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reich­wei­ten

felix schwenzel in artikel

über den me­t­abe­ne news­let­ter bin ich auf die­ses vi­deo ge­stos­sen, in dem ro­bin thies­mey­er (meta bene), rocko scha­mo­ni und marc-uwe kling über „of­fe­ne so­zia­le Net­ze“ re­den.

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am an­fang zeigt ro­bin eine kur­ze prä­sen­ta­ti­on, in der er sich vor­stellt. ich fand das sehr wit­zig.

… weil ich mi­ni­ma­list bin, als äs­the­ti­sches kon­zept, das ken­nen sie viel­leicht, das is ne sehr an­stren­gen­de art von faul­heit …

der rest war nicht so lus­tig, weil die drei, vier auf der büh­ne, dann über reich­wei­te und mo­ne­ta­ri­sie­rung re­den. über reich­wei­te re­den oder nach­den­ken ist im­mer ir­gend­wie trau­rig. wenn ei­nen kei­ner liest (oder sieht), ist man trau­rig, wenn man merkt dass ein paar leu­te das le­sen oder se­hen was man ins netz ver­öf­fent­licht, ist man auch trau­rig, weil an­de­re ja be­stimmt mehr auf­merk­sam­keit be­kom­men. und wenn man 1000 fol­lower oder abon­nen­ten hat, ist man trau­rig, dass man nicht 2000 hat.

da­mit will ich mich kei­nes­falls über die drei auf der OMG 2MR-büh­ne lus­tig ma­chen, son­dern es ist eine er­fah­rung die ich in den letz­ten 30 jah­ren ge­macht habe. noch trau­ri­ger wird es, wenn dann ne­ben reich­wei­te auch noch über mo­ne­ta­ri­sie­rung ge­spro­chen wird, weil bei­des wahn­sin­nig schwer ist und mit die­sen „of­fe­nen so­zia­len netz­wer­ken“ noch schwe­rer. und wenn man wirk­lich vie­le leu­te er­rei­chen will, muss man sich ge­ge­be­nen­falls auch noch ver­bie­gen und die an­ge­bo­te von ame­ri­ka­ni­schen tech-bu­den in an­spruch neh­men und sich da an ab­sur­de re­geln hal­ten oder mit bü­ro­k­ar­ti­schen bots aus­ein­an­der­set­zen.

wenn mich am mon­tag alex matz­keit in sei­nem pa­nel auf der re­pu­bli­ca fragt, wie es denn da­mals in den frü­hen ta­gen der blogo­sphä­re war, wer­de ich mög­li­cher­wei­se (auch) sa­gen: wir konn­ten uns für eine kur­ze wei­le ein­bil­den viel reich­wei­te und eine ge­wis­se re­le­vanz zu ha­ben. ein­bil­dung des­halb, weil das viel­leicht eine re­la­tiv hohe reich­wei­te war, aber ab­so­lut eher nicht. wir ha­ben halt in un­se­rer bla­se „ge­bloggt“ und ge­le­gent­lich ver­ges­sen, dass un­se­re bla­se ei­gent­lich teil ei­nes rie­si­gen schaum­tep­pichs mit mil­li­ar­den an­de­ren bla­sen ist.

un­se­re blogo­bla­se (viel­leicht ein bes­se­res wort als blogos­hä­re?) hat­te al­ler­dings eine ei­gen­schaft, die die reich­wei­te ver­meint­lich mas­siv er­höh­te: die blogo­bla­se hat­te vie­le schnitt­stel­len mit der jour­na­lis­ten-bla­se. des­halb gab es mul­ti­pli­ka­ti­ons­ef­fek­te und ge­le­gent­lich so­was wie ge­fühl­te re­le­vanz. aber mei­ne the­se ist, dass „wir“, die blog­gen­den men­schen der frü­hen 2000er und 2010er, un­se­rer reich­wei­te aus ei­nem sehr be­grenz­ten um­kreis re­kru­tier­ten.

ir­gend­wann (vor 10 jah­ren) wur­den mal ein paar er­folg­rei­che you­tuber auf die re­pu­bli­ca ein­ge­la­den. als die ihre zu­schau­er- und abon­nen­ten­zah­len nann­ten, fiel den meis­ten blog­gern, min­des­tens mir, die kinn­la­de run­ter. trotz der be­ein­dru­cken­den zah­len der you­tuber wa­ren sie trotz­dem ex­tre­me ni­schen­an­bie­ter. auch die you­tuber-bla­sen wa­ren bei wei­tem nicht so gross, dass mei­ne el­tern ei­nen oder eine von ih­nen je­mals ge­se­hen hät­ten oder freun­de und be­kann­te aus­ser­halb mei­ner in­ter­net-bla­se die kann­ten.

was ich sa­gen will: reich­wei­te ist re­la­tiv. und sehr, sehr schwer zu er­rei­chen und noch schwe­rer zu hal­ten. und mo­ne­ta­ri­sie­rung ist noch schwe­rer. elen­dig viel ar­beit.

was ich auch sa­gen will: ich bin froh dass mir bei­de the­men, reich­wei­te und mo­ne­ta­ri­sie­rung, mitt­ler­wei­le (gröss­ten­teils) völ­lig egal sind. das hat eine sehr ent­spa­nen­de wir­kung. an­de­rer­seits muss ich da­von was ich in der öf­fent­lich­keit ver­an­stal­te auch nicht le­ben.

eay hat heu­te ein zi­tat von jim niel­sen ver­bloggt:

John Gru­ber, quo­ting Walt Dis­ney:

We don’t make mo­vies to make mo­ney; we make mo­ney to make more mo­vies.

