ix glaube das muss auch in deutschland viel besser rausgearbeitet werden: die lobbybemühungen, beziehungspflege und nebelkerzen die die energiekonzerne in die politik pumpen und zünden führen genau zum gewünschten ziel: politische korruption

(auch wenn die volksparteien sich jetzt alle — mit panik im nacken — ein bisschen green washen.)

ix glaube ja, dass es wichtig ist, alle die da (freiwillig) mitmachen, konsequent mit verachtung zu strafen, auch die, die daran arbeiten dem drecksblatt ein besseres image zu verpassen, z.b. mit unkritischen, menschelnden, empathischen interviews/portraits der (mit)macherïnnen.

update automatische wohnung

felix schwenzel, , in notiert    

uner küchen-rollo

statt weiter auf die ikea fyrtur-, bzw. kadrilj-rollos zu warten (fernsteuerbare, motorgetriebene rollos für ab ca. 120,00 € von ikea, deren auslieferungssdatum immer wieder nach hinten verschiben wurde und von denen erste exemplare jetzt auch in deutschen ikea-ffilialen auftauchen), habe ich mir für 30,00 € ein manuelles rollo von ikea gekauft. und für 44,00 € einen motor, inklusive 433 mhz funk fernbedienung in china. macht statt 119,00 € ca. 74,00 €. der witz ist allerdings, dass ich in den letzten tagen gemerkt habe, dass ein motor eigentlich fast gar nicht nötig ist.

was aber nötig ist, ist eine verlängerung der stoffbahn — irgendwann. auf dem foto sieht man die 195 cm lange stoffbahn voll ausgefahren — es fehlen noch um die 70 zentimeter, die wir irgendwann mit einer neuen stoffbahn nachrüsten werden.

auch zu sehen auf dem bild unser neuer barcode-scanner. den nutze ich um unsere einkäufe und verbrauchten produkte zu erfassen, mit hilfe von grocy und barcodebuddy. ob sich der aufwand eines heimischen „enterprise resource planing“ werkzeugs in der praxis bewährt, werden die nächsten monate zeigen. der scanner funktioniert jedenfalls tadellos, schnell, genau und beinahe magisch. das beste feature ist, dass jeder scan mit einem supermarkt-pieps quittiert wird.

abgesehen davon dass ix so gut wie jedes verhalten potenziell selbstgefährdend ansehe (klettern, fahrradfahrern, trinken) könnt ix noch ne andere definition mansplainen.
verhalten das einen befremdet oder nicht gefällt als therapiewürdig oder krankhaft bezeichnen: psychosplaining

als ich bei unserer nachbarin frau jonas sesamstrasse guckte (wir hatten keinen fernseher) und ein kind in der sesamstrasse den fernseher von frau jonas von innen mit grüner farbe anpinselte.

auch ein grund, warum sich sehr wenige frauen für DIY & heimautomatisierung interessieren, ist wahrscheinlich der altherrenhumor der männer die sich damit beschäftigen und drüber schreiben. ich musste diesen artikel hier aufhören zu lesen und darüber nachdenken …

screenshot von www.siio.de

… ob chris bertko statt  …

Vorher kannst du die Chance nutzen und eventuell noch weitere Dinge vergraben, z. B. Stromkabel für die Gartenbeleuchtung oder die Exfreundin.
Hab mich im Nachgang wahnsinnig geärgert das ich es nicht gemacht habe. Also das mit den Stromkabeln.

… überlegt hat vielleicht sowas zu schreiben:

Vorher kannst du die Chance nutzen und eventuell noch weitere Dinge vergraben, z. B. Stromkabel für die Gartenbeleuchtung oder den Hund der Nachbarn.

Vorher kannst du die Chance nutzen und eventuell noch weitere Dinge vergraben, z. B. Stromkabel für die Gartenbeleuchtung oder den Hamster der Kinder.

die sache ist ja, über die misshandlung von hunden macht man im internet keine witze, weil man sich damit garantiert und dauerhaft bei ungefähr allen menschen sofort unbeliebt macht; mindestens so unbeliebt wie bei tatsächlicher misshandlung von hunden. darüber, die hamster der kinder zu vergraben oder eben den nachbarshund, würde auch deshalb niemand witze machen, weil jeder, der einigermassen bei sinnen ist, beim schreiben sofort merken würde wie grausam und gemein das wäre. so ein witz wäre das risiko sich zum idioten zu machen nicht wert, zumal der gag wahrscheinlich sogar für luke mockridge zu schlecht gewesen wäre.

bei witzen über frauen ist das anders. da muss man sich keine grossen sorgen machen sich zum idioten zu machen, wenn man schenkelklopfend mit tötungsabsichten der „ex“ spielt oder im kopf des lesers potenziel misshandlungsphantasien anregt. solche witze haben doch schon die vatersväter gemacht, macht doch jeder, selbst mario barth wagt es gelegentlich bei diesem thema die selbstgesetzten grenzen zu überschreiten. wird man ja wohl noch …?

