links und likes 10.09.2026
mir fiel auf, dass ich matt groening noch nie gesehen habe, also schaute ich mir diese folge von conan o’brian needs a friend mit matt groening an. matt groening ist ein bescheidener, sympathischer typ der wie home simpson aussieht aber sehr viel intelligenter als homer ist. ausserdem gelernt, dass man matt groening nicht deutsch mit ö (gröning) ausspricht, sondern wie greyning.
matt groening inspiriert conan o’brien dazu selbt die ganze zeit über seine zeit als autor bei den simpsons zu erzählen, während matt groening gelegentlich kleine ergänzungen hinzufügt. sehr interessant und unterhaltsam fand ich das und conan o’brien schafft es fast die ganze sendung über seinen sarkastischen humor zu zügeln — ganz offensichtlich ist er sehr bewegt von matt groenings anwesenheit und weist mehrfach daraif hin wie dankbar er für seine zeit bei den simpsons war.
zwischendurch reden die beiden über einen der simpsons-autoren mit dem namen john swartzwelder, der mittlerweiel detektivgeschichten schreibt, die beide sehr witzig finden.
die leseprobe von The Time Machine Did It auf amazon.de hat mich dazu gebracht das gleich zu kaufen und auf meinen virtuellen stapel von ungelesenen büchern ganz oben zu legen.
wie immer sehr witzig, auch wenn (oder gerade weil) jemand mit den gefühlen vom nuf spielen wollte.
Was ich eigentlich schreiben wollte: ich bin schon etwas deprimiert weder Agentur noch Vertrag zu haben. Mein Diva-Ego ist angekratzt und genau in dieser Verfassung erhielt ich nachfolgende Mail:
[…]
Ja und was soll ich sagen. Da war ich schon ein bisschen: Oha!
lukas heinser macht es einem wirklich einfach einen lesenwerten text von ihm anzuteasern. einfach den ersten absatz zitieren sollte reichen den ganzen text zu empfehlen, oder?
Keine Bronzeplakette, kein Podcast und keine Netflix-Doku künden davon, aber: Heute vor 25 Jahren sind wir – der Erdkunde-LK und weitere Leistungskurse des Theodor-Heuss-Gymnasiums Dinslaken – von unserer Stufenfahrt nach Berlin zurückgekommen.
im wedding sind wir wirklich gut versorgt mit chinesischen restaurants. trotzdem gehen wir eher selten überhaupt essen, aber der letzte besuch im szechuan an der szeestrase war sehr inspirierend. nach dem wirklich guten essen dort, wollte ich alles was wir dort gegessen haben nachkochen. bin ich zwar noch nicht dazu gekommen, werd ich aber noch. und in reisnudeln mizu werden wir bestimmt auch bald mal gehen.
“you can see everything”

der spiegel ist hellauf begeistert vom trailer der doku „you can see everything“:
Nicht jeder Film, ob Doku oder Fiktion, gibt eine solche Ankündigung her. Und oft genug hält das eigentliche Werk nicht, was die Vorschau verspricht. Der Trailer zu »You Can See Everything« aber setzt neue Maßstäbe. Gäbe es einen Oscar für den besten Trailer, wäre er diesem verstörenden Psychothriller im Miniaturformat nicht mehr zu nehmen.
der artikel ist hinter der paywall (hier ein geschenklink der aber nur 10 klicks lange hält), aber besteht neben begeisterung ohnhin nur aus der nacherzählung des trailers. den trailer kann man sich auch so anschauen.
als ich den trailer gesehen habe, wusste ich nicht um was es geht. nachdem ich den trailer gesehen hatte, wusste ich es immer noch nicht. ich wunderte mich aber, dass der film als documentary angekündigt wird, obwohl er doch so nach einem spielfilm aussieht. und ich habe mich gewundert, wo man eine schauspielerin gefunden hat, die elisabeth holmes so ähnlich sieht.
stellt sich raus, das ist tatsächlich eine doku.
Drei Jahre sollen Fielder und Oppenheim unter strengster Geheimhaltung an dieser Dokumentation gearbeitet haben. 34 Tage, bevor sie ihre Haft antreten sollte, hatte Holmes die Filmemacher eingeladen, ihr Leben zu begleiten: »Ihr könnt alles sehen!«
auf metacritic gibts bis jetzt nur 6 kritiken, aber alle positiv, was zu einer punktzahl von 94/100 führt. RogerEbert.com wird dort wie folgt zitiert:
A triumphant, riveting, and continually shape-shifting piece of creative non-fiction with curiosity and a playful sense of uncomfortable humor that will be no surprise to anyone familiar with Fielder’s work, it’s the kind of documentary that is persistently inquisitive and skeptical: both about its alarmingly wide-eyed subject who often refuses to blink, and the process of documentary filmmaking itself.
allein wegen des trailers überlege ich ernsthaft zum ersten mal seit ein paar jahren mal wieder in ein kino zu gehen. laut wikipedia startet der film am 16. oktober.
500 tage tägliches loggen, 531 tage kirby
vor 531 tagen schrieb ich „hallo kirby“, nachdem ich wirres.net mit kirby wieder belebt hatte. und seit 500 tagen habe ich jeden tag etwas veröffentlicht. nicht unbedingt jeden tag einen text, aber mindestens ein bild oder einen checkin.

