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_zitat des jahres

jeff jarvis über jouralismus und bloggen. der entscheidende satz, der weder von den meisten journalisten, noch von den meisten bloggern verstanden wird:
we are not used to this messy world. life is messy.
alle sehnen sich nach ordnung, nach klaren verhältnissen, wollen aufräumen, säubern und übersehen das entscheidende: der müll gehört dazu. die sehnsucht nach ordnung ist ein schlimmeres übel als das chaos und der müll selbst. das gute, die potenziale zu erkennen ist im müll nicht so einfach. aber möglich. und nötig.

und jetzt guck ich mir die elektrischer-reporter-episode zuende an. #

felix schwenzel
09.05.2008 17:53 uhr
| zitat





_lastminute08

quasi in letzter minute. jetzt muss ich den donnerstag doch nicht faul in der sonne rumsitzend verbringen, sondern kann im museum prototyp rumsitzen.


felix schwenzel
09.05.2008 17:02 uhr



_ein meter weiter unten

eigentlich ist es physisch beinahe unmöglich, aber ich komme normalerweise mit ungefähr 30 cm platz im bett aus. ich schlafe, wenns sein muss, hochkant liegend ein und wache genauso wieder auf. wenn mein bett voll mit zeitschriften, büchern, rechnungen oder klamotten ist, liegen die sachen am nächsten morgen unverändert an ihren plätzen. kurz: ich bewege mich beim schlafen kaum.

neuerdings allerdings wache ich morgens regelmässig einen meter weiter zum fussende hin auf als ich eingeschlafen bin. meine beine hängen aus dem bett, am kopfende ist massig platz.

keine ahnung ob das was zu bedeuten hat und wenn ja was.

felix schwenzel
09.05.2008 09:07 uhr



_hoi polloi im interview

hier. [via]

felix schwenzel
07.05.2008 08:37 uhr



_das ist alles nicht wirklich nachvollziehbar,

ich schreibs trotzdem auf. da läuft im ersten eine sendung die ich normalerweise nach 5 minuten abgestellt hätte weil das thema nicht nur staubtrocken ist, sondern auch furzlangweilig in den ersten 20 minuten zerkaut wird, mit politikersprech, immerhin ziemlich diferenziert gegeisslert und angeschäfert. trotzdem bleib ich dran, verstehe sogar sachen von einem thema das mich zwar angeht, aber bisher nie länger als 5 minuten in seinem bann halten konnte. dann taucht einer mit nem roten irokesen auf, sagt sachen die ich auch sagen wollen würde, bringt schwung in die runde, animiert geissler und mich zu nicken und „richtig“ zu sagen. dann, nach gefühlten 3 stunden ist die sendung vorbei und ich lese bei twitter was die leute bei twitter während der sendung über die sendung gesagt haben nach und fühle mich gleich doppelt gut vertreten. ich lese und sehe ich bin kein freak, was ich gesehen und gefühlt habe habe ich nicht alleine gesehen und gefühlt. es gibt noch intelligenz und gemeinsinn in der welt.

wie gesagt, das was ich gerade geschrieben habe muss man nicht nachvollziehen können, muss nochnichtmal ich wirklich nachvollziehen können, es fühlt sich nur ganz gut an. so war fernsehen früher auch: fernsehen als gemeinschaftserlebnis. früher hats bis zur ersten pause am nächsten tag gedauert, dass man das selbst gesehene mit dem gesehenen der anderen abgleicht, jetzt gehts quasi live. so, irgendwie, könnte das nochmal was werden, mit dem fernsehen und mir.

[nachtrag 07.05.2008]
das was don dahlmann zur sendung und rente schreibt finde ix nachvollziehbar. #

