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heute wars wieder neblig, sehr neblig und (leider) wenig licht. weil die fotos gestern so schön geworden sind, ist heute früh sogar die beifahrerin mit auf den morgenspaziergang gekommen. unterwegs sind uns einige leute mit hunden und spiegelreflexkameras begegnet.
beim morgenspaziergang spontan an diesen baum gedacht und deshalb heute früh einen kleinen umweg gemacht. letztes jahr sah er beeindruckender aus.


ich habe früher regelmässig briefe geschrieben. auch wenn es über 30 jahre her ist, erinnere ich ich daran, dass es ein grossses vergnügen war. wenn ich briefe schrieb, bekam ich auch briefe zurück. also nicht die unangenehmen oder langweiligen dinger die die post heutzutage in den briefschlitz drückt (werbung, (ab-) rechnungen, todesanzeigen), sondern texte, die sich jemand für mich persönlich ausgedacht hatte. entweder um mich zu unterhalten, zu informieren, zu erfreuen oder nach meinem wohlergehen zu erkundigen. ohne die intention mir etwas verkaufen zu wollen oder nach geld zu fragen (meistens).
der unterschied zwischen briefen und modernen kommunikationformen ist nicht in erster linie das medium. briefe wurden zwar meistens auf papier geschrieben oder gedruckt und in papierumschlägen verschickt, aber das entscheidende war die sorgfalt, die mühe und die zeit die man in briefform goss.
briefe schrieb man damals nicht um aufmerksamkeit zu bekommen, sondern um aufmerksamkeit zu geben.
moderne textformen die briefen nahekommen gibt es natürlich weiterhin: newsletter, blogbeiträge, essays die mit mühe und sorgfalt erstellt werden.
aber wer schreibt heute noch essays für eine einzige person?
ich nicht. damit habe ich tatsächlich vor etwas über 30 jahren aufgehört — vermutlich aus effizienzgründen.
damals hab ich mir überlegt, dass es doch viel effektiver wäre, wenn ich briefe so verfasse, dass ich sie an mehrere leute senden kann. deshalb setzte ich in mit yahoo eine liste auf, fügte alle meine freunde hinzu, die damals schon email hatten, und schickte ihnen updates aus meinem leben. im gegenteil zu briefen die man einer einzelnen person schickt, schrieb nie jemand zurück. aber das gefiel mir trotzdem, bis auf die aufdringlichkeit die so ein newsletter hat. diese effizienteren, aber eben auch unpersönlicheren briefe buhlten um die gleiche aufmerksamkeit und drückten sich in die gleiche inbox, in die eigentlich nur briefe gehörten.
statt mit druck, wollte ich lieber mit sog arbeiten. unter einer festen adresse ins internet schreiben schien mir eine gute lösung und klügere leute als ich hatten dafür auch gerade kostenlose software entwickelt mit der man genau das machen konnte.
seitdem ich mir ezpublish auf einem server installiert habe, schreibe ich briefe an viele ins internet. aber einen brief an eine einzelne person hab ich seitdem nicht mehr geschrieben. oder erinnere mich nicht mehr daran. schade eigentlich.
nachtrag/siehe auch, frank via mail:
kürzlich hab ich ja drüber nachgedacht was „bloggen, als ob niemand mitliest“ für einzelne ins internet schreibende bedeuten könnte. goethe wollte da auch was zu sagen:
Wer aber nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben.
quelle: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens (pdf)
der kontext ist, dass goethe für seinen werther viel kritik von zeitgenossen einstecken musste, er diese kritik aber wegsteckte, weil er ahnte dass viele andere seinen text schätzen würden. auch wenn sich der satz grosskotig und nach SEO-optimierung anhört, könnte er damit durchaus sowas ähnliches gemeint haben wie „bloggen, als ob niemand mitliest“: man sollte durchaus mit dem anspruch schreiben viele menschen erreichen zu können, aber auf den drang verzichten können, jedem einzelnen gefallen zu wollen.
beim morgenspaziergang roch die ganze strecke nach kaffee-röstung und angenehm fermentierem laub. der himmel sah dramatisch aus und auf der kanal dampfte an den stellen auf den die sonne bereits schien.
auf dem westhafen gelände entluden zwei bagger kies von eisenbahnwaggons auf LKW. gelegentlich schob ein kleiner, ferngesteuerter android die waggons ein paar meter nach vorne.
ich frage mich ja immer, warum die menschen und gastronomen zu halloween spinnenweben an und in häusern anbringen, wenn es doch viel einfacher wäre in vorbereitung auf halloween einfach nie zu putzen und nichts zu reparieren. dann wäre man zu halloween immer perfekt vorbereitet.
ins internet schreibende lieben es über das ins-internet-schreiben ins internet schreibend nachzudenken und sich dabei die köpfe einzuschlagen. dabei haben tatsächlich immer alle recht.
