notes.unwieldy.net: Plagiarism #
joshua gross beschreibt wie thenextweb.com eine story von ihm übernahm und im original sehr unauffällig zu ihm zurücklinkten. der artikel wurde relativ schnell und ohne grössere hinweise geändert und thenextweb.com versuchte sich ziemlich unsouverän aus der affäre u ziehen.
joshua gross bekommt unterstützung von john gruber und rob beschizza. mir kam dazu vor allem ein gedanke: auch boinboing hält sich nicht in jedem fall an die urheberrechte und klärt beispielsweise nicht immer alle bildrechte. was aber als goldene regel immer wieder durchscheint und als kleinster gemeinsamer nenner von den meisten akzeptiert ist ist fairness. unfaires verhalten regt immer und zuverlässig empörungswellen an. wer sich unfair verhält, bekommt fast immer auf die mütze.
faz.net: Sucht und Technik: Game Over #
marcus jauer kauft seinem kind eine nintendo 3DS:
Danach zögerten wir die Entscheidung eine Weile hinaus, handelten eine finanzielle Beteiligung des Kindes aus, zahlbar in Raten vom Taschengeld und fanden am Abend zuvor noch einen Videoblog, in dem ein offensichtlich kundiger Jugendlicher sämtliche Nachteile des Gerätes anführte - der Akku sei schwach und von dem 3-D-Effekt tränten einem die Augen - woraufhin sich unser Sohn empört darüber zeigte, was für ein Unsinn im Internet verbreitet werden darf.
16.05.2012 09:41
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15.05.2012 22:03
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ruhrbarone.de: Seehofer: “Sie können das alles senden" #
stefan laurin:
Schönes Interview mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) im ZDF über die Krise der Bundesregierung und das Versagen von Norbert Röttgen- spannend vor allem das Gespräch nach dem offiziellen Interview ab Minute 5.20.
in der tat spannend.
carta.info: Journalismus hat seinen Preis #
hans-jürgen arlt und wolfgang storz schreiben sieben „sachdienliche hinweise“ über die „misslungene“ henri-nannen-preisverleihung 2012:
Das Publikum beklatschte den Preisträger „Bild“ sehr und die 'Spielverderber' von der „Süddeutschen Zeitung“ kaum. Das Publikum feierte zugleich den britischen Journalisten Nick Davies, der den Skandal um den Medientycoon Rupert Murdoch und dessen Boulevard-Blätter aufdeckte, und den Preis für „Pressefreiheit“ erhielt. Es klatschte auch, als Davies sagte, diesen Blättern gehe es nur um Rendite und Macht - als sei die kurz zuvor ausgezeichnete „Bild“ grundsätzlich anders.
15.05.2012 08:40
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taz.de/wortistik: Textbeuter #
„textbeuter“. schön.
kann man sicher auch weiterdrehen: filmbeuter, fernsehbeuter, öffentlichrechtlichbeuter, softbeuter.
faz.net: Urheberrechtsdebatte: Schluss mit dem Hass - Feuilleton - FAZ #
frank schirrmacher sehr schön und über den dingen schwenbend über diese urheberrechts-gedöns:
Vom Anfang muss reden, wer den Versuch machen will, die entstandene Lage überhaupt erst zu verstehen. Die deutsche Literatur hat keine Bastille, aber sie hat ihre „Fermes“. Es ist eine Abmahnindustrie, die in unsäglich aufwendigen und extrem teuren Verfahren IP-Adressen identifiziert, jeden noch so kleinen Regelverstoß ahndet, grotesk überhöhte Strafzölle mit einer Durchschnittssumme von 1000 Euro erhebt und damit, wie Constanze Kurz in der F.A.Z. schrieb, allein 2011 Einnahmen in Höhe von 190 Millionen Euro generierte, die in Anwaltskanzleien und Eintreiberbüros größtenteils versickern. Zwar lebt die Abmahnindustrie noch vor allem von den Forderungen der Musikbranche und nur zu einem Bruchteil von der Literatur; aber es geht ja gerade erst los. (Etwas ganz anderes als die Massenabmahnung ist natürlich die Abmahnung bei kommerziellen Interessen.)
