traffic-krümmel auflesen

felix schwenzel,    

der guardian hat die 50 angeblich mächtigsten weblogs zusammengestellt. an platz eins, die huffington post.

abgesehen davon, dass wir im deutschsprachigem raum auch jemanden wie ariana huffington gebrauchen könnten, jemand der nicht nur geld, sondern auch idealismus, enthusiasmus und vor allem so viel begeisterungsfähigkeit mitbringt, dass er oder sie lahmarschige voll-, halb- oder viertelpromis zum ins internet schreiben motivieren könnte — abgesehen davon zeigt die analyse des guardian wie wichtig eine person wäre, die den aufbau eines solchen angebots nicht für irgendeinen grossverlag zur pfründenrettung, bzw. für die rendite, durchzieht, sondern die aus leidenschaft publiziert und schreibt und auch bereit ist dafür anfangs teile ihres vermögens zu opfern. mäzenatentum statt projektarbeit von abteilungsleitern.

und wenn es klappt, dann sehen die, die zuerst da waren schnell ziemlich alt aus:

To borrow the gold-rush simile beloved of web pioneers, Huffington’s success made the first generation of bloggers look like two-bit prospectors panning for nuggets in shallow creeks before the big mining operations moved in. In the era pre-Huffington, big media companies ignored the web, or feared it; post-Huffington they started to treat it as just another marketplace, open to exploitation. Three years on, Rupert Murdoch owns MySpace, while newbie amateur bloggers have to gather traffic crumbs from under the table of the big-time publishers. (quelle)

robert basic steht übrigens als einziges deutschsprachiges angebot in der liste auf platz 19. [via]