ich bin ganz zufrieden mit dem, was ich mir hier in den letzten letzten anderthalb jahren zusammengedengelt habe. auf der vorderseite sieht’s aus wie das was ich mir als blog vorstelle, 1-2 tägliche beiträge in denen ich das abbilde was ich gesehen habe, was mich beschäftigt, was ich empfehle, was ich gegessen habe. dahinter ein weiterer fluss mit bookmarks, likes oder reposts von sachen die mir begegnet sind, aber oft noch unsortiert, unkommentiert oder zu lieblos für die voderseite sind. die 84 bilder vom baum den ich mir im letzten winter vorgenommen habe jeden tag wenn ich dran vorbeikomme zu fotografieren muss nicht jeder sehen. aber für mich ist es die wiederentdeckung des logs in weblog. in die gleiche kerbe (loggen) fällt mein medienmenü oder medienlog, in dem ich filme, serien und bücher logge, die ich gesehen oder gelesen habe. tatsächlich tauchen dort seit januar nur filme und serien und youtube-stunden auf, die ich mit dem laptop gesehen habe. keine bücher. obwohl ich im märz ein buch angefangen habe. und im september gleich zwei. zuende gelesen hab ich seit jahren keins mehr (aber ich bin dran).
aber das ist ja der witz an der sache mit dem loggen: mir selbst visualisieren womit ich meine zeit verbracht habe und womit nicht und wo diese zeit hin ist. eigentlich war das von anfang an eine motivation für mich ins internet zu schreiben: wenn die zeit schon mit steigendem tempo an mir vorbeirauscht, dann wenigsten die eine oder andere erinnerung festhalten.
wenn ich mir den aktivitätsgraphen der letzten 12 monate ansehe, erkenne ich auch, dass ich seit dem frühjahr auch mehr uns mehr auf den geschmack komme. die felder werden heller, ich veröffentliche also auch mehr und mehr.

