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This Github project from Ankur Gupta allows you to “generate beautiful, mi­ni­ma­list map posters for any city in the world”. There are a variety of different themes you can choose from and the resulting images are big enough to print out actual posters (20-inch height maximum).


mit die­sem pro­jekt ist es wirk­lich ein­fach sehr schö­ne kar­ten oder kar­ten-pos­ter her­zu­stel­len. ba­siert (na­tür­lich) al­les auf open street map.

das habe ich auf mei­ner li­nux-kis­te ein­ge­ge­ben:

curl -LsSf https://astral.sh/uv/install.sh | sh
git clone https://github.com/ori­gi­nal­an­kur/map­top­os­ter.git
cd map­top­os­ter
uv run ./create_map_poster.py --city "Wedding" --country "Germany" --theme "neon_cyberpunk" -d 7200

und fer­tig, mein kiez:

(down­load grös­se­re bild-ver­si­on hier oder hier in „noir“)


hm. meq weist auf wedium.social hin:

Immerhin gibt es ein deutsches Projekt namens "Wedium". Im Oktober in Berlin gegründet. Mit dem Ziel, ein ent­shit­te­tes, faires, botloses und hass­frei­es Instagram zu schaffen. Kom­mer­zi­ell soll es werden, aber gleich­zei­tig auch gut. Die wichtige Frage, die sich mir stellt, ist, wie man ver­hin­dert, dass Meta oder Bytedance die Firma ir­gend­wann aufkauft, aber sonst finde ich es aus wirt­schafts- und so­zi­al­po­li­ti­scher Sicht ein sehr in­ter­es­san­tes Projekt. Man kann sich bereits vor­anmel­den. Aber es geht erst im Juni live. Oder so.

weiss nicht. sie werben mit einem ma­ni­pu­lier­ten bild, dass nicht als ma­ni­pu­liert ge­kenn­zeich­net ist. sie behaupten „The first social network you can trust“, sagen aber nicht warum. sie werden KI zur mo­de­ra­ti­on nutzen, steht in der da­ten­schutz­er­klä­rung, sagen aber nicht welche. sie wollen eine al­ter­na­ti­ve zu instagram, tiktok und youtube sein (laut diesem wedium-werbepost auf instagram) und ich frage mich, warum nicht auch noch gleich zu facebook?

ich hab mich trotzdem mal re­gis­triert für die war­te­lis­te. wirklich in­ter­es­sie­ren würde mich vor allem: gibt’s eine API, kann ich auf meine daten per api zu­grrei­fen, damit ich kopien meiner posts auch hier auf meiner seite vorhalten kann, oder werden sie ähnlich ab­ge­schlos­sen wie instagram/meta agieren (die dafür ja auch gerne da­ten­schutz vor­schie­ben).

also mit anderen worten, werden sie ein an­ge­neh­mer mitbürger hier im netz sein wollen, oder ein weiterer ab­ge­schlos­se­ner, um­mau­er­ter garten?


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„huch!“, dachte ich als ich in dirk von gehlens news­let­ter las:

[I]ch glaube: De­mo­kra­tie braucht Op­ti­mis­mus! Darüber habe ich im November auf der TEDx in München ge­spro­chen - und der Talk steht jetzt online.

kommt mir bekannt vor. und tat­säch­lich habe ich ein ganz ähnliches thema für die republica dieses jahr ein­ge­reicht:

[D]ie Fein­se­lig­keit und Ab­sur­di­tät der Welt ist die Quel­le aus der wir Op­ti­mis­mus, Kraft für Ver­än­de­rung und Glück schöp­fen kön­nen. Op­ti­mis­mus muss kei­ne Schön­fär­be­rei sein und ist nicht der Glau­be, dass al­les gut wird. Op­ti­mis­mus ist die Ent­sch­ei­dung, in ei­ner be­schis­se­nen Welt trotz­dem Be­deu­tung zu er­zeu­gen.

ich glaube für mich ist da aber noch luft nach oben und unten. und ich hab ja auch — wenn ich genommen werde — 17 minuten mehr zeit auf der republica als dirk auf dem tedx.


⭐ 👍 ❤️ KW 4 2026

felix schwenzel in favoriten

ein lis­te von din­gen, die ich in den letz­ten ta­gen an­ders­wo ge­lik­ed oder fa­vo­ri­si­ert habe, teil­wei­se kom­men­tiert und wei­ter un­ten mit ein paar an­mer­kun­gen aus dem ma­schi­nen­raum.


eine ober­fläch­li­che recherche zeigt, dass dieses bild in dieser und anderer form seit ungefähr den 2010er jahren durchs internet wobbelt und der vergleich auf mehreren ebenen hinkt und in der debatte um rassismus nicht wirklich hilfreich ist.

auch schon etwas älter (16.12.2025), via @Most­ly­Harm­less@the­ca­na­di­an.social, die vergessen haben das original zu verlinken.

(via)

(via)

die bei­fah­re­rin (katia) hat in letzter zeit viele ihrer bilder in witzigen serien (neu) ver­öf­fent­licht. ich finde das teilweise sehr witzig: partytime!, kulinarik & gas­tro­no­mie 2/2, kulinarik und gas­tro­no­mie 1/2 oder paare.

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man kann es nicht oft genug sagen, aber martin short ist wirklich einer der wit­zigs­ten gäste in ame­ri­ka­ni­schen talkshows. immer schon gewesen und immer noch.

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toll: eine selbst­ge­bau­te lampe, die das wifi-spektrum vi­sua­li­siert.

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steve mould wie immer un­ter­halt­sam und er­kennt­nis­reich. quasi ein youtube-kanal ohne maus, für er­wach­se­ne. diesmal über was­ser­röhr­chen die klacken, das phy­si­ka­li­sche phänomen der ka­vi­ta­ti­on und wie ul­tra­schall-vernebler funk­tio­nie­ren.

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ich frage mich ja, ob man, nachdem man mehr als 100 fallow-videos gesehen hat, behaupten darf, dass man eine koch-aus­bil­dung im fallow re­stau­rant in london ab­ge­schlos­sen hat.


ich hab hier schon ein biss­chen er­klärt wie ich neu­er­dings fa­vo­ri­ten-, bzw. like-lis­ten er­stel­le. aber ich muss noch­mal drauf hin­wei­sen, wie zu­frie­den ich mit die­sem neu­en sys­tem bin. der ab­lauf ist im prin­zip, dass ich sa­chen, die mir ge­fal­len, ein­fach per brow­ser-book­mar­klet in den fa­vo­ri­ten-fluss schmeis­se, ge­ge­be­nen­falls noch ein via oder ei­nen kom­men­tar nach­pfle­ge und, wenn’s geht, auch noch an der quel­le ei­nen na­ti­ven like hin­ter­las­sen, also zum bei­spiel bei you­tube oder mast­o­don.

wenn ich web­sei­ten die web­men­ti­ons un­ter­stüt­zen in den fa­vo­ri­ten fluss wer­fe, lan­det auf der web­sei­te au­to­ma­tisch ein herz (bei­spiel er­geb­nis, ur­sa­che).

das book­mar­klet über­mit­tel beim „li­ken“ nur die url an kir­by, bzw. wir­res.net und kir­by baut dann, je nach url, ei­nen mast­o­don-em­bed, eine link-box oder ei­nen you­tube-em­bed. das funk­tio­niert mitt­ler­wei­le ganz OK, in­sta­gram-em­beds wür­de ich ger­ne nä­her am ori­gi­nal ren­dern, aber das lässt in­sta­gram der­zeit nicht zu, aus­ser man nutzt de­ren na­ti­ven em­bed-code, der ei­nem dann aber ganz vie­le tra­cker und ja­va­script-scheiss be­schert. keins mei­ner em­beds läuft über drit­te, es wer­den mit den em­beds also kei­ne tra­cker, kein ob­sku­res ja­va­script das ich nicht kon­trol­lie­re aus­ge­lie­fert oder http-re­quest an frem­de sei­ten ge­lei­tet.

aus dem was in den fa­vo­ri­ten- oder le­se­zei­chen-flüs­sen liegt, pick ich mir dann ir­gend­wann bei­trä­ge raus und ver­knüf­te die zu ei­nem bei­trag wie die­sem hier.

mit die­sem vor­ge­hen, die­ser teil­aus­to­ma­ti­sie­rung, habe ich jetzt sehr viel rei­bung re­du­ziert und mir vie­les ein­fa­cher ge­macht. und dar­über freue ich mich, auch wenn es sonst kaum je­man­den vorr­an­bringt.

apro­pos rei­bung; es gibt ja ge­ra­de eine meta-dis­kus­si­on zwi­schen ein paar blog­gern, die sich um die fra­ge ent­spann, war­um blog­gen­de of­fen­bar we­nig jung sind, hier kann man sich dazu ein­le­sen, wenn man blog­dings-meta-dis­kus­sio­nen mag:

 
jo­han­nes und kon­stan­tin ar­gu­men­tie­ren vor al­lem da­mit, dass blogs des­halb ver­küm­mert sind, weil in­ter­ak­tio­nen (li­kes, re­posts, men­ti­ons, bi­di­rek­tio­na­le links) auf (kom­mer­zi­el­len) plat­for­men viel rei­bungs­lo­ser funk­tio­nie­ren als in blogs. und tat­säch­lich wünsch­te ich mir auch, dass es für die­ses, im grun­de gross­ar­ti­ge, aber prak­tisch viel zu kom­pli­zier­te in­die­webge­döns, das ich mir jetzt wie­der hier müh­sam zu­sam­men­ge­schraubt habe, ein­fa­che soft­ware-lö­sun­gen ge­ge­ben hät­te oder ge­ben wür­de. an­sät­ze gab’s im­mer wie­der (known oder mi­cro.blog fal­len mir da zum bei­spiel ein), aber auch die wa­ren und sind durch­gän­gig furcht­bar kom­pli­ziert und ge­wöh­nungs­be­dürf­tig.

von aus­sen sieht das sys­tem, das ich mir hier zu­sam­men­ge­baut habe, mög­li­cher­wei­se kom­pli­ziert aus und ich glau­be dass das noch sehr weit weg ist von ei­nem sys­tem, dass ich an­de­ren men­schen emp­feh­len möch­te. aber trotz­dem, falls je­mand an­ders da­mit rum­spie­len möch­te, hier noch­mal kurz die zu­ta­ten­lis­te:

  • mi­cro­pub
  • quill-book­mar­klets
  • kir­by er­wei­te­run­gen und tem­pla­tes für fa­vo­ri­ten und le­se­zei­chen (mit hil­fe von cur­sor ge­codet)
  • viel ge­duld und re­si­li­enz — und ein über­bor­den­des (mit-) tei­lungs­be­dürf­nis.

beim lesen der anleitung musste ich ein bisschen lachen. das ist die anleitung im volltext:

Alles verrühren und etwa 70 Minuten bei 160 Grad backen. Fertig.

mög­li­cher­wei­se backe ich den nachher einfach mal.

ich hab meine ober­stu­fen- und abi-zeit und auch meine schreiner-lehrzeit in der nähe der nie­der­län­di­schen stadt roermond verbracht. aber diese nazi-gräuel-ge­schich­te kannte ich noch nicht. bei der ge­denk­ver­an­stal­tung sagte die bür­ger­meis­te­rin von roermond: „Das, was wir hier tun, ist keine Ver­pflich­tung aus der Ver­gan­gen­heit, sondern ein Wunsch für die Zukunft“

Denn mit der EU ist es ähnlich, wie mit Gott. Sie existiert solange wie die Menschen daran glauben. Wenn der Glaube schwindet, schwindet auch die EU. Und niemand ist da, um Hilfe zu leisten, die Ame­ri­ka­ner tun so, als würden sie uns gar nicht kennen.

