links und likes KW 5 2026
felix schwenzel in links
rands rantet sehr ausführlich über produktivitäts-werkzeuge. naja, er stellt eher fest, dass sie in der regel nichts für ihn sind. mir gefällt die idee, die er nach 20-30 minuten lesezeit entwickelt: eine todo-liste die alte einträge einfach nach einer weile löscht, ohne weitere rückfrage. find ich gut. mach ich schon lange, allerdings nicht durch löschen, sondern durch vergessen.
ich kann meine herangehensweise glaube ich am besten mit einer wasser-metapher beschreiben. das was wichtig ist schwimmt auf. entweder weils leicht ist, jemand dran zieht oder drückt oder es festgebunden hat oder weils strampelt oder gestrampelt wird. was aufhört zu strampeln sinkt langsam aus dem blickfeld. ich arbeite im alltag mit (zu) vielen verschiedenen werkzeugen, leider nicht besonders strukturiert, aber oft sehr intuitiv.
mein wichtigstes werkzeug um zu tuendes zu identifizieren und im auge zu behalten ist meine email-inbox. seit mail-programme emails in strängen zusammenfassen bleibt einerseits (meistens) der kontext erhalten und andererseits lassen neue mails die jeweiligen stränge aufschwimmen.
ich kopieren jeden tag die todos vom vortag „handschriftlich“ auf eine neues blatt und füge im laufe des tages neue hinzu. mit „handschriftlich“ meine ich zettel = textdatei und schrift = tippen und copy & pasten. das ist mühsam, aber hilfreich beim priorisieren und fürs merken. und das „manuelle“ be- und verarbeiten hilft mein unbewusstsein zu füttern.
danach kommen — zumindest auf der arbeit — diverse ticketsysteme. denen fehlt eigentlich allen ein befriedigender soundeffekt beim erledigen, aber ich finde es auch ohne soundeffekt befriedigend, dinge in ticketsystemen auf erledigt zu stellen und den fluss der erledigten dinge anschwellen zu sehen. in der praxis landen leider zu viele tu-dinge im pending.
mein hauptproblem beim erledigen hat nichts mit werkzeugen oder prozessen zu tun, sondern mit haltung oder genauer: anspruch. ich schiebe dinge auf weil ich sie richtig und gut machen will, aber weiss, dass das gegebenenfalls etwas länger braucht — also jetzt gerade noch nicht geht aber vielleicht später, oder morgen oder nächste woche.
diesen knoten habe ich beim bloggen gelöst: ich hab kein problem damit einen beitrag hinzurotzen, gerade mal gut genug zu machen, zur not später nochmal etwas zu polieren. beim rest meiner aufgaben bin ich zwar kein perfektionist, aber ich strebe schon einen gewissen qualitätsstandard an, der zumindest nicht den eindruck von hingerotzt erweckt. und genau da fängt das aufschieben dann an und man landet bei einer art magischen zweieck (statt dreieck).
Nach nun 5 Episoden setze ich mich als jemand, der seit 1991 Trekkie ist, offenbar deutlich von anderen Alt-Trekkies ab, wenn ich sage: Academy überrascht mich bisher. Seit 30 Jahren dachte ich, dass es eine solche Serie nicht braucht, dafür habe ich richtig viel Spaß an ihr.
thomas findet SFA (starfleet academy) durchgehend gut. ich ertrage den pathos, das bunte, die lautstärke, das ständige, unsubtile in your face nur schwer, muss aber sagen, dass die geschichten, die SFA bisher erzählt hat, mir im kern gefallen, die inszenierung hingegen nicht.
während die inszenierung und die kulissen alle völlig over the top sind, finde ich gerade das ensemble erschütternd langweilig. alle nice und glatt und schön und makellos. ausnahme (neben holly hunter): kerrice brooks die SAM spielt und in der vierten folge im fokus steht. die ist so erfrischend, dass es einen fast umhaut.
faszinierend. ich glaube, man kann sagen, die erfindung der künstlichen kühlung ist ein ähnlich wichtiger wendepunkte in der menschlichen zivilisation, wie die beherrschung des feuers. dieses video zeigt wie man vorher gekühlt hat und welche einschneidenden (positiven) folgen die künstliche kühlung hatte und hat.
Immer sehr hübsch, wenn der Schnee zu Bodennebel wegsublimiert.
das ist mal ne ultimative lobhuddelei. dankje anje.
die videos von beat bunny (oder captain pikant?) zeigen wie ikonische songs im schlagzeug-computer nachgebaut werden können. ich verstehe nix, sehe aber fasziniert zu, wie hier zum beispiel new orders blue monday nachgebaut wird. und ich frage mich, was aus mir geworden wäre, wenn wir sowas damals im musikunterricht gemacht hätten. dann hätte ich mich vielleicht doch ein bisschen mehr für musik interessiert?