es scheint tatsächlich noch immer so zu sein, dass viele männer bei witzen über misshandlung von frauen nach wie vor fest mit dem verständnis der leser rechnen und damit ein ziemlich tief sitzendes strukturelles problem sichtbar machen.

und dieses problem ist nicht, dass im internet niemand ironie erkennen würde, sondern auch, dass frauen, wenn sie sich von männern abwenden (zur „ex“ werden) schnell unter das respekt-level von hunden und hamstern zu rutschen scheinen.

better, not stranger things

felix schwenzel, in gesehen    

es gibt viele serien, die die beifahrein liebt und die ich nicht ertrage. und umgekehrt. auch deshalb schauen wir getrennt fernsehen. von better things war die beifahrerin allerdings so begeistert, dass sie mich quasi dazu zwang die serie auch anzusehen, nachdem sie drei staffeln in wenigen tagen eingeatmet hatte (nachdem ihr die serie von stefan niggemeier und sarah kuttner empfohlen wurde).

tatsächlich hat die serie viele elemete die ich sehr schätze: jede folge ist kurz und funktioniert für sich selbst, es gibt aber einige rote fäden die sich durch die staffeln ziehen. die serie behandelt probleme und ist teilweise dramatisch, aber keine folge endet mit einem schlechten gefühl. die serie erklärt nichts, keine gags, keine andeutungen oder referenzen, sie erklärt noch nicht mal was gerade passiert. sie zeigt es einfach und wenn man das was passiert, einen gag, eine andeutung nicht versteht, dann ist das ok, weil gleich wieder was passiert. so wie in jedermanns und jederfraus alltag.

die serie hat keinen soundtrack, aber ab und zu spielt musik. die serie hat einen vorspann, manchmal wird der tatsächlich auch am anfang gezeigt, meistens mittendrin.

um ein haar habe ich die serie nicht angefangen zu sehen, weil nicht wenige die serie mit louis cks louie vergleichen und die hauptdarstellerin und produzentin der serie mit louis ck befreundet ist. die imdb listet louis ck auch tatsächlich als co-produzenten auf, aber das merkt man zum glück nicht.

statt mit louis ck würde ich die serie am ehesten mit frasier vergleichen. der minimalsimus, die brillianten drehbücher, aber vor allem die menschenfreundlichkeit der serie setzen in den neunzigern masstäbe. auch den autoren von frasier war es egal, wenn nicht alle einen gag oder eine andeutung verstanden — und auch wenn hin und wieder gags ausgewalzt wurden, war die serie gespickt mit andeutungen und versteckten referenzen. aber vor allem fand man in frasier immer jemanden, mit dem man sich identifizieren konnte. die serie, die geschichten, die probleme und situationen waren nahbar, nachvollziehbar, echt und auf eine art authentisch.

better things transformiert das gute von frasier aus den 90ern ins jetzt, lässt das publikum weg, verzichtet aufs komödiantische (aber nicht den witz) und konzentriert sich auf das verdichten von alltag.

und genau darum geht es in better things: alltag. der verdichtete alltag von sam fox, der möglicherweise autobiografische elemente aus dem leben von pamela adlon enthält, was aber wiederum völlig egal ist, weil dieser alltag eben nahbar, nachvollziehbar, identifizierbar ist. die wenigsten menschen arbeiten in hollywood als mittelerfolgreiche schauspielerïn, nicht alle menschen haben drei töchter und erziehen die alleine, aber jeder scheitert hin und wieder an seinen ansprüchen und versucht im alltag das beste draus zu machen und dabei möglichst ein bisschen spass zu haben.

weil dieser alltag durch die brilliante, unprätentiöse und zeigefingerlose erzählweise verdichtet ist und diesen gescripteten alltag nach subtilen gags und absurditäten abklopft, macht das zusehen wirklich spass. weil das alles zutiefst menschklich, menschenfreundlich, ohne häme, nur mit gelegentlicher self-depreciation und gags auf eigene kosten, nie mit boshaftigkeit oder sarkasmus erzählt wird, macht die serie süchtig.

in deutschland findet die serie auf magenta tv statt, findet also quasi nicht statt. bei amazon kann man die staffel 1 für 10,00 €, staffel 2 für 20,00 € und staffel 3 nicht kaufen. das ist furchtbar schade, abner ich kann jedem serienjunkie empfehlen die serie für sich persönlich stattfinden zu lassen und sich zugang zur serie zu verschaffen. weil es spass macht, weil es erhellt und froh macht.

dieser ausschnitt ist nicht exemplarisch, wie übrigens nichts an better things exemplarisch oder stereotyp ist, aber er zeigt wie die serie funktioniert: sie spielt mit klischees und stereotypen und bricht sie auf überraschend frische und nahbare weise (und manchmal walzt sie bestimmte gags auch aus).