Gru­ber’s ver­si­on: don’t make soft­ware to make mo­ney, make mo­ney to make more soft­ware.

My ver­si­on: don’t make web­sites to make mo­ney, make mo­ney to make more web­sites.

das ist ge­nau mein der­zei­ti­ger ar­beits­mo­dus im netz: das was ich hier ver­an­stal­te tue ich nicht um geld zu ver­die­nen, son­dern ich ver­die­ne geld, da­mit ich das hier ma­chen kann. der grund war­um ich an­fing öf­fent­lich zu schrei­ben, zu­erst in ei­nen news­let­ter, dann un­ter mei­ner ei­ge­nen do­main wir­res.net, war mein be­dürf­nis zu schrei­ben. ein be­dürf­nis et­was zu tun, was sich krea­tiv an­fühlt und mich zwingt um und in mich zu schau­en — und das was ich sah in wor­te zu fas­sen.

und das ma­che ich seit­dem. reich­wei­ten und mo­ne­ta­ri­sie­rungs­fra­gen ha­ben mich auf die­ser rei­se ge­le­gent­lich neu­gie­rig ge­macht und ich habe da­mit viel ex­pe­ri­men­tiert, aber die ei­gent­li­che mo­ne­ta­ri­sie­rung kam im­mer aus der lohn­ar­beit.

ich bin dar­über nicht trau­rig, im ge­gen­teil, aber trotz­dem ist es doch trau­rig, dass krea­ti­ve ar­beit mit krea­ti­ver ar­beit al­lein so schwer fi­nan­zier­bar ist. ich glau­be auch nicht dass es da­für te­chi­sche lö­sun­gen gibt. die gibt und gab es schon län­ger, ste­ady, pa­tre­on oder you­tube — und frü­her mal flattr. aber bis auf ganz we­ni­ge aus­nah­men, kön­nen da die we­nigs­ten von le­ben.

vor zwan­zig oder dreis­sig jah­ren hat­ten wir mal die hoff­nung, dass das netz die gate­kee­per da­von­schwemmt und auf­merk­sam­keit de­mo­kra­ti­scher oder ge­rech­ter ver­teilt wer­den könn­te. oder dass die 15 mi­nu­ten fame die uns andy war­hol in den 60ern ver­spro­chen hat, sich durchs netz und neue tech­no­lo­gien ver­viel­fa­chen lies­sen. statt­des­sen ka­men neue gate­kee­per und die kon­ku­renz um die ware auf­merk­sam­keit wird im­mer schär­fer.

ich lie­be wei­ter­hin auf­merk­sam­keit, aber um sie erst­haft zu ver­fol­gen bin ich wahr­schein­lich ein­fach zu müde und zu alt. mir ge­fällt, dass ich die­sen text hier ein­fach raus­rot­zen kann und ihn erst spä­ter, lan­ge nach dem drü­cken des ver­öf­fent­li­chen-knopfs, noch­mal ge­gen­le­se und die gröbs­ten or­tho­gra­phi­schen schnit­zer raus­kor­ri­gie­re.


morgenspaziergang mit just out of bed haaren

#mor­gen­spa­zier­gang mit just out of bed haa­ren


#rp26 app

felix schwenzel in notiert

screenshot der #rp26-app mit einer suche nach „felix schwenzel“

die re­pu­bli­ca-app für die­ses jahr ist draus­sen. das freut mich, weil ich dann jetzt mein #rp26-pro­gram mit der ♥️ funk­ti­on zu­sam­men­kli­cken kann (und die tage hier ver­öf­fent­li­chen kann).

noch mehr wür­de ich mich na­tür­lich freu­en, wenn ganz vie­le mei­nen vor­trag im pro­gramm der app su­chen („fe­lix schwen­zel“) und fin­den und mit ei­nem ♥️ mar­kie­ren wür­den. ich glau­be, in al­ler be­sch­ei­den­heit, dass mein vor­trag die­ses jahr ganz gut sein könn­te. und die­ses jahr is­ser auch nicht am letz­ten re­pu­bli­ca-tag, weil er schon fast fer­tig ist und ich die drei re­pu­bli­ca-tage nicht zum fer­tig­schrei­ben brau­che.


nach­trag: of­fen­bar kann man in die­sem jahr ein­zel­ne ses­si­ons oder ein zu­sam­men­ge­stell­tes #rp26 pro­gramm in die app im­por­tie­ren.

mit die­sem link oder QR code soll­te mei­ne ses­si­on zum mar­kie­ren in die app im­por­tiert wer­den kön­nen.
https://re-pu­bli­ca.com/app-im­port?s=10417


schein­glück

felix schwenzel in notiert

je­der kennt schein­rie­sen: ein rie­se, der im­mer klei­ner wird, je nä­her man ihm kommt.

für mei­ne #rp26-prä­sen­ta­ti­on habe ich mir eine va­ria­ti­on von mi­cha­el en­des wun­der­ba­rem bild aus­ge­dacht: schein­glück

wenn man dem glück hin­ter­her­rennt, des­to grös­ser wird der frust, den man ei­gent­lich zu­rück­las­sen möch­te. gilt auch für alle an­de­ren pro­ble­me, vor de­nen man weg­lau­fen möch­te.

mei­ne prä­sen­ta­ti­on, mein plä­doy­er für op­ti­mis­mus („die welt ist scheis­se — und das ist auch gut so“), fin­det am zwei­ten #rp26-tag statt, am 19.05.2026 von 13:00 bis 13:30 uhr. mei­ne „büh­ne“ ist das so­ge­nann­te en­er­gie­mo­bil, 55" screen und mi­kro­fon und platz für 20 zu­schau­er ist laut spea­k­er-brie­fing vor­han­den.

