kelek-tomaten-feta-salat

felix schwenzel,    

gestern bei bolu (türkischer gemüsehändler im wedding) wieder mal keleks gekauft. keleks sind unreif geernte zuckermelonen die man wie gurken essen kann. die wikipedia sagt dazu:

Unreif geerntete Zuckermelonen, etwa faustgroß und dunkelgrün, werden in Deutschland als Saisongemüse im Frühherbst unter dem türkischen Namen „Kelek“ vermarktet. Im Geschmack erinnern sie an Gurken, sind jedoch fester und leicht süßlich, und werden wie diese gegessen: roh, geschmort oder sauer eingelegt.

als wir die vor einem oder zwei jahren zum ersten mal aus neugier gekauft haben, haben wir dieses rezept gegooglet. danach habe ich heute wieder einen salat gemacht.

kelek-salat

für zwei personen

  • 2 keleks schälen und in grosse stücke schneiden
  • 170 gramm tomaten halbieren oder vierteln
  • 200 gramm feta oder schafskäse grob würfeln
  • 2 teelöffel tymianblättchen (frisch oder getrocknet)

das geschnitteene gemüse und den käse mit ein paar schuss olivenöl, thymian, salz und pfeffer vermischen, fertig.

der salat ist sehr zutatenarm und einfach zuzubereiten, aber in der kombination unglaublich lecker.

2 keleks, 10 tomaten, 1 feta
kelek-salat

* tagesspiegel.de: Vincent Klinks Essig-Essenz

Der Sternekoch aus Stuttgart lässt gern mal einen Rotwein stehen. Aus den Resten macht er noch etwas Gutes. Hier erklärt er, wie die Neige zu Essig wird.

toll, aus weinresten essig machen. leider haben wir nie weinreste. wir trinken den wein aus kartons, darin hält er sich — im gegenteil zu flaschen — schön lange (bis der karton alle ist). und in den kartons (vielleicht sollte ich besser sagen im schlauch?) wird der wein eben durch luftausschluss über wochen nicht schlecht, aber alle. aber vielleicht kauf ichmal ne flasche um das auszuprobieren. (via)

„notfallpasta“

felix schwenzel,    

vorher

vorher

nachher

nachher

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das notfallpasta-rezept das maximillian buddenbohm vor ner weile mal veröffentlicht hat ist übrigens ganz famos. lässt sich wunderbar abwandeln und schmeckte mir die letzten (fast) andertalb jahre gleichbleibend gut. dem rest der familie auch, allerdings erscheinen jett bei der beifahrerin die ersten ermüdungserscheinungen.

trotzdem, eins der besten und schnellsten patsa rezepte die ich kenne.

indonesischer hähnchensalat

felix schwenzel,    

indonesischer hähnchensalat

 

kaum postet anke gröner mal wieder ein rezept, koche ich es auch schon nach. heute abend gabs indonesischer hähnchensalat.

  • hähnchenbrust (ca. 400 bis 500 gramm)
  • 5 gramm frischen koriander, fein gehackt (ich hab ungefähr 20 gramm genommen)
  • 5 gramm frische minze, fein gehackt (ich hab ungefähr 20 gramm genommen)
  • 2 rote paprika, in feine streifen geschnitten
  • 1 bund frühlingszwiebeln, in ringe geschnitten
  • 2 rote chili, sehr fein gehackt und entkernt
  • 300 gramm mungobohnenkeimlinge (da mungobohnenkeimlinge exakt wie sojabohnenkeimlinge aussehen, kann man auch sojabohnenkeimlinge nehmen)
hähnchenbrüste die pochieren

die hähnchenbrust hab ich ungefähr 15 minuten in leicht kochendem salzwasser „pochiert“. weils da war, hab ich auch noch ein paar wacholderbeeren und lorberblätter mit ins wasser gegeben.

den rest der zutaten zerkleinern, mit salz und pfeffer würzen, vermischen und zur seite stellen und das dressing herstellen aus:

  • 60 ml limettensaft (das waren bei mir 4 ausgepresste limetten)
  • 100 ml buttermilch
  • 2 esslöffel erdnussbutter
  • 1 esslöffel fischsauce
  • 2 teelöffel geriebenen frischen ingwer
  • 2 knoblauchzehe, gepresst

das alles habe ich in einem becher mit dem pürrierstab pürriert (damit sich die erdnussbutter auflöst) und dann über den salat gekippt.

zum servieren habe ich die zerzupften, pochierten hühnerbrüste auf einem bett aus romasalatherzen (3 stück für 4 personen) gelegt, und dann den gedressten salat aufgelegt. die erdnüsse die anke gröner noch drübergestreut hat habe ich weggelassen und trotzdem sind damit 4 mäuler satt geworden.

besonders gutes zeichen: dem kind und der schwiegertochter hats geschmeckt, obwohl beide keine grossen ingwer-fans sind und das kind eigentlich koriander hasst. ie beifahrerin fand den salat eher so mittelgut, aber ausversehen rutschte ihr nach dem essen ein „das war sehr, sehr gut“ raus.

