemlich doll. ich habe viel gelernt und habe noch viel zu lernen, was HTML5, semantik, schlanken aufgeräumten code und so angeht. sehr schön gemacht, vor allem im hinblick auf den code hat jeriko sein responsive-design übrigens. ein sehr schönes reaktionsfähiges layout, sauber gecodet. unübertroffen natürlich ia. oder diese 10. oder das wordpress react theme. alles ziemlich toll. und viel arbeit.

auch wenn das neue layout (noch) nicht allen gefällt und sich sicher noch ändern wird, mir gefällt die haptik der seite jetzt wieder. fühlt sich einfach besser an. und das war ja auch der sinn der aktion.

security by obscurity

felix schwenzel, in wirres.net    

kabellos ins internet. kostenlos für sie!

in den db-lounges gibts neuerdings kostenloses wlan. wenn man sich allerdings in den wlan-hotspot einklinkt und die startseite (bzw. irgendeine seite aufruft), bekommt man nur den quelltext der login-seite zu sehen.

quelltext

im quelltext stehen freundlicherweise die logindaten im klartext, mit denen man sich auf der regulären hotspotseite (die eigenartigerweise funktioniert) einloggen kann. die logindaten lauten:

login: „G-Bahnlounges.rs@t-mobile.de“
passwort: „ f8w9lrf6k“ (mit einem leerzeichen am anfang!)

mit diesen logindaten sollte man sich eigentlich überall in telekom-hotspots einloggen können. danke telekom.

[nachtrag 02.02.2012 12:30]

no access

ich weiss nicht wie es bei anderen hotspots aussieht, aber als ich mich heute früh in altona in einen telekom-hotspot einwählen wollte hat er das passwort nicht akzeptiert. kann natürlich auch sein, dass ich mich vertippt habe — oder dass die telekom den zugang mit dem lounge-passwort tatsächlich auf hotspots in den db-lounges beschränkt hat. obwohl ich mir das eigentlich nicht vorstellen kann. scheint aber so, schreibt auch nico in den kommentaren.

mein vorschlag für einen vortrag auf der republica 12

felix schwenzel, in wirres.net    

ich habe gestern, quasi in vor letzter minute meinen vorschlag für meinen vortrag auf der republica 12 eingereicht. da ich bisher nur ein paar vage ideen habe und das thema relativ unscharf formuliert ist, würde ich mich natürlich freuen hier feedback oder gar impulse für den vortrag zu bekommen. und natürlich würde ich mich freuen, wenn der vorschlag vom organisationskomitee der republica angenommen würde.

the internet is people!

soylent green, äh, the internet is people!

die sogenannte reale welt, unsere zivilisation, ist voll mit virtuellen und künstlichen konstrukten: geistiges eigentum, weltfinanzsystem, landesgrenzen, nationalitäten, hitparaden, vollbeschäftigung — um nur einige zu nennen die mir in der viel zu kurzen vorbereitungszeit für diese bewerbung einfielen.

auf der anderen seite wird dem ebenso künstlichem konstrukt der „netzgemeinde“ häufig vom nicht minder virtuellen konstrukt der politischen und journalistischen klasse vorgeworfen, weltfremd und in virtuellen konstrukten beheimatet zu sein.

ist es aber nicht vielleicht eher so, dass das angeblich virtuelle, algorithmische und raumslose viel realer, viel einflusstärker ist, als wir alle uns das vorzustellen vermögen? ist in wirklichkeit das was wir uns bisher als realität vorstellen, viel konstruierter und geistiger als die angeblich virtuelle, computer- und netzbasierte welt?

um diese steile these ansatzweise zu belgen, werde ich mit hilfe von architektur, hobby-soziologie und -kulturwissenschaft, musik, film, dem netz und sozialen netzwerken aufzeigen, wie virtuell die welt in der wir leben bisher ist und wie sehr das angeblich virtuelle hilft die realität zu formen, erleben und zu erkennen.