felix schwenzel
07.05.2008 00:30 uhr



_2-3k € wasserwage

felix schwenzel
06.05.2008 12:26 uhr



_„Forderungen für eine zeitgemässe Netzpolitik 2.0“

ich möchte den forderungen von markus gerne zustimmen. vor allem der punkt 9, das urheberrecht den gesellschaftlichen realitäten anzupassen, statt zu versuchen die gesellschaftlichen realitäten dem urheberrecht anzugleichen. auch die forderung nach transparenz, bzw. dass staatliche informationen unter freie lizenzen gehören unterstütze ich blind. nur die forderung nach einem staatlich geförderten grundzugang ins internet lässt mich stocken:
Kommunen müssen jedem Bürger einen Basiszugang zum Internet ermöglichen.
hatten wir das nichtschonmal, staatliche telekommunikationsversorgung? das hiess damals „post“ und war der grösste vorstellbare hemmschuh für technischen fortschritt. sicherlich kann der staat einiges tun, zum beispiel die netzneutralität oder den fairen wettbewerb sicherstellen, aber die kommunen, der staat sollte meiner meinung nach besser die finger aus der versorgung mit netzzugängen lassen. das filzt ruckzuck und hemmt die neutralität. nie wieder deutsche bundespost!

felix schwenzel
05.05.2008 23:35 uhr



_notiz an mich selbst

felix schwenzel
05.05.2008 23:12 uhr



_„käuflich“

felix schwenzel
04.05.2008 21:38 uhr
| blogdings



_verschlüsselte medienkritik per kriminalpsychologie

im tagesspiegel ist gestern auf der letzten seite eine erstaunlich medienkritische kleine infobox erschienen. es geht um die berichterstattung über die ereignisse in amstetten. der autor zieht es allerdings vor, statt von „journalisten“, „aasgeiern“ oder „witwenschüttlern“, von „gaffern“, „sensationssuchenden“ und „schaulustigen“ zu sprechen. damit man das anliegen besser erkennt, habe ich den originaltext mal entschlüsselt:
JOURNALISTENPHÄNOMEN
Die Sensation suchen

Hunderte Unbeteiligte reisen dieser Tage nach Amstetten. Sie fühlen sich vom dort Geschehenen einerseits abgestoßen, andererseits angezogen.
„Faszination des Abscheulichen“ heißt das Phänomen in der Psychologie, „Boulevard“ in der Medienwissenschaft. Die Journalisten von Amstetten erhoffen sich vom Besuch des Tatorts unbewusst einen selbstreinigenden Effekt, erklärte der Essener Traumatologe und Kriminalpsychologe Christian Lüdke dem Tagesspiegel. „Journalisten suchen die Sensation und wollen sich gleichzeitig selbst von Schuld entlasten.“ In erster Linie gehe es den Journalisten von Amstetten dabei um Emotionen, um die Befriedigung eigener Bedürfnisse. ix
#

felix schwenzel
04.05.2008 10:21 uhr



_rätsel gelöst

wie kann man maximal blödsinnige überschriften verfassen? ein hervorragendes beispiel lieferte der spiegel vor einer weile.


das rätsel gelöst? eine „spezielle maltechnik“?

fazinierend:
Da Vinci legte mehrere dünne Farbschichten und eine Lasierung übereinander. […] Der Meister verwandte häufig durchsichtige Farben, mit denen er bestimmte Stellen mehrfach übermalte. Dadurch verschwimmen diese, was der Figur eine geheimnisvolle Aura verleiht.
also lautet des rätsels lösung: da vinci hat mehrere farbschichten übereinandergemalt und durchsichtige farben verwendet. wenn es also so einfach ist rätsel zu lösen, bzw. das lächeln der mona lisa zu erklären, versuche ich jetzt einfach mal ein paar rätsel selbst zu lösen:
  • die pyramiden in ägypten wurden mittels einer speziellen bautechnik erstellt.
  • houdini konnte sich mittels einer speziellen entfesselungstechnik befreien.
  • casanova verführte die frauen mit einer speziellen verführungstechnik.
auch alle kinderfragen kann man mit dieser spon-rätesel-lös-technik im handumdrehen beantworten:
  • „papa, warum können vögel fliegen?“ — „die haben eine spezielle flugtechnik!“
  • „wo kommt der strom her?“ — „der wird mit einer speziellen stromtechnik erzeugt und übertragen.“
  • „warum ist die banane krumm?“ — „wegen einer speziellen wuchstechnik.“
nur eine frage lässt sich damit nicht beantworten: warum ist der journalismus so im arsch? ach doch. vielleicht wegen einer speziellen und sehr ausgeprägten haltung ihrer der vermeintlichen führungskräfte: der arroganz.

