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mor­gen­spa­zier­gang 05.04.2026

felix schwenzel in bilder

klei­ne run­de durch das „ju­den­bruch“ wäld­chen in was­sen­berg. die aus holz ge­schnitz­ten ses­sel die über­all rum­stan­den, konn­ten wir uns na­tür­lich nicht als sel­fie-ge­le­gen­hei­ten ent­ge­hen las­sen.


me­t­abe­ne trmnl

felix schwenzel

ich fürch­te ro­bin / @meta_bene wird das für ein sa­kri­leg hal­ten, aber ich bin ehr­lich ge­sagt be­geis­tert da­von, wie gut sich tu­sche auf dem e-pa­per macht. je­den tag ein zu­fäl­li­ges neu­es bild. bei der aus­wahl der 67 bil­der, aus de­nen eine zu­falls­funk­ti­on um mit­ter­nacht ein neu­es bild aus­sucht, war ich wie­der baff, wie gut und in­tel­li­gent die zeich­nun­gen von me­t­abe­ne sind. ich fand die im­mer schon toll und habe auch mal ein ori­gi­nal ge­kauft, aber heu­te war ich wie­der neu be­geis­tert und jetzt vor­aus­sicht­lich auch täg­lich neu.

eine zeichnung von metabene auf meinem neuen trmnl e-paper-display. diese sagt: „immer streiten wir über dasselbe.“ „das gleiche.“
grossaufnahme eines der tusche-vögel.
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ist de­pu­bi­zie­ren bil­dungs­feind­lich?

felix schwenzel in notiert

beim me­di­en­log­gen und beim tra­cken der sen­dung mit der maus von ges­tern, ist mir auf­ge­fal­len, wie ab­surd die pra­xis des de­pu­bli­zie­rens bei un­se­ren öf­fent­lich recht­li­chen sen­dern und de­ren me­dia­the­ken ist.

die sen­dung mit der maus ist mit klas­si­schen track­ing web­sites trakt, imdb oder thetvdb.com kaum sinn­voll zu ver­fol­gen. ein­zig fern­seh­se­ri­en.de hat eine ak­zep­ta­ble über­sicht über die sen­dun­gen mit der maus. wo­bei die ein­zel­nen ein­trä­ge dort auch nur aus ein paar me­ta­da­ten (im­mer­hin gut ge­pflegt) und pres­se­mit­tei­lun­gen der ARD be­stehen.

wie schön wäre es, wenn die per­ma­link­sei­ten ein­zel­ner sen­dun­gen, wie die vom 22.02.2026 tat­säch­lich per­ma­nent wä­ren? statt­des­sen wird die sei­te, zu­sam­men mit dem vi­deo, am 30.03.2026 wie­der ver­schwin­den.

wenn ich es rich­tig ver­ste­he, ha­ben wir in deutsch­land kein öf­fent­li­ches, bzw. im web zu­gäng­li­ches ar­chiv des deut­schen fern­se­hens (und der sen­dung mit der maus), weil ver­le­ger und kom­mer­zie­le un­ter­hal­tungs und in­for­ma­ti­ons­an­bie­ter der mei­nung sind, dass so­was schlecht für ihr ge­schäfts­mo­dell sei. der po­li­ti­sche kom­pro­miss, der hier be­steht, be­deu­tet, dass ein dau­er­haf­tes ar­chiv ge­setz­lich aus­drück­lich un­ter­sagt ist, weil die öf­fent­lich recht­li­chen sonst den markt un­an­ge­mes­sen be­ein­trächt­gen wür­den. na gut, es gibt auch noch rech­te­fra­gen, da eine sen­dung mit der maus in den acht­zi­gern wahr­schein­lich nur die rech­te mit den au­toren, mo­de­ra­to­ren oder kom­po­nis­ten der mu­sik für die tv-aus­strah­lung ge­klärt hat.

aber trotz­dem, wie ab­surd: ein kul­tur­gut wie „die sen­dung mit der maus“, das von der ge­sell­schaft mit fern­seh­ge­büh­ren fi­nan­ziert wur­de, ist für die ge­sell­schaft di­gi­tal nicht als ar­chiv ver­füg­bar. was für eine bil­dungs­lü­cke, bzw. was für ein schatz das wäre, stün­de uns eine ge­pfleg­te bi­blio­thek der fern­seh­ge­schich­te zur ver­fü­gung, statt ge­le­gent­lich pri­vat auf you­tube hoch­ge­la­de­ner schnip­sel aus der öf­fent­lich recht­li­chen his­to­rie.

das ist na­tür­lich auch be­son­ders ab­surd, wenn es jetzt po­li­ti­sche am­bi­tio­nen gibt so­cial me­dia für jun­ge men­schen zu ver­bie­ten, aber gleich­zei­tig edu­ca­tio­nal me­dia für jun­ge men­schen auch nicht so rich­tig zu er­lau­ben. ich weiss dass ein ar­chiv des öf­fent­lich recht­li­chen fern­se­hen kei­ne al­ter­na­ti­ve zu so­cial me­dia ist, aber es wäre ein zei­chen: bil­dung ist uns als ge­sell­schaft so wich­tig, dass kom­mer­zi­el­le in­ter­es­sen die­sem ziel nicht im weg ste­hen dür­fen. statt­des­sen lau­tet das si­gnal: bil­dung gibt’s nur hin­ter be­zahl­schran­ken, als abo, als in-app-kauf. wir wol­len die wirt­schaft nicht mit öf­fent­lich-recht­li­chen-in­hal­ten schwä­chen und neh­men da­für in kauf, das bil­dungs­ni­v­au der ge­sell­schaft zu schwä­chen.


foto einer öffentlichen toilette im frühen morgengrauen. das licht aus den beiden offenen pissoir-kabinen scheint einladend auf einen schneebedeckten hohlweg

scheiss­haus

früh mor­gens und bei die­ser wit­te­rung wir­ken die­se öf­fent­li­chen toi­let­ten bei­na­he ein­la­dend und ge­müt­lich.


4:50 h, -2° C

nachtbild des johann frenken wegs in karken, es ist neblig und es liegt raureif, die strassenlaternen beleuchten den nebel.

jo­hann fren­ken weg in kar­ken um kurz vor fünf uhr mor­gens

nachtbild des sehr leeren und stillen tichelkamp in karken, es ist neblig und es liegt raureif, die strassenlaternen beleuchten den nebel.

ti­chel­kamp in kar­ken um kurz vor fünf uhr mor­gens


ein entspannter teddybär sitzt vor einer gartenaube

wenn zu weih­nach­ten alle so ent­spannt sind, dann kann ja ei­gent­lich nichts mehr schief­ge­hen.


aus dem ma­schi­nen­raum des spie­gel

felix schwenzel in artikel

ge­le­gent­lich kli­cke ich auf spie­gel-on­line auf ei­nen vi­deo-bei­trag (heu­te auf die­sen). in der re­gel spielt das vi­deo 3 se­kun­den, dann wird eine wer­bung ein­ge­blen­det. das funk­tio­niert manch­mal, manch­mal nicht, was ge­ge­be­nen­falls an mei­nen ad-blo­cker (pi­ho­le) lie­gen könn­te. (ich habe spie­gel-on­line seit > 3 jah­ren als abo.)