ich freue mich über je­den der kommt und noch mehr dar­über, dass ich schon 35% des texts fer­tig habe. der rest ist auch fer­tig, den muss ich nur noch auf­schrei­ben.

noch 14 tage bis zur #rp26.



mor­gen­spa­zier­gang 05.04.2026

felix schwenzel in bilder

klei­ne run­de durch das „ju­den­bruch“ wäld­chen in was­sen­berg. die aus holz ge­schnitz­ten ses­sel die über­all rum­stan­den, konn­ten wir uns na­tür­lich nicht als sel­fie-ge­le­gen­hei­ten ent­ge­hen las­sen.


me­t­abe­ne trmnl

felix schwenzel

ich fürch­te ro­bin / @meta_bene wird das für ein sa­kri­leg hal­ten, aber ich bin ehr­lich ge­sagt be­geis­tert da­von, wie gut sich tu­sche auf dem e-pa­per macht. je­den tag ein zu­fäl­li­ges neu­es bild. bei der aus­wahl der 67 bil­der, aus de­nen eine zu­falls­funk­ti­on um mit­ter­nacht ein neu­es bild aus­sucht, war ich wie­der baff, wie gut und in­tel­li­gent die zeich­nun­gen von me­t­abe­ne sind. ich fand die im­mer schon toll und habe auch mal ein ori­gi­nal ge­kauft, aber heu­te war ich wie­der neu be­geis­tert und jetzt vor­aus­sicht­lich auch täg­lich neu.

eine zeichnung von metabene auf meinem neuen trmnl e-paper-display. diese sagt: „immer streiten wir über dasselbe.“ „das gleiche.“
grossaufnahme eines der tusche-vögel.
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ist de­pu­bi­zie­ren bil­dungs­feind­lich?

felix schwenzel in notiert

beim me­di­en­log­gen und beim tra­cken der sen­dung mit der maus von ges­tern, ist mir auf­ge­fal­len, wie ab­surd die pra­xis des de­pu­bli­zie­rens bei un­se­ren öf­fent­lich recht­li­chen sen­dern und de­ren me­dia­the­ken ist.

die sen­dung mit der maus ist mit klas­si­schen track­ing web­sites trakt, imdb oder thetvdb.com kaum sinn­voll zu ver­fol­gen. ein­zig fern­seh­se­ri­en.de hat eine ak­zep­ta­ble über­sicht über die sen­dun­gen mit der maus. wo­bei die ein­zel­nen ein­trä­ge dort auch nur aus ein paar me­ta­da­ten (im­mer­hin gut ge­pflegt) und pres­se­mit­tei­lun­gen der ARD be­stehen.

wie schön wäre es, wenn die per­ma­link­sei­ten ein­zel­ner sen­dun­gen, wie die vom 22.02.2026 tat­säch­lich per­ma­nent wä­ren? statt­des­sen wird die sei­te, zu­sam­men mit dem vi­deo, am 30.03.2026 wie­der ver­schwin­den.

wenn ich es rich­tig ver­ste­he, ha­ben wir in deutsch­land kein öf­fent­li­ches, bzw. im web zu­gäng­li­ches ar­chiv des deut­schen fern­se­hens (und der sen­dung mit der maus), weil ver­le­ger und kom­mer­zie­le un­ter­hal­tungs und in­for­ma­ti­ons­an­bie­ter der mei­nung sind, dass so­was schlecht für ihr ge­schäfts­mo­dell sei. der po­li­ti­sche kom­pro­miss, der hier be­steht, be­deu­tet, dass ein dau­er­haf­tes ar­chiv ge­setz­lich aus­drück­lich un­ter­sagt ist, weil die öf­fent­lich recht­li­chen sonst den markt un­an­ge­mes­sen be­ein­trächt­gen wür­den. na gut, es gibt auch noch rech­te­fra­gen, da eine sen­dung mit der maus in den acht­zi­gern wahr­schein­lich nur die rech­te mit den au­toren, mo­de­ra­to­ren oder kom­po­nis­ten der mu­sik für die tv-aus­strah­lung ge­klärt hat.

aber trotz­dem, wie ab­surd: ein kul­tur­gut wie „die sen­dung mit der maus“, das von der ge­sell­schaft mit fern­seh­ge­büh­ren fi­nan­ziert wur­de, ist für die ge­sell­schaft di­gi­tal nicht als ar­chiv ver­füg­bar. was für eine bil­dungs­lü­cke, bzw. was für ein schatz das wäre, stün­de uns eine ge­pfleg­te bi­blio­thek der fern­seh­ge­schich­te zur ver­fü­gung, statt ge­le­gent­lich pri­vat auf you­tube hoch­ge­la­de­ner schnip­sel aus der öf­fent­lich recht­li­chen his­to­rie.

