so­cial blue­tooot­hing

felix schwenzel

ix eben in ma­no­lo so bil­der vom han­dy aufn com­pu­ter am la­den, mit nem blue­toooth-ka­bel. mein han­dy frag­te mich, ob ich die bil­der auf den rech­ner ei­nes of­fen­bar be­kann­ten deut­schen büh­nen­bild­ners („b***** l***** com­pu­ter”), ein han­dy na­mens „lo­bo­han­dy” oder „ix sein power­book” la­den wol­le. ich ent­schied mich für mei­nen lap­top und fli­cker­te die bil­der. dann hielt ich inne. „lo­bo­han­dy”? ich guck mich um ob ir­gend­wo ein mas­si­ger an­zug­trä­ger mit iro­ke­sen-fri­sur zu se­hen ist … nix. also schrei­be ich wei­ter ins in­ter­net bis nach 20 mi­nu­ten tat­säch­lich ein mas­si­ger an­zug­trä­ger mit iro­ke­sen-fri­sur ne­ben mir steht und sagt „da is­ser ja”. toll, blue­tooth ver­ka­belt auch men­schen und hilft ge­gen par­ti­el­le blind­heit.


zei­tung vs. blog

felix schwenzel

ich mach mir nix aus opern, im ge­gen­teil. ich has­se die­se af­fek­tier­te, pa­the­ti­sche art ge­schich­ten zu er­zäh­len. ich lese auch nichts über opern, aus­ser zur zeit in den ber­li­ner zei­tun­gen, da ist ja al­les voll da­von. in bonn of­fen­sicht­lich auch:

In Bonn bei­spiels­wei­se wird re­gel­mä­ßig eine In­sze­nie­rung der Zau­ber­flö­te wie­der­holt, und eben­so re­gel­mä­ßig be­rich­tet die lo­ka­le Zei­tung, der Ge­ne­ral­an­zei­ger über die Wie­der­auf­nah­me. Das war jah­re­lang so.

jetzt hat auch ein so­pran dar­über ge­schrie­ben und ko­ri­an­der ver­gleicht das was der ge­ne­ral­an­zei­ger und das was so­pran schro­ben mit­ein­an­der. zau­ber­haft, wirk­lich.


dau­er­wer­be­sen­dun­gen, bö­cke und gärt­ner

felix schwenzel

klei­ne klick-und le­se­run­de: erst­mal die­sen, dann die­sen, dann die­sen link kli­cken (oder das gan­ze blog le­sen), dann die­sen ar­ti­kel.

ich wer­fe tho­mas gi­gold gar nix vor. er macht fei­ne sa­chen und we­ni­ger gute sa­chen und kommt mir wie ein auf­rich­ti­ges, fleis­si­ges kerl­chen vor. ein­zig und al­lein fehlt mir in sei­nem plog­pi­lo­ten-ar­ti­kel zum the­ma blog­dings und wer­bung ein biss­chen trans­pa­renz oder bes­ser ge­sagt, war­um re­det er von wer­bung (im re­dak­tio­nel­len teil), spon­sor­ships, text­links oder kom­mer­zia­li­sie­rung, lässt sei­ne ei­ge­nen er­fah­run­gen, ex­pe­ri­men­te und geld­flüs­se völ­lig aus­sen vor?

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schmet­ter­lin­ge

felix schwenzel

frü­her hat­te man ja schmet­ter­lin­ge im bauch. heut­zu­ta­ge trägt man die of­fen­bar am arsch.

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gut, dass es qua­li­täts­jour­na­lis­mus gibt

felix schwenzel

da gibt es näm­lich eine re­dak­ti­on die da­für sorgt, dass nicht ir­gend­je­mand ir­gend­was be­haup­ten kann, weil al­les über­prüft und vom chef­re­dak­teur ver­ant­wor­tet wird. aus­ser­dem sind die au­toren die qua­li­täts­jour­na­lis­mus pro­du­zie­ren spe­zi­ell ge­schult, auf so­ge­nann­ten jour­na­lis­ten­schu­len. qua­li­täts­jour­na­lis­ten über­prü­fen fak­ten so, dass sie min­des­tens 4000 quel­len für eine be­haup­tung vor­wei­sen kön­nen, da­mit in der zei­tung nichts als die wahr­heit steht, im ge­gen­teil zu blogs oder web­sei­ten de­ren au­toren ohne wei­te­re qua­li­fi­ka­ti­on ein­fach so drauf­los­schrei­ben.