felix schwenzel
02.05.2008 23:12 uhr



_monrose vergessen ist kein kavaliersdelikt

gestern habe ich wieder in eine kamera geredet, über frau merkels einsatz für junge künstler und dass sie das problem des downloads von computern wieder auf die internationale agenda setzen möchte.

eigentlich ist das was ich sage reiner diebstahl geistigen eigentums — oder wie man das heute sagt, ein mashup. und zwar aus dem ersten satz einer heise-meldung, verschiedenen netzpolitik-texten, diesem brief und natürlich frau merkels podcast, irgendeinem schreiben der musikindustrie, sowie den ins internet geschriebenen ideen von ganz vielen anderen leuten.

apropos podcast. auf der merkel-podcast-seite mit der antwort auf den bettelbrief der musikindustrie sieht man dieses symbolbild.

Besser die Finger weg vom Filesharing!


das ist doch immer wieder faszinierend, dass man selbst in der regierung meint die ansicht verbreiten zu müssen, filesharing sei per se illegal. empfehlen die schreibsklaven von frau merkel demnächst auch besser die finger weg zu lassen vom telefon? besser zuhause zu bleiben? was für eine unerträgliche arroganz, einfach mal eine technologie per regierungs-bildunterschrift als illegal zu brandmarken.

whatever.


video bei watchberlin (flv-direktlink). film hier gucken.

felix schwenzel
30.04.2008 09:09 uhr



_auf den ersten blick …

dachte ich echt, das sei die christiansen.


felix schwenzel
22.04.2008 07:31 uhr



_sauber recherchierte platitüden

heute beim zeitungslesen habe ich wieder wichtige dinge gelernt. journalisten sollen objektiv berichten, also fragen sie sich nicht selbst nach ihrer meinung, sondern „experten“. „experten“ sind meisten „sprecher“ für irgendwelche gesellschaften oder unternehmen. heute durfte isabelle keller, die sprecherin der deutschen gesellschaft für ernährung, im tagesspiegel einen wertvollen tipp geben:
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt gesunden, erwachsenen Menschen, bei normaler Belastung 1,5 Liter täglich zu trinken. „Das heißt aber nicht, dass man den ganzen Tag mit einer Wasserflasche herumlaufen muss“, sagt DGE-Sprecherin Isabelle Keller. (quelle)
nagut. lass ix die flasche morgen eben zuhause.

„eine“ sprecherin von lidl sagt heute im tagesspiegel, dass video-aufnahmen die in läden angefertigt wurden täglich gelöscht würden. deshalb müsse man sich keine sorgen machen, dass im kassenbereich eventuell die eingabe von geheimzahlen gefilmt worden wäre. da es offenbar noch nicht lustig genug ist, dass die sprecherin einer grossen supermarktkette behauptet, dass videoaufnahmen angefertigt würden um täglich gelöscht zu werden, darf der experte christian thorun vom bundesverband der verbraucherzentralen noch einen lustigen tipp hinterherschieben: „Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte bar bezahlen.“ (quelle)

im gleichen artikel dann noch der absolutere hammertipp:
Zum Schutz der eigenen Daten empfehlen Banken und Verbraucherverbände, das Tastenfeld bei der „Eingabe der Pin mit der Hand abzudecken“ und sich nicht über die Schulter schauen zu lassen.
morgen, da bin ich sicher, lese ich im tagesspiegel, dass es gesund ist, sich nach dem stuhlgang den arsch abzuwischen und die hände zu waschen. das nennt man dann wohl „nutzwertjournalismus“.

felix schwenzel
22.04.2008 06:00 uhr



_deutschlands nächstes spitzen-mannequin

felix schwenzel
22.04.2008 06:00 uhr



_eine eigene homepage für die beifahrerin

die beifahrerin hat jetzt ne eigene homepage. jetzt kann jeder sehen, die frau hat jede menge knete.