→ weiterlesen …in den letzten monaten erwische ich mich immer wieder dabei wie ich mir stundenlang reparatur- und restaurierungsvideos ansehe. vor allem beobachte ich, wie sehr mich das befriedigt. das ist nicht neu, vor zehn monaten hab ich das schonmal angemerkt.
aber heute frage ich mich, ob diese befriedigung nicht auch einen politischen aspekt hat. in einer welt der entropie, in der nicht immer alles zusammenpasst oder so funktioniert, wie man sich es vorstellt oder wünscht, kann reparatur, heilung, auf hochglanz bringen eine kathartische wirkung haben.
zu sehen, dass man kaputtes, zerstörtes, hoffnungslos verschmutztes auch wieder schön und funktionsfähig machen kann zeigt, dass verfall nicht zwangsläufig ist, dass es besser werden kann, dass wir etwas ausrichten können, dass veränderung möglich ist.
vielleicht ist schreiben, ins internet schreiben, kreative werke schaffen und reparieren auch genau deshalb so ein tiefes bedürfnis von uns allen. ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass malen in meienr kindergartenzeit eine beinahe magische und tief befriedigende wirkung hatte. etwas einfangen und festhalten und gleichzeitig gestalten. an diesem blog rumschrauben und da rein zu schreiben und zu posten ist auch ein aufstand gegen die entropie, den verfall, das vergessen.
und auch hier fällt mir wieder sisyphos ein. reparieren, festhalten, kreieren ist der felsbroken von sisyphos. jede reparatur geht irgendwann wieder kaputt, nach der spülmaschinen-reparatur ist vor der spülmaschinen-reparatur. aber, man muss sich den reparierenden als glücklichen menschen vorstellen. das wahre schlaraffenland ist nicht der ort wo einem die gebratenen tauben in den mund oder die hand fliegen, sondern der ort und die zeit an dem man sich tauben braten kann — und es dann auch tut — für sich oder andere.
in genau diesem zusammenhang fiel mir heute auf, dass bilder von fein säuberlich geordneten sachen (things neatly organized) die gleiche wirkung haben können wie reparaturen. aber vor allem fiel mir auf, dass thingsorganizedneatly.tumblr.com irgendwann aus meinem RSS-reader gefallen sein müssen. war es aber gar nicht, es gibt nur offensichtlich nicht mehr so viele fein säuberlich geordneten sachen.
manchmal, ganz selten, bin ich beeindruckt davon was man mit wordpress nativ alles zaubern kann. stefan grund und michael haben einen schönen trick gefunden, mit dem man einen eigenen beitrag schreiben kann, der sich dann durch eine verknüpfung automatisch als nachtrag unter einen älteren beitrag klemmt. vor ein paar jahren hab ich das zum ersten mal bei kottke gesehen. allerdings hab ich das bei kottke schon länger nicht mehr gesehen und ich glaube, dass er meistens updates inline postet, also einfach den beitrag mit einem update-absatz ergänzt.
ich war kurz versucht das feature nachzubauen, hielt dann aber inne. denn ein paar tage vorher hatte ich die idee ein log fürs blog zu bauen. die idee kam mir, weil ich, seit das drücken der poo-endmarke in artikeln nicht nur herzen versprüht, sondern auch ein geräusch in meinem zimmer macht, nie wusste wo denn nun jemand die kacke gedrückt hat. von home assistant kenne ich das aktivitätslog, mit dem man die letzten ereignisse und zustände von geräten und sensoren nachverfolgen kann. warum nicht auch ein logbuch für ein weblog?