ges­tern wur­de be­kannt, dass der mp3-play­er „ipod” der fir­ma ap­ple gar kei­ne mp3-da­tei­en ab­spie­len kann und ei­nen „ab­sicht­lich” zu an­de­ren mp3-spie­lern, toas­tern und fern­se­hern in­kom­pa­ti­blen so­gen­n­an­ten „usb“-an­schluss hat. scho­ckie­ren­de wahr­hei­ten, zu­sam­men­ge­tra­gen von anet­te do­wi­deit in der qua­li­täts­zei­tung die welt:

Das Ge­rät wird mit ei­nem Spe­zi­al-USB-Ka­bel an den ei­ge­nen Rech­ner an­ge­schlos­sen, das mit Ab­sicht in kein an­de­res Ge­rät sonst passt und kann kei­ne - weit­ver­brei­te­ten - MP3-Da­tei­en ab­spie­len. Zu­satz­funk­tio­nen, die auf man­chen Spie­lern der Kon­kur­renz ein­ge­baut sind, wie etwa ein Mi­kro­fon, muss man teu­er be­zah­len. (wei­ter­le­sen)

mer­ke: nur per­ver­se „Men­schen ei­nen Hang zum Ma­so­chis­mus“ kau­fen ipods. zum glück gibts jetzt ja den zune.

[via]

[nach­trag]
anet­te do­wi­deit ist „Preis­trä­ge­rin 2005 des Jour­na­lis­ten­prei­ses der Volks­ban­ken und Raiff­ei­sen­ban­ken, Spar- und Dar­lehns­kas­sen in Rhein­land und West­fa­len“, für die­sen ar­ti­kel über die­se fir­ma, die so­gar noch „Ti­ckets für alle [WM-]Spie­le“ hat.


ers­te weih­nachts­ge­schen­ke

felix schwenzel

ich habe mei­ne ers­ten weih­nachts­ge­schen­ke ge­kauft, on­line, am stück, hier, bei net­wer.ch. doof ist nur, dass po­ten­zi­el­le emp­fän­ger die­ses ge­schenks hier mit­le­sen.

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gu­te woo­dy al­len-wit­ze, teil 1

felix schwenzel


lei­ter­wei­tung

felix schwenzel


da vin­ci code

felix schwenzel

letz­te wo­che habe ich den da vin­ci code ge­se­hen. ich woll­te stän­dig die hel­lig­keit des bild­schirms hoch­dre­hen. sel­ten so eine af­fek­tier­te düs­ter­nis in ei­nem film ge­se­hen. be­mer­kens­wert: tom hanks kann sei­ne trä­nen­sä­cke span­nen. im ma­king-of sah ich den au­tor dan brown im in­ter­view; ein krüm­mel auf mei­nen bild­schirm war an der glei­chen stell­le wie dan browns war­ze auf der rech­ten ba­cke. ob das ein zei­chen ist? aus­ser­dem mein­te dan brown: „tom hanks is an ac­tor that you love to watch think.”


die öz­dags

felix schwenzel

ute diehl, die au­torin, re­gis­seu­rin und pro­du­zen­tin die uns die fuss­broichs ins fern­se­hen ge­bracht hat, bringt jetzt die öz­dags ins fern­se­hen. wie ix hier las hat ute diehl eine sie­ben­tei­li­ge se­rie über die wie die fuss­broichs in köln le­ben­de tür­ki­sche fa­mil­lie ge­dreht, die im ja­nu­ar 2007 im wdr zu se­hen sein wird. scha­de, die fuss­broichs ka­men im­mer zu weih­nach­ten.


nach­ruf auf ha­rald shit

felix schwenzel

auf dwdl.

[die über­schrift war zu­erst ein tipp­feh­ler. passt aber.]


ich wei­ne nie im ki­no

felix schwenzel

aber wenn ich zu­hau­se dvds gu­cke schon. wun­dert mich zwar, dass ich das ins in­ter­net schrei­be, is aber tat­säch­lich so. mir fiel das eben auf als ich die pla­ka­te von be­fo­re sun­ri­se und be­fo­re sun­set an­sah (via wer­be­wun­der­land) und sich al­lein beim be­trach­ten der wi­ki­pe­dia-ein­trä­ge ein di­cker kloss bei mir im hals bil­de­te. zu­letzt, wei­nen ist gar kein aus­druck, es schütt­le mich, pas­sier­te mir das bei walk the line als john­ny cash (joa­quin phoe­nix) june car­ter (ree­se wi­thers­poon) auf der büh­ne frag­te ob er sie hei­ra­ten wol­le. ich bin wohl ein weich­ei. aber bit­te nicht wei­ter­sa­gen.

