
TRUCK OF THE YEAR ’79

TRUCK OF THE YEAR ’79
sperrmüllevent vor der haustür (bsr kieztage)
schnee und eis sind teilweise weggeschmolzen, aber heute nacht zog es dann wieder an, weshalb sich die wanderung in den rehbergen ein bisschen wie eine gletscherwanderung anfühlte und aussah.
sieht aus wie ein quasi-gletscher
zugefrorener schiffahrtskanal
aus der krautreporter morgenpost; „Morgenrot, schlecht Wetter droht“
mal schaun.
frida hatte heute zum ersten mal seit vielen jahren keine lust spazieren zu gehen. kurz vor den rehbergen fragte sie mich, ob wir wieder zurückgehen könnten. ich schlug auf dem rückweg noch einen schlenker über die müllerstrasse vor, ein angebot was sie normalerweise nie ausschlägt, weil es dort immer lecker nach döner riecht und gelegentlich döner auf der strasse liegt. nee, sie wollte lieber direkt nach hause. geht mir ehrlichgesagt auch bei dem wetter so, ich denke draussen dann immer: die bewegung kann ich ja zuhause machen, liegestützen und klimmzugübungen und so, über den tag verteilt, drei mal, dann bekomm ich trotz kurzspaziergang auch ausreichend bewegung. leider vergesse ich die gymnastik zuhause dann gerne. gestern nur einmal 13 (langsame) liegestützen, statt dreimal, immerhin ziemlich viel an der klimmzugstange rumgezogen.
ich bin heute und morgen krankgeschrieben weil ich morgen darmspiegelung habe. ich bin jetzt ja im vorsorgealter. in den letzten 5 tagen musste ich mich kernlos und ballaststoffarm ernähren. das fiel mir sehr schwer, weil ich mich einerseits gerade daran gewöhnt habe besondern ballaststoffreich zu essen und andererseits offensichtlich alles was ich gerne esse entweder viele balaststoffe oder kerne enthält oder aus nüssen ist. heute bin ich der empfehlung auf dem zettel der arztpraxis gefolgt und habe 2-4 scheiben toast mit „streichwurst“ oder „streichkäse“ gegessen. das vergnügen hielt sich in grenzen, ein deftiger salat zum frühstück oder das abendessen vom vortag liegt mur zum frühstück sehr viel mehr. aber trotzdem lecker.
wobei: der reiz von toastbrot erschliesst sich mir nicht mehr zu 100%. dunkleres oder körnigeres brot ist so viel mehr befriedigend und geschmackvoll. was ich aber zugeben muss: der hefe-duft, der aus einer tüte toast quillt, ist schon toll.
der toast ist die letzte feste nahrung die ich in den nächsten 24 bis 30 stunden zu mir nehmen werde. auch wenn das niemanden interessiert, ich bin mal gespannt wie ich diesmal die abführflüssigkeit vertragen werde und ob sie auch wieder lieber oben austreten möchte als unten. ich werde berichten.
plenvu darmreinungsmittel mit mango- und fruchtpunsch-aroma
das jahr ist schon 10 tage alt und ich habe das gefühl, dass es jetzt nicht mehr lange dauert und das jahr ist schon wieder vorbei.
der grosse angekündigte sturm blieb in berlin aus, das wetter fror einfach so vor sich hin, statt aggressiv zu werden. das ist nicht das erste mal, dass meine benachrichtigungen auf dem handy voller warnungen und vervorsichtigungen waren und dann am ende weder wind, noch schnee oder orkan aufkamen. mir ist schon klar, dass wettervorhersagen komplexe wahrscheinlichkeitsrechungen sind und ein schmetterling in ostasien den wintersturm potenziell verhindern oder mitauslösen kann. aber vielleicht sollten die warnungserzeuger trotzdem nochmal ihre kommunkationsstrategien überdenken und warnungen mit mehr konjunktiven präsentieren und entwarnungen mit der gleichen reichweite und wucht verbreiten wie die ursprünglichen warnungen. weil so bleibt bei mir irgendwie die frage hängen: wie ernst werde ich die nächste warnung nehmen?
gleiches gilt für die warnungen zum stromausfall im süden berlins. den stromausfall hat bei mir keine der installierten warnapp am 3. januar angekündigt. daür bekam ich am 7. januar mit viel getöse eine „Extreme Gefahr WARNUNG MITTEL“ und kurz danach, mitten in der nacht eine „Gefahreninformation ENTWARNUNG“ die mein telefon schreien liess.
warnungen und entwarnungen
das ist ein bisschen so, als ob die herolde der senatsverwaltung um 22 uhr sturm klingeln um zu sagen: „alles OK, KEIN GRUND ZUR SORGE, BITTE SCHLAFEN SIE WEITER! und bedenken sie, nach 18 uhr kein glas in glascontainer zu werfen, damit ihre mitbürgerinnen in ihrer nachtruhe nicht gestört werden!“
jedenfalls war es heute zum morgenspaziergang wieder -6°C aber es wirkte irgendwie milder als in den vorherigen tagen. zum teil kann das daran gelegen haben, dass ich heute zum ersten mal meine winterjacke, statt meines sommermäntelchens trug. zum anderen blies kein wind, was die gefühlte temperatur erhöht haben dürfte.