[putzen kann sie übrigens weder mit diesen handschuhen noch mit echten handschuhen.] #

felix schwenzel
20.04.2008 22:05 uhr



_neuerdings dusche ich mit schuhen

selbst hätt’ ich mir die nie gekauft und auch wenn die scheisse aussehen, bequem, praktisch und wirklich leicht sind die schon, meine neuen hausschuhe:


felix schwenzel
17.04.2008 06:00 uhr



_endlich saubere fernbedienung

die beifahrerin hat heute die fernbedienung gewaschen. sie hat das bett abgezogen und wohl ausversehen die fernbedienung zusammen mit den laken in die maschine gesteckt. sie meint, nach der wäsche würde die fernbedienung nicht nur sauberer sein als vorher, sondern auch besser funktionieren.

wer es nachmachen will: fleckenprogramm bei 60°.

felix schwenzel
16.04.2008 21:34 uhr
| sauberkeit



_abspannsitzenbleiber

normalerweise bin ix ja kein abspannsitzenbleiber. im gegenteil. aber der hier, da bin ix gerade sitzengeblieben. bis zum ende.

felix schwenzel
13.04.2008 16:08 uhr



_entenzucht

meine güte, wenn man bei stefan niggemeier in den letzten tagen mitliest (beispiel 1, beispiel 2, beispiel 3) könte man das gefühl bekommen, der journalismus sei wirklich total am ende. andererseits, als langjähriger leser der aachener nachrichten und der fuldaer zeitung hat sich mir dieser eindruck schon vor vielen jahren aufgedrängt. vielleicht sollte man es einfach auf einen einfachen nenner bringen: alles was ohne leidenschaft und liebe geschieht ist irgendwie scheisse. und copy+paste war schon in zeiten scheisse als man es noch abschreiben nannte.

felix schwenzel
13.04.2008 12:04 uhr



_ich liebe es super heavy

felix schwenzel
12.04.2008 23:58 uhr
| fotos



_smoothie

die nahrungsmittelindustrie zu beobachten ist hin und wieder enorm beeindruckend. seit ungefähr einer ewigkeit verkaufen lebensmittelhersteller apfelmuss. zu eigentlich ganz okayer qualität und preisen. mittlerweile hat man einen weg gefunden apfelmuss, versetzt mit anderen fruchtmussen, zu apothekenpreisen zu verkaufen und trotzdem in gigantischen mengen abzusetzen. man nennt das apfelmuss jetzt „smoothie“. ich habe heute mal so einen probiert, apfelmuss mit bananenmuss, orangensaft und kokossaft versetzt und der geschmack hat mich sehr an meine gute alte zeit mit hipp und alete erinnert. allerdings kostet so ein glas hipp- oder alete-fruchtmuss (meist aus biologischem und kontrolliertem anbau) gerade mal ein drittel von einem glas trend-obst-puree.

beeindruckend, wei die lebensmittelindustrie es immer wieder schafft mit leckeren verpackungen die leute zu verarschen. laut stern knallt man sich mit so einem smoothie sogar mehr zucker in die birne als mit einem glas cola. #

felix schwenzel
12.04.2008 23:49 uhr



_c-auto

bei bloggern gibts angeblich a-, b- und c-blogger. das gibts bei autos auch: a-, b- und c-klasse, ich glaube es gibt sogar ne s-klasse. eine c-klasse habe ich am freitag bei sixt geliehen bekommen. auf meiner reservierung wurde diese c-klasse sogar noch „beispielauto“ genannt, zusammen mit „BMW 3er“.
das 3er beispielauto hätte ich lieber gehabt, weil ich weiss, dass man den ipod daran anschliessen kann. die c-klasse hat auch einen aux-eingang, in der bedienungsanleitung stand als information zu diesem eingang nur, man solle dazu seinen fachhändler fragen. ich gehe also davon aus, das der aux-eingang sich im unterboden oder im motorraum befindet. sonst hat das auto ganz gut funktioniert, mich und die beifahrerin zu einem familienfest navigiert und beeindruckende fähigkeiten in der fernbedienungsreichweite demonstriert. den kofferraum konnte ich 200 meter entfernt vom auto öffnen. leider kann man ihn dan aber nur am auto wieder schliessen, beeindruckend war es trotzdem.

