delivery

delivery, ein kurzer film von till nowak.
→ weiterlesendelivery, ein kurzer film von till nowak.
→ weiterlesenim internetfachblatt „internet world business“ (dem magzin für internet-professionals) zeigt eine autorin wie unwichtig die bedienung von google oder grundsätzlich sowas wie recherche ist, wenn man bereits „gerüchte“ zur hand hat. „branchengerüchte“ sind ja schliesslich dazu verwertet zu werden.
letzter absatz in diesem artikel:
Bloggen will gelernt seinEin weiterer wichtiger Teil der Trnd-Kampagne war außerdem, 20 externe Blogger anzuziehen, die den Online-Bestellprozess ebenfalls kritisch testen sollten. „Wir bekamen viel externes Feedback“, sagt Reckenthäler. „Die Leute erzählten in ihren Blogs, dass sie von uns angeschrieben wurden und schilderten neutral ihre Erfahrungen.“ Dabei legte Simyo besonderen Wert darauf, die Blogger zu behandeln wie Journalisten und sich positive Meinungen nicht zu erkaufen. Denn dass das nach hinten losgehen kann, zeigt das Beispiel Opel: Gerüchten zufolge hatte der Autohersteller vergeblich versucht, Blogger für seine Zwecke zu instrumentalisieren: Die „PR- und (P)Opel-Blogger“ – so das harte Urteil in Weblogs – wurden in der Szene sofort entlarvt.
vergeblich? entlarvt?
branchengerüchten zufolge leidet die autorin die sich hinter dem kürzel „dp“ versteckt übrigens an üblem mundgeruch.
→ weiterlesenarrogantes arschloch!
oje. ich werde ja mehr und mehr wie ein typ der freunden anner theke einen versicherungsvertrag andrehen will. jetzt sind es schon drei leute von denen ich weiss, die sich ein n70 mit tomtom gekauft haben oder kaufen wollen, weil ich drüber geschrieben habe. schlimm. und dann auch noch sone dumpfbacke. ich höre das silbergeschirr schon klappern.
huch. es gibt sie doch, die lustigen texte aus der cola wg. das gibt sicherlich den einen oder anderen erhobenen zeigefinger.
ich kann mich nicht entsinnen wann ich das letzte mal in einem raum war mit neun oder zehn parallel laufenden gesprächen war und es jemand geschafft hat, den raum allein mit seinem hereinkommen zum schweigen zu bringen. bodo hombach kann das. bodo hombach beherrscht noch einen anderen trick, er kann ganz langsam sprechen und doch 4 mal mehr information in 20 sekunden rüberbringen als erfahrene schnellsprecher. er kann auch aufstehen und einfach anfangen zu sprechen und dabei die zuhörer am einnicken hindern indem er blickkontakt mit jedem einzelnen aufbaut. so wie ich den lieben langen tag vor nem bildschirm sitze, redet bodo hombach den lieben langen tag. was er sagt ist nicht dumm, im gegenteil, er redet glaubhaft vom wichtigsten kapital der zeitungen, der glaubwürdigkeit, er redet von modernisierung und anpassung, von der angst der politiker davor, dass „es herauskommen könne“ und von aldi-anzeigen (aldi ist einer der besten und regelmässigsten kunden von tageszeitungen) und von umfragen in denen 85 prozent aller befragten angaben, aldi sei so billig, weil sie keine werbung machten. schade, dass er immer das gleiche erzählt. dieses interview von peter turi mit bodo hombach (interview ist weiter unten) vom januar dieses jahres liest sich fast wie die abschrift von bodo hombachs kleiner rede gestern in essen.
wo war ich? achso, in essen, lyssa hatte geladen, weil sie einen vertrag als chefredakteurin für online-angelegenhheiten unter ihrem decknamen katherina borchert bei der waz unterschrieben hat und über das was sie nun vorhat mit ein paar anderen reden wollte. so stellte sie, nachdem hombach geredet hatte, ihr konzept (arbeitstitel westlive, westdings oder westeins, nicht: pottcast) vor. danach drohte sie, sollte sich keine diskussion entwickeln oder keine fragen gestellt werden, mit „fiesen einzelbefragungen“. was aber nicht nötig war, die diskussion endete erst mehrere stunden später, als ich für mario sixtus und mich je ein bier bestellte.
die diskussion haben alexander svenson, heiko hebig, jan schmidt, thomas knüwer und mario sixtus [nachtrag: und matthias kretschmer und nicole simon] bereits bestens zusammengefasst. mir bleibt nur zu ergänzen, dass ich zwar weder von zeitungen, noch von zeitungsmachen, von konzerninternen machtspielchen und machtpolitik, personalumschichtungen und redaktionsschliessungen keine ahnung habe, im gegenteil, ein kleines naives dummchen in diesen dingen bin, das den worten von ausgefuchsten medienfuzzis einfach glauben schenkt und sie für bare münze nimmt. und diese worte, sowohl die von hombach, als auch die von ulrich reitz, einem der vier chefredakteure unter dem waz-dach (der übrigens aussieht wie der kleine bruder von beckmann), klangen nach voller und ernsthafter unterstützung für lyssas künftige arbeit.
