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title: links und likes 22.06.2026
date: "2026-06-22T21:30:00+02:00"
url: "https://wirres.net/articles/links-und-likes-22-06-2026"
tags: [links, ki, ai, intheweight, christian stöcker, stefan niggemeier, selbermachen, constantin seibt, lernen, neugier]
category: links
additional_categories: [wirres.net, favoriten]
author: felix schwenzel
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# links und likes 22.06.2026

> I'm [intheweights.com](https://intheweights.com)
> 
> **René Walter** (@rawx.bsky.social)
> 
> — [21. Jun. 2026, 08:39](https://bsky.app/profile/rawx.bsky.social/post/3morr64xqsk23)

durch rené zum ersten mal von [intheweights.com](https://intheweights.com/) gehört und auch [ausprobiert](https://intheweights.com/p/felix-schwenzel).

intheweights.com fragt den eingegebenen namen bei mehreren LLMs ab und extrahiert irgendeine metrik und listet auf, was die modelle zum namen zu sagen haben. sieht aus seien *GPT-5.5*, *GPT-5.4-mini* und *claude opus 4.8* nah dran, während *claude haiku 4.5* mich schon zum journalisten halluziniert und *gemni 3.1 lite* zum „langjährigen“ co-autoren von nerdcore macht. *DeepSeek V4* sieht mich gar als mitgründer von *netzpolitik*.

> <span class="pressstart2p">GPT-5.5 says
> <span class="pressstart2p">German blogger, web developer, and internet personality associated with the blog wirres.net.

> <span class="pressstart2p">GPT-5.4 Mini says
> <span class="pressstart2p">German blogger and web developer, known for writing on technology, startups, and internet culture.

> <span class="pressstart2p">Claude Opus 4.8 says
> <span class="pressstart2p">German blogger and writer known for his blog 'wirres.net', active in the German-language blogosphere and internet culture scene.

> <span class="pressstart2p">Claude Haiku 4.5 says
> <span class="pressstart2p">German journalist and media professional, though limited public recognition without additional context.

> <span class="pressstart2p">Gemini 3.1 Lite says
> <span class="pressstart2p">A German blogger, author, and long-time contributor to the tech and culture blog Nerdcore.

> <span class="pressstart2p">Kimi K2 0905 says 
> <span class="pressstart2p">German blogger and co-founder of the media blog 'wirres.net', known for tech and internet culture commentary.

> <span class="pressstart2p">DeepSeek V4 says
> <span class="pressstart2p">German journalist and author, known for tech and media commentary, co-founder of netzpolitik.org.

![felix](https://wirres.net/media/pages/articles/links-und-likes-22-06-2026/13cf75f526-1782148363/felix-640x.png)

offensichtlich und abgesehen davon mag ich die spielautomaten-schrift von intheweights.com sehr. und eigentlich mag ich pixel-bilder von „TODAY’S HEAVYWEIGHTS“ [auf der startseite](https://intheweights.com/) auch, ich bin ja schliesslich mit nem C64 aufgewachsen.

![pixeliertes bild von felix schwenzel (ki generiert)](https://wirres.net/media/pages/articles/links-und-likes-22-06-2026/e82eafdd78-1782154749/felix-256.png)

aber das was GPT auf meine aufforderung hin [aus diesem bild](https://wirres.net/articles/morgenspaziergang-mit-just-out-of) gemacht hat, ist selbst für mich etwas dick aufgetragen. faszinierend ist einzig, dass für das bild 256×256 pixel reichen.

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den besten artikel zu künstlicher intelligenz hab ich heute von christian stöcker gelesen.

[spiegel.de: Mario Voigt und Matthias Döpfner: Die neue Unsitte, das Denken an eine KI auszulagern – Kolumne Christian Stöcker](https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/mario-voigt-und-matthias-doepfner-die-neue-unsitte-das-denken-an-eine-ki-auszulagern-kolumne-a-a8ba1db1-0961-439b-b260-ea8c0b968cea)

> Micah Nathan bringt am Mas­sa­chu­setts Institute of Tech­no­lo­gy Leuten das kreative Schreiben bei [und berichtet]: Alle in seinem Workshop hatten KI zum kreativen Schreiben benutzt, was er an ihren Texten merkte. Manche gestanden es trä­nen­reich und sogar voller Selbst­ekel. Seine Schluss­fol­ge­rung: »Die Gefahr besteht nicht darin, dass die KI Autoren ersetzen oder meinen Workshop über­flüs­sig machen wird. Die Gefahr ist, dass die Stu­die­ren­den sich daran gewöhnen, die Reibung zu über­sprin­gen, die vorher ihren Schreib­pro­zess sichtbar machte.«

christian stöcker bringt das problem mit der künstlichen intelligenz auf einen passenden nenner aus der kognitiven psychologie: 

