scheiss hunde wirres.net*

//wirres

//wirres (quasi) in kategorien
//arbeiten
//gelesen
//bestes wirres


_schrauben ist nicht gut für das geschäft

jeff jarvis (mal wieder):
When the people can talk with, about, and around you, screwing them is no longer a valid business strategy.
[via neunetz]

felix schwenzel
20.05.2008 08:24 uhr





_404

felix schwenzel
18.05.2008 23:00 uhr



_achterbahn

felix schwenzel
18.05.2008 22:32 uhr



_martensteins hämorrhoiden

harald martenstein
100 Prozent der erfolgreichen deutschen Romane über Hämorrhoiden werden von Frauen geschrieben.

felix schwenzel
16.05.2008 21:37 uhr
| zitat



_zitat des tages

vincent klink über bio-produkte:
Egal wie schlimm ein Fleisch ist, vom Gesundheitlichen hat selbst das schlechteste Fleisch weniger Gift als das meiste Gemüse. Ganz schlimm ist es mit Salat.

felix schwenzel
16.05.2008 21:27 uhr
| zitat



_chat auf der next08

gestern abend auf der next08 gabs noch ein kleines highlight. das projekt „chat“ von aram bartholl. im prinzip geht das so:


vorne steht ein mensch mit umgebundener tastatur, hinter ihm ein weiterer mit einer alu-konstruktion an deren ende eine sprechblase montiert ist die von einem mini-beamer bestrahlt wird der von einem eeePC gesteuert wird. die tatstatur ist per bluetooth-kabel an den eeePC gestöpselt.


der mensch an der tastatur kann dann anfangen leute zu belästigen oder mit der anderen sprechblase zu „chatten“.


wenn der mensch an der tatstatur mal pullern muss oder keinen bock mehr hat, kann er die tatstatur abgeben.


ich fand (und finde) das ganz grandios.

mehr zu #next08.

felix schwenzel
16.05.2008 20:59 uhr



_statt erdnüssen

felix schwenzel
16.05.2008 15:18 uhr



_next08

die next-konferenz dieses jahr sei hervorragend organisiert sagten mir eben ein paar besucher. darin schwingt mit, dass sie die letzten beide jahre nicht so gut organisiert gewesen sei. tatsache ist, ich habe bisher jedes jahr am eingang der next-konferenz in einer DDR-artigen schlange stehen müssen, war sonst aber stets zufrieden. bis jetzt habe ich allerdings niemanden getroffen der gesagt hätte, eine der keynotes oder eines der panels hätte ihn umgehauen oder etwas substanziell neues erfahren. trotzdem sind die panels solide: ein paar grosse namen, ein paar themen die sogar zum diesjährigen motto „get realtime“ passen und ein paar themen schaffen es sogar die leute in grossen mengen vom buffet wegzuholen. schade nur, dass die leute dann die veranstaltungsräume in denen die panels stattfinden zum smalltalk statt zum schnauze halten nutzen. keine ahnung ob das eher was mit web2.0 oder business-induziertem kackbratzentum zu tun hat, tatsache ist, die leute quatschen die ganze zeit hemmungslos rum.

als werner vogels von amazon während seiner präsentation den unmut des zuhörenden teils des publikums aufgriff und den vor sich hinquatschenden pappnasen ein kurzes, bündiges, aber sehr lautes „can everybody shut up please?“ entgegenrief half das gerade mal für 3 minuten. danach ging das gequatsche wieder los.

was mich auch wundert ist die völlige unkenntniss von deppen-scheppers-law: jedes auf dem boden stehende glasbehältnis wird mindestens einmal, meist aber dreimal getreten und scheppert dann laut. ich glaube es hat etwas mit grössenwahn zu tun. menschen stellen flaschen oder gläser neben sich auf den fussboden weil sie der festen überzeugung sind sich die stelle an der sie das glas oder die flasche abgelegt haben merken können. können sie aber nicht und treten es nach mindestens 20 minuten eigenfüssig um.

