va­ni­ty fair ver­riss

felix schwenzel

nach dem ich die­ses vi­deo auf dem oli­ver gehrs „nett“ über die erst­aus­ga­be von „va­ni­ty fair” läs­tert ge­se­hen habe (via ste­fan), war mir auch da­nach die va­ni­ty fair zu ver­reis­sen. aus­ser­dem habe ich noch über­prüft ob ste­fan nig­ge­mei­er wirk­lich su­do­kus im zug ge­löst hat. die aus­ga­be die ich ve­ris­sen habe war näm­lich von ihm und tat­säch­lich war ein su­do­ku an­ge­löst.
Link: se­ven­load.com


„wer nicht schläft, wird dumm“

felix schwenzel

mark ma­ho­wald, schlaf­for­scher aus min­ne­so­ta, USA wur­de im ta­ges­spie­gel, ta­ges­zei­tung aus ber­lin, deutsch­land wie folgt zi­tiert:

Ei­gent­lich lei­de „je­der an Schlaf­man­gel, der zum Auf­ste­hen ei­nen We­cker braucht“.

dann hab ix wohl schlaf­man­gel. ob­wohl. ich hab gar kein we­cker. mich weckt mein han­dy.


lo­bo in ber­lin mit­te

felix schwenzel

nach­dem ich hier stän­dig selbst­ver­liebt von mir selbst schwär­me jetzt mal was fremd­ver­lieb­tes. sa­scha lobo dis­ku­tiert mor­gen, don­ners­tag, mit sa­rah wa­gen­knecht, nor­bert blüm, ei­nem metz­ger und an­de­ren in ber­lin mit­te im 2df. find ich gut un dwer­de mal wie­der seit mo­na­ten fern­se­hen gu­cken.

[apro­pos selbst­ver­liebt. dass der schock­wel­len­rei­ter be­dau­erns­wert ist, weiss ja mitt­ler­wei­le je­der (wenn er bloss die­ses ar­ro­ganz­dings los­wer­den wür­de). dass sei­ne ju­bel­per­ser noch be­dau­erns­wer­te­re arme papp­na­sen sind, kann man hier wun­der­bar kom­pri­miert schon nach zwei kom­men­ta­ren er­fah­ren. via schwa­dro­neu­se]


kom­pli­men­te

felix schwenzel

ich re­agie­re ja höchst sen­si­bel auf kom­pli­men­te. aber be­son­ders freut es mich, wenn ix mich ver­stan­den füh­le. also freu ix mich über das was chris­toph schult­heis auf die fra­ge wel­ches sein lieb­lings­blog sei über wir­res im po­li­tik-di­gi­tal-chat ge­sagt hat:

Wir­res.net. Bes­tens in­for­miert, lus­tig, re­le­vant und ir­rele­vant. Und ein tol­les Logo.

da­bei fällt mir ein, wie ich auf dem dld gre­gor, ei­nen kom­mi­li­to­nen und kol­le­gen aus stutt­gart traf, mit ihm zum ers­ten mal seit län­ge­rer zeit zu­sam­men­stand und plau­der­te über da­mals, jetzt, wie und war­um. ir­gend­wann stand ein hoch­se­riö­ser, wich­tig aus­se­hen­der an­zug­trä­ger mit schwei­zer ak­zent bei uns und als der sich ge­ra­de wie­der ver­ab­schie­den woll­te frag­te er mich noch, über was ich den so schrei­ben wür­de. ich so: „och über al­les, mehr oder we­ni­ger was mir so vor die flin­te läuft. tech­nik, me­di­en, din­ge die mich auf­re­gen oder er­freu­en, fä­ka­li­en.“ beim wort fä­ka­li­en schaff­te es der schwei­zer sich zu lö­sen und um­zu­dre­hen und gre­gor schütt­le leicht pi­kiert den kopf über mei­ne sei­ner mei­nung nach de­pla­zier­te wort­wahl.


ein link von te­le­po­lis

felix schwenzel

wiegt doch so ei­ni­ges:

an­ge­ru­fen hat noch kei­ner.

