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  If we want open soft­ware to win, we need to get off our arm­chairs and com­pe­te.

Ben Werd­mül­ler:

Or­ga­niza­ti­ons who en­cou­ra­ge end­less dis­cus­sion about web tech­no­lo­gies are, in a very real way, pro­mo­ting the de­ath of the open web. The same is true for or­ga­niza­ti­ons that choo­se to snark about com­pa­nies like Face­book and Goog­le ra­ther than un­der­stan­ding that users are ac­tual­ly em­powered by their pro­ducts. We need to meet peo­p­le whe­re they’re at - so­me­thing the open web com­mu­ni­ty has been fai­ling at abysmal­ly. We are blindsi­ded by tech­nost­al­gia and have lost sight of in­no­va­ti­on, and in do­ing so, we era­se the agen­cy of our own users.

“They can’t pos­si­bly want this,” we say, dis­mis­si­ve­ly, re­mem­be­ring our ear­ly web and the way things used to be. Guess what: yes they fuck­ing do.

[…]

The web is no lon­ger a mo­ve­ment: it’s a mar­ket. The­re is no van­guard of su­per-users who are more qua­li­fied to say which pro­ducts and tech­no­lo­gies peo­p­le should use, just as the­re should be no van­guard of peo­p­le more qua­li­fied than others to make po­li­ti­cal de­cis­i­ons. Con­su­mers will speak with their wal­lets, just as ci­ti­zens speak with their vo­tes.

If we want pro­ducts that pro­tect peo­p­le’s pri­va­cy and give peo­p­le con­trol over their data and iden­ti­ties - and we ab­so­lut­e­ly should - then we have to make them, ship them, and do it quick­ly so we can ite­ra­te, re­fi­ne and make so­me­thing that peo­p­le re­al­ly love and want to pay for. This isn’t po­li­tics, it’s in­no­va­ti­on. The busi­ness mo­dels that pro­mo­te sur­veil­lan­ce and take con­trol can be sub­ver­ted: if we de­ci­de to com­pe­te, we can sneak up and eat their lunch.


Vimeo Video Vorschaubild
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A Ve­terans For Peace UK Film chal­len­ging the Bri­tish Ar­my's po­li­cy of re­crui­ting 16 year olds into the most dan­ge­rous army jobs

sie­he auch batt­le­fieldca­su­al­ties.co.uk.


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  ello.co

Dear Ello Ever­yo­ne,

Start­ing to­day, Ello has be­gun an ad cam­paign on Face­book that points out pro­blems with ads and data mi­ning on so­cial net­works.

To say this an­o­ther way: just for fun, we’re ta­king out ads that point out the pro­blems with ads!!

We de­ci­ded to use Face­book’s powerful ad tar­ge­ting tools to tar­get users by real name, email, age, sex, home­town, buy­ing ha­bits, po­li­ti­cal af­fi­lia­ti­on, re­li­gi­on, se­xu­al pre­fe­rence, and even by scan­ning per­so­nal mes­sa­ges — to place high­ly cus­to­mi­zed ads that point this out to the peo­p­le that see them.

The ads have dy­na­mic tag­li­nes such as “They told us you’re sin­gle in NYC” and “We paid for you to see this ad,” along with cus­to­mi­zed images re­la­ted to user in­te­rests and brow­sing ha­bits.

Sam­ple ads are pos­ted abo­ve. Many fea­ture art­work crea­ted by ar­tists on Ello (with their per­mis­si­on, of cour­se)!

sehr wit­zig. ein biss­chen pa­the­tisch, aber ziem­lich bril­li­ant: auf face­book ziel­ge­rich­te­te wer­bung für das ei­ge­ne, pri­vat­sphä­ren­freund­li­che­re so­zia­le netz­werk zu ma­chen.

ich fin­de ello auch wun­der­schön. vowe ist re­gel­recht be­geis­tert. die ello neue app spricht mei­ne mi­ni­ma­lis­mus-af­fi­ni­tät an und funk­tio­niert. al­les wirk­lich sehr, sehr schön.

