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guardians of the galaxy vol. 2

felix schwenzel, , in gesehen    

puh, der film ist überdreht, bunt, aufwändig, verspielt, laut, überzogen und pathetisch. alles gekonnt zusammengesetzt und dann doch irgendwie langweilig. wegen des lärms bemerkt man die langeweile nicht besonders stark, aber echte spannung kommt an keiner stelle auf.

man kann das aber auch alles positiv sehen und den film als hinleitung zu zwei bis drei wirklich guten gags verstehen. im prinzip kann man auch beide guardians-filme als aufbauleistung für die zune- und hasselhoff-gags am ende verstehen.

auch wenn die moral des films — eine ode auf die freundschaft, die zusammengesetzte, wilde familie und auf brachialen humor — ganz nach meinem geschmack ist, am ende ist das dann doch ein bisschen dick aufgetragen. aber wie bei zu dick aufgetragenem nutella, am ende ist man vollgefressen und doch irgendwie zufrieden.

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felix schwenzel, in notiert    

ich mag es, wenn ich zu bushaltestellen komme und kurz danach der bus anfährt. ich geniesse dann leise den klang der gaußschen normalverteilungsglocke.

vorletzte woche freitag dauerte es wieder mal nur 2 minuten. vor mir klettert eine ältere dame vorne in den bus. der busfahrer, mit ner silberkette über dem t-shirt, an der ein blauer kuli hängt, guckt den hipster auf dem schwerbehinderten-sitz böse an, der nimmt aber weder die alte dame noch den busfahrer wahr und tippt weiter auf seinem handy. die alte dame läuft sehr langsam durch den bus, bis zum hinteren ausstieg. sie ignoriert aufstehende menschen, die ihr ihren platz anbieten wollen und bleibt an der hinteren tür stehen.

das mädchen am ausgang bietet ihr ebenfalls ihren platz an, die dame besteht aber darauf stehen zu bleiben: „it’s only one stop.“

sie krallt sich an den stangen am ausgang fest, ihre krücken hat sie unter die arme geklemmt.

plötzlich steht der busfahrer im gang und fängt an zu schreien. warum den niemand der dame einen platz anbietete! er guckt das mädchen am aussteig an: „ja du da, steh mal auf und lass die dame sitzen!“

das mädchen ist verstört: „aber ich habe ihr doch meinen platz angeboten!“

die anderen fahrgäste nicken. leicht bedröppelt und leiser geht der fahrer zurück zu seinem platz, besinnt sich aber columbomässig und fängt an die oma freundlich anzuschreien: „sie können da nicht stehenbleiben!“

„hm? what?“

„das geht nicht! das ist nicht sicher! setzten sie sich da mal hin!°

ein anderes mädchen übersetzt. die dame insistiert: „but it's only one stop!“ der busfahrer insistiert auch, die dame gibt nach und lässt sich sehr langsam auf den sitz herab. der sitz wirkt viel zu tief. sobald die dame sitzt, fahren wir los.

als ob er jetzt die gefährlichkeit des busfahrens nochmal kurz illustrieren wolle, fährt der busfahrer wie ein berserker los. ich falle fast um. aber immerhin: niemand schreit mehr.

noch drei schnellen kurven, also ungefähr 20 sekunden fängt der fahrer wieder an zu schreien: „ja junge frau! entschuldigen sie!“ er schaut im rückspiegel das immer noch leicht verstörte mädchen an, das er eben anschrie. „das hatte ich nicht mitbekommen, wa! tut mir leid das ich da etwas grob war!“

ein fahrgast möchte auch was sagen: „meckern ja immer alle über die BVG. aber wenn dann mal was passiert, dann gucken se!“

der busfahrer stimmt ein: „ein omnibus ist keine strassenbahn!“

500 meter vor der nächsten haltestelle macht sich panik in den augen der alten dame breit: hält der fahrer jetzt auch wirklich? komme ich überhaupt wieder aus dem sitz? fährt der wieder los, bevor ich ausgestiegen bin?

ihre sorgen sind unbegründet: an der haltestelle zerren drei fahrgäste an ihr rum, um ihr aufzuhelfen, der busfahrer leistet persönlich, am hinteren ausgang, ausstiegshilfe. sobald die dame wieder sicher auf festem boden steht schaut er sie freundlich an und klopft ihr mehrfach auf die schulter.

danach war wieder alle so wie sonst in berliner bussen.

billiger-mietwagen.de: Keine übersichtliche und transparente Preisübersicht

felix schwenzel, , in notiert    

Billiger-mietwagen.de bietet keine übersichtliche und transparente Preisübersicht, auch wenn sie das von sich behaupten. Lokale Mietbedingungen und deren teilweise versteckten Zusatzgebühren bleiben in der Verantwortung des Kunden. Darauf weist billiger-mietwagen.de unermüdlich hin — aber leider erst, wenn etwas schiefläuft oder sich der vermittelte Vermieter oder Vermittler als unseriös herausstellt.

Nachdem wir in Glasgow bei der Autovermietung Greenmotion sowohl von der kreativen Interpretation ihrer AGB überrascht wurden, als auch von den völlig überzogenen Preisen, gab sich billiger-mietwagen.de auf Twitter grosse Mühe, uns (nachträglich) die AGB des Vermieters zu erklären und zu rechtfertigen. Hätte sich billiger-mietwagen.de vor der Buchung so viel Mühe gegeben auf die AGB des „lokalen Anbieters“, deren Auslegung und deren Wucherpreise hinzuweisen, würde ich hier mehr Sterne geben.

