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opml2feed
jetzt hab ich eine maschinenlesbare /blogrolle die automatisch auch /opml ausgibt und würde das eigentlich auch gerne selbst nutzen. oder wenigstens ausprobieren wie man sowas nutzen kann, also mein eigenes dog food essen, wie man so schon sagt. mittlerweile weiss ich, dass man die einzelnen opml feeds in freshRSS so abonnieren kann, dass sie sich dynamisch aktualisieren, wenn ich sie hier, hier, hier oder hier ändere oder erweitere. aber ich nutze miniflux und das kann keine dynamischen opml-feeds abonnieren.
freshRSS hat eine demoinstanz auf der man sich anmelden kann und die features von freshRSS testen kann. klappt gut, also man kann einzelnen opml-urls hinzufügen oder in ordner verteilen und hat dann alle enthaltenen feeds abonniert und kann auch einzelne feeds muten oder selbst weitere hinzufügen. aber ich wollte jetzt nicht meinen ganzen setup auf den kopf stellen oder mir freshRSS installieren.
also hab ich mir ein kleines script schreiben lassen das ein wenig vom rivva #rp26 feed inspiriert ist. wenn man den abonnierte fütterte der alle beiträge die im mai die republica erwähnten oder den tag #rp26 nutzten in einen einzigen feed. das war sehr praktisch, weil ich dann in meinem feed-reader die beiträge gleich lesen konnte. aber es war möglicherweise auch ein bisschen heikel, weil der rivva-rp26-feed fremde inhalte aggregierte.
das script das ich mir gebaut habe macht das gleiche wie der rivva-rp26-feed: aus bestimmten feeds einen neuen feed bauen. allerdings ohne den inhalt (nur die überschriften) und nicht mit #rp26-inhalten, sondern eben mit den quellen aus meinem OPML. wenn man /opml2feed aufruft sieht man (im zweiten schritt) das:

man sieht alle OPML-feeds die ich anbiete vorausgewählt, kann die auswahl aber auch reduzieren. wenn man weiter scrollt sieht man alle in den OPMLs enthaltenen einzelnen feeds.

auch die kann man einzeln abwählen. der resultierende feed hat dann eine einmalige, schwer zu erratende, also geheime ID wie /opml2feed/0a460f0400115382859d.xml.
mit der ID kann man auch immer zurück auf die konfigurationsseite und die einstellungen des ergebnisfeeds anpassen. den feed mit der ID 0a460f0400115382859d würde ich niemandem empfehlen zu nutzen, weil der jetzt veröffentlicht ist, nicht mehr geheim ist und den jetzt jede modifizieren kann.
der witz ist: wenn ich eine neue blogrolle hinzufüge oder zu einer bestehenden blogrolle einen feed hinzufüge, aktualisiert sich auch der „geheime“ feed.
wirres.net/opml2feed/ steht derzeit allen interessierten offen, ist aber explizit erstmal ein test und bietet nur meine OPMLs zur auswahl an. wer das testen möchte: gerne. aber das kann sich alles noch ändern, das ganze ist das frühe stadium eines praktischen gedankenexperiments.
natürlich habe ich mir für meine private nutzung eine versteckte option eingerichtet, um die feeds auch im volltext oder originalzusatnd weiter zu geben, also nicht nur die überschrift. aber grundsäzlich können die meisten feed-reader die ich kenne auf knopfdruck den volltext von gekürzten oder leeren RSS items von der jeweiligen website ziehen. oder man klickt halt wie früher zur originalseite durch. ein feed der nur überschriften enthält, ist also grundsätzlich gut nutzbar.
so oder so würde ich mich über tester und feedback freuen. bei interesse veröffentlche ich auch gerne den vibe-gecodeten quellcode.
wie würde denn das gegenteil oder eine bessere lösung aussehen? mir fehlt die vorstellungskraft mir etwas anderes als empfehlungenmechanik vorzustellen, mit welchen signalen auch immer.
auch in der analogen welt war das ja nie anders. bücher werden von verlagen beworben, belegexemplare ausgesendet und dann fängt die empfelungs- und marketingmaschine an zu laufen. auch hier steuert ein netzwerk aus literaturkritikern und lesern die sichtbarkeit. auch hier sind es oft die bekannten namen die profitieren, aber newcomer, neuentdeckungen, überraschungerfolge sind trotzdem die regel. musik sucht man sich doch in den seltensten fällen nach dem inhalt aus, sondern nach dem was offensichtlich gerade populär ist.
musik ist auch ein beispiel dafür, dass diese beziehungs- oder netzwerksteuerung auch hervorragend im subkulturellen (also nicht massentauglichen) rahmen funktionieren kann.
elena
viele dinge auf der welt sind uns verborgen und entziehen sich unserer wahrnehmung. das hat den vorteil, dass wir uns über vieles keine sorgen machen müssen, weil wir es gar nicht mitbekommen. umgekehrt funktioniert es aber auch, wir können dinge sehen, die gar nicht da sind. auf diesen fotos aus den achtziger jahren, die irgendwann viel zu niedrigauflösend gescannt wurden, sehe und rieche ich unsere frankreichurlaube wieder vor meinem inneren auge und meiner innereen nase. ich erinnere mich an unser altes haus in aachen/kornelimünster und unser leben dadrin. ich erinnere mich an elena, wie sie war, ganz anders als ich. elena kam reinlich und ordentlich aus dem mutterleib, sie legte wert auf dinge die mir egal waren — und umgekehrt. wir waren von geburt an so grundverschieden, dass ich seitdem der meinung bin, dass unserer persönlichkeiten sich von erziehung, kindheits- und jugenderfarungen kaum irritieren lassen.
wie wir sind, wie wir werden, scheint zu einem grossen teil vorbestimmt.
das einzig wichtige ist wohl liebe. viel liebe. die hat elena bekommen und freigiebig auf alle die mit ihr lebten verteilt. wir hatten eine eigentümlich starke bindung, die auf eine art bedingungslos war und keiner worte bedurfte. ich konnte mich über sie lustig machen und sie mich beschimpfen, ohne das die leisesten zweifel an unserer gegenseitigen liebe aufkamen.
ich habe früh und viel verantwortung für elena übertragen bekommen. ich erinnere mich, dass ich sie täglich vom kindergarten abholte der etwas entfernt von unserem zuhause lag. ich betreute sie nachmittags, während unsere eltern arbeiten oder studieren waren. ob es eine gute idee ist einen 12-jährigen auf eine 5-jährige aufpassen zu lassen kann man wahrscheinlich länger diskutieren. aber es hat unsere bindung gestärkt und uns möglicherweise beide reifen lassen.
ist dieses tagesblog ein plugin oder einen eigenentwicklung? ich sehe das ist auf jeden fall komplexer als nur visuelles candy, zum beispiel sehe ich benachrichtigung bei neuen einträgen. nice.
und sag bescheid wenn du ein höchauflösenderes bild hast, dann nehm ich das.
Die Namen der anerkannten Autoren fungieren dabei wie Empfehlungsschreiben, die der Einführung des Romans vorausgeschickt werden. Gleichzeitig hat der Roman selbst wiederum die Funktion, Martensteins entfesselte Rhetorik kulturell zu vergolden. ‘Seht her’, sagt eine solche Referenz, ‘ich bin kein dumpfer Hetzer, sondern ein gebildeter Mann, dessen Imagination durch Romane geschult wurde und nun durch die Realität eingeholt wird’.



















