genau diese haltung ist es, die ich an vielen dystopien nicht mag. einerseits weil das nicht die einzige möglichkeit ist, die weltläufte zu interpretieren, aber auch, weil diese weltsicht bereits mindestens 20.000 jahre alt ist, also keine einmalige (neue) herausforderung ist.

ums dürfen, die aufgaben der kunst oder gar die kunstfreiheit gings (mir) ja nicht. mir gings ums mögen, wie der erste satz in meinem text bereits andeutet. es darf ja auch porno oder horror oder helene fischer geben. nur mögen muss man die eben nicht. 1984 mochte ich übrigens auch nie besonders und ja, ich finde und fand 1984 zu pessimistisch.

naja, modern family geht immer. ist zwar nicht neu, aber ich finde es nach wie vor teilweise sehr, sehr witzig.

auf eine art witzig und fast neu: die zweite staffel von BBC americas dirk gently’s holistic detective agency (staffel zwei ab. 5. januar auf netflix). während ich die erste staffel eher scheisse fand (und trotzdem zu ende schaute), gefiel mir die zweite staffel irgendwie. sie war so absurd, abgedreht und idiotisch, dass man über die miesen schauspielerischen fähigkeiten von elijah wood hinwegsehen konnte und sich von der absurdität und blödsinnigkeit der geschichte fesseln lassen konnte. die erzählte geschichte ist tatsächlich so bekloppt, dass sie schon fast wieder gut ist.

auch nicht neu, im gegenteil, bald andertalb jahrzehnte alt, startrek enterprise, die star trek serie die vor kapitän kirk im jahr 2151 angesiedelt ist und 90 jahre nach dem ersten kontakt. die serie hat keinen besonders guten ruf, fiel in der zuschauergunst durch und wurde in der vierten staffel abgesetzt. sie läuft, wie alle star-trek-serien, auf netflix und ich habe mir bereits 82 der 98 folgen angesehen. die serie ist wie die meisten star-trek-serien ein bisschen holzschnitt- und kammerspielartig, vollgestopft mit billig produzierten kulissen, durchzogen von schlechten spezialeffekten und stereotypen rollenmustern.

sieht man die serie ohne grossen erwartungen, kann sie unterhaltsam wirken. in den ersten beiden staffeln stehen die einzelnen episoden meist für sich, in mehr oder weniger abgeschlossenen handlungen, mit einem feinen, fast unsichtbaren roten faden. die dritte staffel hat dann einen gut sichtbaren, etwas überdramatisierten roten faden, der mich zum milden rauschsehen brachte. wie gesagt, technisch und von der produktionsqualität ist das alles eher schlecht bis mittelgut, aber der kern der erzählungen, die metaebene, die intention der serie finde ich sympathisch, wie fast alles aus dem star trek universum.

das kernproblem der serie könnte die besetzung der kapitänsrolle gewesen sein. scott bakulas als jonathan archer funkt nicht besonders. archer ist weder besonders sympathisch, noch doppelbödig. er ist einfach da und erfüllt seine pflicht, man kann ihn gut ertragen, aber identifizieren mit ihm wollte ich mich irgendwie nicht. wäre archer ein auto, wäre er früher ein passat gewesen, heute ein prius; ein vernünftiges, effizientes, fleissiges arbeitstier, ohne charme und reiz. ganz schlimm auch die vulkanierin t’pol, gespielt vom ehemaligen model jolene blalock, deren aussehen in der serie wohl nicht nur vom kostüm- und maskenbildner, sondern auch von plastischen chirurgen gestaltet wurde.

trotzdem. ich habe startrek enterprise gerne gesehen, auch wenns weder (wirklich) gut, noch eine sitcom war.

