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kom­men­ta­re? is­so?

felix schwenzel in über wirres

ich stau­ne, wie vie­le men­schen bei goog­le nach „was­ser­me­lo­nen­sa­lat ot­to­lenghi“ su­chen. goog­le ver­rät mir, dass die­ser such­be­griff zwi­schen dem 18.06 und 24.06 fast 600 mal dazu ge­führt hat, dass mei­ne re­zept­sei­te dazu bei goog­le an­ge­zeigt wur­de. goog­le hat des­halb in den letz­ten ta­gen pro tag un­ge­fähr 60 men­schen hier­her ge­schickt. das fühlt sich bei­na­he an, wie frü­her, als goog­le der gröss­te fan von blogs war. jetzt liebt goog­le, die alte op­por­tu­nis­tin, of­fen­bar nur noch re­zep­te.

als ich die tage dar­über nach­dach­te ob und was mir die­se men­schen brin­gen, die von goog­le hier­her­ge­spült wer­den, stand ich auf dem schlauch. im­mer­hin pro­du­zie­ren sie eine me­trik und he­ben zwei mei­ner re­zep­te auf der rück­sei­te un­ter „meist­be­such­te sei­ten“ nach oben. ich habe über­legt ob ich eine ein­fach zu­gäng­li­che (re­zept) be­wer­tungs­funk­ti­on mit ⭐⭐⭐⭐⭐ an­bie­ten soll, weil ja nie­mand ver­steht, was das 💩 soll. dann dach­te ich, viel­leicht eine ein­fach zu­gäng­li­che kom­men­tar­funk­ti­on und habe mir noch­mal isso an­ge­schaut. das hat­te ich mir zu­letzt vor ei­nem jahr­zehnt an­ge­schaut als ha­l­os­can ein­ge­stellt wur­de. aus un­er­find­li­chen grün­den hat­te ich mich da­mals dann für dis­qus ent­schie­den, de­ren ja­va­script ich (op­tio­nal) un­ter mei­ne ar­ti­kel kleb­te.

je­den­falls war ich über­rascht wie un­kom­pli­ziert sich isso an­fühlt. kei­ne an­mel­dung und nach dem ab­sen­den des kom­men­tars bleibt der so­gar noch edi­tier­bar oder lösch­bar. kom­men­ta­re las­sen sich mit mark­down for­ma­tie­ren und das ganz lässt sich auch noch leicht mit do­cker in­stal­lie­ren. also erst­mal isso un­ter die zwei re­zep­te ge­klebt, die ge­ra­de so viel be­such be­kom­men.

dann habe ich ge­dacht, wenn selbst men­schen mit jahr­zenhn­ten in­ter­net­er­fah­rung von mei­nem jetz­ti­gen kom­men­tar­sys­tem über­for­dert sind und mich teil­wei­se per mail um be­die­nungs­tipps fra­gen, kann ich ja auch mal ei­nen re­gu­lä­ren bei­trag kom­men­tier­bar ma­chen und schau­en was pas­siert.

die­ser bei­trag ist also kom­men­tier­bar. name, email oder web­site sind op­tio­nal, le­dig­lich ja­va­script ist vor­aus­set­zung. moer­a­ti­on ist erst­mal de­ak­ti­viert. was hälst du von (isso-) kom­men­ta­ren un­ter bei­trä­gen auf wir­res.net?


nach­trag 20:00 uhr:
ich habe die kom­men­ta­re aus mau­rice komm­ents plug­in in isso im­por­tiert und erst­mal die kom­men­tar­f­un­ti­on kom­plett auf isso um­ge­schal­tet. isso-kom­men­ta­re wer­den jetzt über­all un­ter dem bei­trag an­ge­zeigt, aus­ser man klappt die kom­men­ta­re zu.

web­men­ti­ons, kom­men­ta­re auf mast­o­don oder blues­ky er­den erst­mal wei­ter­hin in der bei­lag an­ge­zeigt, aber ich hab plä­ne und idee das in zu­kunft zu ver­bes­sern und tech­nisch ele­gan­ter zu ma­chen.



baum auf dem alten friedhof in den rehbergen. sieht schon herbstlich aus.

mal ein an­de­rer baum










mark­down-ge­döns — weils geht

felix schwenzel in über wirres

ge­le­gent­lich ma­che ich sa­chen nur weils geht. manch­mal er­ge­ben sich dann zu­fäl­lig an­de­re, gute sa­chen dar­aus.

vor zwei wo­chen hat­te ich die idee, dass ich bei­trä­ge ja auch als mark­down aus­lie­fern könn­te. seit­dem kann man im brow­ser ein­fach an eine bei­trags-adres­se ein .md hän­gen und der ar­ti­kel wird als text/mark­down ge­la­den:

dann las ich zu­fäl­lig über stan­dard.site und AT­pro­to und sah, dass ich den mark­down-text ein­fach mit ein paar me­ta­da­ten in mein PDS schrei­ben kann und das mark­down dann zu ei­nem or­dent­lich aus­se­hen­den html-bei­trag ge­r­en­dert wird, zum bei­spiel hier:

weil ich die mark­down-ver­si­on der bei­trä­ge auch im quell­text an­kün­di­ge, mit …