das ist na­tür­lich auch be­son­ders ab­surd, wenn es jetzt po­li­ti­sche am­bi­tio­nen gibt so­cial me­dia für jun­ge men­schen zu ver­bie­ten, aber gleich­zei­tig edu­ca­tio­nal me­dia für jun­ge men­schen auch nicht so rich­tig zu er­lau­ben. ich weiss dass ein ar­chiv des öf­fent­lich recht­li­chen fern­se­hen kei­ne al­ter­na­ti­ve zu so­cial me­dia ist, aber es wäre ein zei­chen: bil­dung ist uns als ge­sell­schaft so wich­tig, dass kom­mer­zi­el­le in­ter­es­sen die­sem ziel nicht im weg ste­hen dür­fen. statt­des­sen lau­tet das si­gnal: bil­dung gibt’s nur hin­ter be­zahl­schran­ken, als abo, als in-app-kauf. wir wol­len die wirt­schaft nicht mit öf­fent­lich-recht­li­chen-in­hal­ten schwä­chen und neh­men da­für in kauf, das bil­dungs­ni­v­au der ge­sell­schaft zu schwä­chen.


foto einer öffentlichen toilette im frühen morgengrauen. das licht aus den beiden offenen pissoir-kabinen scheint einladend auf einen schneebedeckten hohlweg

scheiss­haus

früh mor­gens und bei die­ser wit­te­rung wir­ken die­se öf­fent­li­chen toi­let­ten bei­na­he ein­la­dend und ge­müt­lich.


4:50 h, -2° C

nachtbild des johann frenken wegs in karken, es ist neblig und es liegt raureif, die strassenlaternen beleuchten den nebel.

jo­hann fren­ken weg in kar­ken um kurz vor fünf uhr mor­gens

nachtbild des sehr leeren und stillen tichelkamp in karken, es ist neblig und es liegt raureif, die strassenlaternen beleuchten den nebel.

ti­chel­kamp in kar­ken um kurz vor fünf uhr mor­gens


ein entspannter teddybär sitzt vor einer gartenaube

wenn zu weih­nach­ten alle so ent­spannt sind, dann kann ja ei­gent­lich nichts mehr schief­ge­hen.


aus dem ma­schi­nen­raum des spie­gel

felix schwenzel in artikel

ge­le­gent­lich kli­cke ich auf spie­gel-on­line auf ei­nen vi­deo-bei­trag (heu­te auf die­sen). in der re­gel spielt das vi­deo 3 se­kun­den, dann wird eine wer­bung ein­ge­blen­det. das funk­tio­niert manch­mal, manch­mal nicht, was ge­ge­be­nen­falls an mei­nen ad-blo­cker (pi­ho­le) lie­gen könn­te. (ich habe spie­gel-on­line seit > 3 jah­ren als abo.)

heu­te for­der­te der spie­gel mich auf: „wäh­le dei­ne wer­bung“

screenshot einer video-seite von spiegel.de, auf der im video-player dazu aufgefordert wird eine werbung von dreien zu „wählen“

ich wür­de na­tür­lich vor­zie­hen kei­ne wer­bung zu se­hen und wäh­rend ich vor dem vi­deo-play­er sit­ze und über­le­ge was ich wäh­len soll und was ich von wer­bung auf web­sei­ten hal­te, für die ich mo­nat­lich eine abo­ge­bühr zah­le, ent­sch­ei­det der spie­gel, bzw. sein vi­deo­dienst­leis­ter jwp­con­na­tix.com, selbst wel­che wer­bung ich se­hen möch­te, über­springt die wer­bung dann aber und zeigt mir den ei­gent­li­chen clip.

weil ich auch ge­ra­de mit such­ma­schi­nen ex­pe­ri­men­tie­re, schau ich mir an, was der spie­gel such­ma­schi­nen zu sei­nem vi­deo er­zählt. das sieht man zum bei­spiel hier, im sche­ma.org va­li­da­tor. als me­di­en­ob­jekt gibt der spie­gel in sei­nem ma­schi­nen­les­ba­ren json-ld-schnip­sel an:

https://cdn.jw­play­er.com/ma­ni­fests/jyV­cLnFm.m3u8

zu­fäl­li­ger­wei­se lässt sich mit die­ser play­list das vi­deo dann wer­be­frei an­se­hen. das ist schon ein biss­chen ge­mein, dass der spie­gel vor­bei­kom­men­den ma­schi­nen und bots sagt: hier schau mal die­se vi­deo ohne wer­bung an und abo­nenn­ten und nicht­zah­lern sagt: war­te mal kurz ein paar mi­nu­ten mit die­ser wer­bung, be­vor du dir un­ser 2 mi­nu­ten vi­deo an­guckst.

spie­gel le­ser wis­sen mehr, bots die spie­gel on­line be­su­chen wis­sen noch mehr.


der spie­gel bie­tet für 2,00 €/mo­nat auch eine „Wer­be­frei-le­sen-Op­ti­on“ an. aus neu­gier hab ich die mal da­zu­ge­bucht. da­mit ver­schwin­det tat­säch­lich die wer­be­ver­un­rei­ni­gung auch aus den vi­de­os.

screenshot meiner spiegel abos (spiegel+ seit 30.07.2022 iund werbefrei-lesen-option seit 30.11.2025)

mor­gen­spa­zier­gang 30.11.2025

felix schwenzel in bilder

heu­te kam die son­ne beim mor­gen­spa­zier­gang ge­le­gent­lich raus, es war mild und et­was spä­ter als sonst. ob­wohl ich früh im bett war, bin ich erst um halb acht auf­ge­wacht. aus­ge­schla­fen seh ich trotz­dem nicht aus, aber ich war bei der bild­haue­rin. acht ki­lo­me­ter ge­lau­fen.

selfie vom 30.11.2025 mit weniger gewuschel auf meinem kopf.

sel­fie mit we­ni­ger ge­wu­schel auf dem kopf.

