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03.10.2026

felix schwenzel in notiert

zwan­zig mi­nu­ten vom neu­en tom crui­se film dig­ger ge­se­hen und dann ab­ge­bro­chen. han­nah pi­l­ar­c­zyk auf spie­gel on­line hat­te recht. das wa­ren 20 sehr lang­wei­li­ge mi­nu­ten. die in­ten­ti­on war klar, das soll­te al­les so ab­surd wir­ken, dass es durch die über­hö­hung und über­spit­zung wit­zig oder in­ter­es­sant wird. das klappt ge­le­gent­lich bei an­de­ren fil­men und se­ri­en, zum bei­spiel bei pre­a­cher von sam cat­lin und seth ro­gen oder bar­ton fink oder the grand bu­da­pest ho­tel. aber bei dig­ger wirk­te das al­les nach­ge­äfft und un­ori­gi­nell und ner­vig.


in ös­te­reich heisst aldi (süd) ho­fer.


der shit­vo­te, bzw. die klick­ba­re poo-end­mar­ke ver­spritzt jetzt nicht nur her­zen, wenn man sie klickt, son­dern löst auch ei­nen tusch aus.

der witz ist al­ler­dings, dass nur ich den tusch höre, wenn ich in mei­nem zim­mer bin. tech­nisch löst kir­by über ei­nen web­hook den tusch in mei­nem home as­sistant aus, der den tusch auf mei­nem laut­spre­cher in mei­nem zim­mer ab­spielt. so­mit kann je­der­mensch bei mir im zim­mer je­der­zeit ein ge­räusch aus­lö­sen. bis mich das ir­gend­wann mal ner­ven soll­te.

die ant­wort auf die fra­ge war­um ich so­was ma­che lau­tet na­tür­lich: weil es geht.


wenn ich so zu­rück­den­ke an die zeit ohne mo­bil­te­le­fo­ne und in­ter­net, kom­men mir die din­ge die wir da­mals ge­tan ha­ben sehr ei­gen­tüm­lich vor. wir ha­ben ein­an­der ein­fach be­sucht. also im sinn von, ich ver­las­se mein haus, gehe zum haus ei­ner freun­din und kling­le an der tür. wenn sie nicht da war, ging ich wo­an­ders hin oder zu­rück nach hau­se. ich bin si­cher, dass wir uns ge­le­gent­lich auch ver­ab­re­det ha­ben. aber ich kann mich an die­se ver­ab­re­dun­gen nicht mehr er­in­nern. ich er­in­ne­re mich nur, stän­dig zu freun­den ge­gan­gen zu sein oder dass freun­de bei uns klin­gel­ten.

ich er­in­ne­re mich auch, dass wir dann meis­tens erst­mal kaf­fee oder tee ge­trun­ken ha­ben. un­men­gen da­von. manch­mal ha­ben wir dann ge­mein­sam über­legt, zu an­de­ren freun­den oder freun­din­nen zu ge­hen oder spa­zie­ren zu ge­hen. ich glau­be ich habe mei­ne teen­ager jah­re vor­nehm­lich da­mit ver­bracht, in mei­ner frei­zeit an­de­re leu­te auf gut glück zu be­su­chen.

in mei­nen frü­hen twens konn­te ich eins der au­tos mei­ner el­tern be­nut­zen und hat­te spä­ter so­gar ein ei­ge­nes auto und habe das prin­zip au­to­mo­bil fort­ge­führt: ich bin zu freun­den ge­fah­ren und habe sie be­sucht. sehr oft ohne an­kün­di­gung. ich glau­be wenn die freun­de wei­ter ent­fernt wohn­ten, habe ich vor­her auch mal das te­le­fon be­nutzt. ich kann mich aber an kein ein­zi­ges sol­ches te­le­fo­nat er­in­nern, nur dass ich ge­le­gent­lich von heins­berg aus hun­der­te ki­lo­me­ter nach ful­da oder mar­burg ge­fah­ren bin, um dort freun­de oder freun­din­nen zu be­su­chen.

wie ge­sagt. in der rück­schau kommt mir das sehr merk­wür­dig vor, aber die er­in­ne­run­gen sind auch ein biss­chen ne­bu­lös. aber so muss es ge­we­sen sein. wir ha­ben un­se­re ju­gend da­mit ver­bracht uns ge­gen­sei­tig zu be­su­chen und zeit mit­ein­an­der zu ver­brin­gen. kaf­fee und tee trin­ken und plä­ne schmie­den. und dann plan­los ir­gend­was zu ma­chen, ge­mein­sam in die tage rein­le­ben.


sehr schö­ne links bei jawl (via):


nach­dem ich ein paar wo­chen lire als rss rea­der aus­pro­biert habe, bin ich jetzt wie­der zu­rück beim gu­ten al­ten ree­der clas­sic. lire hat mich im­mer wie­der ir­ri­tiert mit ei­gen­tüm­li­chen caching, wie­der­hol­tem vor­la­den von bil­dern und war in be­stimm­ten si­tua­tio­nen nicht dazu in der lage ge­le­se­ne ar­ti­kel als ge­le­sen zu be­hal­ten. der ree­der clas­sic spart es sich mich zu ir­ri­tie­ren, auch wenn die inlne-an­zei­ge von you­tube-vi­de­os nicht mehr funk­tio­niert.


ich fin­de flop­py nach wie vor su­per. be­son­ders gut ge­fällt mir wel­che sta­ti man me­di­en in flop­py zu­ord­nen kann: kein sta­tus, ab­ge­schlos­sen, lau­fend, ge­plant, pau­siert und ab­ge­bro­chen. ge­le­gent­lich be­herzt ab­bre­chen ist gut, meint auch tho­mas gi­goldt. dig­ger hab ich ab­ge­bro­chen weils mir zu blöd wur­de, nea­gley hab ich nach drei fol­gen ab­ge­bro­chen, weil es mir zu ste­reo­ty­pisch und kon­stru­iert wur­de. ab­bre­chen ist gut. nach eine klei­nen pau­se schaue ich jetzt da­für wie­der mit gros­sem ver­gnü­gen burn no­ti­ce.

das schrei­ben die­ser no­ti­zen bre­che ich jetzt auch ab. 


aus dem ma­schi­nen- und to­do-raum

felix schwenzel in über wirres

beim le­sen der fol­gen­den ar­ti­kel fie­len mir lau­ter klei­nig­kei­ten auf, die ich mal wie­der auf­schrei­ben woll­te.

I keep a list of things I want to do for KDO in Apple Notes, organized into four sections: small, medium, large, and longshots/obsolete.