[und weil je­mand ge­fragt hat, ich ver­mu­te dass ist eine fol­ge die­ses ar­ti­kels zu dem fast alle deut­schen on­line-jour­na­lis­ten mit rang und na­men kom­men­tiert ha­ben.]


eben …

felix schwenzel

hat mich frank ro­the fo­to­gra­fiert. ging ganz schnell, die fo­tos kom­men ende fe­bru­ar ans ki­osk (ich soll­te rich­tung heft­mit­te gu­cken) und ich muss­te nur ein­mal mei­ne zäh­ne zei­gen. schö­ne bil­der macht der mann ja.

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ich ha­be die zu­kunft ge­se­hen

felix schwenzel

mei­ne lieb­lings­ver­un­glimp­fung von ma­rio six­tus ist von fon­si: er nann­te ihn mal web-eso­te­ri­ker (oder so). an­de­re nann­ten ihn das ora­kel vom nie­der­rhein. aber der wild ges­ti­ku­lie­ren­de typ den ma­rio hier mit­te ja­nu­ar ab­ge­filmt hat, schlägt ihn noch­mal um län­gen. ich bin, nach­dem ich das ge­se­hen habe, zum kul­tur-op­ti­mis­ten ge­wor­den. von mir aus auch, zum eso­te­ri­ker. gran­di­os.

[nach­trag]
das in­ter­view mit ma­ris­sa may­er ist fast noch ein­leuch­ten­der als das mit marc can­ter. ich be­wun­de­re wie ma­rio in den paar mi­nu­ten die ihm zur ver­fü­gung stan­den wirk­lich all­le wich­ti­gen und rich­ti­gen fra­gen stell­te und ma­ris­sa may­er mit der fra­ge nach künst­li­cher in­tel­li­genz-for­schung so­gar ein­mal kurz zum lä­cheln brach­te. re­spekt an ma­rio six­tus. ich wün­sche ihm neid­voll je­den preis und jede aus­zeich­nung die­ser welt für sei­nen „elek­tri­schen re­por­ter“ an den hals. war­um? weil er es wirk­lich ver­dient hat.

[voll­stän­di­ger wort­laut des in­ter­views mit ma­ris­sa may­er, ar­ti­kel im han­dels­blatt dazu]


aus­ge­zeich­ne­ter an­ruf

felix schwenzel

der typ der eben (mit über­mit­tel­ter ruf­num­mer) an­rief, mein­te er habe vor­her mit ma­xim bil­ler te­le­fo­niert. ich so: „die welt ist klein, nich?“. ich bin halt nicht ge­bo­ren fürs te­le­fon.


bünd­nis 90/die bild

felix schwenzel

mon­ta­ge des ta­ges:


le­se­feh­ler

felix schwenzel

ich les grad über­all, dass die wii die sen­dung von der chris­ti­an­sen über­neh­men wür­de. ich soll­te mal den bild­schirm sau­ber ma­chen.


por­ni­fy you­tube

felix schwenzel

hihi. mark cu­ban sagt goog­le lügt, wenn sie be­haup­ten sie könn­ten es nicht ver­hin­dern, dass die be­nut­zer fil­me auf you­tube oder goog­le-vi­deo hoch­la­den die an­de­rer leu­te ur­he­ber­rech­te ver­let­zen. er prä­sen­tiert ei­nen ein­leuch­ten­den be­weis: we­der auf you­tube noch auf goog­le vi­deo fin­det man por­nos.

um sei­ne the­se zu prü­fen ruft er auf, you­tube mit je­der­manns per­sön­li­cher por­no-samm­lung zu be­la­den um zu gu­cken ob die durch­kom­men. mark cu­ban lügt zwar ver­mut­lich auch, wenn er be­haup­tet er habe kei­ne per­sön­li­che por­no­samm­lung mehr, weil er ver­hei­ra­tet sei. und ich glau­be in deutsch­land kann man sich or­dent­lich die fin­ger mit por­no-ver­tei­lung ver­bren­nen, aber mal schaun was die amis da so ver­an­stal­ten. via dave wi­ner.


