was macht ei­gent­lich bernd graff?

felix schwenzel

wit­zig, der typ der fin­det, dass das in­ter­net „zu ei­nem De­bat­tier­klub von An­ony­men, Ah­nungs­lo­sen und De­nun­zi­an­ten“ wer­de und be­klagt, dass ins in­ter­net oft von „kei­ner Sach­kennt­nis ge­trübt“ ge­schrie­ben wer­de (sich selbst da­von aber of­fen­bar auch nicht trü­ben las­sen will und den ein­druck er­weckt, statt re­cher­che lie­ber va­se­li­ne zu be­nutz­ten) sitzt in der jury der ya­hoo-pr-ver­an­stal­tung „ent­de­ckun­gen 2007“ (de.pro­mo­ti­ons.ya­hoo.com!). un­ter an­de­rem mit ro­bert ba­sic, der graff auch nicht sooo knor­ke fin­det, und nico lum­ma der ja be­kannt da­für ist kei­ner­lei be­rüh­rungs­ängs­te zu ha­ben. wenn man sich die ju­ro­ren­lis­te so an­guckt, hat man den ein­druck eine hüb­sche busi­ness­kas­per­lis­te vor sich zu ha­ben. ein play­boy ist auch da­bei. ich weiss, so ober­fläch­li­che be­trach­tun­gen sind quatsch, nur weil leu­te schlip­se und ko­mi­sche fri­su­ren tra­gen, sind sie ja noch lan­ge nicht doof. da bin ix ja ein glän­zen­des bei­spiel für (in al­ler be­schei­den­heit).

aber ich muss schon sa­gen, den re­spekt vor ya­hoos pr-agen­tur den ich drauf und dran war zu ver­lie­ren, weil man dort so wort­karg ist und gar nicht auf emails ant­wor­tet, den re­spekt ha­ben sie jetzt wie­der. die ent­schei­dung je­man­den der das in­ter­net und sei­ne po­ten­zia­le of­fen­bar hasst, in eine jury die in­ter­net­sei­ten be­ur­tei­len soll zu neh­men, ist wahn­sin­nig mu­tig.

die ver­mu­tung, dass man so ver­sucht sich ein biss­chen freund­li­che pres­se ein­zu­kau­fen, den jour­na­lis­ten (ziem­lich vie­le aus dem hau­se bur­da, scheint mir) und zwei blog­gern ein we­nig den popo zu strei­cheln mit ho­no­rar, schi­cker un­ter­kunft und kost und lo­gis, ist na­tür­lich rein spe­ku­la­tiv und hoch­gra­dig un­fair. de­halb äus­se­re ich sie hier auch nicht.

aber eine fra­ge will ich mir er­lau­ben: gehe ich recht in der an­nah­me von der dame (eine frau!) und den her­ren ju­ry­mit­lie­dern künftg nichts kri­ti­sches über ya­hoo zu hö­ren?

[mehr zum the­ma „ya­hoo ent­de­ckun­gen 2007“]


kal­te füs­se

felix schwenzel

soll­ten leu­te wie bernd graff, alle bil­dungs und kul­tus­mi­nis­ter und ei­gent­lich auch el­tern be­kom­men — spä­tes­tens beim be­trach­ten die­ses vi­de­os.

shift hap­pens. (sie­he auch, via)


sei­ner­zeit

felix schwenzel

live­blog.an­ti­bue­ro­kra­tie­team.net:

Ein Web­log ist die zeit­ge­nös­si­sche Form des Flug­blatts, sagt Udo Vet­ter. Mit de­nen hat be­kannt­lich sei­ner­zeit das Zei­tungs­we­sen be­gon­nen. Dank der Er­fin­dung des Buch­drucks des Herrn Gu­ten­bergs. Ein­blatt­dru­cke er­ober­ten die Welt und sorg­ten mit po­le­mi­schen, sub­jek­tiv ge­färb­ten aber au­then­ti­schen Tex­ten für hel­le Auf­re­gung bei Fürs­ten und Geist­lich­keit. Denn mit den Flug­blät­tern wur­de die durch Hand­schrei­ber be­herrsch­te Deu­tungs­ho­heit der Ob­rig­keit (kirch­lich und welt­lich) ge­knackt. (quel­le)

und dort aus den kom­men­ta­ren noch ein schö­nes zi­tat von sal­man rush­die:

Die Vor­stel­lung, man kön­ne eine freie Ge­sell­schaft schaf­fen, in der nie­mand je­mals be­lei­digt oder ge­kränkt wür­de, ist ab­surd. Das­sel­be gilt für die Vor­stel­lung, die Men­schen soll­ten das Recht ha­ben, sich mit recht­li­chen Mit­teln ge­gen Krän­kun­gen und Be­lei­di­gun­gen zu weh­ren. Hier ste­hen wir vor ei­ner grund­le­gen­den Ent­schei­dung: Wol­len wir in ei­ner frei­en Ge­sell­schaft le­ben oder nicht? (Sal­man Rush­die)

düs­sel­doooh

felix schwenzel

heu­te früh kam mir in den sinn, mal eben laut aus­zu­spre­chen, dass gno­gon­go mir gros­ses, täg­li­ches ver­gnü­gen in mei­nem feed­rea­der be­rei­tet. wun­der­bar un­prä­ten­tiö­se fo­tos, kur­ze, klu­ge, fra­gen­de kom­men­ta­re, hin und wie­der was zum kli­cken.