inhaltlich habe ich bis jetzt nichts viel neues oder euphoriesierendes mitgenommen. ok, ich habe den googles android-emulator in aktion gesehen, bekomme langsam angst vor google, weil ich mich frage wie lange das noch so weitergehen kann, dass so ein laden ständig strategisch so brilliante entscheidungen treffen kann, bzw. warum das was google macht eigentlich niemand anders macht oder machen kann.

auch auf der seite der unternehmen gibt es nicht viel neues. wenn sie mit jahrelanger verspätung den schuss hören und anfangen auf benutzer und kunden hören zu wollen oder es zumindest mal versuchen, gehen sie nicht unbefangen oder offen auf das neue zu, sondern sitzen bewegungslos, mit vollgeschissenen hosen, in ihren chefsesseln. deutsche unternehmer, so bekommt man den eindruck wenn sie mal den mund auf machen, sind kontrollfreaks. weder dem markt, noch dem kunden, noch der eigenen courage vertraut man. immerhin sind die anzüge teilweise ganz schick.

* * *


sascha lobo hat zwar den „dünnsten“ laptop der welt, aber dafür auch die dickste tasche der welt.


* * *


holger schmidt von der faz versucht peter glaser nachzumachen, leider nur in sachen körperhaltung und nicht im schreibstil.


* * *


katharina borchert hat auf der next08 ihre beine verloren. wer sie findet soll sie bitte am „trouble counter“ abgeben.


* * *

interessant: um anonym zu bleiben geben manche teilnehmer auf der next ihren vollen namen, statt ihres pseudonyms an.
* * *

toralf feuchtenhofer. ein name den ich mir aus keinem grund gemerkt habe.
* * *

als mario sixtus ein panel vorzeitig verliess, winkten ihm alle teilnehmer auf dem podium zum abschied.
* * *

mario sixtus macht bald was neues, sascha lobo sowieso, plazes auch. nico lumma auch irgendwie. ix sollte auch mal was neues machen.

[nachtrag 16.05.2007]
fotos von der next08 gibts bei flickr, sebastian keil hat genau wie holger schmidt zustimmenswertes geschrieben und sven dietrich hat fleissig links gesammelt. mehr bei technorati oder rivva. mehr zu #next08.

felix schwenzel
15.05.2008 17:06 uhr



_klappe

die letzte sendung von harald schmidt auf sat1, ich erinnere mich noch ziemlich genau, war der letzte scheiss. uninspiriert, voller unterdrücktem frust, strunzlangweilig. ich hoffe ja ein bisschen, dass mein letzter film auf watchberlin sich irgendwie auf dem niveau von harald schmidt bewegt. und sendung kann man das was ich über ein jahr bei watchberlin gemacht habe, ja auch nicht nennen. eher ne ziehung. oder so.



video bei watchberlin (flv-direktlink). film hier gucken.

felix schwenzel
13.05.2008 21:58 uhr



_„was für ein scheiss“ dachte ich

weisses opfer (laut henning lohse)
heute früh habe ich in der s-bahn auf spiegel-online diesen artikel gelesen. was für ein scheiss dachte ich und meinte damit sowohl das video der „Elektrorock-Gruppe Justice“, als auch den artikel von henning lohse. irgendwie dachte ich noch, das video musst du dir nochmal anschauen, ne eigene meinung bilden und so, und sah natürlich nicht, dass spiegel-online das video in den artikel eingebettet hatte — ich hab den artikel ja mit opera mobile gelesen. heute mittag las ich dann diesen bildblog-artikel, der mein dumpfes gefühl, dass der artikel stimmungsmachender, pseudo-objektiver scheiss ist, bestätigte. um die dramatik zu erhöhen und eine rassistische komponente reinzubringen machte henning lohse mal eben aus asiatisch- und teilweise sehr dunkelhäutig ausseheneden „opfern“ der gang im video „weisse“.

heute abend sah ich im bildblog ein update, in dem stand, das spiegel-online den artikel geändert hat und auf die korrektur hingewiesen hat. einerseit finde ich das gut und lobenswert, auf einen fehler derartig hin zu weisen, andererseits frage ich mich, wie soetwas passieren kann. irgendeiner muss den text doch, wie das angeblich im qualitätsjournalismus immer geschieht, gegengelesen und das video gesehen haben, bevor text und video online gingen. na gut schlamperei. passiert. aber ist das die einzige schlamperei?