alle menschen und hunde die wir heute früh trafen waren extrem entspannt. frida auch, obwohl sie mich 5 mal fragte ob es ok sei, wenn sie mal kurz einen exkurs ins unterholz macht um dort eventuell sitzende vögel aufzuschrecken. ich liess sie gewähren, auch weil sie vorher übereifrig folgsam war, als ich sie darum bat.
catcherwiese
-6°C, wind kommt auf, leichter neuschnee, gute laune, kalte hände und ein bisschen sonnenaufgang.
eigentlich haben bäume kein herz. dieser schon.
morgenhimmel über der catcherwiese
leere rohbaudatscha hell erleuchtet
heute früh zum #morgenspaziergang -6°C, fast alle gehwege mit einem dicken eispanzer überzogen, dafür klar und sonnenaufgängig.
sonnenaufgang am schifffahrtskanal
auf dem weg am schifffahrtskanal huschten plötzlich schatten über uns. es waren wasservögel, die freie stellen im eis des kanals suchten und uns überflogen. das licht kam von einem kran über uns.
die geräusche des winters haben sich in den letzten 40 jahren massiv verändert. früher, wenn es schneite, hörte ich immer schneeschaufeln, gebogene blecke mit holzstil, die beim schippen und schleifen des schnees ein charakteristisches geräusch machten. hier in berlin wird der schnee auf dem gehweg von kleinen, röhrenden mini schneepflügen auf dem boden festgebürstet und dann, wenn man glück hat, mit etwas split bestreut. wenn man die motoren dieser kleinen flitzer morgens ab 5 uhr auf der strasse röhren hört hat das zwar auch einen informativen wert (es hat geschneit in der nacht), aber ich vermiusse das kratzen von blech auf rauen gehwegen.
scheisshaus
früh morgens und bei dieser witterung wirken diese öffentlichen toiletten beinahe einladend und gemütlich.
morgenspaziergang bei -2°C und sonne. manche menschen blieben stehen und konfrontierten die sonne minutenlang. wir sind einfach durch die rehberge gelaufen und haben gesehen wo schneebälle wachsen, dass sich schneemänner auch über sonne freuen und am ende waren wir beide ziemlich müde.
frida mit grauem schneebart
wo die schneebälle wachsen
bank am sperlingsee
afrikanische strasse
kurz vor dem plötzensee
plötzensee
julius caesar statue
zum jahreswechsel gingen die beifahrerin und frida gegen 22 uhr ins bett. ich beschäftigte mich damit mein zigbee-netzwerk mit dem zbt-2 zum laufen zu bringen, was komplizierter und nervenaufreibender war als ich mir wünschte. aber dafür war ich konzentriert und bekam vom lärm draussen nur am rande etwas mit, zum beispiel als die feuerwehr wasser auf einen balkon in der nachbarschaft goss. vielleicht lag es an meiner konzentration aufs debuggen, aber ich bilde mir ein, dass es dieses jahr etwas ruhiger als sonst war. auch der sprengstoffverpackungsmüll auf den strassen schien mir dieses jahr etwas weniger zu sein.
frida war der krach nicht egal, aber er hielt sie nicht davon ab die nacht durchzuschlafen. gegen 21 uhr machte sie auf sich aufmerksam und liess mich wissen, dass sie etwas wollte. leider gab sie mir keine hinweise was es ist was sie wollte, also bot ich ihr an raus zu gehen. sie blieb dann aber angesichts des lärms in der haustür stehen und obwohl ich sie, in der hoffnung dass sie mal schnell pinkeln würde, zwei meter von der haustür weglocken konnte, wollte sie dann doch lieber wieder rein. obwohl sprengstoff lediglich ein paar metern entfernt von uns gezündet wurde, zeigte sie keine zeichen von panik, wohl aber deutliches missfallen. zu hause stellte sich dann heraus, dass sie essen wollte. eine prall gefüllte futterschale stand für sie schon lange bereit, aber heute wollte sie, dass sich jemand zum essen neben sie setzte. das begleitete futtern befriedigte sie dann und sie blieb bis acht uhr morgens im bett.
um halb neun waren die strassen menschenleer und ruhig. ich dachte die ganze zeit: da knallen die knalltüten die ganze nacht um dämonen zu erschrecken und zu vertreiben und checken nicht, dass die dämonen und monster sich denken: na dann schnappen wir uns die seelen halt nicht nachts, sondern vormittags, wenn die eierköppe ruhig im bett liegen.
der spaziergang durch die regberge war dann extrem entspannt, etwas frisch und windig wars, aber die sechs kilometer bewegung taten uns beiden gut.
morgenspaziergang über die felder um karken (ca. 7 km), an adams loinde vorbei, kurz über die grüne grenze in die niederlande und zurück über den (ehemaligen) grenzübergang.
nachdem frida schonmal um halb fünf zum kacken raus musste waren wir zwischen acht und neun uhr zum regulären morgenspaziergang draussen in karken. war auch schön.
steg über die rur
4:50 h, -2° C
johann frenken weg in karken um kurz vor fünf uhr morgens
tichelkamp in karken um kurz vor fünf uhr morgens
morgenrunde durch karken und werlo. es war kalt, der sonnenaufgang spektakulär und viele häuser öffneten ihre rolladen in genau dem moment, an dem wir an ihnen vorbeigingen. eine frau verliess 300 meter vor uns ihr haus, sammelte ein bisschen müll auf und schmiss ihn zu den nachbarn in den vorgarten. ordnung muss sein. schön hier.



