  1. fake auswahl: „willst du die jacke hier anziehen oder lieber draussen anziehen?“
  2. eigene emotionen re­du­zie­ren indem man mit antworten andertalb minuten lang wartet
  3. die per­spek­ti­ve der anderen sehen, bzw. auf augenhöhe kom­mu­ni­zie­ren, so dass das gegenüber sich drauf ein­stel­len kann was kommt und sich ein­be­zo­gen fühlt : „wenn wir heute spazieren gehen müssen wir unsere reinhold-jacken anziehen.“

(via)


zi­ta­te mit fonts

felix schwenzel in notiert

eben hat­te ich eine schnaps­idee, ob­wohl ich kei­nen schnaps trin­ke. ich dach­te kurz, wie das wohl aus­sieht, wenn man zi­ta­te aus an­de­ren blogs in de­ren schrift­art ein­färbt. ich woll­te es mal aus­pro­bie­ren, jetzt sehe ich, es ist we­ni­ger be­ein­dru­ckend als ich ge­hofft hat­te. aber wie das beim „blog­gen“ so ist, auch wenns scheis­se ge­wor­den ist, kann man es ja trotz­dem ver­öf­fent­li­chen.


me­qui­to.org (EB ga­ra­mond):

Mei­ne Frau hat gro­ße Plä­ne für die Ver­schö­ne­rung un­se­rer Woh­nung. Ihre Plä­ne er­for­dern je­doch im­mer mei­ne tat­kräf­ti­ge Un­ter­stüt­zung. Al­les, was Kraft und Ma­schi­nen ver­langt, wird di­rekt in mei­ne Auf­ga­ben­lis­te ge­schrie­ben. Ich füh­le mich sehr ge­ehrt da­von, wenn ich sehe, was sie mir al­les zu­traut. Ich stren­ge mich na­tür­lich an, die hand­werk­li­che Er­war­tung an mich zu er­fül­len. Viel­leicht macht sie das aber auch mit Ab­sicht. Ich habe sie nach 17 Jah­ren noch nicht ganz durch­schaut.

bei uns ist das an­ders: al­les was kraft und ma­schi­nen ver­langt, neh­me ich aus der auf­ga­ben­lis­te der bei­fah­re­rin raus und schrei­be es in mei­ne lis­te.

eine brot­schnei­de-ma­schi­ne ha­ben wir uns un­ter an­de­rem des­halb ge­kauft, da­mit sich die bei­fah­re­rin we­ni­ger oft beim brot­schnei­den ver­letzt. mei­ne sor­gen um ihre fin­ger be­ru­higt die brot­schnei­de­ma­schi­ne, nur mal so als bei­spiel, dann aber auch nicht wirk­lich. an­de­rer­seits ha­ben die bei­fah­re­rin und ich bei­de eine gros­se af­fi­ni­tät zu ma­schi­nen. wir lie­ben bei­de un­se­re werk­zeu­ge und ma­schi­nen und un­term strich stimmt es gar nicht was ich im ers­ten ab­satz schrieb: wir nut­zen ein­fach bei­de un­se­re ma­schi­nen.


an­ke­groe­ner.de (quat­tro­cen­to sans):

Vor­ges­tern abend gab’s bei mir ei­nen Kra­cher­sa­lat aus den neu­en Meal Plans von Ni­sha, den ich ges­tern noch­mal in der Mit­tags­pau­se ge­noss. Und weil gleich zwei Kol­le­gin­nen das Re­zept ha­ben woll­ten, tip­pe ich es aus­nahms­wei­se mal ins In­ter­web, was ich ei­gent­lich mit den Re­zep­ten aus den Meal Plans nicht ma­che, weil Ni­sha da­mit ihr Geld ver­dient. Aber die­ser Sa­lat soll­te nicht nur von uns Abon­nen­tin­nen ge­ges­sen wer­den!

wir wa­ren auch ein paar mo­na­te abon­nen­ten von ni­sha. das war im­mer sehr le­cker und lehr­reich mit dem food-prep und den teil­wei­se un­ge­wöhn­li­chen zu­be­rei­tungs­ar­ten von alt be­kann­tem. ich glau­be nach ein paar mo­na­ten wur­de es uns dann doch ein biss­chen zu ki­cher­erb­sig und ein­tö­nig, aber den grü­nen sa­lat den anke hier ab­ge­schrie­ben hat, den ko­che ich noch­mal nach.


couch­blog.de (over­pass):

Wie auch im­mer, [Der Schim­mel­rei­ter] ist ein in­ter­es­san­tes, sehr auf­re­gen­des, aber auch ir­ri­tie­ren­des Buch. Be­son­ders die Schluss­sze­ne ist so span­nend er­zählt, wie ich es sel­ten er­lebt habe. Hier kann man das gan­ze Buch on­line le­sena.

ich will die­ses jahr auf je­den fall mehr klas­si­ker le­sen. des­halb ist der link auf den schim­mel­rei­ter voll­text eine no­tiz an mich selbst.


nach­trag 23.01.2026:

grü­nen sa­lat nach­ge­kocht; war le­cker aber die bei­fah­re­rin ha­ben nur die ge­rös­te­ten man­deln um­ge­hau­en. ich fand auch die ge­rös­te­ten ki­cher­erb­sen gut, das dres­sing war OK, aber wir muss­ten frü un­se­ren ge­schmack kräf­tig nach­säu­ern. auf je­den fall sieht der sa­lat gut aus.


ich sehe in mei­ner „blogrol­le“ und mei­nem feed­rea­der, dass sehr vie­le men­schen aus mei­ner blog­bla­se jetzt wie­der re­gel­mäs­sig oder gar täg­lich ins in­ter­net schrei­ben.

zum bei­spiel schreibt anke grö­ner die­ses jahr je­den tag und das freut mich sehr, nach­dem es dort lan­ge sehr ru­hig war.

oder eay.cc der laut sei­nem ar­chiv 2025 im ø alle zwei tage schrob, jetzt auch min­des­tens täg­lich.

oder nico, 20 tage am stück.

tho­mas gi­gold hat sich vor­ge­nom­men „7× blog­gen in der Wo­che“ und bis jetzt lo­cker durch­ge­hal­ten.

ma­xi­mil­li­an bud­den­bohm (aka bud­den­blum) macht das glau­be ich schon seit 10-20 ewig­kei­ten ohne mit der wim­per zu zu­cken, ge­nau wie die kalt­mam­sell, ob­wohl ich bei ihr ge­ra­de ein wim­pern­zu­cken be­ob­ach­tet habe.

auch sehr schön, dass der knsu­per­ma­gi­er jetzt auch (wie­der?) täg­lich schreibt und of­fen­bar spass da­bei hat.

ben_, kon­stan­tin, meq (aka mpf) und herr­paul_ ma­chen das al­ler­dings auch schon — glau­be ich — seit ewig­kei­ten.

auch wenn ich anje noch nicht so lan­ge fol­ge, aber seit ich ichs tue kommt täg­lich ein bei­trag.

je­den­falls freut mich das aus­nahms­wei­se mal sehr teil ei­nes trends zu sein. ak­tu­ell ist mein streak bei 271 ta­gen, das heißt seit dem 26.04.2025 habe ich je­den tag min­des­tens ei­nen bei­trag ver­öf­fent­licht. ei­ni­ge der bei­trä­ge be­stehen vor­wie­gend aus bild-/bi­när da­tei­en und me­ta­da­ten, aber ich glau­be ich habe auch ziem­lich viel ge­schrie­ben. wer das lie­ber ein biss­chen vor­ge­fil­tert ha­ben möch­te: un­ter /top gibt nur die bei­trä­ge die min­des­tens 10 „li­kes“ (oder 25 oder 50) be­kom­men ha­ben. für den 10er-fil­ter gibt’s auch RSS.

was mich aber be­son­ders freut: täg­lich ins in­ter­net zu schrei­ben fühlt sich auch nach 271 ta­gen gut und ger­ne an.


nach­trag 23.01.2026:

Für mich Anlass, meine eigene Blog­his­to­rie einmal nach­zu­schla­gen und ich habe dabei fest­ge­stellt, dass auf diesem Blog seit dem 9.10.2015 jeden Tag ein Beitrag er­schie­nen ist. Wenn man das als Serie durch­num­me­riert, dann sind das bis heute immerhin 3.758 Beiträge ohne Un­ter­bre­chung.

anje schreibt vor allem auch, was sie dazu ver­an­lass­te über 10 jahre täglich einen beitrag zu schreiben und zu ver­öf­fent­li­chen. gerne gelesen.


ich lie­ge seit mon­tag mit ei­nem schwe­ren män­ner­schnup­fen über­wie­gend im bett. an­ders als ka­me­le habe ich kei­ne ein­ge­bau­te ge­hirn-kli­ma­an­la­ge, wes­halb es mir schwer­fällt mit dem leicht über­hitz­ten kopf klar zu den­ken. wo­bei das mit dem klar den­ken ja oh­ne­hin sehr re­la­tiv ist, aber mo­men­tan eben re­la­tiv un­klar.

ei­gent­lich wenig über­ra­schend, dann aber doch irgendwie. via

Dabei wären [Koh­le­berg­wer­ke] aus­ge­spro­chen wichtig für unsere En­er­gie­ver­sor­gung. Nein, nicht um noch mehr Kohle zu fördern, sondern um die Körbe, jetzt gefüllt mit ir­gend­wel­chem schweren Kram, bei Son­nen­strom­über­schuss hoch­zu­zie­hen und sie dann, zum Beispiel nachts, wieder ab­zu­las­sen und dabei elek­tri­sche Energie zu erzeugen. Oder eben zu­rück­zu­ge­win­nen. Koh­le­berg­werks­schäch­te sind gross­ar­ti­ge Gra­vi­ta­ti­ons­bat­te­rien.