aber das wollte ich alle eigentlich nur am rande erzählen, denn was wirklich beeindruckend an diesem ziemlich neuen auto war, war die streckenführung des navigationssystems auf dem rückweg. da ich in hamburg regelmässig in sankt pauli schlafe, habe ich dem auto gesagt dorthin zu wollen. kuz vor hamburg bat uns das auto die autobahn zu verlassen. wir fanden uns auf strassen wieder, die mich an die erste und zweite staffel von „the wire“ erinnerte. verlassene „highrises“ in wiliamsburg, gigantische container-termininals, phillipinos auf der suche nach dem nächsten puff. plötzlich waren wir auf der köhlbrandbrücke, eine wirklich wunderbare und hohe und aussichtsreiche brücke, die ich schon immer mal befahren wollte. ich war beeindruckt von den fähigkeiten des navigationssystems. was für eine streckenführung! weiter gings an dunklen lagerhäusern vorbei und durch verwinkelte gewerbegiete, bis wir plötzlich vor dem alten elbtunnel standen. das navigationssystem sagte, es seien noch 700 meter bis zum ziel, das einzige problem war, dass die elbe zwischen uns und dem ziel lag und dass es samstag und fast 23 uhr war und der alte elbtunnel deshalb geschlossen war. ohne navigationssystem haben wir es dann irgendwie in die speicherstadt geschafft, aber ich frage mich ernsthaft, wie viele mercedesfahrer demnächst verzweifelt vor dem alten elbtunnel stehen, wenn sie versuchen hamburg aus dem westen zu erreichen.

aber ich will mich nicht beschweren, die hafenrundfahrt war wirklich schön. und eigentlich wollte ich eh nur sixt loben, wie einfach und benutzerfreundlich die reservierung im internet funktioniert.

felix schwenzel
12.04.2008 23:45 uhr



_fazit, fazit, fazit — und immer an die veranstaltung denken

ich habe mal angefangen ins internet zu schreiben um die dinge nicht zu vergessen. was natürlich ein irrtum ist, aber nur ein bisschen. denn das aufschreiben strukturiert das erlebte, das gesehene und hält es fest. im eigentlichen sinne des wortes „festhalten“. trotzdem vergesse ich vieles was ich aufschreibe wieder, aber auch das hat ja system. was man aufgeschrieben hat, braucht man sich nicht zu merken. deshalb spürte ich auch den drang noch ein fazit der republica aufzuschreiben. nur, wen interessiert das noch, ausser mir? zumal ich mein fazit bereits ein paar stunden nach dem veranstltungsbeginn in eine kamera gesprochen und aufgeschrieben habe. leider war mein fazit falsch. halbfalsch. ich behauptete, dass die republica vor allem das über die republica berichten als thema hatte. richtiger wäre gewesen, die republica diente vor allem dazu während und nach der republica ein fazit über die republica zu ziehen.

in der tat habe ich das eine oder andere aussagekräftige fazit nach der republica gelesen. thomas knüwer hat zum beispiel ein fazit gezogen, dem ich nicht widersprechen mag, ebenso achim barczok. frau schnutiger lässt fazit ziehen, ich wurde auch ab dem ersten tag republica ungefähr 100 mal nach meinem fazit gefragt. also verzichte ich jetzt auf ein fazit. es folgen nur ein paar kleinigkeiten, die ich am samstag angefangen hatte.
* * *

am donnerstag hab ix mir nen witz ausgedacht. der war aber leider schon ziemlich alt. gerrit hat den witz besser gemacht:
Wer »A« sagt, muss auch »rschloch« sagen.
auch der rest seines artikels ist lesenswert. ich werde mir demnächst auch ein bisschen digitale hygiene angedeihen lassen. überhaupt die gedanken von viktor mayer-schönberger auf der republica keynote (video-aufzeichnung). [mayer-schönberger hat seinen vortrag ja der telekom gewidmet die der festen überzeugung ist, das die farbe magenta ihr gehöre. da sprach er davon, dass dummheit siegt. aber, man sollte sich nicht irren, dümmer gehts schon noch.]
* * *

den sms-beitrags-award den peter hogenkamp vergeben hat, findet auch meine unterstützung. grandios.
* * *

der schockwellenreiter kann nicht so gut gucken und hat ein iphone.