Ich habe Ferien gemacht und einiges – ich kor­ri­gie­re: vieles – hier technisch auf Vor­der­mann gebracht.


die­ser ar­ti­kel wie­der­holt vie­les was ich ge­le­gent­lich schon mal auf­ge­schrie­ben habe und ist eher tech­nisch. also für die meis­ten hier mit­le­sen­den si­cher­lich un­in­ter­es­sant. ich habe aber trotz­dem das be­dürf­nis ge­habt, das al­les mal auf­zu­schrei­ben, so­zu­sa­gen als quar­tals­wei­se be­stands­auf­nah­me.


wenns ums ma­chen, kon­stru­ie­ren, her­stel­len geht ist das wich­tigs­te: gute werk­zeu­ge. aber gute werk­zeu­ge sind wie­der­um nichts wert, wenn man kei­nen plan hat, wenn man nicht weiss, was man mit den werk­zeu­gen her­stel­len oder for­men will. und zu wis­sen, was man ma­chen will ist wie­der­um we­nig wert, wenn man kei­nen blick fürs gros­se und gan­ze, für den kon­text hat.

wenn ich an mei­ner ei­ge­nen web­sei­te rum­bas­tel bin ich bau­herr, ar­chi­tekt, fach­in­ge­nieur, bau­lei­ter und hand­wer­ker in per­so­nal­uni­on. als bau­herr for­mu­lie­re ich an­for­de­run­gen und zie­le, als ar­chi­tekt ent­wick­le ich das ge­samt­kon­zept, soll­te aber im­mer auch den blick aufs gros­se und gan­ze ha­ben, also die web­sei­te, aber auch den kon­text (das web). als ar­chi­tekt und fach­in­ge­nieur soll­te ich wis­sen was ge­ra­de sta­te of the art ist und wie man ei­ner­seits er­prob­te tech­ni­ken an­wen­det und trotz­dem hier und da in­no­va­tiv sein könn­te. als hand­wer­ker soll­te ich die ge­eig­ne­ten werk­zeu­ge, lie­be zum hand­werk und sorg­falt mit­brin­gen.

na­tür­lich muss man das al­les nicht in per­so­nal­uni­on ma­chen, die klas­si­sche ar­beits­tei­lung funk­tio­niert wei­ter­hin. aber mir macht ge­ra­de das bas­teln an mei­ner web­site als ge­ne­ral­un­ter­neh­mer spass. oder ge­nau­er, der spass, die in­ter­ess­anz, steckt ge­ra­de im pro­zess, in der lang­fris­ti­gen in­ter­ak­ti­on der ver­schie­de­nen rol­len. ich als bau­herr habe stän­dig neue ideen und an­for­de­run­gen an die web­sei­te. ich als ar­chi­tekt er­fah­re stän­dig von neu­en tech­ni­ken, neu­en ma­te­ria­li­en, ef­fi­zi­en­te­ren ver­fah­ren. der fach­in­ge­nieur in mir sieht neue best prac­ti­ces, neue test­ver­fah­ren, neue nor­men, der bau­lei­ter ent­deckt im­mer wie­der neue be­gab­te hand­wer­ker oder mög­lich­kei­ten re­a­dy­ma­des ein­zu­set­zen.

ich ver­ste­he men­schen gut, die ein­fach ei­nen ort zum ab­len­kungs­frei­en schrei­ben ha­ben wol­len und sich ei­gent­lich um nichts an­de­res küm­mern wol­len. aber mich fas­zi­niert das stän­di­ges rum­bas­teln und aus­lo­ten der mög­lich­kei­ten.

mir fal­len beim schrei­ben stän­dig din­ge ein, die ich viel­leicht ha­ben kön­nen woll­te. fuss­no­ten, ver­knüf­pungs­mög­lich­kei­ten, die mir er­mög­li­chen din­ge bes­ser zu struk­tu­rie­ren oder sinn­voll zu ver­knüp­fen. mög­lich­kei­ten das ge­schrie­be­ne auch zu il­lus­trie­ren oder, je nach kon­text, auch mal an­ders zu ge­stal­ten. bei wie­der­keh­ren­den pro­ble­men fällt mir beim schrie­ben, nach dem hun­ders­ten stol­pern, plötz­lich eine lö­sung ein. oft schrei­be ich bei­trä­ge um ein tech­ni­sches fea­ture das mich fas­zi­niert aus­zu­pro­bie­ren.

eine web­sei­te wie eine woh­nung zu be­schrei­ben ist gar nicht so weit weg von der rea­li­tät. was man sich bei der pla­nung aus­denkt, funk­tio­niert im all­tag und im ver­lauf der zeit nicht im­mer so, wie man es mal ge­plant hat oder sich vor­ge­stellt hat. egal wie vie­le steck­do­sen man ein­ge­plant hat, am ende sind es im­mer zu we­ni­ge oder sie sind dann doch an den fal­schen stel­len. nut­zung ver­än­dert die an­for­de­run­gen. und der lu­xus dar­auf stän­dig re­agie­ren zu kön­nen ist (für mich) sehr be­frie­di­gend.


die to-do-lis­te bei kott­ke hat bei mir meh­re­re sai­ten klin­gen las­sen. ei­ner­seits weil sich ein paar der ideen von ihm mit mei­nen de­cken und an­de­rer­seits weil er hem­mungs­los gros­se und klei­ne to-dos auf eine lis­te setzt. und:

some of the pro­jects and site tweaks I most want to make aren’t even on my list. They live only in my head and I mull them over in the show­er or while wal­king un­til they’re “done” en­ough to start working on.

egal wie doll ich ver­su­che struk­tu­riert zu pla­nen und auf­zu­schrei­ben was ich mit die­ser web­sei­te ma­chen will, ein gross­teil der ideen will mei­nen kopf nicht ver­las­sen be­vor sie ei­nen ge­wis­sen rei­fe­grad er­reicht ha­ben. so­lan­ge schwir­ren sie zu­ver­läs­sig in mei­nem hin­ter­kopf her­um.

im fol­gen­den ein paar der din­ge die es im letz­ten jahr aus mei­nem kopf auf die web­sei­te ge­schafft ha­ben. da­nach ein paar din­ge die es aus mei­nem kopf in eine lis­te ge­schafft ha­ben.


syn­di­ka­ti­on

eine die­ser ideen oder eher eine der fra­gen die jah­re­lang in mei­nem kopf her­um­schwirr­te war: wie gehe ich mit in­sta­gram um? ei­ner­seits find ich meta doof und ver­ste­he in­sta­gram nicht mehr wirk­lich, an­de­rer­seits gibt es dort im­mer noch ei­ni­ge leu­te die sich of­fen­sicht­lich über fo­tos von mir freu­en und sich dort ger­ne her­um­trei­ben. aber weil in­sta­gram in den letz­ten jah­ren alle schot­ten ab­ge­dich­tet hat und es un­mög­lich ge­macht hat von dort ko­pien der ei­ge­nen posts für die ei­ge­ne web­sei­te zu zie­hen, wur­de das pos­ten dort zu ei­nem müh­se­li­gen ma­nu­el­len pro­zess. bis mir ir­gen­wann ein­fiel, dass man dort mit ei­nem „pro“-ac­count auch pro­gra­ma­tisch pos­ten kann. seit­dem schie­be ich in­sta­gram-posts ein­fach von mei­nem kir­by-ba­ckend per knopf­druck an, ko­pie­re also von hier nach da. da­mit blei­ben erst­mal alle me­ta­da­ten und ori­gi­na­le bei mir. in­sta­gram be­kommt ne ko­pie.

