ham­burg, gi­chen­bach, ham­burg (ki­lo­me­ter 2266-3238)

felix schwenzel

mit dem as­tra kann man gut au­to­bahn fah­ren. wal­ter röhrl wäre si­cher ent­setzt, aber ich fah­re fast im­mer nur mit ei­ner hand. ab 170 neh­me ich die hand zum fahr­spur­wech­sel ab und zu von der bei­fah­re­rin oder aus der nase. der as­tra ist gut­mü­tig ge­nug um ei­nem stän­di­ges ein­hän­di­ges au­to­bahn­fah­ren durch­ge­hen zu las­sen. er macht ja eh fast al­les al­lei­ne, er schal­tet das licht und die schei­ben­wi­scher au­to­ma­tisch an, die in­nen­raum­tem­pe­ra­tur hält er au­to­ma­tisch auf dem ein­ge­stell­ten wert und wenn man den kip­pe­li­gen und sau­dumm an­ge­brach­ten schal­ter des tem­po­mats ein­mal ge­fun­den hat, hält er auch die ge­schwin­dig­keit au­to­ma­tisch, bis man bremst.

am wo­chen­en­de bin ich also ein­hän­dig von ham­burg in die rhön ge­fah­ren. das sind im prin­zip 400 ki­lo­me­ter auf der a7, im­mer ge­ra­de­aus, rich­tung sü­den.

ob­wohl wir ca. fünf mal an rast­stät­ten oder mc­do­nalds hiel­ten und wir in zwei so hef­ti­ge re­gen­schau­er ge­rie­ten, dass der re­gen­sen­sor qualm­te, brauch­ten wir für die stre­cke nur knapp vier stun­den. die­se über­aus re­spek­ta­ble zeit liegt na­tür­lich nicht am opel, son­dern an mei­nem aus­ge­prägt prag­ma­ti­schem fahr­stil. mei­nen fahr­stil wür­de ich als vor­aus­schau­end ag­gro-de­fen­siv be­schrei­ben. wenn das wet­ter, der ver­kehr, der vor­der­mann, die mu­sik, die bei­fah­re­rin oder der kaf­fee zwi­schen den bei­nen es er­laubt, drü­cke ich das gas­pe­dal durch. kommt mir auf der au­to­bahn ein lang­sa­me­res fahr­zeug ent­ge­gen nä­her, hal­te ich von an­fang an mehr als ge­nug ab­stand, nicht nur weil die ver­nunft es ge­bie­tet, son­dern weil ich hef­ti­ges und kurz­fris­ti­ges brem­sen has­se. ich habe im­mer zeug im fahr­gast­raum rum­lie­gen, oft trans­por­tie­re ich bier oder an­de­re fla­schen im kof­fer­raum, cds oder kaf­fee­do­sen lie­gen oder ste­hen auf dem bei­fah­rer­sitz und so er­gibt hef­ti­ges brem­sen un­schö­ne ge­räu­sche und gros­ses durch­ein­an­der. macht der lang­sa­me links­fah­rer mal kei­nen platz, grei­fe ich in die päd­ago­gik-trick­kis­te in­dem ich ich eine spur nach rechts schwen­ke und dort pam­pig wei­ter hin­ter ihm her­fah­re. das wirkt ei­ner­seits wie ein zei­ge­fin­ger und hat noch ei­nen an­de­ren vor­teil: meist dau­ert es kei­ne 20 se­kun­den bis ein ra­sen­des arsch­loch in ei­nem audi den re­ni­ten­ten links­fah­rer mit­tels 10 zen­ti­me­ter ab­stand und licht­hu­pe zur sei­te nö­tigt. hat das audi-arsch­loch sei­ne ar­beit er­le­digt, kann man sich be­quem an den audi dran­hän­gen. denn die­se audi-fah­rer fah­ren gar nicht so schnell, sie schrei­en nur stän­dig „platz da!“, „platz da!“. das vir­tu­el­le ge­schreie ha­ben sie mit fah­rern von frau­en­au­tos ge­mein­sam.

