überqualifizierter diletant
durch die neue suchfunktion bin ich mir auf die schliche gekommen: ich habe mich bereits im jahr 2003 als „überqualifizierten diletanten“ bezeichnet. wie wahr.
fahrradfahrer
der fahrradfahrer der gestern auf der stargarder strasse vor mir herfuhr, kurz aus dem sattel stieg und sich eine furzblase aus dem anus drückte, hätte ich eigentlich überholen sollen und die fresse polieren. andererseits stank der furz über eine längere strecke so unerträglich, dass bei dem furz feste, braune masse aus dem arsch mitgekrochen sein musste. und damit wird der fahrradfahrer der dann weiter, aber mit grösserem abstand, vor mir herfuhr, ja gestraft genug gewesen sein.
vier extrem bescheuerte worte
bibel könnte ansteckend und lebensbedrohlich sein

habe ich heute im tagesspiegel gelesen, aber weder im tagesspiegel archiv, noch beim epd, noch bei google news gefunden. da ich es so wichtig fand meine leser vor der bibel zu warnen, habe ich es abgetippt:
→ weiterlesenKrankenhäuser wollen Bibeln wegen Ansteckungsgefahr bannen
London - Drei Krankenhäuser im englischen Leicester wollen aus Angst vor Ansteckungsgefahr alle Bibeln aus den Krankenzimmern entfernen. Die Bibeln, die bislang in den Nachtischen der Patienten auslagen, könnten womöglich lebensbedrohliche Bakterien verbreiten, befürchten die Betreiber nach einem Bericht des „Daily Telegraph“. Auch könnten sich Patienten anderer Religionen gestört fühlen. (epd)
raab, der schäbige lump, vors volksgericht!
die BILD baut ihre position und kompetenz als verfassungsorgan und vierte gewalt im staate konsequent aus. heute: reform des korrupten und verkommenen rechtssystems, die macht zurück in die händes des VOLKS:

[mehr bei der netzeitung, via stackenblochen]
no buttons
faq me
volks-abstimmung (12 cent/volks-anruf)

wie, soll ich da „ja oder nein“ sagen? für 12 cent?
mal im ernst; ist diese aktion in der sich BILD als verfassungsorgan darzustellen versucht an hybris noch zu überbieten? mehr beim bildblog.
→ weiterlesendas einzig echte sind die falschen titten
Ein verlässlicher Auflagengarant war bislang stets Pamela Anderson. Der ehemalige "Baywatch"-Star erscheint bei manchen Magazinen gleich mehrmals pro Jahr - oft mit demselben, nur neu retuschierten Foto. "Das einzig Echte daran sind ihre falschen Lippen und ihre falschen Titten", sagt einer der Magazinmacher [von Programmzeitschriften wie "TV Movie", "TV Spielfilm" oder "TV direkt"].
[zitatquelle, via genausoundanders, siehe auch glennferon.com und vowe.net]
cowboy-disco-pop

[via wordpressed]
latte show
eben ausversehen gelesen: talktalktalk - die latte show.
auch schön, die weltbürger-wannabees, die sich eine „latte matschiato“ („to go“) im kaffegeschäft bestellen. da muss ix immer latschen.
verlinken vs. verknüpfen
der drecksack hat anbemerkt, dass das wort „verlinken“ unangemessen, gar ein fieses wort sei. mit „linken“ könne er leben, antwortete er mir auf nachfrage, aber „verlinken“ sei scheusslich. und in der tat ist sein vorschlag „verknüpfen“ ein wunderschönes wort wenn man sein hirn noch nicht mit windows-terminologien verseucht hat. wenn man „verknüpfen“ also in den mund steckt, alles microsofte ablutscht, bleibt in der tat ein wunderbares, schönes wort übrig. die „verknüpfung“.
verlinken kann man meiner bescheiden meinung nach aber durchaus noch benutzen. zum beispiel wenn man einen artikel über oskar lafontaine schrübe. denn bekanntlich ist herr lafontaine ja in den letzten jahren ganz arg verlinkt. er behauptet zwar, dass alle anderen verrechtet seien, aber jeder verknüpfte vernünftige mensch weiss dass er verlinkte und sich jetzt mit den rechten linken zu verknüpfen versucht.
nachtrag
marcus, hier fehlt noch ein wort: fleischpeitsche.
ix liebe essen

Timo Schuster, Nümbrecht
auch das mit dem brot ist komplexer als man denkt. da kann man dem kunden nicht so einfach sagen was man alles in ein brötchen reintut. komplexes ist ja schliesslich zum vereinfachen da.
reinheitsgebot? klar. wir tun was rein. müssen was reintun, dafür sind gebote ja nunmal da. was, das geht niemanden was an.
[siehe auch eintrag vom 21.06.2004]
freier
„was macht der dings nochmal beruflich? ist der nicht grafiker?“
„ja. aber der ist freier.“
freier ist also auch ein beruf. manche zahlen ja auch mit falschgeld.
paris’s hilton

oh. ich bin nicht allein. wunderbares portrait von frau h.. frau spears bekommt auch ihr fett gezeichnet. und bei herrn rourke finde ich das „after“ tatsächlich viel besser.
[galleryoftheabsurd via monochrom]
→ weiterlesenblog·ging
telefon, 31.05.2005, 22:45

