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das boulevard-zeitungen ganz gut geld damit verdienen ihren lesern prostituierte zu vermitteln ist ja eigentlich nichts neues, auch wenn die boulevard-blättchen das ab und zu vergessen machen möchten. dazu ein blitzsauber recherchierter artikel von oliver gehrs in der aktuellen brandeins:
10 bis 15 Prozent des gesamten Anzeigenumsatzes machen die Sex-Annoncen aus – bei der kieznahen »Hamburger Morgenpost« (»Mopo«) sollen es in manchen Jahren sogar 20 Prozent gewesen sein. Im WM-Jahr versprechen sich die Zeitungsverlage einen wahren Boom der Sex-Annoncen, schließlich sind frustrierte wie euphorisierte Fußballtouristen für Prostituierte eine interessante Klientel. Im Sportteil stehen die Anzeigen ohnehin schon, da dessen Leserschaft überwiegend männlich ist. „Wir müssen die Nutten von den Hausfrauen fern halten“, sagt ein Verlagsmanager.
ohne sex- und nuttenvermittlung gehts wohl auf dem boulevard nicht, als wolfgang clement 1987 als chefredakteur der „hamburger morgenpost“ die sex-anzeigen aus dem blatt warf, brachen die kioskverkäufe massiv ein. das experiement der sex-anzeigenlosen boulevardzeitung wurde kurz darauf eingestellt.
besonders hübsch finde ich aber die vorstelllung, dass die boulevardblättchen sogar mitarbeiter zum anzeigenpreis einkassieren in die clubs und bordelle schicken, die „mopo“ habe zu diesem zweck sogar ein zweitbüro in der hamburger „innenstadt“, wohl damit die nutten und zuhälter nicht im verlag ein und ausgehen müssen.
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veröffentlicht am 12.03.2006 um 20:12 uhr von felix schwenzel
(zuletzt aktualisiert am 13.03.2006 um 09:22 uhr)
tags: anzeigen sex belevard
thema: fachblatt für bigotterie
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