bis auf eins: ello ist ein silo ohne aus­lass; ello hat kei­ne of­fi­zi­el­le API. seit kur­zem kann man wohl sein pro­fil aus­le­sen über https://ello.co/di­plix.json (wenn man bei ello ein­ge­loggt ist, bzw. nen ses­si­on-id-coo­kie ge­setzt ist). ich kann zwar per knopf­druck, halb ma­nu­ell in­hal­te aus ello hier­hin re­pos­ten, aber hät­te mir ein biss­chen mehr API oder in­die­web-tech­no­lo­gie-um­ar­mung von ello ge­wünscht. von bei­dem ist der­zeit nicht all­zu viel zu se­hen — und so lan­ge habe ich hem­mun­gen mich auf so eine site ein­zu­las­sen.

aber an ello rum­spie­len wer­de ich ganz si­cher wei­ter.



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  IF WE DON'T, RE­MEM­BER ME.

June 2015
“I ha­ven’t li­ved. I’ve died a few times.”
Ha­rold and Mau­de (1971)

toll! nach an­der­t­alb jah­ren (end­lich) wie­der zwei neue iw­drm-gifs (eins, zwei).


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  Fach­kräf­te­man­gel - Fe­der & Herd

Mela Ecken­fels:

Der enor­me Man­gel an Fach­kräf­ten1,2,3,4,5,6,7,8,9,10 stellt die deut­sche Wirt­schaft vor gro­ße* Pro­ble­me.

1) die nicht be­hin­dert sind
2) die we­der weib­lich noch im ge­bär­fä­hi­gen Al­ter sind
3) die jün­ger als 45 sind
4) die kei­nen Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund ha­ben
5) die kei­ne klei­nen Kin­der ha­ben
6) die nicht nach ko­mi­schen Ar­beits­zeit­mo­del­len wie 'Teil­zei­t' su­chen
7) die be­reit sind mehr als 60 Stun­den die Wo­che zu ar­bei­ten
8) die mit Zeit­ver­trä­gen zu­frie­den sind
9) die bil­lig sind
10) die aber aus­schließ­lich Top-Ab­schlüs­se ha­ben

*) selbst­ge­mach­te

sie­he auch „Ad­den­dum“.


Gu­ten Mor­gen.

ti_leo (@ti_leo23.06.2015 15:42

das bild gibt das ta­ges­mot­to für heu­te wie­der …


Foto: Ame­lie Ner­ger, @ner­ge­ra
CC-Li­zenz BY-NC-SA

Ne­ben­an (@Ne­ben­an. Freund­li­che In­ter­net-Kon­fe­renz22.06.2015 21:43


Foto: Ame­lie Ner­ger, @ner­ge­ra
CC-Li­zenz BY-NC-SA

Ne­ben­an (@Ne­ben­an. Freund­li­che In­ter­net-Kon­fe­renz22.06.2015 21:46


Foto: Ame­lie Ner­ger, @ner­ge­ra
CC-Li­zenz BY-NC-SA

Ne­ben­an (@Ne­ben­an. Freund­li­che In­ter­net-Kon­fe­renz22.06.2015 21:46


Da­ni­el Erk:

Ich wer­de mei­ne Kraut­re­por­ter-Abon­ne­ment ver­län­gern.

Nicht, weil ich al­les su­per fand,was die Kraut­re­por­ter in den letz­ten 8 Mo­na­ten ge­macht ha­ben oder gar weil ich der Mei­nung wäre, dass das Pro­jekt sei­ne wahn­wit­zig ho­hen, an­mas­sen­den An­sprü­che ein­ge­löst hät­te.

Son­dern weil ich in der Rück­schau fest­ge­stellt habe, wie­vie­le der Kraut­re­por­ter-Tex­te ich ger­ne ge­le­sen habe. Weil ich Jour­na­lis­mus ohne An­lass, Dreh und Ver­falls­da­tum mag. Und Tex­te, die auch ein hal­bes Jahr spä­ter noch nicht alt wir­ken. Da­von will ich mehr.