nutze ich KI? klar, vor allem im maschinenraum. während ich früher diese webseite mit hilfe von gegoogelten codeschnipseln zusammendengelt habe, überlasse ich den grossteil des codings mittlerweile diversen KI-modellen. das prinzip ist das gleiche wie früher: ich stelle mich mit meinen ideen auf die schultern von anderen, die das mit dem coden besser können, um meine ideen umzusetzen. ich lese zwar weiterhin, wie früher, liebend gern den quellcode von webseiten und versuche zu verstehen wie dinge funktionieren, ich staune, wenn ich CSS-, microformat- oder json-ld-spezifikationen lese, ich freue mich über denkarbeit, die andere in plugins stecken und die ich dann adaptieren kann, aber eigentlich ist das prinzip, wie ich meine webseite baue, seit 30 jahren unverändert: ich kopiere und stehle code um daraus was eigenes zu machen. mit KI geht das ganze nur einen ticken schneller.
ob ich damit im jobs’schen/picasso’schen sinne ein good oder great artist oder gar kein artist bin, weiss ich auch nicht.
Good artists copy, great artists steal.
was zählt: ich hab mir mein haus selbst gebaut, auch wenn mir dabei sehr, sehr viele andere geholfen haben, deren code entweder open-sourced ist, googlebar war oder von LLMs zum lernen genutzt wurde. umgekehrt helfe ich (hoffentlich) anderen, auch was eigenes zu bauen, indem ich meine ideen hier frei verfügbar hinausposaune.
und für recherche nutze ich KI natürlich auch. oder wie nennt man das, wenn man etwas weiss, mal gehört hat, sich aber nicht mehr genau erinnern kann? genau dafür nutze ich auch immer wieder LLMs.
wie hat das steve jobs sagt, „xx kopieren, künslter klaubne bei den bestenb?“
Du meinst sehr wahrscheinlich das Zitat, das oft Steve Jobs zugeschrieben wird:
“Good artists copy, great artists steal.”
Jobs verwendete diese Formulierung 1996 in einem Interview und bezog sie auf die Idee, sich von hervorragenden Arbeiten anderer inspirieren zu lassen und daraus etwas Eigenes zu schaffen. Der Satz stammt allerdings nicht ursprünglich von Jobs; er wird häufig Pablo Picasso zugeschrieben, wobei auch diese Zuschreibung nicht eindeutig belegt ist.
andererseits ist die nutzung von KI für solche fragen manchmal auch quatsch. kagi und google hätten mir mit dem gleichen wortlaut der frage auch helfen können. kagi präsentiert das ergebnis allerdings in suchergebnissen, google als KI zusammenfassung.
ich koche übrigens genauso, wie ich blogge. einerseits suche ich nie perfektion, sondern immer effizienz, andererseits nehm ich den ganzen aufwand in kauf, damits mir schmeckt und freue mich, wenns auch anderen oder der beifahrerin schmeckt. auch was ich koche oder blogge hat oft den gleichen ursprung: die beifahrerin sagt gelegentlich: „mach doch mal chili con carne“ oder sucht mir rezepte raus und ich guck dann was ich draus mache. ist beim bloggen nicht anders: irgendjemand macht xy im internet und ich gucke was ich daraus mache.
gestern dachte ich mir: warum chili con carne a la jamie oliver eigentlich überhaupt kochen? also gabs gestern zum abendessen extra fein gewürfelte rote zwiebel mit einer dose mutti-tomaten, einer kleinen dose kichererbsen, einer dose schwarzen bohnen, etwas dosenmais (abweichend vom originalrezept), etwas balsamico, etwas sojasauce, etwas kreuzkümmel, etwas zimt und wie erwartet ergab das ein sehr leckeres, gazpachio-artiges gericht. frische, feingewürfelte paprika hätte dem ganzen auch gut getan, hatten wir aber nicht mehr. heute früh hab ich den rest von gestern abend mit salami-würfeln verlängert. chili con salami war auch gut.
sternbrücke
in hamburg haben wir in der nähe der sternbrücke übernachtet. die wurde ja gerade abgerissen und deren neubau wurde ein stück durch die stadt gerollt. mittlerweile ist die wieder für den bahnverkehr (oben) geöffnet, aber weiterhin für den auto- und fussgängerverkehr (unten) gesperrt. das erfordert auch für fussgänger signifikante umwege.
jahresurlaub
wir waren am wochenende kurz in hamburg und haben immer gescherzt, das sei unser jahresurlaub. auch sonst waren wir nicht so irre witzig, aber wir haben uns erinnert, dass wir ganz froh sind nach berlin gezogen zu sein. und wer denkt in berlin gäbe es viele baustellen, der sollte mal nach hamburg fahren.
frida war ein bisschen zickig und anstrengend, was wiederrum die beifahrerin schlecht gelaunt machte. da gibt es wohl noch baustellen, die wir wohl mal angehen müssen. meine vermutung ist, dass das reisen frida übermässig anstrengt, auch weil sie die ganze zeit damit beschäftigt ist, das rudel zusammen zu halten und gegen vermeintliche bedrohungen zu verteidigen. vernutlich ist unsere pudeldame nicht nur eine passionierte jägerin und schwimmerin, sondern auch eine selbst ernannte hüte- und herdenschutzhündin. immerhin: bei der abendrunde zurück im wedding war sie so entspannt, dass sie eine ratte die neben uns aus dem gebüsch sprang und weglief nicht mal im ansatz aufgeregt oder zum hinterherlaufen angeregt hat.
zum wiederholten mal gelernt: ich kann auch im höheren alter noch hervorragend und erholsam auf sofas schlafen. überhaupt kann ich nach wie vor überall einschlafen, wenns sein soll. beim laden im auto oder am strand (im schatten). meinen regulären mittgaspausen-mittagsschlaf im home office habe ich allerdings von 45 auf 20 minuten reduziert, weil ich gemerkt habe, dass ich es auch erholsam finde, zur mittagspause das internet leer zu lesen.