> den »kognitiven Geizkragen«. In Kurzform: Wir strengen unser Gehirn ungern an. Wenn wir nicht müssen, lassen wir es lieber.

diese denk und lernfaulheit zu überwinden lohne sich, weil lernen, üben oder die „Reibung“ der denkprozesse zu überwinden eben befriedigung verschaffen und türen öffnen. christian stöcker und wahrscheinlich auch die kognitive psychologie plädieren dafür sich mehr anzustrengen, bzw. weniger bequem zu sein: 

> Dem kognitiven Geizkragen nachzugeben und intellektuelles Outsourcing zu betreiben, mag zwar bequem sein, es macht aber weder klug noch zufrieden.

ich würde gerne „neugier“ ergänzen. ich mache dinge nicht selbst um selbstdisziplin zu üben, sondern meist um meine neugier zu befriedigen. rauszufinden wie etwas genau funktioniert kann ich am besten indem ich es selbst mache. und selbst machen erfordert lernen, üben und wiederholung. 

ich habe auch irgendwann erkannt, dass ich gesehenes oder gelesenes besser verstehe und mehr davon habe, wenn ich drüber schreibe. eigentlich würde ich jetzt auch lieber auf dem sofa sitzen und die neue folge *house of the dragon* gucken als auf dem sofa zu sitzen und über christian stöckers kolumne nachzudenken. aber die neugier, der mitteilungsdrang und das bedürfnis nach (ein bisschen) intellektueller anerkennung treibt mich zum bedürfnisaufschub. das ist auch der wahre grund, warum ich einmal pro jahr einen republica vortrag schreiben möchte: um mir selbst zu beweisen, dass ich in eine materie  tief genug einsteigen kann, ohne mich völlig lächerlich zu machen. vorraussetzung ist natürlich, dass das thema, in das ich tiefer einsteigen möchte mich auch interessiert, meine neugier weckt.

auch hier ist ein wichtiger aspekt: wenn ich etwas lernen oder etwas selber machen oder selbst zu machen lernen will, stecke ich oft [deutlich mehr arbeit rein, als andere für vernünftig halten würden](https://wirres.net/articles/mehr-arbeit-als-man-denkt).

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ich glaube stefan niggemeier hat auch einen sehr guten text über ki geschrieben. nur leider kann ich ihn nicht lesen, weil ich kein SZ-abo habe.

> Das, was heute als Journalismus verkauft wird, kommt zu großen Teilen längst ohne eigenes menschliches Denken oder Schöpfen aus, und das nicht erst seit oder wegen KI. Ein Realitätscheck: [www.sueddeutsche.de/medien/ki-jo...](https://www.sueddeutsche.de/medien/ki-journalismus-texte-recycling-content-ippen-tagesspiegel-li.3503033) (€)
> 
> → [Journalismus und KI: Willkommen im Zeitalter des Content-Schrotts](https://www.sueddeutsche.de/medien/ki-journalismus-texte-recycling-content-ippen-tagesspiegel-li.3503033)
> 
> **Stefan Niggemeier** (@niggi.bsky.social)
> 
> — [22. Jun. 2026, 16:42](https://bsky.app/profile/niggi.bsky.social/post/3mov4nedf6s26)

ersatzweise bietet er an [diesen text von ambros waibel in der taz zu lesen](https://taz.de/KI-und-Journalismus/!6188122/). das thema schöpfunghöhe oder tiefe im journalismus geht mir schon lange im kopf rum. constantin seibt hat mal geschrieben:

> Das Konzept von komprimierter Zeit ist auch das der Grund, warum Leute gern lesen: Sie machen ein blendendes Geschäft. In einer Minute haben sie eine Stunde fremde Denkarbeit oder mehr gewonnen.

das gefühl „komprimierte Zeit“ zu konsumieren habe ich bei klassichen journalistischen produkten immer weniger. oft spüre ich dieses phänomen aber in bestimmten youtube-kanälen, wo nicht nur mit neuen arten der informations-darreichung experimentiert wird, sondern eben auch merklich viel denkarbeit investiert wird. das kann auch damit zu tun haben, dass erfolgreiche youtube-kanäle das problem der finanzierung gelöst haben (wenn auch auf eine sehr prekäre oder unnachhaltige art) und deshalb kräftig in recherche und kreation investieren können. 

das gegenteil, der mangel an spürbarer denkarbeit ist das, was menschen dazu bringt sich von bestimmten darreichungsformen abwenden oder KI-gedöns als schlamperei (slop) bezeichnen.

und vielleicht …

[netzfeuilleton.de: Sind YouTuber die neuen Steven Spielbergs?](http://netzfeuilleton.de/sind-youtuber-die-neuen-steven-spielbergs/)

… fragt jannis schakarian. ausserdem passend:

[konnexus.net: Selber machen lassen](http://konnexus.net/n/K260619A-selber-machen-lassen)

> > Alles muss man selber machen lassen!