technisch ist das unkompliziert: so wie ein drücken des kackicons unter beiträgen einen webhook auslöst um den tusch bei mir im zimmer abzuspielen, kann es auch einen eintrag in einer json-datei anlegen. auch alle anderen ereignisse in kirby haben hooks die — wenn man das will — in ein separates log schreiben können.
ich erfasse erstmal nur die shitvotes, neue beiträge, änderungen an bestehenden beiträgen (leicht dedupliziert) und isso-kommentare.
so sieht das globale bloglog dann aus: /bloglog
auf der rückseite steht eine verkürzte version des bloglogs. einzelne artikel-logs hab ich noch nicht umgesetzt, aber die kommen dann in die beilage, in der man dann die änderungshistorie und ereignisse rund um einzelne beiträge ablesen kann. damit bleibe ich erstmal bei inline-nachträgen in beiträgen.
nachtrag 10.10.2026:
beitrags-logs werden jetzt auch in der beilage angezeigt.
zwanzig minuten vom neuen tom cruise film digger gesehen und dann abgebrochen. hannah pilarczyk auf spiegel online hatte recht. das waren 20 sehr langweilige minuten. die intention war klar, das sollte alles so absurd wirken, dass es durch die überhöhung und überspitzung witzig oder interessant wird. das klappt gelegentlich bei anderen filmen und serien, zum beispiel bei preacher von sam catlin und seth rogen oder barton fink oder the grand budapest hotel. aber bei digger wirkte das alles nachgeäfft und unoriginell und nervig.
in östereich heisst aldi (süd) hofer.
der shitvote, bzw. die klickbare poo-endmarke verspritzt jetzt nicht nur herzen, wenn man sie klickt, sondern löst auch einen tusch aus.
der witz ist allerdings, dass nur ich den tusch höre, wenn ich in meinem zimmer bin. technisch löst kirby über einen webhook den tusch in meinem home assistant aus, der den tusch auf meinem lautsprecher in meinem zimmer abspielt. somit kann jedermensch bei mir im zimmer jederzeit ein geräusch auslösen. bis mich das irgendwann mal nerven sollte.
die antwort auf die frage warum ich sowas mache lautet natürlich: weil es geht.
wenn ich so zurückdenke an die zeit ohne mobiltelefone und internet, kommen mir die dinge die wir damals getan haben sehr eigentümlich vor. wir haben einander einfach besucht. also im sinn von, ich verlasse mein haus, gehe zum haus einer freundin und klingle an der tür. wenn sie nicht da war, ging ich woanders hin oder zurück nach hause. ich bin sicher, dass wir uns gelegentlich auch verabredet haben. aber ich kann mich an diese verabredungen nicht mehr erinnern. ich erinnere mich nur, ständig zu freunden gegangen zu sein oder dass freunde bei uns klingelten.
ich erinnere mich auch, dass wir dann meistens erstmal kaffee oder tee getrunken haben. unmengen davon. manchmal haben wir dann gemeinsam überlegt, zu anderen freunden oder freundinnen zu gehen oder spazieren zu gehen. ich glaube ich habe meine teenager jahre vornehmlich damit verbracht, in meiner freizeit andere leute auf gut glück zu besuchen.
in meinen frühen twens konnte ich eins der autos meiner eltern benutzen und hatte später sogar ein eigenes auto und habe das prinzip automobil fortgeführt: ich bin zu freunden gefahren und habe sie besucht. sehr oft ohne ankündigung. ich glaube wenn die freunde weiter entfernt wohnten, habe ich vorher auch mal das telefon benutzt. ich kann mich aber an kein einziges solches telefonat erinnern, nur dass ich gelegentlich von heinsberg aus hunderte kilometer nach fulda oder marburg gefahren bin, um dort freunde oder freundinnen zu besuchen.
wie gesagt. in der rückschau kommt mir das sehr merkwürdig vor, aber die erinnerungen sind auch ein bisschen nebulös. aber so muss es gewesen sein. wir haben unsere jugend damit verbracht uns gegenseitig zu besuchen und zeit miteinander zu verbringen. kaffee und tee trinken und pläne schmieden. und dann planlos irgendwas zu machen, gemeinsam in die tage reinleben.