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This is the kind of video we’ve wanted to make for a long, long time: telling stories that bring forgotten people and distant eras to life. We are creating this channel on top of ever­y­thing else we do, because we have so many stories we want to tell! Ever­y­thing you see and hear is human made and no AI slop.

gute ge­schich­te, gut erzählt, über eine be­ein­dru­cken­de person (die „mäch­tigs­te piratin der ge­schich­te“).

The time is ripe for the founding of a di­sen­s­hit­ti­fi­ca­ti­on nation, an Ireland for di­sen­s­hit­ti­fi­ca­ti­on. I have no doubt that even­tual­ly, most or all of the countries in the world will drop their anti-cir­cum­ven­ti­on laws (the laws that ban the mo­di­fi­ca­ti­on of US tech exports). Once one country starts making these di­sen­s­hit­ti­fy­ing tools, there'll be no way to prevent their export, since all it takes to buy one of these tools from a cir­cum­ven­ti­on haven is an internet con­nec­tion and a payment method.

The Ireland for di­sen­s­hit­ti­fi­ca­ti­on wouldn't just have their pick of in­ter­na­tio­nal tech­no­lo­gists – they'd have plenty of Americans hungering for a better life. Two-thirds of young Americans "are con­side­ring leaving the US":

zwei drittel der jungen ame­ri­ka­ner überlegen die USA zu verlassen? wow. quelle ist eine studie der American Psy­cho­lo­gi­cal As­so­cia­ti­on über die newsweek schrieb. (her­vor­he­bung von mir.)

Ein wun­der­ba­rer Film, ac­tion­reich, politisch, witzig, sar­kas­tisch. Womit ich die Zu­sam­men­fas­sung mal an der Anfang setze. Schaut euch diesen Film an, er ist sehr gut.

sehe ich genauso.


sascha lobo schreibt jetzt seit 14 jahren kolumnen im spiegel.

mir sind saschas kolumnen auf spiegel.de mitt­ler­wei­le gröss­ten­teils zu kom­pli­ziert. viel­leicht brauche ich auch das eine wort, um sascha besser zu verstehen.

in der hier ver­link­ten kolumne führt sascha den begriff „Racket“ von max hork­hei­mer ein, ver­meint­lich um — wie an­ge­kün­digt — trump besser zu verstehen. das ist nicht un­in­ter­es­sant, aber auch wenig erhellend. dass trump ein gauner, lügner, betrüger und jemand ist, der seine macht ge­wis­sen­los zu seinem vorteil ausspielt, ahnte ich auch, bevor ich die kolumne gelesen habe.

früher hatte ich in saschas kolumnen ge­le­gent­lich diesen aha-moment oder so einen euphorie-blitz, den man bei guten texten, guten reden, filmen, serien oder anderen le­bes­si­tua­tio­nen hat. man könnte viel­leicht sagen saschas kolumnen sind schwer geworden, in mehr­fa­cher hinsicht: ihnen fehlt leich­tig­keit und humor, sie sind an­spruchs­vol­ler, dunkler, schlech­ter gelaunt als sie es einmal waren. viel­leicht liegt es aber auch daran, dass sascha ir­gend­wann aufgehört hat ans ende seiner kolumne ein tl;dr zu setzen.

das archiv von saschas kolumnen hat derzeit 39 seiten mit je 20 kolumnen. 20 kolumnen × 39 seiten = 780 kolumnen. das ist er­staun­lich, weil 14 jahre ungefähr 728 wochen haben, das heißt er hat 1,07 kolumnen pro woche ge­schrie­ben. allein das nötigt natürlich respekt ab. ich kam schon aus der puste, als ich nur quar­tals­wei­se eine kolumne schreiben sollte, die gewissen qua­li­täts­mas­stä­ben genügt (mein t3n-archiv).

judith horchert, die spiegel-re­dak­teu­rin saschas vertrauen, lob(o)huddelte sascha lobo an­läss­lich seines 10jährigen spiegel-online-kolumne-jubiläums (der artikel ist also 4 jahre alt), via.

Er­schre­ckend viele Texte von Sascha Lobo sind gut gealtert. Das liegt ei­ner­seits an Saschas Hell­sich­tig­keit und daran, dass er den Einfluss der Di­gi­ta­li­sie­rung auf die Ge­sell­schaft gut ver­stan­den hat und gut erklären kann.

ich hab mal ein, zwei stich­pro­ben gemacht, und muss sagen, judith horchert hat recht.

elizabeth tsurkov wurde im märz 2023 in bagdad entführt wurde und nach 903 tagen haft und folter frei­ge­las­sen. im atlantic schreibt sie über diese zeit.

I had no interest in “resisting” in­ter­ro­ga­ti­on under torture—after all, I had nothing real to hide, nothing I would not want to confess. So I freely admitted to whatever they seemed to want to hear: that I worked for the CIA and was a Mossad spy. To be both, of course, was hardly possible, but as these men beat me again and again over the next 14 weeks, I learned their bizarre con­spi­ra­cy theories—and tried to match my fables to theirs.

As my ex­pe­ri­ence showed, a heavy reliance on physical abuse makes for pro­fi­ci­ent torturers, not skilled in­ter­ro­ga­tors. Again and again, torture has proved to produce false con­fes­si­ons and bad in­tel­li­gence. The only knowledge that torture provides is the ultimate con­fir­ma­ti­on bias: in­for­ma­ti­on about the threats facing the regime that is entirely in line with the worldview of the torturers, who cha­rac­te­risti­cal­ly share the regime’s ge­ne­ra­li­zed paranoia.

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via coldheat.de:

Four-Byte Burger zeigt Re­stau­ra­ti­on, re­spek­ti­ve Re­pro­duk­ti­on eines digitalen Meis­ter­werks, von dem außer eines alten Fotos keine weiteren Kopien exis­tie­ren.

Doch damit endet es nicht. Ein Kommentar des ver­mut­lich ur­sprüng­li­chen Schöpfers des Kunst­werks zum Video versüßt den Tag:

How do you thank a total stranger from across the Atlantic Ocean who selects an obscure and ir­rele­vant piece of art you did years ago and turns it into an Ar­chaeo­lo­gi­cal-Techno Adventure Park Ride? (allow me to wipe tears from my eyes) And he got ever­y­thing RIGHT! – Thank you Stuart.

ich hab mir das video der re­kon­struk­ti­on sehr gerne angesehen. ich mag vor allem die idee, etwas pixel für pixel auf­zu­bau­en und dabei zu­zu­schau­en. und noch mehr mag ich die idee, den eigenen hand­lung­spiel­raum radikal ein­zu­schrän­ken (hier: anzahl der pixel und der farben).

grenzen, ein­schrän­kun­gen, tech­ni­sche li­mi­tie­run­gen beflügeln die kunst. umgekehrt, wenn alles möglich ist, wenn die einzige grenze das ist, was einem für einen prompt einfällt, dann wird das ergebnis ruck zuck sehr, sehr lang­wei­lig und un­span­nend . ich glaube wenn KIs maximal 640 × 480 px hoch auf­lö­sen­de bilder ausgeben könnten, wäre KI-kunst viel­leicht einen ticken in­ter­es­san­ter.

Wenn dagegen auch alte Leute unbesorgt durch den Schnee radeln wie in Oulu, weiß man: Wir sind auf dem richtigen Weg. Und den bei Weitem höchsten Rad­fah­rer­an­teil haben Kinder, die das ganze Jahr auf zwei Rädern zur Schule kommen, auch bei minus 30 Grad – ganz selbst­ver­ständ­lich ohne Eltern. So gewöhnen sie sich an einen gesunden, un­ab­hän­gi­gen Lebensweg.

Auf der Website der Stadt kann man in Echtzeit sehen, welche Wege die Schnee­pflü­ge zuletzt geräumt oder gestreut haben. Die Stadt hat drei ver­schie­de­ne Klassen von Rad- und Fußwegen fest­ge­legt und ga­ran­tiert dafür eine bestimmte Qualität im Win­ter­dienst.

ich habe mich kürzlich gefragt, was das über eine stadt aussagt, die sich im winter, bei schnee, eis und glätte nur um die strassen kümmern will. die nach­rich­ten sprachen in der vor­letz­ten woche davon, dass die not­auf­nah­men voller menschen mit ge­bro­che­nen knochen waren — weil die gehwege nicht aus­rei­chend geräumt waren.

in de­ust­ch­land ist den städten das wohl der menschen im winter offenbar egal, ausser sie fahren auto. für diese menschen, bzw. den win­ter­dienst für strassen, stehen in berlin um die 60 bis 70 millionen euro zur verfügung. die reinigung der gehwege schiebt der senat, wie die meisten deutschen städte, auf die haus­ei­gen­tü­mer ab — was ganz of­fen­sicht­lich nicht funk­tio­niert. radwege scheinen auch nicht mit priorität geräumt zu werden, der fokus liegt klar darauf autos freie und sichere fahrt zu ver­schaf­fen.

fahr­rad­fah­rer und fuss­gän­ger müssen mit ausreden und aus­flüch­ten vorlieb nehmen, statt sich bei schnee und eis sicher fort­be­we­gen zu können.

selbst die simple idee, kindern jederzeit einen sicheren schulweg zur verfügung zu stellen, den sie mit dem fahrrad, zu fuss bei jeder witterung nutzen können scheint den meisten menschen ein absurdes ansinnen zu sein. geld für solche ansinnen will niemand in­ves­tie­ren — kin­der­schutz­mass­nah­men die etwas kosten schaffen es selten in po­lit­ker­re­den oder schlag­zei­len, ganz anders als mass­nah­men die nichts kosten. und bei autos sieht das sowieso ganz anders aus. dafür scheint immer geld da zu sein.

Mün­te­fe­ring war fast alles: Stadtrat, SPD-Ge­ne­ral­se­kre­tär, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der, Ver­kehrs­mi­nis­ter, So­zi­al­mi­nis­ter, SPD-Par­tei­vor­sit­zen­der, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes, Vor­sit­zen­der der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Se­nio­ren­or­ga­ni­sa­ti­on.