höchs­te zeit für ei­nen the­men­wech­sel. zum bei­spiel zu den sit­zen. ich muss vor­aus­schi­cken, ich habe kei­ne ah­nung vom sit­zen. mein bü­ro­stuhl war jah­re­lang ein wä­sche­korb na­mens BURS­JÖN. ich sass da im­mer ganz her­vo­r­a­gend drauf und kann mich über kei­ner­lei rü­cken­be­schwer­den be­kla­gen. eine ehe­ma­li­ge bü­ro­kol­le­gin die un­sum­men für bü­ro­stüh­le aus­gibt, aber trotz­dem über im­mense rü­cken­schmer­zen klagt, klär­te mich auf: ein stuhl mit „len­den­wir­bel­stüt­zen“ sei das „non­plus­ul­tra“. die­se wor­te in mei­nen oh­ren nahm ich die len­den­wir­bel­stüt­zen­ver­stell­mög­lich­keit mei­nes test-as­tra-sit­zes ni­ckend zur kennt­nis. frau pia meint zwar das wäre ein ge­schenk, ich sach aber mal: „it’s not a pre­sent, it’s a fea­ture.“ auch das le­der be­ein­druckt mich nicht wei­ter, hät­te mich nicht ein freund­li­cher bei­fah­rer drauf hin­ge­wie­sen, ich hät­te den sitz­be­zug für ir­gend­ei­ne art schwar­zes opel-plas­tik ge­hal­ten.

nach­dem ich also mei­ne in­kom­pe­tenz als sitz-be­wer­ter hin­rei­chend dar­ge­legt habe, möch­te ich den­noch be­haup­ten: die sit­ze im opel as­tra sind sehr gut und äus­serst be­quem. fast so be­quem wie mein wä­sche­con­tai­ner. das ein­zi­ge pro­blem ne­ben dem ex­trem un­lo­gi­schen klapp­me­cha­nis­mus ist das rein­kom­men. ich er­war­te bei je­dem ein­stei­gen stoff­reiss­ge­räu­sche, die sit­ze sind wirk­lich un­ge­hö­rig tief. aber ich ver­mu­te bei an­ge­ber sport­wa­gen ist das ge­wollt. die­ses ex­trem tie­fe sit­zen muss so eine art re­mi­ni­zenz an das kind­li­che kett­car-fah­ren sein, ex kett­car­fah­rer füh­len sich knapp über dem asphalt of­fen­bar wohl. we­gen mir könn­ten die sit­ze ru­hig nen hal­ben me­ter hö­her sein. an­ge­nehm sitzt es sich im üb­ri­gen bei ge­öff­ne­ter tür auf dem sei­ten­holm schwel­ler. bei di­ver­sen pick­nicks auf di­ver­sen mc­do­nals-park­plät­zen ha­ben wir be­quem zu zweit auf dem schwel­ler sit­zen kön­nen, das kind woll­te die rück­bank eh nicht ver­las­sen. ein idea­les pick­nick­au­to also, dem man be­quem bei ge­öff­ne­ter sei­ten­tür auf dem sei­ten­holm schwel­ler sit­zen kann, trotz 15 mil­li­me­ter tie­fer­le­gung und man­gel­den ab­la­ge­flä­chen.

ach­so. in der rhön wars schön. nicht nur we­gen dem reim.

weiterlesen

lan­dungs­brü­cken

felix schwenzel

ich sit­ze in ham­burg, krank­ge­schrie­ben, leicht fieb­rig und mit leich­tem aus­wurf ge­seg­net und habe vom fens­ter aus ei­nen gu­ten blick auf die s-bahn-hal­te­stel­le „lan­dungs­brü­cken“. un­ter dem vor­dach am ein­gang ste­hen seit zwei stun­den fünf her­ren, die sich mit ge­trän­ken und spei­sen aus ei­nem mit­ge­brach­ten ein­kaufs­wa­gen ver­sor­gen. er­staun­li­cher­wei­se trin­ken sie nicht aus fla­schen oder do­sen, son­dern je­der scheint sei­nen ei­ge­nen be­cher mit­ge­bracht zu ha­ben. eben­so schei­nen ga­beln am start zu sein, ab und an wird aus klei­nen plas­tik-wan­nen ge­ges­sen. kei­ne ah­nung über was die re­den. ich bin aber si­cher, viel neu­es er­füh­re man nicht, hör­te man ih­nen zu.

weiterlesen

haupt­stadt haupt­bahn­hof

felix schwenzel

als wäre die ku­bi­sche pan­ora­ma­fo­to­gra­fie ge­nau da­für er­fun­den wor­den: der neue ber­li­ner haupt­bahn­hof als pan­ora­ma (via haupt­stadt­blog).

aus­ser­dem je­weils ein plä­doy­er für und ge­gen den neu­en haupt­bahn­hof im ber­lin-blog der zeit (via don).


vier na­sen tan­ken die­sel

felix schwenzel

vier na­sen wa­ren auf dem pod­cast­day und hat­ten den pop­kul­tur­jun­kie, da­ni­el fie­ne und mich als gäs­te für ih­ren pod­cast. hei­ko he­big war an­ders­wo, so wa­ren die vier na­sen die an­geb­lich su­per tan­ken nur drei, da­für aber plus drei, also sechs.

die auf­nah­me dau­ert 29 mi­nu­ten ist 33 mb schwer, ein biss­chen zäh und kann hier run­ter­ge­la­den wer­den. ich bin si­cher, nie­mand hört sich das bis zum ende an.