Wenn wir mit kleinen Schritten beginnen wollen, dann wäre der erste, dass den Protagonisten der Abmahnindustrie ein Name gegeben und ihnen die Grundlagen ihres Handelns nicht nur juristisch, sondern auch moralisch streitig gemacht würde. Sie sind das, was die Steuereintreiber des Ancien Régime waren. Sie tauchen plötzlich auf und fordern Abgaben je nach Lust und Laune und wie es ihnen gefällt. Und mit der Mischung, die seit Spartakus immer die Leute in Aufruhr versetzt hat: überwachen, ausspionieren, strafen. Und wie sie vor 1789 auf eigene Faust operierten und den Strafaufschlag für sich kassieren konnten, so lassen sich viele von der Industrie die Forderungen verkaufen, so dass der Zusammenhang zwischen Absender und Empfänger erlischt - was übrigens erklärt, dass die Autoren oft die letzten sind, die von der Praxis dieser Operation Genaueres wissen. Was erwartet ein Autor, ein Sänger, ein Denker, wenn die erste Begegnung mit seinem Werk im Leben eines Menschen damit endet, dass er in seinen Sommerferien jobben musste, um 1200 Euro Strafe zu bezahlen?
anmutunddemut.de: Keine demokratische Ausbildung #
michael schlieben schreibt über den wahlkampf in köln-chorweiler und zitiert einen SPD-politiker:
Viele Chorweiler hätten "keine demokratische Ausbildung" genossen, sagt der SPD-Mann Kossiski.
ben_ dazu:
"Keine demokratische Ausbildung genossen" impliziert, dass man erstmal nicht als Demokrat geboren wird, dass man von schlaueren Menschen an die Hand genommen und zur Demokratie hingeführt werden muss. Wenn man das nicht wird, dann bleibt man ein Undemokrat, oder ein "Barbar" oder "Heide" wie das früher mal genannt wurde. Demokratie als eine Art Erleuchtung, die den Nichterleuchteten (in Chorweiler) von den Erleuchteten gebracht werden muss ... ich finde diese Interpretation zutiefsts verachtend.
kunstbloggerin.blogspot.de: freischaffender kunsttrinker #
kunstbloggerin:
Im Keller des Hauses stellt Huth eine Druckerpresse auf und produzierte fortan Lebensmittelmarken und Blankoausweise, mit denen er so manchen vor dem KZ bewahrte: u.a. Ludwig von Hammerstein, Mitverschwörer des missglückten Hitlerattentats vom 20. Juli., wurde von Huth mit neuen Papieren versorgt. Mit Butter, die er durch seine gefälschten Lebensmittelmarken erhielt, belieferte er zudem eine nicht unerhebliche Anzahl von Untergetauchten - und dies (um nicht aufzufallen) mitunter auch in Frauenklamotten.
/quote.fm
14.05.2012 05:00
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beinahe 1000 links habe ich jetzt mit der „neuen“ pinboard technik beinahe täglich veröffentlicht. zum ersten mal im juni letzten jahres. so sehen die 993-favicons der verlinkten sites auf einen blick aus:
13.05.2012 17:57
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katrinschuster.de: Medienprofis #
karin schuster über das „medienprofi“-verständnis von „bild“-redakteuren am beispiel von ein paar szenen germanys next top model.
13.05.2012 05:00
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das hafenfest in hamburg ist ein grosser spass. mal veranstaltet die stadt hamburg zur feier des hafens kriegsspiele über dem hafen und lässt kampfjets über die stadt fliegen und mich leise „rammstein“ von rammstein summen. die bratwurst, der schweinebauch und das bier das die stände am hafenfest verkaufen, werden uns frei-haus an die tür geliefert.
auch die umliegenden supermärkte dürften während des hafenfestes ihren alkohol-absatz um ein vielfaches steigern. leider gibts für gebrauchte bratwurst und verdautes bier noch keine pfandregelung.
fressen, saufen, grölen, pissen, kotzen. das nennt man in hamburg „kulturförderung“ und wahrscheinlich auch „wohnumfeldverbesserung“.
12.05.2012 21:18
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spiegel.de: Georg Diez zur Urheberrechtsdebatte und "Wir sind die Urheber" #
georg diez:
Aber das passiert eben, wenn Künstler Klientelpolitik machen, wenn Literaten zu Lobbyisten werden: Sie klingen hohl und humorlos, sie verbreiten Angst und Vernebelung, wo ihr Geschäft doch die Aufklärung ist. "1500 Autoren gegen Gier und Geiz", so war die Schlagzeile zum neuesten Lobby-Coup hier auf SPIEGEL ONLINE - und wenn das mehr wie ein Protest gegen Media-Markt klingt als nach geistigem Leben, dann kann man das nicht den Redakteuren vorwerfen, die die Schlagzeile gemacht haben: "Gier" und "Geiz", das sind zwei Schlüsselworte aus dem Autoren-Aufruf, der die Wirklichkeit einigermaßen banalisiert.
faz.net/aus-dem-maschinenraum: Die neuen Hilfssheriffs des Internets #
constanze kurz über diese urheberrechts-dings:
Doch nur eine Gesetzgebung, die sich auf die Verfolgung von kommerziellen Urheberrechtsverletzungen beschränkt, wird gesellschaftlich akzeptanzfähig. Sobald die Massen der privaten Filesharer kriminalisiert werden, ist eine Eskalation unvermeidlich, die leicht in einen Boykott von kommerziell vertriebenen Werken münden kann.
