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title: goethe’s take zu „blog like nobody’s reading“
date: "2026-10-20T07:30:00+02:00"
url: "https://wirres.net/articles/goethes-take-zu-blog-like-nobodys-reading"
tags: [blogdings, goethe, schreiben, relevanz, relevanz ist firlefanz]
category: notiert
additional_categories: [wirres.net]
author: felix schwenzel
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# goethe’s take zu „blog like nobody’s reading“

kürzlich hab ich ja drüber nachgedacht was „[bloggen, als ob niemand mitliest](https://wirres.net/articles/bloggen-als-ob)“ für einzelne ins internet schreibende bedeuten könnte. goethe wollte da auch was zu sagen:

> Wer aber nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben. 

<small>quelle: [Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens (pdf)](https://odysseetheater.org/ftp/odyssee/Goethe/Eckermann_Gespraeche_mit_Goethe.pdf)</small>

der kontext ist, dass goethe für seinen *werther* viel kritik von zeitgenossen einstecken musste, er diese kritik aber wegsteckte, weil er ahnte dass viele andere seinen text schätzen würden. auch wenn sich der satz grosskotig und nach SEO-optimierung anhört, könnte er damit durchaus sowas ähnliches gemeint haben wie „bloggen, als ob niemand mitliest“: man sollte durchaus mit dem anspruch schreiben viele menschen erreichen zu können, aber auf den drang verzichten können, jedem einzelnen gefallen zu wollen.