[bild­quel­le]

weiterlesen

bin auf pro­be­fahrt

felix schwenzel


köln, ham­burg, ber­lin, ham­burg (ki­lo­me­ter 1200-2266)

felix schwenzel

mitt­ler­wei­le 185 li­ter die­sel in den as­tra ge­kippt. das ist ne reich­wei­te von ca. 450 ki­lo­me­tern pro tank­fül­lung. im­mer­hin bie­tet mir das na­vi­ga­ti­ons­sys­tem, wenn der tank alle ist, tank­stel­len im um­kreis an. wo die tank­gut­schei­ne ge­blie­ben sind sagt mir das na­vi­ga­ti­ons­sys­tem nicht. im brief­kas­ten wa­ren sie bis heu­te nicht. falls es also je­man­den in­ter­es­siert, der sprit­ver­brauch des as­tra liegt bis jetzt im schnitt bei 12 8 li­tern . die fahrt von ham­burg nach ber­lin dau­er­te von haus­tür zu haus­tür zwei­ein­halb stun­den, das ist im­mer­hin ne vier­tel­stun­de schnel­ler als mit der bahn. kos­tet aber al­lein an die­sel 5 euro mehr, als die 29 euro ice-fahrt mit bahn­card.

und die ver­klem­men sich (quick­time, 700kb) im ice klem­men nicht.

[nach­trag]
old­blog hat den film rich­tig rum ge­dreht.


are­na

felix schwenzel

de­ath on ar­ri­val? fuss­ball kann doch span­nend sein.


aust in­ter­viewt ah­ma­di­ned­schad?

felix schwenzel

pop­kul­tur­jun­kie:

Und dann war da noch die Tat­sa­che, dass der Prä­si­dent der Co­lo­gne Con­fe­rence, Ste­fan Aust, nicht bei der Co­lo­gne Con­fe­rence war. Der Grund da­für dürf­te die Sen­sa­ti­on der kom­men­den “Spie­gel”-Aus­ga­be wer­den. Aust weilt näm­lich der­zeit in Te­he­ran und führt ein In­ter­view. Hat Herr Ah­ma­di­ned­schad ei­gent­lich je­mals ei­nem west­li­chen Me­di­um ein In­ter­view ge­ge­ben?

blick he­ben

felix schwenzel


hass

felix schwenzel

hass ist to­ta­li­tär. je­des kri­ti­sche hin­ter­fra­gen wird ver­ne­belt. hass ist be­quem. durch hass kann man sich selbst de­fi­nie­ren, man ist teil ei­ner grup­pe, klar ge­trennt von „den an­de­ren“. hass nährt sich aus sich selbst und ist an­ste­ckend.

hass er­stickt je­des ge­spräch von gleich zu gleich. dein hass­erfüll­tes ge­gen­über hört nicht, was du sagst. wenn der hass sein ers­tes op­fer er­le­digt hat, kommt gleich das nächs­te dran. die lo­gik des has­ses ist eine dog­ma­ti­sche und prin­zi­pi­el­le, das mensch­li­che, der ein­zel­ne ver­schwimmt.

wer sich nicht dem blin­den hass hin­ge­ben will, dem blei­ben drei mög­lich­kei­ten:
1. dog­ma­ti­ker, het­zer und bi­got­te mo­ral­apos­tel igno­rie­ren oder zu­min­dest zu hin­ter­fra­gen
2. den re­spekt vor dem ein­zel­nen nicht dem prin­zip oder dem dog­ma hin­ten­an­stel­len
3. sich über die ei­fe­rer lus­tig ma­chen

das sind drei mög­lich­kei­ten, die je­des to­ta­li­tä­re sys­tem wie der teu­fel das weih­was­ser fürch­tet.