ma­xim bil­ler über de­nis john­son

felix schwenzel

ich mag ma­xim bil­ler nicht. ich has­se sein selbst­ge­fäl­li­ges ge­plap­per, sei­ne kolumm­ne in der zit­ty ist un­er­träg­lich. trotz­dem habe ich heu­te sei­ne re­zen­si­on von de­nis john­sons „[ama­zon-wer­be­link] in der höl­le” in der fas ge­le­sen. und plötz­lich, eine zei­tungs­sei­te lang lieb­te ich ma­xim bil­ler. ein gran­dio­ser text über ein of­fen­bar gran­dio­ses buch. de­nis john­son be­rich­tet in meh­re­ren re­por­ta­gen aus „der höl­le des li­be­ria­ni­schen irr­sinns”. er be­schreibt wie der li­be­ria­ni­sche war­lord „prin­ce john­son” zu­erst mit ei­ner „gar nicht so üb­len” re­bel­len-band rag­gae spielt und ihn da­nach emp­fängt:

Hin­ter ihm hän­gen die Bil­der von Je­sus und Ara­fat, und er sagt, er habe den ex­prä­si­den­ten Doe gar nicht hin­ge­rich­tet. Er habe ihn nur ver­hört, hier in die­sem Rauzm, und Doe sei spä­ter ko­mi­scher­wei­se gstor­ben, sei­ne Schuld. „[…] Ja, ich habe ihm die Oh­ren ab­geschhnit­ten und ihm be­foh­len sie zu es­sen.” Dann zeigt er dem Schrift­stel­ler das Vi­deo­band, auf dem man den nack­ten, wei­nen­den, fle­hen­den Ex­prä­si­den­ten sieht, zu­erst mit, dann ohne Oh­ren. Ein schreck­li­cher, fei­ner Mo­ment.

bil­ler über­zeug­te mich, das john­sons schrei­be gran­di­os sei: un­prä­ten­tiö­se, „in­hal­tis­ti­sche“” re­por­ta­ge­li­te­ra­tur.

ich habe die eng­li­sche ver­si­on des bu­ches („[ama­zon-wer­be­link] seek”) ge­ra­de be­stellt. [ama­zon-wer­be­link] hier gibts die deut­sche. kei­ne ah­nung wann ich das al­les le­sen soll.


jour­na­lis­ti­sche ge­sprä­che

felix schwenzel

stu­ten­bis­sig­keit ist meist pein­lich. ich beis­se ja auch ab und an rum, bil­de mir aber ganz un­be­schei­den ein da­bei zu­min­dest auf ar­ro­ganz zu ver­zich­ten. ges­tern las ich ei­nen satz aus rein­hold beck­manns mund bei dem sich vor mei­nem in­ne­ren auge au­gen­blick­lich das bild ei­nes streit­ge­sprächs zwi­schen zwei pen­nern ent­fal­te­te: die bei­den pen­ner stin­ken un­er­träg­lich, sind un­ra­siert und ha­ben sich ge­ra­de die ho­sen voll­ge­pin­kelt. der eine der bei­den fühlt sich dem an­de­ren al­ler­dings über­le­gen, weil der sich auch noch in die hose ge­schis­sen hat.

ich über­trei­be und flun­ke­re na­tür­lich — das „bild“ stammt nicht aus mei­ner phan­ta­sie son­dern mei­ner er­fah­rung — aber ich wun­de­re mich dass beck­mann wirk­lich meint, das sein im­per­ti­nen­tes und pa­the­ti­sche rum­ge­schnüf­fel in den pri­vat­an­ge­le­gen­hei­ten sei­ner gäs­te („wie fühlt man sich da­bei?“) „jour­na­lis­ti­sche ge­sprä­che“ sei­en:

[Jo­han­nes B. Ker­ner] be­kam noch von Rein­hold Beck­mann ei­nen mit: zwi­schen ihm und Ker­ner gebe es end­gül­tig kei­ne Kon­kur­renz mehr, da der ZDF-Mo­de­ra­tor „kaum noch jour­na­lis­ti­sche Ge­sprä­che“, son­dern Ver­brau­cher- und Koch­sen­dun­gen ma­che. (quel­le)

die pil­len die die­ser mann be­nutzt hät­te ich auch ger­ne.