immerhin — und ich weiss auch hier nicht, ob ich das gut oder bigott finden soll — ist das video direkt eingebunden, so dass man sich wenigsten eine eigen meinung bilden kann, indem man ich das angeblich so verabscheuungswürdige video selbst anschaut. und als ich das tat, empfand ich das video auch ganz anders als von henning lohse beschrieben. brutal? mag sein, aber da hab ich im kulturteil, auch von spiegel online, schon viel brutalere filme mit lob überschüttet gesehen. wenn tarantino-filme im spiegel rezensiert werden, wird zwar auch auf „gnadenlos zur Schau gestellte Gewalt“ hingewiesen, aber irgendwie auch, dass es tarantino nicht um die gewalt gehe, sondern das tarantino „in Wahrheit“ wissen wolle, „was junge Frauen reden, wenn sie unter sich sind“.

eine ernsthafte auseinandersetzung mit dem video von „justice“ bringt spiegel-online hier nicht, was spiegel online macht riecht nach rädchen in der grossen pr-maschine spielen, hysterisch rumgeifern um sich oberflächlich moralisch zu legitimieren um das video schön distanziert in den artikel einbinden zu können. unterm strich bleibt: spiegel-online promotet das video.

in dieser form riecht der artikel nach bigotterie und pseudo-journalismus. ehrlicher wäre es gewesen daraus einen einfachen bösen, klar subjektiven kommenatar zu machen, in dem henning lohse seine meinung klar erkennbar, subjektiv, ichig und von mir aus auch einseitig gefärbt abgegeben hätte. dieser pseudo-objektive schwachsinn ist voll achtziger, wenn nicht sogar fünfziger. immerhin fällt es jetzt leichter das niveau von spiegel-online und bild.de zu vergleichen: spiegel-online ist jetzt endgültig auf augenhöhe.

[nachtrag 16.05.2008]
nerdcore hat die übersetzung der spex einer pressemitteilung von justice. und im gegenteil zu rené bin ich durchaus der meinung, dass künstler sich nicht dazu berufen fühlen müssen „tiefgehend“ über soziale probleme zu reden. es mag ein bisschen ungeschickt formuliert sein, wenn justice sagen „wir haben weder die Absicht noch die Legitimität tiefgehend über soziale Probleme zu sprechen.“, aber ich höre da eher raus: „das ist nicht unsere sache. wir zeigen die probleme, wir erklären sie nicht, wir legen den finger in die wunde, können sie aber nicht heilen.“

die aufgabe von kunst kann meiner meinung auch nicht weitergehen als die dinge zu zeigen, darzustellen, subjektiv einzufärben, zu verzerren oder zu überzeichnen. oder anders ausgdrückt, der diskussionsbeitrag des künstlers ist das werk und nicht die interpretation oder gar die erklärung des werkes.

bei journalisten, bloggern oder leuten die ins internet schreiben ist das anders. die sehen sich berechtigt zu allem etwas vermeintlich tiefgehendes abzusondern. das ist nicht weiter schlimm, solange man journalisten und blogger nicht allzu ernst nimmt und sich vor allem zutraut kunst selbst zu bewerten und zu interpretieren. denn dafür gibt es kunst: angucken und auf sich wirken zu lassen. klugscheisser, die einem das abnehmen, sind dafür in der regel nicht nötig. #

felix schwenzel
13.05.2008 21:33 uhr
| fachblatt für bigotterie



_mathe?

das kind hat ferien, soll aber in den ferien ein bisschen mathematik üben. heute hatte es unter anderem eine aufgabe in der es rausfinden musste was das sei:
was ist das doppelte des gewinns, der anfang des nichts und die mitte des sinns?
das kind und ich brauchten geschlagene 3 minuten um das rauszufinden.