Ge­sucht: Die Pro­kras­tio­na­tio­nal­mann­schaft

Sascha Lobo

Pro­kras­ti­na­ti­on ist ein häss­li­ches Wort für eine schö­ne Tä­tig­keit oder viel­mehr Nicht­tä­tig­keit, denn Pro­kras­ti­na­ti­on be­deu­tet Auf­schie­ben. Pro­kras­ti­nie­ren ist ein ge­sell­schaft­li­ches Phä­no­men, das in an­de­ren Län­dern oft dis­ku­tiert wird - in Deutsch­land ist das The­ma me­di­al un­ter­re­prä­sen­tiert (2 deut­sche Goog­le-News-Tref­fer vs. 379 ame­ri­ka­ni­sche. Stand 17. De­zem­ber). Da­bei kennt je­der Pro­kras­ti­na­ti­on, der am Bild­schirm tä­tig ist: wer kann schon an­fan­gen zu ar­bei­ten, be­vor die liebs­ten 26 Blogs, die wich­tigs­ten fünf Com­mu­ni­ties und So­cial Net­works, die drei In­stant Mes­sa­ger und Chats plus Twit­ter-Pos­tings der letz­ten vier Stun­den, SpOn, hei­se, die vier Mail­ac­counts, die da­zu­ge­hö­ri­gen acht Spam­ord­ner, die zwei aus den 90er Jah­ren im In­ter­es­sen­port­fo­lio üb­rig­ge­blie­be­nen Boards, das knap­pe Dut­zend News-Alerts, Tech­no­ra­ti & Goog­le Blogse­arch und drei oder vier So­cial Book­mark Diens­te durch­ge­se­hen, ana­ly­siert, aus­ge­wer­tet und ge­ge­be­nen­falls mit so­fort not­wen­di­gen Re­ak­tio­nen ver­se­hen wor­den sind?

Wenn Pro­kras­ti­na­ti­on in deut­schen Me­di­en be­han­delt wird, dann fast aus­schliess­lich im stu­den­ti­schen Kon­text, da­bei sind in west­li­chen Ge­sell­schaf­ten min­des­tens 20% al­ler Men­schen pro­kras­ti­na­ti­ons­er­fah­ren. Aus­ser­dem wer­den im­mer die sel­ben drei Fach­leu­te be­fragt, die dann „dra­ma­ti­sche Ar­beits­stö­rung“ oder „angst­ge­steu­er­te Fehl­funk­ti­on“ mur­meln und als Ge­gen­mit­tel ToDo-Lis­ten, Selbst­dis­zi­plin und ToDo-Lis­ten emp­feh­len.

Das ist na­tür­lich Quatsch. In Wirk­lich­keit ist Pro­kras­ti­na­ti­on in den meis­ten Fäl­len eine gute, rich­ti­ge und na­tür­li­che Re­ak­ti­on, die uns hilft, Pro­ble­me zu er­ken­nen und das Le­ben bes­ser zu meis­tern. Man muss nur ler­nen, rich­tig mit ihr um­zu­ge­hen, dann wird Pro­kras­ti­na­ti­on zu ei­nem schnur­ren­den Kätz­chen, das ei­nem den All­tag ver­süsst und stets in Ku­schell­au­ne ist. Das hört sich jetzt nach ei­ner stei­len The­se an. Weil es näm­lich eine stei­le The­se ist. Es han­delt sich aber um eine der zen­tra­len Aus­sa­gen un­se­res neu­en Bu­ches. Un­se­res? Ja, ich schrei­be ge­mein­sam mit Kath­rin Pas­sig (Li­te­ra­tur­no­bel­preis 2006, „Le­xi­kon des Un­wir­schen“) ein Buch, das 2008 bei Ro­wohlt er­schei­nen wird. Der Un­ter­ti­tel steht schon fest: „Wie man Din­ge ge­re­gelt kriegt ohne ei­nen Fun­ken Selbst­dis­zi­plin“. (vergl. Vor­trag vom 9to5-Fes­ti­val, mp3).

Zwar gibt es be­reits ei­nen gros­sen Hau­fen Bü­cher zu die­sem und an­gren­zen­den The­men­fel­dern, von „Sim­pli­fy Your Life“ („statt Kaf­fee ein­fach war­mes Was­ser trin­ken!“) bis zum gen­re­prä­gen­den Stan­dard­werk „Get­ting Things Done“ („Selbst­dis­zi­plin spie­lend leicht er­ler­nen un­ter Zu­hil­fe­nah­me von, ähm, Selbst­dis­zi­plin“). Die meis­ten von ih­nen gei­zen we­der mit Rat­schlä­gen noch mit Vor­wür­fen. So ma­chen sie sich mit dem Um­feld des ge­üb­ten Pro­kras­ti­nie­ren­den ge­mein, das „Gib dir doch ein­fach mehr Mühe“ für ei­nen ernst­zu­neh­men­den Rat­schlag hält. Da­bei äh­nelt der Ein­satz von Selbst­dis­zi­plin und Zeit­ma­nage­ment­tools für uns Pro­kras­tis dem Ver­such, ei­nem Hund die Flö­he weg­zu­dres­sie­ren.

Es liegt auf der Hand, dass ein sol­ches Buch von bun­ten Bei­spie­len und Fall­stu­di­en lebt. Aber wäh­rend sonst im­mer über be­mit­lei­dens­wer­te Ge­stal­ten be­rich­tet wird, die 24 Jah­re für ihre Di­plom­ar­beit brau­chen und wäh­rend die­ser Zeit ein Cre­scen­do der Sui­zid­ge­fähr­dung er­lei­den, wol­len wir eher an­de­re Ge­schich­ten. Wir wol­len von Men­schen hö­ren, die trotz Pro­kras­ti­na­ti­on ei­ni­ger­mas­sen gut zu­recht kom­men und eben nicht Miss­erfolg an Miss­erfolg rei­hen. Wir glau­ben, dass eine vom Be­sit­zer lie­be­voll ge­pfleg­te Pro­kras­ti­na­ti­on eher zum per­sön­li­chen Er­folg bei­trägt - wenn auch manch­mal in an­de­ren Be­rei­chen als er­war­tet. Da­zwi­schen darf na­tür­lich auch mal eine klas­si­sche Ver­sa­ger­sto­ry vor­kom­men, das soll ja nicht tot­ge­schwie­gen wer­den.