sehr schöne links bei jawl (via):
nachdem ich ein paar wochen lire als rss reader ausprobiert habe, bin ich jetzt wieder zurück beim guten alten reeder classic. lire hat mich immer wieder irritiert mit eigentümlichen caching, wiederholtem vorladen von bildern und war in bestimmten situationen nicht dazu in der lage gelesene artikel als gelesen zu behalten. der reeder classic spart es sich mich zu irritieren, auch wenn die inlne-anzeige von youtube-videos nicht mehr funktioniert.
ich finde floppy nach wie vor super. besonders gut gefällt mir welche stati man medien in floppy zuordnen kann: kein status, abgeschlossen, laufend, geplant, pausiert und abgebrochen. gelegentlich beherzt abbrechen ist gut, meint auch thomas gigoldt. digger hab ich abgebrochen weils mir zu blöd wurde, neagley hab ich nach drei folgen abgebrochen, weil es mir zu stereotypisch und konstruiert wurde. abbrechen ist gut. nach eine kleinen pause schaue ich jetzt dafür wieder mit grossem vergnügen burn notice.
das schreiben dieser notizen breche ich jetzt auch ab.
beim lesen der folgenden artikel fielen mir lauter kleinigkeiten auf, die ich mal wieder aufschreiben wollte.
notiz.blog: Ich hab‘ gerade wieder Spaß…
…an meinem Blog herum zu basteln ♥️!
dieser artikel wiederholt vieles was ich gelegentlich schon mal aufgeschrieben habe und ist eher technisch. also für die meisten hier mitlesenden sicherlich uninteressant. ich habe aber trotzdem das bedürfnis gehabt, das alles mal aufzuschreiben, sozusagen als quartalsweise bestandsaufnahme.
wenns ums machen, konstruieren, herstellen geht ist das wichtigste: gute werkzeuge. aber gute werkzeuge sind wiederum nichts wert, wenn man keinen plan hat, wenn man nicht weiss, was man mit den werkzeugen herstellen oder formen will. und zu wissen, was man machen will ist wiederum wenig wert, wenn man keinen blick fürs grosse und ganze, für den kontext hat.
wenn ich an meiner eigenen webseite rumbastel bin ich bauherr, architekt, fachingenieur, bauleiter und handwerker in personalunion. als bauherr formuliere ich anforderungen und ziele, als architekt entwickle ich das gesamtkonzept, sollte aber immer auch den blick aufs grosse und ganze haben, also die webseite, aber auch den kontext (das web). als architekt und fachingenieur sollte ich wissen was gerade state of the art ist und wie man einerseits erprobte techniken anwendet und trotzdem hier und da innovativ sein könnte. als handwerker sollte ich die geeigneten werkzeuge, liebe zum handwerk und sorgfalt mitbringen.
natürlich muss man das alles nicht in personalunion machen, die klassische arbeitsteilung funktioniert weiterhin. aber mir macht gerade das basteln an meiner website als generalunternehmer spass. oder genauer, der spass, die interessanz, steckt gerade im prozess, in der langfristigen interaktion der verschiedenen rollen. ich als bauherr habe ständig neue ideen und anforderungen an die webseite. ich als architekt erfahre ständig von neuen techniken, neuen materialien, effizienteren verfahren. der fachingenieur in mir sieht neue best practices, neue testverfahren, neue normen, der bauleiter entdeckt immer wieder neue begabte handwerker oder möglichkeiten readymades einzusetzen.
ich verstehe menschen gut, die einfach einen ort zum ablenkungsfreien schreiben haben wollen und sich eigentlich um nichts anderes kümmern wollen. aber mich fasziniert das ständiges rumbasteln und ausloten der möglichkeiten.
mir fallen beim schreiben ständig dinge ein, die ich vielleicht haben können wollte. fussnoten, verknüfpungsmöglichkeiten, die mir ermöglichen dinge besser zu strukturieren oder sinnvoll zu verknüpfen. möglichkeiten das geschriebene auch zu illustrieren oder, je nach kontext, auch mal anders zu gestalten. bei wiederkehrenden problemen fällt mir beim schrieben, nach dem hundersten stolpern, plötzlich eine lösung ein. oft schreibe ich beiträge um ein technisches feature das mich fasziniert auszuprobieren.
eine webseite wie eine wohnung zu beschreiben ist gar nicht so weit weg von der realität. was man sich bei der planung ausdenkt, funktioniert im alltag und im verlauf der zeit nicht immer so, wie man es mal geplant hat oder sich vorgestellt hat. egal wie viele steckdosen man eingeplant hat, am ende sind es immer zu wenige oder sie sind dann doch an den falschen stellen. nutzung verändert die anforderungen. und der luxus darauf ständig reagieren zu können ist (für mich) sehr befriedigend.
