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Sugar (2024) (S02E01) gesehen

ich mag sugar, seine gut­mü­tig­keit, seine ruhe, seine freund­lich­keit, sein glaube an das gute in menschen. eine de­tek­tiv­se­rie wie diese gibts sonst nicht, obwohl sie versucht sich kreuz und quer durchs genre zu zitieren.


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in life, you can wait to be lucky, but there’s usually a way you can make your own luck.

das video ist auf ganz vielen ebenen wun­der­voll. der video-be­schrei­bung nach geht es nur darum vier­blätt­ri­ge klee­blät­ter zu finden und ein bisschen wis­sen­schaft­li­cher hin­ter­grund dazu. aber mit dem auftritt der kleeblatt-jägerin gabriella gerhardt wird’s wirklich in­ter­es­sant. um vier­blätt­ri­ge klee­blät­ter zu finden sollte man einfach loslassen, dass grosse bild be­trach­ten und die mus­ter­er­ken­nung in unserem kopf autonom arbeiten lassen. sehr zu sehen zu empfehlen, wie die meisten videos von rab­bit­ho­le.


links und li­kes vom 18.07.2026

felix schwenzel

wenn ich das so lese was maren kroymann in diesem interview sagt und was ihre männlichen kollegen in den medien so absondern, dann wünsche ich mir im alter eher eine alte, weisse, lesbische frau zu werden, als ein zynischer, alter, weisser mann.

faszinierend.

Anthropic compares the J-space to the global workspace in humans, a theoretical region of the brain that some scientists think we use to keep track of our conscious thoughts. But how seriously we should take this comparison is far from clear—even to Anthropic. As the company points out itself, LLMs are not brains.



darüber, dass apple seit ein, zwei jahren entwickler dazu zwingt ihre app icons in „squircle“ form zu gestalten wird seitdem an- und aufgeregt diskutiert. was mir in der diskussion immer wieder fehlt, ist der hinweis darauf, dass einschränkungen (contraints) der eigentliche motor für kreativität sind und genau diese regel, die apple sich aus der nase gezogen hat, als herausforderung angesehen werden könnte — und nicht als hindernis.

das wird zwar auch in diesem artikel über squircles nicht thematisiert, aber dafür ein gedanke von louie mantia, nämlich dass es durchaus auch einen wert hat, dass apps konsistent im squircle-jail eingeschlossen sind: die erkennbarkeit als app.

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glocken in england ruhen kopfüber. das ist schonmal erstaunlich. ebenso erstaunlich: glockenläuten ist eine gemeinschaftsarbeit die dazu auch noch meditativ ist. ein höchst erstaunliches video. nicht überraschend: dass tom scott das läuten verkackt.


anje hat in diesem artikel zwei texte von constantin seibt verlinkt, die ich unbedingt auch empfehlen möchte:


Als bekannt wurde, dass Oscarpreisträgerin Lupita Nyong’o in Christopher Nolans Verfilmung der Odyssee die Helena spielen würde, ließ Kritik nicht lange auf sich warten. In Sozialen Netzwerken hieß es, diese Besetzung sei historisch unzutreffend. Helena von Troja, auch bekannt als die schöne Helena, sei schließlich weiß gewesen.

genau, und jesus, cleopatra und winnetou auch. und caesar war blond und und hatte marmorfarbene haut.

menschen die ihr historisches wissen aus film und fernsehen oder aus ihren eigenen oder den halluzinationen einer KI beziehen sollte man wahrscheinlich eh nicht so ernst nehmen.

aber gelegentlich frage ich mich, woher die erwartung kommt, dass fiktion in irgendwas zutreffend oder akkurat sein müsste, ausser im übertragenen sinne?

gibt es menschen (oder biologen) die sich darüber eschauffieren, dass der wolf in rotkäppchen spricht oder dass es ein märchen gibt, in dem ein gestiegelter kater rumläuft?

man kann historische fiktion auch aus dem hier und jetzt kritisieren, die intention, die interpretation, so wie es sophie brakemeier auf filmlöwin tut. sehe ich zwar anders, spätestens sobald ich den film gesehen habe, aber das ist ja auch der witz, dasss man ein werk subjektiv, aus dem hier und jetzt beurteilt.

a very good personal homepage by Dustin Mierau

via waxy.org

Uncovered, a site for judging books by their first pages. “No cover. No bestseller sticker, no celebrity book club, no BookTok trend. You read the opening of a real book, blind, and answer the only question that matters: would you keep reading?”

die idee find ich gut, die nutzung der site ist etwas unpraktisch und uninuitiv.