ge­nau­so ma­che ich es mit grain, fo­tos oder foto-se­ri­en schie­be ich se­lek­tiv von wir­res.net zu grain. grain ist üb­ri­gens ei­ner der we­ni­gen #AT­pro­to-diens­te, die mein in­ter­es­se seit mei­ner kur­zen eu­pho­rie­pha­se hal­ten konn­ten. den AT­pro­to-stan­dard-rea­der, in dem ich kurz­zei­tig ei­nen po­ten­zi­el­len nach­fol­ger des goog­le-rea­ders ge­se­hen habe, fin­de ich nach wie vor in­ter­es­sant, nut­ze ihn aber kaum noch. auch weil er (noch) so lang­sam wer­kelt, dass es die be­nutz­bar­keit und den be­die­nungs­spass stark ein­schränkt. aber grain ist toll, so wie frü­her mal in­sta­gram war: leu­te und de­ren fo­tos, um­ge­kehrt chro­no­lo­gisch sor­tiert. fer­tig.

mitt­ler­wei­le be­kom­me ich teil­wei­se bei grain (17 fol­lower) ge­nau­so vie­le ♥️ wie auf in­sta­gram (942 fol­lower). fürs glei­che bild. ab­surd. dar­an sieht man wie ab­ge­fuckt in­sta­gram mitt­ler­wei­le ist.

nicht sicht­ba­res de­sign

ro­man ja­siek schreibt, dass er sich ger­ne in vie­le klei­ne de­tails rein­stei­gert, „die ver­mut­lich kaum je­mand be­wusst wahr­nimmt“. das geht mir auch so.

screenshot einber überschrift mit einem anführungszeichen. das anführungszeichen ist nach links eingezogen, so dass die schrift der überschrift sich an der schrift des folgendes absatz ausrichtet.
  • zum bei­spiel zie­he ich an­füh­rungs­zei­chen in der ers­ten zei­le ei­ner über­schrift oder ei­nes ab­sat­zes ein stück­chen ein, so dass der text sich nach dem text aus­rich­tet und nicht nach dem satz­zei­chen. ich gehe da­von aus, dass so­was aus­ser mir nie­mand sieht. aber mich macht so­was froh.
  • oder über­gän­ge beim wech­sel/la­den von sei­ten mit den gross­ar­ti­gen view-tran­si­ti­ons die mitt­ler­wei­le von al­len brow­sern un­ter­stützt wer­den. zum ers­ten mal beim me­di­en­bä­cker ge­se­hen und gleich über­nom­men. mir gehts mitt­ler­wei­le so, dass die mir nur noch auf­fal­len, wenn ich sie mal aus­ver­se­hen ka­putt ma­che, weil ich am CSS rum­ge­spielt habe.
    absatz mit vier trennungen und 97 unsichtbaren, bedingten trennzeichen
  • sil­ben­tren­nung mit be­ding­ten trenn­stri­chen (soft hy­phens). alle tex­te wer­den html-sei­tig be­reits mit ­ an den stel­len die trenn­bar sind aus­ge­lie­fert, so dass brow­ser dann (re­la­tiv) zu­ver­läs­sig den text tren­nen kön­nen. das nervt zwar beim ko­pie­ren von text, weil die soft-hy­phens mit­ko­piert wer­den, aber wer mich un­be­dingt zi­tie­ren oder tei­le mei­ner tex­te ko­pie­ren will, kann je­der­zeit auf die mark­dow-ver­si­on wech­seln.
  • oder XLS-da­tei­en, mit de­nen mal xml-da­tei­en ge­stal­ten und struk­tu­riert dar­stel­len kann. das OPML-ge­döns, das ich von mat­thi­as pfef­fer­le über­nom­men habe, stylt die OPML-XML-da­tei­en zum bei­spiel mit so ei­ner XLS-da­tei (bei­spiel bei mat­thi­as oder hier). die­se wo­che bin ich via kott­kes-RSS-feed drauf ge­kom­men, dass man das auch mit RSS (oder atom) ma­chen kann. also hab ichs auch gem­cht: /feed oder /feed/bil­der. spä­ter hab ich ge­se­hen, mat­thi­as macht das (na­tür­lich) auch: no­tiz.blog/feed/. wer das rohe xml se­hen will kann im­mer noch den quell­code an­se­hen. aber ei­gent­lich sieht das al­les eh kei­ner.
    endmarken bei spiegel.de und wirres.met
  • ein like-but­ton kann auch eine end­mar­ke sein. bis ich drauf ge­kom­men bin, dass ich auch das was der spie­gel am ende sei­ner tex­te macht auch ma­chen kann, sind un­ge­fähr 12 mo­na­te ver­gan­gen. jetzt bin sehr zu­frie­den, dass der „like“ but­ton nicht mehr ir­gend­wo rum­hängt, son­dern sei­nen platz am tex­ten­de hat. un­sicht­bar ist er zwar nicht, aber so ob­skur, dass er wohl in 90 pro­zent der fäl­le igno­riert wird. und jetzt be­kommt man auch eine vi­su­el­le be­loh­nung, wenn man drauf klickt.
  • ich habe eine rück­sei­te und ar­ti­kel-bei­la­gen, weil ich die vor­der­sei­te mög­lichst — nun ja — mi­ni­ma­lis­tisch hal­ten will. ich fin­de sei­ten­leis­ten und wid­gets zwar prak­tisch, aber ei­gent­lich sind sie auch quatsch, weil das web heut­zu­ta­ge vor­nehm­lich mo­bil statt­fin­det und da sei­ten­leis­ten und wid­gets nicht auf den bild­schirm pas­sen auf ta­schen­rech­nern ans sei­ten­en­de rut­schen. ich mag die idee aus­schliess­lich den ei­gent­li­chen bei­trag zu zei­gen, mit den wich­tigs­ten meta-in­for­ma­tio­nen. da wo ich mich durch­ge­run­gen habe zu­satz­in­fos auf den vor­der­sei­ten an­zu­zei­gen (kom­men­ta­re, back­links, re­ak­tio­nen-zäh­ler), kann man sie auch zu­klap­pen mit dem ▶, bzw. ▼ — was dann auch im brow­ser ge­spei­chert wird.
  • auch nicht of­fen­sicht­lich, also qua­si un­sicht­bar: wenn man auf bil­der klickt, geht eine light­box mit dem bild auf mit der man das bild ver­grös­sern kann, wenn man will. und mit den pfeil­tas­ten (desk­top) oder wi­schend (mo­bil) kann man dann alle bil­der auf der sei­te durch­scrol­len, dank pre­fet­ching in ei­nem af­fen­zahn. selbst ma­che ich das ge­le­gent­lich sehr ger­ne auf mei­ner bil­der-über­sicht, qua­si mei­nem in­sta­gra­mer­satz.
  • la­de­ge­schwin­dig­keit sieht man auch nicht wirk­lich. was man sieht ist wenn die la­de­ge­schwin­dig­keit fehlt. auch wenn die­se sei­te nicht be­son­ders schlank ist, fühlt sie sich nach mei­nem ge­fühl — in der re­gel — sehr flüs­sig an und be­steht auch fast alle pa­ge­speed.web.dev-tests. ich möch­te auch nicht da­von ab­rü­cken 21 der neu­es­ten bei­trä­ge auf der start­sei­te kom­plett an­zu­zei­gen, ob­wohl das na­tür­lich kos­tet. 4,1 mb wiegt die start­sei­te beim in­itia­len la­den. wenn man die start­sei­te bis zum ende durch­scrollt, kom­men 10 mb zu­sam­men. ein jahr über­schrif­ten lädt da­ge­gen nur 203 kb (800 kb un­kom­pri­miert). im hin­ter­grund (un­sicht­bar) wer­keln da la­zy­loa­ding, src-sets und op­ti­mier­te bild­for­ma­te.
    pagespeed-test-ergebnis von wirres.net auf mobil-device; 80% (leistung), 91% (barrierefreiheit), 100% (best practices), 100% (SEO)
    pagespeed-test-ergebnis von wirres.net auf desktop-device; 99% (leistung), 91% (barrierefreiheit), 100% (best practices), 100% (SEO)
  • live fo­tos sind nicht un­sicht­bar, aber im bes­ten fall sind sie ein foto mit ei­ner sub­ti­len be­we­gung, so wie hier zum bei­spiel. bis­her habe ich ive-fo­tos in ei­nem lan­gen ma­nu­el­len pro­zess ver­ar­bei­tet: air­drop des live fo­tos auf mei­nen lap­top (kommt als .mov an), ein web-op­ti­mier­tes .mp4 und pos­ter .jpg mit pi­xel­ma­tor und me­diaCMS er­stel­len, mit ei­nem batch-script ein fall­back .gif er­stel­len und dann die­se drei da­tei­en im ba­ckend hoch­la­den und kon­fi­gu­rie­ren. nach­dem ich die­sen pro­zess über 12 mo­na­te op­ti­miert habe, hab ich mir ei­nen kir­by-block schrei­ben las­sen, der das al­les au­to­ma­ti­si­ert. jetzt muss ich nur noch den ge­air­dropp­ten .mov hoch­la­den, den rest er­le­digt kir­by ser­ver­seits.

