heute früh dann mit der U6 und ersatzverkehr nach alt tegel und dann 6 kilometer am see lang gelaufen. mit dem 222er zurück nach alt tegel und dann wieder U6.
heute eine erwachsene frau auf einem erwachsenen-fahrrad mit stützrädern gesehen. und eine andere frau auf dem urnenfriedhof an der seestrasse, die mit zwei katzen gassi ging. eine der katzen war an einer langen schleppleine, die andere lief frei und hielt immer 10-20 meter abstand zur frau und der anderen katze. sie sass mehr oder weniger die ganze zeit auf dem boden oder auf grabsteinen und beobachtete ihre menschenfrau beim abschreiten des friedhofs.
heute zum ersten mal verstanden, dass finn tatsächlich eine autovermietung ist und keine eltern, die den namen ihres kindes aufs auto geklebt haben. einerseits ist finn ein geschickterer name als miles, andererseits ist die verwechslungsgefahr gross, wenn jetzt eine andere autovermietung auf die idee kommt sich luca, noah oder felix zu nennen.
ansonsten hat frida heute früh einen fuchs gejagt. beim fuchs habe ich nicht schnell genug reagiert. aber als vor uns ein eichhörnchen rumsprang, war ich schnell genug und trotz bereits durchdrehender räder an der hinterachse konnte ich frida mit einem einfachen „nein!“ stoppen. möglicherweise hatte ich deshalb den ganzen tag gute laune, trotz des fuchs-incident.
beim nachmittagsspaziergang über das abendessen nachgedacht und auf die idee gekommen mit dem alt werdenden blumenkohl im kühlschrank mal das prinzip dehydrieren/rehydrieren auszuprobieren. also den blumenkohl in kleine röschen zerteilt, eingefettet und 20 minuten im airfryer dehydriert und geröstet. währenddessen aus zwiebeln, karotten und spitzkohl mit roter fertig-curry-paste und kokosmilch ein curry hingeköchelt und dadrin dann den dehydrierten blumenkohl 10 minuten rehydriert. das war sehr lecker und brauchte noch nicht mal sojasauce um unmengen umami bereitzustellen. leider ausversehen aufgegessen, statt mir die hälfte fürs frühstück übrig zu lassen.
heute ein bisschen planlos in meiner website rumgeklickt und mich dabei gefragt, was der unterschied zwischen den kategorien „ix über wirres“ und „über wirres“ sein könnte. meine entscheidungen von vor zehn, drei jahren, manchmal auch die von vor zehn oder zwei tagen, sind für mich selbst nicht immer klar nachvollziehbar. die antwort lautet wahrscheinlich, dass ich die kategorie „ix über wirres“ in die andere überführen sollte. jedenfalls bin ich dann wieder auf den elf jahre alten artikel mit dem titel „20 jahre ins internet linken“ gelandet und von dort auf den artikel „Wie ich das Bloggen erfand“ von tim cole. dort beschreibt tim cole, wie er 1995 anfing zu bloggen.
unter dem beitrag stand ein kommentar von benedikt koehler, der damals metaroll.de betrieb und dort unter anderem eine „Geschichte der deutschen Blogoshäre“ als zeitstrahl pflegte. die originaladresse der seite ergibt schon lange 404, die kopie auf archive.org funktioniert wegen javascript-fehlern nicht mehr.
also dachte ich mir: „schade!“ und ob ich das nicht mal schnell rüberkopieren könnte und wieder zum laufen bringen könnte. mit etwas hilfe ging das ganz schnell, auch die alte SIMILE javascript-bibliothek, die den zeitstrahl baut, funktionierte noch:
dann fragte ich mich, ob vielleicht ne modernere bibliothek zur darstellung eines zeitstrahls gibt und die gibts offensichtlich mit vis-timeline:
die bloghistory quelldatei die benedikt koehler damals zusammengetragen hat habe ich unverändert gelassen, ausser dass ich zwei einträge hinzugefügt und einen verschoben habe:
time cole führt die timeline mit dem 4. januar 1995 an
den beginn von wirres.net habe auf den 20. april 2002 verschoben, aber dafür
ix.editthispage.com auf den 1. juli 2000 gehoben (wo vorher, in benedikts version, wirres.net stand)
dann habe ich ein bisschen auf dem zeitstrahl rumgeklickt und war einerseits nicht überrascht, wie viele der blogs verstorben sind und andererseits doch überrascht.
Das Meer ist angefüllt mit Wasser und unten ist’s besonders tief, am Strande dieses Meeres sass er, d.h. er lag, weil er ja schlief.
Und nochmal: Am Meere sass er, d.h. er lag, weil er ja schlief, und in dem Meer war sehr viel Wasser und unten war’s besonders tief.
Da plötzlich teilten sich die Fluten und eine Jungfrau kam herfür, auf einer Flöte tat sie tuten, das war kein schöner Zug von ihr.
Dem Fischer ging das Lied zu Herzen, obwohl sie falsche Töne pfoff --- man sah ihn in das Wasser sterzen, dann ging er unter und ersoff.
ich ab mich dann allerdings gefragt, ob erhardt wirklich „d.h.“ und „---“ verwendet haben könnte und googelte/sterzte dem gedicht nach, bis ich einen (relativ neuen) abdruck in buchform (seite 24) fand. also nochmal neu setzen:
Der Fischer
(Frei nach Johann Sebastian Goethe)
Das Meer ist angefüllt mit Wasser und unten ist’s besonders tief, am Strande dieses Meeres saß er, d. h., er lag, weil er ja schlief. Und nun noch mal: Am Meere saß er, d. h., er lag, weil er ja schlief, und in dem Meer war sehr viel Wasser und unten war’s besonders tief.
Da plötzlich teilten sich die Fluten und eine Jungfrau kam herfür, auf einer Flöte tat sie tuten, das war kein schöner Zug von ihr. Dem Fischer ging das Lied zu Herzen, obwohl sie falsche Töne pfoff – – – man sah ihn in das Wasser sterzen, dann ging er unter und ersoff.
für den morgenspaziergang sind frida und ich heute mit der sbahn nach frohnau gefahren und von dort durch frohnau und den tegeler forst zurück nach tegel gelaufen.
die apple watch hat insgesamt 8,8 km und fast 10.000 schritte aufgezeichnet, nach dem spaziergang hat frida bis 16:30 geschlafen. ich vermute es ist für sie um ein vielfaches anstrengender an der kurzen leine zu gehen als im freilauf zu schnüffeln, zu stöbern und jägerin zu spielen. wenn sie wie heute im wald durchgehend an der kurzen leine ist und sich auf mich konzentrieren muss, dürfte das sehr anstrengend sein. auf der rückfahrt im bus an einem wahlkampfplakat vorbeigekommen das zwar als CDU plakat zu erkennen war, aber sich trotzdem das CDU-logo sparte, bzw. das mit 80% transparenz in der oberen, rechten ecke versteckte.
ich frage mich ja, ob die linken das auf die rückseiten aller CDU-wahlplakate geschrieben haben und diese unterschwellige botschaft der grund für die vielen stimmen für die linken war.
manchmal hilft auch „gutes deutsch“ nicht um eine chance zu haben. oder andersrum: egal wir gut und obercheckermässig das deutsch ist, wenn sich worte und versprechen nicht mit taten decken, hat man offenbar nicht so gute chancen.