Wir wür­den uns freu­en, Eure Pro­kras­ti­na­ti­ons­ge­schich­ten, An­ek­do­ten, Er­fah­run­gen zu le­sen, ob hier in den Kom­men­ta­ren, in Eu­ren Blogs, auf Twit­ter, per SMS, per Mail oder wie auch im­mer. Es be­steht eine gute Chan­ce, dann (nur zi­tiert, nicht im Voll­text) im Buch zu lan­den, wenn man das möch­te. Teil­neh­mer be­kom­men ein Frei­ex­em­plar und wer­den im Ab­spann wohl­wol­lend er­wähnt, aus­ser­dem prägt man das zu­künf­ti­ge Ge­sicht der deut­schen Pro­kras­ti­na­ti­ons­land­schaft mit. Das ist nicht viel, schon klar, aber es fühlt sich nicht schlecht an, wenn man in ei­nem Buch drin­steht, das er­klärt, war­um man ei­gent­lich ein ganz tol­ler Typ ist, ob­wohl man seit sech­zehn Mo­na­ten nicht ge­schafft hat, den Flur zu re­no­vie­ren.

Ach ja: Wir wis­sen, dass ihr viel zu tun habt und des­halb vor­aus­sicht­lich nicht vor Ende 2012 dazu kom­men wer­det, eu­ren Bei­trag ab­zu­schi­cken. Das geht lei­der in die­sem Fall nicht, denn da das Buch mehr oder we­ni­ger ges­tern fer­tig sein muss­te, brau­chen wir eure Bei­trä­ge al­ler-al­ler­spä­tes­tens heu­te*.

* im üb­li­chen Sin­ne von „bis Ende De­zem­ber, dann aber wirk­lich!“


ix bin jetzt on­kel

felix schwenzel

die ganz nahe ver­wands­haft hat da­für ge­sorgt, dass beim weih­nachts­es­sen 4 kilo mehr mensch am tisch sit­zen. dar­über freu ix mich sehr.

[ko­mi­scher­wei­se hab ich per sms, mms und te­le­fon da­von er­fah­ren und nicht per twit­ter.]


k850i

felix schwenzel

seit­dem ich vor ein paar mo­na­ten mal pro­be­wei­se ein no­kia 6120 mit umts und hsd­pa an mei­nen lap­top an­ge­schlos­sen hat­te und ge­se­hen habe wie schnell umts sein kann, näm­lich so schnell, dass man tv-streams per za­too be­quem lau­fen las­sen konn­te, wuss­te ich, ich und mein no­kia N70 wer­den nicht mehr lan­ge freun­de sein. zwar war ich ins­ge­samt zu­frie­den und vor al­lem ge­wöhnt an mein N70, hat­te meh­re­re er­satz­ak­kus, na­vi­ga­ti­ons­soft­ware, adres­sen, ka­len­der und al­les was ich brauch­te auf dem han­dy. und ich habe, wie je­der weiss, seit ei­ni­ger zeit eine flat­rate (o2-pseu­do-flat­rate mit 5GB/mo­nat) statt dsl, bzw. seit über 10 jah­ren statt fest­netz o2. in­ter­net zu­hau­se per umts via blue­tooth funk­tio­nier­te zwar meis­tens, aber lei­der manch­mal erst nach ei­nem neu­start des han­dys oder des com­pu­ters.

aber ich wuss­te jetzt, ohne hsd­pa will ich nicht mehr. ich woll­te auch zu­hau­se schnell sur­fen, nicht nur im in­ter­net-café oder auf der ar­beit. ich mag es nicht mit zwei han­dys rum­zu­lau­fen, also muss­te eins her das al­les kann was ich will. ich will ja nicht viel, ab und zu te­le­fo­nie­ren, eine sms ver­schi­cken oder emp­fan­gen, fo­tos ma­chen und per blue­tooth oder mail ver­schi­cken, in­ter­net für den lap­top, so­wie die adres­sen und ka­len­der vom lap­top.

ich stand am ende vor der ent­schei­dung no­ki­as N95 zu kau­fen — so­weit ich sah das ein­zi­ge no­kia smart­phone mit hsd­pa — oder das neue sony-erics­son k850i. ob­wohl ich nicht wirk­lich un­zu­frie­den war, ir­gend­wie hat­te ich von no­kia die nase voll. lau­ter klei­nig­kei­ten ad­dier­ten sich auf: das N70 tat al­les was es soll­te, war aber oft sehr, sehr lang­sam und sehr leer, alle netz­tei­le die ich mitt­ler­wei­le an­ge­sam­melt hat­te nerv­ten, ent­we­der summ­ten sie oder be­ka­men nach 1-2 mo­na­ten ka­bel­brü­che, soft­ware up­dates funk­tio­nier­ten nur mit win­dows. ich hat­te lust was neu­es aus­zu­pro­bie­ren und der preis den ich für das N95 hät­te zah­len sol­len gab letzt­end­lich den aus­schlag. 400 euro woll­te o2 für das N95 bei ver­trags­ver­län­ge­run­gen ha­ben, ir­gend­was um die 150 euro für das k850i. dass o2 am ende nur 53 euro für das k850i ab­bu­chen wür­de konn­te ich nicht ah­nen, viel­leicht wäre das no­kia ja auch bi­li­ger ge­wor­den als die des­ori­en­tier­te o2-hot­line mir sag­te.