[die kommentare sind bis morgen mittag moderiert, erscheinen nach dem abschicken also nicht.]

felix schwenzel
12.05.2008 22:03 uhr



_kleine merkwürdigkeiten


ein auto ohne parkplatz ist wie ein burger ohne haferflocken



ein buch mit henkel



knut heisst mit nachnamen schmidt?


felix schwenzel
09.05.2008 22:44 uhr
| fotos



_zitat des jahres

jeff jarvis über jouralismus und bloggen. der entscheidende satz, der weder von den meisten journalisten, noch von den meisten bloggern verstanden wird:
we are not used to this messy world. life is messy.
alle sehnen sich nach ordnung, nach klaren verhältnissen, wollen aufräumen, säubern und übersehen das entscheidende: der müll gehört dazu. die sehnsucht nach ordnung ist ein schlimmeres übel als das chaos und der müll selbst. das gute, die potenziale zu erkennen ist im müll nicht so einfach. aber möglich. und nötig.

und jetzt guck ich mir die elektrischer-reporter-episode zuende an. #

felix schwenzel
09.05.2008 17:53 uhr
| zitat



_lastminute08

quasi in letzter minute. jetzt muss ich den donnerstag doch nicht faul in der sonne rumsitzend verbringen, sondern kann im museum prototyp rumsitzen.




mehr zu #next08.

felix schwenzel
09.05.2008 17:02 uhr



_ein meter weiter unten

eigentlich ist es physisch beinahe unmöglich, aber ich komme normalerweise mit ungefähr 30 cm platz im bett aus. ich schlafe, wenns sein muss, hochkant liegend ein und wache genauso wieder auf. wenn mein bett voll mit zeitschriften, büchern, rechnungen oder klamotten ist, liegen die sachen am nächsten morgen unverändert an ihren plätzen. kurz: ich bewege mich beim schlafen kaum.

neuerdings allerdings wache ich morgens regelmässig einen meter weiter zum fussende hin auf als ich eingeschlafen bin. meine beine hängen aus dem bett, am kopfende ist massig platz.

keine ahnung ob das was zu bedeuten hat und wenn ja was.

felix schwenzel
09.05.2008 09:07 uhr



_hoi polloi im interview

hier. [via]

felix schwenzel
07.05.2008 08:37 uhr



_das ist alles nicht wirklich nachvollziehbar,

ich schreibs trotzdem auf. da läuft im ersten eine sendung die ich normalerweise nach 5 minuten abgestellt hätte weil das thema nicht nur staubtrocken ist, sondern auch furzlangweilig in den ersten 20 minuten zerkaut wird, mit politikersprech, immerhin ziemlich diferenziert gegeisslert und angeschäfert. trotzdem bleib ich dran, verstehe sogar sachen von einem thema das mich zwar angeht, aber bisher nie länger als 5 minuten in seinem bann halten konnte. dann taucht einer mit nem roten irokesen auf, sagt sachen die ich auch sagen wollen würde, bringt schwung in die runde, animiert geissler und mich zu nicken und „richtig“ zu sagen. dann, nach gefühlten 3 stunden ist die sendung vorbei und ich lese bei twitter was die leute bei twitter während der sendung über die sendung gesagt haben nach und fühle mich gleich doppelt gut vertreten. ich lese und sehe ich bin kein freak, was ich gesehen und gefühlt habe habe ich nicht alleine gesehen und gefühlt. es gibt noch intelligenz und gemeinsinn in der welt.

wie gesagt, das was ich gerade geschrieben habe muss man nicht nachvollziehen können, muss nochnichtmal ich wirklich nachvollziehen können, es fühlt sich nur ganz gut an. so war fernsehen früher auch: fernsehen als gemeinschaftserlebnis. früher hats bis zur ersten pause am nächsten tag gedauert, dass man das selbst gesehene mit dem gesehenen der anderen abgleicht, jetzt gehts quasi live. so, irgendwie, könnte das nochmal was werden, mit dem fernsehen und mir.