screenshot des „trinings“ heute früh (8 kilometer)
ap­ple watch auf­zeich­nung un­se­res spa­zier­gangs heu­te

die bld­haue­rin wies mich dar­auf hin, dass ich ei­gent­lich ein rich­ti­ges vor­her nach­her pos­ten müss­te. sie hat, wie im­mer, recht.


foto eines werbeplakats auf dem alle feiertage 2026 und deren brückentage notiert sind

manch­mal ist wer­bung nütz­lich: gleich die brü­cken­tags­ur­lau­be 2026 be­an­tragt.




mor­gen­spa­zier­gang 19.10.2025

felix schwenzel in bilder

ei­gent­lich woll­te ich heu­te mal wie­der nach froh­nau fah­ren und dann mit fri­da durch den te­ge­ler forst nach alt-te­gel lau­fen und von dort mit der wie­der fah­ren­den u-bahn zu­rück nach hau­se.

lei­der war an der born­hol­mer stras­se wie­der un­ver­ständ­li­ches er­satz­ver­kehr-cha­os, wes­halb wir dann durch den prenz­lau­er berg, durch den mau­er­park zu­rück zum na­tur­kun­de­mu­se­um ge­lau­fen sind.

so sind wir 6 ki­lo­me­ter, qua­si um den fer­seh­turm ge­lau­fen. ich freue mich im­mer, wenn der fern­seh­turm mich an­lä­chelt und fo­to­gra­fie­re ihn dann. lei­der sieht man auf den fo­tos das lä­cheln des fern­seh­turms nicht.

an der ber­nau­er stras­se, an der „ka­pel­le der ver­söh­nung“ sa­hen wir dann wie sich die glöck­ner und eine glöck­ne­rin die glo­cken und sich zum läu­ten vor­be­rei­te­ten und ent­schie­den uns das an­zu­se­hen. wir muss­ten 8 mi­nu­ten war­ten, bis punkt 10:15 uhr, bis sie an­fin­gen zu lä­ten. das ging dann gut 5 mi­nu­ten (ein höl­len­lärm) und weil das vi­deo fast 1 gi­ga­byte gross ist, habe ich es bei you­tube hoch­ge­la­den statt hier lo­kal aus­zu­spie­len. ich fin­de die neue ka­me­ra hat das spek­ta­kel ganz gut ein­ge­fan­gen.

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das sind die port­trait-va­ri­an­ten, die mei­ne neue ka­me­ra im sel­fie mo­dus an­bie­tet

wenn ich das so an­gu­cke, den­ke ich, ich soll­te schwarz weiss wer­den, am bes­ten high-key-schwarz-weiss. steht mir re­la­tiv schmei­chelnd und hebt die au­gen aus dem ge­sicht. das zeigt auch die­ses foto, wel­ches das kind vor ein paar jah­ren von uns ge­macht hat — al­ler­dings ohne KI un­ter­stüt­zung, son­dern ganz ana­log.



sha­ring

felix schwenzel in notiert

vor ei­ni­gen jah­ren wa­ren blogs voll mit but­tons. er­freut ha­ben die­se but­tons aber vor al­lem die platt­for­men die sie an­bo­ten, weil sie je­der ein­ge­bau­te share but­ton wert­vol­le da­ten sam­meln liess. der hei­se ver­lag hat als work­around da­mals „sha­riff“ ge­baut: „So­cial-Me­dia-But­tons mit Da­ten­schutz“.

mir ge­fiel sha­riff da­mals nicht, weil es wei­ter die but­tons der platt­for­men ein­bau­te, nur eben erst nach zu­stim­mung per schie­be­schal­ter. des­halb hat­te ich auf mei­nem al­ten wir­res.net die­se but­tons, die an­de­re auf­for­der­ten bei ge­fal­len mei­nen In­halt wei­ter­zu­ver­brei­ten, selbst ge­baut.

mitt­ler­wei­le bin ich der über­zeu­gung, dass (so gut wie) nie­mand die­se but­tons über­haupt be­nutzt. sie sind mehr oder we­ni­ger nutz­lo­ses de­kor. für die­ses In­kar­na­ti­on von wir­res.net, seit dem ich auf kir­by um­ge­stie­gen bin, hab ich mir nicht die mühe ge­macht sol­che but­tons ein­zu­bau­en. und wahr­schein­lich zu recht.

in den letz­ten zwei ta­gen habe ich von un­ter­wegs ins in­ter­net ge­schrie­ben. aus tech­ni­schen und or­ga­ni­sa­to­ri­schen grün­den habe ich dar­auf ver­zich­tet mei­ne bei­trä­ge selbst auf so­cial me­dia (mast­odons und blues­ky) zu tei­len. ge­scha­det hat es den bei­tra­gen nicht. min­des­tens ei­ner wur­de mehr­fach mit 💩 aus­ge­zeich­net, was mich aus un­er­find­li­chen grün­den im­mer noch hoch­er­freut.

je­den­falls hab ich mir ge­dacht: viel­leicht sind die­se gan­zen be­mü­hun­gen leu­te zum tei­len und li­ken zu in­spi­rie­ren für die katz? viel­leicht ist es das bes­te, wenn ich mich ein­fach dar­auf kon­zen­trie­re hier ins in­ter­net zu schrei­ben und gut ist. was hier ist, ist da. und im rss is­ses eh.

an­de­rer­seits wer­de ich wohl wei­ter bei­trä­ge von hier auch auf so­cial me­dia pos­ten. dort sind die bei­trä­ge gute an­knüp­fungs­punk­te für kon­ver­sa­tio­nen und es gibt be­stimmt fol­lower, die mei­nem rss nicht fol­gen oder wir­res.net nicht wö­chent­lich be­su­chen, um zu schau­en ob es et­was neu­es oder gar in­ter­es­san­tes hier gibt.

wenn ich jetzt fra­gen wür­de: „und was meint ihr?“ müss­te ich die­sen bei­trag ei­gent­lich auch auf mast­odons und blues­ky tei­len, da­mit man auch dort ant­wor­ten kann. mach ich aber nicht. wer ant­wor­ten will, fin­det be­stimmt auch an­de­re oder bes­se­re mög­lich­kei­ten.


se­maglut­id tag 51

felix schwenzel in semaglutid

zeit für ein klei­nes zwi­schen­fa­zit nach > 50 ta­gen se­maglut­id.