besonders gut englisch kann er auch nicht, was gar nichts macht und was man hier hören kann. nachträglich fiel mir auch auf, dass mancher gute blogartikel auch fast eine ganze diskussion ersetzen kann.
* * *

ja, es gibt auch arbeitsplätze für blogger.

felix schwenzel
07.04.2008 21:12 uhr



_etc.

tim bray:
I think that with Twitter, something important is happening. But I’m having trouble figuring out what.
[via]
* * *

udo lindenbergs stimme auf seiner neuen platte erinnert mich an ozzy osbourne. komplett im arsch, die stimme, und trotzdem geht sie unter die haut. naja. bei ein paar liedern.
* * *

peter hogenamp erinnert mich an jörg thadeusz. zumindest wenn ix ihn im fernsehen sehe.
* * *

zu essen gabs auf der republica unter anderem „wiener klassisch mit brötchn“. passender hätte ich „arme wurst mit brötchen und senf“ gefunden. oder sagt man heutzutage „prekäre wurst“?
* * *

garten sharen. das nächste grosse revival. völlig legal, wie man mir versicherte.
* * *

im hof stehen immer dieselben. sogar dieselben wie im letzten jahr.
* * *

jan schmidt kann nicht mit seinem trackpad umgehen und benutzt auf seinem laptop eine maus. [nachtrag 07.04: illustration wie jan schmidt sein notebook bedient]

felix schwenzel
03.04.2008 23:21 uhr



_informationsdünnschiss (berichten über das berichten)

auf der republica treffen sich heute und in den beiden folgenden tagen 900 leute die ins internet schreiben und sprechen oder darin lesen. die veranstalter nennen diese leute „Blogger und andere Netzbewohner“.

was machen diese ganzen menschen hier? manche hören sich vorträge an, manche unterhalten sich aber die meisten werden über die veranstaltung einfach berichten. 900 leute die normalerweise über alles mögliche berichten, berichten von einer veranstaltung von der 900 andere auch berichten.

die ganze veranstaltung wird live gestreamt, es werden in kürze alle panels und workshops als audio- oder video-aufzeichnungen herunter zu laden sein, fast alle bloggen, twittern, flickern, twittern, smsen ihre eindrücke, meinungen, fotos und filmchen ins internet oder sonstwohin. zeitungen berichten im vorfeld und sicher auch im nachhinein, das fernsehen wird berichten, klassisches fernsehen, IPTV, radiosender, podcaster. die 900 die hier sind konsumieren alles auf einmal: sie hören und gucken sich die veranstaltung an, lesen und sehen was andere darüber schreiben oder foto- oder videografieren. wer kein gerät zum publizieren dabei hat, wird hier als behinderter angesehen. publish or stay home. oder so.

und genau diese kommunikationsmetaebene, von einer veranstaltung zu berichten über die fast tausend andere ebenfalls berichten und dabei unmengen an daten zu produzieren, genau das ist hier auf der republica das thema.

es gibt zwar auch ein paar alibithemen, von sozialen netzwerken oder der unleidigen debatte blogger vs. journalisten oder wer bessere qualität produziere, blogger, journalisten, bloggende journlisten oder twitternde blogger oder sonstwas. aber eigentlich geht es nur darum unmengen an meinungen, bildmaterial und daten zu produzieren. und am ende zu gucken wer diese unmengen an daten am besten verträgt, verdaut oder am elegantesten wieder vergisst. oder so. was weiss ich.

ich werde hier auf jeden fall ein wenig darüber berichten wie und was andere hier so berichten. vielleicht gibts auch noch einen zweiten film über die republica bei watchberlin. hier ist der erste.



video bei watchberlin (flv-direktlink).
video hier ansehen …

felix schwenzel
02.04.2008 17:43 uhr
| blogdings



_sonnatgs im kaffeehaus

heute hab ix in der fas ein paar texte über tibet und china gelesen. das war besser als alles was ich bisher online gelesen habe. nicht dass es nicht auch online viel gutes zu lesen gäbe, nur offensichtlich hatte ich irgendwelche gründe dass in dieser form nicht zu tun. ich lese wirklich viel online und vor allem, eigentlich, auch gerne. ich würde sogar sagen, ich mag die haptik von texten die ich online lese. das scrollen der texte mit zwei fingern auf dem touchpad, die möglichkeit text zu markieren, zu vergrössern, zu kopieren, das ist alles grossartig. ich lese gerne und viel online.

