morgenspaziergang 01.01.2026
zum jahreswechsel gingen die beifahrerin und frida gegen 22 uhr ins bett. ich beschäftigte mich damit mein zigbee-netzwerk mit dem zbt-2 zum laufen zu bringen, was komplizierter und nervenaufreibender war als ich mir wünschte. aber dafür war ich konzentriert und bekam vom lärm draussen nur am rande etwas mit, zum beispiel als die feuerwehr wasser auf einen balkon in der nachbarschaft goss. vielleicht lag es an meiner konzentration aufs debuggen, aber ich bilde mir ein, dass es dieses jahr etwas ruhiger als sonst war. auch der sprengstoffverpackungsmüll auf den strassen schien mir dieses jahr etwas weniger zu sein.

frida war der krach nicht egal, aber er hielt sie nicht davon ab die nacht durchzuschlafen. gegen 21 uhr machte sie auf sich aufmerksam und liess mich wissen, dass sie etwas wollte. leider gab sie mir keine hinweise was es ist was sie wollte, also bot ich ihr an raus zu gehen. sie blieb dann aber angesichts des lärms in der haustür stehen und obwohl ich sie, in der hoffnung dass sie mal schnell pinkeln würde, zwei meter von der haustür weglocken konnte, wollte sie dann doch lieber wieder rein. obwohl sprengstoff lediglich ein paar metern entfernt von uns gezündet wurde, zeigte sie keine zeichen von panik, wohl aber deutliches missfallen. zu hause stellte sich dann heraus, dass sie essen wollte. eine prall gefüllte futterschale stand für sie schon lange bereit, aber heute wollte sie, dass sich jemand zum essen neben sie setzte. das begleitete futtern befriedigte sie dann und sie blieb bis acht uhr morgens im bett.
um halb neun waren die strassen menschenleer und ruhig. ich dachte die ganze zeit: da knallen die knalltüten die ganze nacht um dämonen zu erschrecken und zu vertreiben und checken nicht, dass die dämonen und monster sich denken: na dann schnappen wir uns die seelen halt nicht nachts, sondern vormittags, wenn die eierköppe ruhig im bett liegen.
der spaziergang durch die regberge war dann extrem entspannt, etwas frisch und windig wars, aber die sechs kilometer bewegung taten uns beiden gut.