  • das zeug funk­tio­niert wie ich es mir ge­wünscht habe: es bremst mei­nen ap­pe­tit so dass ich we­ni­ger esse, ohne das ge­fühl zu ha­ben zu ver­zich­ten.
  • mei­ne lust auf süs­sig­kei­ten ist er­lo­schen.
  • ich kannn mit se­maglut­id auch mein ge­wicht hal­ten, ein­fach in­dem ich et­was mehr esse.
  • ob ich das auch ohne se­maglut­id kann wird sich zei­gen und ist zu­min­dest nach stu­di­en­la­ge eher un­wahr­schein­lich.
  • ich sprit­ze seit 3 wo­chen statt alle 7 tage nur alle 8 tage. letz­te wo­che hab ich so­gar 10 tage ge­war­tet (aus­ver­se­hen), aber mein ap­pe­tit war wei­ter ge­zü­gelt. das weckt zu­min­dest mei­ne hoff­nung, dass ich zum ge­wicht hal­ten sehr nied­rig, oder gar nahe null do­sie­ren könn­te.
  • ein­zi­ge spür­ba­re ne­ben­wir­kung, ist eine stark zu­rück­ge­gan­ge­ne ver­dau­ungs­tä­tig­keit und (ge­le­gent­lich) an­sät­ze von ver­stop­fung.
  • mein ge­sicht fällt ein biss­chen zu­sam­men, ge­ge­be­nen­falls soll­te ich ge­sichts­mus­kel­trai­ning ma­chen?
  • der gür­tel den ich seit 30 jah­ren be­nut­ze hat 5 lö­cher. in den letz­ten 30 jah­ren habe ich die ers­ten drei be­nutzt. seit zwei wo­chen be­nut­ze ich das vier­te.
  • ich habe in mei­nem le­ben nur ei­nen gür­tel be­ses­sen und be­nut­ze den im­mer noch. vor­her habe ich ho­sen­trä­ger be­nutzt. da­von hat­te ich ziem­lich vie­le.
  • in vi­deo­kon­fe­ren­zen nut­ze ich ge­le­gent­lich ein vi­deo als hin­ter­grund, in dem ich im hin­ter­grund vor­bei­lau­fe. da­mals noch mit > 110 kilo. das vi­deo ist in vi­deo­kon­fe­ren­zen re­la­tiv wit­zig. als ich es ges­tern noch­mal ak­ti­vier­te, fiel mir auf, dass ich mich äus­ser­lich merk­lich ver­än­dert habe.
  • das se­maglut­id, bzw. das oz­em­pic das ich ver­schrie­ben be­kom­men habe, hat ca. 300 euro ge­kos­tet. ich habe in 51 ta­gen bis­her sie­ben mal ge­spritzt und habe noch 8 do­sen wenn ich be­den­ke was ich in der zeit an le­bens­mit­teln ge­spart habe, ist das auch mit selbst­zah­lung eher güns­tig (3,00€/tag).
  • es ist prak­tisch sa­chen aus dem klei­der­schrank wie­der an­zie­hen zu kön­nen, die vor­her zu eng wa­ren. ich mag es seit frü­hes­ter kind­heit ger­ne an­ziehs­sa­chen und schu­he so lan­ge zu tra­gen, bis es nicht mehr geht. ich habe jetzt wie­der sehr viel mehr kla­mot­ten zum auf­tra­gen zur ver­fü­gung. auch ein kos­ten­fak­tor.
  • ich soll­te mir viel­leicht noch­mal ho­sen­trä­ger kau­fen.
  • fri­da ist das al­les scheiss­egal
  • ich habe ein al­ko­hol­frei­es bier ge­fun­den, das ich tat­säch­lich mag: krom­ba­cher wei­zen al­ko­hol­frei.
  • eine hun­dert vor dem kom­ma, zum ers­ten mal seit sehr, sehr lan­ger zeit
  • fri­da wiegt im­mer 8,5 kilo, kon­stant. ich muss­te eben dar­an den­ken, dass ich mehr als eine fri­da ab­ge­nom­men habe, viel­leicht sind zwei fri­das ab­zu­neh­men dann auch ge­nug.
selfie mit frida bei uns im flur.