an­fang no­vem­ber lag das k850i in mei­ner pack­sta­ti­on. rich­tig freund­lich war das k850i an­fangs nicht: isync er­kann­te das han­dy nicht und brauch­te fremd­hil­fe von ei­nem plug­in, das ers­te sy­chro­ni­sie­ren klapp­te nicht auf an­hieb, da das k850i die ers­ten 10 sy­chro­ni­sa­ti­ons­ver­su­che re­gel­mäs­sig ab­brach. beim ge­fühlt 50sten ver­such klapp­te die syn­chro­ni­sie­rung dann, auch wenn der ver­kack­te sony-erics­son-ka­len­der ganz­tä­gi­ge er­eig­nis­se erst rich­tig an­zeigt, wenn man an den som­mer­zeit­ein­stel­lun­gen am han­dy rum­ge­dreht hat — das war bis jetzt bei al­len sony-erics­son-han­dys die ich in der hand hat­te der fall.

die kon­fi­gu­ra­ti­on als mo­dem war dank os x 10.5 ex­trem ein­fach. lei­der war das in­ter­net mit blue­tooth nicht wirk­lich schnell und un­ter­bre­chungs­frei. durch­aus et­was schnel­ler als vor­her, aber nicht wirk­lich so wie ich mir das vor­ge­stellt hat­te. vor al­lem pul­sier­te die down­load­ra­te jede se­kun­de zwi­schen 0 und 100 KB/s. mit ei­nem usb- statt ei­nem blue­tooth­ka­bel ging es dann plötz­lich wirk­lich schnell. auch wenn das han­tie­ren mit ei­nem zu­sätz­li­chen ka­bel ei­gent­lich nicht so mein ding ist, hat es den vor­teil, dass ich wäh­rend des sur­fens das han­dy la­den kann. auf­la­den über usb. plus­punkt für das k850i.

was mich im­mer nerv­te war die mo­de­mein­wahl vom lap­top aus. die mo­dem­ver­bin­dun­gen wur­den ger­ne re­gel­mäs­sig aus un­er­find­li­chen grün­den ge­kappt und da­nach wei­ger­te sich das han­dy die ver­bin­dung neu auf­zu­bau­en bis es neu­ge­star­tet wur­de. ein ver­hal­ten, dass so­wohl das N70, als auch das k850i re­gel­mäs­sig de­mons­trier­ten. zu­fäl­lig las ich, dass das k850i „PAN“ kön­ne. das heisst „per­so­nal area net­work“ und be­deu­tet, dass der com­pu­ter sich kei­nen mehr ab­bre­chen muss in­dem er eine ein­wahl über ppp über ei­nen emu­lier­ten ppp-ser­ver auf dem han­dy in­i­tie­ren muss­te, son­dern dem han­dy ein­fach wie ei­nem rou­ter zu­ruft: „ich brauch in­ter­net, gib mal ne ip, ne rou­ter-ip und ne DNS-ser­ver-ip rü­ber!“ da­durch fällt wohl eine men­ge pro­to­koll-over­head weg und auch über blue­tooth geht in­ter­net jetzt ru­ck­el­frei. noch bes­ser, wenn al­les rich­tig kon­fi­gu­riert ist (das ist lei­der han­dy­seits nicht ganz un­kom­pli­ziert), brauch ich nur das usb-ka­bel ein­zu­stöp­seln und habe ohne wei­te­ren tas­ten­druck in­ter­net mit ge­schwin­dig­kei­ten von bis zu 250 KB/s.

die­ser band­brei­ten­test spricht bei ei­ner umts-ver­bin­dung über usb so­gar von ei­nem da­ten­durch­satz von „1500 Kbits/sec“ und dass das „sehr sehr gut“ sei.

das bes­te ist na­tür­lich, dass ich jetzt ziem­lich schnel­les in­ter­net fast über­all ha­ben kann. mitt­ler­wei­le de­ak­ti­vie­re ich manch­mal mein wlan wenn ich in ei­nem wlan-fä­hi­gen re­stau­rant oder café sit­ze, weil umts schnel­ler ist als das über­las­te­te öf­fent­li­che wlan-dsl.

ziem­lich ge­wöh­nungs­be­dürf­tig sind am k850i die drei touch­scre­en­tas­ten an der un­te­ren hälf­te des k850i bild­schirms. mal re­agie­ren sie ex­trem lang­sam oder gar nicht, manch­mal sind sie so emp­find­lich dass sie schon re­agie­ren, be­vor der fin­ger den bild­schirm be­rührt. der ein­ge­bau­te ka­len­der ist ziem­li­cher schrott und zeigt ganz­tä­gi­ge er­eig­nis­se im­mer mit ei­nem gross­kot­zi­gen und platz­ver­schwen­de­ri­schem „[-Gan­zer Tag-]“-zei­len­um­bruch-er­eig­nis­na­me an. ganz­tä­gi­ge er­eig­nis­se kann man auf dem han­dy auch nur ein­ge­ben, wenn man sie von 0 bis 24 uhr ein­trägt. auch fehlt mir die über­sicht über die an­ste­hen­den ter­mi­ne und to­dos auf dem stand­by­screen. da­für gibts si­cher ir­gend­ein tool, ich fin­de run­ter­lad­ba­re sony-erics­son-pro­gram­me nie. viel­leicht gibts auch kei­ne oder zu­we­ni­ge oder ich bin von sym­bi­an ver­wöhnt. was mich auch ma­xi­mal an­nervt ist das strom­spar­ver­hal­ten des k850i. nach 5 se­kun­den ver­dun­kelt es den bild­schirm der sich zu al­lem über­fluss auch nur mit den hard­ware-tas­ten und nicht den touch­screen-tas­ten re­ak­ti­vie­ren lässt. im ver­gleich zum no­kia/sym­bi­an adress­buch ist das k850i adress­buch ein hau­fen schrott. es kürzt no­ti­zen die zu den adres­sen an­ge­legt wur­den, es kann sich nicht mehr als drei te­le­fon oder fax oder mo­bil­funk­num­mern mer­ken und re­agiert auf ein­ga­ben wie auf va­li­um.