Er war sicher flexibel und taktisch versiert, sonst hätte er es nicht fast ganz bis an die Spitze geschafft. Auch be­herrsch­te er die alte SPD-Folklore: von „Glück auf!“ bis zu den Heu­schre­cken. Aber er konnte stehen, stand­hal­ten. War ohne Ansehen der Person loyal: gegenüber Gerhard Schröder, gegenüber Angela Merkel, die ihm beide fremd waren. Ein Partei- wie ein Staats­die­ner.

ich wundere mich immer wie menschen wie franz mün­te­fe­ring (oder jochen vogel oder helmut schmidt) ent­stan­den sind. dieses pflicht­be­wusst­sein und dieses kom­pro­miss­lo­se staats­die­ne­ri­sche. sich ohne unterlass für das all­ge­mein­wohl einsetzen, ständig im kampf­mo­dus um seine über­zeu­gun­gen durch­zu­set­zen.

ich war politisch nicht immer einer meinung mit dem was mün­te­fe­ring durch­zu­set­zen versuchte, aber ich habe ihm immer ab­ge­nom­men, dass er immer das beste für das staats- und all­ge­mein­wohl erreichen wollte — und dass es ihm nicht darum ging, das beste für sich raus­zu­ho­len oder macht um der macht willen zu sammeln. er und einige andere politiker seiner bauart waren für mich immer eine art per­so­ni­fi­ka­ti­on für den be­schwer­li­chen und dienenden marsch durch die in­sti­tu­tio­nen. keine ab­kür­zun­gen, immer mit respekt vor dem de­mo­kra­ti­schen staats­we­sen. kein zündeln, kein hetzen gegen min­der­hei­ten um mehr­hei­ten zu erreichen, keine mas­ken­de­als, bei denen man sich oder seine bekannten auf kosten des staates be­vor­teilt.

das war zumindest über­wie­gend mein gefühl, wenn ich franz mün­te­fe­ring sah, dass ich ihm gerne ein mandat geben würde und glaubte, dass er keinen scha­ber­nack damit treiben würde.


oben wird die wolkendecke und der sonnenschein der die wolkendecke durchdringt angezeigt. die violette linie oben ist die gemessene temperatur auf dem hof. die ist nicht besonders wichtig und auch nicht besonders sichtbar. die rote linie ist der temperaturverlauf der letzten 24 stunden un der kommenden zwei tage. warum ich den taupunkt-verlauf (türkis) anzeige hab ich vergessen. die beiden grauen linien sind die windstärke, das dunklere grau die geschwindigkeit von böen. aktuell sieht man: wird signifikant windiger am wochenende. das dunkle blau zeigt die regenwahrscheinlichkeit an. im dunklen blau sind gelegentlich hellblaue erhebungen sichtbar, das ist die niederschlagsmenge. dieses hellbau zeigt ziemlich zuverlässig an wann es niederschlag gibt. weiss zeigt die erwartete schneemenge, bzw. höhe an. alle daten sind vom deutschen wetterdienst, die schneemenge hol ich mir von wetaherkit.

foto des zugefrorenen möwensee beim morgenspaziergang. im hintergrund leuchtet der himmel orangeblau

zu­ge­fro­re­ner mö­wen­see

ich hab mich heu­te früh ge­fragt, war­um das was­ser in den bäu­men bei die­ser sau­käl­te nicht ge­friert und die bäu­me nicht auf­plat­zen. die fra­ge kön­nen of­fen­bar klü­ge­re men­schen als ich be­ant­wor­ten, freund­li­cher­wei­se hat mir ein LLM der wahl das kurz zu­sam­men­ge­fasst (es sind meh­re­re mass­nah­men die bäu­mer er­grei­fen, von „zu­cker“ als frost­schutz­mit­tel, ge­ziel­ter ent­wäs­se­rung, su­per­coo­ling, an­pas­sung der zell­mem­bra­nen und vi­tri­fi­zie­rung. manch­mal klappts mit den mass­nah­men nicht schnell ge­nug, dann gibts auch mal frost­bruch).

aber laut dem neu­en vi­deo von kurz­ge­sagt über bäu­me, wis­sen wir im­mer noch lan­ge nicht al­les über bäu­me.

But the more we’ve lear­ned over the last few de­ca­des, the clea­rer one thing has be­co­me: Trees are just so in­cre­di­bly wild. And we have so much more to learn.

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vor­her auf wir­res.net: ali­ens (wenn man sich bäu­me ge­nau an­guckt, kommt man ei­gent­lich aus dem stau­nen nicht mehr her­aus.)


vor ein paar ta­gen „sen­de­te“ mar­ques brown­lee die­ses vi­deo, das die grös­sen- oder bes­ser mi­cro­ver­hält­nis­se in mi­cro­chips ziem­lich gut vi­sua­li­si­ert und il­lus­triert. zu­erst hat­te ich kei­ne lust das vi­deo zu se­hen, weil das co­ver so sehr nach ap­ple-ste­alth-mar­ke­ting aus­sah. aber: never judge a you­tube vi­deo by it’s co­ver. das ist wohl al­les ohne app­les hil­fe ent­stan­den, wohl aber mit hil­fe von epic spa­ce­man.

je­den­falls, ganz ähn­lich wie die vi­sua­li­sie­rung der jahr­mil­lio­nen erd­ge­schich­te der cor­ri­dor crew kürz­lich, ist das vi­deo vol­ler aha-ef­fek­te und vi­sua­li­si­ert die un­glaub­li­chen in­ge­nieur-leis­tun­gen der halb­lei­ter­her­stel­lung be­ein­dru­ckend gut.

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wäh­rend ich mar­ques brown­lee da­bei zu­sah wie er in mi­cro­chips rum lief, dach­te ich vor al­lem: wie kön­nen wir über­haupt so win­zi­ge struk­tu­ren schaf­fen, die ge­ra­de mal die brei­te von ein paar si­li­kon-ato­men ha­ben? und wie schaf­fen wir die­se lei­ter­plat­ten zu be­lich­ten, wenn die wel­len­län­ge des EUV lichts ei­gent­lich viel grös­ser ist, als die struk­tu­ren die da­mit be­lich­tet wer­den? die ent­wor­ten lie­fer­te ein paar tage spä­ter die­ses vi­deo von ve­ri­ta­si­um.

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ve­ri­ta­si­um er­klärt die un­glaub­li­che ge­schich­te hin­ter der mo­der­nen „3nm“ und „2nm“ chip-her­stel­lung. al­lein für die ge­ne­rie­rung des lichts die­ser mehr als 400 mil­lio­nen dol­lar teu­ren ma­schi­ne wa­ren mehr als 30 jah­re for­schung nö­tig und so gut wie nie­mand hielt es über­haupt für mö­gich die­ses licht im rönt­gen-spek­trum („ex­tre­me ul­tra­vio­let“) in aus­rei­chen­der stär­ke her­zu­stel­len. al­les was in die­sem vi­deo zu se­hen ist ist un­glaub­lich und ex­trem fas­zi­nie­rend. und das al­les, da­mit wir auf im­mer klei­ne­ren ge­rä­ten mit bild­schirm doom-scrol­len kön­nen oder uns fra­gen von LLMs be­ant­wor­ten las­sen kön­nen.


nach­trag:
bo­nus watch: Wha­t's Ac­tual­ly In­si­de Your Pho­ne's Brain? von epic spa­ce­man. die­ses gan­ze mi­cro-chip-ge­döns sprengt in ge­wis­ser wei­se jeg­li­che vor­stel­lungs­kraft. aber die­se drei vi­de­os ver­su­chen es doch ir­gend­wie ver­ständ­lich und nach­voll­zieh­bar zu ma­chen.


kürz­lich habe ich den you­tube ka­nal von chris young ent­deckt1. chris young war mal lei­ter der ex­pe­rimn­tier­kü­che von hes­ton blu­men­thal („head de­ve­lo­p­ment chef“). hes­ton blu­men­thal ist für sei­ne drei-ster­ne-par­ty­trick-kü­che be­kannt — oder po­si­ti­ver aus­ge­drückt: er ex­pe­ri­men­tiert un­er­müd­lich um er­in­ne­run­gen in ser­vie­ba­re ge­rich­te zu wan­deln.

chris young er­klärt auf sei­nem you­tube-ka­nal vie­le die­ser ex­pe­ri­men­te aus der al­ten zeit, aber auch vie­le neue. für mich fühlt sich das teil­we­sie so an, als wür­de man als kind von ei­nem zau­be­rer aus sei­nem zau­ber­buch vor­ge­le­sen be­kom­men. er er­klärt auf sei­nem ka­nal so­zu­sa­gen par­ty- und zau­ber­tricks und das ist so span­nend, dass es mich nicht stört, dass er sich in sei­nen vi­de­os wie je­mand aus der ap­ple-füh­rungs­rie­ge an­hört, der in durch­cho­reo­gra­phier­ten WWDC-vi­deo pro­dukt­neu­hei­ten vor­stellt. tat­säch­lich lässt er in kei­nem sei­ner vi­de­os die pro­duk­te die er ent­wi­ckelt hat un­er­wähnt, aber das stört mich nicht. be­mer­kens­wert ist je­den­falls auch die qua­li­tät sei­ner vi­de­os, meis­tens mit auf­wän­di­gen ani­ma­tio­nen/vi­sua­li­sie­run­gen und in bes­ter qua­li­tät ge­filmt und ver­tont.


  1. ich habe den ka­nal wohl wie­der­ent­deckt, die you­tube his­to­rie sagt, ich hät­te mir be­reits im som­mer 2024 ein vi­deo von ihm an­ge­se­hen. 