19.09.2025; noch ein nach­trag, hier.



mor­gen­spa­zier­gang, blut, ta­ge­buch 04.09.2025

felix schwenzel in bilder

fri­da trägt jetzt seit fast zwei wo­chen ver­band. der wur­de zwar re­gel­mäs­sig ge­wech­selt, aber ges­tern hum­pel­te sie mit dem ver­band ein biss­chen. wir ver­mu­te­ten das der ver­band zu eng war oder sich ir­gend­was un­an­ge­nehm ver­scho­ben hat­te und wech­sel­ten den ver­band selbst, statt es eine tier­ärz­tin ma­chen zu las­sen (was 50 € kos­tet). da­nach lief sie wie­der wie eine eins. sie er­trägt den ver­band hel­din­nen­haft, ob­wohl sie ihn scheis­se fin­det.

frida bei einer kurzen pause beim morgenspaziergang. sie trägt selbstgemachte gummistiefl aus einweghanschuhen und beobachtet interessiert zwei enten.
fri­da beim mor­gen­spa­zier­gang (kur­ze pau­se)

über dem ver­band trägt fri­da ei­nen selbst­ge­machtn „gum­mi­stie­fel“ aus zwei ein­weg-hand­schu­hen.


die­ser mast der uns beim mor­gen­sp­zier­gang be­geg­ne­te, er­in­ner­te mich, zu­min­dest sei­ne re­flek­ti­on, an die­se auf­ge­bla­se­nen wa­ckel­männn­chen (sky­dan­cer).


nach­dem wir mit fri­da drei (oder vier­mal) in der glei­chen tier­arzt­pra­xis wa­ren, ent­schied sich die bei­fah­re­rin am nach­mit­tag spon­tan doch zu un­se­rem „al­ten“ tier­arzt wies­ner zu ge­hen. wir sind uns noch nicht si­cher ob die gran­ne jetzt nach fast zwei wo­chen so weit an den wund­aus­gang ge­wan­dert ist oder ob der wies­ner ein­fach bes­ser ist als die ärz­tin­nen der vor­he­ri­gen pra­xis, je­den­falls zog der as­sis­tent vom wies­ner die gran­ne nach 10 se­kun­den aus fri­das wun­de am hand­ge­lenk raus. weils blu­tig ist, gibt’s das bild, von dem blu­ti­gen fremd­kör­per, der zwei wo­chen in fri­das rech­tem hand­ge­lenk steck­te, erst nach die­sem klick.


mein gewicht vom 1. juli bis heute, man sieht den graphen letzte woche steigen, aber sonst fällt er

nach­dem ich eine wo­che mein ge­wicht ge­hal­ten habe (der graph täuscht ein biss­chen weil ich mich eine wo­che lang nur tags­über wie­gen konn­te, nicht wie sonst mor­gens nach dem auf­ste­hen/spa­zier­gang), fällt es jetzt wie­der. heu­te zum ers­ten mal eine 102 auf der waa­ge ge­se­hen, auch wenn die noch nah an der 103 ist.

ich er­zäh­le nicht nur hier un­ge­fragt von mei­nen se­maglut­id- und er­näh­rungs-ex­pe­ri­men­ten, auch wenn freun­din­nen mit mir small talk ma­chen wol­len. anne rief mich ei­gent­lich an, weil ich mich ja an­geb­lich in die­sem in­ter­net aus­ken­ne und ob ich viel­leicht tipps hät­te, wo sich ein be­kann­ter von ihr als „brand stra­te­gist“ be­wer­ben kön­ne. da weiss ich nu wirk­lich nichts zu (viel­li­eicht der eine le­ser oder die an­de­re le­se­rin?), also hin­gen wir an ihre fra­ge noch et­was small­talk. als ich von mei­nen se­maglut­id/oz­em­pic er­fah­run­gen er­zähl­te, sag­te sie dass sie selbst ge­ra­de mus­kel­auf­bau be­rei­be und sie mit ca­lis­the­nics ganz er­folg­reich wäre und in­ner­halb we­ni­ger wo­chen statt der an­ge­peil­ten 700 gramm fast ein kilo an mus­kel­mas­se im ober­kör­per auf­ge­baut habe. sie wür­de die app bet­ter me be­nut­zen.

die hab ich mir dann im an­schluss auch an­ge­se­hen und war er­schüt­tert über die dark pat­tern, mit der mich die app un­ent­wegt zum (kos­ten­pflich­ti­gen) abo be­we­gen woll­te. ganz am an­fang, das ers­te an­ge­bot war schon hin­ter­häl­tig, ohne pro­be­wo­che und ohne abo-er­in­ne­run­gen war das abo 10 € teu­rer. das habe ich dann trotz­dem ge­wählt. der trai­ning­plan, den mir die app dann er­stell­te, war mit viel zu alar­mis­tisch und pa­ter­na­lis­tisch, die übungs­vi­de­os zu eu­pho­risch und der um­gangs­ton der app zu mi­li­tä­risch, di­zi­plin-fo­kus­siert. also hab ich das pro­be­abo gleich wie­der vor­sorg­lich ge­kün­digt, um dann beim nächs­ten be­such der app gleich das nächs­te an­ge­bot prä­sen­tiert zu be­kom­men: nur 22 statt 130 euro für das jah­res­abo. das an­ge­bot sei nur noch 30, 29, 28 … se­kun­den gül­tig. da war es mir end­gül­tig zu dumm und ver­warf das an­ge­bot. bis ende des mo­nats schau ich mir jetzt noch ein paar übun­gen an — und neh­me mir vor sie auch täg­lich zu ma­chen, aber emp­feh­len möch­te ich bet­ter me wirk­lich nicht.