in hamburg kann man frei-bier kaufen. ich hab pro flasche 3 euro bezahlt. das „frei“ beudeutet allerdings weder, dass einen das bier von zwängen befreit, noch dass es kostenlos ist — sondern dass es alkoholfrei ist. demnach könnte man hackfleisch aus erbsenproteinen auch freifleisch nennen und zuckerfreie cola frei-cola. so gesehen könnte man wasser auch als freibier verkaufen (obwohl die EU bei sowas wahrscheinlich auf „bierfrei“ bestehen würde).
nachdem ich am sonntag formel 1 geguckt habe, hab ich in floppy ausversehen die ganze saison 2026 als gesehen markiert. pflichtgemäss hat mein sync-script dann alle noch folgenden rennen, qualis und trainings hier auch als gesehen markiert. das syncen funktioniert also und erinnert mich damit daran, dass es vielleicht nicht schlecht wäre, ein paar plausibilitätsprüfungen einzubauen.
abgesehen davon hat das rennen am sonntag gezeigt, dass mercedes in diesem rennen und eigentlich schon das ganze jahr über alles richtig gemacht hat. vor allem die entscheidung einen 41 jährigen, mehrfachen weltmeister, mit einem 19 jährigen potenziellen weltmeister zu ersetzen, scheint ein glücksgriff gewesen zu sein. ich bin immer wieder erstaunt darüber was die menschen in der formel 1 leisten, welche reaktionszeiten die fahrer haben und wie unterhaltsam im kreis zu fahren sein kann. aber seit ein paar jahren bin ich unfähig sympathien für ein team oder einzelne fahrer zu empfinden oder gar sowas wie fan einzelner fahrer oder teams zu sein. das kann auch an netflix’ drive to survive liegen, das jahr um jahr zeigt, dass vom ehrgeiz zerfressene multimillionäre mit adäquaten medientraining durchaus sympathien wecken können, aber eben auch, dass die eigentlich alle auf dem gleichen niveau unterwegs sind, die einen mal einen ticken besser als die anderen und die einen mal ein bisschen sympathischer als die anderen. aber es zeigt auch dass der weg vom sieger zum underdog und vom sympathischen typen zum unsympathen in der formel 1 sehr kurz ist.
links und favoriten vom 05.09.2026
ausserdem gefallen hat mir die dritte staffel silo die gestern zuende ging. das finale war super, hat viele geheimnisse gelüftet und gleich wieder 18 nachgefüllt. die aktuelle, noch laufende staffel reacher gefällt mir auch gut, aber eher im sinne einer sehr guten mittelguten fernsehserie. silo dagegen ist eine sehr gute sehr gute fernsehserie.
follow friday
journal.le-bastion.de: Ich möchte auch mal wieder auf meiner eigenen Toilette sitzen
Merk dir das als den Titel deiner Autobiographie, schreibt mir Christian. Ich sprach den Satz gestern vor dem Hautpeingang des Friedhofs, als ich auf meine Mitfahrgelegenheit wartete.
meine autobiografie würde ich „döner zum frühstück“ nennen. ich glaube deftiges frühstück habe ich lieben gelernt, als ich zum ersten mal nachtschicht gearbeitet habe. das war in heinsberg, während eines ferienjobs in einer fabrik, in der drähte gezogen und veredelt wurden. dort wurden aus dicken drähten feines metallgewebe für den mantel von autoreifen hergestellt. die drähte liefen durch öfen und zum abkühlen durch bleibäder und wurden später mit messing galvanisiesrt. die arbeit war irre ungesund und anstrengend, aber seitdem liebe ich deftiges frühstück.
aber eigentlich wollte ich nur journal.le-bastion.de empfehlen und auf meiner primäre blogrolle hinzufügen.
und wo ich gerade dabei bin: fortlaufend habe ich an dem tag entdeckt, an dem es geschlossen wurde in favor of the english version furthermore.
→ blogroll
- journal.le-bastion.de
das ist so ziemlich das minimalistischste blog das mir je untergekommen ist. so minimalistisch, dass noch nicht mal der rss feed discoverable ist, aber immerhin unter der standard-wordpress-adresse liegt. das journal besteht aus überschriften, text und einem zeitstempel. sonst nix. aber minimalsimus reicht natürlich nicht allein um meine neugier zu wecken. es sind die texte die ich sehr gerne lese. gefunden in konstantins blogrolle.
furthermore
fast so minimalistisch wie journal.le-bastion.de, nachfolger von fortlaufend auf englisch, so angenehm zu lesen, dass ich es nicht in die englischsprachige blogroll einsortiere, sondern auf meine primäre blogrolle, in der sonst nur deutschsprachige blogs sind.
changelog 03.09.2026
ich habe schon lange nicht mehr dokumentiert was ich hier im maschinenraum getrieben habe.
was ich schon lange mit mir rumgetragen habe und jetzt, nach einer inspiration von rast und rost, endlich so umgesetzt habe, dass es mich erfreut: sammlungen.
eigentlich hab ich das jetzt schon ein paar wochen, aber die reziprokität hab ich erst in den letzten tagen umgesetzt. ein artikel, der sich in einer sammlung befindet, zeigt das unter der überschrift mit einem hinweis und link auf die sammlungsseite an. das ist zwar schon reziprok, aber auch sehr subtil. weniger subtil ist (jetzt neu) eine liste der ganzen sammlung unter allen artikeln einer sammlung. so sieht das zum beispiel unter dem chili con carne rezept aus:

das ist die rezeptsammlung und das die übersicht meiner bisherigen sammlungen.
bei kottke.org hab ich den fixen „via“-link geklaut. ein via kann ich natürlich auch wie in den letzten 30 jahren im fliesstext setzen, aber so formalisiert, mit einem feld im backend finde ich das auch sehr gut, gerade zum beispiel für kurze empfehlungen, zu denen ich gar nicht viel schreibe (beispiel).
ich kann jetzt aus dem backend fotos zu instagram und grain schicken. grain ist einer der wenigen ATmosphere dienste die nicht schnarchlangsam sind und mir immer noch sehr gut gefallen. grain ist wie instagram früher war.
neben fett, kursiv oder durchgestrichen, kann ich jetzt auch text highlighten.