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mir ist weih­nach­ten seit vie­len jah­ren ziem­lich egal. ge­schen­ke ver­wei­ge ich auch seit jah­ren, weil ich sie nicht brau­che oder mir das was ich brau­che „un­ter dem jahr“ kau­fe. ich ver­schen­ke auch nichts, aus­ser ich wer­de dar­um ge­be­ten. ich habe zwar vie­le po­si­ti­ve er­in­ne­run­gen an mei­ne kind­heit und weih­nach­ten, vor al­lem din­ge die mit ge­rü­chen zu­sam­men­hän­gen, aber ich re­agie­re auf tan­nen­duft, ker­zen- oder leb­ku­chen­ge­ruch schon lan­ge nicht mehr emo­tio­nal oder nost­al­gisch. weil ich all­ge­mein ger­ne ko­che, für mich oder an­de­re, ko­che ich auch zu weih­nach­ten ger­ne. mei­ner mut­ter ha­ben mei­ne schwes­ter und ich be­reits vor zwan­zig jah­ren den koch­löf­fel zu weih­nach­ten ab­ge­nom­men weil die kom­bi­na­ti­on des weih­nachts­stress und der weih­nachts­es­sen-zu­be­rei­tungs­ko­or­di­nie­rung sie zu sehr stress­te.

weil mich weih­nach­ten nicht stresst, ich kei­ner­lei er­war­tun­gen, hoff­nun­gen oder nost­al­gi­schen ge­füh­le mit der weih­nachts­zeit ver­bin­de, spü­re ich ei­ner­seits kei­nen stress und kann mich an­de­rer­seits so gut an die wün­sche und er­war­tun­gen der an­de­ren an­pas­sen, dass ich auch sel­ten in kon­flik­te ge­ra­te. ich in­ves­tie­re emo­tio­nal und geis­tig so we­nig in die weih­nachts­zeit, dass ich auch seit jah­ren zu weih­nach­ten und zwi­schen den jah­ren kei­nen ur­laub neh­me.

trotz­dem woll­te ich jetzt noch­mal wis­sen um was es in die­ser zeit ei­gent­lich geht. also habe ich mich dumm ge­stellt und ge­mi­ni ge­fragt:

was ist ei­gent­lich das mot­to von weih­nach­ten? ir­gend­was mit lie­be? kannst du das kon­zis in ei­nem ab­satz zu­sam­men­fas­sen um was es geht?

und ich fin­de die ant­wort ei­gent­lich ganz schön:

Das Mot­to von Weih­nach­ten lässt sich als „Licht­blick in der Dun­kel­heit“ zu­sam­men­fas­sen. Ur­sprüng­lich die christ­li­che Fei­er der Hoff­nung durch die Ge­burt Jesu, steht heu­te uni­ver­sell das „Fest der Lie­be“ im Zen­trum – was kon­kret die be­wuss­te Hin­wen­dung zum Nächs­ten be­deu­tet. Es geht um das In­ne­hal­ten in der dun­kels­ten Zeit des Jah­res, um ech­te Ge­mein­schaft, Groß­zü­gig­keit und die Er­kennt­nis, dass Mit­ge­fühl die stärks­te Ant­wort auf Käl­te und Iso­la­ti­on ist. Im Kern ist es das Ver­spre­chen, dass Frie­den mög­lich ist, wenn wir uns auf das be­sin­nen, was uns ver­bin­det.

das fin­de ich schön und so funk­tio­niert weih­nach­ten für mich ei­gent­lich auch: man trifft sich mit freun­den oder be­kann­ten — oder eben ver­wand­ten — zum es­sen und ver­sucht die zeit mög­lichst har­mo­nisch und kon­flik­frei mit­ein­an­der zu ver­brin­gen. mal klappt das gut, mal klappt das we­ni­ger gut — und wenn es mal nicht klappt, pro­biert man es spä­ter (nächs­tes jahr) noch­mal. auch wenn das mit dem frie­den die er­war­tungs­hal­tung viel­leicht et­was zu hoch schraubt und des­halb das po­ten­zi­al für ent­täu­schun­gen birgt, fin­de ich ge­mi­nis de­fi­ni­ti­on von be­sinn­lich­keit ganz schön: dar­auf ach­ten, was uns ver­bin­det, statt auf das was uns trennt.

hier im in­ter­net ver­bin­den uns links und weil lin­k­lie­be (of­fen­bar) zur jah­res­zeit passt, ver­tei­le ich da­von jetzt ein biss­chen. ob­wohl auch hier ein pro­fa­ner grund da­hin­ter steckt, ich habe in den letz­ten ta­gen ge­le­gent­lich in blogs von leu­ten ge­le­sen die ich zwar ken­ne, aber aus ir­gend­wel­chen grün­den nicht re­gel­mäs­sig oder per RSS fol­ge. in mei­nem feed­rea­der hab ich das be­reits kor­ri­giert und jetzt auch hier (aber lin­k­lie­be gibt’s auch an keu­te die ich nicht per­sön­lich ken­ne):

ich hab al­les von ole reiss­mann durch­ab­on­niert (per RSS), al­les sehr deep-dive-iges le­se­ver­gnü­gen. ei­ner­seits sei­ne KI und jour­na­lis­mus links, blog­ein­trä­ge und sein the­fu­ture news­let­ter.

al­les sehr emp­feh­lens­wert und in er­fri­schen­dem, kla­ren de­sign, dass mich ein we­nig nei­disch macht.

bei ole un­ter an­de­rem die­sen bei­trag von mar­cus olang’ gefnden: „I Don't Wri­te Like ChatGPT. ChatGPT Wri­tes Like Me.

My wri­ting does share some DNA with the out­put of a lar­ge lan­guage mo­del. We both have a ten­den­cy towards struc­tu­red, ba­lan­ced sen­ten­ces. We both have a fond­ness for tran­si­tio­nal phra­ses to en­su­re the lo­gi­cal flow is never in doubt. We both de­ploy the oc­ca­sio­nal (and now ap­par­ent­ly in­cri­mi­na­ting) hy­phen or semi-co­lon or em-dash to con­nect re­la­ted thoughts with a touch more ele­gan­ce than a simp­le full stop.

The­re’s a gro­wing com­mu­ni­ty (cult?) of self-pro­clai­med AI de­tec­ti­ves, who have de­si­gned and de­tail­ed what they con­sider tells, and ar­med their fol­lo­wers with a check­list of ro­bo­tic tells. Does a pie­ce of text use words like ‘fur­ther­mo­re’, ‘mo­reo­ver’, ‘con­se­quent­ly’, ‘other­wi­se’ or ‘thus­ly’? Does it build its ar­gu­ments using per­fect­ly par­al­lel struc­tures, such as the clas­sic “It is not only X, but also Y”? Does it ar­ran­ge its key points into neat, lo­gi­cal tri­plets for ma­xi­mum rhe­to­ri­cal im­pact?

To the­se de­tec­ti­ves of di­gi­tal in­au­then­ti­ci­ty, I say: Fri­end, wel­co­me to a ty­pi­cal Tues­day in a Ke­n­yan class­room, board­room, or in­tra-of­fice Teams chat. The very things you iden­ti­fy as the fin­ger­prints of the ma­chi­ne are, in fact, the fos­sil re­cords of our edu­ca­ti­on.

der witz, so­zu­sa­gen, ist, dass LLMs und wir ei­gent­lich auf den glei­chen schul­tern ste­hen. un­se­re spra­che wur­de auch trai­niert mit klas­si­schen, for­ma­len tex­ten, mit al­ter und neu­er li­te­ra­tur. wir schöp­fen alle aus dem glei­chen brun­nen, LLMs und men­schen.

clau­dia klin­ger schreibt, so­weit ich weiss, schon im­mer ins in­ter­net. frag mich nicht war­um ich sie nicht abon­niert hat­te. ge­le­gent­lich stol­pe­re ich über riv­va oder an­de­re über bei­trä­ge von ihr. so auch heu­te und die­ser ar­ti­kel über ein KI-vi­deo von gerd sco­bel: Kri­tik: Sco­bel und die „em­pha­ti­sche KI“

das ist eine durch­aus kri­ti­sche aber eben auch nach­voll­zieh­ba­re aus­ein­an­der­set­zung und ich hab das ger­ne ge­le­sen, ge­nau wie ich den aus­flug zum floh­markt am box­ha­ge­ner platz nach­voll­zie­hen kann.

char­lie hat heu­te fri­da fo­to­gra­fiert.

foto von unserem kleinpudel frida vor einem weihnachtsbaum von @charliebrocker

das ist das in­sta­gram-ac­count der bei­fah­re­rin. sie hat in letz­ter zeit ein paar se­ri­en ver­öf­fent­licht, die ich sehr wit­zig fin­de: ku­li­na­rik & gas­tro­no­mie 1/2, ku­li­na­rik & gas­tro­no­mie 2/2, te­le­fon, par­ty­ti­me!

ja­son kott­ke hab ich na­tür­lich abon­niert, aber je­des Mal wenn ich auf die web­sei­te kom­me bin ich über­rascht und ver­wirrt. ne­ben den bei­trä­gen sind auch im­mer ir­gend­wel­che wid­gets in der time­line, sei­ne „ak­ti­ven“ kom­men­tar­strän­ge, „mei­ne“ kom­men­tar­strän­ge … aber heu­te habe ich auch ein wid­get ge­se­hen (das man nicht ver­lin­ken kann) das „kdo ro­lo­dex · a list of kind­red spi­rits, fri­ends, open web en­thu­si­asts, role mo­dels, fel­low tra­ve­lers, and col­la­bo­ra­tors“ über­schrie­ben ist. da­drin links auf blogs oder so­cial me­dia pro­fi­le die ja­son kott­ke of­fen­bar schätzt. also qua­si eine rol­len­de blogrol­le. ei­gent­lich sehr schön.

auch ger­ne ge­le­sen, der ge­schen­klink hier auf ei­nen ar­ti­kel von adam frank: The Truth Phy­sics Can No Lon­ger Igno­re (wenn der ge­schen­klink über mich nicht funk­tio­niert: um­weg über kott­ke.org)

der in­halt er­in­nert mich stark an das was ich kürz­lich bei mei­nen über­le­gun­gen zu ei­nem mög­li­chen re­pu­bli­ca vor­trag auf­ge­schrie­ben habe. al­les da­bei: emer­genz, teil­chen­phy­sik.

ich ba­cke zwar kaum noch, aber kaum je­mand gibt sich mit sei­nen re­zep­ten so viel mühe wie lutz geiss­ler. kann man nicht oft ge­nug emp­feh­len da ge­le­gent­lich rein­zu­gu­cken und ge­ge­be­nen­falls auch zu un­ter­stüt­zen.


mein va­ter war mal arzt und so­weit ich mit­be­kom­men habe, auch ein ganz gu­ter arzt. was ich an ihm im­mer be­wun­dert habe, war die fä­hig­keit sei­ne gren­zen ein­zu­schät­zen, bzw. sich und sei­ne fä­hig­kei­ten nicht zu über­schät­zen. oder an­ders aus­ge­drückt: er war sich der kom­ple­xi­tät von si­tua­tio­nen be­wusst und zu vor­sich­tig und er­fah­ren, um zu glau­ben, alle si­tua­tio­nen an­ge­mes­sen ein­zu­schät­zen. ich wür­de ger­ne be­haup­ten, dass ich die­se fä­hig­keit auch habe. soll­te ich sie ha­ben, ist die mo­ti­va­ti­on aber aus­schliess­lich vor­sicht und nicht weis­heit. aber viel­leicht braucht man gar kei­ne weis­heit, um wei­se zu han­deln.

was ich aus dem so­kra­tes spruch: „ich weiss, dass ich nichts weiss“ al­ler­dings im­mer als ma­xi­me für mich selbst ab­ge­lei­tet habe, ist de­mut. de­mut ge­gen­über der kom­ple­xi­tät der welt. und die er­fah­rung, die man un­wei­ger­lich in den jah­ren sam­melt, be­stä­tigt im­mer wie­der: es ist kom­pli­zier­ter als man denkt, auch und ge­ra­de wenn’s ein­fach ist.

dass das mit dem rich­tig lie­gen, dem wis­sen, der wahr­heit wirk­lich kom­plex und schwirig ist, zeigt ve­ri­ta­si­um in die­sem vi­deo. es ist er­nüch­ternd zu se­hen, wie falsch wir lie­gen kön­nen und zeigt wie wich­tig es ist, sei­ne gren­zen zu ken­nen. als ich das vi­deo vor ein paar wo­chen ge­se­hen habe, hab ich mir die­se zi­ta­te raus­ge­schrie­ben:

If we want to be­co­me more ac­cu­ra­te, we should ca­pi­ta­li­ze on the wis­dom of the crowd by lis­tening more to others. In par­ti­cu­lar, we should lis­ten to peo­p­le who dis­agree with us. Un­der­stan­ding the best ar­gu­ments of your cri­tics, and un­der­stan­ding what in­for­ma­ti­on tho­se who dis­agree with you have that you lack, is very hel­pful for ma­king bet­ter de­cis­i­ons.

