panini bockt
„ein freund“ von christoph schulte-richtering ist an panini gescheitgetert: „Zu Recht, denn so geht es ja nun wirklich nicht!“
„ein freund“ von christoph schulte-richtering ist an panini gescheitgetert: „Zu Recht, denn so geht es ja nun wirklich nicht!“
mercedes bunz löst zum 1. juli matthias kalle als chefredakteur der zitty ab (visdp). das finde ich einerseits prima, andererseits schade. nicht nur die titelseiten der zitty unter kalle waren klasse, auch seine editorials fand ich immer lesenswert. mercedes bunz ist so schlau, dass selbst ich, als einer der klügsten blogger deutschlands (derzeitige position in den deutschen intellektuellen-charts: 323) ihre texte manchmal nicht verstehe. aber manchmal schreibt sie in der tat göttlich.
„Die Todsünde der Zornlosigkeit“. ein „korrespondentenbericht“ von katrin wilkens. kai diekmann findet, die „bild“-zeitung sei „eine Zorn-Zeitung“.
die schweizer schreiben fussball nach mancher meinung falsch, nämlich mit doppel-s statt „ß“. jetzt will die telekom „fussball“ noch falscher schreiben, nämlich so: „t-com“.
sagt zumindest die tagesschau.de: Fußball-Bundesliga bald »T-Com-Bundesliga«?“
[via rrhoblog, mehr bei allesaussersport]
man muss also nicht aussehen wie eine nutte, die sich für edel hält, weil ihre preise ein bisschen höher sind, die meint goldschmuck, diamanten und silberbesteck machten sie begehrenswert, wo sie in echt doch nur peinlich und bemüht wirkt. persönlichkeit spiegelt sich nicht im lack eines mädchenautos. und wenn die freier nicht kommen, macht man es sich halt selbst, con bella virtute als gentiluomo. und genau darum geht es dort.
[dieser beitrag war so gut wie kostenlos]
wie nennt man erfolgreichen sex in einem mercedes-lieferwagen?
richtig: in vito fertilisation.
als ich noch klein war und glaubte in zukunft ein auto zu benötigen, war mein traumauto vor allem eins: nicht vernünftig. als absolut inakzeptables auto empfand ich damals den vw-passat: durch und durch vernünftig und praktisch. günstige anschaffung, platz für kinderwagen, kindersitze und familie, keine hohen verbrauchswerte, ein auto als inkarnation des mittelmässigen kompromisses. als ebenso lächerlich empfand ich jede art von sportwagen. denn sie folgten ihrer eigenen vernunft, nämlich der, schnell zu sein. als folge dieser logik sind sportwagen leicht, flach, klein und mit allem möglichen aerodynamischen schnickschnack ausgerüstet der sportlichkeit und schnelligkeit signalisieren (vortäuschen) soll. immerhin hielt ich solcherlei sportwagen zugute unpraktisch zu sein, man konnte nix mit ihnen transportieren, sass unbequem und idiotisch in ihnen und wenn sie konsequent tief gelegt waren, waren sie in der stadt auch nicht wirklich schnell.
meine idealvorstellung eines coolen, begehrenswerten autos glich der eines panzers. so gross, dass man keinen parkplatz finden würde, so schwer, dass er sprit ohne ende schlucken würde, so geräumig, dass es absurd erscheinen würde darin alleine zu fahren. meine diffusen vorstellungen gingen in richtung s-klasse oder pickup-truck, vielleicht auch ein zum leichenwagen umgebauter jaguar e-type, wie ich ihn mal in „harold and maude“ sah. hauptsache viel blech, viel hubraum, viel ps, viel unvernunft.
es ist nie dazu gekommen, bei der anschaffung meiner autos war ich nie bereit mehr als 1000 mark auszugeben, was zu eher leichten, gar nicht so unvernünftigen autos führte. sogar einen uralten passat fuhr ich für eine weile, allerdings einen extrem unpraktisch geschnittenen, mit nur zwei türen und schräger heckklappe, in dessen kofferraum man kaum etwas hineinbekam. mein letztes auto war dann sogar ein golf diesel. ein schreckliches auto, nullachtfünfzehn, jeder fuhr soetwas und dann auch noch mit einem vernünftigen motor, einem diesel. ich hasste ihn, er mich auch. jeden morgen zwang er meinen inneren schweinehund mich in ihn zu setzen und den knappen kilometer zur uni zu fahren um dort 20 minuten einen parkplatz zu suchen, um schlussendlich riesige fusswege oder riesige strafzettel in kauf zu nehmen. ich war nicht sonderlich traurig als ihn mir irgendwelche idioten vom uni-parkplatz klauten, nur irritiert, als ich ihn nach einer durchgearbeiteten nacht morgens nicht fand. die polizei fand ihn einen monat später wieder, mit einer tankfüllung super kastriert und mit sehr ordentlich aufgeräumten innenraum und reparierter antenne. ich habe ihn kurz darauf meiner schwester geschenkt, der golf war mir sowohl zu vernünftig, als auch zu unvernünftig für die stadt.