heu­te for­der­te der spie­gel mich auf: „wäh­le dei­ne wer­bung“

screenshot einer video-seite von spiegel.de, auf der im video-player dazu aufgefordert wird eine werbung von dreien zu „wählen“

ich wür­de na­tür­lich vor­zie­hen kei­ne wer­bung zu se­hen und wäh­rend ich vor dem vi­deo-play­er sit­ze und über­le­ge was ich wäh­len soll und was ich von wer­bung auf web­sei­ten hal­te, für die ich mo­nat­lich eine abo­ge­bühr zah­le, ent­sch­ei­det der spie­gel, bzw. sein vi­deo­dienst­leis­ter jwp­con­na­tix.com, selbst wel­che wer­bung ich se­hen möch­te, über­springt die wer­bung dann aber und zeigt mir den ei­gent­li­chen clip.

weil ich auch ge­ra­de mit such­ma­schi­nen ex­pe­ri­men­tie­re, schau ich mir an, was der spie­gel such­ma­schi­nen zu sei­nem vi­deo er­zählt. das sieht man zum bei­spiel hier, im sche­ma.org va­li­da­tor. als me­di­en­ob­jekt gibt der spie­gel in sei­nem ma­schi­nen­les­ba­ren json-ld-schnip­sel an:

https://cdn.jw­play­er.com/ma­ni­fests/jyV­cLnFm.m3u8

zu­fäl­li­ger­wei­se lässt sich mit die­ser play­list das vi­deo dann wer­be­frei an­se­hen. das ist schon ein biss­chen ge­mein, dass der spie­gel vor­bei­kom­men­den ma­schi­nen und bots sagt: hier schau mal die­se vi­deo ohne wer­bung an und abo­nenn­ten und nicht­zah­lern sagt: war­te mal kurz ein paar mi­nu­ten mit die­ser wer­bung, be­vor du dir un­ser 2 mi­nu­ten vi­deo an­guckst.

spie­gel le­ser wis­sen mehr, bots die spie­gel on­line be­su­chen wis­sen noch mehr.


der spie­gel bie­tet für 2,00 €/mo­nat auch eine „Wer­be­frei-le­sen-Op­ti­on“ an. aus neu­gier hab ich die mal da­zu­ge­bucht. da­mit ver­schwin­det tat­säch­lich die wer­be­ver­un­rei­ni­gung auch aus den vi­de­os.

screenshot meiner spiegel abos (spiegel+ seit 30.07.2022 iund werbefrei-lesen-option seit 30.11.2025)

mor­gen­spa­zier­gang 30.11.2025

felix schwenzel in bilder

heu­te kam die son­ne beim mor­gen­spa­zier­gang ge­le­gent­lich raus, es war mild und et­was spä­ter als sonst. ob­wohl ich früh im bett war, bin ich erst um halb acht auf­ge­wacht. aus­ge­schla­fen seh ich trotz­dem nicht aus, aber ich war bei der bild­haue­rin. acht ki­lo­me­ter ge­lau­fen.

selfie vom 30.11.2025 mit weniger gewuschel auf meinem kopf.

sel­fie mit we­ni­ger ge­wu­schel auf dem kopf.

screenshot des „trinings“ heute früh (8 kilometer)
ap­ple watch auf­zeich­nung un­se­res spa­zier­gangs heu­te

die bld­haue­rin wies mich dar­auf hin, dass ich ei­gent­lich ein rich­ti­ges vor­her nach­her pos­ten müss­te. sie hat, wie im­mer, recht.


foto eines werbeplakats auf dem alle feiertage 2026 und deren brückentage notiert sind

manch­mal ist wer­bung nütz­lich: gleich die brü­cken­tags­ur­lau­be 2026 be­an­tragt.



mor­gen­spa­zier­gang 19.10.2025

felix schwenzel in bilder

ei­gent­lich woll­te ich heu­te mal wie­der nach froh­nau fah­ren und dann mit fri­da durch den te­ge­ler forst nach alt-te­gel lau­fen und von dort mit der wie­der fah­ren­den u-bahn zu­rück nach hau­se.

lei­der war an der born­hol­mer stras­se wie­der un­ver­ständ­li­ches er­satz­ver­kehr-cha­os, wes­halb wir dann durch den prenz­lau­er berg, durch den mau­er­park zu­rück zum na­tur­kun­de­mu­se­um ge­lau­fen sind.

so sind wir 6 ki­lo­me­ter, qua­si um den fer­seh­turm ge­lau­fen. ich freue mich im­mer, wenn der fern­seh­turm mich an­lä­chelt und fo­to­gra­fie­re ihn dann. lei­der sieht man auf den fo­tos das lä­cheln des fern­seh­turms nicht.

an der ber­nau­er stras­se, an der „ka­pel­le der ver­söh­nung“ sa­hen wir dann wie sich die glöck­ner und eine glöck­ne­rin die glo­cken und sich zum läu­ten vor­be­rei­te­ten und ent­schie­den uns das an­zu­se­hen. wir muss­ten 8 mi­nu­ten war­ten, bis punkt 10:15 uhr, bis sie an­fin­gen zu lä­ten. das ging dann gut 5 mi­nu­ten (ein höl­len­lärm) und weil das vi­deo fast 1 gi­ga­byte gross ist, habe ich es bei you­tube hoch­ge­la­den statt hier lo­kal aus­zu­spie­len. ich fin­de die neue ka­me­ra hat das spek­ta­kel ganz gut ein­ge­fan­gen.

YouTube Video Vorschaubild
youtube-video laden, info, direktlink

das sind die port­trait-va­ri­an­ten, die mei­ne neue ka­me­ra im sel­fie mo­dus an­bie­tet

wenn ich das so an­gu­cke, den­ke ich, ich soll­te schwarz weiss wer­den, am bes­ten high-key-schwarz-weiss. steht mir re­la­tiv schmei­chelnd und hebt die au­gen aus dem ge­sicht. das zeigt auch die­ses foto, wel­ches das kind vor ein paar jah­ren von uns ge­macht hat — al­ler­dings ohne KI un­ter­stüt­zung, son­dern ganz ana­log.



sha­ring

felix schwenzel in notiert

vor ei­ni­gen jah­ren wa­ren blogs voll mit but­tons. er­freut ha­ben die­se but­tons aber vor al­lem die platt­for­men die sie an­bo­ten, weil sie je­der ein­ge­bau­te share but­ton wert­vol­le da­ten sam­meln liess. der hei­se ver­lag hat als work­around da­mals „sha­riff“ ge­baut: „So­cial-Me­dia-But­tons mit Da­ten­schutz“.

mir ge­fiel sha­riff da­mals nicht, weil es wei­ter die but­tons der platt­for­men ein­bau­te, nur eben erst nach zu­stim­mung per schie­be­schal­ter. des­halb hat­te ich auf mei­nem al­ten wir­res.net die­se but­tons, die an­de­re auf­for­der­ten bei ge­fal­len mei­nen In­halt wei­ter­zu­ver­brei­ten, selbst ge­baut.

mitt­ler­wei­le bin ich der über­zeu­gung, dass (so gut wie) nie­mand die­se but­tons über­haupt be­nutzt. sie sind mehr oder we­ni­ger nutz­lo­ses de­kor. für die­ses In­kar­na­ti­on von wir­res.net, seit dem ich auf kir­by um­ge­stie­gen bin, hab ich mir nicht die mühe ge­macht sol­che but­tons ein­zu­bau­en. und wahr­schein­lich zu recht.

in den letz­ten zwei ta­gen habe ich von un­ter­wegs ins in­ter­net ge­schrie­ben. aus tech­ni­schen und or­ga­ni­sa­to­ri­schen grün­den habe ich dar­auf ver­zich­tet mei­ne bei­trä­ge selbst auf so­cial me­dia (mast­odons und blues­ky) zu tei­len. ge­scha­det hat es den bei­tra­gen nicht. min­des­tens ei­ner wur­de mehr­fach mit 💩 aus­ge­zeich­net, was mich aus un­er­find­li­chen grün­den im­mer noch hoch­er­freut.