wei­te­re in­fos und tests

toll am k850i fin­de ich hin­ge­gen den we­cker. ich kann 5 ver­schie­de­nen alar­me ein­stel­len die auch wie­der­keh­rend sein kön­nen und ein­zeln ak­ti­viert und de­ak­ti­viert wer­den kön­nen. so habe ich ei­nen alarm für die wo­chen­ta­ge von diens­tag bis frei­tag (6:30h), ei­nen für sonn­tags (15:00h) und ei­nen für mon­tags (4:45h). enorm prak­tisch. doof, dass man den we­cker nur 5mal mit ei­nem tas­ten­druck um je 9 mi­nu­ten ver­trös­ten kann, da­nach gibt er den weck­vor­gang auf. die ge­sprächs­dau­er und an­ruf­lis­ten sind eben­falls viel bes­ser als bei no­kia ge­stal­tet. beim no­kia hat­te man nach dem be­en­den ei­nes ge­prächs ge­nau 1 se­kun­de zeit um die ge­sprächs­dau­er auf der an­zei­ge zu le­sen, da­nach ver­schwand sie auf nim­mer­wie­der­se­hen. das k850i zeigt sie mi­nu­ten oder stun­den­lang auf dem stand­by­screen an. in der an­ruf­lis­te kann man tat­säch­lich an­hand der sym­bo­le er­ken­nen wer ei­nen ver­sucht hat an­zu­ru­fen, durch­ge­kom­men ist oder an­ge­ru­fen wur­de. auch beim sms- oder email-ver­sand wer­den ei­nem prak­ti­scher­wei­se die letz­ten adres­sa­ten zur aus­wahl an­ge­bo­ten. kurz: vie­le klei­nig­kei­ten sind von sony-erics­son viel bes­ser ge­löst als von no­kia, vie­le gros­se din­ge grot­ten­schlecht. ins­ge­samt fühlt sich die be­die­nung bei bei­den han­dys ver­bes­se­rungs­wür­dig an. bei der be­nut­zer­ober­flä­che ist noch viel raum für ver­bes­se­rung.

bei­na­he per­fekt ist die be­die­nung der ka­me­ra: irre prak­tisch der se­pe­ra­te ein- und aus­schalt­knopf, so­wie der schie­be­schal­ter zum um­schal­ten zwi­schen foto-, vi­deo- und ab­spiel­mo­dus. die fo­tos sind bei ta­ges­licht sehr ok, bei ru­hi­ger hand sind die bil­der auch nachts ok. der blitz ist in 50% al­ler fäl­le zu dun­kel, aber im­mer­hin flott. das ab­spei­chern der zwi­schen 1,2 und 1,4 MB gro­sen bil­der geht er­staun­lich schnell (im­mer­hin ist ein ein­zel­nes bild so gross ist wie frü­her eine 3,5 zoll-dis­ket­te). auch das „best-shot“-fea­ture der ka­me­ra macht spass. im best-shot-mo­dus macht die ka­me­ra 12 bil­der auf ein­mal, je­weils kurz hin­ter­ein­an­der. pan­ora­ma­bil­der kann, wenn ich recht in­for­miert bin, jede sony-erics­son-ka­me­ra, egal ob mit oder ohne te­le­fon. trotz­dem nett. auch bei der ka­me­ra sehe ich im ver­gleich zu mei­ner al­ten no­kia-ka­me­ra eher de­tail­ver­bes­se­run­gen. die fo­tos sind et­was de­tail­rei­cher, auf­nah­men von zei­tun­gen ge­lin­gen bes­ser, mehr spie­le­rei­en sind mög­lich und die ka­me­ra ist schnell.

für not­fäl­le und zur na­vi­ga­ti­on tra­ge ich mein N70 im­mer noch mit mir rum, aber wirk­lich feh­len tut es mir nicht. ich glau­be für die 53 euro die mir o2 für die ver­trags­ver­län­ge­rung ab­ge­knöpft hat war das ein ganz gu­ter deal.

was mir fehlt:

  • über­sicht über an­ste­hen­de ter­mi­ne und to­dos
  • funk­ti­on für neu­start
  • screen­shot-werk­zeug
  • an­stän­di­ger ka­len­der
  • ein de­sign/the­me das nicht nach pipi lang­strumpf oder buzz ligh­tyear aus­sieht
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die au­gen la­sern in der tür­kei

felix schwenzel

lässt sich der­zeit der tier­pfle­ger. teil 1, teil 2, teil 3, teil 4. wei­te­re be­rich­te fol­gen (hof­fent­lich) und ich wer­de ge­spannt wei­ter­le­sen. bril­le weg, au­gen gut.


das gu­te im men­schen

felix schwenzel

don dah­l­mann trifft den na­gel auf den kopf. aber so­was von:

Man muss kei­ne Angst vor dem Netz ha­ben, wenn man auch an das Gute im Men­schen im glaubt. Aber man muss vor je­nen Angst ha­ben, die das nicht se­hen. Sie steh­len und ver­nich­ten mehr, als es Ter­ro­ris­ten, Gangs­ter und Be­trü­ger je­mals schaf­fen wür­den. (quel­le)

aha

felix schwenzel

mar­cus an­häu­ser zi­tiert aus ei­ner stu­die:

Dazu kommt, dass das ger­ne emp­foh­le­ne „Zäh­ne­put­zen nach je­der Mahl­zeit“ kei­ne wis­sen­schaft­li­che Grund­la­ge hat. Eine De­mi­ne­ra­li­sa­ti­on des Schmel­zes er­for­dert näm­lich eine min­des­tens 24-stün­di­ge Rei­fungs­pha­se der an­haf­ten­den Be­lä­ge. Des­halb reicht es völ­lig aus, sich ein- oder zwei­mal am Tag die Zäh­ne zu put­zen - aber nicht un­mit­tel­bar vor oder nach dem Es­sen. (quel­le)

was ha­ben ol­ga und char­lot­te ge­mein?

felix schwenzel

und was hat die ka­ri­bik mit der tür­kei zu tun? fra­gen die wohl al­lein der lay­out-prak­ti­kant des ta­ges­spie­gel be­ant­wor­ten kann.