und natürlich der aus meiner primären blogrolle generierten reader. ich beobachte mich dabei, wie ich den reader ziemlich oft nutze, obwohl die feeds auch alle in meinem regulären feedreader sind. aber es ist schön mal schnell nachzusehen, ob in den blogs, die ich gerne lese, was neues steht. und so zwinge ich mich auch, öfter mal die webseiten zu besuchen, als nur immer alles in meinem feedreader zu lesen.
was ich auch toll finde, dass die blogrollen jetzt nach letzter aktivität sortiert sind. alphabetisch oder nach präferenz sortieren ist so ungerecht. aber die sortierung ihrer nachbarschaft nach bezeichnungslänge von frau klugscheisser gefällt mir auch sehr.
selbstorganisierende soziale netzwerke

technisch gesehen waren es drei dinge die anfang der zweitausenderjahre für das blogdings entscheidend wichtig waren: der permalinks, RSS und blogrollen. man konnte, damals wie heute, einfach auf einer handgeklöppelten webseite in internet schreiben, aber mit den anfang der 2000er aufkommenden content managmentsstemen wie wordpress (oder seinem vorgänger b2), mit movable type oder textpattern, wurde das ganze etwas einfacher und man konnte beiträge einfach mit permanenten links veröffentlichen, die dann auch noch automatisch in ein archiv eingeordnet wurden oder sich verschlagworten liessen. man konnte sich damit aufs schreiben konzentrieren, der organisatorische kram liess sich weitgehend automatisieren.
anke gröners blog hatte legendärerweise bis ende 2004 keine permalinks (so sah das aus). als sie das im november 2004 umbaute, freute ich mich, weil man dann endlich einzelne beiträge von anke verlinken und sich darauf beziehen konnte. mit permalinks konnte man einzelne beiträge empfehlen, kommentieren oder ergänzen. als leser konnte man sich so von beitrag zu beitrag und von blog zu blog hangeln. und wenn einem ein beitrag gefiel, abonnierte man das blog in seinem RSS-reader. serentipität nannte man das damals auch.
weiteren stoff für den RSS-reader fand man in den seitenleisten von blogs. listen mit blogs, die der autor oder die autorin des blogs empfahl oder selbst gerne las. diese blogrollen, die serentipität, das von einer empfehlung zur nächsten hüpfen und die abonnierbarkeit von blogs reichten aus, um aus webseiten ein soziales netz zu machen. man las sich und lernte andere zuerst durch das geschriebene wort und später auch durch durch treffen in der fleischwelt kennen, 2005 zum beispiel, auf der blogmich-party oder 2007 auf der ersten republica.
aber blogs waren nicht der einzige weg soziale netze im web aufzuspannen. foren funktionierten unter umständen genauso. legendär ist da zum beispiel das höfliche paparazzi-forum, bei dem es auch hier und da überschneidungen zur blog-sphäre gab. in der zeit zwischen ungefähr 2001 und 2007 kamen viele dinge zusammen, die das internet zu einem ort der sozialen vernetzung machten. die technik, wie frei verfügbare content managment systeme oder gehostete blogdienste wie antville, blogger.com und später blogger.de, die ins internet schreiben für viele einfach(er) machten. permalinks und blogrollen, die querverweise, verbindungen und empfehlungspipelines zum entlangsurfen bildeten und später von blog- und tag-suchdiensten wie technorati verstärkt wurden, mit denen dann blogs mit damals ziemlich offnen plattformen wie del.icio.us ode flickr verzahnt werden konnten.
bloggertreffen wie die blogmich-party oder die futura-bold-veranstaltungen von spreeblick (und ab 2007 die republica), stärkten diese bindungen zwischen leuten, die sachen im internet machten (und in berlin wohnten), dann weiter.
der witz war damals, dass das alles selbstorganisierend war. mit ein paar, auf den ersten blick obskuren und unverständlichen technologien wie permalinks, RSS/XML, linklisten/blogrolls, tags/schlagworten und gelegentlichen veranstaltungen, bildeten sich echte, dauerhafte soziale beziehungen. aufkommende plattformen unterstützten das und verstärkten diese netzwerkeffekte. ich glaube ein weiterer meilenstein war 2005 der google reader. er machte es nochmal einfacher blogs, über die man stolperte oder die man mochte, zu verfolgen. technorati half beiträge und blogs über themen zu finden.
aber der kern des ganzen waren empfehlungen. wenn ich A mag und A mir B empfiehlt, kann ich davon ausgehen, das ich B auch mag. und weil links zu anderen blogs oft in textwüsten verborgen blieben, waren blogrollen sozusagen der schnellzugang zu diesen empfehlungen.
aus einer forschungsarbeit zu den „praktiken des bloggens“ von jan schmidt von 2005:
Die „Blogroll“ enthält Verweise auf andere Weblogs, meist als Leseempfehlungen oder Listen befreundeter oder regelmäßig gelesener Autoren. Da die Blogroll in der Regel permanent auf der Startseite eines Weblogs sichtbar ist, besitzen diese Relationen einen stärkeren Stellenwert gegenüber den vergleichsweise flüchtigen Verweisen in Einzelbeiträgen, die nach einer gewissen Zeit von der Startseite verschwinden und nur noch im Archiv aufzufinden sind
darüber schrieb 2024 auch robert alexander:
Since the earliest blogs were published, blogrolls helped readers discover new blogs. Each blogger could promote the blogs they follow by listing them somewhere on their site (their blogroll). Readers could discover these suggestions as they browsed, helping them explore the blogosphere. A blogroll could be as simple as a list of hyperlinks, although recent tooling has become more advanced.
und dieses „more advanced recent tooling“ ist genau das, was ich gerade sehr spannend finde. so wie es damals, anfang der 2000er eine grosse erleichterung war, dass content managment systeme die texte, die ich ins internet schreiben wollte, automatisch in archivierbare, permanentverlinkte einzelbeiträge arrangieren konnten und ich bei einer aktualisierung nicht alles neu in html stricken musste, gibt es jetzt tools die mir die pflege, das anzeigen und die portabilität meiner leseempfehlungen erleichtern.
frank westpfahl von rivva stiess uns/mich vor ein paar wochen auf die neuen möglichkeiten für sowas, als er auf das (wordpress) blogroll-plugin von matthias pfefferle hinwies.
A blogroll is a list of the sites you read, put on your own site so other people can find them. This plugin adds one block for that. You collect the links, the block renders them on your page, and visitors can take the whole list with them into their feed reader.
also mit anderen worten: so wie bisher einfach eine liste mit empfehlungen anlegen, nur dass die liste zusätzlich noch etwas angereichert wird mit einem icon, links zum feed und das ganze von anderen (mit ein bisschen RSS/OPML/XML-magie) einfach in ihren RSS-reader mitgenommen werden kann. ich hab das schnell nachgebaut für mein kirby und spiele seitdem begeistert damit rum.
durch den artikel von robert alexander hab ich dann gesehen, dass die grundidee vom gleichen menschen, wie die grundidee von RSS (und podcasts) kam: dave winer hat das vorgeschlagen und sein dienst feedland macht das schon einen ganze weile so: man kann sich dort anmelden und entweder eine eigene liste von blogs anlegen die man gerne liest, die liste aus seinem feedreader importieren oder aus den blogrolls von anderen kopieren.
ich hab das gestern mal ausprobiert: meine starterpack blogrolle importiert ergibt das gleiche in grün auf feedland: eine liste von blogs die ich empfehle oder eine liste der beiträge der blogs die ich selbst sehr gerne lese (feedland / wirres.net).
der vorteil von dieser formalisierten, strukturierten oder eben maschinenlesbaren liste ist, dass leichter zu pflegen ist und ich selbst und andere auch gleich sehen können, was aus den abos rauskommt. ich sehe also, wenn ich will, nicht nur eine empfehlungsliste, sondern auch gleich was drinsteckt, umgekehrt chronologisch geordnet.
seit kurzem geht das auch mit follow.rivva.de (wenn man rivva unterstützt).
die qualität oder der nutzen eine blogrolle hängt natürlich nicht an der maschinenlesbarkeit, aber diese maschinenlesbarkeit und portabilität öffnet viele neue, wie ich finde, spannende möglichkeiten.
man könnte visualisieren, wie blogs zusammenhängen, man könnte feeds abonnieren, die einem nicht nur neue beiträge in den feedreader spülen, sondern auch neue blogempfehlungen. oder man könnte thematische blogrollen-pakete schnüren. oder seinen feedreader zum bersten füllen.
aber das entscheidenste ist, blogrollen könnten genauso wie gute blogs funktionieren die man gerne liest: sie können überraschen, erfreuen, nachdenklich machen, einem fremde welten erschliessen und weiterempfohlen werden.
auch lesenswert:
Früher™ war bloggen eine Tätigkeit, die sich in mindestens zwei Bereiche aufteilte: Blog schreiben und andere Blogs lesen. Dazu nutze man seinen Feedreader, wo die Liste der regelmäßig gelesenen anderen Blogs zu finden war und das war und ist die Blogroll.
Was ich bei den anderen aber vor allem mag, und ich auch machen moechte, sind die kurzen Beschreibungen zu jedem Blog. Die sind naemlich individuell, die machen eine Blogroll persoenlich.
bielinski.de: Neu im Blog - Blogrolls für Maschinen
Meine Blogroll habe ich schon sehr lange. Aber jetzt ist sie ein bisschen neu gegliedert und vor allem maschinenlesbarer.
bubbles.town: Bubbles — 5305 blogs
das ist die OPML-datei aller derzeit 5305 blogs die bubbles.town kennt.
This is an OPML subscription list. Import it into any feed reader to subscribe to every blog on Bubbles at once.
chili con jamie
dieses chili con carne rezept habe ich ursprünglich von jamie olivers webseite, hier meine variante. das rezept gehört seit mindestens 11 jahren zu unseren alltagsspeisen. es funktioniert mit „echtem“ hackfleisch genauso gut, wie mit hackfleisch-ersatz (fake-hack).
das gute alte chili con carne
das chili lässt sich wirklich einfach und schnell zubereiten. hack anbraten, etwas gemüse schnippeln und anbraten und ein paar dosen öffnen, alles zusammen ne stunde (oder kürzer) schmoren fertig. den zimt bemerkt man, aber das ganze hat nix weihnachtliches.