trotzdem, manche texte durchdringen, wenn sie mir online begegnen, nicht meine aufmerksamkeitsschwelle. selbst wenn ein text bei bloggern die ich schätze oder bei rivva auftaucht, also gewiss ein wenig relevanz hat, manche texte schaffen es einfach nicht, mich dazu zu bringen mich weiter mit ihnen zu beschäftgen als sie für später zu bookmarken oder in einem der 30 geöffnen tags, bis zum nächsten browserabsturz, versauern zu lassen. gute oder empfohlene texte zu lesen geht manchmal auch einfach nicht, keine zeit, keine lust, gerade andere sachen im kopf. eine strategie die ich mir für texte die mich später, in einer ruhigen minute interessieren könnten zurechtgelegt habe, ist sie per instapaper zu markieren und in der ruhigen minute auf dem laptop oder dem handy zu lesen. aber auch das klappt nicht immer.

eine zeitung zu kaufen hingegen ist ein bewusster akt, meist tue ich das bevor ich bahn fahre oder ein paar stunden zeit habe und lese sie dann, beispielsweise sonntags, in ruhe, in einem café. ich muss dann keinen apparat rausholen, mir keine sorgen um strom oder das (zu kleine) handydisplay zu machen, ich lege die zeitung auf den tisch, stelle einen kaffee daneben und lese. die zeitung kann ich umblättern und lesen, mehr aber nicht. wenn ich einen artikel onlin lese, spielt sich mein mailprogramm oft wichtig in den vordergrund und ruft: „neue mails“ oder twitter quäckt mir wieder 200 tweets entgegen, mir fallen am rechner immer 200 sachen ein, die ich tun könnte statt einen längeren artikel zu lesen.

die zeitung bietet weniger ablenkung. zeitung lesen ist kontemplativ, in zeitungen kann man versinken, man kann sich sogar dahinter verstecken.

hinzu kommt, in der zeitung heute, also heute in der fas, waren mehrere seiten zum thema (tibet-schwerpunkt) zusammengefasst, alle artikel hatten einen gewissen qualitätsstandard, waren vorgefiltert, aber nicht so gefiltert, dass ich das gefühl hatte, dass etwas ausgelassen wurde, im gegenteil. die artikel beleuchteten, wenn nicht alle, so doch recht viele standpunkte. sicherlich hätte ich online qualitativ ähnliches finden können, wenn ich bereit wäre zu suchen, zu klicken, abzuwägen. nur, mit der zeitung heute im café brauchte ich das nicht. alles war fertg serviert, ich konnte es lesen, mir meine meinung bilden und sie jetzt ins internet schreiben. meine meinung zum thema tibet ist ganz einfach: das ist alles furchtbar kompliziert.

aber das wollte ich gar nicht sagen. was ich eigentlich sagen wollte: print ist noch lange nicht tot. zumindest nicht, solange es noch öffentliche cafés gibt.

[wer es doch online lesen möchte: ein hochinteressantes interview mit dem chinesischen künstler ai weiwei zum thema tibit und zenzur und ein, wie ich fand, ziemlich differenziertes portrait über den dalai lama.] #

felix schwenzel
31.03.2008 00:43 uhr



_wachsen für besseren sex

Es macht den Sex viel besser… Jede Frau sollte es einmal ausprobieren! Der Sex, den Sie danach haben, wird es Sie sowieso wieder machen lassen…
augefallen ist mir der laden, weil am schaufenster steht „unter brasilianischer führung“, aber immer wenn ich daran vorbeilaufe, bräsig-blasse mitteleuropäer am empfang sitzen. offensichtlich arbeitet die brasilianische führung nicht am empfang, sondern vor allem an den texten.

nachvollziehen kann ich das oben zitierte versprechen auch nicht wirklich. als ich mich anfang der woche nach langer zeit mal wieder (im gesicht) rasiert habe, hat mir das essen danach auch nicht besser geschmeckt.

felix schwenzel
28.03.2008 22:57 uhr



_was macht hillary clinton im prenzlauerberg?

