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title: links und likes 02.08.2026
date: "2026-08-02T06:50:00+02:00"
url: "https://wirres.net/articles/links-und-likes-02-08-2026"
tags: [supercuts, berlin, the wicker, kino filme, amish, lindsay ems, pixelfed, fediverse, indieweb, thomas fischer, links, bud spencer, charles bukowski]
category: links
additional_categories: [wirres.net]
author: felix schwenzel
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# links und likes 02.08.2026

[waxy.org: Waxy Refresh: Supercut.org](https://waxy.org/2026/07/waxy-refresh-supercut-org/)

aus dem ma­schei­nen­raum von waxy.org; andy baio hat sein [supercut.org](https://supercut.org/) renoviert, bzw. wie­der­be­lebt.

auf supercut.org verliert man sich schnell. ich hate schon fast vetgessen, wie gerne ich sowas mag.

[video auf vimeo ansehen](https://vimeo.com/1157928873)

[nicolasheinzelmann.com: The Quiet Space](https://nicolasheinzelmann.com/2026/07/28/the-quiet-space/)

> Wie erfüllend so Nichts sein kann  
>  Wie eine grosse, leere Kirche ist es hier – einfach ohne Gott (oder mit Gott, das ist wohl eine in­di­vi­du­el­le An­ge­le­gen­heit)  
>  Das blosse Hiersein ist erholsam wie ein Sau­na­be­such – einfach ohne die Hitze

[kottke.org: The trailer for Wicker  (starring Olivia Colman,...](https://kottke.org/26/07/0049419-the-trailer-for-wicker)

das sieht er­staun­lich gut aus.

[![video auf youtube ansehen](https://wirres.net/cache/md-yt-thumbs/articles-links-und-likes-02-08-2026-HP0BWBWn14I.jpg)](https://youtu.be/HP0BWBWn14I)

[kaffeeringe.de: Kultur & Gesellschaft: Technologie - wofür?](https://kaffeeringe.de/2026/07/30/technologie-wofuer/)

> [[Lindsay Ems](https://thereader.mitpress.mit.edu/how-the-amish-let-technology-in-without-letting-it-take-over/)] schreibt: „Mir wurde klar, dass die Amish der Tech­no­lo­gie gegenüber ei­gent­lich neutral ein­ge­stellt sind. Es ist für sie zweit­ran­gig, worum es sich bei einer neuen Tech­no­lo­gie handelt oder wie sie funk­tio­niert; ent­schei­dend ist für sie, welche Aus­wir­kun­gen ihre Ein­füh­rung auf die Ge­mein­schaft hätte.“
 

kaf­fee­rin­ge denkt darüber nach was wir über tech­no­lo­gie-nutzung von den amish lernen könnten. le­sens­wert auch der artikel von lindsay ems mit dem titel [How the Amish Let Tech­no­lo­gy in Without Letting It Take Over](https://thereader.mitpress.mit.edu/how-the-amish-let-technology-in-without-letting-it-take-over/):
 

> I became less intrigued by Amish rest­ric­tions on tech­no­lo­gy than by the social world they sought to preserve and protect with those rest­ric­tions. In the end, I came to realize that the Amish are, in fact, tech­no­lo­gy-agnostic. They do not care much about what a new tech­no­lo­gy is or how it works; they care about what its adoption would mean for the sur­roun­ding community.

lindsay ems buch über die amisch ist schon etwas älter (2022), auch wenn der artikel auf mitpress.mit neu ist. leider scheinen die inhalte des buchs bereits ein bisschen veraltet zu sein. so schreibt ems über den service *pcfreemail*, mit dem einige amish per fax emails schreiben und empfangen würden. den service gibts allerdings nicht mehr — [nur noch auf archive.org](https://web.archive.org/web/20190116143857/http://pcfreemail.com/howitworks.php).

aber darum gehts ja nicht, sondern eben darum, dass man sich fragen sollte/könnte, welche auswirkungen technologie auf die gemeinschaft hat. auch wir nicht amish tun das ja, man denke nur an die diskussionen um das social media verbit für jugendliche oder neil postmans buch von anno dazumal über die auswirkungen von fernsehen auf die gesellschaft. wobei wir als nicht amisch uns schon länger dazu entschieden haben, dass es ok ist, wenn technologie unsere gesellschaft verändert.

abgesehen davon, das ist ein schönes beispiel, dass religöse gebote durchaus auch etwas für unreligöse menschen bereithalten können. die drei C’s finde ich gut: danach streben ein vorbild zu sein, kritik annehmen und für eigene fehler einstehen.