je­den­falls hab ich mir ge­dacht: viel­leicht sind die­se gan­zen be­mü­hun­gen leu­te zum tei­len und li­ken zu in­spi­rie­ren für die katz? viel­leicht ist es das bes­te, wenn ich mich ein­fach dar­auf kon­zen­trie­re hier ins in­ter­net zu schrei­ben und gut ist. was hier ist, ist da. und im rss is­ses eh.

an­de­rer­seits wer­de ich wohl wei­ter bei­trä­ge von hier auch auf so­cial me­dia pos­ten. dort sind die bei­trä­ge gute an­knüp­fungs­punk­te für kon­ver­sa­tio­nen und es gibt be­stimmt fol­lower, die mei­nem rss nicht fol­gen oder wir­res.net nicht wö­chent­lich be­su­chen, um zu schau­en ob es et­was neu­es oder gar in­ter­es­san­tes hier gibt.

wenn ich jetzt fra­gen wür­de: „und was meint ihr?“ müss­te ich die­sen bei­trag ei­gent­lich auch auf mast­odons und blues­ky tei­len, da­mit man auch dort ant­wor­ten kann. mach ich aber nicht. wer ant­wor­ten will, fin­det be­stimmt auch an­de­re oder bes­se­re mög­lich­kei­ten.


se­maglut­id tag 51

felix schwenzel in semaglutid

zeit für ein klei­nes zwi­schen­fa­zit nach > 50 ta­gen se­maglut­id.

  • das zeug funk­tio­niert wie ich es mir ge­wünscht habe: es bremst mei­nen ap­pe­tit so dass ich we­ni­ger esse, ohne das ge­fühl zu ha­ben zu ver­zich­ten.
  • mei­ne lust auf süs­sig­kei­ten ist er­lo­schen.
  • ich kannn mit se­maglut­id auch mein ge­wicht hal­ten, ein­fach in­dem ich et­was mehr esse.
  • ob ich das auch ohne se­maglut­id kann wird sich zei­gen und ist zu­min­dest nach stu­di­en­la­ge eher un­wahr­schein­lich.
  • ich sprit­ze seit 3 wo­chen statt alle 7 tage nur alle 8 tage. letz­te wo­che hab ich so­gar 10 tage ge­war­tet (aus­ver­se­hen), aber mein ap­pe­tit war wei­ter ge­zü­gelt. das weckt zu­min­dest mei­ne hoff­nung, dass ich zum ge­wicht hal­ten sehr nied­rig, oder gar nahe null do­sie­ren könn­te.
  • ein­zi­ge spür­ba­re ne­ben­wir­kung, ist eine stark zu­rück­ge­gan­ge­ne ver­dau­ungs­tä­tig­keit und (ge­le­gent­lich) an­sät­ze von ver­stop­fung.
  • mein ge­sicht fällt ein biss­chen zu­sam­men, ge­ge­be­nen­falls soll­te ich ge­sichts­mus­kel­trai­ning ma­chen?
  • der gür­tel den ich seit 30 jah­ren be­nut­ze hat 5 lö­cher. in den letz­ten 30 jah­ren habe ich die ers­ten drei be­nutzt. seit zwei wo­chen be­nut­ze ich das vier­te.
  • ich habe in mei­nem le­ben nur ei­nen gür­tel be­ses­sen und be­nut­ze den im­mer noch. vor­her habe ich ho­sen­trä­ger be­nutzt. da­von hat­te ich ziem­lich vie­le.
  • in vi­deo­kon­fe­ren­zen nut­ze ich ge­le­gent­lich ein vi­deo als hin­ter­grund, in dem ich im hin­ter­grund vor­bei­lau­fe. da­mals noch mit > 110 kilo. das vi­deo ist in vi­deo­kon­fe­ren­zen re­la­tiv wit­zig. als ich es ges­tern noch­mal ak­ti­vier­te, fiel mir auf, dass ich mich äus­ser­lich merk­lich ver­än­dert habe.
  • das se­maglut­id, bzw. das oz­em­pic das ich ver­schrie­ben be­kom­men habe, hat ca. 300 euro ge­kos­tet. ich habe in 51 ta­gen bis­her sie­ben mal ge­spritzt und habe noch 8 do­sen wenn ich be­den­ke was ich in der zeit an le­bens­mit­teln ge­spart habe, ist das auch mit selbst­zah­lung eher güns­tig (3,00€/tag).
  • es ist prak­tisch sa­chen aus dem klei­der­schrank wie­der an­zie­hen zu kön­nen, die vor­her zu eng wa­ren. ich mag es seit frü­hes­ter kind­heit ger­ne an­ziehs­sa­chen und schu­he so lan­ge zu tra­gen, bis es nicht mehr geht. ich habe jetzt wie­der sehr viel mehr kla­mot­ten zum auf­tra­gen zur ver­fü­gung. auch ein kos­ten­fak­tor.
  • ich soll­te mir viel­leicht noch­mal ho­sen­trä­ger kau­fen.
  • fri­da ist das al­les scheiss­egal
  • ich habe ein al­ko­hol­frei­es bier ge­fun­den, das ich tat­säch­lich mag: krom­ba­cher wei­zen al­ko­hol­frei.
  • eine hun­dert vor dem kom­ma, zum ers­ten mal seit sehr, sehr lan­ger zeit
  • fri­da wiegt im­mer 8,5 kilo, kon­stant. ich muss­te eben dar­an den­ken, dass ich mehr als eine fri­da ab­ge­nom­men habe, viel­leicht sind zwei fri­das ab­zu­neh­men dann auch ge­nug.
selfie mit frida bei uns im flur.

19.09.2025; noch ein nach­trag, hier.



mor­gen­spa­zier­gang, blut, ta­ge­buch 04.09.2025

felix schwenzel in bilder

fri­da trägt jetzt seit fast zwei wo­chen ver­band. der wur­de zwar re­gel­mäs­sig ge­wech­selt, aber ges­tern hum­pel­te sie mit dem ver­band ein biss­chen. wir ver­mu­te­ten das der ver­band zu eng war oder sich ir­gend­was un­an­ge­nehm ver­scho­ben hat­te und wech­sel­ten den ver­band selbst, statt es eine tier­ärz­tin ma­chen zu las­sen (was 50 € kos­tet). da­nach lief sie wie­der wie eine eins. sie er­trägt den ver­band hel­din­nen­haft, ob­wohl sie ihn scheis­se fin­det.

frida bei einer kurzen pause beim morgenspaziergang. sie trägt selbstgemachte gummistiefl aus einweghanschuhen und beobachtet interessiert zwei enten.
fri­da beim mor­gen­spa­zier­gang (kur­ze pau­se)

über dem ver­band trägt fri­da ei­nen selbst­ge­machtn „gum­mi­stie­fel“ aus zwei ein­weg-hand­schu­hen.


die­ser mast der uns beim mor­gen­sp­zier­gang be­geg­ne­te, er­in­ner­te mich, zu­min­dest sei­ne re­flek­ti­on, an die­se auf­ge­bla­se­nen wa­ckel­männn­chen (sky­dan­cer).


nach­dem wir mit fri­da drei (oder vier­mal) in der glei­chen tier­arzt­pra­xis wa­ren, ent­schied sich die bei­fah­re­rin am nach­mit­tag spon­tan doch zu un­se­rem „al­ten“ tier­arzt wies­ner zu ge­hen. wir sind uns noch nicht si­cher ob die gran­ne jetzt nach fast zwei wo­chen so weit an den wund­aus­gang ge­wan­dert ist oder ob der wies­ner ein­fach bes­ser ist als die ärz­tin­nen der vor­he­ri­gen pra­xis, je­den­falls zog der as­sis­tent vom wies­ner die gran­ne nach 10 se­kun­den aus fri­das wun­de am hand­ge­lenk raus. weils blu­tig ist, gibt’s das bild, von dem blu­ti­gen fremd­kör­per, der zwei wo­chen in fri­das rech­tem hand­ge­lenk steck­te, erst nach die­sem klick.