The best-ca­li­bra­ted peo­p­le aren’t tho­se who know the most; they’re the ones who know what they don’t know. True wis­dom lies not in be­ing cer­tain, but in kno­wing the li­mits of your own cer­tain­ty.

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p.s.: ich weiss, dass es dun­ning-kru­ger-ef­fekt heisst. aber dia­ne-kru­ger-ef­fekt ist wit­zi­ger.


bestiarium: zentaur

eine rede von cory doc­to­row an der uni­ver­si­ty of wa­shing­ton in der er ver­sucht zu er­klä­ren was wir tun kön­nen, um die AI bubble zum plat­zen zu brin­gen. spoi­ler:

To pop the bubble, we have to ham­mer on the forces that crea­ted the bubble: the myth that AI can do your job, espe­ci­al­ly if you get high wa­ges that your boss can claw back; the un­der­stan­ding that growth com­pa­nies need a suc­ces­si­on of ever-more-out­lan­dish bubbles to stay ali­ve; the fact that workers and the pu­blic they ser­ve are on one side of this fight, and bos­ses and their in­ves­tors are on the other side.

cory doc­to­row lei­tet das al­les sehr schön her, gibt sich mühe alle zu er­klä­ren, wes­halb es sich dop­pelt lohnt die rede nach­zu­le­sen. liest sich ab­ge­se­hen da­von auch sehr an­ge­nehm, weil er nicht pau­schal ge­gen KI häm­mert, son­dern sehr über­zeu­gend dif­fe­ren­ziert. die es­senz, war­um KI un­se­re jobs nicht über­neh­men kann:

The AI can't do your job, but an AI sa­les­man can con­vin­ce your boss to fire you and re­place you with an AI that can't do your job.

ein wei­te­rer teil sei­ner her­lei­tung ist die sa­che mit den cen­tau­ren:

In au­to­ma­ti­on theo­ry, a "cen­taur" is a per­son who is as­sis­ted by a ma­chi­ne. You'­re a hu­man head be­ing car­ri­ed around on a ti­re­less ro­bot body. Dri­ving a car makes you a cen­taur, and so does using au­to­com­ple­te.

And ob­vious­ly, a re­ver­se cen­taur is ma­chi­ne head on a hu­man body, a per­son who is ser­ving as a squis­hy meat ap­pen­da­ge for an un­ca­ring ma­chi­ne.

als zen­taur kann man theo­re­tisch und prak­tisch bes­se­re er­geb­nis­se er­rei­chen als mit AI al­lein. aber ge­nau das ist eben nicht der in­halt der der­zei­ti­gen ai bubble.

The pro­mi­se of AI – the pro­mi­se AI com­pa­nies make to in­ves­tors – is that the­re will be AIs that can do your job, and when your boss fires you and re­places you with AI, he will keep half of your sala­ry for hims­elf, and give the other half to the AI com­pa­ny.

Tha­t's it.

Tha­t's the $13T growth sto­ry that Mor­ganSt­an­ley is tel­ling. It's why big in­ves­tors and in­sti­tu­tio­nals are gi­ving AI com­pa­nies hundreds of bil­li­ons of dol­lars.

der an­de­re schlüs­sel, das ver­ständ­nis da­für, das auf das wachs­tum aus­ge­rich­te­te un­ter­neh­men bla­sen, bubbles pro­du­zie­ren müs­sen war mir schon klar, aber erst dem le­sen von doc­to­rows rede noch kla­rer:

This is the pa­ra­dox of the growth stock. While you are gro­wing to do­mi­na­ti­on, the mar­ket loves you, but once you achie­ve do­mi­nan­ce, the mar­ket lops 75% or more off your va­lue in a sin­gle stro­ke if they don't trust your pri­cing power.

Which is why growth stock com­pa­nies are al­ways de­spe­ra­te­ly pum­ping up one bubble or an­o­ther, spen­ding bil­li­ons to hype the pi­vot to vi­deo, or cryp­to­cur­ren­cy, or NFTs, or Me­ta­ver­se, or AI.

aber wie ge­sagt; lie­ber selbst le­sen als mei­ne plump ex­tra­hier­ten sound­bi­tes.

auch das war von an­fang an klar, der gan­ze me­ta­ver­se-blöd­sinn war ein ver­such von mark zu­cker­berg sei­nen in­ves­to­ren ei­nen wachs­tums­bä­ren auf­zu­bin­den. lei­der war das me­ta­ver­se-ge­döns zu lang­wei­lig, um ir­gend­wen hin­ter dem ofen her­vor zu lo­cken.

umso wit­zi­ger, jetzt, ein paar jah­re spä­ter, noch­mal zu le­sen, was mark zu­cker­berg da­mals schrieb:

But all of our pro­ducts, in­clu­ding our apps, now share a new vi­si­on: to help bring the me­ta­ver­se to life. And now we have a name that re­flects the breadth of what we do.

From now on, we will be me­ta­ver­se-first, not Face­book-first. That me­ans that over time you won’t need a Face­book ac­count to use our other ser­vices. As our new brand starts show­ing up in our pro­ducts, I hope peo­p­le around the world come to know the Meta brand and the fu­ture we stand for.

aber „from now on“ wer­den erst­mal 10 bis 30 pro­zent der an­ge­stell­ten der meta me­ta­ver­se-ab­tei­lung ent­las­sen.

ein vi­deo der cor­ri­dor crew über „er­zwun­ge­ne per­spek­ti­ve“, die sie für ei­nen der bes­ten spe­zi­al-ef­fek­te der film­ge­schich­te hal­ten. teil­wei­se ist die bei­geis­te­rung der cor­ri­dor crew an­ste­ckend, teil­wei­se ist das wie­der et­was an­stren­gend.

mir fiel aber im lau­fe des vi­de­os mal wie­der auf, wie wich­tig es ist, al­les was man weiss zu tei­len. zu zei­gen, zu er­klä­ren wie man es macht — und zwar mit sorg­falt und eu­pho­rie. das ist war­um das prin­zip der sen­dung mit der maus der bes­te bil­dungs­mo­tor ist, der in deutsch­land je­mals er­fun­den wur­de. das ist, war­um ich you­tube lie­be. das ist war­um ich die zau­ber­bü­cher von penn und tel­ler als kind lieb­te und ihre sen­dun­gen als al­ter mann lie­be. an­de­ren zu zei­gen wie man zau­bert, ent­zau­bert die zau­be­rei nicht, son­dern hat nach­wuchs­zau­be­rer zur fol­ge, weckt neu­gier, öff­net per­spek­ti­ven.

je­den­falls kann man hier der cor­ri­dor crew da­bei zu­se­hen, wie sie den an­geb­lich gröss­ten ka­me­ra-ef­fekt al­ler zei­ten nach­bau­en.

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seth go­din er­klärt car­ria­ge, oder wie ich es über­set­zen wür­de zu­gang. er emp­fiehlt net­flix nach der fu­si­on mit war­ner brot­hers, sich ein paar schei­ben von you­tube ab­zu­schnei­den:

The so­lu­ti­on, one that Net­flix would pro­ba­b­ly be­ne­fit from, is to of­fer to ad­opt more of a You­Tube ap­proach to car­ria­ge–al­low an­yo­ne who pro­du­ces vi­deo con­tent to show it on Net­flix. Pay them ba­sed on views. As we’ve seen with You­Tube, crea­tors don’t mind if the­re’s just one place to be seen, as long as car­ria­ge is available fair­ly.

zu­gang zum pu­bli­kum war in der ge­schich­te sel­ten fair oder kos­ten­los. und auch wenn you­tube ei­nem mega-un­ter­neh­men ge­hört, dem man äus­serst vor­sich­tig und kri­tisch ge­gen­über­ste­hen soll­te, öff­net you­tube uns al­len, theo­re­tisch, un­ge­ahn­te zu­gangs-po­ten­zia­le. die hoff­nung so­et­was fö­de­riert ab­bil­den zu kön­nen wür­de ich (noch) nicht als ge­sch­ei­tert an­se­hen, aber doch als ein ni­schen­phä­no­men. ich hab nichts ge­gen ni­schen und lebe ger­ne in ni­schen, aber vor dem mas­sen­pu­bli­kum sit­zen im­mer ir­gend­wel­che gate­kee­per. und die, die im mo­ment dort sit­zen, sind zu­min­dest ak­tu­ell we­ni­ger er­starrt, als die, die bis­her dort sas­sen.

ben thomp­son sagt im prin­zip das glei­che wie seth go­din, nur mit sehr viel mehr wor­ten und an­de­ren schwer­punk­ten. eine in­ter­es­san­te be­ob­ach­tung von ben thomp­son: net­flix kann den wert von in­hal­ten er­hö­hen, durch sei­nen (hart er­ar­bei­te­ten) zu­gang zu ei­nem glo­ba­len pu­bli­kum. so hat net­flix li­ber­ty me­dia die for­mel 1 in den USA ver­gol­det, mit dem irre er­folg­rei­chen „For­mu­la 1: Dri­ve to Sur­vi­ve“. 2018 hat li­ber­ty me­dia die au­strah­lungs­rech­te noch ver­schenkt, jetzt wur­den sie an ap­ple ver­kauft, für jähr­lich 150 mil­lio­nen dol­lar pro jahr.