> One of my closest Amish contacts was Noah, a 57-year-old entrepreneur and self-described “technology buff.” Noah himself was a minister yet used a smartphone, email, and text messages, and even had a Facebook account. His usage was animated by the three C’s: conviction (modeling the right behavior), confession (asking others to hold you accountable), and contrition (being willing to own up to your mistakes). “Whether or not you use a technology is less important than how you use it,” he told me.

[kaffeeringe.de: Fediverse: Mein Umzug von Pixelfed zu WordPress](https://kaffeeringe.de/2026/07/22/mein-umzug-von-pixelfed-zu-wordpress/)

jetzt habe ich endlich mal ein pro-argument für pixelfed gehört, dass ich verstehe:
 

> Mastodon kann ja immer nur die ersten vier davon anzeigen, aber Pixelfed kann mit mehr Bildern umgehen.
 

trotzdem: nur um mehr als vier bilder ins fediverse posten zu können werde ich mir kein pixelfed-konto zulegen. zumal die probleme die steffen hier be­schreibt und die ihn zum umzug bewogen haben, genau die gleichen sind, denen ich auch aus dem weg gehen möchte.

[spiegel.de: CSD-Attentäter Abdul B.: Ex-Bundesrichter Thomas Fischer verteidigt vorheriges Urteil \[€\]](https://www.spiegel.de/panorama/justiz/csd-attentaeter-abdul-b-ex-bundesrichter-thomas-fischer-verteidigt-vorheriges-urteil-a-59973d4b-a56a-42c5-aa70-686cf8b99624)

„wir“ wundern uns ja immer über im­mi­gran­ten die trump wählen oder der afd nahe stehen. so nach dem motto: „verstehen die nicht, dass sie sich damit selbst schaden?“
 

wenn politiker hingegen ver­schär­fun­gen des straf- oder zi­vil­rechts fordern sind wir auch oft zu schnell an bord. po­pu­lis­mus funk­tio­niert, weil wir immer irgendwie denken, dass wir nicht mit­ge­meint sind, dass ver­schär­fun­gen und frei­heits­ein­schrä­kun­gen uns bestimmt nie betreffen werden. ich finde die wie­der­keh­ren­den for­de­run­gen scharf zu dif­fe­ren­zie­ren von thomas fischer teilweise auch sehr an­stren­gend und ge­le­gent­lich bräsig, aber genauso finde ich sie wichtig und richtig. macht ja sonst kaum noch jemand.

[fliegende-bretter.blogspot.com: Jenseits der Blogroll - 07/2026](https://fliegende-bretter.blogspot.com/2026/07/jenseits-der-blogroll-072026.html)

sehr viele sehr gute lesetipps.

[kottke.org: “Datatype is an OpenType variable font that turns...](https://kottke.org/26/07/0049391-datatype-is-an-opentype-v)

sachen gibts …

[ligneclaire.de: Über Bukowski](https://ligneclaire.de/ueber-bukowski)

> Zwei alte Bücher mit Bukowski-Kurz­ge­schich­ten gefunden. Habe mal durch­ge­blät­tert; ich glaube nicht, dass ich das Zeug heute noch lesen möchte. In Zeiten des Her­an­wach­sens war Charles Bukowski für viele eine große Sache. Anti-bür­ger­lich, verkommen und sowohl gegen rechte als auch gegen linke Lehrer zu ge­brau­chen.
 

da stimme ich zu und das erinnert mich an das [was ma­xi­mil­li­an bud­den­bohm gerade neulich schrob](https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/08/01/linkwerk-zum-wochenende-24/):
 

> Kurz kam mir auch wieder die Er­in­ne­rung daran, wie ich mit den Söhnen, als sie noch klein waren, einen ver­meint­lich lustigen Film aus meiner Kindheit sehen wollte, mit Bud Spencer und Terence Hill. Denn was hatten wir gelacht damals! In den ersten Minuten des Films wurden dann Frauen und Kinder ge­schla­gen, wurde ohne Gurt Auto gefahren, wurde beim Fa­mi­li­en­es­sen geraucht und gesoffen. Ich hatte so viel spontanen Er­klä­rungs­be­darf, wir haben den Film dann nicht wei­ter­ge­se­hen. Zumal auch keine einzige der Pointen bei den Söhnen funk­tio­nier­te.
>  
> 
> Tempi passati, das gilt oft auch für den Humor der Zeit.
 

ver­gan­ge­ne zeiten indeed.