[bild­quel­le, aus­ser­dem: grö­ner le­sen, da muss­te ich auch fast wie­der wei­nen]

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va­se­li­ne­b­log­ger

felix schwenzel

wit­zig, so un­ter­schied­lich kann blog­gen sein. ei­ner der in sei­nen tex­ten hin­ter je­des acht­zehn­te wort eine „2.0” setzt und stets mit ei­nem gut mit va­se­li­ne ein­ge­rie­be­nem kopf schreibt und ei­ner der sich das mal ge­nau an­guckt was der an­de­re ge­bets­müh­len­ar­tig aber ohne wei­te­re be­grün­dung (al­lein in ei­nem ar­ti­kel vier­mal) sehr „er­folg­reich” und „2.0” nennt. ich, für mei­nen teil, lese ja lie­ber blogs die nied­ri­ge­re ver­si­ons­num­mern ver­ge­ben und ohne va­se­li­ne er­stellt wer­den — und das hat noch nicht mal was mit glaub­wür­dig­keit zu tun.

[nach­trag]
auch tho­mas knü­wer lässt die va­se­li­ne weg.


bobs

felix schwenzel

viel zu früh auf die bobs-ver­lei­hung ge­kom­men, aus­ser den mo­de­ra­to­ren (ein ver­schnupf­ter don dah­l­mann und eine hei­se­re dame de­ren na­men mir ent­fleucht ist) und ein paar ton­tech­ni­kern und stuhl-auf­stel­lern war noch kei­ner da. die bei­fah­re­rin hat gleich pa­nik be­kom­men: „was soll ich denn hier die gan­ze zeit ma­chen?“. gute fra­ge.

ich schrei­be ein­fach ins in­ter­net rein, höre mir die sound-checks an und war­te ob und wann john­ny mich an­ruft oder an­ru­fen lässt.

18:40: of­fi­zi­ell ist jetzt ein­lass, aber noch ist kei­enr ge­kom­men aus­ser ei­nem cra­zy fran­zo­sen der mich von hin­ten an­la­ber­te: „oh­l­a­la le flick.“ ein asia­te: „oh is this out­side?“ ich so nick so.

19:00: sound­check wird jetzt kom­pli­ziert: „eben mal das rote mi­kro­fon bit­te tes­ten. jetzt das blaue. dan­ke.“ bei­de mo­der­to­ren über­ste­hen die­se prü­fung mit bra­vour.

19:04: ich höre den track­back stream. dort pas­siert ge­nau­so­we­nig wie hier. dort schram­mel­mu­sik, hier sound­check.

19:05: die kalt­mam­sell ist ge­ra­de ge­kom­men, fin­det, dass die bei­fah­re­rin gut riecht. zu mei­nem ge­ruch hat sie nichts ge­sagt. sonst ist im­mer noch nichts pas­siert.

19:12: john­ny hat eben im ra­dio ge­sagt er wür­de gleich mit mir te­le­fo­nie­ren wer­de. mist. hier pas­siert doch noch gar nix. viel­leicht les ich ihm ein­fach was von der bobs-home­page vor.

19:20: eben mit john­ny te­le­fo­niert. hab mich ex­tra inne ecke ge­setzt in der das han­dy vol­len emp­fang hat­te. trotz­dem gabs ge­ra­de im mu­se­um für kom­mu­ni­ka­ti­on pro­ble­me mit dem emp­fang. dan­ke o2. aber auch john­ny hat­te pro­ble­me mit der tech­nik und hat­te aus­ver­se­hen das mi­kro of­fen als er kurz vor­her noch­mal mit mir plau­dern woll­te. an­sons­ten hab ich selbst­ver­ständ­lich nur scheis­se ge­re­det. das ist da­nach im­mer et­was an­stren­gend, weil ich dann ad­re­na­lin-ge­la­den und rot­köp­fig ver­schämt bin. öf­fent­lich-recht­lich zu sein ist ein har­tes brot.