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letzter punkt der mich begeistert: das ensemble. nicht nur die besetzng der figuren ist briliant, die figuren sind auch wunderbar in sich. selbst die langweiligen rollen haben tiefe und authentizität.

der entscheidende anstoss, die serie dann tatsächlich anzufangen zu gucken, war übrigens ein aufritt von pamela adlon bei jimmy kimmel in diesem jahr. dieser ausschnitt ist vom letzten jahr, aber ich hoffe er überzeugt ganz viele die serien zu gucken, egal wie und koste es was es wolle.

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neuer, leiser wlan-ventilator aus china

felix schwenzel, in artikel

wir brauchten einen neuen ventilator, weil die sommer zu heiss geworden sind und mir der alte ventilator zu laut und der beifahrerin zu energie-fressend wurde. das angebot im sommer in deutschland ist enttäuschend. billiger mist, für den man viel geld zahlen soll. keine vernetzungsfähigkeiten oder fernsteuerungen der ventilatoren im preissegment unter 1000 euro.

also, nach langem hin und her, habe ich mir einen ventilator in china bestellt, für 77,00 € ohne zusätzliche versandkosten. heute kam der ventilator an, er wurde aus england geliefert.

der zusammenbau war wie bei ikea: nicht ganz trivial, aber gut erklärt und sauber und verständlich abgepackte einzelteile. der ventilator lässt sich mit ein paar knöpfen bedienen und überzeugte auch die beifahrerin, die fürchete, dass er nicht gut genug wind machen könne. der direkte vergleich überzeugte sie: der alte bläst genau wie der neue in einem ziemlich engen strahl, aber beide blasen gleich stark, obwohl der alte grösser und lauter ist.

mit der mi-app lassen sich nach dem verbinden des ventilators mit dem wlan ein paar mehr features am ventilator bedienen: man kann den winkel, in dem er ozilliert einstellen (in schritten von 140° bis 30°), man kann einen „natürlichen wind“-modus einschalten, in dem der ventilator auch auf höchster stufe nur leise und wenig bläst, bis auf manchmal, wenn er eine oder zwei leichte böen simuliert. sehr angenehm, sehr verspielt. eine timer-funktion ist über die app, aber auch die tasten am ventilator bedienbar.

in der fritzbox meldete sich der ventilator als „ESP-5AB785“ an, xiaomi/mi hat hier also einen esp8266 verbaut. später, sobald ich das zugangstoken aus einem iphone-backup extrahiert habe, überlasse ich die steuerung und fernbedienung home-assistant, mit dieser komponente.

in der fritzbox habe ich dem wlan-ventilator allerdings gleich den internetzugang gesperrt. die chinesische firmware muss ja nicht unbedingt nach hause telefonieren.

ich bin jetzt schon sehr glücklich mit dem teil. die feine justierbarkeit der windstärke, der wind-simulationsmodus, die beinahe unbemerkbare geräuschentwicklung, die wlan-fähigkeit und (hoffentlich) problemlose lokale steuerbarkeit ohne app, per wlan. der ventilator ist zwar zum grossen teil aus plastik gefertigt, mit ein bisschen metal im fussbereich, der stange und im motorbereich, wirkt aber trotzdem, wie alle anderen xiaomi-produkte die ich bisher gekauft habe, ziemlich solide und fein und genau gearbeitet.

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die integration in home-assistant war ein (kleines) bisschen fummelig, weil das model (dmaker.fan.p5) noch nicht von der komponente unterstützt wird. aber weil der github-nutzer bieniu die komponente angepasst hat, geht’s.

damit konnte ich den ventilator in die haus-automatisierung integrieren, snips sagen, dass sie den ventilator für x minuten oder stunden anstellen soll, den ventilator ausschalten wenn das zimmer leer ist oder den ventilator, wenns sein muss, über homekit oder das steuerungs-dashboard-tablet im zimmer steuern.

die beifahrerin legt wert darauf zu vermerken, dass sie einen punktabzug vergibt, weil der ventilator so niedrig ist und sich nicht mit der stange weiter hoch stellen kann. ich hingegen möchte gerne mehr als die volle punktzahl vergeben: ich bin sehr zufrieden. die letzte chance, dass der ventilator jetzt noch einige meiner sympathie-punkte verliert wäre der stromverbrauch. den messen wir demnächst.

* * *

eben den stromverbrauch gemessen, der ventilator braucht, wie vom hersteller angegeben, auf der nidrigsten stufe unter 2 watt und auf der höchsten ca. 5 watt. wenn der „natprliche windmodus“ aktiviert ist, also die stärke variert, schwankt der verbrauch auf höchster stufe zwischen 2 und 5 watt. das ist ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass das alte metallmonster wohl gut das zehnfache verbraucht hat.

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paketinhalt: rotor
motor
rotor halter
rotor
beide ventilatoren