felix schwenzel
28.03.2008 08:53 uhr
| fotos



_mit der hand belegt?

mal an zwei abenden die probe aufs exempel gemacht: einen abend sind wir zu dritt in eine pizzeria gegangen, wo jeder eine pizza und ein getränk orderten. die beifahrerin bestellte sich noch nen wein und ix extra sardellen. mit trinkgeld machte das insgesamt 37 euro, allerdings gabs noch kostenlos bruscetta als vorspeise.

gestern abend bin ix zum neueröffneten aldi um die ecke gelaufen, hab vier pizzen gekauft, extra mozzarella und salami, eine flasche wein, drei köstliche joghurt-getränke und ein toastbrot. sowohl ix, als auch das kind fanden die aldi-tiefkühlpizza um längen besser als die ausgetrocknete, viel zu dünne pizza beim italiener. der wein war auch klasse und alles zusammen hats 10 minuten arbeit gemacht und 12 euro gekostet.

und die pizza war (angeblich) auch noch in italien „handbelegt“:


felix schwenzel
26.03.2008 19:12 uhr



_zitat des tages

Es gibt nichts besseres als Text.
muss man sich echt auf der zunge zergehen lassen.

felix schwenzel
26.03.2008 18:32 uhr



_never change a …

heute über die „Evolution of Websites“ gelesen, wo man beispielsweise die apple website vor heute, vor 5 und vor 10 jahren gegenüberstellt untereinander abbildet. auch wenn kaum ein monat vergeht in dem ich nebenbei erwähne dass ich bereits seit anbeginn der menschheit ins internet schreibe, das kann ich auch: wirres heute gestern, vor 4einhalb, 5 und 10 jahren:

wirres.net 2008



wirres.net 08/2003



wirres.net 01/2003



wirres.net 1997

felix schwenzel
26.03.2008 06:57 uhr
| egozentrum



_ich habe nichts gespürt …

felix schwenzel
25.03.2008 21:53 uhr



_lothar matthäus anner bar

witzig wie sich innerhalb von ein paar minuten die stimmung wandelt:



felix schwenzel
25.03.2008 21:53 uhr



_romantischer fernsehabend

martina rellin, „eheexpertin“ in fünf vor neun oder drei vor neun oder so im fernseher: „viele frauen sind unglücklich in der ehe.“ die beifahrerin rief laut aus, dass frau rellin aber nicht mit ihr gesprochen hätte und dass sie ihr sicher was ganz anderes erzählt hätte. ich, leicht überrascht: „bist du verheiratet?“ sie, ganz leise, mit einer spur zimt in der stimme: „jaahaaa, ein bisschen!“

meine frage, mit wem sie denn verheiratet sei, beantwortete sie folgendermassen: „mit dir, du spacken!“

danach hat sie mir erzählt wie die oma ihres ex-freundes mal ihrem mann ne cola-flasche über den kopf gezogen hat.

werden frauen beim fernsehen immer so romantisch?

felix schwenzel
21.03.2008 23:07 uhr



_anarchisten in der regierung?

kai biermann schreibt sehr lesenswert über das schleifen der bürgerrechte:
Das ist das Muster. Zuerst wird ein Bedrohungsszenario errichtet, „Terrorismus“ eignet sich dafür ausgezeichnet. Dann sucht der Gesetzgeber nach Wegen, um aus seiner Sicht notwendige Ermittlungen/Überwachungen möglich zu machen. Das geschieht regelmäßig über den Weg der maximalen Forderung und durch Einschränkung bestehender Rechte. Was Proteste und Verfassungsrichter auf den Plan ruft, die sich genötigt sehen, sogar neue Rechte zu definieren, um die Einschnitte zu begrenzen. Und es sind jedes Mal nicht etwa die von den Bürgern gewählten Politiker, die ihre Wähler vor dem Staat schützen, wie es ihre Aufgabe wäre. Es sind einige wenige, die sich mit dem letzten ihnen noch verbleibenden Mittel verteidigen: mit einem Hilfeschrei bei den Verfassungsschützern in Karlsruhe. Politiker dagegen zerstören den Staat, den sie vorgeben mit ihrem Handeln schützen zu wollen.