op­ti­mie­run­gen

pa­ge­speed.web.dev ist von goog­le, aber trotz­dem ein un­ver­zicht­ba­res werk­zeug. ein paar op­ti­mie­rungs­vor­schlä­ge schla­ge ich kon­se­quent in den wind, des­halb der punkt­ab­zug bei der bar­rie­re­frei­heit und im mo­bi­len be­reich. aber wenn ich an der web­sei­te rum­fum­mel, schlei­chen sich un­wei­ger­lich ge­le­gent­lich feh­ler ein. vie­les da­von ent­de­cke ich dann mit hil­fe der Pa­ge­Speed In­sights. das werk­zeug hält mich qua­si auf dem stand der ak­tu­el­len best prac­ti­ces. die op­ti­mie­run­gen die aus sol­chen be­su­chen re­sul­tie­ren kom­men auch nicht nur goog­le zu­gu­te, son­dern je­dem be­su­chen­den, sei es eine ma­schi­ne oder ein mensch.

auch das habe ich schon öf­ter ge­schrie­ben, aber es ist und bleibt eins mei­ner lieb­lings­the­men: op­ti­mie­rung auf ma­schi­nen­les­bar­keit. auch hier ist mei­ne mo­ti­va­ti­on nicht pri­mär eine op­ti­mie­rung für goog­le, son­dern eben für alle. wer eins mei­ner re­zep­te in eine re­zept­ver­wal­tung wirft, soll­te ein gu­tes re­sul­tat be­kom­men. wer will kann die re­zep­te so­gar in mela abon­nie­ren. bing, kagi, per­ple­xi­ty kön­nen alle auf die struk­tu­rier­ten da­ten zu­grei­fen die ich hier an mei­ne bei­trä­ge hän­ge. aber so­weit ich das mit­be­kom­me, macht der­zeit ei­gent­lich nur goog­le da­von ge­brauch. ich mag was da­bei teil­wei­se raus­kommt.

zur op­ti­mie­rung ge­hört auch dar­auf zu ach­ten, dass die sei­te auch ohne css und js funk­tio­niert. das kon­trol­lie­re ich auch ge­le­gent­lich und ver­su­che die gröbs­ten feh­ler weg­zu­op­ti­mie­ren, wenn ich wel­che fin­de. das wür­de­vol­le ka­putt­ge­hen oder in web­dev-sprech: „graceful de­gra­da­ti­on“ ist eine der wich­tigs­ten lek­tio­nen aus mei­nem ar­chi­tek­tur­stu­di­um und dem rum­wü­ten in web­de­sgn-sphä­ren. auch in mei­ner schrei­ner aus­bil­dung ver­such­te ich so zu bau­en, dass mei­ne ar­bei­ten auch nach ei­nem ei­nen schlag mit nem ham­mer noch gut aus­se­hen. mau­er­werk al­tert wür­di­ger als vor­hang­fas­sa­den, ein mas­siv­holz­tisch wür­di­ger als ein span­plat­ten-tisch mit dün­nen, auf­ge­leim­ten fur­nier­kan­ten. die lis­te kann man un­end­lich wei­ter­füh­ren: putz / ta­pe­te, ge­öl­tes holz / la­ckier­tes holz, par­kett / la­mi­nat, ter­raz­zo / la­mi­nat, ver­schraubt / ver­klebt, …