[nachtrag 07.05.2008]
das was don dahlmann zur sendung und rente schreibt finde ix nachvollziehbar. #

felix schwenzel
07.05.2008 00:30 uhr



_2-3k € wasserwage

felix schwenzel
06.05.2008 12:26 uhr



_„Forderungen für eine zeitgemässe Netzpolitik 2.0“

ich möchte den forderungen von markus gerne zustimmen. vor allem der punkt 9, das urheberrecht den gesellschaftlichen realitäten anzupassen, statt zu versuchen die gesellschaftlichen realitäten dem urheberrecht anzugleichen. auch die forderung nach transparenz, bzw. dass staatliche informationen unter freie lizenzen gehören unterstütze ich blind. nur die forderung nach einem staatlich geförderten grundzugang ins internet lässt mich stocken:
Kommunen müssen jedem Bürger einen Basiszugang zum Internet ermöglichen.
hatten wir das nichtschonmal, staatliche telekommunikationsversorgung? das hiess damals „post“ und war der grösste vorstellbare hemmschuh für technischen fortschritt. sicherlich kann der staat einiges tun, zum beispiel die netzneutralität oder den fairen wettbewerb sicherstellen, aber die kommunen, der staat sollte meiner meinung nach besser die finger aus der versorgung mit netzzugängen lassen. das filzt ruckzuck und hemmt die neutralität. nie wieder deutsche bundespost!

felix schwenzel
05.05.2008 23:35 uhr



_notiz an mich selbst

felix schwenzel
05.05.2008 23:12 uhr



_„käuflich“

felix schwenzel
04.05.2008 21:38 uhr
| blogdings



_verschlüsselte medienkritik per kriminalpsychologie

im tagesspiegel ist gestern auf der letzten seite eine erstaunlich medienkritische kleine infobox erschienen. es geht um die berichterstattung über die ereignisse in amstetten. der autor zieht es allerdings vor, statt von „journalisten“, „aasgeiern“ oder „witwenschüttlern“, von „gaffern“, „sensationssuchenden“ und „schaulustigen“ zu sprechen. damit man das anliegen besser erkennt, habe ich den originaltext mal entschlüsselt:
JOURNALISTENPHÄNOMEN
Die Sensation suchen

Hunderte Unbeteiligte reisen dieser Tage nach Amstetten. Sie fühlen sich vom dort Geschehenen einerseits abgestoßen, andererseits angezogen.
„Faszination des Abscheulichen“ heißt das Phänomen in der Psychologie, „Boulevard“ in der Medienwissenschaft. Die Journalisten von Amstetten erhoffen sich vom Besuch des Tatorts unbewusst einen selbstreinigenden Effekt, erklärte der Essener Traumatologe und Kriminalpsychologe Christian Lüdke dem Tagesspiegel. „Journalisten suchen die Sensation und wollen sich gleichzeitig selbst von Schuld entlasten.“ In erster Linie gehe es den Journalisten von Amstetten dabei um Emotionen, um die Befriedigung eigener Bedürfnisse. ix
#

felix schwenzel
04.05.2008 10:21 uhr



_rätsel gelöst

wie kann man maximal blödsinnige überschriften verfassen? ein hervorragendes beispiel lieferte der spiegel vor einer weile.


das rätsel gelöst? eine „spezielle maltechnik“?

fazinierend:
Da Vinci legte mehrere dünne Farbschichten und eine Lasierung übereinander. […] Der Meister verwandte häufig durchsichtige Farben, mit denen er bestimmte Stellen mehrfach übermalte. Dadurch verschwimmen diese, was der Figur eine geheimnisvolle Aura verleiht.
also lautet des rätsels lösung: da vinci hat mehrere farbschichten übereinandergemalt und durchsichtige farben verwendet. wenn es also so einfach ist rätsel zu lösen, bzw. das lächeln der mona lisa zu erklären, versuche ich jetzt einfach mal ein paar rätsel selbst zu lösen:
  • die pyramiden in ägypten wurden mittels einer speziellen bautechnik erstellt.
  • houdini konnte sich mittels einer speziellen entfesselungstechnik befreien.
  • casanova verführte die frauen mit einer speziellen verführungstechnik.
auch alle kinderfragen kann man mit dieser spon-rätesel-lös-technik im handumdrehen beantworten:
  • „papa, warum können vögel fliegen?“ — „die haben eine spezielle flugtechnik!“
  • „wo kommt der strom her?“ — „der wird mit einer speziellen stromtechnik erzeugt und übertragen.“
  • „warum ist die banane krumm?“ — „wegen einer speziellen wuchstechnik.“
nur eine frage lässt sich damit nicht beantworten: warum ist der journalismus so im arsch? ach doch. vielleicht wegen einer speziellen und sehr ausgeprägten haltung ihrer der vermeintlichen führungskräfte: der arroganz.