die to-do-liste bei kottke hat bei mir mehrere saiten klingen lassen. einerseits weil sich ein paar der ideen von ihm mit meinen decken und andererseits weil er hemmungslos grosse und kleine to-dos auf eine liste setzt. und:
some of the projects and site tweaks I most want to make aren’t even on my list. They live only in my head and I mull them over in the shower or while walking until they’re “done” enough to start working on.
egal wie doll ich versuche strukturiert zu planen und aufzuschreiben was ich mit dieser webseite machen will, ein grossteil der ideen will meinen kopf nicht verlassen bevor sie einen gewissen reifegrad erreicht haben. solange schwirren sie zuverlässig in meinem hinterkopf herum.
im folgenden ein paar der dinge die es im letzten jahr aus meinem kopf auf die webseite geschafft haben. danach ein paar dinge die es aus meinem kopf in eine liste geschafft haben.
eine dieser ideen oder eher eine der fragen die jahrelang in meinem kopf herumschwirrte war: wie gehe ich mit instagram um? einerseits find ich meta doof und verstehe instagram nicht mehr wirklich, andererseits gibt es dort immer noch einige leute die sich offensichtlich über fotos von mir freuen und sich dort gerne herumtreiben. aber weil instagram in den letzten jahren alle schotten abgedichtet hat und es unmöglich gemacht hat von dort kopien der eigenen posts für die eigene webseite zu ziehen, wurde das posten dort zu einem mühseligen manuellen prozess. bis mir irgenwann einfiel, dass man dort mit einem „pro“-account auch programatisch posten kann. seitdem schiebe ich instagram-posts einfach von meinem kirby-backend per knopfdruck an, kopiere also von hier nach da. damit bleiben erstmal alle metadaten und originale bei mir. instagram bekommt ne kopie.
genauso mache ich es mit grain, fotos oder foto-serien schiebe ich selektiv von wirres.net zu grain. grain ist übrigens einer der wenigen #ATproto-dienste, die mein interesse seit meiner kurzen euphoriephase halten konnten. den ATproto-standard-reader, in dem ich kurzzeitig einen potenziellen nachfolger des google-readers gesehen habe, finde ich nach wie vor interessant, nutze ihn aber kaum noch. auch weil er (noch) so langsam werkelt, dass es die benutzbarkeit und den bedienungsspass stark einschränkt. aber grain ist toll, so wie früher mal instagram war: leute und deren fotos, umgekehrt chronologisch sortiert. fertig.
mittlerweile bekomme ich teilweise bei grain (17 follower) genauso viele ♥️ wie auf instagram (942 follower). fürs gleiche bild. absurd. daran sieht man wie abgefuckt instagram mittlerweile ist.
roman jasiek schreibt, dass er sich gerne in viele kleine details reinsteigert, „die vermutlich kaum jemand bewusst wahrnimmt“. das geht mir auch so.
­ an den stellen die trennbar sind ausgeliefert, so dass browser dann (relativ) zuverlässig den text trennen können. das nervt zwar beim kopieren von text, weil die soft-hyphens mitkopiert werden, aber wer mich unbedingt zitieren oder teile meiner texte kopieren will, kann jederzeit auf die markdow-version wechseln.pagespeed.web.dev ist von google, aber trotzdem ein unverzichtbares werkzeug. ein paar optimierungsvorschläge schlage ich konsequent in den wind, deshalb der punktabzug bei der barrierefreiheit und im mobilen bereich. aber wenn ich an der webseite rumfummel, schleichen sich unweigerlich gelegentlich fehler ein. vieles davon entdecke ich dann mit hilfe der PageSpeed Insights. das werkzeug hält mich quasi auf dem stand der aktuellen best practices. die optimierungen die aus solchen besuchen resultieren kommen auch nicht nur google zugute, sondern jedem besuchenden, sei es eine maschine oder ein mensch.