!!! 50 € !!!

felix schwenzel

nicht nur die be­scheu­er­te set­zung von aus­ru­fe­zei­chen an den satz­an­fang scheint um sich zu grei­fen, auch 50 euro start­gut­ha­ben für je­den scheiss schei­nen mode zu wer­den.


green­peace: clash of the con­so­les

felix schwenzel

mar­kus meint der clip (flv-di­rekt­link) kön­ne nicht wo­an­ders ein­ge­baut wer­den.

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wo­hin frei­tag?

felix schwenzel

mo­na­te­lang hab ich ti­mor ko­dal von pul­sar re­cords im büro ge­gen­über­ge­ses­sen und hab mir nicht ein­mal ei­nen sei­ner auf­trit­te als DJ an­ge­hört. es be­steht eine gute chan­ce dass ich mir das am frei­tag abend erst­mals an­hö­re, hier auf der crea­ti­ve com­mons ge­burts­tags par­ty. hier oder hier oder hier gibts mehr in­for­ma­tio­nen. vor­her geh ix hier­hin.

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kau­be nuss

felix schwenzel

jür­gen kau­be: „Was kei­nen Stan­dards folgt, hat nur Aus­drucks-, aber kei­nen In­for­ma­ti­ons­wert.“
tho­mas knü­wer: „Das be­deu­tet: In­no­va­tio­nen sind im Jour­na­lis­mus nicht mög­lich.“


hal­lo mis­ter ster­zinsky!

felix schwenzel

der ber­li­ner kar­di­nal ge­org ster­zinsky hat letz­te wo­che ei­nen gast­bei­trag für den ta­ges­spie­gel ver­fasst. der ti­tel lau­te­te: „Dür­fen Mus­li­me in Deutsch­land Mo­scheen bau­en?“ und der ers­te satz des ar­ti­kels ist auch gleich die ant­wort: „Ja, selbst­ver­ständ­lich dür­fen Mus­li­me in Deutsch­land Mo­scheen bau­en.“

mit die­ser ant­wort könn­te ich jetzt auf­hö­ren und bräuch­te mich nicht auf­zu­re­gen. die aus­sa­ge könn­te man aus­dru­cken und ne­ben den aus­druck des grund­gest­zes ab­hef­ten.

auch wenn ster­zinsky als li­be­ra­ler kir­chen­mann gilt, kla­re, ein­fa­che aus­sa­gen wie „selbst­ver­ständ­lich dür­fen Mus­li­me in Deutsch­land Mo­scheen bau­en“ oder „lie­be dei­nen nächs­ten wie dich selbst“ oder „wenn dir ei­ner auf die eine Wan­ge schlägt, halt ihm auch die an­de­re hin“ schei­nen ei­nem kar­di­nal nicht mehr an­ge­mes­sen zu sein. ein kar­di­nal sieht heut­zu­ta­ge sei­ne auf­ga­be of­fen­bar dar­in, an­de­re zu mass­re­geln, zu rich­ten und rum­zu­dif­fe­ren­zie­ren.

plötz­lich stellt hier ein kir­chen­mann re­geln für den bau von kir­chen auf, die er für sei­ne ei­ge­ne kir­che wahr­schein­lich em­pört ab­leh­nen wür­de.

ster­zinsky fragt im text da­nach ob gros­se mo­schee­bau­ten wie das bau­vor­ha­ben in in char­lot­ten­burg „wirk­lich der in­te­gra­ti­on“ dien­ten. seit wann die­nen kir­chen der in­te­gra­ti­on? oder seit wann ist in­te­gra­ti­on die be­din­gung für freie re­li­gi­ons­aus­übung? die­nen christ­li­che kir­chen der in­te­gra­ti­on? über christ­li­che kir­chen in is­la­mi­schen län­dern sagt ster­zinsky das zu­min­dest nicht. dort wür­de der bau „klei­ner [christ­li­cher] kir­chen“ der mög­lich­keit die­nen „die ei­ge­ne re­li­gi­on ohne angst vor ver­fol­gung prak­ti­zie­ren zu kön­nen“. olla. es riecht nach zwei­er­lei mass.

ster­zinsky hat aus­ser­dem angst, dass der bau von mo­scheen „die ten­denz zur ab­schot­tung und zu par­al­lel­ge­sell­schaf­ten“ ver­stär­ke. das sagt ein ka­tho­lik der sich wei­gert ge­sell­schaft­li­che rea­li­tä­ten an­zu­er­ken­nen und dazu auf­ruft ge­gen die gleich­be­hand­lung von ho­mo­se­xu­el­len oder frau­en wi­der­stand zu leis­ten, weil der­er­lei dem ge­setz got­tes wi­der­spre­che? das sagt ein mit­glied ei­ner kir­che des­sen mit­glie­der sich in klos­tern und pa­läs­ten ab­schot­ten und das sek­ten­ähn­li­che or­ga­ni­sa­tio­nen wie den opus dei her­vor­ge­bracht hat? die ka­tho­li­sche kir­che hat angst vor ab­schot­tung? olla.

noch wei­ter un­ten in sei­nem text fragt ster­zinsky ob ein Mo­schee­bau so di­men­sio­niert sein müs­se, „dass zu­min­dest der Ein­druck ent­ste­hen kann, eine Macht­de­mons­tra­ti­on sei be­ab­sich­tigt?“ nun gut. die ka­tho­li­schen kir­chen hier in ber­lin sind ein we­nig po­pe­lig. aber ich wage zu be­haup­ten, dass der gross­teil der ka­tho­li­schen kir­chen ge­nau aus die­sem grun­de ge­baut wur­de: als macht­de­mons­tra­ti­on. als ein mit­tel um men­schen ein­zu­schüch­tern, mit gi­gan­tis­mus und protz die men­schen zu de­mut und furcht zu er­zie­hen.