Billiger-mietwagen.de hat es beim Preisvergleich, beim Buchungsprozess und bei der Abwicklung konsequent vermieden auf mögliche Probleme mit dem Vermieter Greenmotion hinzuweisen. Es gab keine Hinweise darauf, dass Kunden seit vielen Jahren von extrem negativen Erfahrungen berichten (der Vermieter Greenmotion gehört laut guardian.com auf Trustpilot zu den am schlechtesten bewerteten Autovermietern), keine Hinweise auf Zusatzgebühren für Fährfahrten auf die schottischen Inseln, die ein vielfaches des Branchendurchschnitts betragen, keine Hinweise darauf, dass sich Greenmotion in Glasgow eine „Bearbeitungsgebühr“ von knapp 100 Euro, für die Weitergabe von Strafzettel oder Parkverstössen gönnt (ungefähr fünf bis sechsmal so hoch wie im Branchenschnitt).

Billiger-mietwagen.de erklärt, dass sie verpflichtet seien die Angebote der Vermittler/Veranstalter so anzuzeigen, wie sie vom denen kommen. Wenn der Veranstalter, trotz jahrelanger Beschwerden, weiterhin unseriöse Anbieter vermittelt, fragwürdige AGB oder versteckte Wucherpreise unerwähnt lässt, dann macht billiger-mietwagen.de das auch. Der Grund dafür (wahrscheinlich): vertragliche Vereinbarungen mit den Veranstaltern, bzw. Vermittlern.

Weil billiger-mietwagen.de vor der Buchung aber einen gegenteiligen Eindruck erweckt und man auf die Unvollständigkeit der Vergleichsdaten erst deutlich hingewiesen wird, wenn etwas schiefgegangen ist, bewerte ich das Portal hier als fragwürdig und über einen groben Preisvergleich hinaus als unnütz.

Besonders ärgerlich: obwohl sich billiger-mietwagen.de vehement darauf beruft, dass Kunden sich vorab ein Bild vom Vermieter machen könnten, indem sie andere Kundenbewertungen lesen, habe ich keine Möglichkeit gefunden unseren Vermieter Greenmotion auf billiger-mietwagen.de zu bewerten. Ich würde auch dort gerne andere auf die schlechten Erfahrungen die wir mit diesem Anbieter gemacht haben Hinweisen. Eine Nachfrage an billiger-mietwagen.de dazu blieb unbeantwortet.

Dazu kommt, dass billiger-mietwagen.de die Kundenbewertungen, die ja angeblich ein zentraler Dreh- und Angelpunkt beim Vergleich von Angeboten sein sollen, unlesbar darstellt. Irgendein defekter Algorithmus entstellt Kundenbewertungen mit Platzhalternamen, dazu sind sind Umlaute oft falsch dargestellt. So liest sich der Teaser einer typische Kundenbewertung:

Der Vermieter hat die Vermietung auch nur [Vermieter vor Ort]¼ber einen Dritten weitervermittelt bekommen und kann daher nichts [Vermieter vor Ort][Vermieter vor Ort][Vermieter vor Ort][Vermieter vor Ort] seine Fehler. ...

Ich habe (früher) auch positive Erfahrungen mit billiger-mietwagen.de bei Inlandsvermittlungen gemacht. Das liegt aber möglicherweise daran, dass es unter deutschen Autovermietern weniger schwarze Schafe gibt, oder die Verbraucherrechte weniger Spielraum für die Vermieter lassen, sich in grauen Rechtsbereichen zu bewegen. Autovermieter die extrem günstige Preise anbieten, diese aber durch unfaire oder rechtlich fragwürdige Methoden wieder ausgleichen, werden von billiger-mietwagen.de weder ausgelistet, noch wird vor den möglichen Folgekosten gewarnt. Es werden auch nicht unbedingt die (vollständigen) AGB oder „lokalen Mietbedingungen“ des Vermieters übermittelt. Auf meine Nachfrage warum das so sei, antwortete billiger-mietwagen.de (sinngemäss): „Gute Idee, das geben wir an den Veranstalter weiter!“

Das heisst aber eben auch, dass der Preisvergleich bei billiger-mietwagen.de eben nicht transparent ist. Wenn man als Kunde doch alles selbst recherchieren muss (und soll), sich die AGB und Mietbedingungen der Anbieter selbst raussuchen muss, im Zweifel sogar in der Sprache des Urlaubslandes, wenn die Informationen, die einem das Portal zur Verfügung stellt, unvollständig sind und sogar der Vermittler selbst sagt, man solle die Informationen mit Skepsis behandeln, dann sollte man vielleicht wirklich besser gleich alles selbst machen und direkt buchen.

Vorschlag zur Güte: statt auf der Startseite und der Werbung von einer übersichtlichen und transparenten Preisübersicht zu sprechen, schlage ich als neue billiger-mietwagen.de-Claims diese beiden Kandidaten vor:

  • Böse Überraschung? Steht doch in den AGB!
  • Grobe Preisübersucht über uns! Wichtige Details und Einzelheiten über Google!

Beim Einsatz dieser oder ähnlicher Werbesprüche oder mehr Ehrlichkeit in der Eigendarstellung, bin ich gerne bereit meine Bewertung nach oben anzupassen.

ich so im blog: „ich war dumm und naiv bei @billigermietwag zu buchen.“
wiederkehrende antwort in den reaktionen: „selbst schuld!“

kann man das eigentlich auch mansplaining nennen?