lyssas aufgabe würde mich zum bettnässer machen, müsste ich sie anpacken: die online-aktivitäten von (acht, zwölf, zwanzig?) verschiedenen tageszeitungen bündeln, aus ehemaligen print-journalisten online-redakteure und blogger machen und das alles so zu gestalten, dass sich die leserschaft rege und webzwonullig an dem angebot beteiligt (community, doo!). dafür schneiden sich die anderen vier chefredakteure freiwillig budget und personal aus ihren haushalten, nachdem sie von bodo hombach ordentlich auf linie gefaltet wurden mit bodo hombach gemeinsam bei ein paar flaschen rotwein zusammensassen.
mario sagt: hombach versteht, ebenso wie hubert burda, zwar nicht alles was da so im web los ist, aber er hat den schuss gehört. vielleicht ist der späte start, das jahrelange verbaseln aller online-aktivitäten auch ein startvorteil, vielleicht kann man als spätstarter näher an der zukunft sein, vor allem wenn hombach sein nicht unerhebliches gewicht mit einbringt und lyssa nicht nur einen anständigen vertrag anbietet, seine durchwahl gibt, sondern auch seine volle unterstützung verspricht und demonstriert.
hombach hat übriges mein kleines unglaubwürdiges und mit verkostung käufliches herz erobert, als er auf lyssas bemerkung, zeitungen werde es solange geben wie es leute gibt die auf dem klo zeitung lesen, leise vor sich hinmurmelte: „meine grossmutter hat mit zeitungen auf dem klo noch ganz andere sachen gemacht.“ marios herz hat er, glaube ich, mit der bemerkung erobert, dass die frau borchert die kartoffelplätzchen bestimmt nicht essen würde, weil die zu kohlenhydrathaltig seien, sie sei ja so ein jogging-typ. ich glaube auch, dass mario das exklusiv bloggen wollte, aber die chance hat er nu verpasst, zumal ich investigativ unterwegs war: lyssa hat die dinger tatsächlich nicht gegessen, weil sie ihr zu schlabbrig waren.
noch ein paar randnotizen:
wired.com: his space. via dienstraum.
wired.com: „exit-interview“ mit scoble.
holgi.twoday.net: „Hihi... wie die Türken.“ zwei alte araber auf der skalitzer strasse über die hupenden deutschen fussball-fans.
vowe.net: lyssa wird chefredakteurin. von so nem onlinedings. ob lyssa jetzt auch aufhört zu bloggen?
dwdl.de: yps wird wieder eingestellt: „Auch die Verlagerung der Interessen [der Zielgrupppe] hin zu elektronischen Medien habe dem »Yps«-Heft demnach zu schaffen gemacht.“
gapingvoid.com: how to be creative. mehr listen! unbedingt mehr listen schreiben. am wichtigsten: „Avoid the Watercooler Gang.“ via musiqua.de.
verdi.de über „Hobby-Bloger“. via martin per mail.
gruenderszene.de: interview mit marc samwer.
jana hensel findet kathrin passig ja „irrelevant“. herr ichichich verachtet ihr eigenes und einziges buch ganz grandios, weshalb es sich schon fast wieder gelohnt hat, dass hensel den mist geschrieben hat.
für die qwertzwurst. sonst schreibt der wieder.
nur eine kleine randnotiz: ich blogge nicht mehr. ich schreibe einfach, wie bereits seit über 10 jahren, ins internet rein. kurzzeitig fand ich es putzig mich wie viele andere auch „blogger“ zu nennen. ich fühlte mich für eine weile einer gruppe zugehörig die nicht zu definieren war, die unfassbar heterogen und teilweise homosexuell ist. momentan ist mir eher peinlich mich blogger zu nennen. die weblogbedeutungsmafia definiert mir eine nummer zu viel rum, da werden regeln aufgestellt wie man richtig zu bloggen habe, was man als blogger zu tun habe oder nicht, romantisch in die vergangenheit geblickt, wo einst ja alles besser war, da wird wie wild rumpolarisiert und gegen vorgebliche innere und äussere feinde gekämpft, an allen fronten: ödes rumgewixe vor dem spiegelbild, selbstverherrlichung, abgrenzen gegen alles neue.
bloggen verkommt mehr und mehr zu zu einem regelkorsett. mir ist das zu eng und zu langweilig, mir ist es zu blöd mit irgendwelchen selbstherrlichen irren und lauten spacken in einen topf geworfen zu werden die zwar eine minderheit sind aber sich berufen fühlen sich als sprecher zu inszenieren. ihr, nicht ich!*
ich bin nicht dick, ich sehe nur so aus.
dies ist kein blog, es sieht nur so aus.
ich bin kein blogger, kein a-blogger oder aa-blogger: ix bin kein-blogger. sonst ändert sich nix.