[zu schaf­fen­des to­pic: wir has­sen dich, mei­nen es aber doch nur gut mit dir]


zi­ta­te vom me­di­en­fo­rum.nrw 2006

felix schwenzel

ich habe hun­der­te rss feeds abo­niert. aber mal ehr­lich, ich lese kei­nen ein­zi­gen. macht aber spass.“ pe­ter ka­bel

Alle Blog­ger müs­sen sich ver­net­zen. Alle Pod­cas­ter müs­sen sich ver­net­zen. Sonst kriegt das gan­ze kei­ne Re­le­vanz.“ chris­tia­ne zu salm

Da wird ja ganz schön ge­holzt!“ bernt von der müh­len über in­dis­kre­ti­on eh­ren­sa­che von „die­sem knü­wer“

viel mehr rich­ti­ge high­lights gabs nicht, naja, viel­leicht doch ein paar, hier, auch wenn das ar­chiv nicht wirk­lich funk­tio­niert. aber nico lässt das in den nächs­ten ta­gen si­cher re­pa­rie­ren.


mehr leu­te er­rei­chen

felix schwenzel

Plötz­lich merkst du aber, dass je­den Tag ei­ni­ge tau­send Leu­te dei­ne Bei­trä­ge le­sen und du fängst an, das ei­ge­ne Schrei­ben zu über­den­ken. Um Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den. Das kann auf Kos­ten von Lei­den­schaft und Sub­jek­ti­vi­tät ge­hen. «Eit­her you get it or you don’t», die­se Ein­stel­lung hat­te ich lan­ge, habe sie je­doch ab­ge­legt, um mehr Leu­te er­rei­chen zu kön­nen.

john­ny haeus­ler in der netz­zei­tung, via turi2.


ko­pier­recht

felix schwenzel

ich fra­ge mich ge­ra­de ob ich wohl auf die­sen ar­ti­kel bei spree­blick hin­wei­sen darf oder ob ich da­mit gleich wie­der blut­rüns­ti­ge meu­ten auf un­schul­di­ge het­ze und mit mei­ner un­glaub­wür­dig­keit al­les ka­putt ma­che. ach egal. ich tu es ein­fach.


ber­lin, stutt­gart, köln (ki­lo­me­ter 120-1200)

felix schwenzel

mitt­ler­wei­le bin ich et­was über tau­send ki­lo­me­ter mit dem opel ge­fah­ren und habe etwa für 80 euro die­sel in den an­fangs vol­len tank ge­kippt (66 li­ter). für ei­nen mo­tor mit ei­nem so lan­gen und spar­sam klin­gen­den na­men („1.9 CDTI ECOTEC Com­mon-Rail Die­sel“) ist das nicht un­be­schei­den. ich muss al­ler­dings auch zu­ge­ben, dass ich auf der au­to­bahn das gas­pe­dal auch stän­dig durch­drü­cke, ir­gend­wie bin ich vom ehr­geiz be­ses­sen das auto auch mal schnel­ler als 190 fah­ren zu las­sen. ver­geb­lich. mir scheint es fast als rie­ge­le der wa­gen bei 190 ab. we­der mit der „sport“-tas­te, noch im fünf­ten, noch im sech­sen gang lässt er sich da­von über­zeu­gen schnel­ler als 190 zu fah­ren. das ist in­so­fern er­staun­lich, weil der mo­tór sich bis 180 ei­gent­lioch ganz ko­ope­ra­tiv ver­hält und ich heu­te früh so­gar, kurz nach stutt­gart fast 2 ki­lo­me­ter mit ei­nem vw bus mit­hal­ten konn­te be­vor der da­von­fuhr (der vw-bus hat­te al­ler­dings auch ei­nen spoi­ler auf dem dach).

in stutt­gart bin ich heu­te um halb sechs los­ge­fah­ren und um neun in köln am ho­tel (am dom) an­ge­kom­men. die bahn hät­te für die stre­cke et­was we­ni­ger als zwei­ein­halb stun­den ge­braucht. plus ver­spä­tung von min­des­tens 20 mi­nu­ten und 20-40 mi­nu­ten stras­sen­bahn fah­ren und stras­sen­bahn war­ten. also in etwa auch drei­ein­halb stun­den. der vor­teil mit der bahn wäre al­ler­dings ge­we­sen, dass ich kei­ne 20 mi­nu­ten für den stuhl­gang vor den to­ren kölns ver­lo­ren hät­te.

auch wenn es un­glaub­wür­dig klingt, aber ich möch­te ger­ne ein paar kri­tik­punk­te am as­tra los­wer­den:

  • der reiss­ver­schluss des schlüs­sel­an­hän­gers ist ab­ge­bro­chen.
  • der wa­gen ist be­reits nach 1000 ki­lo­me­tern un­an­sehn­lich schmut­zig ge­wor­den, in­nen wie aus­sen.
  • bei 180 ge­ben die schei­ben­wi­scher sehr lau­te ge­räu­sche von sich und der re­gen­sen­sor der schei­ben­wisch­an­la­ge lässt die wi­scher ab und an un­nö­tig ner­vös wer­den.

vom na­vi­ga­ti­ons­sys­tem bin ich ähn­lich be­geis­tert wie don dah­l­mann und sei­ne mut­ter: es funk­tio­niert ex­akt und ist kin­der­leicht zu be­die­nen. nur in köln läuft es amok. hier geht es manch­mal um die 30-40 me­ter falsch, wähnt mich auf ei­ner par­al­lel­stras­se und liess sich an der mes­se zu fol­gen­dem satz hin­reis­sen: „fah­ren sie rechts, dann rechts, dann rechts. [kur­ze pau­se] fah­ren sie jetzt rechts.“ die­ser satz wur­de zu­dem in ei­nem äus­serst pam­pi­gen ton­fall vor­ge­tra­gen. auch nor­ma­le rechts- oder links­kur­ven soll­te ich in köln be­reits mehr­fach ab­bie­gen statt sie ein­fach ent­lang zu fah­ren. viel­leicht muss der wa­gen ein­fach mal neu ge­boo­tet wer­den.

we­gen der eben­falls von don dah­l­mann und sei­ner mut­ter mo­nier­ten feh­len­den ab­la­ge­flä­chen bin ich im üb­ri­gen wie­der dazu über­ge­gen­gen un­ter­wegs „mr. brown kaf­fee“ statt „nes­ca­fe xpress“ zu trin­ken. der steht ein­fach bes­ser auf dem bei­fah­rer­sitz.

weiterlesen

wie al­les en­de­te

felix schwenzel

wort­feld über das ende der blogo­sphä­re (ca. 2010). un­ter an­de­rem:

der ex­blog­ger fe­lix schwen­zel be­gann im herbst 2009 eine kar­rie­re als au­to­tes­ter in ei­nem gros­sen ver­lag, doch schon zwei mo­na­te spä­ter muss­te auch die­ser in­sol­venz an­mel­den.
weiterlesen

me­di­en­fo­rum

felix schwenzel

eben, nach drei­ein­halb stun­den au­to­bahno­peln in köln an­ge­kom­men, auf dem me­di­en­fo­rum.nrw. von dort blog­ge ich mit ma­rio six­tus und wolf­gang lü­nen­bür­ger-rei­den­bach live oder live on tape. je nach qua­li­tät der wlan-ver­bin­dung.


elch­test

felix schwenzel

die schärfs­ten kri­ti­ker der opelfah­rer, wa­ren frü­her sel­ber wel­che.


rechts­si­che­re krei­se?

felix schwenzel

ich habe matt „mat­thi­as“ w. hier ja das eine oder an­de­re mal hier in mei­nen kom­men­ta­ren ver­bal an­ge­grif­fen. über wort­wahl und stil kann man strei­ten, aber tritt­brett­fah­ren und geist­lo­ses me2-rum­ge­pö­bel und arsch­krie­chen in är­sche de­ren be­sit­zer man gar nicht um zu­tritt ge­fragt hat fin­de ich nun­mal ekel­haft und in­spi­riert mich zu nicht im­mer ein­wand­frei­er wort­wahl. ein­mal fiel in zu­sam­men­hang mit herrn w. auch das wort „ro­set­ten­lut­scher“. wohl­ge­merkt von mir und hier in mei­nen kom­men­ta­ren. das wort „ro­set­ten­lut­scher“ ver­link­te ich mit ei­nem bei­trag der schwa­dro­neu­se, in dem sie ohne ir­gend­ei­nen na­men zu nen­nen oder auf ir­gend­wen zu lin­ken über ein „mo­ra­lis­ten­camp“ und „per­sön­li­che ro­set­ten­le­cker“ phi­lo­so­phier­te.

an­statt nun mich, der ich ja nun matt w. „ro­set­ten­lut­scher“ nann­te, an­zu­ge­hen, such­te herr w. sich lie­ber ein schwä­che­res op­fer, näm­lich, rich­tig, die schwa­dro­neu­se. statt mir mit ju­ris­ti­schen schrit­ten zu dro­hen, zieht er alle re­gis­ter des mo­der­nen mob­bings und droht statt­des­sen ihr ganz un­ver­ho­len mit ju­ris­ti­schen schrit­ten:

Also wirk­lich, ver­ehr­te Frau Schwa­dro­neu­se …
… neu­lich habe ich Ih­nen noch bei der Blog­ger­le­sung zu­ge­ju­belt, und jetzt be­lei­di­gen Sie mich als „Ro­set­ten­le­cker“? Das ist sehr, sehr un­fein, ja so­gar jus­ti­zia­bel, wie ich aus rechts­si­che­ren Krei­sen er­fuhr.