metronaut.de: Ich bin Urheber #
john f. nebel:
Ich habe die Schnauze voll. Ich habe keine Lust mehr mich von den gutverdienenden Urheber-Lakaien der Verwertungsindustrie beschimpfen zu lassen. Ich habe keine Lust mehr auf die Eindimensionalität dieser Debatte. Ich kritisiere die Ausbeutung von Autoren durch Verlage und Verwerter. Ich bin fertig damit, mich als Raubkopierer diffamieren zu lassen. Ich sehe nicht ein, dass Charlotte Roche oder irgendwelche Tatort-Autoren, einen Alleinvertretungsanspruch auf das Wort Urheber erheben. Ich lasse mich nicht als Prosumer titulieren. Ich will, dass Urhebern Respekt gezollt wird. Ich freue mich auf den Tag, an dem die Verwertungsindustrie sterben wird. Ich will, dass wir uns selbst organisieren.
wahrheitueberwahrheit.blogspot.de: Die Wahrheit über die Wahrheit: Wir sind die Grubenponys! #
thomas:
Der in diesem Zusammenhang behauptete Interessengegensatz zwischen Grubenponys und Minenbetreibern entwirft ein abwegiges Bild unserer Arbeitsrealität. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft geben Grubenponys die Vermarktung ihrer Produktion in die Hände von Grubenbetreibern, Bergbaugesellschaften oder Ponyzüchtern, wenn diese ihre Interessen bestmöglich vertreten und verteidigen. Die neuen Realitäten der Elektrizität und der Dampfmaschinen sind kein Grund, den profanen Diebstahl bergbaulicher Tätigkeit zu rechtfertigen oder gar seine Legalisierung zu fordern. Im Gegenteil: Es gilt, den Schutz des Bergrechts zu stärken und den heutigen Bedingungen des schnellen und massenhaften Zugangs zu den Gruben anzupassen.
12.05.2012 11:40
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meine beiden drei lieblingstweets zur aktuellen wir-unterschreiben-irgendwelche-behauptungen-debatte.
Ihr seid nicht "die" Urheber. Ihr seid Urheber. Ich bin auch Urheber. Für mich sprecht ihr nicht. wir-sind-die-urheber.de
"100 Künstler warnen vor Abschaffung des Urheberrechts" ist genauso wie "100 Polizisten warnen vor Aufhebung des Einreiseverbots für Aliens"
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meine lieblingslinks zur aktuellen wir-unterschreiben-irgendwelche-behauptungen-debatte.
ueberschaubarerelevanz.wordpress.com: Wir auch. #
Ob ihr es glaubt oder nicht: Das war alles. Ihr habt jetzt (na gut, beinahe) das komplette Manifest der Urheber gelesen. Das war's. Das ist der Aufschrei aus dem Kern der Seele von über hundert prominenten Künstlern. Das ist das Beste und Überzeugendste, was Leute, die von sich selbst sagen “Wir sind die Urheber" zustande bringen zu einem Thema, von dem sie selbst behaupten, dass es uns nicht nur vor der Willkür unserer Feudalherren schützt, sondern auch ihr eigenes Überleben sichert.
spiegel.de: Künstler schreiben offenen Brief für das Urheberrecht #
christian stöcker:
Der Ausgangspunkt der Debatte ist nicht die Forderung nach einer Abschaffung des Urheberrechts. Der Ausgangspunkt ist vielmehr der vehement und auf zahlreichen Wegen immer wieder vorgetragene Wunsch der Branchenverbände, Bürgerrechte einzuschränken, um die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen zu erleichtern.
freitag.de: Urheberrecht: Schneiden wir den Kuchen neu an #
berthold seliger:
Tatsache ist: Weder die bestehenden Bezahlsysteme (Gema, Urheberrecht, Pauschalabgaben) noch die vorgeschlagenen (Kulturflatrate) sorgen dafür, dass die Künstler von ihrer Arbeit leben können. Während Dieter Bohlen oder Hansi Hinterseer immer reicher werden und der Gema-Vorstandsvorsitzende ein Jahresgehalt von 380.000 Euro erhält, beträgt das durchschnittliche Jahreseinkommen von Musikern in Deutschland laut Künstlersozialkasse 11.521 Euro, das der unter 30-jährigen Musiker sogar nur 9.525 Euro. Es hat alles zwei Seiten, es gibt auch in der Kulturindustrie ein Oben und ein Unten, es gibt auch hier die 99 Prozent und den Rest.
Wer angesichts solcher Zahlen behauptet, das bestehende Urheberrecht schütze und finanziere „die Kreativen“, ist ein Scharlatan.