In fact, this is the most iro­nic capst­one to Net­flix’s rise and the mis­gui­ded cha­se by stu­di­os see­king to re­pli­ca­te their suc­cess: the lat­ter thought that con­tent mat­te­red most, but in truth gre­at con­tent — and again, KPop De­mon Hun­ters is le­gi­ti­m­ate­ly good — needs dis­tri­bu­ti­on and “free” ac­cess in the most con­ve­ni­ent way pos­si­ble to pro­ve its worth. To put it an­o­ther way, KPop De­mon Hun­ters is suc­cee­ding on its own me­rits, but tho­se me­rits only ever had a chan­ce to mat­ter be­cau­se they were ac­ces­si­ble on the lar­gest strea­ming ser­vice.

ich glau­be um das jahr 2000 her­um habe ich fünf jah­re fast nichts an­de­res ge­hört als air. moon sa­fa­ri, the vir­gin sui­ci­des, 10.000 hz le­gend, pre­miers sym­ptô­mes rauf und run­ten, tag für tag. dann 20 jah­re lang nicht mehr ge­hört. und jetzt hab ich das „tiny desk kon­zert“ von air ge­se­hen und ge­hört.

er­schüt­ternd wie ver­traut das al­les klingt, wie fas­zi­nie­rend die har­mo­ni­schen dis­har­mo­nien, die klei­nen me­lo­die-schwen­ker nach wie vor sind, wel­che as­so­zia­tio­nen und er­in­ne­run­gen das al­les weckt. weil die mu­sik von air im­mer noch so zu­gäng­lich ist, frag­te ich mich kurz, ob das viel­leicht seicht ist, aber nach kur­zem nach­den­ken ent­schied ich mich die mu­sik eher wie ei­nen ru­hi­gen see zu se­hen von dem man gar nicht weiss, ob er seicht oder tief ist und wo das ei­gent­lich auch egal ist, weil der see auch ohne das wis­sen um sei­ne be­schaf­fen­heit schön ist. (via)

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lässt sich me­lan­cho­lie schal­ten — und hoff­nung auch?

felix schwenzel in artikel

draus­sen ist es für zwei tage noch­mal mil­der, nächs­te wo­che sieht’s wie­der bit­ter­kalt aus. son­ne liess sich auf dem mor­gen­spa­zier­gang kei­ne bli­cken.

weitwinkelfoto vom plötzensee, aufgenommen am südufer. es ist diesig und grau, der see ganz ruhig, im hintergrund sieht man wasservögel.
plöt­zen­see heu­te früh

ich hab wie­der gute lau­ne, seit sich fri­das darm be­ru­higt hat. das gan­ze durch­fall­ge­döns hängt wohl mit ih­rer läu­fig­keit zu­sam­men. der tier­arzt emp­fahl uns (am te­le­fon) irh nied­rig do­sier­te (hu­ma­ne) bus­co­pan zu ge­ben. mit dem be­ru­hi­gen der krämp­fe, be­ru­hig­te sich auch der darm und der kot fes­tigt sich lang­sam wie­der.

selfie, ganz offensichtlich war ich schon länger nicht mehr beim friseur. der bart ist zu lang, die haare spriessen verloren auf dem kopf rum.
ich heu­te früh gut ge­launt

die gute lau­ne sieht man mir nicht an, ist aber so.

of­fen­sicht­lich muss ich wie­der zum fri­seur, oder ge­nau­er, zur bild­haue­rin. die bild­haue­rin hat mir ver­spro­chen mir heu­te die haa­re zu ma­chen, in­so­fern ist das jetzt ein vor­her-bild, das nach­her-bild wird mor­gen vom mor­gen­spa­zier­gang nach­ge­lie­fert. mit die­ser an­kün­di­gung setz ich mich selbst ge­konnt un­ter druck, denn in den letz­ten wo­chen hat­te ich kei­ne lust auf den haar­schnei­de auf­wand und hab die ak­ti­on im­mer wie­der ver­scho­ben. jetzt is­ses an­ge­kün­digt und ich muss durch, auch wenn ich kei­ne lust auf haa­re­schnei­den habe. die bild­haue­rin hat ko­mi­scher­wei­se im­mer lust haa­re zu schnei­den. mei­ne oder ihre, die vom kind oder vom hund.

das vi­deo von mor­ris­seys ers­tem solo-kon­zert das dirk hes­se hier ver­linkt hat ver­setz­te mich in ei­nen ei­gen­ar­ti­gen ge­müts­zu­stand. das kann ei­ner­seits an der mu­sik der smit­hs und mor­ris­sey lie­gen, ist aber auch ein ge­fühl das mich zu­ver­läs­sig seit 40 jah­ren packt, wenn ich zeit­ge­nös­si­sche mu­sik­vi­de­os sehe. mein vor­herr­schen­des ge­fühl beim be­trach­ten hip­per, fröh­li­cher, gut­aus­sehn­der, tan­zen­der men­schen ist: hab ich was ver­passt? ver­pas­se ich ge­ra­de was? war­um will ich auch so sein? will ich so sein? kann ich so sein? wer­de ich so sein? ex­akt die glei­chen ge­füh­le und fra­gen ka­men auch jetzt bei mir auf: hab ich was ver­passt da­mals? war da was?

ab­ge­se­hen da­von: er­staun­lich wie zu­ver­läs­sig man me­lan­cho­li­sche ge­füh­le mit den smit­hs/mor­ris­sey an und ab­schal­ten kann. ma­gi­sche mu­sik auf ne art.

hier in ei­nem ne­ben­satz ge­le­sen, dass die le­bens­ge­fähr­tin des schock­wel­len­rei­ters vor über ei­nem jahr ver­stor­ben ist. das tut mir sehr leid, weil ich zwar nicht al­les was der schock­wel­len­rei­ter schreibt ver­ste­he oder nach­voll­zie­hen kann, aber durch­aus mit­be­kom­men habe dass die bei­den ein en­ges und gut funk­tio­nie­ren­des team ge­we­sen sein müs­sen.

ich muss­te dann auch wie­der an den ges­tern ver­link­ten xkcd 3172 den­ken, wo er (im alt-text [sic!]) fragt und ant­wor­tet:

"Want to feel old?" "Yes."

der spruch nie­mand will alt wer­den, aber alle wol­len lan­ge le­ben ist zwar be­reits ein biss­chen aus­ge­lei­ert, hat aber was. un­ab­hän­gig da­von muss­te ich heu­te beim mor­gen­spa­zier­gang dar­an den­ken wie vie­le men­schen ich re­gel­mäs­sig mit ih­rem hund sehe und teil­wei­se, durch fri­da in­spi­riert, auch mit ih­nen plau­de­re — und wie vie­le die­ser men­schen ich nie wie­der sehe, so­bald ihr hund ver­stor­ben ist. men­schen, de­ren hun­de ver­ster­ben, ver­schwin­den (in mei­ner wahr­neh­mung) von der stras­se.

ich moch­te im­mer schon hun­de, hab mich aber im­mer der an­schaf­fung ei­nes hun­des wi­der­setzt, weil ich die ver­ant­wor­tung scheu­te und den nach spä­tes­tens 15 jah­ren ein­tre­ten­den tod des hun­des fürch­te­te. jetzt ge­nies­se ich die ver­ant­wor­tung, aber fürch­te den tod von fri­da um so mehr. sie hat zwar noch vie­le jah­re vor sich, aber die vor­stel­lung mich mor­gens nicht mehr zu ei­nem spa­zier­gang mo­ti­vie­ren zu kön­nen und nicht mehr auf der stras­se ge­se­hen zu wer­den be­sorgt mich. aber viel­leicht habe ich heu­te früh auch ein­fach nur zu viel mor­ris­sey ge­hört.

ich hab ja kei­ne ah­nung wie man po­li­tisch mit do­nald trump um­ge­hen soll­te, bzw. wie man wah­len ge­gen ihn ge­win­nen könn­te. das habe ich ge­mein­sam mit ei­nem gross­teil der welt­be­völ­ke­rung und vie­len wahl­stra­te­gen.

sa­scha lobo weist in sei­ne ko­lum­ne da­auf hin, wie man es auf kei­nen fall ma­chen soll­te, mit nor­ma­li­sie­rung. da ist be­stimmt et­was dran, das pro­blem ist al­ler­dings, dass do­nald trump das mit der nor­ma­li­sie­rung (und der mo­bi­li­sie­rung sei­ner ba­sis) auch ganz al­lei­ne kann. er nutzt na­tür­lich jede ge­le­gen­heit sich sym­pa­thisch und brom­an­tic dar­zu­stel­len, aber sei­ne men­schen­ver­ach­ten­de, ras­sis­ti­sche po­li­tik hat er aus ei­ge­ner kraft und mit der in­stru­men­ta­li­sie­rung der me­di­en nor­ma­li­si­ert.

was mir bei der kri­tik von sa­scha lobo an new yorks nächs­tem bür­ger­meis­ter zohr­an mamda­ni fehlt ist die tat­sa­che, dass mamda­ni die wahl in new york im prin­zip ge­gen do­nald trump ge­won­nen hat. der hat­te sich im vor­feld mas­siv ein­ge­schal­tet und vor mamda­ni nicht nur ge­warnt, son­dern auch ver­gel­tung für eine „fal­sche“ wahl an­ge­droht. mamd­a­nis re­zept ge­gen trump war nicht ihn ei­nen fa­schis­ten zu nen­nen, son­dern eine bes­se­re al­ter­na­ti­ve zu skiz­zie­ren, wege zu wäh­len von de­nen wahl­stra­te­gen und ko­lum­nis­ten ab­ra­ten, aber an die er of­fen­sicht­lich selbst glaubt. mike mas­nick hat das vor 4 wo­chen schön ana­ly­si­ert:

He didn’t shy away from his sup­port for trans New Yor­kers or im­mi­grants. He stood side by side with them proud­ly th­roug­hout the cam­paign. He didn’t play down his own re­li­gi­on, back­ground, or po­li­cy ide­as, even as some of them chal­len­ged De­mo­cra­tic Par­ty or­tho­do­xy.

The con­trast couldn’t be star­ker. On one side, you had an­o­ther ver­si­on of the po­li­tics of cy­ni­cal spi­te and tra­di­tio­nal po­li­ti­cal back­room king-ma­king—An­drew Cuo­mo’s cam­paign, ba­cked by at least $22 mil­li­on from 28 dif­fe­rent bil­li­onaires, run­ning at­tack ads cal­ling Mamda­ni a dan­ge­rous ra­di­cal, ques­tio­ning whe­ther he “un­ders­tood New York cul­tu­re” be­cau­se he was born in Ugan­da, and quite li­te­ral­ly sug­gest­ing he would cheer for an­o­ther 9/11. Pure go­ver­nan­ce-by-ba­se­l­ess con­cern trol­ling, op­ti­mi­zed to ge­ne­ra­te fear and an­ger.