Hier mei­ne Top 5 der Kraut­re­por­ter-Tex­te aus dem letz­ten Jahr:

1. Wie ein Deutsch-Sy­rer zum Nazi wur­de – und dann Aus­stieg
2. Das Come­back von He­ro­in. Und wer da­von pro­fi­tiert
3. Rico Grimms Be­rich­te und In­ter­views aus Ser­bi­en, zum Bei­spiel
4. The­re­sa Bäu­er­lein über eine Mus­lim und ei­nen Ju­den, die die Feind­bil­der von Ber­li­ner Schü­lern zer­le­gen
5. Im Fahr­was­ser von On­kels und Frei:Wild von Phil­ipp Wurm: Wie Rechts­rock das Mu­sik­ge­schäft auf­rollt (mit freund­li­cher Un­ter­stüt­zung von Schni-Schna-Schnap­pi). Be­son­ders be­ein­druckt hat mich bei 5. der of­fe­ne Um­gang mit Selbst­kri­tik der Re­dak­ti­on. Sehr sou­ve­rän.

sie­he auch: 9 ½ grün­de war­um ich noch­mal die kraut­re­por­ter un­ter­stüt­ze



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  ti­ta­nic-ma­ga­zin.de: Vor­rats­da­ten­spei­che­rung: Ter­ro­ris­ten ent­setzt über SPD-Ent­schei­dung

Gro­ßer Er­folg für die SPD: Seit sich die So­zi­al­de­mo­kra­ten für die um­strit­te­ne Vor­rats­da­ten­spei­che­rung ent­schie­den ha­ben, ist es in Deutsch­land zu kei­nen Ter­ror­an­schlä­gen mehr ge­kom­men. „Un­se­re ers­te Bi­lanz fällt po­si­tiv aus. Dank der SPD ist die­ses Land ein­deu­tig si­che­rer ge­wor­den“, sag­te Par­tei­chef Sig­mar Ga­bri­el. Kri­tik an der Ent­schei­dung der So­zi­al­de­mo­kra­ten kommt da­ge­gen von Ter­ro­ris­ten. „Wir sind ent­setzt und ver­zwei­felt“, teil­te ein Ter­ro­ris­ten­ver­tre­ter mit.



Ger­man city of Karls­ru­he just is­sued a par­king ti­cket to ar­tist Er­win Wurm for one of his bent car sculp­tures pic.twit­ter.com/PFug­nxLJjt

Sham Jaff (@sham_jaff21.06.2015 9:40


sie­he auch süd­deut­sche.de: „Ist das Kunst? Egal, das steht im Hal­te­ver­bot

er­win wurm zu goog­len lohnt sich mei­ner mei­nung nach auch.


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Dan­ke an @DIE­ZEIT für die­ses De­tail, das die De­bat­te zur #VDS si­cher noch in­ter­es­san­ter macht. pic.twit­ter.com/fB79Epmu2M

Ma­ri­an Stein­bach (@Ma­ri­an­Stein­bach20.06.2015 19:29


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  an­mut­und­de­mut.de: Ge­mein­sam

ben­ja­min bir­ken­ha­ke:

Und es be­stä­tigt, was ich in den letz­ten 15 Jah­ren über­'s Ar­bei­ten ge­lernt habe: Ar­beit hat nichts mit Ge­schäfts­mo­del­len zu tun, son­dern was mit ge­mein­sa­men Ideen. Klingt ko­misch, ist aber so.





An­o­ther neat fea­ture of El Cap/iOS 9/San Fran­cis­co: au­to­ma­tic ver­ti­cal­ly cen­te­red co­lons, when sur­roun­ded by nu­me­rals pic.twit­ter.com/GnLBufKm­qm

Neven Mrgan (@mrgan18.06.2015 19:54


sie­he auch die­ses ap­ple WWDC-vi­deo: „In­tro­du­cing the New Sys­tem Fonts“ (via, via)


Die nor­we­gi­sche Ta­ges­schau, #Dags­re­vy­en, hat ein neu­es De­sign – Vor- und Ab­spann­mu­sik hat @royk­s­opp kom­po­niert. you­tube.com/watch?v=toVBHD…

Alex­an­der Svens­son (@wort­feld18.06.2015 19:45

ich fand das sehr, sehr wit­zig. wenn un­se­re ta­ges­schau hin und wie­der mal auf nor­we­gisch wäre, wür­de ich die auch wie­der gu­cken.