zutaten
- 2 zwiebeln
- 2 knoblauchzehen
- 2 möhren
- 2 stangen sellerie
- 2 rote paprika
- olivenöl
- 1 tl gemahlene chilischoten (oder 1 el sambal olek)
- 1 tl gemahlener kreuzkümmel
- 1 tl gemahlener zimt
- salz und frisch gemahlener schwarzer pfeffer
- 1 dose (400 g) kichererbsen
- 1 dose (400 g) kidneybohnen
- 2 dosen (je 400 g) gehackte tomaten
- 500 g hackfleisch
- 1 bund koriandergrün
- 2 el balsamico-essig
- 500 g naturjoghurt
ergibt: 6 portionen
zubereitung
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abweichend zum originalrezept brate ich das hackfleisch erst krümelig an. im originalrezept steht, dass man das fleisch erst hinzufügen soll, wenn das ganze gemüse und die dosentomaten schon im topf sind. mit fleisch geht das, mit hackfleischersatz schmeckts scheusslich. also: hack erst kräftig in öl anbraten und zur seite stellen.
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die zwiebeln, knoblauch und möhren schälen und fein würfeln, paprikaschoten und sellerie (lasse ich in der regel weg) auch würfeln. das gemüse in öl anbraten, später mit dem cayennepfeffer, dem kreuzkümmel, dem zimt, salz und pfeffer würzen.
statt der gemahlenen chilischoten („cayennepfeffer“), nehm ich immer nen löffel sambal olek.
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das gemüse ca. 7 minuten braten, regelmässig umrühren, bis es weich ist und etwas farbe angenommen hat. kichererbsen, kidneybohnen vom schleimigen dosensaft unter fliessendem wasser befreien und mit den dosentomaten zum angebratenen gemüse geben. das hackfleisch dazugeben. eine der leeren tomatendosen mit wasser füllen und das wasser auch dazugeben.
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die korianderblätter abzupfen und zur seite legen. die stiele waschen und fein hacken und unter das chili rühren. mit dem balsamico-essig und einer kräftige prise salz und pfeffer würzen.
alles aufkochen, die temperatur runterschalten und mit schräg aufgelegtem deckel 1 stunde köcheln lassen. gelegentlich umrühren.
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wer will kann dazu reis servieren, aber pur, mit etwas joghurt, schmeckts auch.
wtf ist intelligenz?
nico:
Mir geht es um die Lüge von der Intelligenz. Gut raten, welches Wort als nächstes in einen Satz gehört scheint zu reichen, um das auszuüben, was ich mir mehr oder weniger autodidaktisch als Beruf beigebracht habe, das überrascht mich jetzt nicht mal wirklich. Aber das ist keine Intelligenz.
Das wäre kein Problem, wenn dieser Irrglaube, wir hätten es hier mit Intelligenz zu tun, nicht gerade dazu führen würde, das alles wa[s] wirkliche Intelligenz ausmacht, abgewertet wird.
nico redet hier — natürlich — über sogenannte künstliche Intelligenz, KIs, LLMs.
das lese ich seit vielen jahren immer wieder, allüberall, die betonung, dass das was LLMs, oder die large language models, die wir in der alltagssprache meist als künstliche intelligenzen bezeichnen, eben keine intelligenz sind, sondern nur dinger die worte aneinander reihen die irgendwelche wahrscheinlichkeiten erfüllen, also im prinzip nur autovervollständiger sind.
AI isn’t “artificial” and it’s not “intelligent.” “Machine learning” doesn't learn. On this week’s Trashfuture podcast, they made an excellent (and profane and hilarious) case that ChatGPT is best understood as a sophisticated form of autocomplete – not our new robot overlord.
ich bin kein philosoph und nicht besonders gut im tiefen nachdenken, weshalb ich mich hüte solchen behauptungen zu widersprechen. was mir aber fehlt, ist eine definition was intelligenz denn nun eigentlich ist. was macht „wirkliche Intelligenz“ aus?
die beste arbeitshypothese dazu hat mir hoimar von ditfurth von 40 jahren in den kopf gesetzt. releativ weit vorne in seinem buch „im anfang war der wasserstoff“ schreibt er:
[…] Geist und Verstand [sind] offensichtlich nicht erst mit uns Menschen in diese Welt hineingekommen […]. Diese Einsicht ist, wie mir scheint, eine der wichtigsten Lehren, die wir aus den Ergebnissen der modernen Naturwissenschaft ziehen können. Zielstrebigkeit und Anpassung, Lernen und Probieren, den schöpferischen Einfall ebenso wie Gedächtnis und Phantasie, das alles gab es, wie ich in diesem Buch im einzelnen zu zeigen versuchen werde, schon lange, bevor es Gehirne gab. Wir müssen umlernen: Intelligenz gibt es nicht deshalb, weil die Natur es fertigbrachte, Gehirne zu entwickeln, die das Phänomen »Intelligenz« am Ende einer langen Entwicklungsreihe schließlich ermöglicht hätten.
[…]
Die Natur hat nur deshalb nicht bloß Leben, sondern schließlich auch Gehirne und zuletzt unser menschliches Bewußtsein hervorbringen können, weil es Geist, Phantasie und Zielstrebigkeit in dieser Welt schon immer gegeben hat, vom ersten Augenblick ihres Bestehens an.
sein argument ist, grob verkürzt, dass die evolution, die natur, leistungen produziert, die im prinzip wie intelligentes problemlösen aussehen — ohne ein planendes subjekt. beispiele die er nennt sind tarnung, evolutionäre anpassungsfähigkeit oder antibiotikaresitenz. einfache regeln in komplexen systemen, wie bei bienen- oder ameisenvölkern, mutation und selektion erwecken „den Eindruck von Lernfähigkeit und intelligentem Verhalten“.
Klammert man sich nicht mehr daran, daß eine intelligente Reaktion nur dann intelligent genannt werden darf, wenn es die Reaktion eines Individuums ist, nicht dagegen, wenn es sich um die Reaktion einer Art handelt, dann bestehen keine Schwierigkeiten, sich die isolierte Entstehung einzelner Leistungen vorzustellen, die in ihrer Gesamtheit dann an einem sehr viel späteren Punkt der Entwicklung, durch individuelle Gehirne zusammengefaßt, den Beginn der »psychischen« Entwicklungsstufe markieren.
Hier zeichnet sich folglich die Möglichkeit ab, das Gehirn zu begreifen als ein Organ, dessen eigentliche Leistung unter einem evolutionistischen Aspekt darin zu sehen sein könnte, daß es bestimmte Reaktionsmöglichkeiten, die unabhängig voneinander entstanden sind und fertig vorliegen, zu einem geschlossenen, individuellen Verhaltensrepertoire integriert.
platt gesagt, habe ich hoimar von ditfurth damals wie heute so verstanden, dass der geist, die fähigkeit zur intelligenten reaktionen auf die welt, einfach da ist, im universum oder den naturgesetzen steckt und sich im Laufe der evolution in immer komplexeren formen und irgendwie, irgendwann auch in unseren gehirnen manifestieren konnte.
hoimar von ditfurth kann man zum glück nicht nachsagen, er sei dem hype aufgesessen oder anthromorphisiere das universum. im gegenteil, er ermahnte uns bereits 1972 dazu, intelligenz nicht zu einer exklusiv menschlichen fähigkeit zu machen und ihre existenz nicht an gehirne oder ein individuelles bewusstsein zu knüpfen.
oder kurz gesagt: sätze wie
das ist keine Intelligenz
oder
AI is […] not “intelligent.”
scheinen mir einen erstaunlich geringen erkenntniswert zu haben, solange ungeklärt ist, wtf intelligenz eigentlich sein soll.

