ich fühle mich verstanden teil 2

felix schwenzel, in wirres.net    

zarte lust für lo-fi-boheme

nach teil 1 zum thema ich fühle mich verstanden, jetzt der zweite teil. diesmal in form eines artikels in der taz: das Leben der lo-fi-boheme

Auf wundersame Weise schlagen wir uns seit vielen Jahren als Freelance-Proletarier irgendwie durchs Leben und gehören nun einer Art niedrigschwelliger, leicht verarmter Großstadtboheme an. Die Old und New Economy, die Erlebnis- und Dienstleistungsgesellschaft ging irgendwie an uns vorüber, die Ich-AG ist für uns ein alter Hut. Wir beklagen uns manchmal, wollen aber eigentlich nicht anders leben.

via moe

auch wirr

felix schwenzel, in wirres.net    

she said...

ich bin ja nicht so ein linker. also einer der auf andere zeigt. mache heute aber mal ne ausnahme. weil fabian/sub/sax ganz praktische verweise hat um sich in berlin zurechtzufinden. er schenkt der musik definitiv mehr aufmerksamkeit als ich, ist aber trotzdem ein echter wirrer.

hier noch mehr links auf lesenswertes:

drogenverdacht

felix schwenzel, in wirres.net    

drogenverdacht

der satz des tages mal wieder in der netzeitung:
der zentralrat der juden wird laut einem pressebericht mitte juli debattieren, ob vizepräsident friedman die gemeinschaft weiter repräsentieren darf. er steht unter drogenverdacht.

was soll “drogenverdacht” denn heissen? michel friedmann steht im verdacht eine droge zu sein? drogen ins haar geschmiert zu haben? drogenverdacht... muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen. das wort. nicht die drogen.

scheiss verkürzungen immer:

  • irak: atomverdacht
  • iran: mullahverdacht
  • bush: dummverdacht
  • JLo: arschverdacht
  • christiansen: freundverdacht
  • zdf: gähnverdacht
  • netzeitung: plapperverdacht

erschütternde neuigkeiten

felix schwenzel, in wirres.net    

osteuropäische prostituierte bereitet sich vor

die netzeitung meldet: “nicht nur michel friedman, auch andere prominente sollen die dienste osteuropäischer prostituierter in anspruch genommen haben.”
oh schreck... wie kann man solche sensationellen enthüllungen noch toppen? ich ahne es: morgen steht in den schlagzeilen:

  • “auch der kanzler hat schon einmal onaniert!”
  • “öko-trittin bei rot über die ampel gelaufen!”
  • “homosexueller journalist soll analsex praktiziert haben...”
  • “auch politiker gehen 1-2 mal täglich scheissen!”

mal im ernst: wen interessierts wer mit wem wann fickt, was er sich dabei reinpfeifft und ob er evtl. mit stofftieren schläft...?

...ok. ich gebe zu; es interessiert mich. aber ich bin ja auch nicht normal... oder?

henryk m. broder über “bio”

felix schwenzel, , in wirre kritik    

bios mädels

henryk m. broder, angeblich “scharfzüngigster” und “provokantester” deutscher texter schreibt im spiegel eine kreuzlangweilige, brave und ziemlich abiturientesque zusammenfassung/inhaltsangabe von alfred bioleks letztem “boulevard bio”. das fazit hätte ich im abi-deutsch-grundkurs wohl auch so geschrieben:

es war, talkshow-technisch gesehen, der ideale mix und ein perfekter abgang für den gastgeber.

hui! henryk m. broder war auch schonmal bissiger/witziger...:
_ein arschloch kommt selten allein.
über die cdu-vorsitzende angela merkel.
_aus dem kleinen ferkel ist eine richtige dicke sau geworden.
über den philosophen peter sloterdijk.
_dumpfbacke.
über jürgen w.
(zitate vom rechts-alternativem w.-moser-antivirus)