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title: eigentum, eckert
date: "2026-03-07T21:40:00+01:00"
url: "https://wirres.net/articles/eigentum-eckert"
tags: [toot.berlin, mastodon, architektur, berlin, altbauten, neubauten, wohnen]
category: antworten
additional_categories: [wirres.net]
author: felix schwenzel
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# eigentum, eckert

> Okay, dass sie den Edeka hier zumachen, abreißen und mit Wohnungen überbauen, das kann ich ja verstehen. Aber dass sie dann schon wieder so eine neoklassizistische Kackscheiße in den Kiez rotzen und darauf auch noch stolz wie Bolle sind, das geht über mein Verständnis weit hinaus. [#Berlin](https://toot.berlin/tags/Berlin), wie Scheiße willst du denn noch aussehen? Mach was!
> 
> Himmel, was ein Geseier. [https://eckert-carre.com/](https://eckert-carre.com/)
> 
> **Ralph Angenendt** (@der_mit_ph@toot.berlin)
> 
> — [7. Mar. 2026, 19:03](https://toot.berlin/@der_mit_ph/116189206074290558)

ja, schon schade, dass man heut­zu­ta­ge keine altbauten mehr baut.
 

aber im ernst, ich habe das alles mal über­flo­gen und das interview mit dem ar­chi­tek­ten angesehen. auch wenn mir die ar­chi­tek­tur auf den ersten blick nicht wirklich zusagt und of­fen­sicht­lich alles mit der vorgabe geplant wurde, bloss nicht anzuecken und keine grossen ex­pe­rie­men­te zu amchen, ist es vor allem eins nicht: protzig oder aggressiv. das sieht genauso lang­wei­lig und ver­dich­tet wie der rest der stadt aus. ich kann mich da beim besten willen nicht drüber aufregen.
 

was mich al­ler­dings be­ein­druckt hat ist die qualität der vi­sua­li­sie­run­gen. man erkennt gerade noch, dass es vi­sua­li­sie­run­gen sind, aber das licht und die texturen sind schon extrem rea­lis­tisch. so rea­lis­tisch, dass ich dachte: wow ist das lang­wei­lig, ge­wöhn­lich und eng. und nach spä­tes­tens 5 jahren nutzung, wenn der schmutz der stadt sich auf der fassade abgesetzt hat, sieht das wahr­schein­lich bereits aus wie ein leicht her­un­ter­ge­kom­me­ner altbau.
 

und über ei­gen­tums­woh­nun­gen denke ich spä­tes­tens seit mpfs artikel darüber, wie scheisse er miete bezahlen findet, ganz anders als noch vor ein paar jahren: [https://mequito.org/stories/15146](https://mequito.org/stories/15146)

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> [@ix](https://mstdn.wirres.net/@ix) Ne, um Altbauten geht es mir nicht, im Gegenteil. Ich finde es schlimm, dass in den letzten Jahren so getan wird, als würde man Gründerzeitbauten bauen, zumindest aber etwas, dass einer architektonischen Sprache von 1890-1930 entlehnt ist.
> 
> Dazwischen ist in der Architektur und auch drumherum eine Menge passiert, und natürlich nicht alles gut. Aber schon die Tauts hatten eine modernere Formsprache als das hier, als sie in Berlin Siedlungen gebaut haben.
> 
> **Ralph Angenendt** (@der_mit_ph@toot.berlin)
> 
> — [7. Mar. 2026, 22:12](https://toot.berlin/@der_mit_ph/116189950455527447)

> Und das ist 100 Jahre her, mir ist absolut nicht klar, warum dieser neoklassizistische Kram jetzt anscheinend das ist, was im Städtebau Konsens ist. Die Moderne (Café Moskau! Kosmos! Delphi (Weißensee), Bikini!), und die IBA der 50er in Berlin haben gezeigt, wie sich Stadt weiterentwickeln kann.
> 
> Aber irgendwie hat sich durchgesetzt dass man möglichst langweilig bauen muss. Und das finde ich schade, nein, das regt mich sogar auf. Wie du richtig festgestellt hast.
> 
> **Ralph Angenendt** (@der_mit_ph@toot.berlin)
> 
> — [7. Mar. 2026, 22:12](https://toot.berlin/@der_mit_ph/116189950503118217)