heute wieder mal chili con carne mit fake-hack gekocht. das ist sehr gut geworden und ich wollte das rezept aufschreiben. vorher diese site abgesucht, ob ich das rezept vielleicht schon mal gepostet habe. so wie es aussieht hab ich das nicht. vor 11 jahren hab ich mal ein foto und einen link zum originalrezept gepostet. das originalrezept ist mittlerweile 404. dasnuf hat das rezept ein paar monate später nachgekocht). dass ich chili con jamie jetzt seit mindestens 11 jahren koche, überraschte mich.
weil es auf der blogger-party „blogmich 2005“ auch chili con carne gab, hab ich ausserdem diesen beitrag gefunden, in dem ich bilder der #blogmich auf flickr verlinkt habe — und die sind tatsächlich noch alle da (ausser meinen, weil ich später irgendwann mein flickr-konto gelöscht habe).
das rezept schreibe ich die tage mal auf weil es wirklich lecker und unfassbar einfach herzustellen ist.
nachtrag: rezept für chili con carne a la jamie oliver, funktioniert mit hackfleisch, aber auch veganem hack.
mein ältester blogartikel
es wurde die frage gestellt:
Meine ältesten Blogartikel – Was würde ich heute anders machen?
ich habe schon vor diesem artikel ins internet geschrieben, aber das hier war der erste den ich vor 24 jahren mit einem content management system veröffentlichte und der eine permanente url hatte. im archive.org ist der artikel in seiner damaligen pracht zu sehen. hier ist er eingebettet:
wurstsalat und ein würschtle für 3,33 euro. erschütternde worte und zahlen.
am 15.04.2002 bei wallisch-binder gekauft, dem metzger der nie offen hat...

anders machen würde ich heute nicht viel. eigentlich würde ich das heute genau so veröffentlichen. allerdings würde ich nicht 5 tage warten bis ich einen lustigen kassenzettel poste und ich würde auch keinen wurstsalat mehr kaufen, sondern den selber machen.
sammlung: schottlandurlaub sommer 2015
im juli und august 2015 waren wir zum ersten mal in schottland (2017 zum zweiten mal). damals habe ich sehr viele bilder von der reise geinstagramt. schon damals habe ich die instagram-bilder per ownyourgram (RIP) auf wirres.net kopiert. allerdings habe ich nie eine sammlung der reise angefertigt, mit der man eine übersicht über die reise bekommt. das ist hiermit nachgeholt. ausserdem habe ich 2015 noch zwei artikel über die reise geschrieben, einen über schottischen whisky und einen über das falkirk wheel.
eine karte, mit den orten der fotos gibts auch.

heute abend wollten wir eigentlich nach edinburgh fliegen. leider kam das flugzeug das uns nach amsterdam fliegen sollte so spät in berlin an, dass wir unseren anschlussflug nach edinburgh verpasst hätten. also hat KLM uns umgebucht auf einen british airways-flug morgen früh. mit ner britischen airline nach gross britanien zu fliegen ist auf jeden fall stilvoller als mit ner niederländischen fluglinie.
doof ist, dass wir heute nacht dann wieder zuhause übernachten, statt in einem bed and breakfast in edinburgh. und dass wir 4 stunden unterwegs und am flughafen tegel waren für nix. die mitarbeiter von KLM waren aber sehr hilfsbereit auch wenn die schlangen um zu ihnen zu gelangen unerfreulich lang waren. und morgen können wir auf kosten von KLM mit nem taxi zum flughafen fahren.
keine apple-werbung.

deckenmuster in unserem guest house. #edinburgh #schottland

ix hielt das für ne super Idee: unter die reifen legen und mich von der beifahrerin fotografieren lassen. sie nicht.

zweites schottisches frühstück mit spooky-smiley-cappuccino und „schrott-brett“ (wie die beifahrerin sagt).

ix hielt das für ne super Idee: mich auf diese konsole stellen und mich von der beifahrerin fotografieren lassen. sie nicht.
sie: gibts da nen unterschied zwischen palast und schloss?
ich: klar, nen palast kann man nicht abschliessen.

ich musste erst foursquare bemühen, bevor ich die beifahrerin hier reinbekam.
den haddock (schellfisch) will die beifahrerin jetzt immer essen.
sie: oh, die handtücher haben geschmack.
ich: welchen denn?
sie: minze und was fruchtiges … mango vielleicht.

ich weiss nicht ob es stimmt, aber wenn das wirklich loch lochy ist, dann ist das mein lieblings-seename.

theoretisch kann man in dem castle für £10 einen tag lang wohnen. man darf nur nix anfassen und wird um 18:30 rausgeworfen.

die chinesische mauer ist so gross, dass man sie auch in schottland mit blossem auge erkennen kann.
in dieser landschaft erwartet man jede sekunde, dass einen ein hobbit anlächelt.
in dem b and b wo wir gerade sind, wohnt auch dieses schaf, das denkt es sei ein collie. mittlerweile isses mutter, aber immer noch anders als die anderen schafe.

kurzspaziergang um’s b and b bei ullapool. der sehr freundliche collie hat uns ungefragt begleitet.

kannste dir nicht ausdenken solche bilder. #schottland

einmal rechts hoch, hinter dem dem berg rumlaufen und dann links vom berg im schlamm wieder runterrollen. (wandern in #schottland kann ganz schön anstrengend sein.)

hier kommt man aus dem staunen gar nicht mehr raus. #schottland #lochinver

dem frühstück nach gehen wir heute bäumefällen. in echt natürlich nur spazieren. #schottland

sechst-bester picknickplatz in #schottland: in #inverness am castle.

