my review is pending for 90 hours now, and since it seems, that virtually nobody got approved yet, i suspect that facebook called ”instant articles for all“ a little too early. it seems that instant articles are not really ready to be open for all, be it of a technical nature or due to organisational problems.

it’s a pitty that facebook is not willing to communicate this in a timely and honest manner and lets everyone wait and wait. or have there already been approvals? anyone?

hitze in der küche

felix schwenzel, , in artikel    

jan böhmermann bei der arbeit (symbolbild)

stefan niggemeier fragt:

Ernst gemeinte Frage: Warum gibt es eigentlich keine große Solidaritätsaktion für Jan Böhmermann?

das ganze spektrum möglicher antworten findet sich auch in den antwortsträngen unter stefan niggemeiers tweet, von „hat er sich doch selber eingebrockt“, „der ist doch [doof | rassistisch | zu weit gegangen]“ über „das ist doch keine satire“ ist da glaube ich alles dabei.

mir fallen ein paar weitere antworten ein. eine ist, dass niemand wirklich glaubt, dass böhmermann ernste konsequenzen drohen. oder umgekehrt, jeder ahnt, dass eine staatsanwaltschaft, die jan böhmermann wegen seines gedichts vor gericht zerren würde, sich so lächerlich machen würde, dass sie nicht nur von solidaritätswellen, sondern vor allem von witzwellen hinweggefegt würde.

eine andere antwort lautet: metaebenen. jan böhmermann ist meister der metaebenen. und natürlich auch der formvollendeten ironie. ich finde böhmermann gar nicht mal so witzig (manchmal schon), aber ich bewundere seine fähigkeit metaebenen aufzutürmen, sie wieder einzureissen und dann auf ihnen zu tanzen und sich über die verwirrung, die er stiftet, zu freuen.

ein gelungenes beispiel des auftürmens von metaebenen ist dieses video, das, um verwirrung zu stiften, „Talk mit Anne Will“ heisst:

youtube-video
youtube

wer metaebenen säät, erntet metaebenen. oder weniger kryptisch: ich glaube, dass die solidarität mit böhmermann durchaus vorhanden ist, aber sie äussert sich genauso meta-chiffriert, wie sich böhmermann in der regel öffentlich äussert; indirekt und ironisiert.

tim wolff, der chefredakteur der titanic macht das (natürlich) genau so, er fordert: „steckt böhmermann ins gefängnis“. das meint er natürlich ganz anders, was man leicht erkennt, wenn man es schafft an der flashwand von spiegel.tv vorbeizukommen.

der letzte punkt, der es sicherlich vielen erschwert, böhmermann ohne ironische distanz solidarität zukommen zu lassen, ist, dass mittlerweile jeder, egal was böhmermann macht, irgendwann erwartet, dass böhmermann am ende ruft: „ha, verarscht!“

ich glaube nicht, dass böhmermann die reaktionen vorausgesehen hat oder in der erdoğan-sache weiter auf metaebenen wandelt, aber es fällt halt schwer, jemanden der sich als spitzenkoch positioniert und sich ständig in seiner küche filmen lässt, dafür zu bedauern, dass es in der küche heiss ist.  

the last known micropub attempted by ownyourcheckin (Sun, 03 Apr 2016 04:02:38 GMT), was served with a 500 error by your micropub endpoint. unfortunately i can’t see anything else in the logs. what it seems that the ownyourcheckin micropub server has problems talking to the wordpress micropub implementation. have you tried ownyourgram? the ownyourcheckin code is based on that, so if ownyourgram works, i should be able to fix it.

das ist die beeindruckenste tunnelblickrechtfertigung die ich seit langem gelesen habe.

mit dieser haltung könntest du erfolgreiche poltikerin werden. frag doch mal in deinem freundes- und bekanntenkreis nach, was die davon halten.

@patricia: die frage was das genau verbessere, kann man sich zu ungefähr allem, was man im leben tut, stellen. aber ein parteieintritt würde schon mal zwei sachen auf deiner liste oben abhaken: klar positionieren und spenden (mitgliedsbeitrag). auch dein „etc“ wäre damit möglicherweise abgehakt, denn in einer partei würdest du sehr viel etceterasieren. aber vor allem könntest du dich engagieren und damit nicht nur position beziehen, sondern auch für diese position werben und helfen, diese (gemeinschaftlich) in konkrete massnahmen und aktionen umzusetzen.

das geht natürlich auch alles ohne parteizugehörigkeit, aber solche institutionalisierungen haben eben auch vorteile. so wie ein studium bei sehr vielen menschen genau die gleiche reaktion hervorruft (was verbessert das genau?), weisst du ja auch, dass es manchmal eben ganz hilfreich sein kann, werkzeuge, verfahren oder analysegrundsätze (institutionalisiert) zu lernen oder die wahrnehmung zu schärfen, um dann mit diesem wissen tatsächlich etwas zu verändern, im kleinen oder grossen.

oder anders gesagt: wenn einem etwas nicht gefällt, steht neben dem willen etwas zu verändern und dem engagement, vor allem auch das verstehen lernen der funktionsweise. mit diesem wissen, kann man dann auch leichter anderen die funktionsweisen nahebringen.

theoretisch ist das sehr geschmeidig, wie ich es mache, praktisch furchtbar kompliziert und nur mit einem enormen fummelwillen umzusetzen.

die theorie: app installieren, compass konto anlegen und die app die standort-daten dorthin schaufeln lassen. dann kann man compass per API entweder nach der (eigenen) aktuellen position abfragen (und dynamische karten damit bauen) oder in der app reisen starten und beenden, die dann automatisch veröffentlicht werden.

die praxis ist viel komplizierter: die app musst du selbst kompilieren, compass arbeitet nur mit indiauth, dass heisst du musst deine webseite indiewebifizieren, compass liefert die kartenbilder noch nicht per micropub aus, sondern du musst sie (auf deinem server) selbst zusammenbauen (wtf is micropub? kompliziert).

mit meinem fummelwillen hab ich das alles zusammenbekommen, der mensch der sich das alles ausgedacht hat, auch. ansonsten weiss ich von niemandem, der das in dieser konstellation benutzt. ich glaube heiko bielinski hat’s auch versucht, aber mittlerweile aufgegeben, oder.

ansonsten erklär ich dir bei gelegenheit mal gerne, was dieses #indieweb alles kann und soll und will — und ob das vielleicht alles geschmeidig genug ist, um einfach deinen standort zu veröffentlichen, falls das das ding ist, was du an latitude vermisst.