auch das habe ich schon öfter geschrieben, aber es ist und bleibt eins meiner lieblingsthemen: optimierung auf maschinenlesbarkeit. auch hier ist meine motivation nicht primär eine optimierung für google, sondern eben für alle. wer eins meiner rezepte in eine rezeptverwaltung wirft, sollte ein gutes resultat bekommen. wer will kann die rezepte sogar in mela abonnieren. bing, kagi, perplexity können alle auf die strukturierten daten zugreifen die ich hier an meine beiträge hänge. aber soweit ich das mitbekomme, macht derzeit eigentlich nur google davon gebrauch. ich mag was dabei teilweise rauskommt.
zur optimierung gehört auch darauf zu achten, dass die seite auch ohne css und js funktioniert. das kontrolliere ich auch gelegentlich und versuche die gröbsten fehler wegzuoptimieren, wenn ich welche finde. das würdevolle kaputtgehen oder in webdev-sprech: „graceful degradation“ ist eine der wichtigsten lektionen aus meinem architekturstudium und dem rumwüten in webdesgn-sphären. auch in meiner schreiner ausbildung versuchte ich so zu bauen, dass meine arbeiten auch nach einem einen schlag mit nem hammer noch gut aussehen. mauerwerk altert würdiger als vorhangfassaden, ein massivholztisch würdiger als ein spanplatten-tisch mit dünnen, aufgeleimten furnierkanten. die liste kann man unendlich weiterführen: putz / tapete, geöltes holz / lackiertes holz, parkett / laminat, terrazzo / laminat, verschraubt / verklebt, …
* [ ]) im frontend korrekt rendern.#). sieht vielleicht komisch aus und niemand weiss wozu es dient, gehört aber auf die to-do-liste.… wird fortgesetzt und ergänzt.
beim schockwellenreiter gelesen, dass er am „arbeiterstrand“ am tegeler see war. also dachte ich: das kann ich auch.
heute früh dann mit der U6 und ersatzverkehr nach alt tegel und dann 6 kilometer am see lang gelaufen. mit dem 222er zurück nach alt tegel und dann wieder U6.
heute eine erwachsene frau auf einem erwachsenen-fahrrad mit stützrädern gesehen. und eine andere frau auf dem urnenfriedhof an der seestrasse, die mit zwei katzen gassi ging. eine der katzen war an einer langen schleppleine, die andere lief frei und hielt immer 10-20 meter abstand zur frau und der anderen katze. sie sass mehr oder weniger die ganze zeit auf dem boden oder auf grabsteinen und beobachtete ihre menschenfrau beim abschreiten des friedhofs.
ausserdem gesehen: einen drei meter hohen sonnenblumenbaum an der seestrasse …
… und eine maus, die vor einem kellerfenster rumhing.
heute zum ersten mal verstanden, dass finn tatsächlich eine autovermietung ist und keine eltern, die den namen ihres kindes aufs auto geklebt haben. einerseits ist finn ein geschickterer name als miles, andererseits ist die verwechslungsgefahr gross, wenn jetzt eine andere autovermietung auf die idee kommt sich luca, noah oder felix zu nennen.
ich weiss auch nicht, ob das eine gute idee ist, wenn drogenhändler ihr business auf dem nummernschild annoncieren.
ansonsten hat frida heute früh einen fuchs gejagt. beim fuchs habe ich nicht schnell genug reagiert. aber als vor uns ein eichhörnchen rumsprang, war ich schnell genug und trotz bereits durchdrehender räder an der hinterachse konnte ich frida mit einem einfachen „nein!“ stoppen. möglicherweise hatte ich deshalb den ganzen tag gute laune, trotz des fuchs-incident.
beim nachmittagsspaziergang über das abendessen nachgedacht und auf die idee gekommen mit dem alt werdenden blumenkohl im kühlschrank mal das prinzip dehydrieren/rehydrieren auszuprobieren. also den blumenkohl in kleine röschen zerteilt, eingefettet und 20 minuten im airfryer dehydriert und geröstet. währenddessen aus zwiebeln, karotten und spitzkohl mit roter fertig-curry-paste und kokosmilch ein curry hingeköchelt und dadrin dann den dehydrierten blumenkohl 10 minuten rehydriert. das war sehr lecker und brauchte noch nicht mal sojasauce um unmengen umami bereitzustellen. leider ausversehen aufgegessen, statt mir die hälfte fürs frühstück übrig zu lassen.