felix schwenzel
02.05.2008 23:12 uhr



_monrose vergessen ist kein kavaliersdelikt

gestern habe ich wieder in eine kamera geredet, über frau merkels einsatz für junge künstler und dass sie das problem des downloads von computern wieder auf die internationale agenda setzen möchte.

eigentlich ist das was ich sage reiner diebstahl geistigen eigentums — oder wie man das heute sagt, ein mashup. und zwar aus dem ersten satz einer heise-meldung, verschiedenen netzpolitik-texten, diesem brief und natürlich frau merkels podcast, irgendeinem schreiben der musikindustrie, sowie den ins internet geschriebenen ideen von ganz vielen anderen leuten.

apropos podcast. auf der merkel-podcast-seite mit der antwort auf den bettelbrief der musikindustrie sieht man dieses symbolbild.

Besser die Finger weg vom Filesharing!


das ist doch immer wieder faszinierend, dass man selbst in der regierung meint die ansicht verbreiten zu müssen, filesharing sei per se illegal. empfehlen die schreibsklaven von frau merkel demnächst auch besser die finger weg zu lassen vom telefon? besser zuhause zu bleiben? was für eine unerträgliche arroganz, einfach mal eine technologie per regierungs-bildunterschrift als illegal zu brandmarken.

whatever.


video bei watchberlin (flv-direktlink). film hier gucken.

felix schwenzel
30.04.2008 09:09 uhr



_auf den ersten blick …

dachte ich echt, das sei die christiansen.


felix schwenzel
22.04.2008 07:31 uhr



_sauber recherchierte platitüden

heute beim zeitungslesen habe ich wieder wichtige dinge gelernt. journalisten sollen objektiv berichten, also fragen sie sich nicht selbst nach ihrer meinung, sondern „experten“. „experten“ sind meisten „sprecher“ für irgendwelche gesellschaften oder unternehmen. heute durfte isabelle keller, die sprecherin der deutschen gesellschaft für ernährung, im tagesspiegel einen wertvollen tipp geben:
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt gesunden, erwachsenen Menschen, bei normaler Belastung 1,5 Liter täglich zu trinken. „Das heißt aber nicht, dass man den ganzen Tag mit einer Wasserflasche herumlaufen muss“, sagt DGE-Sprecherin Isabelle Keller. (quelle)
nagut. lass ix die flasche morgen eben zuhause.

„eine“ sprecherin von lidl sagt heute im tagesspiegel, dass video-aufnahmen die in läden angefertigt wurden täglich gelöscht würden. deshalb müsse man sich keine sorgen machen, dass im kassenbereich eventuell die eingabe von geheimzahlen gefilmt worden wäre. da es offenbar noch nicht lustig genug ist, dass die sprecherin einer grossen supermarktkette behauptet, dass videoaufnahmen angefertigt würden um täglich gelöscht zu werden, darf der experte christian thorun vom bundesverband der verbraucherzentralen noch einen lustigen tipp hinterherschieben: „Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte bar bezahlen.“ (quelle)

im gleichen artikel dann noch der absolutere hammertipp:
Zum Schutz der eigenen Daten empfehlen Banken und Verbraucherverbände, das Tastenfeld bei der „Eingabe der Pin mit der Hand abzudecken“ und sich nicht über die Schulter schauen zu lassen.
morgen, da bin ich sicher, lese ich im tagesspiegel, dass es gesund ist, sich nach dem stuhlgang den arsch abzuwischen und die hände zu waschen. das nennt man dann wohl „nutzwertjournalismus“.

felix schwenzel
22.04.2008 06:00 uhr



_deutschlands nächstes spitzen-mannequin

felix schwenzel
22.04.2008 06:00 uhr



_eine eigene homepage für die beifahrerin

die beifahrerin hat jetzt ne eigene homepage. jetzt kann jeder sehen, die frau hat jede menge knete.