#picknick #selfie in #inverness am #castle in #schottland

melodie in meinem kopf: krombacher-werbemusik mit dudelsäcken gespielt. #schottland

auf dem Weg zu den bone caves in der nähe von lochinver quillt plötzlich wasser aus dem boden und formt nen reissenden und sehr laut rauschenden strom. und die rehe sind hier gross wie lamas (nicht im bild, wollt ich aber mal los werden)

beeindruckendster buchladen seit langem: leakeys bookstore in #inverness. bitte auch die zentralheizung mitten im raum beachten.

die pies aus #lochinver waren übrigens super. meiner war mit chorizo und käse, der der beifahrerin mit dicken apfelstücken und viel zimt.

das beste am whisky trail ist der duft des angel shares (dem flüchtigen alkohol) in den lagerhäusern. #schottland

blick durch ein whiskyfass mit glasböden bei glen moray. #schottland

tourvorbereitung bei #glenfiddich. (die schotten sprechen glenfiddich aus wie die deutschen.)

die führungen durch die whisky-destillerien waren ausnahmlos toll. überall gabs mal was anderes zum riechen oder anfassen oder probieren. mal geröstete gerste, mal den spirit zum in den händen verreiben und überall natürlich das endprodukt in verschiedenen varianten. am beindruckensten war immer das riechen an den fassöffnungen der gefüllten fässer.

destillieranlage bei #glenfiddich.

grosszügiges probiergelage bei glenfiddich. etwas stillos fand ich, dass man zum whisky leitungswasser statt des viel gelobten quellwassers (das in jedem produktionsschritt genutzt werde) serviert. ach, das quellwasser wird auch nicht zur destillatskühlung und gerstenquellung genutzt.

lecker, freundlich, reasonably priced, tolle aussicht und auch in ner ehemaligen kirche: the mustard seed.

der himmel über inverness. #schottland

cat content anno 1896. das buch in dem ich das gefunden habe ist ne art listicle mit dem namen „the hundred best pictures, second series“ und wurde 1902 von c. hubert letts veröffentlicht. manchmal hab ich das gefühl es ändert sich nix, außer der quantität und geschwindigkeit.

hier in #inverness landen alle eure beschwerdebriefe an die telekom.

loch ness.
unser wirt hat das monster zweimal gesehen. es habe grosse zähne und könne auch fliegen. er schien enttäuscht zu sein, dass wir ihm das nicht glauben wollten. wir haben dann später 12 enten am loch ness gesehen. die können auch fliegen.
keine souvenirs gekauft.

um das loch ness im wald sprießen rhododendren wie unkraut. wegschneiden hilft offenbar nicht lange.

nadelwald.
unten rum sind die nadelbäume hier grün vom moss, das nadeln nicht unähnlich ist, oben scheinen die bäume noch echte nadeln zu haben.
sieht man auf dem bild natürlich nicht, stimmt aber.

rund um inverness ist die natur sehr kultiviert. mir fehlt jetzt schon, nach 2 tagen #inverness, die brutale wildnis der highlands um ullapool und lochinver.

die anderen lächeln auf selfies immer. aber die rufen auch nach „nessie“. #lochness

die „anderen“. zuviele.
#urquardtcastle #lochness #schottland
⚠️ Artikel „“ nicht gefunden.

das private scheisshaus des 1st duke of albany im doune castle.
mit der audiotour, gesprochen von terry jones, hat das schloss sehr viel spaß gemacht. und viele szenen von „ritter der kokosnuss“ wurden hier auch gedreht.

unser letztes bed and breakfast, das lismore house.
hier schlafen auch 400 schafe und 16 rinder.

die kapelle im stirling castle mit dem besten vorstellbaren altarbild: gerahmter schottischer himmel.

vielleicht ist das auch das ideale #schottland-symbolbild: farbenfroher himmel, einspurige strassen, wildnis mit gelegentlich eingesprenkelten zivilisationsspuren.
#latergram #telefonzellen
an einer zusammenfassung unserer schottlandreise oder einer übersicht der bilder, die wir in den letzten zwei wochen gepostet haben, werde ich in den nächsten tagen ganz bestimmt arbeiten. wobei die bisher von mir veröffentlichten bilder natürlich bereits alle hier sind. im instagram-konto der beifahrerin finden sich (natürlich) auch ganz viele schottlandbilder.
zeiterfassung 30.08.2026
johannes kuhn nennt das „notizblog“, caro (und einige andere) 12 von 12, ich nenne es tagebuchbloggen oder heuite mal zeiterfassung.
→ lesen …
ziemlich geschickter spin von cleo abram, um den handlungsbedarf angesichts des klimawandels als möglich darzustellen. der kontext in den sie das stellt sind zwei ereignisse:
- der antarktisvertrag (antarctic treaty) von 1959, der die friedliche nutzung der antarktis regelte
- das montrealer protokoll (Montreal Protocol) von 1987, das den weltweiten verzicht aufs stoffe regelte, die zu einem abbau der ozonschicht führen
in beiden fällen gab es eine globale einigkeit und zusammenarbeit. warum sollten wir das nicht auch beim klimawandel schaffen?
der softwareentwickler nikita prokopov war (2024) frustriert von webseiten mit kinoprogrammen und programmierte sich und allen menschen in deutschen städten schnell eine schlanke webseite mit allen kinos in deutschland und allen filem und allen spielzeiten. keine werbung, keine cookies, kein logo, kein firlefanz, nur das programm in filterbaren tabellen. hier das programm des city-kinos im wedding, für das ich noch einen gutschein habe, hier das programm des cinemaxx am potsdamer platz.
obwohl solche spontanen experimente ja oft bei schwindendem interesse der entwickler verwaisen, allekinos.de läuft auch nach 2 jahren noch.
In the beginning, I wanted a simple website that solved my problem. I wanted a website that I’d enjoy using.
Magic things happen when you trust your users and just show them everything you’ve got.

screenshot von allekinos.de mit einer klickbaren liste von städtenamen und links auf „demnächst im kino“ und „alle filme“
schilder in hamburg
PREISTAFELSchüler StudentenJugendlichesowie Seeleutepro Bett &Übernachtungincl. Frühstück26,50 DM
BETRIEBSFERIENvom1.1. bis 31.12.
mir fiel auf, dass in fundstücke auch fun steckt.





















































































was wäre wenn wir winterschlafen könnten?