seitdem fahre ich gelegentlich mietwagen oder den elterlichen mercedes, wobei das einzige was mich am autofahren begeistert das von a nach b gelangen ist, die fähigkeit von grossen autos grosse dinge zu transportieren — und navigationssysteme.
nun fahre ich seit 2 wochen wieder auto. so richtig begeistert bin ich nicht. das auto ist so furchtbar vernünftig. es gibt sich zwar äusserlich ansatzweise unvernünftig, also „sportlich“, hat extrem grosse reifen mit noch grösseren alufelgen die ruck zuck an bürgersteigen verkratzen und tut so als sei es klein, eng und unbequem („sportlich“), ist es aber nicht. der kofferraum ist riesig, die rücksitzlehnen sind asymetrisch zurückzuklappen um ihn noch grösser zu machen, so gross, dass ich wahrscheinlich meinen gesamten hausrat damit transportieren könnte. das auto ist so sicher, idiotensicher beinahe, dass ich mir vor lauter airbags, gurtstraffern, esp, abs, ids, elektronischer dämpferkontrolle (cdc) und automatikfunktionen fast von übereifrigen sicherheitsfanatikern verkackeiert vorkomme. oha! ich kann das esp abschalten (zum „sportlichen fahren“), aber dass das eigentlich unerwünscht ist, signalisiert mir eine grelle zeigefingrige warnlampe im tacho.
der astra gtc ist so vernünftig, so bequem, so sicher, so automatisch und komfortabel, dass ich heute ganz neidvoll auf die besitzerin eines trabbis geschaut habe, dessen seitentüren aus einer plane mit ösen bestanden und der sicher die eine oder andere scharfe kante hat, an der man sich beim einsteigen schwer verletzen kann, der beim fahren lärmt und stinkt, morgens nicht sofort anspringt und einen durch und durch feuchten und stinkenden fussraum hat.
immerhin beleidigt der astra die vernunft, indem er auf getränkehalter und ablageflächen verzichtet, mit seinem riesigen rückspiegel 40 % der sicht nach vorne einschränkt und rückwärtsfahren zu einem ratespiel macht, weil man einfach nix sieht. das, muss ich sagen, macht ihn mir fast wieder sympathisch. zumal er mich auch von a nach b bringt, wenn man das gaspedal ständig durchdrückt auch mit akzeptabel unvernünftigen verbrauchswerten.
hal faber wird milde:
Über ein Haus, das Möchtegern-Zampanos alsMicrosoft arschbekriechendenVerlag verreißen, weil sie schlicht keine Ahnung haben vom Technikjournalismus und nicht einmalrichtig lesenkönnen.
wieso bloss „möchtegern-zampano“? wie wärs mit prahlhans? leider kann herr faber seine texte nicht korrigieren.
don dahlmann zum riesengrimme award:
Grimme Preis für Riesenmaschine und Spreeblick. […] Wenn man Handke den Heine Preise gibt, dann kann man auch „Ehrensenf“ den Grimme Award geben.
und in der tat, herr lobo war in seiner dankesrede froh, vor der verleihung nicht etwa zufällig auf der beerdigung von herrn milosevic gewesen zu sein.
danke herr mehdorn. dank des neuen hauptbahnhofs in berlin haben sich die reisezeiten vom berliner hauptbahnhof zum hamburger bahnhof extrem verkürzt: jetzt sind es nur noch ca. 10 minuten fussweg.
ich hasse leere flaschen im beifahrerfussraum. die schlittern beim beschleunigen und bremsen immer hin und her. aber ich hasse es auch diese flaschen in den müll zu werfen. warum hat noch kein authersteller einen mülleimer in den fahrgastraum gebaut? getränkehalter hat ja nun beinahe jedes auto auf der welt, ausser dem astra (nun gut, ein alibi getränkehalter in der handschufachklappe, aber von „halter“ kann man da nicht reden, das ist ne vertiefung). ebenso wie der tischmülleimer in billigen 3 sterne-hotels, wäre der automülleimer das killer-feature schlechthin.