<link rel="alternate" type="text/markdown" title="markdown-gedöns — weils geht (Markdown)" href="https://wirres.net/articles/markdown-gedons-weils-geht.md">

… fin­den craw­ler und bots die mark­down-ver­si­on au­to­ma­tisch — wenn sie wol­len — und neh­men das an­ge­bot auch dan­kend an, wie ich in mei­nen logs sehe (der­zeit ca. 600 mark­down-da­tei­en-crawls pro tag).

von mir aus kön­nen sich craw­ler und bots hier aus­to­ben, so­lan­ge sie sich be­neh­men, höf­lich blei­ben und sich an die ro­bots.txt re­geln hal­ten. eine re­gel mit der ich mir ein­bil­de in den letz­ten jah­ren gut ge­fah­ren zu sein: in­hal­te die jün­ger als fünf jah­re sind dür­fen die craw­ler in­de­xie­ren, was äl­ter ist nur wenn ich es ex­pli­zit zur in­de­xie­rung frei­ge­ge­ben habe. ich weiss dass es nicht we­ni­ge arsch­loch-bots gibt, die sich nicht an die re­geln hal­ten, und das ich da­ge­gen (mo­men­tan) we­nig aus­rich­ten kann. was ich aber nicht ma­che: mark­down für bots ge­sperr­te in­hal­te aus­zu­spie­len.

ef­fek­tiv ste­hen hier also ca. 953 bei­trä­ge zur in­de­xie­rung be­reit. das stimmt na­tür­lich nicht ganz, in echt sind es 3483 bei­trä­ge die laut

zur in­de­xie­rung frei­ge­ge­ben sind. aber das sind vor al­lem „so­fort­bil­der“ (mein in­sta­gram ar­chiv, 2376 bei­trä­ge), check­ins (151) und sta­ti­sche sei­ten. eine lis­te die­ser 953 bei­trä­ge, die auch in­de­xiert wer­den dür­fen und kei­ne check­ins oder so­fort­bil­der sind, ste­hen jetzt auch in ei­ner über­sicht­li­chen lis­te zur ver­fü­gung:

lei­der kön­nen brow­ser heut­zu­ta­ge noch nicht na­tiv mark­down ren­dern, wes­halb der mark­down-text eben als plain­text an­ge­zeigt wird (aus­ser man in­stal­liert sich zum bei­spiel die­se chro­me-ex­ten­si­on).

zu die­sem the­ma hat sven ka­noldt kürz­lich nach­ge­dacht: What If Your Brow­ser Could Just Ask for Mark­down?

wäre es nicht toll, wenn brow­ser statt nur nach ei­nem html-do­ku­ment zu fra­gen, auch — falls brow­sen­de das wün­schen — auch nach ei­nem mark­down-do­kum­net fra­gen könn­ten? das wäre dann wie die sa­fa­ri rea­der funk­ti­on, die aus un­les­ba­ren sei­ten eine ver­ein­fach­te, gut les­ba­re ver­si­on ren­dert. zum le­sen von on­line-koch-re­zep­ten kann man mitt­ler­wei­le kaum noch html be­nut­zen, weil die rezpte fast im­mer in slop-tex­te ein­ge­bet­tet sind. ich lese re­zep­te on­line fast nur noch in mela. mark­down re­zep­te hin­ge­gen sind gut les­bar:

je­den­falls, für alle die sich fra­gen was das al­les soll: es än­dert sich nichts, aus­ser dass es jetzt eine schlan­ke, schnel­le über­sicht­sei­te al­ler ar­ti­kel gibt, die man­che viel­leicht über­sicht­li­cher oder schö­ner fin­den als die klas­si­sche start­sei­te mit 21 ar­ti­keln im voll­text:

und eben ne men­ge mark­down-ge­döns, das man ge­trost igno­rie­ren kann, was ich aber mal aus­pro­bie­ren woll­te, ob es geht. es zeigt sich: ja, es funk­tio­niert eine mark­down in­dex­sei­te mit ei­nem dün­nen ja­va­script-wrap­per auch jetzt schon ohne brow­ser ex­ten­si­on zu ren­dern. und ja, bots fres­sen ger­ne mark­down. und ja ich fin­de das fazz­i­nie­rend.

und ab­ge­se­hen da­von, spa­re ich jetzt mit do it yours­elf ei­nen hau­fen geld, weil cloud­fla­re das al­les was ich mir hier selbst ge­baut habe kun­den für viel geld ver­kauft:

Mark­down for Agents is available to Pro, Busi­ness and En­ter­pri­se plans, and SSL for SaaS cus­to­mers at no cost.

(pro plä­ne ver­kauft cloud­fla­re ab ca. 20 €/mo­nat, busi­ness geht bei 180 €/mo­nat los und en­ter­pri­se ab 2000 €/mo­nat. und ja, „con­tent nego­tia­ti­on hea­ders“ für mark­down hab ich auch ein­ge­baut.)


nach­trag: ich habe ge­mi­ni ge­be­ten ei­nen blick in den ma­sch­ei­nen­raum zu wer­fen („wenn du dir die hea­der von wir­res.net/ar­tic­les/mark­down-ge­dons… an­siehst, was siehst du, was fehlt, was ist un­ge­wöhn­lich?“). die ant­wort ver­ste­he ich als kom­pli­ment und habe sie in die bei­la­ge ko­piert.