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bild­un­ter­schrif­ten sind der hal­be ar­ti­kel

felix schwenzel


lä­cheln?

felix schwenzel

die jour­na­lis­tin die mich kürz­lich an­rief um mit mir zu plau­dern, hat mir heu­te nen fo­to­gra­fen an den hals ge­hetzt. dum­mer­wei­se habe ich mich heu­te in all­ler frü­he (13 uhr) mit ihm im ma­no­lo ver­ab­re­det. sams­tags, 13 uhr im ma­no­lo mit ei­nem fo­to­gra­fen der für ein bou­le­vard-ma­ga­zin fo­to­gra­fiert: kei­ne gute idee. er ver­lang­te un­mensch­li­ches von mir: ich am lap­top, lä­chelnd! mit zäh­nen! erst­mal: wel­cher nor­ma­le mensch sitzt früh­mor­gens im café am lap­top und lä­chelt? na gut ich gebe zu, so­was sieht man im­mer wie­der, vor al­lem wenn die leu­te chat­ten. aber wel­cher nor­ma­le mensch sitzt mit zu­sam­men­ge­klapp­tem lap­top in der ei­nen hand, ei­nem kaf­fee-lat­te in der an­de­ren, mit­ten im café auf ei­nem bar­ho­cker, lä­chelnd?

und noch et­was an­de­res habe ich heu­te erst­mals in mei­nem le­ben ge­tan. ich habe vor­her noch nie hin­ter mei­nem auf­ge­klappp­ten lap­top ge­ses­sen, die eine hand auf dem bild­schirm, in der an­de­ren ei­nem kaf­fee-lat­te und da­bei ge­lä­chelt.

nächs­te wo­che er­scheint mein per­sön­li­ches wa­ter­loo in der zei­tung. in ei­nem sprin­ger-blatt. uhhhh.

[noch ab­sur­der: nächs­ten mo­nat evtl. ein foto und wor­te von mir in ei­nem „fuss­ball-life­style-ma­ga­zin“.]


rich­tig!

felix schwenzel

es heisst „mit al­les“.


ord­nung ist das hal­be le­ben

felix schwenzel

und die an­de­re hälf­te?


un­ter­drück­te jour­na­lis­ten­num­mern

felix schwenzel

in letz­ter zeit schla­gen bei mir auf dem han­dy tags­über wie­der ver­mehrt an­ru­fe mit un­ter­drück­ter ruf­num­mer auf. ich fin­de das so­wohl un­prak­tisch als auch ex­trem un­höf­lich. denn ei­ner­seits kann ich so nicht zu­rück­ru­fen und an­de­rer­seits möch­te der­je­ni­ge der mich an­ruft doch et­was von mir (sonst wür­de er nicht an­ru­fen).

meist fin­den die­se an­ru­fe in wel­len statt, mor­gens zwei an­ru­fe, mit­tags zwei und abends zwei. mor­gens geh ich eh meis­tens nicht ran, da sitz ich in­ner ubahn oder der stras­sen­bahn, da mag ich nicht te­le­fo­nie­ren, da­nach täu­sche ich vor zu ar­bei­ten, da kann ich nicht te­le­fo­nie­ren, mit­tags mach ich pau­se und will mei­ne ruhe und abends hab ich meist an­de­re an­ru­fe zu er­le­di­gen.

nach ein paar ta­gen stellt sich meist raus wer an­ruft: es sind ent­we­der call­cen­ter die mir ir­gend­ei­nen scheiss an­dre­hen wol­len oder — jour­na­lis­ten. die calll­cen­ter ge­ben nach 3-4 ta­gen auf, die jour­na­lis­ten schrei­ben nach 2-3 ta­gen ne mail und sa­gen, sie hät­ten mich te­le­fo­nisch nicht er­reicht, ob ich mal mai­len könn­te wie ich er­reich­bar wäre.

heu­te wie­der:

Gu­ten Tag Herr Schwen­zel,
konn­te Sie te­le­fo­nisch nicht er­rei­chen, des­halb ver­su­che ich es auf die­sem Wege: Ich bin freie Jour­na­lis­tin und schrei­be ei­nen Ar­ti­kel über […] Hät­ten Sie Zeit für mich? Wann und wie wä­ren Sie am bes­ten er­reich­bar?

blleibt die fra­ge, war­um un­ter­drü­cken jour­na­lis­ten ge­wohn­heits­mäs­sig ihre ruf­num­mer? bei call­cen­tern ist das klar, die sind hin­ter­fot­zig. aber jour­na­lis­ten? was sind die?


si­cher­heit

felix schwenzel

wag­ner, frank­lin, aris­to­te­les.

und ix hab haft­pflicht.