mein gewicht vom 1. juli bis heute, man sieht den graphen letzte woche steigen, aber sonst fällt er

nach­dem ich eine wo­che mein ge­wicht ge­hal­ten habe (der graph täuscht ein biss­chen weil ich mich eine wo­che lang nur tags­über wie­gen konn­te, nicht wie sonst mor­gens nach dem auf­ste­hen/spa­zier­gang), fällt es jetzt wie­der. heu­te zum ers­ten mal eine 102 auf der waa­ge ge­se­hen, auch wenn die noch nah an der 103 ist.

ich er­zäh­le nicht nur hier un­ge­fragt von mei­nen se­maglut­id- und er­näh­rungs-ex­pe­ri­men­ten, auch wenn freun­din­nen mit mir small talk ma­chen wol­len. anne rief mich ei­gent­lich an, weil ich mich ja an­geb­lich in die­sem in­ter­net aus­ken­ne und ob ich viel­leicht tipps hät­te, wo sich ein be­kann­ter von ihr als „brand stra­te­gist“ be­wer­ben kön­ne. da weiss ich nu wirk­lich nichts zu (viel­li­eicht der eine le­ser oder die an­de­re le­se­rin?), also hin­gen wir an ihre fra­ge noch et­was small­talk. als ich von mei­nen se­maglut­id/oz­em­pic er­fah­run­gen er­zähl­te, sag­te sie dass sie selbst ge­ra­de mus­kel­auf­bau be­rei­be und sie mit ca­lis­the­nics ganz er­folg­reich wäre und in­ner­halb we­ni­ger wo­chen statt der an­ge­peil­ten 700 gramm fast ein kilo an mus­kel­mas­se im ober­kör­per auf­ge­baut habe. sie wür­de die app bet­ter me be­nut­zen.

die hab ich mir dann im an­schluss auch an­ge­se­hen und war er­schüt­tert über die dark pat­tern, mit der mich die app un­ent­wegt zum (kos­ten­pflich­ti­gen) abo be­we­gen woll­te. ganz am an­fang, das ers­te an­ge­bot war schon hin­ter­häl­tig, ohne pro­be­wo­che und ohne abo-er­in­ne­run­gen war das abo 10 € teu­rer. das habe ich dann trotz­dem ge­wählt. der trai­ning­plan, den mir die app dann er­stell­te, war mit viel zu alar­mis­tisch und pa­ter­na­lis­tisch, die übungs­vi­de­os zu eu­pho­risch und der um­gangs­ton der app zu mi­li­tä­risch, di­zi­plin-fo­kus­siert. also hab ich das pro­be­abo gleich wie­der vor­sorg­lich ge­kün­digt, um dann beim nächs­ten be­such der app gleich das nächs­te an­ge­bot prä­sen­tiert zu be­kom­men: nur 22 statt 130 euro für das jah­res­abo. das an­ge­bot sei nur noch 30, 29, 28 … se­kun­den gül­tig. da war es mir end­gül­tig zu dumm und ver­warf das an­ge­bot. bis ende des mo­nats schau ich mir jetzt noch ein paar übun­gen an — und neh­me mir vor sie auch täg­lich zu ma­chen, aber emp­feh­len möch­te ich bet­ter me wirk­lich nicht.

screenshot der better me app, die mich unter zeitdruck dazu bringen will ein abo-„sonderangebot“ abzuschliessen

feed­back loops

felix schwenzel in über wirres

ich habe über jah­re li­kes, ret­weets/re­posts oder shares von bei­trä­gen hier auf wir­res.net ge­sam­melt und lo­kal in json-da­tei­en ge­spei­chert. vor ei­ner wei­le hat­te ich die auch re­ak­ti­viert, bzw. de­ren an­zei­ge un­ter den al­ten ar­ti­keln ak­ti­viert. ob­wohl die­se si­gna­le so­zu­sa­gen ei­nen his­to­ri­schen wert ha­ben, hat­te ich das ge­fühl dass sie nicht mehr nach­voll­zieh­bar oder an­ge­mes­sen sind. frü­her ka­men die­se si­gna­le vor al­lem von zwei platt­for­men, die ich schon län­ger nicht mehr nut­ze: twit­ter und face­book. ich fand die ar­ti­kel­rang­lis­ten, die ich mit die­sen his­to­ri­schen si­gna­len er­stell­te, auch nicht wirk­lich hilf­reich und ver­zer­rend. also hab ich die­se his­to­ri­schen so­cial me­dia si­gna­le wie­der de­ak­ti­viert.

die si­gna­le die ich noch ein­samm­le sind die li­kes von in­sta­gram, so­wie die li­kes, re­posts und kom­men­ta­re von mast­o­don und blues­ky. das funk­tio­niert na­tür­lich nur, wenn ich die bei­trä­ge je­weils dort ver­öf­fent­licht oder an­ge­teasert habe. aus­ser­dem gibt’s (auf der ar­ti­kel-bei­la­ge) eine kom­men­tar­funk­ti­on und seit ein paar wo­chen auch ei­nen shit vote („i like that shit“) de­ren idee ich mir von den toast vo­tes der bear blogs ab­ge­schaut habe.

über die nütz­lich­keit oder gar re­le­vanz sol­cher si­gna­le kann man na­tür­lich strei­ten. man könn­te ar­gu­men­tie­ren, dass sol­che feed­back loops dazu ani­mie­ren ge­fäl­li­ger zu schrei­ben. die­ses ar­gu­ment mei­ne ich auch schon öf­ter in be­zug auf page-coun­ter oder be­su­cher-sta­tis­ti­ken ge­hört zu ha­ben, hal­te es aber für quatsch. die ent­schei­dung so zu schrei­ben, dass es mög­lichst vie­len leu­ten ge­fällt, mög­lichst vie­le klicks oder li­kes ge­ne­riert ist ja eher kon­zep­tio­nell.

man ent­schei­det sich ent­we­der et­was mit ei­ner brei­ten ziel­grup­pe zu ma­chen, sich an ein mas­sen­pu­bli­kum zu rich­ten oder eben ge­ra­de nicht.

statt ein logo mit ei­nem ka­cken­den hund zu be­nut­zen, statt klein­schrei­bung und schlam­pi­ger or­tho­gra­phie und zei­chen­set­zung, könn­te ich mei­ne web­sei­te auch „das könn­te dir nicht ge­fal­len“ un­ter­ti­teln. in die­sem sin­ne habe ich die­se sei­te auch lan­ge zeit „fach­blog für ir­rele­vanz“ ge­nannt. die ab­schre­ckung von le­sern auf den ers­ten blick ist teil des kon­zepts die­ser web­sei­te. das än­dert nichts dar­an, dass ich mich trotz­dem da­für in­ter­es­sie­re wie und ge­ge­be­nen­falls war­um das was ich hier schrei­be und zei­ge re­zi­piert wird.

um­ge­kehrt wür­de ich mich freu­en, wenn ein rei­bungs­frei­er, bar­rie­re­ar­mer toast, like oder wha­te­ver but­ton über­all in blogs vor­han­den wäre, wo man ein­fach per klick, ohne an­mel­dung, ohne kom­pli­ka­tio­nen ein „ge­fällt mir“ oder eine ap­plaus-ges­te hin­ter­las­sen kann. ok, ich gebe zu, eine hür­de hat auch mei­ne shit/like-but­ton im­ple­men­tie­rung: ja­va­script muss ak­ti­viert sein, da­mit es funk­tio­niert.