- felix schwenzel.
- hallo?
- ja hallo.
- ich habe gerade das bild bei google von ihnen gesehen.
- ja. und?
- und ich find sie eigentlich ganz süss.
- ja. prima. freut mich. vielen dank. tschüss.
real life vs. bloggen?
13.200 days of real life.
time for serious blogging now.thank you, all of you.
hello.
im ernst mal. dass sich bloggen und echtes leben widersprächen glaubt selbst jochen aus berlin sicherlich nicht ernsthaft. genausowenig, wie man mit dem sprechen, gestikulieren oder lachen aufhören sollte, weil es zeit fürs „real life“ wäre. denn bloggen ist im grunde genommen nichts als reine kommunikation. nicht mehr, nicht weniger. so wie sich manchmal ein gutes gespräch trotz vielen redens nicht einstellen mag und manchmal eben doch oder sich hin und wieder eine interessante begegnung wider erwarten einstelllt ist das auch beim bloggen. man gibt etwas von sich weg, investiert zeit, konzentration, energie und hat manchmal das gefühl das alles an eine stumme wand zu schmeissen oder in ein loch zu rufen. und doch bekommt man unterm strich viel mehr raus als man in seinen kühnsten träumen erwartet hätte. freunde, inspiration, photogeshopptes, wunschbücher, freibier oder essen. und viel mehr.
ich gebe zu, bloggen ist nicht alles, nur eine form von unendlich vielen kommunikationsformen, aber doch eine ungeheuer effektive form. man erreicht mit relativ geringem aufwand sehr viele menschen, die einen immer wieder überraschen. sei es in form von kommentaren, in form eines treffens im meatspace, in form eines erhellenden brief mailwechsels oder in form spontaner hilfsbereitschaft. selbst nach hundert fünf jahren bloggen bin ich immer wieder überrascht wohin das führt, was man da so alles erlebt, mit was für menschen man plötzlich zu tun bekommt.
ich habe mich nie einer bestimmten gruppe zuordnen wollen, popper, punker, spiesser, nerds, keiner jugendbewegung, keiner zielgruppe. ich mochte es nie mich mit äusseren erkennungszeichen oder irgendwelchen bekenntnissen zu einer weltanschauung zu bekennen, im gegenteil, ich war immer äusserst bedacht darauf solche erkennungsmerkmale zu vermeiden, ebenso wie die blosse zugehörigkeit zu gruppen oder vereinen. zwanghafter individualismus würde die diagnose lauten. ich trug die haare bunt als alle anderen sie nur blondierten, ich trug anzug, wenn allle anderen bequemes trugen, ich ging barfuss wo es als unfein galt, trug lederschuhge am strand. ich fuhr, auch wenn es unpraktisch war, mit mantel ski, statt wie alle anderen mit anorak, ich trug cowboystiefel, als alle anderen den turnschuh widerentdeckten. seit ich mir einmal die haare mit einer nagelschere schneiden liess, bestehe ich beim friseur darauf, dass er sie so schneidet als seien sie mit der nagelschere geschnitten. warum? weils kein anderer tut. ich spielte nie fussball, wie alle anderen, ich fuhr mit anzug und lederbesohlten schuhen skateboard, weil ich nicht wie ein skater beim skateboarden aussehen wollte.
das erste mal, das ich mich freiwillig einer gruppe zuordnete, mich so nannte wie die anderen in der gruppe, das erste mal, dass ich mir das überhaupt vorstelllen konnte, war als ich mich vor ein paar monaten selbst hören sagte — ohne mich zu schämen: „ich bin blogger. mein name ist supaschwenzel.“
„die blogger“ sind die erste gruppe der ich mich freiwillig als mitglied zuordnen lasse, auch weil sie so wunderbar heterogen sind. alle, selbst die mit kubrick-design sind anders. sehr anders. individuell bis zum umfallen. ich übertreibe ein klein bisschen, abeer statt zu sagen „ich bin blogger“, könnte man auch sagen „ich bin anders“. oder „ich bin irgendwie“. oder „ich bin so“. lies mich und du weisst wer schreibt. oder auch nicht. ähnliche grupppen, äusserst heterogen und unfassbar, sind zum beispiel „autoren“, „wichser“, „männer“, „arbeitende“, „denkende“ oder „fernsehgucker“. (fast alllen) diesen grupppen schliesse ich mich ähnlich unbekümmert an wie der der „blogger“.
und dass das was ich letzten monat so vor mich hingebrabbelt und in diese seite reingeschrieben habe fast 50tausend besucher auf irgendeine art und weise intressiert hat, freut mich ganz ungemein. und wundert und überrascht mich, jeden tag aufs neue.
bloggen ist gut. und ziemlich real life.
(das „danke“ habe ich zwischen die zeilen geschrieben)
deostift am ende
das jähe ende des deostifts ist da, wegen reallife, angeblich.
[siehe auch smal, svenk]