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das video macht schon appetit. zwei der flaschen sind dann auch in meinem whisky.de-warenkorb gelandet. dann habe ich die warenkorbseite doch wieder geschlossen und alle zehn whiskys auf meinen whisky.de-wunschzettel gepackt.

aber weil solche wunschzettel erfahrungsgemäss nicht besonders lange halten, hier die liste der im video empfohlenen whiskys:

(keine werbung, keine partnerlinks)




bäu­me vs au­tos

felix schwenzel

auch dank des au­tos wur­den städ­te mehr und mehr ver­sie­gelt.

das fin­den bäu­me ge­ne­rell nicht gut.

auch wenn der geh­weg vor ein paar jah­ren et­was ent­sie­gelt wur­de, ist dem baum vor un­se­rer haus­tür, nach meh­reen tro­cke­nen som­mern, mal wie­der ein ast zu schwer ge­wor­den.

das fin­den au­tos ge­ne­rell nicht gut.

der baum vor un­se­rem haus hat ein ganz gu­tes auge und ver­such­te den ast in eine freie park­lü­cke fal­len zu las­sen. lei­der hat der ast dann doch noch die wind­schutz­schei­be des blaue che­vy ge­trof­fen, die, per de­fi­ni­ti­on, eben kei­ne baum­schutz­schei­be ist und ent­spre­chend nach­gab.

un­ser ID3, der diekt un­ter dem baum stand, wur­de jetzt zum zwei­ten mal in­ner­halb ei­nes jah­res von her­ab­fal­len­den äs­ten ver­fehlt.

das fin­den wir ganz gut.



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das video macht schon appetit. zwei der flaschen sind dann auch in meinem whisky.de-warenkorb gelandet. dann habe ich die wa­ren­korbsei­te doch wieder ge­schlos­sen und alle zehn whiskys auf meinen whisky.de-wunsch­zet­tel gepackt.

aber weil solche wunsch­zet­tel er­fah­rungs­ge­mäss nicht besonders lange halten, hier die liste der im video emp­foh­le­nen whiskys:

(keine werbung, keine part­ner­links)



In Dusty’s early days, when we felt quite lost, I used to oc­ca­sio­nal­ly encounter a friendly bedrag­g­led stranger, who would always comment on what a lovely dog I had, which meant a sur­pri­sing amount to me. On about the seventh occasion I saw him, he was sitting in a churchyard smoking crack. Dogs transcend social boun­da­ries better even than sport and childcare, those usual mainstays of community expansion in secular societies.

kann ich be­stä­ti­gen, durch frida habe ich, haben wir kontakt in soziale schichten, der ohne hund weder möglich, noch unbedingt wün­schens­wert gewesen wäre. aber so ist das schon in­ter­es­sant, was sich im alltag immer wieder für si­tua­tio­nen ergeben.

was den artikel von william davies angeht: er erzählt vieles das wohl alle menschen die mit hunden zu­sam­men­le­ben kennen, aber bleibt für meinen geschmack etwas un­dif­fe­ren­ziert bei der positiven ver­stär­kung als wich­tigs­te er­zie­hungs­mass­nah­me stecken. positive ver­stär­kung ist un­glaub­lich effektiv, aber genau so sind es grenzen die man setzt und be­zie­hungs­ar­beit. sich das vertrauen eines hundes zu er­ar­bei­ten, so dass der hund dem menschen zutraut schwie­ri­ge si­tua­tio­nen zu be­wäl­ti­gen und den nötigen überblick zu behalten, ist die ei­gent­li­che haupt­ar­beit. meine erfahrung ist, dass es sich lohnt viel arbeit in das lernen der sprache der hunde zu in­ves­tie­ren. sie zu verstehen und mit dem körper zu sprechen. ein schlag­wort dass man von menschen mit expertise immer wieder hört ist: „räume verwalten.“ wenn man das einmal ver­stan­den hat, sich von den hunden selbst abgeguckt hat, ist das bereits die halbe miete einer er­folg­rei­chen be­zie­hungs­ar­beit.