die aus­wer­tung die­ser si­gna­le ist aber höchst­wahr­schein­lich nicht nur für mich in­ter­es­sant, ich kann mir auch vor­stel­len das es für an­de­re hilf­reich sein kann zu se­hen, was in den text- und bild­wüs­ten die ich hier (wie­der) täg­lich pro­du­zie­re von in­ter­essanz sein könn­te.

des­halb habe ich mei­ne /top sei­te ge­baut, die alle bei­trä­ge lis­tet die mehr als 10 li­kes be­kom­men ha­ben.

wenn man die schwel­le hö­her legt und nach be­trä­gen mit > 25 li­kes fil­tert, be­kommt man 11 sei­ten oder un­ge­fährt 250 bei­trä­ge, die bis 2012 zu­rück­rei­chen. 2025 habe ich 7 bei­trä­ge ver­fasst die die­se auf­merk­sam­keits­schwel­le über­schrit­ten ha­ben. für die nach > 10 li­kes ge­fil­ter­te ver­si­on die­ser web­sei­te gibt’s na­tür­lich auch ei­nen rss feed, der bei­trä­ge dann zeit­ver­setzt und ge­fil­tert lie­fert. (mehr bei­trags-sta­tis­ti­ken fin­det man üb­ri­gens auf der rück­sei­te)

ich bin mitt­ler­wei­le in ei­nem flow, in dem ich auch ohne je­des feed­back oder be­su­cher­sta­tis­tik wei­ter­ma­chen wür­de und mei­ne ge­dan­ken, bil­der oder er­leb­nis­se hier fest­hal­ten wür­de, so wie ich auch ohne fri­da wei­ter durch die stadt spa­zie­ren wür­de. aber mit hund, mit ein we­nig ap­plaus, macht es mehr spass und in­spi­riert und öff­net neue per­spek­ti­ven.


frü­her war das in­ter­net ziem­lich scheis­se. ich weiss das, weil ich frü­her als bo­ris be­cker drin war. ei­gent­lich so­gar vor net­scape 1.0. das in­ter­net war da­mals enorm un­prak­tisch und fand nur am schreib­tisch statt. man muss­te sich ei­nen tcp/ip stack in­stal­lie­ren, sich um­ständ­lich ein­wäh­len und die ein­wahl war teu­er weil sie über die te­le­fon­lei­tung ging und te­le­fon war frü­her teu­er. das in­ter­net war lang­sam und und die lei­tung brach oft zu­sam­men. man er­reich­te nie­man­den weil nie­mand im in­ter­net war und alle freun­de die man frag­te, ob sie nicht auch ins in­ter­net woll­ten, nur mit dem kopf schüt­tel­ten und frag­ten: „war­um?“

das in­ter­net war um die mit­te der neun­zi­ger noch nicht mal so­was wie ein ex­klu­si­ver club, von dem man nur durch ge­heim­tipps er­fuhr. es war eher wie der feuch­te kel­ler ei­ner ab­ge­le­ge­ne gar­ten­lau­be in hin­ter­tup­fin­gen. was es im in­ter­net schon da­mals gab wa­ren „ad­mins“ die ih­ren gar­ten­lau­ben­kel­ler als ih­ren re­gie­rungs­be­zirk sa­hen, in dem sie schal­ten und wal­ten konn­ten wie sie woll­ten. ein fal­sches wort in ei­nem irc-chat und man wur­de raus­ge­kickt („You have been ki­cked by xy (bye.)“). als ich auf mei­ner ers­ten web­sei­te um 1995 oder 1996 das ge­dicht lich­tung von ernst jandl zi­tier­te und dar­über re­flek­tier­te, wur­de ich vom ser­ver ge­kickt, weil die ad­mins dach­ten ich sei ein nazi. das ge­dicht von jandl geht so:

lechts und rinks
kann man nicht
vel­wech­sern.

werch ein ill­tum!
ernst jandl

auch wenn das in­ter­net frü­her scheis­se war, ich fand es na­tür­lich toll. wie al­les was po­ten­zi­al hat, wie al­les was man mit­for­men, mit­ge­stal­ten kann, dem man beim wach­sen zu­schau­en kann. wie al­les, das frei­räu­me bie­tet, of­fen, un­de­fi­niert, chao­tisch, blin­kend, bunt, schmut­zig ist.

der kom­merz kam auch schon in den 90ern ins in­ter­net, als hot­wired 1994 die ers­te ban­ner­wer­bung schal­te­te, ging ein auf­schrei durchs netz. por­no­sei­ten wa­ren ge­nau so früh im in­ter­net (oder frü­her), wie die ers­ten brow­ser. die ers­te such­ma­schi­ne, al­ta­vis­ta war scheis­se, aber im­mer noch bes­ser als kei­ne such­ma­schi­ne. das in­ter­net war von an­fang an scheis­se und ist es bis heu­te, ge­nau wie die welt schon im­mer scheis­se war.

vie­le men­schen ha­ben mit der welt die glei­chen pro­ble­me wie an­de­re men­schen pro­ble­me mit dem in­ter­net ha­ben. es gibt nicht we­ni­ge men­schen, die glau­ben das frü­her „al­les“ bes­ser war oder seh­nen sich nost­al­gisch ver­klärt und mit se­lek­ti­ver wahr­neh­mung längst ver­gan­ge­nes zu­rück. nost­al­gie ist schlim­mer als eine son­nen­bril­le, sie ver­färbt den blick in die ver­gan­gen­heit ins rosa-spek­trum und er­schwert den blick in die ge­gen­wart und die zu­kunft durch dunk­le schlei­er. mit ei­ner nost­al­gie­bril­le auf der nase sieht man gar nichts mehr klar.

mei­ne er­fah­rung ist, dass das in­ter­net heu­te ge­nau­so scheis­se und ge­nau­so toll und vol­ler po­ten­zia­le ist, wie es das frü­her war. ge­nau wie in ei­ner stadt oder in der welt las­sen sich orte und ge­mein­schaf­ten fin­den, in de­nen man sich wohl­fühlt und ge­nau so gibt es ecken die man lie­ber mei­det. es gibt orte mit de­nen man nichts an­fan­gen kann und sich wun­dert dass da­vor war­te­schlan­gen ste­hen und es gibt orte nach de­nen man sich sehnt.

ich schreib das al­les auf, weil ich ge­ra­de ein paar leu­te mit nost­al­gie­bril­len be­ob­ach­tet habe.

oder auch blog.cgx13.de: Ich Ver­mis­se Das Alte In­ter­net.

der witz ist na­tür­lich, dass die­se nost­al­gie nach dem al­ten in­ter­net ge­nau so alt ist wie das in­ter­net. auch um 1994, als „neu­ein­stei­ger“ in die­ses in­ter­net, hör­te ich leu­te die sich be­klag­ten, dass das alte in­ter­net doch ir­gend­wie viel bes­ser ge­we­sen sei. heu­te wie da­mals fällt mir dazu nur die­se ant­wort ein: leu­te macht doch mal die au­gen auf — und geht auf ent­de­ckungs­rei­se. das in­ter­net heu­te ist das in­ter­net, nach dem sich in 30 jah­ren auch wie­der alle mög­li­chen nost­al­gi­ker seh­nen, die es nicht schaf­fen ihre au­gen in das blen­den­de und oft ir­ri­tie­ren­de licht der ge­gen­wart und zu­kunft zu rich­ten.


nach­trag 27.08.2025, via kon­stan­tin:

Wenn man nur in Blan­ke­ne­se (So­cial Me­dia) rum­hängt, darf man sich halt nicht wun­dern, wenn man nur Pfef­fer­sä­cke trifft und kei­ne net­ten Bür­ger­zen­te­ren fin­det. Es ist al­les noch da: Fo­ren, cra­zy Home­pages, Web­sei­ten ohne Coo­kie­ban­ner und Pay­wall. Man muss sich halt schon die Mühe ma­chen und hin­ge­hen.

schlach­ten­see

felix schwenzel in bilder

heu­te mit dem auto an den schlach­ten­see ge­fah­ren und ein­mal um den see ge­lau­fen. laut ap­ple watch wa­ren das fünf­ein­halb ki­lo­me­ter. ich habe et­was län­ger ge­schla­fen als üb­lich (bis acht), des­halb wa­ren wir spä­ter als sonst un­ter­wegs. er­staun­lich wie vie­le men­schen be­reits am schlach­ten­see wa­ren. jog­ger und fahr­rad­fah­rer sind da ja im­mer vie­le, aber sehr, sehr vie­le men­schen gin­gen auch ins was­ser oder la­gen am ufer. voll war es nicht, weil der see ja wirk­lich gross ist und fast über­all gut zu­gäng­lich ist.

am an­fang war fri­da sehr auf­ge­regt we­gen all der rei­ze und ich hat­te mühe ihre auf­merk­sam­keit von den rei­zen auf mich zu len­ken, weil die run­de um den schlach­ten­see we­gen des „ver­kehrs“ nur mit kur­zer lei­ne funk­tio­niert. wenn we­ni­ger los ist kann ich sie vor­lau­fen und stö­bern las­sen und bei jog­gen­den, spa­zier­ge­hen­den oder fah­räd­dern zu mir ru­fen. nach der hälf­te des sees hat­te sie sich aber so­weit akli­ma­ti­siert, dass sie auch ohne lei­ne ne­ben mir blieb.

das was­ser fand sie nur so mit­tel­in­ter­es­sant — was ich gut fand, weil sie sonst am und im was­ser ei­nen eher ge­stress­ten ein­druck macht. das ein­zi­ge spiel was wir im was­ser ge­spielt ha­ben war kä­se­stück­chen fan­gen und die kä­se­stück­chen die sie nicht fing aus dem was­ser zu fi­schen. das fiel ihr am an­fang schwer, weil sie die bre­chung des lichts nicht auf dem schirm hat, griff die schnau­ze un­ter was­ser im­mer 10 zen­tim­ter da­ne­ben. wir ha­ben das dann im fla­chen was­ser et­was ge­übt und zu­min­dest im fla­chen was­ser be­kam sie den un­ter­was­ser­kä­se dann auch ge­grif­fen (ge­schnauzt?). wit­zig: wenn sie ihre schnau­ze un­ter was­ser hält, at­met sie aus und blub­bert.

bild von frida wie sie auf einer stufe liegt, weil ich sie zu einer pause gezwungen habe
bidl von frida wie sie am schlachtensee das ufer inspiziert

„mil­de adi­po­si­tas“

felix schwenzel in semaglutid

seit­dem ich den­ken kann — und ei­gent­lich auch schon da­vor — ma­chen an­de­re mein ge­wicht zum the­ma. das hat sich bis heu­te nicht ge­än­dert. in der rück­schau ist das schon ein biss­chen irre. der kräf­ti­ge, aber im ver­gleich ran­ke und schlan­ke fe­lix, den ich auf al­ten bil­dern sehe, war — ge­nau wie der über fünf­zig­jäh­ri­ge fe­lix — je­mand der sich von sei­nen liebs­ten und an­de­ren an­hö­ren durf­te, dass er et­was zu viel wie­ge. die­se be­wer­tun­gen von drit­ten ha­ben si­cher­lich zum gros­sen teil da­mit zu tun, dass sich die­se men­schen sor­gen um mich ge­macht ha­ben oder ma­chen oder me­di­zi­ni­sches fach­per­so­nal wa­ren.

„kräf­tig“, wie man so schön sagt, war ich al­ler­dings von an­fang an. es gab kei­nen zau­ber­trank-vor­fall, ich kam schon mit ei­nem bäuch­lein, als „bro­cken“ wie mein va­ter im­mer sag­te, auf die welt (foto von mir ca. ein jahr nach die­sem er­eig­nis).

mei­ner schwes­ter er­ging das nicht an­ders, bei ihr führ­te das aber zu emo­tio­na­le­ren ab­wehr­re­ak­tio­nen und an­de­ren ra­tio­na­li­sie­run­gen als bei mir. mei­ne ab­wehr­re­ak­ti­on war in ers­ter li­nie igno­ranz und re­si­li­enz. im gros­sen und gan­zen habe ich im­mer ge­ges­sen was ich es­sen woll­te und habe nicht gross­ar­tig auf mei­ne er­näh­rung ge­ach­tet. das ein­zi­ge wor­auf im­mer ach­te­te, war auf mei­ne art mass zu hal­ten oder an­sät­ze von gier zu un­ter­drü­cken. das ist ein biss­chen so wie ich mit al­ko­hol um­ge­he: ich trin­ke ger­ne und re­gel­mäs­sig, aber al­ler­sel­tens­tens bis gar nicht im über­mass. lei­der ver­tra­ge ich al­ko­hol ganz gut, wes­halb ich auch nicht be­haup­ten kann we­nig zu trin­ken.

aber ich kann mich nicht dar­an er­in­nern in den letz­ten 10 jah­ren wirk­lich mal be­sof­fen ge­we­sen zu sein.

als ich vor 10 oder 12 jah­ren mal eine si­nus di­ver­ti­ku­li­tis hat­te, er­klär­te mir eine ärz­tin in der not­auf­nah­me, dass mei­ne di­ver­ti­ku­li­tis auch da­mit zu­sam­men­hän­gen könn­te, dass ich mich zu fleisch­reich und bal­last­stoff­arm er­näh­re. „afri­ka­ner“, er­zähl­te sie mir, näh­men ein viel­fa­ches an bal­last­stof­fen zu sich und hät­ten ent­spre­chend auch viel­fa­che men­gen stuhl­gang und bes­ser trai­nier­te darm­wän­de. ich nahm das zum an­lass mei­ne er­näh­rung erst zö­ger­lich und spä­ter kon­se­quen­ter vom schnell­frass auf selbst­ge­koch­tes mit viel ge­mü­se, viel ge­trei­de, mehr voll­korn um­zu­stel­len. sel­ber le­cker und gut zu ko­chen, mit viel fri­schem zu­ta­ten, viel ge­mü­se, we­nig hoch­ver­ar­bei­te­tem ist eine tol­le sa­che, schmeckt gut, macht glück­lich, aber nicht un­be­dingt schlank.

ich hat­te in dern ver­gan­ge­nen 20 jah­ren auch pha­sen, in de­nen ich auf mei­ne ka­lo­rien­ein­nah­me et­was ach­te­te. zu­letzt muss das so um un­se­re hoch­zeit ge­we­sen sein, vor 16 jah­ren. da gab ich in ei­nem jah­res­end­fra­ge­bo­gen an, so um die 10 kilo we­ni­ger als im vor­jahr zu wie­gen. ich glau­be in der zeit ging ich auch in fit­ness­stu­dio und der an­saz zur ge­wichts­re­duk­ti­on war ein­fach et­was we­ni­ger, bes­ser, „be­wuss­ter“ zu es­sen und zu trin­ken.