11.05.2012 16:05
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michael stepper meint, dass die „aufbegehrenden Blogger-Neobohème“ auf dem absteigenden ast sei. frank westphal von rivva widerspricht:
Laut meiner Datenbasis entstehen mindestens genauso viele neue Blogs wie alte wegsterben. Tatsächlich abgenommen hat die Linkliebe untereinander und die Publikationszahl pro Tag. Den Blogs geht es gut. Wirklich.
aber frank westphal sagt auch:
Ich arbeite an einem für meine Verhältnisse riesig großen Update, dass Rivva komplett auf den Kopf stellen wird, die erwähnte Balance [zwischen partizipativen und noch nicht so partizipativen Medien] herstellen und die Schätze heben soll, die in Blogs noch schlummern. Tut mir leid, dass es nicht schneller geht/ging, doch so langsam habe ich alle Bausteine dafür zusammen.
das ist wirklich sehr erfreulich und ich bin sehr, sehr gespannt.
zurück zu michael stepper. der meint nämlich auch:
Lobo ist – das darf man ruhig neidlos anerkennen – ein gnadenlos guter Selbstvermarkter, der den Sprung vom Blogger zum allseits gefragten Social-Media-Experten geschafft hat. Er selbst steht aber seit einiger Zeit in Lohn und Brot von SPIEGEL Online und verhilft durch seine wöchentliche Kolumne „Die Mensch-Maschine“ dem gefühlt stetig an Relevanz einbüßenden SPON zu einer Image-Politur im Social Web.
Und Lobo ist dabei nur das populärste Beispiel einer immer größer werdenden Zahl von Autoren, die ihre Web-Reputation gegen Geld und eine noch größere Reichweite eintauschen.
das ist zum teil leider knapp daneben formuliert. der lohn und brot von spiegel online lässt sich, wie bei den meisten online-medien, eher mit hohn und brotlos beschreiben. das was man als freier journalist bei deutschen online-portalen verdient würde wahrscheinlich nicht nur hilmar kopper als „peanuts“ bezeichnen. es ist meiner meinung nach ausschliesslich die reichweite, wegen der sascha lobo bei spiegel-online schreibt. sein arsch lässt sich sascha lobo anderswo vergolden. seine reputation und reichweite lässt er sich bei spiegel-online vergolden.
deshalb hat auch nicht sascha lobo (oder eine „immer größer werdenden Zahl von Autoren“) seine „webreputation“ gegen irgendwas eingetauscht, sondern jeder nährt ein bisschen etwas vom anderen: win-win wie die marketing-fuzzis sagen oder wie ich sage: gute idee.
aus genau diesem grund halten leute wie sascha lobo, kathrin passig (oder ix) übrigens auch honorarfrei vorträge auf der republica: man kann damit mehr menschen anders, teilweise besser und direkter ansprechen und im optimalfall bewegen als in schriftform. reichweite führt zu reputation.
andererseits ist genau diese reichweite natürlich auch der grund, warum so viele menschen plattformen wie facebook, twitter, flickr oder instagram nutzen. so gesehen geht sascha lobo nicht mit dem besten beispiel voran, wenn er die konzentration aufs bloggen und den verzicht auf die geliehene reichweite kommerzieller netzwerke fordert. ich unterstelle sascha lobo allerdings, dass es ihm nicht ums prinzip geht, sondern um das problembewusstsein geht. solange man facebook, twitter oder spiegel-online als nützliche werkzeuge zur reichenweitensteigerung begreift und sich der notwendigkeit eines eigenen standbeins, ist man auf der sicheren seite.
aber selbst wenn bekannte blogger in „Lohn und Brot“ von etablierten medien stehen, heisst das noch lange nicht, dass ihre blogaktivitäten darunter leiden würden. im gegenteil. seitdem stefan niggemeier für den spiegel arbeitet nutzt er sein blog weiterhin um themen bekannt zu machen, die er im spiegel nicht unterbringen kann oder will. das war auch nicht anders als er noch geFAZt hat. jens weinreich betreibt beides parallel, ebenso thomas wiegold, dirk von gehlen, michalis pantelouris, …
und das ist tatsächlich auch der grundgedanke an sascha lobos plädoyer mehr in selbstverwalteten blogs zu schreiben: autonomie, unabhängigkeit von redaktionellen prozessen. diese freiheit ist übrigens auch der grund warum immer mehr journalisten neben ihrem brotjob bloggen. dass es nicht schaden würde, wenn auch nicht-journalisten und nicht-PRler mehr bloggen würden ist auch klar — aber ein ganz anderes thema.
* * *
ich glaube auch nicht, dass sich spiegel-online um seine relevanz oder wahrnehmung in der öffentlichkeit sorgen machen muss. spiegel online ist laut ivw nach bild.de mit fünzig schrillionen monatlichen zugriffen nach wie vor das reichweitenstärkste nachrichtenportal in deutschland. oder habe ich (ausser dem gejammer um die boulevardisierung von spiegel-online) irgendeinen grossen trend verpasst?
11.05.2012 07:14
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