wenn das nicht so wäre, wäre der köl­ner dom eine klei­ne hüt­te.

ab­geshen da­von soll­te ster­zinsky er­ken­nen, dass es nix bringt gi­gan­to­ma­ni­sche kir­chen zu bau­en. zu­min­dest sei­nem ver­ein lau­fen die leu­te wei­ter in scha­ren da­von, egal wie gross die kir­chen sind. ihm scheint es dar­um zu ge­hen im chor mit mar­kus söder zu sin­gen. das lied lau­tet: „Mo­scheen dür­fen nicht grö­ßer als Kir­chen sein.“

das wür­de, meint söder, das stadt­bild be­ein­träch­ti­gen. wo kä­men wir denn hin, wenn ge­sell­schaft­li­che rea­li­tä­ten sich im stadt­bild ab­bil­den wür­den?

zu gu­ter letzt zi­tiert ster­zinsky auch noch falsch. er be­haup­tet gün­ter wal­raff und klaus staeck wür­den sich ge­gen den bau „gros­ser“ mo­scheen aus­spre­chen. ich konn­te nichts der­glei­chen fin­den. im ge­gen­teil. wall­raff ist da­für „vie­le mo­scheen blü­hen“ zu las­sen (meint aber man sol­le ge­bau hin­se­hen was dort ge­schieht). klaus staeck hin­ge­gen ana­ly­siert eher ster­zinskys mo­ti­ve als sich ge­gen den bau von mo­scheen aus­zu­spre­chen: „die Mo­scheen-Pla­nung [schaf­fe] Neid bei den An­hän­gern an­de­rer Re­li­gio­nen, die im­mer we­ni­ger Men­schen an­lock­ten“.

ster­zinsky meint, re­li­gi­ons­frei­heit sei kei­ne ein­bahn­stras­se. ein ähn­lich blö­der spruch wie „das in­ter­net ist kein recht­frei­er raum“ oder „In­te­gra­ti­on ist kei­ne Ein­bahn­stra­ße“. aus po­li­ti­ker­mün­dern kom­men sol­che sät­ze im­mer sehr ger­ne: „So­li­da­ri­tät ist kei­ne Ein­bahn­stra­ße“, „To­le­ranz ist kei­ne Ein­bahn­stra­ße“. das sind al­les ziem­li­che leer­lauf­sät­ze die ei­gent­lich nichts an­de­res aus­sa­gen als: ihr könnt ma­chen was ihr wollt, so­lan­ge ihr tut was wir wol­len.

es ist klar. alle kir­chen, alle re­li­gi­ons­ge­mein­schaf­ten ha­ben gren­zen. das ist im grund­ge­setz re­la­tiv klar de­fi­niert, dort steht, dass re­li­gi­on und staat streng ge­trennt wer­den müss­ten. das hat bis­her ganz gut funk­tio­niert und uns vor je­der men­ge un­heil und elend be­wahrt.

und ge­nau das wür­de ich ger­ne von ei­nem mann wie ster­zinsky hö­ren: re­li­gi­on und staat ge­hö­ren ge­trennt, ex­tre­mis­mus, un­mensch­lich­keit, ver­fas­sungs­feind­schaft sind scharf zu äch­ten und durch den staat und trans­pa­renz der kir­chen zu be­kämp­fen.

und da könn­te die ka­tho­li­sche kir­che doch mal mit gu­tem bei­spiel vor­an­ge­hen, statt mit dem fin­ger auf an­de­re zu zei­gen. herr ster­zinsky, ver­zich­ten sie auf ihr fürst­li­ches ge­halt das ih­nen das land ber­lin ge­gen den grund­satz der tren­nung von kir­che und staat über­weist, för­dern sie die trans­pa­renz der ka­tho­li­schen kir­che, der va­tik­an­bank bei­spiels­wei­se und üben sie de­mut statt auf an­de­re zu zei­gen!

so … und jetzt das gan­ze noch­mal ge­kürzt, ge­stam­melt und sinn­ver­min­dert als vi­deo bei watch­ber­lin (flv-di­rekt­link).


„Wir­res und Ge­schmack­lo­ses hat der frei­heit­li­che Staat zu dul­den“

felix schwenzel

of­fen­bar setzt die FAZ sich für mich ein. nur der nazi-ver­gleich hät­te ja nu nicht sein müs­sen.


quarks und kli­ma

felix schwenzel

quarks und co wid­met sich eine aus­ga­be lang dem wort des jah­res, der „kli­ma­ka­ta­stro­phe“ und er­klär­bärt die fak­ten. eine er­staun­li­che sen­dung. schon ganz am an­fang prä­sen­tiert ran­ga yo­geshwar ei­nen über­ra­schen­den ver­gleich:
eine kuh pro­du­ziert im jahr so­vie­le kli­ma­schäd­li­che gase wie ein klein­wa­gen mit ei­ner fahr­leis­tung von 18.000km. man kön­ne por­sche fah­ren und wenn man ve­ge­ta­ri­er sei so­gar das kli­ma scho­nen. auch äp­fel aus neu­see­land ste­hen in ih­rer kli­ma­bi­lanz lan­ge nicht so schlecht da wie man denkt, zu­min­dest wenn man sie im april kauft.