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her­mes und ot­to

felix schwenzel in artikel

ge­le­gent­lich be­stel­le ich be­wusst nicht beim deut­schen ab­le­ger von ama­zon, son­dern bei der bio-deut­schen ver­sand­wirt­schaft. man muss jetzt ja bei un­ter­neh­men mit ame­ri­ka­ni­schen blut noch vor­sich­ti­ger sein als man oh­ne­hin sein soll­te. bei mei­nen bis­he­ri­gen ver­su­chen war ich meist so mit­tel­zu­frie­den. ich bin ja ziem­lich ver­wöhnt von ama­zon — und wahr­schein­lich geht das vie­len men­schen so: schnel­le lie­fe­rung, pro­blem­lo­se re­tou­ren, man be­kommt mehr oder we­ni­ger al­les und oft auch ziem­lich gute prei­se.

weil ich noch nie bei otto be­stellt habe und die eine hue leuch­te vor­rä­tig hat­ten (und ama­zon nicht) die wir brauch­ten, habe ich also ge­dacht: be­stell ich mal bei otto.de. un­ter­wegs habe ich pia, ja­ni­ne, phil­ip, kers­tin und ha­lil „aus dem OTTO-Ser­vice-Team“ ken­nen­ge­lernt.

was mir an otto gleich am an­fang ge­fiel: ich konn­te auch nach eine neu­an­mel­dung per rech­nung zah­len. fand ich su­per, so ei­nen ver­trau­ens­vor­schuss. und die leuch­te selbst lag mit 190 euro auch güns­ti­ger als bei ama­zon (der lis­ten­preis liegt bei 300 €). zu­sätz­lich zum güns­ti­gen preis leg­te otto auch noch eine hue zig­bee fern­be­die­nung dazu.

die ver­sand­dau­er von 8 ta­gen kam mir sehr 80er jah­re vor, aber gut, man kann ja auch mal ge­duld üben. am 14.6 klin­gel­te dann ein göt­ter­bo­te bei uns und über­reich­te mir ein klei­nes, sehr leich­tes pa­ket und ver­ab­schie­de­te sich. das päck­chen ent­hielt den hue dim­mer switch. bei otto.de wur­de mei­ne be­stel­lung jetzt als „zu­ge­stellt“ ge­führt. ich rege mich ja grund­sätz­lich nicht mehr auf, aber ich hat­te be­den­ken wie ich der bei­fah­re­rin er­klä­ren soll­te, dass ich ei­nen hue dim­mer switch für fast 200 euro ge­kauft habe.

also schil­der­te ich dem otto.de ser­vice­team per mail die si­tua­ti­on. am 16.6 mel­de­te sich „Pia  aus dem OTTO-Ser­vice-Team“ sehr freund­lich zu­rück und ver­sprach nach­zu­for­schen. das kön­ne aber „5 Ar­beits­ta­ge“ dau­ern.

am nach­mit­tag des glei­chen ta­ges kam der her­mes-bote dann noch­mal vor­bei und drück­te mir das 10 kilo pa­ket mit der leuch­te in die hand. ich freu­te mich und teil­te pia die fro­he kun­de mit.

am 17.6 schrieb mir „Ja­ni­ne aus dem OTTO-Ser­vice-Team“ per mail, dass sie sich auch freue.

die leuch­te selbst ist su­per, das ein me­ter zwan­zig lan­ge und 30 zen­ti­me­ter brei­te leucht­pa­nel be­leuch­tet un­se­rer kü­che, funk­tio­niert wun­der­bar mit zig­bee2mqtt und war ein wun­der­ba­rer drop-in er­satz für ein ähn­li­ches pa­nel, dass wir vor ein paar jah­ren bei aldi be­stellt hat­ten. das pa­nel gabs da­mals nur bei aldi süd und aldi süd lie­fert nur ins aldi süd ein­zugs­ge­biet — und nicht nach ber­lin — wes­halb ich es be­stell­te und an mei­ne el­tern schi­cken liess, die es dann an mich wei­ter­schick­ten.

bild von der leuchte, wie sie bei uns an der decke hängt und das tut was sie soll: leuchten.

auch wenn man sagt, dass LEDs viel län­ger hal­ten als glüh­bir­nen, län­ger als neon röh­ren hal­ten sie oft nicht. das aldi pa­nel hat­te ver­mut­lich pro­ble­me da­mit die ab­wä­me der LEDs ab­zu­lei­ten, was dann wie­der­um den LEDs pro­ble­me be­rei­te­te. ir­gend­wann gabs dann kein neu­tra­les weiss mehr, son­dern nur noch gelb­sti­chi­ges weiss. ein teil der ver­bau­ten LEDs hat­te den dienst quit­tiert. das aldi pa­nel be­stand aus gün­sig­ten chi­na-kom­po­nen­ten von tuya und hat­te — wie lei­der sehr vie­le tuya pro­duk­te — auch so sei­ne ei­gen­hei­ten.

das dop­pelt so teu­re hue pa­nel ist mei­ner mei­nung nach auch dop­pelt so gut kon­stru­iert. viel me­tall, stattt nur plas­tik beim aldi pa­nel, lässt hoff­nung auf­kom­men, dass das mit der wär­me­ab­lei­tung funk­tio­nie­ren wird. auch die auf­häng-kon­struk­ti­on fand ich gut ge­löst und die steue­rung mit zig­bee2mqtt und ho­me­as­sistant ist frei von ei­gen­hei­ten. das teil funk­tio­niert ein­fach so wie es soll.

diens­tag klin­gel­te dann wie­der mal ein her­mes bote und über­reich­te mir ein wei­te­res hue pa­nel im wert von 200 bis 300 euro. dazu die an­nah­me zu ver­wei­gern konn­te ich mich nicht über­win­den. manch­mal bil­de ich mir ja ein, dass net­te men­schen oder fir­men mir ein­fach was schen­ken wol­len — ohne ge­gen­leis­tung.

auf dem lie­fer­schein stand mei­ne adres­se, aber otto hat­te sich of­fen­bar eine neue kun­den­num­mer für mich aus­ge­dacht. ich schrieb ja­ni­ne am 22.7:

Eben wur­de mir die Ware noch­mal ge­lie­fert.  

Lie­fer­schein­num­mer: 702502172673 vom 21.07.2025.

Auf dem Lie­fer­schein steht Kun­den­num­mer: ████████ 
Laut otto.de lau­tet mei­ne Kun­den­num­mer aber ████████. 

Ad­dres­siert ist das Pa­ket aber an mich. Scheint al­les ein biss­chen durch­ein­an­der bei euch. Wie kann ich euch hel­fen?

ges­tern schrieb mir „Kers­tin aus dem OTTO-Ser­vice-Team“, dass sie fest­ge­stellt habe, dass ich „kei­ne Ware“ be­stellt hät­te und sie mich bit­ten wür­de, die ware zu­rück zu sen­den. „Phil­ip aus dem OTTO-Ser­vice-Team“ schick­te mir ein re­tou­ren­la­bel:

Hal­lo Fe­lix, 

Das Re­tou­ren­la­bel  habe ich dir gleich an­ge­hängt. Bit­te dru­cke die­ses aus und kle­be es au­ßen auf die Sen­dung. So kann nichts schief­ge­hen.