Zu­mal Sie of­fen­bar nicht in der Lage wa­ren, mei­ne Mo­ti­va­ti­on in die­ser gan­zen An­ge­le­gen­heit – die sich so­wohl aus ei­ner Her­zens­über­zeu­gung wie aus So­li­da­ri­tät mit ei­nem seit lan­gem ge­schätz­ten Au­tor speis­te - rich­tig ein­zu­schät­zen. Auch Ihre Neidar­gu­men­ta­ti­on scheint mir an­ge­sichts Ih­rer in der Ver­gan­gen­heit be­reits hie und da de­mons­trier­ten In­tel­li­genz und Ana­ly­se­fä­hig­keit doch reich­lich kru­de und zeugt von ei­ner recht ver­eng­ten Vor­stel­lung vom Spek­trum mensch­li­cher Hand­lungs­im­pul­se.

Ich wür­de mich je­den­falls sehr freu­en, wenn Sie dies­be­züg­lich zu ei­ner Ho­ri­zont­er­wei­te­rung fä­hig wä­ren. Ich traue es Ih­nen zu. Und wenn Sie Ihre Wort­wahl, die – wie ge­sagt - so­gar jus­ti­zia­bel war, noch ein­mal über­den­ken möch­ten, so wäre ich der Letz­te, der dar­auf nicht mit Mil­de und Nach­sicht re­agie­ren wür­de.

Küss die Hand, Ma­dame.
Matt

sich der­ge­stalt mit der ju­ris­ti­schen keu­le dro­hend auf eine schwä­cher­te statt mich zu stür­zen ist nicht nur un­ge­heu­er fei­ge und wi­der­lich, son­dern auch un­ge­heu­er dumm. wie kommt er dar­auf, ohne dass sein name ge­nannt, sein blog ver­linkt wur­de, dass er ge­meint sein könn­te? durch mei­nen link? und da­für will er sich nun an der schwa­dro­neu­se ju­ris­tisch be­tä­ti­gen? die „rechts­si­che­ren krei­se“, die ihn da be­ra­ten ha­ben möch­te ich ger­ne mal ken­nen­ler­nen.


heis­se dampf­dis­kus­sio­nen

felix schwenzel

mir ist es nicht son­der­lich wich­tig ob man mich ver­steht, ob man das was hier steht gut fin­det. selbst mei­ner freun­din muss ich ab und an wit­ze die ich hier ma­che er­klä­ren. man­che wit­ze ge­hen da­ne­ben, man­che kom­men an, man­ches was hier steht ist für sich ge­se­hen un­ver­ständ­lich und manch­mal nur im kon­text oder mit hin­ter­grund­wis­sen zu ver­ste­hen.

so kann na­tür­lich auch der satz „am wo­chen­en­de wer­de ich das auto dann mal auf der au­to­bahn tes­ten und dem pood­le in stutt­gart wahl­wei­se sein auto oder die fres­se po­lie­ren“ ohne die in­for­ma­ti­on, dass ich be­vor ich die­sen satz schrieb, mit herrn pood­le auf ei­nen kaf­fee in stutt­gart ver­ab­re­det habe, mit ei­ner klei­nen por­ti­on bö­sem wil­len oder klug­scheis­se­rei auch als an­dro­hung von kör­per­li­cher ge­walt ge­se­hen wer­den. ei­gent­lich wäre mir das scheiss­egal wenn der eine oder an­de­re mich so miss­ver­steht. es wäre nicht das ers­te mal. ir­gend­wel­che ganz klu­gen kom­men im­mer aus ih­ren lö­chern, schla­gen hier auf, le­sen ein paar sät­ze und wer­fen mir wahl­wei­se un­end­li­che ar­ro­ganz, dumm­heit oder hu­mor­lo­sig­keit vor, se­hen mich auf ei­nem „an­spruchs­vol­len ross“ rei­ten oder mo­nie­ren mei­ne aus­drucks­wei­se oder recht­schrei­bung.

dass ich aber auf herrn pood­les po­le­mik „reich­lich dünn­häu­tig“ re­agiert hät­te, glaubt noch nicht ein­mal der be­trof­fe­ne selbst:

Und bei ix muss ich mich mit­nich­ten ent­schul­di­gen, mit dem ver­ste­he ich mich näm­lich al­ler­bes­tens. Ich kann mir auch kaum vor­stel­len, dass er es nö­tig hat, Ad­ju­tan­ten durch die Ge­gend zu schi­cken, die in sei­nem Na­men un­ge­fragt Ent­schul­di­gun­gen ein­for­dern. Das ist ers­tens nicht sein Stil und zwei­tens ist er im Ge­gen­satz zum Groß­teil des Aus­wurfs, der für ihn ins Feld zieht, klug ge­nug, eine Po­le­mik als sol­che er­ken­nen und de­chif­frie­ren zu kön­nen. (zi­tat pood­le auf re­bell­markt.blog­ger.de)

auch bei mir in den kom­men­ta­ren hat herr pood­le be­reits klar­ge­stellt, dass zwi­schen ihm und mir kei­ne per­sön­li­chen dif­fe­ren­zen be­stehen. war­um auch? weil er sich, wie blog­ger das ge­le­gent­lich tun, är­ger in form ei­ner po­le­mik vom hals ge­schrie­ben hat, kunst­voll ge­drech­selt sei­nen är­ger über eine sei­ner mei­nung be­scheu­er­te ak­ti­on in sein blog ge­kotzt hat?

ich habe mit herrn pood­le kein pro­blem, er nicht mit mir, wir ha­ben un­se­re adres­sen und han­dy­num­mern be­reits vor vie­len mo­na­ten ge­tauscht, schrei­ben uns ge­le­gent­lich emails und le­sen uns ge­le­gent­lich. heu­te ha­ben wir uns in auf ei­nen, nein zwei kaf­fee in stut­gart ge­trof­fen und uns, wie seit lan­gem ge­plant, mal in na­tu­ra ken­nen­ge­lernt. dass das na­tür­lich in man­che ver­korks­ten köp­fe nicht rein­passt, dass man zwar dif­fe­ren­zen in der sa­che hat, aber de­noch zi­vi­li­siert mit­ein­an­der um­ge­hen kann, auch wenn man sich in der aus­ei­an­der­set­zung teil­wei­se dras­ti­scher wor­te be­dient, wun­dert mich nicht.

ich habe kei­ne ah­nung wie don al­phon­so dar­auf kommt, dass don dah­l­manns oder mein „um­feld“ ein pro­blem sei­en. ta­ta­sa­che ist, dass sich in al­len be­tei­lig­ten um­fel­dern we­nig rühm­li­che prot­ago­nis­ten ist den fahrt­wind der dis­kus­si­on hän­gen und be­stimm­te gren­zen des an­stands und des ge­sit­te­ten um­gangs mit­ein­an­der über­schrei­ten. ob nun eine miss­ver­ständ­li­che for­mu­lie­rung mei­ner­seits (auto oder fres­se po­lie­ren) zur es­ka­la­ti­on bei­tru­gen, die wort­wahl in pood­les po­le­mik oder un­se­ren kom­men­ta­ren, die un­fä­hig­keit po­le­mik als sol­che zu „de­chif­frie­ren“ oder ein­fach stumpf­sin­nig­keit oder un­ge­schick­lich­keit bei dem ei­nen oder an­de­ren dis­kus­si­ons­teil­neh­mer, ich weiss es nicht und mir ist es auch egal.

die dis­kus­si­on die nun wie­der vom selbst­er­nann­ten pa­ten des blog­dings an­ge­heizt wer­den und der stän­dig neue ne­ben­kriegs­schau­plät­ze er­öff­net, lang­weilt mich. und zwar nicht weil ich der dis­kus­si­on um die glaub­wür­dig­keit aus dem weg ge­hen will, son­dern weil es plötz­lich um din­ge wie an­ony­mi­tät, dis­kus­si­ons­kul­tur, ge­hetz­te meu­ten, eti­ket­te oder um­gangs­for­men geht. von je­man­dem wie don al­phon­so, der mit zwei­deu­ti­gen for­mu­lie­run­gen nicht geizt, des­sen wort­wahl oft an dras­tik weit über das mass von „fres­se po­lie­ren“ hin­aus­geht, möch­te ich mich un­gern in um­gangs­for­men be­leh­ren las­sen, auch wenn ich mei­ne for­mu­lie­rung mitt­ler­wei­le selbst nicht mehr als son­der­lich wit­zig ein­schät­ze.