  • css op­ti­mie­ren, ver­schlan­ken und pfle­ge­leich­ter ma­chen
  • eine idee, die ich auf ei­nem der letz­ten spa­zier­gän­ge hat­te: book­mark­vor­schlä­ge per web­men­ti­on an­neh­men. auf in­die­web­news kann man ei­nen link zur ei­ge­nen sei­te pos­ten, in­dem man ers­tens auf in­die­web­news linkt und zwei­tens ei­nen u-syn­di­ca­ti­on-link an­legt. wenn man dann ei­nen web­men­ti­on sen­det, lan­det ein link auf die ei­ge­ne sei­te auf in­die­web­news. so könn­ten mir auch an­de­re ins-in­ter­net-schrei­ben­de links in die le­se­zei­chen­samm­lung le­gen.
  • die­se mark­down check­lis­ten (* [ ]) im front­end kor­rekt ren­dern.
  • ein buch schrei­ben
  • mehr bü­cher le­sen
  • ein struk­tu­rier­tes, re­gel­mäs­si­ges ch­an­ge­log schrei­ben
  • ein ma­ni­fest schrei­ben, in dem alle fea­tures die­ser web­sei­te ge­ne­risch be­schrie­ben sind und nach dem man die­se web­sei­te fea­ture-com­ple­te nach­bau­en könn­te. wür­de wahr­schein­lich hun­der­te sei­ten lang wer­den und wer­de ich nie ma­chen. aber ich hät­te so ein ma­ni­fest ger­ne für mein al­tes wir­res.net ge­habt, dass ich vor an­dert­halb jah­ren nach kir­by mi­grier­te. es hat mich im­mer wie­der selbst er­staunt wie vie­le un­sicht­ba­re und sicht­ba­re fea­tures ich da über die jah­re ein­ge­baut hat­te. und ich habe nach an­dert­halb jah­ren im­mer noch nicht al­les re­kon­stru­iert.
  • mit RSS.chat rum­spie­len
  • mein blogroll-plug­in auch für an­de­re nutz­bar(er) ma­chen
  • isso-kom­men­ta­re auch ohne ja­va­script zu­gäng­lich ma­chen
  • über­schrif­ten und ab­sät­ze mit sprung­mar­ken ver­se­hen (bei mou­seo­ver: #). sieht viel­leicht ko­misch aus und nie­mand weiss wozu es dient, ge­hört aber auf die to-do-lis­te.
  • an­zei­ge im foo­ter in wel­cher stadt ich ge­ra­de bin. kann stim­men, muss aber nicht, steue­rung von mei­nem han­dy.
  • ein web­log-log das er­eig­nis­se wie pu­blish und edits er­fasst, aber viel­leicht auch shit­vo­tes und an­de­re li­kes. auf der rück­sei­te site weit, in der ar­ti­kel­bei­la­ge wer­den nur die ar­ti­kel-re­le­van­ten er­eig­nis­se an­ge­zeigt.

… wird fort­ge­setzt und er­gänzt. 



mor­gen­spa­zier­gang 30.09.2026

felix schwenzel in bilder

beim schock­wel­len­rei­ter ge­le­sen, dass er am „ar­bei­ter­strand“ am te­ge­ler see war. also dach­te ich: das kann ich auch.

heu­te früh dann mit der U6 und er­satz­ver­kehr nach alt te­gel und dann 6 ki­lo­me­ter am see lang ge­lau­fen. mit dem 222er zu­rück nach alt te­gel und dann wie­der U6. 

→ gpx track ansehen …


28.09.2026

felix schwenzel in bilder

heu­te eine er­wach­se­ne frau auf ei­nem er­wach­se­nen-fahr­rad mit stütz­rä­dern ge­se­hen. und eine an­de­re frau auf dem ur­nen­fried­hof an der see­stras­se, die mit zwei kat­zen gas­si ging. eine der kat­zen war an ei­ner lan­gen schlepp­lei­ne, die an­de­re lief frei und hielt im­mer 10-20 me­ter ab­stand zur frau und der an­de­ren kat­ze. sie sass mehr oder we­ni­ger die gan­ze zeit auf dem bo­den oder auf grab­stei­nen und be­ob­ach­te­te ihre men­schen­frau beim ab­schrei­ten des fried­hofs.

auf dem urnenfriedhof seestrasse sitzt eine katze auf einem grabstein.

aus­ser­dem ge­se­hen: ei­nen drei me­ter ho­hen son­nen­blu­men­baum an der see­stras­se …

an der seestrasse steht vor einer baustelle eine sehr hohe sonnenblumenpflanze auf deren spitze noch mehrere blüten blühen.

… und eine maus, die vor ei­nem kel­ler­fens­ter rum­hing.

ein kinderportemonaie hängt an einem band vor einem kellerfenster. das foto wird dominiert von horizontalen linien der fassade, der gelbe putz fällt als erstes in auge, drunter ein rotes band ziegelsteine, weiter unten graues Pflaster.

heu­te zum ers­ten mal ver­stan­den, dass finn tat­säch­lich eine au­to­ver­mie­tung ist und kei­ne el­tern, die den na­men ih­res kin­des aufs auto ge­klebt ha­ben. ei­ner­seits ist finn ein ge­schick­te­rer name als mi­les, an­de­rer­seits ist die ver­wechs­lungs­ge­fahr gross, wenn jetzt eine an­de­re au­to­ver­mie­tung auf die idee kommt sich luca, noah oder fe­lix zu nen­nen.

ein auto der autovermietung finn auf einem strassenparkplatz im wedding.

ich weiss auch nicht, ob das eine gute idee ist, wenn dro­gen­händ­ler ihr busi­ness auf dem num­mern­schild an­non­cie­ren.

ein dacia dessen nummernschild mit DO - PE anfängt auf einem strasseparkplatz im wedding.

an­sons­ten hat fri­da heu­te früh ei­nen fuchs ge­jagt. beim fuchs habe ich nicht schnell ge­nug re­agiert. aber als vor uns ein eich­hörn­chen rum­sprang, war ich schnell ge­nug und trotz be­reits durch­dre­hen­der rä­der an der hin­ter­ach­se konn­te ich fri­da mit ei­nem ein­fa­chen „nein!“ stop­pen. mög­li­cher­wei­se hat­te ich des­halb den gan­zen tag gute lau­ne, trotz des fuchs-in­ci­dent.

beim nach­mit­tags­spa­zier­gang über das abend­es­sen nach­ge­dacht und auf die idee ge­kom­men mit dem alt wer­den­den blu­men­kohl im kühl­schrank mal das prin­zip de­hy­drie­ren/re­hy­drie­ren aus­zu­pro­bie­ren. also den blu­men­kohl in klei­ne rös­chen zer­teilt, ein­ge­fet­tet und 20 mi­nu­ten im air­fry­er de­hy­driert und ge­rös­tet. wäh­rend­des­sen aus zwie­beln, ka­rot­ten und spitz­kohl mit ro­ter fer­tig-cur­ry-pas­te und ko­kos­milch ein cur­ry hin­ge­kö­chelt und da­drin dann den de­hy­drier­ten blu­men­kohl 10 mi­nu­ten re­hy­driert. das war sehr le­cker und brauch­te noch nicht mal so­ja­sauce um un­men­gen um­a­mi be­reit­zu­stel­len. lei­der aus­ver­se­hen auf­ge­ges­sen, statt mir die hälf­te fürs früh­stück üb­rig zu las­sen. 