Vie­le Grü­ße
Phil­ip
aus dem OTTO-Ser­vice-Team

das bes­te wäre wahr­schein­lich tat­säch­lich ge­we­sen, das la­bel ein­fach auf­zu­kle­ben und dann zu gu­cken was pas­siert.

bild von der fehlgelieferten leuchte mit aufgeklebtem retouren-label

aber weil ich freund­lich bin, frag­te ich bei phil­ip noch­mal nach ob ich zwi­schen den zei­len rich­tig ge­le­sen hät­te, dass ich das 10 kilo pa­ket zum nächs­ten her­mes shop schlep­pen sol­le oder ob er ver­ges­sen habe mir zu sa­gen, wann ein bote das bei uns ab­ho­len wür­de.

bei kers­tin hak­te ich noch­mal nach was es mit mei­nen ver­schie­de­nen kun­den­num­mern auf sich habe und ob sie viel­leicht hin­ter­grund-in­for­ma­tio­nen für mich hät­te, die mir hel­fen wür­den zu ver­ste­hen was hier pas­siert ist — da­mit ich mich in zu­kunft noch­mal trau­en kann bei otto.de zu be­stel­len.

ges­tern abend um kurz vor acht schrieb mir „Ha­lil aus dem OTTO-Ser­vice-Team“, dass es ihr leid täte, dass phil­ip nicht kla­rer kom­mu­ni­ziert hät­te. sie habe für mor­gen eine ab­ho­lung durch her­mes or­ga­ni­siert.

ich fin­de die vie­len men­schen aus dem otto-ser­vice-team alle sehr freund­lich und nett, aber bei on­line-be­stel­lun­gen ist es mir ei­gent­lich lie­ber mit nie­man­dem re­den oder schrei­ben zu müs­sen.

ob ich noch­mal den mut fin­de bei otto.de zu be­stel­len hängt jetzt auch ein biss­chen vom wei­te­ren ver­lauf ab, wer weiss wel­che über­ra­schun­gen die otto-pra­li­nen­schach­tel noch für mich be­reit­hält. viel­leicht kommt dem­nächst eine spül­ma­schi­ne?

wo be­stellt ihr denn so?


nach­trag 31.07.2025:

am 27. juli mel­de­te sich kers­tin noch­mal auf mei­ne fra­ge, was denn ei­gent­lich pas­siert sei und war­um ich ver­schie­de­ne kun­den­num­mer bei otto.de habe. die ant­wort war eine höf­li­che plat­ti­tü­den-flos­kel („Es kann ver­schie­de­ne Ur­sa­chen ge­ben“) und die ver­si­che­rung „dass es nor­ma­ler­wei­se rei­bungs­los funk­tio­niert“. da­mit ich mich bei mei­ner nächs­ten be­stel­lung vom ser­vice von otto.de über­zeu­gen kön­ne, ver­sprach sie mir ei­nen gut­schein, der ges­tern per post an­kam: 15 €.

also mal gu­cken was ich kau­fen kann. wir ha­ben eine pfef­fer­müh­le, die seit über 10 jah­ren sen­sa­tio­nell gut funk­tio­niert. un­se­re salz­müh­le hin­ge­gen funk­tio­niert scheis­se. also war­um nicht noch eine gut funk­tio­nie­ren­de müh­le fürs salz kau­fen? über die goog­le bil­der­su­che iden­ti­fi­zie­re ich sie als eine si­lit-ge­würz­müh­le. otto.de lis­tet die mit 38 euro. also ab in den wa­ren­korb.

beim gut­schein­ein­lö­sen be­klagt sich der wa­ren­korb:

„Es be­fin­den sich kei­ne Ar­ti­kel des Ver­käu­fers OTTO im Wa­ren­korb“

ok, dann gilt der gut­schein nicht für otto.de, son­dern nur für pro­duk­te die auch von otto.de sind. oder so. wäh­rend ich nach­den­ke was ich jetzt sonst noch mit dem gut­schein kau­fen kann, be­stell ich die müh­le spon­tan für 16 euro bei ama­zon. wird mor­gen ge­lie­fert.

bei otto.de ent­schei­de ich mich nach 20 mi­nu­ten er­folg­lo­sem scrol­len die be­stel­lung auf spä­ter zu ver­schie­ben.

beim mor­gen­spa­zier­gang fällt mir ein, dass wir ein flie­gen­git­ter für die spei­se­kam­mer kau­fen könn­ten. bei ama­zon hat­te ich vor ner wei­le schon mal so eins zur selbst­mon­ta­ge und -kür­zung ge­kauft. fil­ter auf „ver­käu­fer otto“ und für 39 euro gabs ein git­ter-set, das pas­sen müss­te. trotz der saf­ti­gen 5 euro ver­sand be­stel­le ich.

gut­schei­ne funk­tio­nie­ren also. ein simp­ler 15 euro gut­schein von otto.de hat dazu ge­führt, dass ich bei ama­zon spon­tan für 16 euro ein­ge­kauft habe und bei otto.de, ab­züg­lich des gut­scheins, 24 euro ge­las­sen habe: 50 euro um­satz mit ei­nem 15 euro gut­schein. trotz­dem habe ich wie­der nicht nur po­si­ti­ve er­fah­rung bei otto.de ge­macht: der gut­schein war re­strik­tiv und galt nicht platt­form­weit, die prei­se wa­ren bei mei­nen un­re­prä­sen­ta­ti­ven stich­pro­ben nicht be­son­ders kon­ku­renz­fä­hig und die lie­fer­zeit ist wie­der so um die 8 tage bei otto.de. die ge­würz­müh­le, das weiss ich jetzt schon, ist mor­gen da. beim flie­gen­git­ter hab ich so ein ge­fühl, dass da wie­der was schief­ge­hen könn­te.


live fo­tos

felix schwenzel in bilder

ich bin ja sehr froh mit der art, wie ich hier ei­ge­ne vi­de­os na­tiv ein­bin­den kann, ohne über you­tube oder ir­gend­ein CDN zu ge­hen. in den letz­ten wo­chen habe ich auch wie­der­holt live-fo­tos oder vi­de­os ge­pos­tet. die wur­den dann al­ler­dings nicht in iOS oder auf dem ipad an­ge­zeigt. ich hab ne wei­le ge­braucht, bis ich heu­te die be­deu­tung des <vi­deo> at­tri­buts play­sin­line be­grif­fen habe. das führt dazu, das vi­de­os die ge­mu­ted sind (oder kei­nen sound track ha­ben) auch auf iOS oder dem ipad im brow­ser ab­ge­spielt wer­den. das vi­deo soll­te jetzt also auch auf iOS und ipa­dos funk­tio­nie­ren.

ich habe im­mer dar­auf ge­war­tet, dass in­sta­gram live-fo­tos un­ter­stützt. tut es aber of­fen­sicht­lich bis heu­te nicht. so sieht das live foto oben aus, wenn ich es (per app) bei in­sta­gram hoch­la­de: in­sta­gram.com/p/DK6sQ0nM3f0/

ent­täu­schend und ein wei­te­rer grund pri­mär auf ei­ge­ne tech­nik zu set­zen. ob­wohl wit­zi­ger­wei­se funk­tio­niert das ive-foto (wenn ich es vom te­le­fon auf den rech­ner air­drop­pe und dann im brow­ser hoch­la­de) auch auf blues­ky und mast­o­don.


noch­mal zur tech­nik; das live foto, dass ich auf den rech­ner air­dropp­te, hat 2,8 MB. mit dem fol­gen­den ffmpeg-be­fehl wird es für das web op­ti­miert und auf 733 KB re­du­ziert. das ist kein gros­ser un­ter­schied mehr zu ei­nem re­gu­lä­ren foto. das könn­te ich künf­tig auch kir­by ma­chen las­sen (weils geht und prak­tisch wäre), aber so oft mach ich das ja auch nicht.

ffmpeg -i IMG_3070.mov \
  -c:v libx264 \
  -preset slow \
  -crf 23 \
  -pix_fmt yuv420p \
  -vf "scale='min(1280,iw)':'-2'" \
  -c:a aac \
  -b:a 128k \
  -movflags +faststart \
  optimized.mp4