19:30: so ge­gen 19:45 will john­ny noch­mal mit mir und der kalt­mam­sell re­den. mal schaun ob wir ne stö­rungs­freie te­le­fo­nier­stel­le fin­den oder raus­ge­hen müs­sen.

19:35: mitt­ler­wei­le sind schon 30 leu­te da. auch lys­sa, moni.was­weis­sich und ganz vie­le män­ner ohne haa­re. bis 20:00 wer­den be­stimmt so um die 60 leu­te hier sein.

20:11: die ver­an­stal­tung hat im­mer noch nicht be­gon­nen. sind jetzt aber doch ein paar leu­te da. eben hat die bei­fah­re­rin lys­sa ge­fragt, was sie denn gleich auf der büh­ne ma­chen soll. lys­sa: „ach, ich soll da drei mi­nu­ten was über web­logs er­zäh­len. […] ich habe das ge­fühl, mein gan­zes le­ben be­steht mitt­ler­wei­le dar­aus, dass ich ir­gend­wo mal eben drei mi­nu­ten was über web­logs er­zäh­le.“ da­nach hat sie ge­seufzt.

20:32: vor ca. 15 mi­nu­ten hat die ver­an­stal­tung be­gon­nen. nach­dem don dah­l­mann ein we­nig über die jury-kri­te­ri­en ge­spro­chen hat, wer­den jetzt der rei­he nach die bes­ten in­ter­na­tio­na­len web­logs von je ei­nem jury-mit­glied vor­ge­stellt. das bes­te ara­bi­sche, bra­si­lia­ni­sche und chi­ne­si­sche web­log kenn ich jetzt, hab sie aber auch schon ver­ges­sen. be­ein­dru­ckend sind die power-point slides: al­les in stram­mer web2.0 gra­fik ge­hal­ten, mit re­flek­tio­nen, spie­ge­lun­gen und rie­sen­gros­sen schrift­grös­sen.

20:38: bes­tes eng­li­sches web­log: paid­con­tent. toll. ein blog das ich mal ken­ne. üb­ri­gens auch das lieb­lings­web­log von mat­ti­as mül­ler von blu­men­cron.

21:04: sa­scha lobo ist eben ge­kom­men. wir ha­ben uns in ne knei­pe ge­setzt, trin­ken al­ko­ho­li­sche ge­trän­ke und re­den über blogs wäh­rend ne­ben­an wohl auch über blogs ge­re­det wird. da falk lü­cke da ist kann man bei ihm si­cher qua­li­fi­zier­te­res le­sen als bei mir. ich weiss nur nicht wo, denn der blog­ruf schweigt. ich schwei­ge fort­an auch, weil mein akku gleich alle ist.

[nach­trag 13.11.2006]
noch ein paar links zu der bobs-ver­lei­hung: blog­bo­te.de: Fo­to­nach­le­se “Best Of The Blogs”, gaga bil­der, li­sa­neun.com: User­vo­ting? I am out!,
hei­se.de: US-Web­log ge­winnt Preis der Deut­schen Wel­le. und weil ge­fragt wur­de, nein, nicht mein akku war alle, son­dern der mei­nes lap­tops.

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ver­druss­zucht

felix schwenzel

ich glau­be der grund war­um ich po­li­ti­ker mehr und mehr ver­ach­te ist gar nicht, dass sie beim wort „grund­rech­te“” zu­neh­mend nur an sich selbst den­ken oder sich mehr und mehr von den men­schen ent­fer­nen und wie emp­find­sa­me di­ven auf­füh­ren, son­dern dass ih­nen din­ge wie gna­de, mit­leid oder mensch­lich­keit vor lau­ter „recht” schnurz­pips-egal sind. so mein­te ein spre­cher von kurt beck, dass es „kei­nen An­lass, sich zu äu­ßern” oder ein­zu­schrei­ten gäbe, wenn wenn kin­der die in deutsch­land auf­ge­wach­sen sind mit ih­ren el­tern die seit 10 jah­ren in deutsch­land le­ben ge­gen ih­ren wil­len in die tür­kei ab­ge­scho­ben wer­den sol­len. im ta­ges­spie­gel las ich ges­tern, dass die po­li­zei in ko­blenz ein kir­chen­asyl stürm­te um eine kur­di­sche fa­mi­lie mit kin­dern im al­ter von von fünf, sie­ben und zehn jah­ren (die alle in ko­blenz ge­bo­ren wur­den) ab­zu­schie­ben. der in­nen­mi­nis­ter von rhein­land-pfalz fin­det das al­les in ord­nung:

In­nen­mi­nis­ter Karl-Pe­ter Bruch (SPD) hat sich vor die Aus­län­der­be­hör­de ge­stellt: Sie habe auch nach sei­nem per­sön­li­chen Emp­fin­den rich­tig ge­han­delt.
[…]
Das Schick­sal der kur­di­schen Fa­mi­lie ist un­klar. Nach In­for­ma­tio­nen aus der Tür­kei, so heißt es in Ko­blenz, sei der Va­ter di­rekt nach der Ein­rei­se in­haf­tiert und miss­han­delt wor­den. Nun küm­me­re sich die tür­ki­sche Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on IHD um den Fall. (gan­zen ar­ti­kel le­sen)

ei­gen­ar­tig. in sol­chen fäl­len zuckt kurt beck mit kei­ner wim­per, aber wenn er selbst auf dem ti­tel­blatt der ti­ta­nic ist, jam­mert er er von ver­letz­tem „per­sön­lich­keits­recht”. man ist sich selbst halt der nächs­te, ob als so­zi­al­de­mo­krat oder christ­so­zia­ler oder li­be­ra­ler.


nach­ruf auf mar­tin son­ne­born

felix schwenzel

der hel­go­län­der vor­bo­te hat auf spie­gel­kri­tik.de ei­nen sehr le­sens­wer­ten nach­ruf auf mar­tin son­ne­born ge­schrie­ben. es geht auch um die­sen ar­ti­kel in der ber­li­ner zei­tung in der man fol­gen­des über ei­nen selt­sam schwei­gen­den, zen­sier­ten sa­ti­ri­ker le­sen konn­te:

Der zer­knirscht wir­ken­de Mar­tin Son­ne­born möch­te auf An­fra­ge nichts dazu sa­gen - nur, dass die „Schock­fo­tos” na­tür­lich nicht von der „Spam”-Re­dak­ti­on aus­sor­tiert wur­den. Wer die mut­maß­li­che Zen­sur an­ord­ne­te, ist lei­der nicht zu er­fah­ren. Die Pres­se­stel­le von Spie­gel On­line will sich dazu nicht äu­ßern. Es kur­sie­ren in­des Ge­rüch­te, dass „Spam” in der Chef­eta­ge des Mut­ter­blatts Spie­gel über­haupt nicht amü­siert auf­ge­nom­men wur­de. Son­ne­born sagt, Spam wer­de jetzt „erst ein­mal ru­hig wei­ter­ge­führt”, ein Ende der Sa­ti­re-Ru­brik wer­de nicht er­wo­gen. Trotz­dem, der Ein­stand ist durch den Rück­zie­her et­was holp­rig ge­ra­ten.

ko­misch. da kommt auf die­sem spie­gel-watch­blog mo­na­te­lang nur lang­wei­li­ges ge­ze­ter und dann in ei­ner wo­che gleich zwei her­vor­ra­gen­de ar­ti­kel. denn den ar­ti­kel über den „opel-ghost-blog­ger” tom grün­weg fand ich auch be­mer­kens­wert. ob­wohl ich mich na­tür­lich auch fra­ge: man könn­te doch mal bei spon fra­gen?


schwa­fel der wo­che

felix schwenzel

wil­helm ru­precht frie­ling ist je­mand der scham­frei wi­ki­pe­dia­ein­trä­ge über sich selbst ei­gen­hän­dig er­stellt, nach ei­ge­nen wor­ten „mit viel Hu­mor dem Le­ser auf der Spur” ist und ei­nen un­wirk­sa­men „dep­pen­dis­clai­mer” auf sei­ner home­page hat. wenn so je­mand dann mit auf­ge­hübsch­ter, vor or­na­men­tik und al­ber­nen wort­spiel­chen trie­fen­der spra­che über den „hype ums blog­gen” schreibt und von „Power-Usern” (ohne an­füh­rungs­zei­chen), „neu­er Mensch­wer­dung” und „ei­ge­nen Gott­wer­dung” schwa­felt, wie nennt man das dann? nein, nicht „bür­ger-jour­na­lis­mus”, das scheint mir eher so­was wie „blö­der-jour­na­lis­mus” zu sein. ich frag mich nur, war­um ich sol­chen schwaf­li­chen „son­der­müll” (wort von wil­helm ru­precht frie­ling aus­ge­lie­hen) nicht ein­fach igno­rie­ren kann.