im­mer noch 14 von 66 seen

felix schwenzel in artikel, teil der sammlung: 66 seen wanderungen

die stre­cke von han­gels­berg nach fürs­ten­wal­de hab ich raus­ge­sucht, weil sie nicht zu lang ist (14 ki­lo­me­ter) und man von fürs­ten­wal­de mit der bahn zu­rück nach han­gels­berg fah­ren kann. wir sind dann zwar mit dem bus ge­fah­ren, aber das klapp­te ge­nau­so gut. die an­fahrt ha­ben wir mit dem auto ge­macht, weil das nur 50 mi­nu­ten dau­er­te und mit den öf­fent­li­chen zwei stun­den ge­dau­ert hät­te.

die tour soll­te 14 ki­lo­me­ter lang sein und drei stun­den dau­ern, wir ha­ben das mit zwei pau­sen dann auch tat­säch­lich in 3 stun­den ge­schafft.

die GPX-rou­te von hier ist ziem­lich ver­al­tet und hat uns ein­mal in eine sack­gas­se ge­lei­tet. auch von dem fast durch­ge­hen­den fahr­rad­weg zwi­schen han­gels­berg und fürs­ten­wal­de wuss­te die GPX-rou­te nichts. trotz­dem, die stre­cke war nicht kom­pli­ziert, im prin­zip im­mer an der müg­gel­spree und spä­ter an der fürs­ten­wald­spree ent­lang. be­son­ders an­spruchs­voll war die stre­cke auch nicht, aber teil­wei­se sehr schön. seen gabs kei­ne, aber die müg­gel- und fürs­ten­wal­de-spree wa­ren auch schön und teil­wei­se seen-ar­tig.

ei­ner­seits schön, an­de­rer­seits ein biss­chen an­stren­gend war, dass der ziem­lich neue fahr­rad­weg zwi­schen han­gels­berg und fürs­ten­wal­de oft auch gleich­zei­tig der 66 seen wan­der­weg war. trotz­dem hat das auch gut mit dem hund ge­klappt. bei ei­ner hun­de­be­geg­nung wur­de es kurz ein biss­chen laut, ei­ner von zwei hun­den kam bel­lend auf uns zu und das frau­chen schrie un­ab­läs­sig um ihn zu­rück­zu­ru­fen. er war aber be­schäf­tigt ei­nen ko­mi­schen al­ten mann (mich) mit ei­nem noch ko­mi­sche­ren klei­nen hund (fri­da) zu ver­trei­ben und konn­te des­halb nicht zu­rück zur be­sit­ze­rin lau­fen. ich hab ihn dann lang­sam aber si­cher (mit ab­stand) doch wie­der in rich­tung sei­ner be­sit­ze­rin ge­drückt. wäh­rend­des­sen blieb fri­da ru­hig und vor­bild­lich hin­ter mir und liess mich die si­tua­ti­on re­geln.

die zwei­te und drit­te hun­de­be­ge­gung er­in­ner­te mich an die ge­schich­te vom igel und dem ha­sen. ein päär­chen mit je ei­nem hund an der lei­ne kam uns auf dem weg zwei­mal (!) ent­ge­gen. wir hat­ten wirk­lich ein gu­tes tem­po1 drauf und ich kann mir, ob­wohl wir zwi­schen­durch eine 20-mi­nü­ti­ge pau­se ge­macht ha­ben, nicht wirk­lich er­klä­ren wie die das ge­macht ha­ben.

die 14 ki­lo­me­ter ha­ben wir gut weg­ge­steckt, fri­da hat­te ei­nen ste­ti­gen und ent­spann­ten vor­wärts­drang. das ent­span­nen fiel ihr wit­zi­ger­wei­se bei der pau­se schwer. ein­mal un­ter­wegs läuft und läuft und läuft sie und ich glau­be ich/wir kön­nen auch eine län­ge­re wan­de­rung als 14 ki­lo­me­ter mit ihr wa­gen. al­ler­dings war sie nach der wan­de­rung schon sehr müde und schläft und schläft und schläft. 


  1. der durch­schnittspace über die gan­ze stre­cke war 10'25"/km, also fast 6 km/h (ob­wohl stän­di­ges fo­to­gra­fie­ren und die­se eine hun­de­be­geg­nung den pace na­tür­lich leicht rui­niert ha­ben). ↑︎

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NET­FLIX

felix schwenzel in notiert

net­flix star­te­te 2014 in deutsch­land. ich habe seit no­vem­ber 2010 ein net­flix kon­to. of­fen­sicht­lich habe ich mich dort da­mals mit ei­ner ame­ri­ka­ni­schen adres­se an­ge­mel­det und $8,99 pro mo­nat be­zahlt. mei­ne ein­zi­ge er­in­ne­rung an net­flix im jahr 2010 ist, dass ich es schau­en konn­te, aber dass sehr viel ge­buf­fert wer­den muss­te. mein in­ter­net­an­schluss oder die trans­at­lan­tik-lei­tun­gen wa­ren da­mals noch nicht gut ge­nug da­für. in mei­nem mail­ar­chiv sehe ich, dass ich mein kon­to dann schon im de­zem­ber 2010 on hold ge­setzt habe. im ok­to­ber 2011 habe ich es wie­der re­ak­ti­viert und im fe­bru­ar 2012 hab ich das kon­to ge­löscht.

2012 und 2013 schick­te mir net­flix dann alle paar mo­na­te nach­rich­ten mit dem be­treff

fe­lix, come back to Net­flix to­day.

im sep­tem­ber 2014 hab ich das kon­to re­ak­ti­viert und dann auch in euro be­zahlt. zu­erst 7,99 € pro mo­nat, dann 8,99 € um auf „zwei bild­schir­men“ gu­cken zu kön­nen. im april 2015 woll­te ich net­flix auf vier bild­schir­men gu­cken und zahl­te ab dann 11,99 €.

im no­vem­ber 2017 sehe ich die ers­te preis­er­hö­hung auf 13,99 €.