screenshot der better me app, die mich unter zeitdruck dazu bringen will ein abo-„sonderangebot“ abzuschliessen

feed­back loops

felix schwenzel in über wirres

ich habe über jah­re li­kes, ret­weets/re­posts oder shares von bei­trä­gen hier auf wir­res.net ge­sam­melt und lo­kal in json-da­tei­en ge­spei­chert. vor ei­ner wei­le hat­te ich die auch re­ak­ti­viert, bzw. de­ren an­zei­ge un­ter den al­ten ar­ti­keln ak­ti­viert. ob­wohl die­se si­gna­le so­zu­sa­gen ei­nen his­to­ri­schen wert ha­ben, hat­te ich das ge­fühl dass sie nicht mehr nach­voll­zieh­bar oder an­ge­mes­sen sind. frü­her ka­men die­se si­gna­le vor al­lem von zwei platt­for­men, die ich schon län­ger nicht mehr nut­ze: twit­ter und face­book. ich fand die ar­ti­kel­rang­lis­ten, die ich mit die­sen his­to­ri­schen si­gna­len er­stell­te, auch nicht wirk­lich hilf­reich und ver­zer­rend. also hab ich die­se his­to­ri­schen so­cial me­dia si­gna­le wie­der de­ak­ti­viert.

die si­gna­le die ich noch ein­samm­le sind die li­kes von in­sta­gram, so­wie die li­kes, re­posts und kom­men­ta­re von mast­o­don und blues­ky. das funk­tio­niert na­tür­lich nur, wenn ich die bei­trä­ge je­weils dort ver­öf­fent­licht oder an­ge­teasert habe. aus­ser­dem gibt’s (auf der ar­ti­kel-bei­la­ge) eine kom­men­tar­funk­ti­on und seit ein paar wo­chen auch ei­nen shit vote („i like that shit“) de­ren idee ich mir von den toast vo­tes der bear blogs ab­ge­schaut habe.

über die nütz­lich­keit oder gar re­le­vanz sol­cher si­gna­le kann man na­tür­lich strei­ten. man könn­te ar­gu­men­tie­ren, dass sol­che feed­back loops dazu ani­mie­ren ge­fäl­li­ger zu schrei­ben. die­ses ar­gu­ment mei­ne ich auch schon öf­ter in be­zug auf page-coun­ter oder be­su­cher-sta­tis­ti­ken ge­hört zu ha­ben, hal­te es aber für quatsch. die ent­schei­dung so zu schrei­ben, dass es mög­lichst vie­len leu­ten ge­fällt, mög­lichst vie­le klicks oder li­kes ge­ne­riert ist ja eher kon­zep­tio­nell.

man ent­schei­det sich ent­we­der et­was mit ei­ner brei­ten ziel­grup­pe zu ma­chen, sich an ein mas­sen­pu­bli­kum zu rich­ten oder eben ge­ra­de nicht.

statt ein logo mit ei­nem ka­cken­den hund zu be­nut­zen, statt klein­schrei­bung und schlam­pi­ger or­tho­gra­phie und zei­chen­set­zung, könn­te ich mei­ne web­sei­te auch „das könn­te dir nicht ge­fal­len“ un­ter­ti­teln. in die­sem sin­ne habe ich die­se sei­te auch lan­ge zeit „fach­blog für ir­rele­vanz“ ge­nannt. die ab­schre­ckung von le­sern auf den ers­ten blick ist teil des kon­zepts die­ser web­sei­te. das än­dert nichts dar­an, dass ich mich trotz­dem da­für in­ter­es­sie­re wie und ge­ge­be­nen­falls war­um das was ich hier schrei­be und zei­ge re­zi­piert wird.

um­ge­kehrt wür­de ich mich freu­en, wenn ein rei­bungs­frei­er, bar­rie­re­ar­mer toast, like oder wha­te­ver but­ton über­all in blogs vor­han­den wäre, wo man ein­fach per klick, ohne an­mel­dung, ohne kom­pli­ka­tio­nen ein „ge­fällt mir“ oder eine ap­plaus-ges­te hin­ter­las­sen kann. ok, ich gebe zu, eine hür­de hat auch mei­ne shit/like-but­ton im­ple­men­tie­rung: ja­va­script muss ak­ti­viert sein, da­mit es funk­tio­niert.

die aus­wer­tung die­ser si­gna­le ist aber höchst­wahr­schein­lich nicht nur für mich in­ter­es­sant, ich kann mir auch vor­stel­len das es für an­de­re hilf­reich sein kann zu se­hen, was in den text- und bild­wüs­ten die ich hier (wie­der) täg­lich pro­du­zie­re von in­ter­essanz sein könn­te.

des­halb habe ich mei­ne /top sei­te ge­baut, die alle bei­trä­ge lis­tet die mehr als 10 li­kes be­kom­men ha­ben.

wenn man die schwel­le hö­her legt und nach be­trä­gen mit > 25 li­kes fil­tert, be­kommt man 11 sei­ten oder un­ge­fährt 250 bei­trä­ge, die bis 2012 zu­rück­rei­chen. 2025 habe ich 7 bei­trä­ge ver­fasst die die­se auf­merk­sam­keits­schwel­le über­schrit­ten ha­ben. für die nach > 10 li­kes ge­fil­ter­te ver­si­on die­ser web­sei­te gibt’s na­tür­lich auch ei­nen rss feed, der bei­trä­ge dann zeit­ver­setzt und ge­fil­tert lie­fert. (mehr bei­trags-sta­tis­ti­ken fin­det man üb­ri­gens auf der rück­sei­te)

ich bin mitt­ler­wei­le in ei­nem flow, in dem ich auch ohne je­des feed­back oder be­su­cher­sta­tis­tik wei­ter­ma­chen wür­de und mei­ne ge­dan­ken, bil­der oder er­leb­nis­se hier fest­hal­ten wür­de, so wie ich auch ohne fri­da wei­ter durch die stadt spa­zie­ren wür­de. aber mit hund, mit ein we­nig ap­plaus, macht es mehr spass und in­spi­riert und öff­net neue per­spek­ti­ven.