lee ber­lin store

felix schwenzel

ich mag ja ein­la­dun­gen zu ver­an­stal­tun­gen auf de­nen klei­ne häpp­chen oder kos­ten­lo­se drinks ser­viert wer­den. zu­letzt war das glau­be ich die ver­lei­hung des deut­schen fern­seh­prei­ses 2005. da gabs so­gar gros­se häpp­chen und hun­der­te von pro­mis. da­vor war ich mal durch die freund­li­che ein­la­dung des ar­chi­tek­ten des lou­is vuit­ton-stores zur er­öff­nung eben­die­sen an­we­send. auf sol­chen aben­den muss man sich gar nicht viel be­we­gen. man kann still in ei­ner ecke ste­hen, nimmt sich häpp­chen von den vor­bei­ei­len­den häpp­chen-ta­bletts und lässt sich alle 10 mi­nu­ten das cham­pa­gner­glas oder die bier­fla­sche auf­fül­len. auf der toi­let­te steht man dann ne­ben leu­ten die man nur aus dem fern­se­hen kennt und im fern­se­hen nie nie fur­zen hört.

ich mag das sehr und war dem­entspre­chend trau­rig, dass mei­ne ak­kre­di­tie­rung zum deut­schen fern­seh­preis die­ses jahr ab­ge­lehnt wur­de. of­fen­bar wur­den mein bit­te­res kla­gen dar­über im haupt­quar­tier ei­nes gros­sen jeans her­stel­lers er­hört. heu­te fand ich eine ein­la­dung zur er­öff­nung des „lee ber­lin stores” (auch schon ge­qypt) in der al­ten schön­hau­ser stras­se in mei­nem brief­kas­ten:

take a sneak pre­view at the very best of the sea­son at our lee ber­lin store. en­joy de­li­cious short drinks while wat­ching the il­lu­mi­na­ted outer fa­ça­de.

auch wenn in der ein­la­dung nichts von häpp­chen oder su­shi steht und ich zu­letzt ca. 2003 eine jeans trug (foto), ich wer­de mir si­cher­lich die be­leuch­te­te fas­sa­de des neu­en ber­li­ner flag­ships­to­res von lee mit ei­nem kur­zen ge­tränk in der hand an­gu­cken.

am 17.11 um 20 uhr soll der la­den öff­nen und die fass­de be­leuch­tet wer­den. um 21:30 uhr gibts dann hoff­nung auf häpp­chen, denn mit dem schlüs­sel der in der ein­la­dung mit da­bei war darf ich mich dann zu der „se­cret pri­va­te ce­le­bra­ti­on” ab­trans­por­tie­ren las­sen („com­pli­men­ta­ry trans­por­ta­ti­on” — ?). ich wer­de fli­ckern und live ins in­ter­net schrei­ben so­weit mir das ne­ben dem es­sen und sau­fen mög­lich ist.

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web2.0? klas­se, nur …

felix schwenzel

surf­guard: „Das ein­zi­ge, was Sie und Ih­res­glei­chen an User Ge­ne­ra­ted Con­tent stört, ist doch der User.“


phar­ma­man

felix schwenzel

chris­tia­ne link:

Für mich war auf der Sei­te nicht er­sicht­lich, dass es sich eben nicht nur um ein An­ge­bot ei­ner Selbst­hil­fe­grup­pe von Be­trof­fe­nen han­delt, son­dern um ein An­ge­bot ei­nes Phar­ma­kon­zerns.

sehr le­sens­wer­ter ein­trag über edel­manns phar­ma PR, ge­spon­sor­te „selbst­hil­fe­grup­pen“ und war­um es chris­tia­ne ganz un­wohl wird, wenn sie im edel­mann blog liest.


bau­ern wer­den im­mer schlau­er

felix schwenzel

oder war­um ist die­ses jahr das jahr mit den ge­rings­ten kar­tof­fel-er­trä­gen seit 1998?