* * *

ganz abgesehen davon; gestern habe ich zufällig diesen ausschnitt aus einem clouseau (mit peter sellers) gesehen:

youtube-video
youtube

eigentlich dachte ich, kenn ich die filme aus der clouseau-reihe alle auswendig, aber an diese szene konnte ich mich nicht mehr erinnern. aber sie erinnerte mich daran, dass ich die eigentlich alle noch ein paar mal wieder sehen müsste.

ich weiss nicht ob man die sen.se peanuts noch empfehlen sollte. bei der firma tut sich seit monaten gar nichts und man hat offenbar alle social media aktivitäten eingestellt. auf sen.se sind zwar weiterhin twitter, instagram, facebook und youtube verlinkt, aber sowohl der twitter-, als auch der instagram- und facebook-link führen zu fehlermeldungen, bzw. gelöschten kanälen. sen.se hat sich dort offenbar ersatzlos gelöscht. das youtube-konto ist noch nicht gelöscht, die letzte aktivität dort fand vor sieben monaten statt. auch an der webapp wurde, seit ich die nuss im april gekauft habe, nichts getan. die webapp steckt voller fehler, 404-links und halbfertigen features.

ich benutze die schlafnuss auch zur bett-präsenzdetektion (indem ich über die API den temperatur-verlauf abfrage), was grundsätzlich funktioniert, in der praxis aber nur in 50% der fälle, weil die sen.se-app es nicht schafft sich mit der nuss zuverlässig (über BLE) zu verbinden. will ich sichergehen, dass app und nuss verbunden sind, muss ich die app öffnen und unter umständen den knopf auf der nuss drücken, bevor sich beide verbinden. das ist lästig, bzw. die fehlende zuverlässigkeit macht die detektion für aktoren nutzlos (weil unzuverlässig).

das ist eine antwort auf einen meiner meinung nach eher mittelklugen kommentar, aber es kann auch ganz gut alleine stehen:

ich glaube ja dass die kultur eher von arschlöchern, cholerikern und leuten die ihren mitarbeitern die lust an der arbeit vergällen gefährdet wird, nicht durch die ächtung von arschlochverhalten, machtmissbrauch und übergriffigkeit.

genauso halte ich es für quatsch zu denken, dass genie und arschlochverhalten irgendwie zusammengehörten um grosse kulturelle errungenschaften zu erringen. das gegenteil ist der fall; steven soderbergh hat das schön auf den punkt gebracht als er auf den machtmissbrauch von arschlöchern wie spacey und weinstein in hollywood angesprochen wurde:

It takes a lot of energy to be an asshole. The people I admire most just aren’t interested in things that take away from their ability to make stuff. The people I really respect, and that I’ve met who fit this definition, have a sense of grace about them, because they know that there is no evolving and there is no wisdom without humility.
(quelle)

weil ich den kommentar (offenbar) wegen eines captcha-fehlers nicht dort abschicken kann, schreib ich ihn hier auf:

auf einem frischen uberspace konnte ich nach der installation von linuxbrew uberspace-anleitung relativ leicht mosquitto und den ot-recorder installieren:

git clone https://github.com/Linuxbrew/brew.git ~/.linuxbrew
echo "PATH="$HOME/.linuxbrew/bin:$PATH"" >> ~/.bashrc
echo "MANPATH=":$HOME/.linuxbrew/share/man:$MANPATH"" >> ~/.bashrc
echo "INFOPATH="$HOME/.linuxbrew/share/info:$INFOPATH"" >> ~/.bashrc
source ~/.bashrc

ln -s /package/host/localhost/gcc-4.9/bin/gcc ~/.linuxbrew/bin/gcc-4.9
ln -s /package/host/localhost/gcc-4.9/bin/g++ ~/.linuxbrew/bin/g++-4.9

brew install mosquitto

brew update && brew upgrade
brew tap owntracks/recorder
brew install recorder

weil ich das linken der compiler oben zuerst in der uberspace-anleitung übersehen hatte, hab ich nach riceweins anleitung auch cmake installiert, ich weiss aber nicht ob das für die linuxbrew-installation nötig gewesen wäre.