haupt­bahn­hof ber­lin, 07:51 uhr

felix schwenzel

auf dem bahn­steig ge­gen­über sehe ich zwei rei­ni­gungs­kräf­te mit ih­rem ge­rä­te­wa­gen. müll­tü­ten, fe­ger, mü­dig­keit. ei­ner der bei­den ent­deckt ei­nen ge­schlos­se­nen papp­kar­ton mit 10 guin­ness-do­sen, da­ne­ben liegt ein mini-kühl­schrank der zwei, drei do­sen fasst.

der di­cke zö­gert. grinst. guckt nach rechts und nach links auf dem ver­las­se­nen bahn­steig ob der be­sit­zer in der nähe sein könn­te. er er­starrt. man sieht vor sei­nem in­ne­ren auge sein letz­tes si­cher­heits­trai­ning vor­bei­flim­mern: „ver­däch­ti­ger, her­ren­lo­ser ge­gen­stand? im­mer die bun­des­po­li­zei be­nach­rich­ti­gen!“ das wort „bom­be“ kommt ihm of­fen­sicht­lich in den sinn, noch vor dem wort „durst“. er geht auf die bei­den ge­gen­stän­de zu und horcht ob sie ti­cken. kein witz! er beugt den kopf über die ge­gen­stän­de und lauscht ob es viel­leicht tickt. er re­det auf­ge­regt mit sei­nem kol­le­gen, sucht sein han­dy.

ich no­tie­re mir die uhr­zeit, könn­te ix ja mal ins in­ter­net schrei­ben. als ich das nächs­te mal rü­ber auf den bahn­steig gu­cke sehe ich die bei­den breit grin­sen. die bei­den kis­ten sind ohne viel auf­re­gung in ei­ner müll­tü­te ge­lan­det, die bei­den ha­ben dem in­ter­na­tio­na­len ter­ro­ris­mus ein schnipp­chen ge­schla­gen und sind sicht­lich stolz dar­auf. mein zug fährt wei­ter zum süd­kreuz.


mensch mai­er

felix schwenzel

auch pres­se­mel­dun­gen sind von bür­gern und so auch bür­ger­jour­na­lis­mus mag sich die neue „chef­mo­de­ra­to­rin“ der rea­ders edi­ti­on ur­su­la pi­dun ge­dacht ha­ben als ihr die­se pres­se­mel­dung ins haus flat­ter­te und sie ein­fach flugs ih­ren na­men drü­ber­setz­te und in der rea­ders edi­ti­on ver­öf­fent­lich­te. war­um sie das macht? weil die pres­se­mel­dung, so ant­wor­tet sie auf nach­fra­ge, „nütz­lich“ er­schei­ne. frau pi­dun stösst sich nicht dar­an, dass der ein­ge­tra­ge­ne ver­ein der das pro­dukt so über­schwäng­lich lobt die an­schrift mit dem her­stell­ler der soft­ware teilt. er­fah­run­gen mit­zu­tei­len oder eine über­prü­fung von be­haup­tun­gen zu­min­dest mal an­zu­den­ken scheint to­tal aus der mode. zwei­fel? out.

noch­mal lang­sam: pres­se­mel­dun­gen in der rea­ders edi­ti­on sind nix neu­es. da­mals ha­ben die mo­de­ra­to­ren ab­ge­wägt und über­legt ob man das ver­öf­fent­li­chen soll und sich dann da­für ent­schie­den. und eben­dies deut­lich ge­kenn­zeich­net. jetzt sind of­fen­bar alle ab­wä­gen­den mo­de­ra­to­ren ge­feu­ert, aus­ser eben je­ner frau pi­dun (und bern­hard füt­te­rer) die of­fen­bar nicht die spur ei­nes pro­blems mit der ver­öf­fent­li­chung von pres­se­mel­dun­gen un­ter ih­rem na­men hat .

was könn­te man aus den ge­scheh­nis­sen der letz­ten tage fol­gern? die RE scheisst auf eh­ren­amt­li­che mo­de­ra­to­ren? die RE scheisst auf jour­na­lis­ti­sche-stan­dards? die RE ist of­fen für PR-schrott so­lan­ge er nütz­lich er­scheint?

nein. na­tür­lich nicht. die rea­ders edi­ti­on macht eine lan­ge nö­ti­ge qua­li­täts-of­fen­si­ve, die le­ser sind nur zu blöd das zu be­mer­ken. also ich zu­min­dest.

[via no­tiz­blog]