The holy grail of dog training is focus, whereby the dog stares un­er­rin­gly at their handler, waiting for in­s­truc­tion, re­gard­less of dis­trac­tions around them.

diese ori­en­tie­rung ist keine ein­bahn­stras­se wie william davies es hier darstellt. die absolute kon­zen­ra­ti­on des menschen auf den hund, un­ab­hän­gig von ablenkung, handy oder sorgen, ist genauso un­ab­ding­bar. hunde prüfen ihre menschen un­ab­läs­sig, ist der mensch verfügbar, hat die person ein auge auf mich, kann sie wirklich mit dieser situation umgehen? wenn es auch nur den leisesten zweifel gibt, springt der hund ein und übernimmt führung, ver­ant­wor­tung und die kontrolle — bis man sie ihm wieder (sanft, geduldig, kör­per­sprach­lich) abringt.




ge­sichts­be­leuch­tung

felix schwenzel in notiert

als ich vor fast 30 jah­ren mit mei­nem da­ma­li­gen mit­be­woh­ner han­nes und ein paar kom­mi­li­to­nen in zü­rich das büh­nen­bild und licht für ein thea­ter­stück ge­macht habe, hat­te han­nes eine ganz be­stimm­te vor­stel­lung vom licht.

er war fas­zi­niert da­von, wie das licht von bild­schir­men das mensch­li­che ge­sicht be­leuch­tet. da­mals wa­ren die bild­schir­me vor un­se­ren ge­sich­tern noch fla­ckern­de, oft blau­sti­chi­ge röh­ren­mo­ni­to­re.

mo­der­ne mo­bil­te­le­fo­ne sind nicht nur im wahrs­ten sin­ne des wor­tes mo­bi­le fern­se­her, son­dern auch mo­bi­le ge­sichts­be­leuch­tun­gen. sie sor­gen da­für, dass men­schen im dun­keln mit be­leuch­te­ten ge­sich­tern durch die ge­gend lau­fen kön­nen.

in der ubahn habe ich auch schon oft be­ob­ach­tet, dass mo­bil­te­le­fo­ne auch als be­leuch­te­te spie­gel ge­nutzt wer­den kön­nen — und ge­nutzt wer­den.

mich wun­dert al­ler­dings, dass die­se ge­sichts­be­leuch­tungs­funk­ti­on noch kei­ne apps her­vor­ge­bracht hat die das ak­tiv nut­zen. auf macs gibt es für vi­deo­kon­fe­ren­zen be­reits ei­nen vir­tu­el­len, aber wirk­sa­men leucht­ring um sich vor­teil­haft mit dem bild­schirm aus­zu­leuch­ten.

selfie am macbook mit aktivietem leuchtring aside: true lightbox: true

ich fra­ge mich war­um es so­was noch nicht als apps auf te­le­fo­nen gibt: „zeich­ne dein ge­sicht weich, wäh­rend du ent­spannt in der ubahn doom-scrollst“. man könn­te sich vor­neh­me bläs­se aufs ge­sicht zau­bern oder sei­ner wut be­son­de­ren aus­druck ver­lei­hen.

mit ein biss­chen hard­ware-auf­wand, ge­rich­te­ten LEDs oder schwa­chen la­sern könn­te man op­tisch, mit ge­zielt ein­ge­setz­tem licht, leich­te kos­me­ti­sche kor­rek­tu­ren im ge­sicht vor­neh­men oder kon­tu­ren be­to­nen.

ir­gend­wann, wenn mo­bil­te­le­fo­ne wirk­lich gut mit die­sen licht­ef­fek­ten sind und uns si­gni­fi­kant bes­ser aus­se­hen las­sen kön­nen, wird die kos­me­ti­sche wir­kung von mo­blte­le­fo­nen viel­leicht wich­ti­ger als die bil­der und vi­de­os auf dem bild­schirm.

wer weiss, viel­leicht hal­ten wir uns in zu­kunft das te­le­fon nicht mehr vors ge­sicht, um et­was zu se­hen, son­dern um in ei­nem bes­se­ren licht zu er­schei­nen.