graupenrisotto mit feta

felix schwenzel,    

gruapenrisotto

graupenrisotto in fertig. sieht unappetitlich aus, war aber ganz lecker. #abendessen #ottolenghi

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  • 200 gramm perlgraupen
  • 30 gramm butter
  • 2 kleine stangen sellerie 2 kleine paprikaschoten in 5 millimeter grosse würfel geschnitten
  • 2 kleine schalotten 1 zwiebel, fein gewürfelt
  • 4 6 knoblauchzehen fein gewürfelt zerdrückt
  • 4 thymianzweige 2 teelöffel getrockneter thymian
  • 1 teelöffel paprikapulver
  • 2 lorbeerblätter
  • 4 streifen schale von einer bio-zitrone (mit dem sparschäler abgeschnitten)
  • ½ teelöffel chiliflocken (kann ruhig mehr)
  • 1 dose (400 gramm) tomatenstücke
  • 300 gramm passierte tomaten
  • 700 ml gemüsebrühe wasser
  • 1 esslöffel kümmelkerne
  • 300 gramm feta
  • 1 esslöffel frische oreganoblätter getrockneter oregano nach augenmass

ottolenghi meint man solle die graupen gründlich unter fliessendem wasser abspülen. hab ich gemacht, frage mich allerdings wozu.

die zwiebel, den knoblauch und die paprika hab ich dann 5 minuten bei milder hitze schmoren lassen und danach alles, ausser dem käse und dem oregano dazugekippt. auch die frischgespülten graupen. regelmässig rühren und insgesamt 45 minuten auf kleiner flamme köcheln lassen. (so sah es beim köcheln aus.)

zum servieren hab ich den käse und den oregano drübergekrümelt und wie tim mälzer immer sagt „ein bisschen olivenöl“ drübergegossen.

war ganz lecker, aber ein bisschen graupig. ich mag bulgur oder couscous ehrlichgesagt lieber und den typischen exotischen ottolenghi-geschmack hab ich auch ein bisschen vermisst.

das gab's gestern abend. das #sauerkraut ist nach stevan pauls tim mälzers sauerkrautlasagne aus der [amazon-werbelink] greenbox und irre lecker. rezept folgt.

* * *

hier das sauerkrautlasagne-rezept von „kleineküche“, hier meine variante:

  • 1 packung sauerkraut (500 gramm)
  • 120 gramm schalotten (ich nehm immer ne grosse zwiebel)
  • 250 gramm sahne (ich nehm weniger, ca. 100 gramm)
  • 30 gramm butter
  • 200 ml portwein (ich nehm 150 ml weisswein und 50 ml mirin)
  • 100 ml apfelsaft (ich nehm meisten 3 esslöffel apfelmuss mit 100 ml wasser)
  • 250 ml gemüsebrühe (wasser tuts auch)
  • 2 esslöffel honig
  • 1 esslöffel weizenmehl
  • Kümmel (ich mag keinen kümmel und nehm gemahlenen kreuzkümmel)
  • 2-3 lorbeerblätter

zuerst soll man den sauerkrautsaft aus dem sauerkraut drücken und das sauerkraut dann mit der butter und den in feine ringe geschnittenen zwiebeln (oder schalotten) 5 minuten trocken anbraten bis das kraut ein bisschen bräunt. dann mit honig und salz nochmal ein paar minuten weiterbraten.

das folgende ist dann immer das gleiche; flüssigkeit hinzufügen und so lange kochen bis alles verdampft ist und (hoffentlich) der geschmack ins sauerkraut gezogen ist:

  • zuerst den portwein, bzw. die weisswein-mirin-mischung
  • dann den sauerkrautsaft
  • apfelsaft (oder wasser-mus-mischung)

wenn am ende der apfelsaft verkocht ist und das kraut wieder trocknet, kommt die mischung aus der gemüsebrühe, sahne und mehl dazu. tim mälzer empfiehlt die mischung einmal kräftig durchzupürieren und vor allem kalte gemüsebrühe (aka wasser) zu nehmen. die wasser-mehl-sahne-mischung lass ich dann auch nochmal köcheln, bis alles schön schwabbelig ist.

speck passt da auch ganz gut zu, den kann man kleingewürfelt am anfang zum trockenen kraut und den zwiebeln geben und dann wahrscheinlich auch die butter weglassen.

kartoffelschalen und kartoffelfrikadellen

felix schwenzel,    

man sagt ja, mit käse überbacken schmecke alles besser.

was aber fast noch besser als mit käse überbacken ist, ist frittieren. diese blumenkohlsuppe wird zum beispiel mit hauchdünn geschnittenen, frittierten rote-beete-scheiben croutoniert. dünn geschnittene, fritierte rote-beete-scheiben sind unfassbar lecker, so lecker, dass sogar das kind um sie kämpft. um rote beete!