für die configuration der ACL habe ich die beispiel ACL um einen je eintrag für die benutzer erweitert

user eins
topic readwrite #

und anonyme anmeldung in der mosquitto.conf unterbunden:

allow_anonymous false

die passwordhashs für das pwfile liessen sich per mosquitto_passwd aus klartextpasswörtern erzeugen

mosquitto_passwd -U $HOME/.linuxbrew/etc/mosquitto/pwfile

@nxd4n der dash-button hat sich nach ca. 1000 betätigungen deaktiviert. seitdem benutze ich für den klolüfter einen selbstgebauten esp8266/wlan/mqtt button mit usb-stromversorgung. das gleiche in der küche: buttons die an einen esp8266 angeschlossen sind und per wlan/mqtt mit der zentrale sprechen.

neu, aber gleiches prinzip: ein tasmota-sonoff-relais-schalter der die nachttischlampe an/aus schaltet und gleichzeitig über den lampenschalter bedienbar ist. auch alles über wlan/mqtt. noch ungetestet ein mit tasmota geflshter sonoff-touch.

insgesamt ist die fertigschalter-situation eher unbefriedigend. entweder zu teuer, zu proprietär oder nicht rückkanal-fähig (wie die meisten 433MHZ funklösungen). toll wäre wenn die ikea-tradfri-schalter sich zweckentfremden liessen, aber das geht bis jetzt noch nicht so toll.

soweit ich das verstanden habe: portale wie billiger-mietwagen.de locken per flächendeckendem marketing grosse kundenzahlen, vermitteln veranstalter, die wiederrum eine durchführende firma vermitteln. durch die hohe zahl der vermittlungen können die veranstalter sonderkonditionen aushandeln, zusammengehalten und finanziert wird das ganze wohl von provisionen unter den verschiedenen partnern.

bei dieser konstruktion kann durchaus nutzen für kunden entstehen, aber der steht wohl nicht im vordergrund — auch wenn das marketing natürlich einen anderen anschein erwecken möchte. im fokus steht die masse und damit wohl auch ordentliche provisionen. und die masse bekommt man, wenn man den eindruck erweckt, super günstige preise anzubieten und diese message per marketing in den markt drückt.

versteckte zusatzgebühren, unklar formulierte mietbedingungen, systematisches kundenmelken in juristischen graubereichen ist dann ein kollateralschaden, auf den dann mit drei strategien geantwortet wird, falls sich kunden erdreisten, sich beim vermittler zu beklagen:

  • steht doch so in den AGB
  • beachten sie vor der buchung das feedback anderer kunden (übersetzt: wir wollen sie aus strategischen und vertraglichen gründen nicht selbst vor schwarzen schafen warnen)
  • vielen dank für ihr konstruktives feedback, wir haben das an den veranstalter weitergegeben und der gelobt besserung

auch: ja eh. aber BM wirbt aggressiv (u.a. per retargeting) mit „transaprenten preisen“ und „übersicht“ — die sie so eben nicht liefern.

(screenshots von billiger-mietwagen.de)

ich hab mir das video angesehen und kann an keiner stelle erkennen, dass es darüber ist, „warum Comedians so viel besser als Journalisten sind“. und an keiner stelle wird in dem video suggeriert, dass comedians vornehmlich „original reporting“ betrieben oder nicht auf die zuarbeit von journalisten angewiesen seien.

das video macht meiner ansicht nach eindrücklich klar, warum satire nützlich ist und dass die perspektive der comedians an vielen stellen günstiger ist als die der journalisten ist, um zum beispiel mit dem phänomen ablenkungslügen umzugehen. das video erinnert journalisten daran, den fokus weg von überzogener lügenberichterstattung und -debatte auf alltagsprobleme oder tieferliegende probleme zu lenken. und wer möchte da bei der betrachtung von US-nachrichtenkanälen widersprechen, die von einem reportbait zum nächsten hüpfen?