[putzen kann sie übrigens weder mit diesen handschuhen noch mit echten handschuhen.] #

felix schwenzel
20.04.2008 22:05 uhr



_neuerdings dusche ich mit schuhen

selbst hätt’ ich mir die nie gekauft und auch wenn die scheisse aussehen, bequem, praktisch und wirklich leicht sind die schon, meine neuen hausschuhe:


felix schwenzel
17.04.2008 06:00 uhr



_endlich saubere fernbedienung

die beifahrerin hat heute die fernbedienung gewaschen. sie hat das bett abgezogen und wohl ausversehen die fernbedienung zusammen mit den laken in die maschine gesteckt. sie meint, nach der wäsche würde die fernbedienung nicht nur sauberer sein als vorher, sondern auch besser funktionieren.

wer es nachmachen will: fleckenprogramm bei 60°.

felix schwenzel
16.04.2008 21:34 uhr
| sauberkeit



_abspannsitzenbleiber

normalerweise bin ix ja kein abspannsitzenbleiber. im gegenteil. aber der hier, da bin ix gerade sitzengeblieben. bis zum ende.

felix schwenzel
13.04.2008 16:08 uhr



_entenzucht

meine güte, wenn man bei stefan niggemeier in den letzten tagen mitliest (beispiel 1, beispiel 2, beispiel 3) könte man das gefühl bekommen, der journalismus sei wirklich total am ende. andererseits, als langjähriger leser der aachener nachrichten und der fuldaer zeitung hat sich mir dieser eindruck schon vor vielen jahren aufgedrängt. vielleicht sollte man es einfach auf einen einfachen nenner bringen: alles was ohne leidenschaft und liebe geschieht ist irgendwie scheisse. und copy+paste war schon in zeiten scheisse als man es noch abschreiben nannte.

felix schwenzel
13.04.2008 12:04 uhr



_ich liebe es super heavy

felix schwenzel
12.04.2008 23:58 uhr
| fotos



_smoothie

die nahrungsmittelindustrie zu beobachten ist hin und wieder enorm beeindruckend. seit ungefähr einer ewigkeit verkaufen lebensmittelhersteller apfelmuss. zu eigentlich ganz okayer qualität und preisen. mittlerweile hat man einen weg gefunden apfelmuss, versetzt mit anderen fruchtmussen, zu apothekenpreisen zu verkaufen und trotzdem in gigantischen mengen abzusetzen. man nennt das apfelmuss jetzt „smoothie“. ich habe heute mal so einen probiert, apfelmuss mit bananenmuss, orangensaft und kokossaft versetzt und der geschmack hat mich sehr an meine gute alte zeit mit hipp und alete erinnert. allerdings kostet so ein glas hipp- oder alete-fruchtmuss (meist aus biologischem und kontrolliertem anbau) gerade mal ein drittel von einem glas trend-obst-puree.

beeindruckend, wei die lebensmittelindustrie es immer wieder schafft mit leckeren verpackungen die leute zu verarschen. laut stern knallt man sich mit so einem smoothie sogar mehr zucker in die birne als mit einem glas cola. #

felix schwenzel
12.04.2008 23:49 uhr



_c-auto

bei bloggern gibts angeblich a-, b- und c-blogger. das gibts bei autos auch: a-, b- und c-klasse, ich glaube es gibt sogar ne s-klasse. eine c-klasse habe ich am freitag bei sixt geliehen bekommen. auf meiner reservierung wurde diese c-klasse sogar noch „beispielauto“ genannt, zusammen mit „BMW 3er“.
das 3er beispielauto hätte ich lieber gehabt, weil ich weiss, dass man den ipod daran anschliessen kann. die c-klasse hat auch einen aux-eingang, in der bedienungsanleitung stand als information zu diesem eingang nur, man solle dazu seinen fachhändler fragen. ich gehe also davon aus, das der aux-eingang sich im unterboden oder im motorraum befindet. sonst hat das auto ganz gut funktioniert, mich und die beifahrerin zu einem familienfest navigiert und beeindruckende fähigkeiten in der fernbedienungsreichweite demonstriert. den kofferraum konnte ich 200 meter entfernt vom auto öffnen. leider kann man ihn dan aber nur am auto wieder schliessen, beeindruckend war es trotzdem.