noch ein wort zu hal fa­ber, dem meis­ter des jour­an­lis­ti­schen eja­cu­la­tio prae­cox (aka lang­wei­li­ges pseu­do-blog­gen). vor lau­ter auf­re­gung über mei­ne an­geb­li­ches ag­gres­si­ves „platz­hisch-ge­ha­be“ ver­gisst er alle re­geln des jour­na­lis­ti­schen an­stands die wir blog­ger ja stän­dig von di­ver­sen mit­glie­dern sei­ner zunft vor­ge­hal­ten be­kom­men: im­mer schön re­cher­chie­ren und die be­tei­lig­ten viel­leicht mal zur ab­wechs­lung be­fra­gen. hät­te hal fa­ber, wie es so­gar ei­ni­ge blog­ger ta­ten, mal bei herrn pood­le oder mir an­ge­ru­fen, hät­te er sich viel­leicht gar nicht so in die hose ma­chen und vor­schnell die schlies­sung von pood­le­pop an­kün­di­gen müs­sen. ab­ge­se­hen da­von, dass auch die be­haup­tung die be­tei­lig­ten blog­ger wä­ren kin­der­lo­se sin­gles selbst­ge­zo­ge­ner na­sen­in­halt von hal fa­ber ist (mc­win­kel mag putz­frau­en­los sein, aber sin­gle ist er des­we­gen noch lan­ge nicht). die tü­cken des hei­se-ei­ge­nen re­dak­ti­ons­sys­tems hal­ten hal fa­ber wohl ein wei­te­res mal da­von ab, auf ak­tu­el­le ent­wick­lun­gen ade­quat zu re­agie­ren und zum bei­spiel die be­haup­tung herr pood­le hät­te sein web­log (we­gen mei­nes „platz­hirsch-ge­ha­bes“) „auf­ge­ben“ müs­sen zu kor­ri­gie­ren. das ich nun zum vier­ten male in fol­ge in hal fa­bers kolumm­ne zi­tiert wer­de, outet ihn als fleis­si­gen wir­res-le­ser, be­stä­tigt aber mei­ne be­fürch­tung, dass ich auf die be­kannt­schaft mit ei­nem gros­sen teil der hier mit­le­sen­den gut ver­zich­ten kann.


mit dem fahr­rad

felix schwenzel

eben an der ebers­wal­der stras­se zwei blog­ger ge­trof­fen als mir ket­chup und re­mou­la­de aus dem mund­win­kel lie­fen und ich mir ge­ra­de den letz­ten rest wurst in den mund schob. ich so: „gnumpf gnah mun voll.“ die so: „wo isn der opel?“

die fra­ge war be­rech­tigt, denn ich stand mit ei­nem bahn-miet­fah­r­ad dort. ich so: „nahmpf dah mne­parkt.“ denn in der tat ist das au­to­fah­ren in ber­lin so ziem­lich das blöd­sin­nigs­te was ei­nem ein­fall­len könn­te: der weg zur ar­beit dau­ert von haus- zur fir­men­tür ex­akt so lan­ge wie mit der bahn, nur dass ich auf dem weg zur ar­beit kei­ne zei­tung le­sen kann und das stück von der u-bahn zur fir­ma mit ei­nem druck aufs gas­pe­dal be­wäl­ti­gen kann, statt mit ei­nem 10 mi­nu­tigen fuss­marsch. der rück­weg ist ge­spickt mit stän­di­gem hal­ten um ar­beits­kol­le­gen aus dem auto klet­tern zu las­sen, de­ren fra­gen „nimmst du mich mit?“ ich noch nicht zu ver­nei­nen ge­lernt habe. und die parkpplatz­su­che! über­all in ber­lin gibts park­plät­ze, nur im prenz­lau­er berg nicht. heu­te habe ich ei­nen ge­fun­den, ca. 10 mi­nu­ten fuss­marsch von mei­ner woh­nung ent­fernt. ich wer­de also mor­gen mit dem fahr­rad zum auto fah­ren, so wie ich heu­te vom auto nach­hau­se ge­fah­ren bin.

am wo­chen­en­de wer­de ich das auto dann mal auf der au­to­bahn tes­ten und dem pood­le in stutt­gart wahl­wei­se sein auto oder die fres­se po­lie­ren.

[nach­trag]
dazu, wie ich mich heu­te mit herrn pood­le ge­trof­fen habe, ste­hen hier ein paar wor­te.


um­zug

felix schwenzel

ich bin um­ge­zo­gen“.

[sala per email]