The cost of your Pre­mi­um plan (4 screens at a time + Ul­tra HD) has ch­an­ged to €13.99 a month. This ch­an­ge ta­kes ef­fect Sun­day, De­cem­ber 17th, 2017.

im mai 2019 gings hoch auf 15,99 €, im april 2021 auf 17,99 €, im mai 2024 auf 19,99 €. im sep­tem­ber 2025 zog net­flix die ac­count sha­ring dau­men­schrau­ben an und da­mit das kind wei­ter net­flix schau­en konnt, ha­ben wir für 3,99 € pro mo­nat ei­nen „ex­tra mem­ber slot“ ge­kauft. mach­te in sum­me dann 23,98 € pro mo­nat.

im ok­to­ber 2025 stieg der preis für an­ton um ei­nen euro: 24,98 €.

am 10. sep­tem­ber kün­dig­te net­flix an, dass un­ser mo­nat­li­cher preis bald auf fast 30 € stei­gen wür­de, auf 21,99 € + 5,99 € = 27,98 €.

das fühl­te sich nicht mehr gut an. in mei­ner er­in­ne­rung war das letz­te was ich mit ver­gnü­gen auf net­flix ge­se­hen habe dri­ve to sur­vi­ve vor un­ge­fähr ei­nem jahr. weil ich ja nach­gu­cken kann, sehe ich, dass ich auch ne­mi­sis mit re­la­tiv gros­sem ver­gnü­gen ge­se­hen habe und eine fol­ge chefs ta­ble1. da­für lohnt es sich nicht fast 30 € pro mo­nat aus­zu­ge­ben.

von 9 € auf 28 € in 9 jah­ren sind un­ge­fähr 13% stei­ge­rung pro jahr. dem­nach wür­de uns net­flix in 9 jah­ren 87 € pro mo­nat kos­ten.

Hi fe­lix,
We can­ce­led your mem­ber­ship be­cau­se you did not agree to the new pri­ce. It will take ef­fect at the end of your bil­ling pe­ri­od. You can con­ti­nue wat­ching un­til Oc­to­ber 9th, 2026.
Come back any­ti­me to en­joy the best TV shows & mo­vies. Your pro­files and pre­fe­ren­ces will be wai­ting for you for 24 months.
[…]
The Net­flix team


nach­trag:
ich hab die pro­gres­si­on der net­flix prei­se et­was un­güns­tig be­rech­net. rück­bli­ckend auf die ver­gan­ge­nen neun jah­re gabs bei uns ca. 13% preis­stei­ge­rung pro jahr, aber 13% preis­stei­ge­rung pro jahr zu pro­je­zie­ren er­gibt ein ex­po­nen­ti­el­les wachs­tum und 87 €. so weit geht net­flix dann wohl nicht. li­ne­ar pro­je­ziert sind es dann wohl nur 44 bis 55 €. hier ein­mal auf­ge­zeich­net. 

bild in großansicht öffnen

  1. sind doch ein paar mehr sa­chen ge­we­sen, die ich im letz­ten jahr auf net­flix ge­se­hen habe als ich zu­nächst dach­te. hat­te das al­les nicht so sau­ber ver­schlag­wor­tet. ↑︎


weil ja be­kann­ter­mas­sen bald wie­der weih­nach­ten ist, kann ich be­reits den ers­ten weih­nacht­markt an­kün­di­gen. wie letz­tes jahr, hat sich die bei­fah­re­rin mit ein paar an­de­ren küns­te­rin­nen zu­sam­men­ge­tan, um in der vor­weih­nachts­zeit klei­ne ar­bei­ten zum ver­kauf an­zu­bie­ten.

die beus­sel bi­en­na­le 2026 in der beus­sel­stras­se. vom 28. bis zum 29. no­vem­ber. 

flyer der beussel-biennale, eine vorweihnachtliche verkaufsausstellung  mit arbeiten von charlie broecker, esther enzian, benji hanoben, lisa herfeldt, anton kelm, katia kelm, franca laufer, henrieke ribbe, luise thiele und sebastian zarius.


stern­brü­cke

felix schwenzel in notiert

in ham­burg ha­ben wir in der nähe der stern­brü­cke über­nach­tet. die wur­de ja ge­ra­de ab­ge­ris­sen und de­ren neu­bau wur­de ein stück durch die stadt ge­rollt. mitt­ler­wei­le ist die wie­der für den bahn­ver­kehr (oben) ge­öff­net, aber wei­ter­hin für den auto- und fuss­gän­ger­ver­kehr (un­ten) ge­sperrt. das er­for­dert auch für fuss­gän­ger si­gni­fi­kan­te um­we­ge. 

→ zwei tracks ansehen


rös­ti

felix schwenzel in gekocht, teil der sammlung: meine besten rezepte

ich bin sehr leicht zu be­ein­flus­sen. kaum sehe ich ein vi­deo über rös­ti, muss ich rös­ti selbst ma­chen.

ich war im­mer schon be­geis­tert von tor­til­las die mit so we­ni­gen zu­ta­ten (kar­tof­fel, zwie­bel, ei, öl, salz) so enorm schmack­haft sind. aber rös­ti be­stehen nur aus ge­rie­be­nen kar­tof­feln, ge­duld und salz und ein we­nig but­ter. und sind min­des­tens ge­nau­so toll und dazu noch knusp­rig. 

fertiger rösti aufgeschnitten auf einem weissen teller.
fer­ti­ger rös­ti auf­ge­schnit­ten

ca­se stu­dy house #22

felix schwenzel in artikel

die wichtigsten achsen des case study house #22 fotos von julius shulman mit weissen linien auf schwarzem grund nachgezeichnet.

die­ses foto von ju­li­us shul­man kennt je­der ar­chi­tek­tur­stu­dent. mich hat es wäh­rend mei­nes ar­chi­tek­tur­stu­di­ums zu feuch­ten träu­men über sicht­ach­sen und mi­ni­ma­lis­ti­sches de­sign in­spi­riert. an die­sem foto stimmt kon­zep­tio­nell al­les und es fängt eine stim­mung ein, die schwer zu be­schrei­ben ist, die aber je­der ver­steht, so­bald man das foto sieht. ganz ähn­lich dem bild von ed­ward hop­per.

ich wuss­te, dass das haus am hang der hol­ly­wood-hills vom ar­chi­tek­ten pierre koe­nig ge­baut wur­de und dass es min­des­tens 21 wei­te­re case stu­dy hou­ses gibt.

was ich nicht wuss­te, war, dass die bau­her­ren, die fa­mi­lie stahl, schon vor pierre koe­nig eine ziem­lich ge­naue vor­stel­lung vom haus hat­ten. das steht zwar auch so in der wi­ki­pe­dia …

Stahl pro­vi­ded the in­spi­ra­ti­on for the over­all struc­tu­re, set­ting out his ide­as by mid-1956 in a mo­del of the house he wan­ted for the site. Un­li­ke the house as built, the mo­del has a cur­ved rear wall and but­ter­fly roof.
[…]

Koe­nig ad­he­red to the ba­sic at­tri­bu­tes of Stahl's con­cept but re­fi­ned the de­sign into so­me­thing much more ri­go­rous, geo­me­tric and 'pu­re' in its form and ma­te­ri­als—in es­sence ad­ap­ting it to his own vo­ca­bu­la­ry.