On the other side, you had so­meone who said “this is who I am, this is what I be­lie­ve in, and here’s my po­si­ti­ve vi­si­on for ma­king your li­ves bet­ter.” Free bu­ses. Uni­ver­sal child­ca­re. Fro­zen rent for rent-sta­bi­li­zed apart­ments. City-run gro­cery stores in food de­serts. Simp­le, clear po­li­ci­es that peo­p­le could un­der­stand and see them­sel­ves be­ne­fiting from.

ich fand je­den­falls den text von mas­nick (und auch den fol­gen­den link) hoff­nungs­stif­ten­der, also sa­scha lo­bos ko­lum­ne. schon klar, dass sa­scha lobo sei­ne ko­lum­ne nicht zum stif­ten von hoff­nung schreibt, aber eine ana­ly­se von zohr­an mamda­ni wahl­er­folg hät­te ich dies­mal lie­ber ge­le­sen, als die­se feh­ler­ana­ly­se und ge­sin­nungs­spe­ku­la­ti­on.

What we see, I think, are a bunch of rich guys who have been co­mic­al­ly out of touch with nor­mal peo­p­le for many de­ca­des, and more re­cent­ly have blow­tor­ched their brains into a smo­king pile of ash on Elon Musk’s Twit­ter/X and in va­rious group chats. It’s why they got so work­ed up about Mamda­ni in the first place—the New York City ma­yoral­ty is not some om­ni­po­tent of­fice, and the­re are a do­zen ways to hem it in at the sta­te and lo­cal le­vel if they so wis­hed. What the­se olig­archs spent to stop Mamda­ni feels like less on an an­nu­al ba­sis than he wants them to pay for a bet­ter fu­ture for all New Yor­kers, a joke Mamda­ni hims­elf has made.

(via kott­ke)



200 ta­ge blog­gen

felix schwenzel in über wirres

ich habs vor 50 ta­gen schon ge­schrie­ben, die über­schrift ist quatsch und es ist auch das letz­te mal, dass ich drauf hin­wei­se. je­den tag was ins in­ter­net zu schrei­ben oder zu ver­öf­fent­li­chen ist ja ganz of­fen­bar nicht schwer, sonst hät­te ich es nicht ge­schafft. ich mach das jetzt (wei­ter) je­den tag, ohne drauf hin­zu­wei­sen. so macht freerk das schliess­lich auch auf sei­nem elch­ge­weih.de:

je­den Tag et­was auf­schrei­ben

ich lese im elch­ge­weih ger­ne und ich fin­de es wit­zig wie das mit der dis­co­vera­bi­li­ty heut­zu­ta­ge (im­mer noch) funk­tio­niert. je­mand er­wähnt ei­nen, man sieht sich oder sieht sich nicht, guckt kurz, freut sich, mag was der oder die an­de­re schreibt und rein in den feed-rea­der oder an­ders­wo ge­folgt.

aber viel­leicht mach ich es doch, dass ich alle 100 tage oder so ei­nen sta­tus­be­richt in ei­ge­ner sa­che ab­ge­be. ob­wohl ins in­ter­net schrei­ben ja ei­gent­lich eh nichts an­de­res ist als ei­nen sta­tus-be­richt in ei­ge­ner sa­che ab­zu­ge­ben.

aber ich könn­te die be­su­cher­zah­len nen­nen. die sind eher auf dem ab­stei­gen­den ast.

matomo (besucherstatistik) screenshot mit monatlichen besucherzahlen. von märz bis august steigend (august 6500 besucher), seitdem eher sinkend: im oktober ca. 5700

oder aus dem ma­schi­nen­raum schrei­ben was ich in den letz­ten ta­gen und wo­chen an­ge­passt oder ver­bes­sert oder um­ge­setzt habe. da­von ist mein lieb­lings­fea­ture, dass ich für ein­zel­ne ele­men­te in ar­ti­keln aus­wäh­len kann ob sie im RSS feed ge­zeigt wer­den — oder um­ge­kehrt, im web auf­tau­chen oder nicht. so kann ich qua­si ge­hei­me bot­schaf­ten, oder fra­gen an mei­ne rss-le­ser im ar­ti­kel-RSS ver­öf­fent­li­chen. zu­letzt hat­te ich mich ge­fragt, ob html-ta­bel­len über­all so scheis­se aus­se­hen wie bei mir im in der ree­der clas­sic app. es sieht so aus, als hät­ten die meis­ten RSS rea­der et­was css an bord, um ta­bel­len ein biss­chen zu sty­len. gut.

auf das „sty­ling“ oder bes­ser die funk­ti­ons­fä­hig­keit des RSS-feeds ver­su­chen ich sehr zu ach­ten. ich has­se es wenn mir word­press-blogs statt em­beds oder film­chen im feed sa­gen, ich sol­le ja­va­script ak­ti­vie­ren oder mei­nen „con­sent“ ab­ge­ben, um be­stimm­te in­hal­te zu se­hen. des­halb bet­te ich you­tube fil­me im RSS mit dem da­ten­schutz­frei­en you­tube em­bed-code ein, was mei­ner er­fah­rung nach meis­tens funk­tio­niert, bet­te lo­ka­le vi­de­os auch so ein, dass sie funk­tio­nie­ren müss­ten und gebe mir mühe bei spie­le­rei­en wie dem jux­ta­po­se play­er im RSS pas­sen­den er­satz be­reit­zu­stel­len (de­gra­de graceful­ly).

wenn mir das mal nicht ge­lingt, freu ich mich über freund­li­che hin­wei­se, aber auch über wüs­te be­schimp­fun­gen.

an­sons­ten habe ich in den letz­ten ta­gen an mei­ner such­ma­schi­nen-de­op­ti­mie­rung ge­ar­bei­tet. schon seit ge­rau­mer zeit schlies­se ich such­ma­schi­nen­in­de­xie­rung bei ar­ti­keln die äl­ter als 5 jah­re sind aus. das ist gar nicht mal so ein­fach. wenn man über­sichts­sei­ten kom­plett aus­schliesst wird goog­le sehr kie­big, des­halb las­se ich die ers­ten 5 über­sichts­sei­ten in­de­xie­ren, den rest ver­bie­te ich. re­zep­te und be­stimm­te ar­ti­kel las­se ich nach 5 jah­ren in­de­xier­bar, aber die mar­kie­re ich ma­nu­ell. das habe ich frü­her mit ei­ge­nem code ge­macht, jetzt hilft mir der kir­by seo plug­in da­bei. der hilft auch bei der er­stel­lung ei­ner site­map.xml da­tei, die den glei­chen re­geln folgt. mit dem plug­in habe ich auch ein biss­chen dar­an ge­ar­bei­tet die sei­ten­ti­tel, sei­ten­be­schrei­bun­gen und open graph vor­la­gen aus­sa­ge­kräf­ti­ger zu ma­chen und das al­les vor al­lem et­was zen­tra­ler, fein­gra­nu­la­rer und über­sicht­li­cher zu steu­ern.

der (das?) plug­in ge­fällt mir so gut, dass ich schon jetzt eine li­zenz für die 2.0er ver­si­on ge­kauft habe, ob­wohl die noch gar nicht re­leased ist.

aus­ser­dem schreib ich jetzt ver­mehrt in mark­down. dan­ke an fa­bi­an mi­cha­els kir­by-mark­down-field-plug­in. das er­mög­licht mir sehr ef­fi­zi­en­tes schrei­ben, al­ler­dings muss­te ich ein biss­chen im plug­in quell­code rum­patchen, be­vor das ales so funk­tio­nier­te, wie ich mir das vor­stel­le.

zu den view tran­si­ti­ons habe ich ja schon ge­schrie­ben, zu mei­nem er­stau­nen hat sich noch nie­mad dar­über be­klagt. ich fin­de es (noch) ganz toll, mal schau­en wie lan­ge mei­ne be­geis­te­rung hält.

und sonst so? ich habe mich über die all­ge­mei­ne er­mun­te­rung von tho­mas gi­gold recht­schrieb­feh­ler zu ma­chen sehr ge­freut. ei­gent­lich soll­te das ein rant ge­gen KI nut­zung in blogs sein, aber ich lese auch aus rants lie­ber das po­si­ti­ve raus und ver­gess den wü­ten­den rest.

Ich sag nicht, dass du "ver­zich­ten" sollst. Lass die KI dein Lek­tor sein. Aber ein Lek­tor ist ein Rat­ge­ber. Dazu ge­hört, dass du den auch igno­rie­ren kannst. Sind Recht­schreib- und Gram­ma­tik­feh­ler wirk­lich der­ma­ßen schlimm? Für mich be­ginnt der Ein­griff tat­säch­lich schon beim Satz­bau, denn schon der zeigt Per­sön­lich­keit. Lasst uns die Un­per­fek­ti­on viel mehr wie­der raus­keh­ren und ge­nie­ßen.

der (face­book) like but­ton wird zum zom­bie, auch gut: pi­xel envy:

As far as I can tell, the Face­book SDK will con­ti­nue to run in the back­ground do­ing all sorts pri­va­cy-ho­sti­le things. The best time to re­mo­ve that Ja­va­Script packa­ge from your web­site or app was, like, at least ten ye­ars ago; the next best time is right now.

und sonst? no­tiz an mich selbst: wei­ter­ma­chen — aber vor­her noch ein laub­tep­pich-foto vom #mor­gen­spa­zier­gang.

foto vom morgenspauiergang: es sieht sehr herbstlich aus und das laub bildet orangene laubteppiche unter den bäumen.


nach­trag 09.11.2025:
ich habs nach zwei ver­su­chen zu­en­de ge­schaut. an­fangs war Play Dir­ty noch ganz un­ter­halt­sam, aber ei­gent­lich war es schon ein är­ger­nis. wäh­rend ich bei john wick das te­le­spiel-ar­ti­ge tö­ten von men­schen ge­ra­de noch so weg­abs­tra­hie­ren kann, fiel es mir bei Play Dir­ty im ver­lauf der bal­le­rei im­mer schwe­rer. är­ger­lich fand ich, dass das im film auch noch the­ma­ti­si­ert und ra­tio­na­li­si­ert wur­de. am ende war am film wirk­lich nichts er­freu­li­ches oder lus­ti­ges mehr üb­rig. salz­lo­se bal­ler­mann­sup­pe.


Ru­les don’t make works of art, works of art make ru­les.
-- Clau­de De­bus­sy

hier ge­fun­den (da­vid hart­ley über nir­va­na’s smells like teen spi­rit, „The song that bro­ke every song­wri­ting rule“, gan­zes vi­deo ist sehr se­hens­wert)

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