spä­ter ein ein­spie­ler zum the­ma bio­kraft­stof­fe: es wird vor­ge­rech­net wel­che ver­meint­li­chen vor­tei­le nach­wach­sen­de kraft­stof­fe ge­gen­über erd­öl-ba­sier­ten kraft­stof­fen ha­ben. das un­er­war­te­te er­geb­nis: bio­kraft­stof­fe sind dop­pelt so kli­ma­schäd­lich wie kon­ven­tio­nel­le kraft­stof­fe. vor al­lem die ver­wen­dung von dün­ger, der zum aus­stoss von lach­gas führt, ver­ha­gelt dem bio­kraft­stoff die kli­ma­bi­lanz (die be­rech­nung der mie­sen bio­kraft­stoff-bi­lanz ba­siert auf ei­ner stu­die von paul crut­zen).

al­ler­er­staun­lichs­ter wei­se lese ich heu­te im ta­ges­spie­gel ei­nen ar­ti­kel über bio­kraft­stoff­an­bau in afri­ka in den er­wähnt wird, dass die bun­des­re­gie­rung „ge­ra­de“ be­schlos­sen habe, dass die­sel bis zum jahr 2020 zwan­zig pro­zent bio­kraft­stoff bei­gemischt wer­den sol­len. ich fra­ge mich mitt­ler­wei­le ob die bun­des­re­gie­rung wirk­lich je­des ge­setz das sie be­schliesst ver­kackt. (sie­he vor­rats­da­ten­spei­che­rung oder aus­wei­tung des sex­al­straf­rechts). als ob die gros­se ko­ali­ti­on ge­or­ge w. bush den welt­re­kord in un­auf­rich­tig­keit und in­kom­pe­tenz ab­ja­gen wol­le.

es ist ja eine sa­che, wenn ein jour­na­list sol­che for­schungs­er­geb­nis­se in sei­nem ar­ti­kel un­er­wähnt lässt (aber we­nigs­ten lei­se zwei­fel sät: „Wie bio ist ein Kraft­stoff, der viel­leicht doch mit Dün­ger pro­du­ziert und über lan­ge Di­stan­zen trans­por­tiert wird? Wie viel Koh­len­di­oxid ent­steht, be­vor er über­haupt im Tank lan­det?“), aber wenn die re­gie­rung in blin­den ak­tio­nis­mus ver­fällt, streng nach dem mot­to das ge­gen­teil von gut ist gut ge­meint? dann nennt man das wohl statt kli­ma­ka­ta­stro­phe, re­gie­rungs­ka­ta­stro­phe.

die quarks und co sen­dung ist wirk­lich se­hens­wert und kann als pod­cast run­ter­ge­la­den wer­den. na gut. gut ist re­la­tiv. die pseu­do­päd­ago­gi­sche scheis­se mit dem CO2 spar­wett­be­werb zwi­schen zwei fa­mi­li­en hät­te man sich spa­ren kön­nen, aber die sen­dung zeigt vor al­lem eins: zwei­fel an pa­tent­re­zep­ten und ein­fa­chen ant­wor­ten sind an­ge­bracht. und fak­ten sind sexy und wich­tig — wenn es auch manch­mal müh­sam ist an fak­ten zu kom­men. wenn uns et­was vor der voll­kom­me­nen ver­blö­dung ret­ten kann, dann sind das zwei­fel und de­mut.

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fol­lo­wing 3000

felix schwenzel

krank!

[nach­trag]
es geht auch an­ders: nie­man­dem fol­gen. und ich weiss nicht was da­hin­ter steckt, ar­ro­ganz, faul­heit oder die gute alte jour­na­lis­ten­tu­gend, friss und halt die fres­se?

[nach­trag 12.12.2007]
ix ist doof *seufz*.“
lanu is ne ar­ro­gan­te schnep­fe die auf ein *ping* wie ein *pong* ab­geht.“
di­plix spielt cap­tain ob­vious.“


kran­füh­rer

felix schwenzel

kürz­lich lief ich auf dem weg zur ar­beit an der pa­last­schau­stel­le vor­bei. dort ste­hen meh­rer sehr gros­se krä­ne, die den pa­last de­mon­tie­ren. ge­ra­de in dem mo­ment in dem ich mich frag­te, wo­hin kran­füh­rer wohl pin­keln, sah ich den kran hin­auf und sah wo­hin kran­füh­rer pin­keln: aus dem fens­ter. wie ek­lig! der wind stand ge­ra­de so, dass die gan­ze pis­se in die bau­stel­le ge­weht wur­de und fein ver­teilt auf die sturz­hel­me der bo­den­ge­bun­de­nen bau­ar­bei­ter rie­sel­te. wie ek­lig!


darm­mas­sa­ge

felix schwenzel

bun­des­wirt­schaft­mi­nis­ter mi­cha­el glos: „Wenn Nie­ten mit ho­hen Ab­fin­dun­gen ab­ge­scho­ben wer­den, ist das ein Skan­dal.“ glos spricht al­ler­dings nicht von po­li­ti­kern und ih­ren pen­si­ons­an­sprü­chen oder von men­schen die für die be­die­nung des in­ter­nets an­de­re leu­te brau­chen, son­dern von „ma­na­gern“.

wie­so das ein skan­dal sein soll, ver­ste­he ich al­ler­dings nicht. ich fin­de es eher be­mer­ken­wert, dass man jetzt den ein­druck be­kommt die po­li­ti­ker stün­den schlan­ge um in ir­gend­wel­chen kä­se­blät­tern öf­fent­lich an­geb­lich er­höh­te ma­na­ger­ge­häl­ter zu geis­seln. wit­zi­ger­wei­se nennt kei­ner die­ser geiss­ler auch nur ei­nen na­men. wäre doch mal in­ter­es­sant zu er­fah­ren, wen die ei­gent­lich mei­nen. mir kommt das öf­fent­lich­keits­wirk­sa­me geis­seln von ma­na­ger­ge­häl­tern vor wie arsch­krie­chen in den darm der un­ter­pri­veli­gier­ten — mit mas­sen­haft neid­gleit­creme.