… aber die­ses vi­deo er­klärt die ge­schich­te des hau­ses sehr bild­lich. die kin­der der stahls er­zäh­len da­von wie ihre el­tern das haus plan­ten, bau­ten und wie die fa­mi­lie dar­in leb­te und wie das haus jetzt der öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich ist. eine gross­ar­ti­ge klei­ne do­ku­men­ta­ti­on, die nicht nur für ar­chi­tek­tur­in­ter­es­sier­te in­ter­es­sant ist. 


ele­na

felix schwenzel in bilder, teil der sammlung: beliebte beiträge 2025/26

vie­le din­ge auf der welt sind uns ver­bor­gen und ent­zie­hen sich un­se­rer wahr­neh­mung. das hat den vor­teil, dass wir uns über vie­les kei­ne sor­gen ma­chen müs­sen, weil wir es gar nicht mit­be­kom­men. um­ge­kehrt funk­tio­niert es aber auch, wir kön­nen din­ge se­hen, die gar nicht da sind. auf die­sen fo­tos aus den acht­zi­ger jah­ren, die ir­gend­wann viel zu nied­ri­g­auf­lö­send ge­scannt wur­den, sehe und rie­che ich un­se­re frank­reich­ur­lau­be wie­der vor mei­nem in­ne­ren auge und mei­ner in­ne­re­en nase. ich er­in­ne­re mich an un­ser al­tes haus in aa­chen/kor­neli­müns­ter und un­ser le­ben da­drin. ich er­in­ne­re mich an ele­na, wie sie war, ganz an­ders als ich. ele­na kam rein­lich und or­dent­lich aus dem mut­ter­leib, sie leg­te wert auf din­ge die mir egal wa­ren — und um­ge­kehrt. wir wa­ren von ge­burt an so grund­ver­schie­den, dass ich seit­dem der mei­nung bin, dass un­se­rer per­sön­lich­kei­ten sich von er­zie­hung, kind­heits- und ju­gend­er­fa­run­gen kaum ir­ri­tie­ren las­sen.

wie wir sind, wie wir wer­den, scheint zu ei­nem gros­sen teil vor­be­stimmt.

das ein­zig wich­ti­ge ist wohl lie­be. viel lie­be. die hat ele­na be­kom­men und frei­gie­big auf alle die mit ihr leb­ten ver­teilt. wir hat­ten eine ei­gen­tüm­lich star­ke bin­dung, die auf eine art be­din­gungs­los war und kei­ner wor­te be­durf­te. ich konn­te mich über sie lus­tig ma­chen und sie mich be­schimp­fen, ohne das die lei­ses­ten zwei­fel an un­se­rer ge­gen­sei­ti­gen lie­be auf­ka­men.

ich habe früh und viel ver­ant­wor­tung für ele­na über­tra­gen be­kom­men. ich er­in­ne­re mich, dass ich sie täg­lich vom kin­der­gar­ten ab­hol­te der et­was ent­fernt von un­se­rem zu­hau­se lag. ich be­treu­te sie nach­mit­tags, wäh­rend un­se­re el­tern ar­bei­ten oder stu­die­ren wa­ren. ob es eine gute idee ist ei­nen 12-jäh­ri­gen auf eine 5-jäh­ri­ge auf­pas­sen zu las­sen kann man wahr­schein­lich län­ger dis­ku­tie­ren. aber es hat un­se­re bin­dung ge­stärkt und uns mög­li­cher­wei­se bei­de rei­fen las­sen. 


pom­mes aus dem air­fry­er

felix schwenzel in rezepte, teil der sammlung: meine besten rezepte

nach ein paar ver­su­chen1 sind mir die pom­mes aus dem air­fry­er heu­te so ge­lun­gen, wie ich es mir vor­ge­stellt habe.

das rezept ist eine mischung aus dem „ul­ti­ma­ti­ven pom­mes-re­zept“ von hes­ton blu­men­thal und chris youngs TK pommes aus dem airfryer. die pommes werden herrlich knusprig, sind innen aber eher weich. die kleinen knsup­ri­gen stückchen aus den rand­stück­chen und der bruch beim aufrauhen sind fast das beste.

braune knsuprige pommes auf einem wiesen teller. danaben etwas krautsalat und ketchup.
zu pom­mes passt be­kannt­lich al­les, aber die­ser kraut­sa­lat hat be­son­dern gut ge­passt und macht aus die­ser mahl­zeit ei­nen ge­mü­setel­ler.

zutaten

  • 2 grosse kartoffeln
  • öl, salz

ergibt: 1 portion

zubereitung

  1. zuschneiden:

    kar­tof­feln schälen und in pommes schneiden. ich hab mich für ca. 11 × 11 mm ent­schie­den, aber freihand ge­schnit­ten. danach in klarem, kalten wasser die stärke abspülen.

  2. blachieren:

    ungefähr 15 minuten in kochendem wasser blan­chie­ren. dem wasser kein salz oder essig zugeben. je nach dicke der pommes kann es auch schneller gehen. wenn man mit einem spitzen messer ohne allzuviel wi­der­stand in eine pommes stechen kann, sind sie gut. sie sollten beinahe aus­ein­an­der­fal­len.

  3. aufrauhen:

    aus dem wasser in ein sieb geben. die kar­tof­feln sollen jetzt ein wenig auf­ge­rauht werden. ich habe dafür einen deckel aufs sieb gelegt und die pommes ein paar mal durch­ge­schüt­telt. ich habe auch vorher eine handvoll grob­kör­ni­ges salz da­zu­ge­ge­ben und danach abgespült. das hat gut geklappt, aber ich weiss nicht ob es eine wirklich gute idee ist, die pommes ober­flä­che sollen ei­gent­lich so trocken wie möglich werden.

    beim aufrauhen gab es ein bisschen bruch, aber auch kleine stückchen ergeben, nachdem sie ge­trock­net sind, herr­li­chen crunch im airfryer.

  4. trocknen:

    danach müssen die vorb­lachier­ten pommes trocknen. am ein­fachs­ten geht das wenn man sie 20-30 minuten offen in den kühl­schrank legt. mit etwas geduld können sie auch bei zim­mer­tem­pe­ra­tur auskühlen und trocknen.

    blanchierte und aufgerauhte pommes auf einem weissen teller.

    blan­chier­te und auf­ge­rauh­te pommes vor dem gang in den kühl­schrank (zum trocknen).

  5. airfryen:

    die pommes sollen jetzt ohne fett in den airfryer, ca. 15 minuten bei 200°C. darauf achten dass nicht zu viele pommes im korb landen. die zwei dicken lar­tof­feln haben meinen korb ganz gut gefüllt.

    auch kleine bruch­stü­cke vom aufrauhen kommen mit in den korb.

    alle 5 minuten die pommes wenden/schütteln.

  6. servieren:

    die pommes aus dem airfryer in eine schale geben und mit einem schuss öl begiessen, gut salzen und im öl und salz wenden.

 


  1. letz­tes mal sind sie zu glatt, ein­mal sind sie gut ge­wor­den, aber ich hab kei­ne fo­tos ge­macht ↑︎