[nachtrag]
dings, find ich gut.
ich musste für meinen fahrbaren zigarettenanzünder keinen „unvermeidbaren papierkram“ oder ne schufa-auskunft vorlegen. ist wohl kein „hightech“.
[via ichichich]
[nachtrag]
udo vetter stelllt sich die frage die ich mir auch getstellt habe: „Ach so, wer keine astreine Schufa hat, verscheuert Notebooks unter der Hand?“
zitat: „Es wird nicht alles im Leben beklatscht, wenn man in der Öffentlichkeit steht.“
[das ist eine rhetorishe universalwaffe mit dem zeug zum klassiker. ausserdem mein einziger beitrag zu bruno dem bären.]
das n70 war am freitag vom o2-bearbeitungsteam so weit bearbeitet, dass es bei mir in der packstation ankam. über ein woche bearbeitungszeit. eigentlich ok, denn das paket war wirklich gross und voll. das erfordert sicher einiges an bearbeitszeit. im einzelnen waren in dem paket (aufklebertext: „unser extra dankeschön nur für treue kunden/limitierte auflage“):
alles für hundertzweiundfünfzig euro neunundvierzig und der verpflichtung o2 zwei jahre lang jeden monat eine rechnung zu bezahlen. toll: alle meine nokia geräte haben jetzt den gleichen akku und ähnliche ladegeräte. weniger toll: meine beifahrerin hielt miich davon ab mich 24 stunden angemessen mit den neuen spielzeugen zu beschäftigen und machte sich auch noch über meine kindliche begeisterung lustig. ich habe ihr trotzdem ein paar minuten abtrotzen können, indem ich sie vor einen fernseher auf dem fussball lief setzte und mich so in ruhe den neuen gerätschaften widemen konnte.
und es ist der hammer. das wovon die telekommunikationsbranche seit ungefähr fünf jahrne redet, „locatgion based services“ wurde nun erstmals in meiner handfläche wirklichkeit — und das ohne benutzung von umts oder anderen gebührenfallen. und das geht so: das nokia gps-modul ist im prinzip eine kleien schwarze kiste mit akku und ladegerätöffnung und drei LEDs. wenn das ding in meiner jackentasche an ist verbindet es sich sobald die tomtom-software läuft per bluetooth mit dem handy und petzt dem, wo ich bin. die tomtom software zeichnet mir dann wie in einem first-person-shooter ein pseudodreidimensionales bildchen mit den angrenzenden strasse. wenn ich eine taste drücke, bestätigt es mir meine überragende ortskenntnis: „sie sind an ihrem zielort angekommen“. beeindruckend. noch beeindruckender ist aber, dass die tomtom software auch die position von allen mcdonalds, burgerkings, h&ms oder dupermärkten kennt und mir zuerst die naheliegensten anzeigt. ausserdem zeigt es mir alle u-bahnen oder bahnhöfe in meiner nähe an, ebenso wie eine wilkürliche auswahl an kneipen und bars.
routen kann die tomtom software für fussgänger, fahrrad- oder autofahrer anzeigen. wenn ich den opel im august oder september wieder abgebe, werde ich also nicht orientierungslos, sondern nur bescheuert mit einem befehle austeilenden handy vor der nase in der stadt rumtapern. zumindest solange wie die akkus halten.
p.s.: das grottige motorola ist nach zwei wochen kaputtgegangen. ix habs zurückgeschickt.
→ weiterlesenam sonntag parfüm, mit dem opel und der beifahrerin gekauft. da regen sich die spacken37 sicher wieder auf, wie man sich so instrumetalisieren lässt, kritiker abwienert und dann auch noch wie ein homo riecht. danach provokativ gesponsorte braune brause getrunken. das reicht sicherlich für diskussionsstoff bis zum ende der wm.
→ weiterlesenhitlerblog. im gegenteil zum volksblog sogar mit kommentaren.
[via]
sachen gibts: bäckereifachverkäuferin mit nem eintrag in den gelben seiten.
die tante im o2-shop wo sie das nokia n70 bei vertragsverlängerung für 180 euro verticken, meinte ich solle zuschlagen wenn o2 das n70 im onlineshop mit tomtom-navigationssystem für 150 euro anbietet. also online-bestellung am 15.06.2006 so gegen 18:30 uhr:
ich kann mich nicht entsinnen einen auftrag zur bearbeitung meines auftrages abgegeben zu haben. ich habe einfach ein verficktes handy bestellt, vor sechs tagen.
ich bin sicher in 2-8 wochen ist mein auftrag so richtig durchgearbeitet.
(zeit für einen relaunch der auftragsbearbeitung?)
[nbachtrag 25.06.2006]
fertig bearbeitet.
die top100 der deutschen business-blogs charts sind nichts als heisser dampf aus anüssen. meine nicht nur ich oder ehemalige listen-mitglieder, sondern auch der listen-junkie:
[…] so macht man sich nur lächerlich.
und so haben die erzfeinde fonsi und eck tatsächlich eins gemeinsam: ihnen ist nichts, aber auch gar nichts peinlich.