frittieren ist so toll, dass man damit sogar kartoffelschalen zu delikatessen machen kann. von diesen drei kartoffel-rezepten die yotam ottolenghi in den guardian geschrieben hat, hatte ich vor ein paar tagen das kartoffelgratin nachgebaut und jetzt den kartoffelschalensalat — oder wie ottolenghi es nennt: geröstete kartoffelhaut mit eisbergsalat.

das rezept ist eigentlich ganz einfach, kartoffeln waschen (ich hatte ungefähr ein kilo) und andertalb stunden im ofen bei 200° garen. kartoffeln leerkratzen und die schalen mit ein bisschen öl (1-2 esslöffel), harissa-pulver und salz vermischen und auf einem backblech verteilen. das fühlt sich an wie feuchte hühnerhaut, aber nach sieben minuten im ofen, wenn man sie einmal wendet und dann nochmal 7 minuten röstet, fühlt es sich an wie kartoffelchips.

kartoffelschalen

für das salatderessing habe ich einen esslöffel (schnell) eingelegte zitronen zerkleinert, eine zitrone ausgepresst und 1-2 esslöffel olivenöl, und die haut von einer bio-zitrone abgerieben. die schnell eingelegte zitrone hatte ich vorbereitet, nach diesem rezept:

1 bio-zitrone teilen und in sher dünne scheiben schneiden, etwas zucker, etwas salz, etwas paprikapulver (scharf oder süss — egal), etwas gemahlenen kreuzkümmel, etwas gemahlenes kurkuma, chilipulver, zitronensaft und viel knoblauch mischen und durchziehen lassen.

geröstete kartoffelschalen mit eisbergsalat

so haben die beifahrerin und ich einen eisbergsalatkopf mit kartoffelschalen sehr schnell weggeatmet.

* * *

aus dem kartoffelinhalt schlägt ottolenghi vor kartoffelfrikadellen zu machen. dadrin sind frühlingszwiebeln, basilikum, thymian und irgendwelche exotischen würstchen, die ich nicht da hatte und stattdessen schinken genommen habe. dass alles wird — siehe oben — mit gruyère überbacken und sieht dann am ende so aus:

kartoffelfrikadellen

umami kartoffelgratin

felix schwenzel,    

„hasselback fondant potatoes“ nennt yotam ottolenghi dieses kartoffelgratin

manchmal schickt mir die beifahrein einfach links zu rezepten und sagt: „koch das mal“. das „hasselbacken hotel and restaurant“ in stockholm hat wohl diese art kartoffeln als „trademark dish“, sagt jotam ottolenghi. der hat das rezept jedenfalls aufgeschrieben und ich habs nachgekocht. ist nicht ganz unaufwändig, schmeckt aber überraschend … interessant.

die kartoffeln werden wie beim klassichen kartoffelgratin in scheiben geschnitten, aber nur zu ⅔ln, so dass sie noch zusammenhalten. so werden sie 15 bis 20 minuten in butter (!) frittiert. die butter die nach 15 minuten schwenken und schütteln nicht in die kartoffeln eingesogen ist, wird wieder weggekippt, aber dafür kommt sahne (ich hatte zu wenig) und viel geschmack in form von knoblauch, etwas brühe, sardellen, zitronenschale, rosmarin, parmesan und thymian dazu. mit dem geschmack werden die kartoffeln 5-10 minuten im topf gegart und dann wird das ganze mit parmesan bestreut im ofen geröstet.

kartoffel frisch aus dem ofen.

wenn das zeug aus dem ofen kommt lächeln einen die kartoffeln freundlich an. schmeckt alles sehr umami, dank des parmesan, der sardellen und der eingekochten sahne. die sardellen schmecken nicht unangenehm raus, obwohl ich sie nicht vorher abgewaschen habe. waren aber laut rezept auch nur 3 stück, fein gehackt. dazu hab ich (offensichtlich) einen halb-warmen bohnensalat mit tomaten gemacht, das rezpt dafür hab ich vor ein paar wochen mal auf chefkoch.de gefunden. das hasselback-kartoffel-rezept stand im guardian. der link zeigt eigentlich auf drei kartoffel-rezepte, eins davon ist ein rezept für geröstete kartoffelschalen.

(erinnerung daran, dass man bei facebook „notizen“ verfassen kann: richard gutjahr.)

tomatensalat

felix schwenzel,    

tomatensalat ist ja ganz einfach: ein paar tomaten würfeln, eine zwiebel würfeln, etwas essig, etwas öl, salz, pfeffer — fertig.

wenn man dann noch ein paar schwarze oliven (kerne vorher raus!), kapern (grob gehackt), etwas gemahlenen piment, feta, brotstücke und petersilie dazutut schmeckts noch besser und ausserdem hat man dann auch gleich nach ottolenghi gekocht.

dakos (tomatensalat nach ottolenghi)