aber das wollte ich alle eigentlich nur am rande erzählen, denn was wirklich beeindruckend an diesem ziemlich neuen auto war, war die streckenführung des navigationssystems auf dem rückweg. da ich in hamburg regelmässig in sankt pauli schlafe, habe ich dem auto gesagt dorthin zu wollen. kuz vor hamburg bat uns das auto die autobahn zu verlassen. wir fanden uns auf strassen wieder, die mich an die erste und zweite staffel von „the wire“ erinnerte. verlassene „highrises“ in wiliamsburg, gigantische container-termininals, phillipinos auf der suche nach dem nächsten puff. plötzlich waren wir auf der köhlbrandbrücke, eine wirklich wunderbare und hohe und aussichtsreiche brücke, die ich schon immer mal befahren wollte. ich war beeindruckt von den fähigkeiten des navigationssystems. was für eine streckenführung! weiter gings an dunklen lagerhäusern vorbei und durch verwinkelte gewerbegiete, bis wir plötzlich vor dem alten elbtunnel standen. das navigationssystem sagte, es seien noch 700 meter bis zum ziel, das einzige problem war, dass die elbe zwischen uns und dem ziel lag und dass es samstag und fast 23 uhr war und der alte elbtunnel deshalb geschlossen war. ohne navigationssystem haben wir es dann irgendwie in die speicherstadt geschafft, aber ich frage mich ernsthaft, wie viele mercedesfahrer demnächst verzweifelt vor dem alten elbtunnel stehen, wenn sie versuchen hamburg aus dem westen zu erreichen.

aber ich will mich nicht beschweren, die hafenrundfahrt war wirklich schön. und eigentlich wollte ich eh nur sixt loben, wie einfach und benutzerfreundlich die reservierung im internet funktioniert.

felix schwenzel
12.04.2008 23:45 uhr



_fazit, fazit, fazit — und immer an die veranstaltung denken

ich habe mal angefangen ins internet zu schreiben um die dinge nicht zu vergessen. was natürlich ein irrtum ist, aber nur ein bisschen. denn das aufschreiben strukturiert das erlebte, das gesehene und hält es fest. im eigentlichen sinne des wortes „festhalten“. trotzdem vergesse ich vieles was ich aufschreibe wieder, aber auch das hat ja system. was man aufgeschrieben hat, braucht man sich nicht zu merken. deshalb spürte ich auch den drang noch ein fazit der republica aufzuschreiben. nur, wen interessiert das noch, ausser mir? zumal ich mein fazit bereits ein paar stunden nach dem veranstltungsbeginn in eine kamera gesprochen und aufgeschrieben habe. leider war mein fazit falsch. halbfalsch. ich behauptete, dass die republica vor allem das über die republica berichten als thema hatte. richtiger wäre gewesen, die republica diente vor allem dazu während und nach der republica ein fazit über die republica zu ziehen.

in der tat habe ich das eine oder andere aussagekräftige fazit nach der republica gelesen. thomas knüwer hat zum beispiel ein fazit gezogen, dem ich nicht widersprechen mag, ebenso achim barczok. frau schnutiger lässt fazit ziehen, ich wurde auch ab dem ersten tag republica ungefähr 100 mal nach meinem fazit gefragt. also verzichte ich jetzt auf ein fazit. es folgen nur ein paar kleinigkeiten, die ich am samstag angefangen hatte.
* * *

am donnerstag hab ix mir nen witz ausgedacht. der war aber leider schon ziemlich alt. gerrit hat den witz besser gemacht:
Wer »A« sagt, muss auch »rschloch« sagen.
auch der rest seines artikels ist lesenswert. ich werde mir demnächst auch ein bisschen digitale hygiene angedeihen lassen. überhaupt