gebt mir 2 jahre zeit und mein opel sähe auch so aus. mein laptop sieht nach andertalb jahren auch schon in etwa so (vorsicht, not worksafe!) aus.
freitag früh bin ich 6 kilomenter umweg gefahren. zur arbeit. dafür war ich 20 minuten früher bei der arbeit als letztesmal als ich dem navisystem („schnellster weg“) gefolgt bin.
ausserdem: autofahren frustriert. ich habe schon seit tagen keine zeitung mehr gelsesen, die neue brandeins schleppe ich seit tagen im kofferraum mit herum, ungelesen. ich freue mich darauf, in zwei wochen endlich morgens und abends jeweils eine stunde lang in der bahn lesen zu können. noch mehr freue ich mich auf die bahnfahrten nach hamburg. mit aufgeklapptem laptop nach hamburg und zurück fahren. welch ein luxus. wer zum teufel hat überhaupt die idee gehabt den individualverkehr die krone der verkehrsschöpfung zu nennen? muss ein landei gewesen sein. ist nicht bahn- und taxifahren viel luxuriöser?
daran schliesst sich eigentlich logischerweise folgende frage an: was ist luxoriöser, im hotel atlantik zu wohnen oder in einem einfamilienhaus?
spreeblick, riesenmaschine, ehrensenf und ein paar andere. keine überraschung und alles wohlverdient (mit anderen worten, ich habs natürlich alles gewusst). besonders schön: spreeblick ist jetzt auf augenhöhe mit spon.
ich habs gesagt! ich habs gesagt! ich habs gesagt! am 07.04.2006. toni mahoni bei focus.de. aaaaaaargh! rinjehaun!
johnny und max legen gut los. sehr gut. nur gut, dass o2 keine softdrinks oder autos verkauft. sonst wäre die gespielte empörung anderswo, in rein vegetarischen ecken des blogdings, sicher ganz gross.
da der opel offenbar nicht mit einem pollenfilter ausgestattet ist, habe ich auf der fahrt in die rhön dummerweise spuren organischer substanzen auf den sitzen und dem amaturenbrett hinterlassen (erstaunlicherweise auch auf dem fahrersitz!). die substanzen liessen sich auch einige tage später mit einem feuchten tuch einfach abwischen. praktisch diese opels!
Ich persönlich find’s flüssig. Mehr als flüssig. Überflüssig.
peter turi, über irgendwas.
www.100.000-euro-job.de hört sich an wie die zehntausendste webseite für lukrative nebenverdienste („ohne risiko!“) oder der zwanzigste „million dollar homepage“ abklatsch. isses aber nicht, denn das projekt hat einen glaubwürdigkeitsbutton auf der homepage: die „kulturstiftung des bundes“ unterstützt das projekt.
neben dem ganzen „mach mit“, „wir brauchen deine kreativität“ und „wir brauchen deinen kopf“-schmu erkennt der geneigte leser, dass es sich um eine art kulturförderung für projekte zum thema arbeit handelt für die man sich bewerben kann. das budget von 100 000 euro wird von den bewerbern selbst verteilt, im september 2006 sollen die eingereichten projekte umgesetzt werden:
Insgesamt stehen 100.000 Euro für Projekte zur Verfügung. Im Juli/August 2006 kann jeder Teilnehmer, der eine umsetzungsfähige Projektskizze eingereicht hat, einen Anteil dieses Geldes auf die eingereichten Projekte verteilen – sprich welche Projekte gefördert werden entscheidet nicht irgendeine Jury, sondern Ihr selbst!
Ist das Geld verteilt, beginnt ab September 2006 die Arbeit: aus den Gewinner-Projektskizzen sollen Projekte werden. Damit Eure Projekte ein Erfolg werden, gibt’s auch bei der Umsetzung von uns Beratung und Unterstützung. (ausschreibung)
für die teilnahme am projekt bin ich leider schon elf jahre zu alt, aber für werbung, das hat der projektleiter sebastian sooth richtig bemerkt, bin ich relativ günstig zu haben. dieser artikel hat ihn ein buch von meiner wunschliste und einen spielzeug-opel gekostet.
ah. der in „ feinster eselsmilch badende “ mödchenauto-fahrer macht jetzt auch opel-werbung .
[telepolis-artikel via swr]